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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Fußball-Nationalmannschaft: Das sind die ersten Aufgaben von Klopp als Bundestrainer

Jürgen Klopp startet als Bundestrainer. Wie plant er, die Nationalmannschaft nach der WM-Enttäuschung neu aufzustellen? Erste Antworten kann es bei der Vorstellung in Frankfurt geben.Der erste Auftritt als Bundestrainer wird für Jürgen Klopp zu einem Heimspiel. Die große Bühne, alle Kameras auf ihn gerichtet. Spot on. Das liebt der 59-Jährige. Da weiß er, wie er punktet. So kann der zum Retter der Fußball-Nationalmannschaft auserkorene Coach sicher auch heute (11.00 Uhr) in der DFB-Zentrale gleich ein Statement setzen. Die von ihm erhoffte Stimmungswende rund um die DFB-Elf nach der großen WM-Enttäuschung einzuläuten, ist der erste Schritt. Markige Sprüche allein werden aber nicht reichen. Das weiß Klopp genau. Es wartet die wohl anspruchsvollste Aufgabe in seiner Trainerkarriere.Das PersonalBleibt Joshua Kimmich Kapitän und spielt er unter Klopp wie beim FC Bayern in der Zentrale statt hinten rechts? Gibt es eine klare Nummer eins oder kommt es im Tor nach dem Rücktritt von Manuel Neuer (40) zum Kampf der Generationen zwischen Jonas Urbig (22) und Oliver Baumann (36) sowie Marc-André ter Stegen (34)? Gibt es noch Verwendung für Routiniers wie Antonio Rüdiger (33), Pascal Groß (35), Leon Goretzka (31)? Zurückgetreten ist noch keiner außer Neuer. Wie umgehen mit der Reizfigur Leroy Sané (30)? Und welche Jungstars außer Lennart Karl (18) und Said El Mala (19) geben Grund zur Hoffnung?Fragen über Fragen. Gut möglich, dass sich Klopp bei den allermeisten noch nicht festlegt, erstmal Gespräche mit den Führungsspielern abwartet. Doch mit den allermeisten WM-Kräften wird er weiter arbeiten (müssen). Sein Schlüssel: Runter mit den hohen Ansprüchen. „Wir müssen Erwartungshaltungen kreieren, die man erfüllen kann, wo man auch tendenziell überperformen kann.“. Die GehilfenSeine bewährten Assistenten Peter Krawietz und Pepijn Lijnders bringt Klopp mit zum DFB. Das ist branchenüblich und sinnhaft. Geübte Abläufe und Vertrauen sind wichtige Erfolgsfaktoren. Sven Bender dazuzuholen, wie die „Bild“ berichtete, kann ein cleverer Schachzug sein. In Dortmund feierten Trainer Klopp und Kämpfer Bender große Erfolge. Den DFB kennt der Ex-Nationalspieler aus seiner Zeit als Jugendcoach. Nicht weniger wichtig als die Gehilfen auf dem Trainingsplatz werden für Klopp die Eckpfeiler abseits des Rasens sein. Rudi Völler darf trotz seiner engen Bindung zu Vorgänger Julian Nagelsmann bleiben. Es sei „total hilfreich“, sagte Klopp, wenn jemand alle Abläufe kenne. Sein „Herz“ hänge an dem Job, gestand Völler. Sein Vertrag als Sportdirektor läuft bis zur EM 2028. Für die Position von Andreas Rettig, der zum Jahresende als Geschäftsführer ausscheidet, steht Per Mertesacker bereit. Die Verhandlungen laufen. Gut möglich, dass der Ex-Weltmeister in zwei Jahren auch noch Völlers Stelle mit übernimmt. Eng wird auch seine Bindung zu Hannes Wolf sein, der schon immer eng mit Klopp ist und beim DFB die Jugendkonzepte verantwortet. Die TermineBereits am 24. September geht es in der Nations League gegen die Niederlande. Im Rhythmus von drei und vier Tagen geht es weiter gegen Griechenland, Serbien und nochmal Griechenland. Nach dem ersten Viererpack wird man wissen, ob der Klopp-Effekt wirkt. Einen Vorteil hat er: Durch die Umstrukturierung des FIFA-Kalenders finden vor der ersten Nominierung Mitte September drei Bundesliga-Spieltage und die erste Runde in der Champions League statt. Bisher gab es maximal einen Liga-Spieltag. Da kann Klopp also nochmal genau hinschauen, wer sich aufdrängt. Nach den abschließenden Länderspielen des Jahres in der Nations-League-Gruppenphase am 13. November in Serbien und drei Tage später in Berlin gegen die Niederlande hat Klopp noch einen wichtigen Termin. Am 6. Dezember werden in Belfast die Qualifikationsgruppen für die EM 2028 ausgelost.

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Stunt im Video: Österreicher springt mit Mountainbike von Heißluftballon

Der österreichische Extremsportler Elias Schwärzler springt in Bulgarien mit seinem Mountainbike von einem Heißluftballon – und liefert eine Weltpremiere mit spektakulären Bildern.Der österreichische Extremsportler Elias Schwärzler springt in Bulgarien mit seinem Mountainbike von einem Heißluftballon – und liefert eine Weltpremiere mit spektakulären Bildern.

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Per Petition: Argentinier fordern Wiederholung des WM-Finales – nur warum?

Nach dem verlorenen WM-Finale ärgern sich Fans in Argentinien über den Schiedsrichter und fordern sogar eine Wiederholung. Verständlich ist das nicht – und zudem aussichtslos.Als faire Verlierer präsentierten sich die argentinischen Nationalspieler nach der 0:1-Niederlage gegen Spanien im WM-Finale nicht gerade. Unmittelbar nach dem Abpfiff gingen einige von ihnen sogar auf ihre Gegenspieler los, bei der Siegerehrung drehte das Team dem neuen Weltmeister den Rücken zu. Und auch manche Fans scheinen die Niederlage einfach nicht akzeptieren zu können.In einer Online-Petition fordern mittlerweile mehr als 85.000 Anhänger der Albiceleste die Wiederholung des Endspiels. Das Finale sei „durch die umstrittene und korrupte Leistung des Schiedsrichters überschattet“ worden, heißt es in der Begründung auf der Seite change.org. Die Erstellerin der Petition behauptet, der slowenische Unparteiische Slavko Vinčić sei bestochen worden, „um das Ergebnis des Spiels zu beeinflussen“. Sie verweist auf Schiedsrichterentscheidungen, die „eindeutig eine Mannschaft begünstigten und den natürlichen Spielverlauf veränderten“. Beispiele dafür führt sie allerdings nicht an – diese dürften auch schwierig zu finden sein.Argentinien fühlt sich durch Schiedsrichterentscheidungen benachteiligt – aber durch welche?Denn auch wenn es bei der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada einige diskussionswürdige Schiedsrichterleistungen gab, gehörte die von Vinčić im Finale nicht dazu. Der Slowene gehört zu den erfahrensten Schiedsrichtern im Weltfußball und hatte auch das Endspiel weitestgehend im Griff. Der „Kicker“ bedachte ihn für seine Spