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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Fußball-WM: Messi gegen Yamal: Zwei Weltstars und eine Badewanne

Argentiniens Lionel Messi und Spaniens Lamine Yamal stehen beim WM-Finale im Fokus. Zwei Ballzauberer mit besonderen Geschichten - und einer fast schon schicksalhaften Begegnung vor knapp 19 Jahren.Lamine Yamal sitzt in einer kleinen Plastikwanne und wird von Lionel Messi gebadet. Klingt erst mal etwas kurios. Das Ganze liegt auch schon fast 19 Jahre zurück. Und genau das macht die Geschichte noch unglaublicher. Deshalb kommt sie jetzt, vor dem Duell der beiden Fußball-Stars im WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien am Sonntag (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) in East Rutherford, natürlich auch wieder auf den Tisch. Gemeinsame Fotos jahrelang unter Verschluss„Ich bin ein bisschen gewachsen seitdem“, sagte der sichtlich amüsierte Yamal, als er in einem Interview kürzlich an das mittlerweile legendäre Fotoshooting im Dezember 2007 erinnert wurde. Yamal war damals gerade ein paar Monate alt, Messi schon Profi beim FC Barcelona und in der argentinischen Nationalelf. Die Bilder wurden für einen Wohltätigkeitskalender gemacht, auch das Kinderhilfswerk Unicef war beteiligt. Die UN-Organisation erinnerte nun noch einmal mit einem Social-Media-Post an die damalige Begegnung und teilte auch das inzwischen weltberühmte Foto.Mehrere Barça-Spieler posierten mit Kindern. Dass Messi und Yamal zusammen abgelichtet wurden: reiner Zufall. Oder doch eine Form von Karma? Jahrelang blieben die Bilder unter Verschluss, ehe Yamals Vater 2024 bei Instagram doch auf sie aufmerksam machte. Nun stehen sich Yamal und Messi im WM-Finale gegenüber. Von der Badewanne auf die größte Bühne des Weltfußballs - es ist klingt eigentlich zu absurd, um wahr zu sein.Messi überstrahlt diesmal alle - auch RonaldoDoch die Fotos von einst sind nur eine Facette dieses Duells, das die Sportwelt vor dem großen Showdown des XXL-Turniers in den USA, Kanada und Mexiko elektrisiert. Messi gegen Yamal. Der 39-Jährige gegen den 19-Jährigen.Seit rund zwei Jahrzehnten prägt Messi die Fußballwelt wie kein anderer. Von seinem portugiesischen Dauerrivalen Cristiano Ronaldo, der bei dieser WM allerdings deutlich im Schatten des Argentiniers stand, mal abgesehen. Prägt Yamal die nächsten zwei Dekaden? Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - dieses Duell bringt alles zusammen. Wer seift, um im Bild zu bleiben, am Sonntag wen ein?Ein Schleicher, aber immer noch ein MagierMessi, der achtmalige Weltfußballer, hat die Kritiker bei dieser WM schon jetzt eindrucksvoll widerlegt. Acht Tore und vier Vorlagen stehen für ihn zu Buche. Er hat die Führung in der ewigen WM-Torjägerliste übernommen, wird womöglich auch Torschützenkönig des Turniers. So oft wurde es im Verlauf der K.-o.-Phase eng für die Argentinier, so oft war Messi - und sei es als Vorbereiter - zur Stelle.„Es ist verrückt, was wir gerade erleben“, sagte der Routinier nach dem Halbfinal-Drama gegen England. „Jetzt wird es so kommen, wie Gott es will.“Solange er selbst es wolle, bleibe Messi der Beste, sagte Trainer Lionel Scaloni. „Natürlich wird es einen Zeitpunkt geben, an dem er aufhört. Aber so lange will er der Beste bleiben.“ Und solange laufen die Teamkollegen für ihr Idol auch gern mal ein paar Meter mehr. Messi ist längst nicht mehr der Tempodribbler von einst, phasenweise sogar eher ein Schleicher. Aber immer noch ein Magier. Wenn's darauf ankommt, schüttelt er den Zauberball aus dem Fußgelenk.Yamals großer Tag genau zur rechten Zeit?Yamal hat dieser WM, seiner ersten wohlgemerkt, sportlich noch nicht den großen Stempel aufgedrückt. Bei einem Tor und einer Vorlage steht Spaniens Youngster vor dem Finale. Es sind eher andere, die den Europameister bis ins Endspiel vor den Toren New Yorks getragen haben: die starke Defensive inklusive Keeper Unai Simón, der fünffache Torschütze Mikel Oyarzabal und Spielmacher Dani Olmo. Was Yamal aber trägt, ist die Last der ganzen Nation.„Der große Tag von Lamine Yamal kommt noch bei dieser WM“, sagte Trainer Luis de la Fuente vor dem souveränen Halbfinal-Sieg gegen Frankreich voller Überzeugung. Vielleicht ja genau zur rechten Zeit. Der Jungspund selbst zeigt sich von all dem Trubel und den Erwartungen an ihn jedenfalls unbeeindruckt.Yamal weiß genau, dass seine Finten im von Ballbesitz und Kontrolle geprägten Spiel der Iberer den Unterschied machen können. Und sei es nur in einem einzigen Moment. Nicht nur was das betrifft, ist der Spanier ein Mini-Messi.Die Rekordjäger aus der Barça-SchmiedeWie sein großes Vorbild wurde Yamal in der berühmten Talentschmiede des FC Barcelona ausgebildet. Wie der Argentinier ist er ein Rekordjäger. Und wie einst Messi, der unter anderem viermal die Champions League und zehnmal die spanische Meisterschaft gewann, will er mit den Katalanen Titel abräumen. Als 15-Jähriger debütierte Yamal für Barças Profis. Als 17-Jähriger wurde er als aufgehender Stern mit Spanien 2024 Europameister, dazu jüngster Spieler und Torschütze der EM-Geschichte. Was für Zahlen. Und übrigens: Auch Messi, als 18-Jähriger bei der WM 2006, spielte sein erstes großes Turnier in Deutschland.Nun also das direkte Duell der beiden Ballvirtuosen. Auf der einen Seite Messi, der mit dem Gewinn des WM-Titels vor vier Jahren den letzten Makel in seiner Karriere beseitigt und die Bürde des womöglich unvollendeten Erben von Diego Maradona abgelegt hat. Auf der anderen Yamal, der sich nach kometenhaftem Aufstieg vielleicht schon als Teenager Europa- und Weltmeister nennen darf. Was für eine Geschichte. Sie begann vor knapp 19 Jahren an einer Badewanne.

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Fitness-Trend: Stabil und bequem: So finden Sie den perfekten Schuh fürs Hyrox-Training

Der Fitness-Trend Hyrox vereint Lauf- und Kraftsport in einem Wettkampfformat und stellt deshalb besondere Ansprüche ans Schuhwerk. Worauf Sie beim Kauf achten sollten.Seit 2017 grassiert das Hyrox-Fieber in Deutschland. Eine stetig wachsende Zahl Fitness-Fans trainiert regelmäßig den fordernden Mix aus Laufen und Kraftsport. Der stetige Wechsel zwischen den Kraftübungen und dem Laufen ist nicht nur für den Körper eine Herausforderung. Hyrox fordert auch die Schuhe auf unterschiedlichste Weise.Auch wegen des Hypes und des permanenten Zulaufs um die in Deutschland erdachte Kombination aus Kraft und Cardio, haben viele Hersteller speziell auf Hyrox zugeschnittene Schuhe in ihr Sortiment aufgenommen. Eine zwingende Voraussetzung, um den Sport effektiv ausführen zu können, sind Hyrox-Schuhe aber nicht.Hyrox-Schuhe müssen flexibel seinGrundsätzlich müssen Schuhe für das Hyrox-Training zwei Voraussetzungen erfüllen. Einerseits sollten sie mit einem dämpfenden Fußbett ausgestattet und möglichst leicht sein, um beim Laufen bequem am Fuß zu sitzen und den permanenten Aufprall abzufedern. Indes müssen sie bei Kraftübungen wie dem Schlittenschieben und -ziehen festen seitlichen Halt und gute Bodenhaftung gewährleisten. Diese Anforderungen stehen zumindest teilweise im Widerspruch.Dicke und weich gepolsterte Sohlen bieten beim Laufen zwar viel Komfort, erschweren aber das Abstoßen vom Boden, wenn es um maximale Kraftübertragung geht. Feste Schuhe mit stabilem Halt und flacheren Sohlen wiederum sind beim Laufen schnell unbequem. Für das Hyrox-Training empfiehlt es sich daher, zwei Paar Schuhe zu verwenden, die je nach Disziplin gewechselt werden. Insbesondere Anfänger können zum Einstieg auf eine Kombi aus bequemem Laufschuh und einem festeren Crossfit-Schuh mit niedrigerem Sohlenprofil zurückgreifen, um mit maximalem Komfort zu trainieren.WIDGETFür den Wettkampf auf Hybridschuhe wechselnErst wenn Sie an Hyrox-Wettkämpfen teilnehmen wollen, bei denen die Disziplinen nahtlos ineinander übergehen, benötigen Sie Schuhe mit hybridem Charakter, die jedoch immer ein Kompromiss sind. Auch solche Lösungen müssen nicht gleich ein Loch ins Portemonnaie reißen. Es gibt durchaus erschwingliche Hybridschuhe, die zwar nicht explizit für Hyrox entwickelt wurden, aber dennoch einen breiteren Einsatzbereich abdecken.Hyrox-Schuhe: Gehen Sie Kompromisse einWenn Sie es ernst meinen und beim Hyrox an die äußersten Grenzen gehen wollen, lohnt der Griff ins Premiumregal. Doch auch Hyrox-Schuh ist nicht gleich Hyrox-Schuh. Bei der Wahl sollten Sie ganz individuell entscheiden, welche Eigenschaften für Sie Priorität haben. Ziehen Sie es vor, beim Laufen eine möglichst gute Dämpfung zu haben und dafür bei anderen Disziplinen einen leichten Nachteil in Kauf zu nehmen, den Sie durch etwas mehr Kraftaufwand ausgleichen müssen, ist ein Hyrox-Schuh mit hoher Dämpfung und Carbonplatte die bessere Wahl. Auch wenn der den Fuß seitlich eher weniger stützt.Fällt Ihnen das Laufen hingegen auch in etwas unbequemeren Schuhen leicht, aber wenn es an den Kraftsport geht, zählt jede Nuance, dann bietet sich eher ein Hyrox-Schuh mit viel Grip und hoher Seitenstabilität an. Zu guter Letzt gibt es auch Modelle, die versuchen, einen strikten Mittelweg zu gehen, um das Beste aus beiden Welten zu vereinen, ohne in einem Bereich wirklich hervorzustechen.Wichtig und entscheidend: Schuhe testenLetztendlich zählt das individuelle Empfinden, sodass es durchaus nötig sein kann, mehrere Ansätze zu testen und sich langsam an den perfekten Schuh heranzutasten. Wichtig ist, dass Sie Ihre eigenen Stärken und Schwächen kennen und Ihren Hyrox-Schuh daran angepasst auswählen.

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Radsport: Die härteste Tour de France seit Jahren?

Die diesjährige Tour de France startet mit einem Mannschaftszeitfahren in Barcelona. Höhepunkte sind zwei Alpe-d’Huez-Etappen und das Finale auf den Champs-Élysées.Am 4. Juli beginnt die Tour de France 2026 mit einer Besonderheit: Erstmals seit 55 Jahren eröffnet ein Mannschaftszeitfahren die Frankreich-Rundfahrt. Der offizielle Startschuss, der sogenannte Grand Départ, findet in Barcelona statt, ehe das Rennen nach drei Tagen in Spanien über die Pyrenäen nach Frankreich zieht. Nach 21 Etappen endet die 113. Tour de France am 26. Juli auf den Champs-Élysées in Paris.Der Etappenplan der diesjährigen Tour de FranceInsgesamt stehen 3333 Kilometer und rund 54.450 Höhenmeter auf dem Programm. Nebensieben Flachetappen, vier hügeligen Abschnitten und acht Bergetappen mit fünf Bergankünften sind ein Mannschaftszeitfahren und ein Einzelzeitfahren vorgesehen. Außerdem sind zwei Ruhetage eingeplant.EtappeTypDatumStart – ZielDistanz1MannschaftszeitfahrenSamstag 04.07.2026Barcelona – Barcelona19,6 km2HügeligSonntag 05.07.2026Tarragone – Barcelona168,5 km3GebirgeMontag 06.07.2026Granollers – Les Angles 195,9 km4HügeligDienstag 07.07.2026Carcassonne – Foix181,9 km5FlachetappeMittwoch 08.07.2026Lannemezan – Pau158,3 km6GebirgeDonnerstag 09.07.2026Pau – Gavarnie-Gèdre186,2 km7FlachetappeFreitag 10.07.2026Hagetmau – Bordeaux175,1 km8FlachetappeSamstag 11.07.2026Périgueux – Bergerac180,4 km9HügeligSonntag 12.07.2026Malemort – Ussel185,5 km RuhetagMontag 13.07.2026(Cantal) 10GebirgeDienstag 14.07.2026Aurillac – Le Lioran166,6 km11FlachetappeMittwoch 15.07.2026Vichy – Nevers161,3 km12FlachetappeDonnerstag 16.07.2026Circuit Nevers Magny-Cours – Chalon-sur-Saône179,1 km13HügeligFreitag 17.07.2026Dole – Belfort205,8 km14GebirgeSamstag 18.07.2026Mulhouse – Le Markstein Fellering155,3 km15GebirgeSonntag 19.07.2026Champagnole – Plateau de Solaison183,9 km RuhetagMontag 20.07.2026(Haute-Savoie) 16EinzelzeitfahrenDienstag 21.07.2026Évian-les-Bains – Thonon-les-Bains26,1 km17FlachetappeMittwoch 22.07.2026Chambery – Voiron174,7 km18GebirgeDonnerstag 23.07.2026Voiron – Orcières-Merlette185,2 km19GebirgeFreitag 24.07.2026Gap – Alpe d’Huez127,9 km20GebirgeSamstag 25.07.2026Le Bourg d’Oisans – Alpe d’Huez170,9 km21FlachetappeSonntag 26.07.2026Thoiry – Paris Champs-Élysées133 kmZum Grand Départ absolvieren die Teams ein 19,6 Kilometer langes Mannschaftszeitfahren durch die katalanische Metropole. Die Strecke führt unter anderem an der Sagrada Família vorbei und endet mit einem Anstieg zum Montjuïc. Am zweiten Tag folgt eine 168,5 Kilometer lange Etappe von Tarragona nach Barcelona, auf der der Schlussanstieg zum Montjuïc Castle gleich dreimal bewältigt werden muss.Zu den sportlichen Höhepunkten zählt das Finale in den Alpen. Die Fahrer müssen den legendären Anstieg nach Alpe d’Huez an zwei aufeinanderfolgenden Tagen bewältigen. Besonders anspruchsvoll wird die 20. Etappe, auf der zusätzlich der Col du Télégraphe, der 2642 Meter hohe Col du Galibier sowie der Col de Sarenne auf dem Programm stehen. Insgesamt radeln sie hier rund 5600 Höhenmeter.Spannend dürfte auch die zwölfte Etappe des Rennens werden, die auf dem ehemaligen Formel-1-Kurs von Magny-Cours beginnt. Das Finale in Paris lehnt am Rundkurs der Olympischen Spiele 2024 an und führt die Radsportler neben den Champs-Élysées auch über den Montmartre.Tour de France 2026: live im TV und StreamDie deutschen Radsport-Fans haben die Wahl zwischen zwei frei zu empfangenden Sendern. ARD und Eurosport berichten sehr umfangreich von der Frankreich-Rundfahrt, die am Samstag beginnt. Im Ersten ist die Tour täglich zu sehen, wochentags ab 14.10 Uhr, am Wochenende mit wechselnden Anfangszeiten. Darüber hinaus gibt es die Rundfahrt live in der ARD Mediathek und auf „sportschau.de“ im Livestream. Jede Etappe wird laut ARD-Angaben auch im Audiostream von Beginn an begleitet.Der ebenfalls frei zu empfangende Sender Eurosport sendet von den 21 Etappen insgesamt rund 100 Stunden live. Nach den Etappen gibt es eine halbstündige Analyse-Show, „Velo Club“, live aus dem Münchner Studio. Auch auf den Plattformen HBO Max und discovery+ sind alle Etappen in voller Länge zu sehen. Hier wird es nach eigenen Angaben auch zusätzliche Feeds von den Helikopter- und Motorradkameras geben, sowie ein Multi-View-Feature, bei dem Zuschauer zwischen mehreren Kameraperspektiven hin- und herspringen können.

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Großer Preis von Belgien: Mit Federers Tipps: Teenager Antonelli jagt Formel-1-Titel

Kimi Antonelli führt die Formel-1-Gesamtwertung an und holt sich Rat von Tennis-Legende Roger Federer. Was der 19-Jährige über Druck, Fehler und seine Konkurrenz sagt.Kimi Antonelli hörte ganz genau hin, als Roger Federer dem jungen Formel-1-Spitzenreiter ein paar Ratschläge mitgab. „Er hat mir gesagt, ich soll nur von Rennen zu Rennen denken und die Emotionen kontrollieren, die Fehler verursachen“, sagte der 19-Jährige. In Wimbledon saßen der italienische Teenager und die Schweizer Tennis-Legende (44) kürzlich nebeneinander in der Royal Box. Und natürlich holte sich Antonelli beim großen Federer ein paar Tipps ab, die ihm auf dem Weg zu seinem ersten WM-Titel vielleicht noch helfen. Spätestens mit dem Gewinn der Trophäe wäre er selbst in jungen Jahren schon ein ganz Großer seines Sports.„Es war super, mit ihm über alles Mögliche zu sprechen. Er ist nicht nur ein unglaublicher Athlet, sondern auch bescheiden und sehr offen“, sagte Antonelli in Spa-Francorchamps. Vor dem zehnten Saisonlauf der Motorsport-Königsklasse führt er die Gesamtwertung mit 25 Punkten Vorsprung vor seinem britischen Silberpfeil-Teamkollegen George Russell an. Zuletzt hatte er allerdings viel Pech und verpasste es so nach zwischenzeitlich fünf Siegen nacheinander, noch deutlicher zu führen. „Die Zuverlässigkeit ist nicht unsere Stärke, daran müssen wir arbeiten“, sagte Antonelli vor dem WM-Lauf am Sonntag (15.00 Uhr/Sky und RTL) in Belgien.Antonelli könnte Italiens erster Weltmeister seit 1953 werdenEine 8,5 von 10 würde er seiner zweiten Saison bisher geben, sagte der Kumpel von Tennis-Ass Jannik Sinner. Ein schlechter Start in Japan, Fehler im Sprint von Miami oder den Qualifikationen in Barcelona und Spielberg führen dazu, dass er kein besseres Urteil fällen wollte. Zudem zwang ihn ein unverschuldeter Schaden an seinem Auto zum zweiten Mal in den vergangenen drei Rennen in die Knie. Diese Rückschläge wie vor zwei Wochen in Silverstone will er am liebsten schnell vergessen. „Unser Auto ist bisher immer schnell, deswegen erwarte ich uns vorn“, sagte er.Die Hoffnungen in seiner Heimat sind groß, dass Antonelli der erste italienische Formel-1-Weltmeister seit 73 Jahren werden könnte. 1953 hatte Alberto Ascari im Ferrari triumphiert, seitdem warten die Tifosi auf einen Nachfolger. „Ich muss abliefern und versuchen, das Maximum aus dem herauszuholen, über das ich Kontrolle habe“, sagte Antonelli. Das heißt konkret: möglichst keine Fehler machen, immer konzentriert bleiben und der Konkurrenz nur das Heck zeigen.Kaum jemand im Fahrerlager hat Zweifel daran, dass der junge Mann aus Bologna ein künftiger Weltmeister ist. „Man konnte schon im Kart sein herausragendes Talent sehen“, sagte der viermalige Weltmeister Max Verstappen über seinen Konkurrenten. Der Niederländer fährt im Red Bull als WM-Siebter mit 103 Punkten Rückstand nur hinterher, während er über das abgezockte Supertalent Antonelli sagte: „Im Moment macht er einen unglaublichen Job. Er hat einen großen Sprung gehabt.“„Die Erwartungen wachsen“Im Vorjahr brauchte Antonelli noch Zeit, sich an die Königsklasse zu gewöhnen. Auch auf dem welligen Kurs in den Hügeln von Spa-Francorchamps lief es überhaupt nicht. Bei seinem bislang einzigen WM-Lauf in den Ardennen gab es nach einem schwachen Sprint und einem enttäuschenden Qualifying nur Platz 16. „Es ist normal, dass man im ersten Jahr Fehler macht“, sagte Verstappen, der bei seinem Debüt in der Formel 1 selbst erst 17 Jahre alt war. Bei ihm folgten neben den vier Titeln bis jetzt auch noch 71 Rennsiege, Antonelli steht derzeit bei fünf Grand-Prix-Triumphen.Ob in Belgien ein weiterer folgt? Mercedes scheint durch den starken Motor im Vorteil zu sein, die Jäger heißen Ferrari, Red Bull und McLaren. „Mercedes ist immer noch der Favorit“, sagte Charles Leclerc, der vor zwei Wochen in England siegte, deutlich. „Uns hat das selbst etwas überrascht“, sagte der Monegasse von Ferrari zu einem ersten Saisonsieg bei einer Pressekonferenz, bei der er direkt neben Antonelli saß. Dieser wiederum gab an, dass der frühere Vizeweltmeister Leclerc in Italien derzeit noch ein deutlich größerer Star ist als er selbst.Doch das könnte sich schnell ändern. „Die Begeisterung zu sehen, ist super. Aber die Erwartungen wachsen natürlich auch“, sagte Antonelli. „Es gibt natürlich Momente, in denen man nicht erkannt werden möchte, aber das gehört eben auch dazu.“ Und siegt er weiter, dürfte er bald nicht mehr nur in Italien kaum noch unerkannt auf die Straße gehen können. Wie sich das anfühlt, weiß Federer schon lange bestens.

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Fußball: Dankert als Video-Assistent im WM-Finale dabei

Große Ehre für Bastian Dankert: Der deutsche Schiedsrichter ist beim WM-Endspiel als Video-Assistent im Einsatz. Das Finale wird von einem Referee aus Slowenien geleitet.Der deutsche Schiedsrichter Bastian Dankert wird beim WM-Finale als Video-Assistent im Einsatz sein. Der Fußball-Weltverband FIFA berief den 46-Jährigen für das Endspiel in East Rutherford zwischen Spanien und Argentinien am Sonntag (21.00 Uhr MESZ). Dankert ist international einer der erfahrensten Video-Schiedsrichter. Das Finale ist sein insgesamt zwölfter Einsatz beim Turnier in Kanada, Mexiko und den USA, jeweils sechsmal war er als Video-Assistent und als unterstützender Video-Assistent gefordert.Schiedsrichter aus Slowenien pfeift FinaleDie Partie als Schiedsrichter leiten wird der Slowene Slavko Vincic. Für den 46-Jährigen ist es sein erstes WM-Finale. Im Turnier kommt er zum vierten Mal zum Einsatz, zuvor pfiff er unter anderem das 2:0 von Co-Gastgeber Mexiko gegen Ecuador im Sechzehntelfinale. Sein zuvor größtes Endspiel war das Champions-League-Duell von Real Madrid und Borussia Dortmund (2:0) im Jahr 2024.Dass ein europäischer Schiedsrichter das WM-Finale eines Teams aus Europa gegen eines aus Südamerika pfeift, ist nicht ungewöhnlich. Der Endspielsieg Argentiniens vor vier Jahren gegen Frankreich in Katar wurde vom Polen Szymon Marciniak geleitet.

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Newsblog zur Fußball-WM: Weißes Haus: Trump wohnt WM-Finale bei

Der US-Präsident traut sich zur Fußball-WM doch noch ins Stadion. Tuchel erklärt nach Englands Niederlage seine defensiven Wechsel. Alle WM-News im stern-Newsblog.Die größte Fifa-Fußballweltmeisterschaft aller Zeiten läuft. Anfänglich 48 Mannschaften kämpften in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko um den goldenen WM-Pokal. Am 19. Juli wird der Weltmeister unter ihnen feststehen. Für die deutsche Nationalmannschaft endete das Turnier mit der Niederlage gegen Paraguay im Sechzehntelfinale in einem Debakel. Der fünfte Titel nach 1954, 1974, 1990 und 2014 blieb aus. Bundestrainer Julian Nagelsmann musste seinen Hut nehmen. Seine Nachfolge ist noch offen.Lesen Sie im stern-Newsblog alle aktuellen Meldungen und Entwicklungen zur Fußball-WM 2026:

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Kurioses Bild: Messi badete Yamal als Baby – die Geschichte hinter dem Foto

Beim WM-Finale treffen Lionel Messi und Lamine Yamal erstmals auf dem Platz aufeinander. Bereits vor 19 Jahren, als Yamal wenige Monate alt war, gab es ein etwas anderes Treffen.Ein Fußballstar, der ein fremdes Kind badet – das allein klingt schon kurios. Wenn das Baby aber 19 Jahre später selbst auf dem Weg zum Weltstar ist, bekommt die Geschichte noch einmal einen ganz neuen Dreh. Bereits zur EM 2024 wurde ein Foto von Lionel Messi und Lamine Yamal zu einem Internethit, nun gewinnt das Bild abermals an Bedeutung. Denn Argentiniens Lionel Messi, der vielleicht beste Fußballer aller Zeiten, trifft im WM-Finale erstmals auf dem Platz auf Lamine Yamal, den spanischen Shootingstar, der sich anstrengt, in Messis gigantische Fußstapfen in Barcelona und dem Weltfußball zu treten.Zurück aber zu dem Foto, das entstand, als Lamine Yamal keine sechs Monate alt war und Messi selbst gerade erst als Jungspund in Barcelona auf dem Weg zum Superstar war. Denn eben jenes Bild zeigt Messi, wie er Yamal in einer Wanne badet. Erstmals in die Öffentlichkeit geriet das Bild vor dem EM-Viertelfinale Spaniens gegen Deutschland 2024, als Mounir Nasraoui, der Vater von Lamine Yamal es in den sozialen Medien teilte. Der Titel, den Nasraoui dem Bild gab: „Der Anfang zweier Legenden.“Wie aber kam es zu dem Foto? Das Bild entstand im Winter 2007 für die katalanische Zeitung „Diario Sport“, die einen Wohltätigkeitskalender veröffentlichte. Der Kader des FC Barcelona posierte dabei mit mehreren Familien und Kindern. Vor allem aber das Foto mit Messi sei schwierig gewesen, erinnert sich Fotograf Joan Montfort bei „The Athletic“. „Messi ist heute ein schüchterner Typ, aber damals war er noch schüchterner, als er dort mit einem Kleinkind an einer mit Wasser gefüllten Plastikwanne stand.“ Einen wichtigen Faktor habe Lamine Yamals Mutter gespielt, die dem Baby und dem jungen Messi Sicherheit gegeben habe.Lamine Yamal als Baby in den Armen von Lionel MessiAm Anfang habe es wenig bis keine Interaktion gegeben, man habe sich aber Schritt für Schritt an das Bild herangetastet. „Am Ende ist es ein ziemlich gutes Foto geworden“, sagt Montfort. Auch die offiziellen Bilder des Fotoshootings kursieren mittlerweile im Internet. Dass er den damaligen aufstrebenden Weltstar des Fußballs und einen möglichen zukünftigen Weltstar ablichtete, erstaunt den Fotografen auch heute noch. „Damals hätte niemand gedacht, dass dieses Baby zu dem Spieler werden kann, der er heute ist – und auch nicht, dass Messi derjenige geworden ist, der er heute im Weltfußball ist.“ Messi sei damals erst am Anfang seiner Karriere gewesen. Messi, mit 20 Jahren noch ein Jungstar im hochkarätig besetzten Kader von Barcelona, galt bereits 2007 als der künftige Weltstar und war gerade zum Stammspieler bei den Katalanen geworden. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatte der Argentinier zwei Meisterschaften und die Champions League mit Barcelona gewonnen, 2009 sollte die erste von acht Auszeichnungen als Weltfußballer folgen.Yamal bricht in der spanischen Liga alle RekordeDass Yamal Jahre später selbst einmal zum Versprechen an den Weltfußball werden sollte, war zu dem Zeitpunkt noch nicht abzusehen. Dass er schon jetzt die Rekorde von Messi bricht, ebenfalls nicht. Yamal debütierte für Barcelona im April 2023 im Alter von 15 Jahren, neun Monaten und 16 Tagen – als jüngster Spieler in der Geschichte des Vereins. Im Alter von 16 Jahren und 57 Tagen wurde er im Oktober 2023 zum jüngsten Torschützen in der spanischen Nationalmannschaft. Bei der EM 2024 wurde er zum jüngsten Spieler der Geschichte und zum jüngsten Spieler, der drei Treffer bei einer Europameisterschaft vorbereitet. Mit nur 18 Jahren wurde er 2025 Zweiter bei der Wahl zum Weltfußballer, gewann mittlerweile drei Meisterschaften mit Barcelona und ist mit einem Marktwert von 200 Millionen Euro gemeinsam mit Erling Haaland der wertvollste Spieler der Welt.Ausgebildet wurden sowohl Messi als auch Yamal bei La Masia, der legendären Nachwuchsschmiede des FC Barcelona. Gemeinsam gespielt haben beide für die Profis jedoch nie. Messi verließ die Katalanen im Sommer 2021 in Richtung Paris und lässt seit 2023 seine Karriere in Miami ausklingen. Nun also kommt es beim WM-Finale zum Aufeinandertreffen des besten Fußballers seiner Generation mit einem, der ihm schon bald nachfolgen könnte. Es könnte das letzte Spiel des 39-jährigen Lionel Messi auf internationaler Bühne sein, bei dem er den Staffelstab an die nächste Generation weiterreicht. Nur den Rekord als jüngster Weltmeister aller Zeiten wird Yamal nicht mehr erreichen – den hält ein gewisser Pelé, der bei seinem ersten Titel keine 18 Jahre alt war.

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Kurioses Bild: Messi badete Yamal als Baby – die Geschichte hinter dem Foto

Beim WM-Finale treffen Lionel Messi und Lamine Yamal erstmals auf dem Platz aufeinander. Bereits vor 19 Jahren, als Yamal noch ein Baby war, gab es ein Treffen der anderen Art.Ein Fußballstar, der ein fremdes Kind badet – das allein klingt schon kurios. Wenn das Baby aber 19 Jahre später selbst auf dem Weg zum Weltstar ist, bekommt die Geschichte noch einmal einen ganz neuen Dreh. Bereits zur EM 2024 wurde ein Foto von Lionel Messi und Lamine Yamal zu einem Internethit, nun gewinnt das Bild abermals an Bedeutung. Denn Argentiniens Lionel Messi, der vielleicht beste Fußballer aller Zeiten, trifft im WM-Finale erstmals auf dem Platz auf Lamine Yamal, den spanischen Shootingstar, der sich anstrengt, in Messis gigantische Fußstapfen in Barcelona und dem Weltfußball zu treten.Zurück aber zu dem Foto, das entstand, als Lamine Yamal keine sechs Monate alt war und Messi selbst gerade erst als Jungspund in Barcelona auf dem Weg zum Superstar war. Denn eben jenes Bild zeigt Messi, wie er Yamal in einer Wanne badet. Erstmals in die Öffentlichkeit geriet das Bild vor dem EM-Viertelfinale Spaniens gegen Deutschland 2024, als Mounir Nasraoui, der Vater von Lamine Yamal es in den sozialen Medien teilte. Der Titel, den Nasraoui dem Bild gab: „Der Anfang zweier Legenden.“Wie aber kam es zu dem Foto? Das Bild entstand im Winter 2007 für die katalanische Zeitung „Diario Sport“, die einen Wohltätigkeitskalender veröffentlichte. Der Kader des FC Barcelona posierte dabei mit mehreren Familien und Kindern. Vor allem aber das Foto mit Messi sei schwierig gewesen, erinnert sich Fotograf Joan Montfort bei „The Athletic“. „Messi ist heute ein schüchterner Typ, aber damals war er noch schüchterner, als er dort mit einem Kleinkind an einer mit Wasser gefüllten Plastikwanne stand.“ Einen wichtigen Faktor habe Lamine Yamals Mutter gespielt, die dem Baby und dem jungen Messi Sicherheit gegeben habe.Lamine Yamal als Baby in den Armen von Lionel MessiAm Anfang habe es wenig bis keine Interaktion gegeben, man habe sich aber Schritt für Schritt an das Bild herangetastet. „Am Ende ist es ein ziemlich gutes Foto geworden“, sagt Montfort. Auch die offiziellen Bilder des Fotoshootings kursieren mittlerweile im Internet. Dass er den damaligen aufstrebenden Weltstar des Fußballs und einen möglichen zukünftigen Weltstar ablichtete, erstaunt den Fotografen auch heute noch. „Damals hätte niemand gedacht, dass dieses Baby zu dem Spieler werden kann, der er heute ist – und auch nicht, dass Messi derjenige geworden ist, der er heute im Weltfußball ist.“ Messi sei damals erst am Anfang seiner Karriere gewesen. Messi, mit 20 Jahren noch ein Jungstar im hochkarätig besetzten Kader von Barcelona, galt bereits 2007 als der künftige Weltstar und war gerade zum Stammspieler bei den Katalanen geworden. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatte der Argentinier zwei Meisterschaften und die Champions League mit Barcelona gewonnen, 2009 sollte die erste von acht Auszeichnungen als Weltfußballer folgen.Yamal bricht in der spanischen Liga alle RekordeDass Yamal Jahre später selbst einmal zum Versprechen an den Weltfußball werden sollte, war zu dem Zeitpunkt noch nicht abzusehen. Dass er schon jetzt die Rekorde von Messi bricht, ebenfalls nicht. Yamal debütierte für Barcelona im April 2023 im Alter von 15 Jahren, neun Monaten und 16 Tagen – als jüngster Spieler in der Geschichte des Vereins. Im Alter von 16 Jahren und 57 Tagen wurde er im Oktober 2023 zum jüngsten Torschützen in der spanischen Nationalmannschaft. Bei der EM 2024 wurde er zum jüngsten Spieler der Geschichte und zum jüngsten Spieler, der drei Treffer bei einer Europameisterschaft vorbereitet. Mit nur 18 Jahren wurde er 2025 Zweiter bei der Wahl zum Weltfußballer, gewann mittlerweile drei Meisterschaften mit Barcelona und ist mit einem Marktwert von 200 Millionen Euro gemeinsam mit Erling Haaland der wertvollste Spieler der Welt.Ausgebildet wurden sowohl Messi als auch Yamal bei La Masia, der legendären Nachwuchsschmiede des FC Barcelona. Gemeinsam gespielt haben beide für die Profis jedoch nie. Messi verließ die Katalanen im Sommer 2021 in Richtung Paris und lässt seit 2023 seine Karriere in Miami ausklingen. Nun also kommt es beim WM-Finale zum Aufeinandertreffen des besten Fußballers seiner Generation mit einem, der ihm schon bald nachfolgen könnte. Es könnte das letzte Spiel des 39-jährigen Lionel Messi auf internationaler Bühne sein, bei dem er den Staffelstab an die nächste Generation weiterreicht. Nur den Rekord als jüngster Weltmeister aller Zeiten wird Yamal nicht mehr erreichen – den hält ein gewisser Pelé, der bei seinem ersten Titel keine 18 Jahre alt war.

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Tour de France: Merlier-Hattrick nach Massencrash - „Zittere jetzt noch“

Tim Merlier ist bei der Frankreich-Rundfahrt der Sprintkönig. Der Belgier jubelt zum dritten Mal. Hinter ihm gibt es einen heftigen Massensturz. Die deutschen Akteure um Max Kanter sind chancenlos.Nach dem Massencrash bei Tempo 60 steckte Pascal Ackermann der Schreck noch in den Knochen. „Der Sturz war direkt neben mir. Ich zittere jetzt noch. Ich bin gerade noch so durchgekommen“, schilderte der frühere deutsche Meister die dramatischen Szenen auf der zwölften Etappe der Tour de France in Chalon-sur-Saône.„Es war ziemlich knapp. Ich habe mich schon bereitgemacht, den Lenker richtig festgehalten, falls ich springen muss. Aber sie sind gerade so in die andere Richtung geflogen“, ergänzte Ackermann, der 15. wurde.Der Kolumbianer Fernando Gaviria hatte den Crash im Finale ausgelöst, mehr als ein Dutzend Fahrer kam bei Höchstgeschwindigkeit zu Fall. Nur eine kleine Gruppe davor wurde von dem Sturz nicht beeinträchtigt. So durfte an der Spitze wieder Tim Merlier jubeln, der zum Hattrick raste. Der Belgier holte bei der womöglich letzten Massenankunft dieser Tour seinen dritten Tagessieg und etablierte sich damit als Sprintkönig der 113. Frankreich-Rundfahrt. Kanter bester Deutscher auf Platz siebenMerlier siegte auf der zwölften Etappe nach 179,1 Kilometern mit Start auf der Rennstrecke in Magny-Cours vor dem Niederländer Olav Kooij und seinem belgischen Landsmann Jasper Philipsen. Den deutschen Sprint-Assen blieb erneut eine Nebenrolle. Als bester Deutscher sprintete Max Kanter auf den siebten Platz. Auch der Cottbuser hatte Glück: „Es war knapp hinter mir. Von rechts kam eine Welle und dann haben sie sich irgendwo aufgehangen.“Für eine Top-Platzierung reichte es trotzdem nicht. „Wir waren vielleicht einen Tick zu früh, aber lieber zu früh als zu spät. Es war eigentlich okay. Ich verliere viele Positionen, der Weg war für mich zu lang“, sagte Kanter in der ARD.Die Zeiten, als Marcel Kittel und André Greipel reihenweise Sprintsiege bei der Tour einfuhren, geraten allmählich in Vergessenheit. Der letzte deutsche Tagessieg liegt bereits 1.834 Tage zurück, Nils Politt jubelte 2021 in Nimes. Pogacar weiter in GelbIn der Gesamtwertung blieb alles beim Alten. Der slowenische Favorit Tadej Pogacar hat weiter einen komfortablen Vorsprung von über drei Minuten auf den Dänen Jonas Vingegaard. Der deutsche Hoffnungsträger Florian Lipowitz liegt 4:44 Minuten zurück auf Platz sechs.Die Nummer eins bei den Sprintern ist Merlier, der bereits zum zehnten Mal bei den drei großen Rundfahrten triumphierte. Dabei ist es erst sein sechster Start bei Tour, Giro oder Vuelta. 2024 gewann er auch die Europameisterschaft und setzte sich dabei gegen seinen namhaften Landsmann Philipsen durch.Merlier eine Klasse für sich„Er ist der Schnellste der Welt“, schwärmte Anfahrer Jasper Stuyven über Merlier, der mit Cameron Vandenbroucke, der Tochter des 2009 gestorbenen belgischen Radstars Frank Vandenbroucke, verheiratet ist. Im vergangenen Jahr war der 33-Jährige noch als Einzelkämpfer unterwegs, als das Soudal-Quick Step-Team auf Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel zugeschnitten war. Merlier weiß sich aber zu helfen - ob mit oder ohne Sprintzug. „Er ist eiskalt und verfällt nie in Panik“, lobte sein Sportdirektor Tom Steels.Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50,91 km/h hatte das Peloton am Mittwoch noch für einen Rekord gesorgt - mit Ausnahme der Prologe oder Zeitfahren. Einen Tag später ging es nicht gar so schnell zu, was auch am zwischenzeitlichen Regen lag.Start auf der Rennstrecke in Magny-CoursGut 25 Kilometer nach dem Start auf der Rennstrecke in Magny-Cours, wo einst Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher achtmal triumphiert hatte, setzte sich eine vierköpfige Spitzengruppe mit dem ständigen Ausreißer Baptiste Veistroffer ab. 35 Kilometer vor dem Ziel wurde die Gruppe wieder eingeholt. Danach versuchten es weitere Ausreißer - ohne Erfolg.Florian Lipowitz hatte unterwegs gar noch Zeit für Späße. Der 25-Jährige vom deutschen Red-Bull-Team zielte mit einer Trinkflasche auf eine am Straßenrand aufgestellte Tafel mit einer Zielscheibe, verfehlte und kommentierte das im TV lapidar: „Das ist der Grund, warum ich mit Biathlon aufgehört habe.“ Lipowitz hatte seine Sportkarriere als Biathlet begonnen und zählte auch zum Nationalkader. Weil er - auch verletzungsbedingt - viel auf dem Rad trainierte, entdeckte er seine Liebe und sein Talent für den Radsport.Dies kann er am Freitag wieder zeigen, wenn die Tour die Vogesen ansteuert. Über 205,8 Kilometer geht es von Dole nach Belfort. Rund 25 Kilometer vor dem Ziel ist dabei der Ballon d'Alsace, ein Berg der ersten Kategorie, zu bewältigen.

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Formel 1 in Belgien: „Alles sehr frustrierend“ - Was wird aus Max Verstappen?

Nach einem enttäuschenden Auf und Ab bleibt die Zukunft von Max Verstappen das beherrschende Thema in der Formel 1. Was steckt hinter den Spekulationen um einen Abschied von Red Bull?Vor der Rückkehr an seinen liebsten Ort in der Formel 1 hat sich der Frust bei Max Verstappen zumindest etwas gelegt. „Es war gut, eine kleine Pause einzulegen“, sagte der viermalige Weltmeister mit Blick auf den Grand Prix in Belgien am Sonntag (15.00 Uhr/Sky und RTL). Ein katastrophales Wochenende mit einem Ausfall im weiter schwer fahrbaren Red Bull hatte den Niederländer zuletzt in Silverstone noch richtig wütend gemacht. „Ehrlich, ich hasse diesen Wagen“, fluchte der 28-Jährige im niederländischen Fernsehen nach seinem ernüchternden Auftritt.Anstatt um seinen fünften WM-Titel zu fahren, muss der einstige Dominator seit Monaten ein Auf und Ab ertragen. „Alles sehr frustrierend“, schrieb er bei Instagram. Einem zweiten Platz in Österreich folgte erneut ein Rückschlag in Silverstone - und prompt wird wieder über Verstappens Zukunft diskutiert. Eine Ausstiegsklausel in seinem eigentlich noch bis Ende 2028 laufenden Vertrag soll einen Abgang nach dieser Saison möglich machen. Wie die Klausel ganz genau aussieht, wurde nie öffentlich bestätigt. Klar scheint hingegen: Läuft es weiterhin so schlecht und das Auto wird nicht dauerhaft verbessert, war es das für Verstappen bei seinem Dauerarbeitgeber.„Es gibt nichts zu sagen von meiner Seite“, betonte Verstappen bei einer Pressekonferenz in Spa-Francorchamps zu den Plänen für seine Zukunft und zeigte sich bei dem Thema ziemlich wortkarg. Auch weitere Nachfragen beantwortete er eher ausweichend: „Ich habe gesagt, es gibt nichts zu sagen. Wenn es etwas Neues geben würde, dann würde ich das sagen.“Schumacher: Verstappen glaubt nicht an das Team„Ich glaube, Max Verstappen wird Red Bull verlassen, beide Seiten sind auch mittlerweile so weit, dass es nicht mehr weh tut“, sagte Sky-Experte Ralf Schumacher im Podcast „Backstage Boxengasse“ und sprach dabei von einem subjektiven Gefühl, das er habe. „Ich glaube, dass Max den Glauben an das Team verloren hat.“ Umgekehrt sei das genauso. „Aus meiner Sicht wird er sich jetzt mit McLaren hinsetzen.“Die Spekulationen um eine Verbindung mit dem britischen Weltmeisterteam halten sich ebenso wie jene, dass sich Mercedes mit einer Verpflichtung Verstappens beschäftigt. „Das sind Gerüchte“, sagte McLaren-Geschäftsführer Zak Brown: „Ich bin sehr glücklich mit meinen beiden Fahrern.“ Mercedes-Teamchef Toto Wolff beteuerte zuletzt: „Unser Plan ist es, an der Fahrerpaarung nichts zu ändern.“ Der Rennstall wolle Stabilität haben.Verstappen-Manager: „Wir waren immer loyal“Aber: Wenn Verstappen, der beste Fahrer seiner Generation, tatsächlich zu haben wäre, dürfte es schwer sein, zu widerstehen. Selbst wenn sie dafür ein hohes Gehalt zahlen und ihr bisheriges Personal opfern müssen. Ein Platz bei Mercedes wäre wohl nur frei, wenn George Russell geht, dem jungen WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli (19) gehört bei den Silberpfeilen die Zukunft. Bei McLaren müsste vermutlich Oscar Piastri (25) weichen, Weltmeister Lando Norris gilt als gesetzt. Wirklichen Bedarf haben beide Rennställe jedoch nicht.Für Red Bull wäre es eine Katastrophe, wenn Verstappen geht. Er stammt aus dem eigenen Nachwuchs. 2014 debütierte er in der Formel 1 für das damalige Schwesterteam Toro Rosso, 2016 wurde er zu Red Bull befördert. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, hat der Starpilot wohl sogar bis Oktober Zeit, von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch zu machen, wenn er bis zur Sommerpause nach den kommenden beiden Rennen nicht WM-Zweiter ist. Verstappen ist aktuell nur Siebter und hat mit 103 Punkten Rückstand auf Antonelli keine Chance mehr, so weit nach vorn zu kommen.„Wir waren immer loyal und werden es auch bleiben“, sagte Verstappens Manager Raymond Vermeulen der „Bild“: „Wir möchten den Weg mit Red Bull weitergehen und Max seine Karriere hier beenden - aber natürlich mit der Möglichkeit, zu gewinnen.“ Ein klares Bekenntnis von Verstappen zu Red Bull über das Jahresende hinaus gibt es bislang nicht.Beste Erinnerungen an Spa-FrancorchampsHinter den Kulissen gab es zuletzt ein Treffen, das für Unruhe sorgte. Fotos einer Zusammenkunft von Red Bulls früherem Motorsportberater Helmut Marko mit dem Verstappen-Lager in Amsterdam wurden viel beachtet. Was genau besprochen wurde? Unklar. „Mein Besuch war privat“, sagte der Österreicher Marko englischen Medien. Auch mit der Red-Bull-Spitze sollen sich Verstappen und sein engster Vertrauter Vermeulen im vergangenen Monat schon länger in Salzburg getroffen haben, um über die Zukunft zu sprechen.Dem 71-maligen Grand-Prix-Sieger Verstappen wäre es sicher am liebsten, sich endlich wieder nur auf das Fahren zu konzentrieren. Gerade der Klassiker in den Ardennen hätte das Potenzial, für etwas Freude zu sorgen. „Wir haben hier in der Vergangenheit stets gut abgeschnitten“, sagte Verstappen, der in Spa-Francorchamps vor vier Jahren sensationell von Startplatz 14 zum Sieg raste und schon insgesamt dreimal in seinem Geburtsland siegte. Wie bekommt Red Bull das Auto in den Griff?Zwar fährt er wie sein Vater Jos Verstappen unter niederländischer Lizenz, geboren wurde Verstappen jedoch in Hasselt und besaß bis zum 18. Geburtstag einzig die belgische Staatsbürgerschaft. Seine Mutter ist Belgierin. „Auch wenn das Wochenende in Silverstone hart war, habe ich letzte Woche bereits wieder mit dem Team im Simulator im Werk gearbeitet“, sagte Verstappen. Es geht vor allem darum, die Balance im Auto zu verbessern und etwas gegen den fehlenden Top-Speed zu unternehmen. „Peinlich, schlecht“, lautete Verstappens Fazit über sein Dienstfahrzeug zuletzt. Ein Defekt am Heck sorgte für sein Aus wenige Runden vor dem Ende des WM-Laufs in England. Wird beim Heimspiel mit tausenden eigenen Fans nun alles besser? „Es ist meine Lieblingsstrecke im Rennkalender, und ich freue mich immer, dorthin zurückzukehren.“

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Formel 1 in Belgien: Verstappen genervt von Spekulationen: „Gibt nichts zu sagen“

Max Verstappen äußert sich nicht zu seiner Zukunft bei Red Bull. Was der viermalige Weltmeister auf Nachfragen zu einer angeblichen Ausstiegsklausel sagt.Der viermalige Formel-1-Weltmeister Max Verstappen hält sich zu seiner sportlichen Zukunft und einem möglichen Abschied von Red Bull weiter bedeckt. „Es gibt nichts zu sagen von meiner Seite“, betonte der 28-jährige Niederländer bei einer Pressekonferenz im belgischen Spa-Francorchamps. Auch weitere Nachfragen, wie es für den einstigen Dominator nach dem Saisonende weitergehe, beantwortete Verstappen äußerst schmallippig: „Ich habe gesagt, es gibt nichts zu sagen. Wenn es etwas Neues geben würde, dann würde ich das sagen.“Seit Monaten wird über eine Ausstiegsklausel aus seinem eigentlich noch bis Ende 2028 laufenden Vertrag bei seinem Rennstall spekuliert. Angeblich könnte Verstappen sein Team am Saisonende verlassen, wenn er bis zur Sommerpause nicht mindestens Zweiter der WM-Wertung ist. Schon zwei Rennen vor dem Ablauf dieser vermeintlichen Frist ist es für den Siebten der Gesamtwertung nicht mehr möglich, diese Position zu erreichen. Ein klares Bekenntnis des Ex-Champions zu einem Verbleib bei Red Bull gibt es vor dem zehnten Saisonlauf am Sonntag (15.00 Uhr/Sky und RTL) in Belgien nicht. Gerüchte gab es zuletzt über angebliche Gespräche mit dem britischen Traditionsteam McLaren. Bestätigt wurde das aber nicht. Auch bei Mercedes und Ferrari gibt es aktuell eigentlich keinen Bedarf für einen Fahrerwechsel.

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Radsport: Die härteste Tour de France seit Jahren?

Die diesjährige Tour de France startet mit einem Mannschaftszeitfahren in Barcelona. Höhepunkte sind zwei Alpe-d’Huez-Etappen und das Finale auf den Champs-Élysées.Am 4. Juli beginnt die Tour de France 2026 mit einer Besonderheit: Erstmals seit 55 Jahren eröffnet ein Mannschaftszeitfahren die Frankreich-Rundfahrt. Der offizielle Startschuss, der sogenannte Grand Départ, findet in Barcelona statt, ehe das Rennen nach drei Tagen in Spanien über die Pyrenäen nach Frankreich zieht. Nach 21 Etappen endet die 113. Tour de France am 26. Juli auf den Champs-Élysées in Paris.Der Etappenplan der diesjährigen Tour de FranceInsgesamt stehen 3333 Kilometer und rund 54.450 Höhenmeter auf dem Programm. Nebensieben Flachetappen, vier hügeligen Abschnitten und acht Bergetappen mit fünf Bergankünften sind ein Mannschaftszeitfahren und ein Einzelzeitfahren vorgesehen. Außerdem sind zwei Ruhetage eingeplant.EtappeTypDatumStart – ZielDistanz1MannschaftszeitfahrenSamstag 04.07.2026Barcelona – Barcelona19,6 km2HügeligSonntag 05.07.2026Tarragone – Barcelona168,5 km3GebirgeMontag 06.07.2026Granollers – Les Angles 195,9 km4HügeligDienstag 07.07.2026Carcassonne – Foix181,9 km5FlachetappeMittwoch 08.07.2026Lannemezan – Pau158,3 km6GebirgeDonnerstag 09.07.2026Pau – Gavarnie-Gèdre186,2 km7FlachetappeFreitag 10.07.2026Hagetmau – Bordeaux175,1 km8FlachetappeSamstag 11.07.2026Périgueux – Bergerac180,4 km9HügeligSonntag 12.07.2026Malemort – Ussel185,5 km RuhetagMontag 13.07.2026(Cantal) 10GebirgeDienstag 14.07.2026Aurillac – Le Lioran166,6 km11FlachetappeMittwoch 15.07.2026Vichy – Nevers161,3 km12FlachetappeDonnerstag 16.07.2026Circuit Nevers Magny-Cours – Chalon-sur-Saône179,1 km13HügeligFreitag 17.07.2026Dole – Belfort205,8 km14GebirgeSamstag 18.07.2026Mulhouse – Le Markstein Fellering155,3 km15GebirgeSonntag 19.07.2026Champagnole – Plateau de Solaison183,9 km RuhetagMontag 20.07.2026(Haute-Savoie) 16EinzelzeitfahrenDienstag 21.07.2026Évian-les-Bains – Thonon-les-Bains26,1 km17FlachetappeMittwoch 22.07.2026Chambery – Voiron174,7 km18GebirgeDonnerstag 23.07.2026Voiron – Orcières-Merlette185,2 km19GebirgeFreitag 24.07.2026Gap – Alpe d’Huez127,9 km20GebirgeSamstag 25.07.2026Le Bourg d’Oisans – Alpe d’Huez170,9 km21FlachetappeSonntag 26.07.2026Thoiry – Paris Champs-Élysées133 kmZum Grand Départ absolvieren die Teams ein 19,6 Kilometer langes Mannschaftszeitfahren durch die katalanische Metropole. Die Strecke führt unter anderem an der Sagrada Família vorbei und endet mit einem Anstieg zum Montjuïc. Am zweiten Tag folgt eine 168,5 Kilometer lange Etappe von Tarragona nach Barcelona, auf der der Schlussanstieg zum Montjuïc Castle gleich dreimal bewältigt werden muss.Zu den sportlichen Höhepunkten zählt das Finale in den Alpen. Die Fahrer müssen den legendären Anstieg nach Alpe d’Huez an zwei aufeinanderfolgenden Tagen bewältigen. Besonders anspruchsvoll wird die 20. Etappe, auf der zusätzlich der Col du Télégraphe, der 2642 Meter hohe Col du Galibier sowie der Col de Sarenne auf dem Programm stehen. Insgesamt radeln sie hier rund 5600 Höhenmeter.Spannend dürfte auch die zwölfte Etappe des Rennens werden, die auf dem ehemaligen Formel-1-Kurs von Magny-Cours beginnt. Das Finale in Paris lehnt am Rundkurs der Olympischen Spiele 2024 an und führt die Radsportler neben den Champs-Élysées auch über den Montmartre.Tour de France 2026: live im TV und StreamDie deutschen Radsport-Fans haben die Wahl zwischen zwei frei zu empfangenden Sendern. ARD und Eurosport berichten sehr umfangreich von der Frankreich-Rundfahrt, die am Samstag beginnt. Im Ersten ist die Tour täglich zu sehen, wochentags ab 14.10 Uhr, am Wochenende mit wechselnden Anfangszeiten. Darüber hinaus gibt es die Rundfahrt live in der ARD Mediathek und auf „sportschau.de“ im Livestream. Jede Etappe wird laut ARD-Angaben auch im Audiostream von Beginn an begleitet.Der ebenfalls frei zu empfangende Sender Eurosport sendet von den 21 Etappen insgesamt rund 100 Stunden live. Nach den Etappen gibt es eine halbstündige Analyse-Show, „Velo Club“, live aus dem Münchner Studio. Auch auf den Plattformen HBO Max und discovery+ sind alle Etappen in voller Länge zu sehen. Hier wird es nach eigenen Angaben auch zusätzliche Feeds von den Helikopter- und Motorradkameras geben, sowie ein Multi-View-Feature, bei dem Zuschauer zwischen mehreren Kameraperspektiven hin- und herspringen können.

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WM in Italien: Was wurde aus den Weltmeistern von 1990?

Ein neuer Kinofilm blickt auf den deutschen WM-Titel 1990 in Italien zurück. Unsere Fotostrecke zeigt, was die Weltmeister nach ihrer erfolgreichen Karriere machten.Der Elfmeter von Andreas Brehme, Kapitän Lothar Matthäus mit dem WM-Pokal, der einsame Franz Beckenbauer auf dem Rasen des Olympiastadions. Genau 35 Jahre sind diese Szenen nun her – 1990 wurde Deutschland in Rom durch ein 1:0 im Finale gegen Argentinien zum dritten Mal Weltmeister.Für die Spieler, die bei der Weltmeisterschaft in Italien dem DFB-Kader angehörten, war es der größte Erfolg ihrer fußballerischen Karriere. Nur wenige von ihnen standen nach der sportlichen Karriere weiter im Rampenlicht und konnten an ihre glanzvollen Momente auf dem Rasen anknüpfen. Der persönliche Kontakt blieb aber bestehen, die Spieler von damals treffen sich noch regelmäßig. In der Doku „Ein Sommer in Italien“, die an diesem Montag ins Kino kommt, blicken die Stars noch einmal auf ihren Triumph zurück. Auch unveröffentlichte Aufnahmen von 1990 sind zu sehen.Wie der Werdegang der Weltmeister von 1990 weiter verlief, sehen Sie in unserer Fotostrecke. Tatsächlich gibt es gerade mal eine Handvoll Spieler, die nach ihrem Karriereende über längere Zeit als Trainer oder Funktionär aktiv waren. Und ausgerechnet Andreas Brehme, Schütze des entscheidenden Elfmetertores im Finale, ist bereits gestorben. Auch Teamchef Franz Beckenbauer und Stürmer Frank Mill sind mittlerweile tot. Weltmeister von 1990: Nach dem Titel ging es abwärtsDanach gewann Deutschland nur noch einmal den WM-Titel – 2014 in Brasilien. Wie es für die Weltmeister von Rio weiterging, erfahren Sie hier. Die berühmte Prophezeiung von Franz Beckenbauer, Deutschland werde nach der Wiedervereinigung und mit den Top-Spielern aus der DDR „über Jahre unschlagbar sein“, bewahrheitete sich nicht. Als Titelverteidiger schied die Nationalelf 1994 in den USA im Viertelfinale aus. Zwar holte Deutschland 1996 noch einmal den EM-Titel, danach folgten jedoch sehr magere Jahre. Erst mit der Fußball-WM 2006, dem „Sommermärchen“ im eigenen Land, ging es wieder aufwärts und die Ära einer neuen, erfolgreichen Mannschaft begann.

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Turnier in drei Ländern: So sehen die Maskottchen der Fußball-WM 2026 aus

Die Fifa hat die offiziellen Maskottchen für die WM im kommenden Jahr vorgestellt. Erstmals richten drei Länder das Turnier aus – jedes bekommt seine eigene Figur.Im Sommer 2026 findet die Fußball-WM erstmals in drei Ländern statt. Die USA, Kanada und Mexiko richten das Turnier gemeinsam aus. Dementsprechend gibt es auch drei Maskottchen.Die Fifa hat die tierischen Glücksbringer offiziell vorgestellt: Es sind ein Elch, ein Jaguar und ein Weißkopfseeadler mit den Namen Maple, Zayu und Clutch. Die drei Tiere verkörpern jeweils die Eigenheiten des Landes, für das sie stehen. Als Torwart, Mittelfeldspieler und Stürmer sollen sie außerdem die Fußballspieler, die bei der WM antreten, symbolisieren. Zudem wurde auf jedes der Maskottchen eine Legende zugeschnitten, die die Werte des Turniers widerspiegeln soll.Fußball-WM: Maskottchen gibt es seit 1966„Maple, Zayu und Clutch sind voller Freude, Energie und Zusammengehörigkeitsgefühl, genau wie die Weltmeisterschaft selbst“, erklärte Fifa-Präsident Gianni Infantino bei der Vorstellung via Social Media. „Die drei Maskottchen spielen eine zentrale Rolle in der unglaublichen, unterhaltsamen Atmosphäre, die wir für dieses bahnbrechende Turnier schaffen. Sie werden die Herzen erobern und in Nordamerika und auf der ganzen Welt für Jubel sorgen. Ich kann sie mir schon auf den T-Shirts der Kinder vorstellen und wie sie Fußballlegenden abklatschen.“Zwar wird zum ersten Mal eine Fußball-WM in drei Ländern ausgetragen, drei Maskottchen gab es bei einer Weltmeisterschaft aber bereits: die computergenerierten Figuren Ato, Kaz and Nik bei der WM 2002 in Japan und Südkorea. Seit 1966 wählt die Fifa für jedes Turnier ein offizielles Maskottchen aus. Nicht immer kommen diese aber bei den Zuschauern gut an. Goleo, das Maskottchen für das „Sommermärchen“ 2026 in Deutschland, erhielt beispielsweise wenig schmeichelhafte Kritiken. Wie Maple, Zayu und Clutch von den Fans aufgenommen werden, bleibt abzuwarten. Die WM in den USA, Kanada und Mexiko findet vom 11. Juni bis zum 19. Juli statt. Erstmals treten 48 Teams an.Quelle: Fifa

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Kanada, Mexiko, USA: Aztekenstadion, MetLife Stadium & Co: Die Spielorte der WM 2026

Moderne Sporttempel und legendäre Spielstätten: Die 16 Stadien der Fußball-WM 2026 sind mitunter spektakulär. Dafür warten auf Teams und Fans weite Wege.Wer nicht besonders reisefreudig ist, sollte sich Gedanken machen, ob die Fußball-WM 2026 die richtige Veranstaltung für ihn ist. Über drei Länder – Kanada, Mexiko und die USA – und 16 Stadien erstreckt sich das Turnier. Zwischen den am weitesten voneinander entfernten Arenen (Vancouver und Miami) liegen rund 4500 Kilometer Distanz.  Während die Fans noch den Luxus haben, sich die Spielorte, die sie besuchen wollen, aussuchen zu können (mit entsprechendem Losglück bei der Ticketvergabe natürlich), müssen die Fußballer schon mehr Sitzfleisch mitbringen, um zwischen den Spielorten der Weltmeisterschaft umherzupendeln. Die Strecken, die sie dabei zurücklegen müssen, sind teils sehr lang. Es warten architektonische Highlights wie das Estadio Akron in Guadalajara, das einem Vulkan nachempfunden wurde, oder die modernen, spektakulären Arenen in den USA. Anders als bei einigen anderen Weltmeisterschaften der jüngeren Vergangenheit wurden für die WM nicht extra neue Stadien gebaut, die danach kaum noch benötigt werden und finanzielle Probleme verursachen – siehe Brasilien.Trotzdem gab und gibt es Kontroversen. Etwa um das legendäre Aztekenstadion in Mexiko City, das aktuell noch umgebaut wird. Um es herum entsteht ein neuer Komplex inklusive Einkaufszentrum und neuer Parkhäuser. Die Nachbarn fürchten dadurch Gentrifizierung und steigende Mieten. Auch um die Umbauten mancher Stadien gab es Streit, insbesondere wegen der Kosten. Der internationale Fußballverband Fifa als Veranstalter wird es nicht stören, er erwartet ein Turnier der Superlative.Übrigens: Für das Turnier müssen die meisten Stadien ihre regulären Namen ablegen. Viele von ihnen tragen Sponsoren-Namen – etwa die Arena in Dallas, die eigentlich „AT&T Stadium“ heißt. Die Fifa hat für das Turnier ihre eigenen Geldgeber und möchte nicht für andere Unternehmen gratis Werbung machen. Deshalb sind die Stadien einfach nach ihren Städten benannt. Etwa „Dallas Stadium“ oder „Toronto Stadium“. Bloß der BC Place in Vancouver, darf seinen Namen behalten. „BC“ steht ganz unverfänglich für British Columbia, die Provinz, in der Vancouver liegt.

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Fußball-WM: Vier weitere Jahre Schmerz: Auch Tuchel erlöst England nicht

England scheitert erneut kurz vor dem Ziel: Trotz einer Führung reicht es nicht für das WM-Finale. Trainer Tuchel steht nach dem Aus in der Kritik.Harry Kane stand regungslos am Mittelkreis, die Hände in die Hüften gestützt. Sein Blick stur auf die andere Seite des Platzes gerichtet, wo sich Lionel Messi und dessen argentinische Teamkollegen für den Einzug in das WM-Finale feiern ließen.Die von Kapitän Kane angeführten Engländer waren so nah dran am ersten Endspiel seit dem Triumph 1966. Bis zur 85. Minute führten die Three Lions durch den Treffer von Anthony Gordon - und fielen dann völlig auseinander.„Wir spielen eine Stunde so gut und führen verdient. Aus irgendeinem Grund verlieren wir dann das Momentum. Das zieht sich nun schon durch die letzten vier, fünf Turniere“, sagte der Bayern-Stürmer konsterniert.Das Warten geht weiterEnzo Fernandez und Lautaro Martinez stürzten England durch ihre von Lionel Messi vorbereiteten Tore in eine Schockstarre. „Je schöner die Reise, desto herzzerreißender ist das Ende“, resümierte Jude Bellingham.Nun gerät aber erst einmal Trainer Thomas Tuchel in die Schusslinie der englischen Öffentlichkeit. Auf dem Papier ist er nicht besser als sein Vorgänger Gareth Southgate, der 2018 im Halbfinale in der Verlängerung an Kroatien gescheitert war.Ex-Stürmer Chris Sutton nannte Tuchels Entscheidung, nach der Führung in der Defensive von einer Vierer- auf eine Fünferkette umzustellen eine „Coaching-Katastrophe“ und warf die Frage auf, ob der Deutsche noch der richtige Mann für den Job sei. Der „Mirror“ polterte: „Tuchels Wechsel gehen nach hinten los.“Tuchel will bleibenTuchel selbst nahm das alles äußerlich gelassen zur Kenntnis. „Es ist die Natur des Spiels. Sobald man verliert, wird man kritisiert“, sagte der 52-Jährige. „Keiner weiß, was bei anderen Entscheidungen passiert wäre. Es hat keinen Sinn, sich da zu beteiligen.“Erst im Februar hatte Tuchel seinen Vertrag mit dem englischen Verband FA bis nach der Heim-EM 2028 verlängert. Nach dem WM-Aus erhielt er umgehend Unterstützung von Verbandsboss Mark Bullingham. „Die Spieler und Thomas haben heute alles gegeben“, befand der Funktionär. Tuchel meinte: „Wir machen weiter bis zur EM.“ Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll er dafür auch weiterhin das Vertrauen des Verbands genießen.Das Turnier bescherte den Three Lions auch durchaus positive Erinnerungen. England gewann in einem epischen Achtelfinale bei Co-Gastgeber Mexiko im Aztekenstadion. In der unmenschlichen Hitze von Miami schoss man die Emporkömmlinge aus Norwegen in der Verlängerung aus dem Turnier. Die Mannschaft habe eine Mentalität, die man in Flaschen abfüllen und verkaufen könne, sagte Trainer Tuchel.Der Trainer glaubte, die Spieler glaubten, ganz England erlebte bis zum Mittwoch einen euphorischen Jahrhundertsommer und glaubte an den Titel. Glaubte an das Ende von 60 Jahren Schmerz. Am Ende konnte auch Tuchel England nicht erlösen. „Wir müssen vier weitere Jahre warten“, sagte der Schwabe.Tränen und Schweigen in der KabineTuchel ist jedenfalls davon überzeugt, dass er das Problem in den Griff bekommt, obwohl England immer in dasselbe Muster verfällt. „Ich glaube nicht an einen Fluch oder dass sich Geschichte wiederholt. Es sind andere Spieler, andere Trainer, andere Gegner“, sagte Tuchel. Es sei auf dem Feld lösbar.Zu einem anderen Schluss, als dass es ein mentales Problem ist, kann man momentan aber nicht kommen. Zwischen der Führung durch Gordon in der 55. Minute und dem Siegtor von Martinez (90.+2) hatte England sagenhaft schwache zwölf Prozent Ballbesitz. Das Team habe das Momentum einfach nicht zurückbekommen, resümierte Tuchel. Englands Spieler hatten plötzlich etwas zu verlieren - und zerbrachen an diesem Druck.Schweigend verschwand die Mannschaft in der Kabine. Dort flossen Tränen, viele Worte fielen nicht. So beschrieb es Verteidiger Dan Burns. „Nichts, was man da sagt, kann die Enttäuschung und den Schmerz nehmen“, sagte Tuchel. Also gab er der Mannschaft mit, dass sie alles gegeben habe und zurückkommen werde. Wie man das im Sport eben so macht.

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Fußball-WM: „Episch?“: Argentiniens Comeback-Könige fordern Spanien

Argentinien zieht nach einem späten 2:1 gegen England ins WM-Finale ein – und bringt mit einem Banner zur Falkland-Frage politische Brisanz ins Stadion.Dass dieses dramatische WM-Halbfinale zwischen Argentinien und England viel mehr als nur ein Fußball-Spiel war, war nach dem Schlusspfiff in großen schwarzen Buchstaben zu lesen. Während Lionel Messi vor den euphorisierten Fans tanzte, zeigten seine Mitspieler hinter ihm ein Banner: „Die Malvinas sind argentinisch“ war dort zu lesen.Da war sie also, die politische Dimension, der Falkland-Krieg von 1982, der diesem ohnehin schon aufgeladenen Duell weitere Brisanz verlieh. Das Banner war während des 2:1 auch auf den Zuschauerrängen zu sehen gewesen. Mit dem Spruch will Argentinien seine vermeintlichen Besitzansprüche auf die sogenannten Malvinas, wie die Inseln in Argentinien heißen, erklären.Mit einer Strafe des Weltverbandes FIFA ist zu rechnen, doch davon war an diesem Abend in Atlanta erst einmal keine Rede. Im Mittelpunkt stand der unfassbare Wille der Argentinier, die bis zur 85. Minute durch ein Tor von Anthony Gordon zurücklagen - und dann durch die Treffer von Enzo Fernandez und Lautaro Martinez doch noch in das Endspiel gegen Spanien einzogen.Scaloni und das richtige Adjektiv„Episch? Historisch? Wie sollen wir es nennen?“, fragte Trainer Lionel Scaloni auf der Suche nach dem richtigen Adjektiv. „Es gibt nichts Vergleichbares. Die Jungs hatten keine Angst, sie fühlten die Last der Verantwortung nicht.“Und Argentinien hatte Lionel Messi, der erneut entscheidenden Anteil an dem Sieg hatte. Der 39-Jährige bereitete beide Treffer vor. „Messi in den letzten 20 Minuten - da konnte er machen, was er wollte“, sagt Scaloni und verriet das Erfolgsgeheimnis: „Sie spielen wie Achtjährige. Sie denken nicht daran, ob sie vorbeischießen oder in das Finale kommen. Sie wollen nur Fußball spielen.“Langsam muss man sich dennoch fragen, wie lange das noch gutgehen soll. Wie viele Leben hat diese Mannschaft? Schon im Sechzehntelfinale mühte sich der Titelverteidiger zu einem 3:2 gegen Kap Verde. Eine Runde später lag der Titelverteidiger gegen Ägypten bis zur 79. Minute 0:2 zurück und siegte in der Nachspielzeit durch ein kontroverses Tor, da ein Ägypter zuvor gefoult worden war. Im Viertelfinale gegen die Schweiz musste man wieder über die Verlängerung gehen.Tuchel lobt„Dieses Team spielt am besten in schwierigen Situationen“, sagte Scaloni. Sein englischer Amtskollege Thomas Tuchel stimmte dem zu: „Sie spielen am besten, wenn sie in Rückstand sind. Dann gehen sie mehr Risiko. Sie hatten nichts mehr zu verlieren und investierten mehr.“Doch wie ist das immer wieder möglich? Neben Messi sind die Fans ein enormer Faktor. In Atlanta war die englische Hymne nicht zu verstehen, weil argentinische Pfiffe diese übertönten. Es habe sich angefühlt wie ein Auswärtsspiel, sagte Tuchel.Selbst Messi ist die ganze Sache nicht geheuer. „Es ist verrückt, was wir gerade erleben und wie sich die Dinge entwickeln“, sagte der Superstar. „Vielleicht hatten die Leute Zweifel, weil wir mit Spielern an der Leistungsgrenze und mit Problemen hierhergekommen sind. Aber wenn diese Mannschaft zusammenhält, geht sie immer noch einen Schritt mehr und das überträgt sich auf alle.“Scaloni möchte als Weltmeister abreisenUnd in diesem sechsten WM-Duell mit England spielte bei der Albiceleste der Falkland-Krieg eine zusätzlich motivierende Rolle. Wie schon im Viertelfinale 1986, nachdem Diego Maradona von Rache gesprochen hatte. „Wir haben versucht, unser Land und all jene zu repräsentieren, die diesen traurigen Moment unserer Geschichte erlebt haben, damit sie sich mit uns identifizieren können und wir ein positives Bild vermitteln“, sagte Mittelfeldstratege Leandro Paredes.Argentinien und Großbritannien hatten 1982 mehr als 70 Tage lang Krieg um die Falklandinseln vor der Küste Argentiniens geführt. Dabei starben rund 1000 Soldaten. Die Inseln sind seit 1833 britisches Überseegebiet. Bis heute weigert sich Großbritannien, über den Anspruch auf die Malvinas zu verhandeln.Im Finale gegen Spanien muss es nun einen anderen Faktor geben. Denn das Ziel ist klar. „Ich möchte hier als Weltmeister abreisen“, sagte Scaloni und betonte die Bedeutung von äußeren Einflüssen: „Fußball ist manchmal mehr als Taktik.“

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WM-Halbfinale : In Argentinien gibt es kein Halten mehr – Jubelbilder aus Buenos Aires

Argentinien schlägt England im WM-Klassiker und zieht ins Finale ein. Die Fans in der fußballverrückten Heimat fieberten mit – und feierten ausgelassen. Die Emotionen in Bildern.Was der Sieg gegen England den Argentiniern bedeutet, konnte man nach dem 2:1 im WM-Halbfinale an Lionel Messi beobachten: Der Superstar ging auf die Knie, ballte die Fäuste und jubelte.Noch ausgelassener als Messi feierten die Fans im eigenen Land. Bilder aus der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires zeigen den Ausnahmezustand in Hellblau und Weiß.Klicken Sie sich in dieser Fotostrecke durch die Jubelszenen.Argentinien gegen England: Ein politisches DuellDas Aufeinandertreffen mit England war mehr als nur ein Fußballspiel. Aufgrund des Falklandkrieges, der von April bis Juni 1982 andauerte, ist das Duell politisch aufgeladen. Sowohl die Spieler auf dem Rasen als auch die Fans im Stadion und in Buenos Aires hielten Plakate und Banner mit politischen Botschaften hoch. Für die Profis sind diese eigentlich verboten. Ob der Fußball-Weltverband Fifa die Feierlichkeiten der argentinischen Spieler noch ahndet, wird sich zeigen. Die Fans hingegen dürften mit keinem Nachspiel rechnen müssen.Titelverteidiger Argentinien spielt durch den Sieg am Sonntag im WM-Finale gegen Europameister Spanien (21 Uhr, ZDF/MagentaTV). Holen Messi und Co. den zweiten WM-Titel in Folge, dürfte der Jubel noch ausgelassener sein. Nicht nur im MetLife Stadium in East Rutherford, New Jersey – sondern auch zu Hause.

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Newsblog zur Fußball-WM: Tuchel: „Ich übernehme die Verantwortung“

Tuchel erklärt nach Englands Niederlage gegen Argentinien seine defensiven Wechsel. DFB-Boss unterschreibt nicht für Wiederwahl Infantinos. Alle WM-News im stern-Newsblog.Die größte Fifa-Fußballweltmeisterschaft aller Zeiten läuft. Anfänglich 48 Mannschaften kämpften in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko um den goldenen WM-Pokal. Am 19. Juli wird der Weltmeister unter ihnen feststehen. Für die deutsche Nationalmannschaft endete das Turnier mit der Niederlage gegen Paraguay im Sechzehntelfinale in einem Debakel. Der fünfte Titel nach 1954, 1974, 1990 und 2014 blieb aus. Bundestrainer Julian Nagelsmann musste seinen Hut nehmen. Seine Nachfolge ist noch offen.Lesen Sie im stern-Newsblog alle aktuellen Meldungen und Entwicklungen zur Fußball-WM 2026:

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Nach Sieg gegen England: Argentiniens Spieler feiern mit Plakat zum Falklandkrieg

England gegen Argentinien ist mehr als nur ein Fußballspiel. Das zeigt sich auch nach Abpfiff des WM-Halbfinals in Atlanta auf dem Rasen. Schreitet die Fifa nun ein?Politische Botschaft nach dem WM-Halbfinale gegen England: Das argentinische Team hat den Sieg auf dem Rasen mit einem Plakat mit Bezug auf den Krieg um die Falklandinseln gefeiert. „Las Malvinas son argentinas“ („Die Malvinas sind argentinisch“) war in Versalien in dunkler Schrift auf einem weißen Laken zu lesen, das unter anderem Mittelfeldspieler Giovani Lo Celso in der Hand hielt. Das Banner war auch auf den Zuschauerrängen zu sehen gewesen. Argentinien erreichte mit dem 2:1 das WM-Endspiel gegen Spanien.Mit dem Spruch will Argentinien seine vermeintlichen Besitzansprüche auf die sogenannten Malvinas, wie die Inseln in Argentinien heißen, erklären. Argentinien und Großbritannien hatten 1982 mehr als 70 Tage lang Krieg um die Falklandinseln vor der Küste Argentiniens geführt. Dabei starben rund 1000 Soldaten. Die Inseln sind seit 1833 britisches Überseegebiet. Bis heute weigert sich Großbritannien, über den Anspruch auf die Malvinas zu verhandeln. Fifa verbietet politische BotschaftenDer Weltverband Fifa verbietet Spielern und Offiziellen rund um die WM-Spiele, politische Botschaften zu präsentieren. Dem argentinischen Team könnte damit Ärger drohen.Schon vor der Partie war die Erinnerung an den Falklandkrieg sehr präsent gewesen. Argentiniens Trainer Lionel Scaloni hatte vor einer Vermischung des WM-Halbfinals mit dem Krieg gewarnt. Das hatte die Vizepräsidentin seines Landes ganz anders gesehen. „Wir spielen gegen die Piraten-Usurpatoren. Das ist kein Spiel wie jedes andere“, schrieb Victoria Villarruel auf X und kündigte an: „Ich werde nicht politisch korrekt sein oder mich zurückhalten. Gegen die Engländer geht es um mehr.“ Villarruels Vater hatte im Krieg um die Falklandinseln für Argentiniens Militärdiktatur gekämpft.

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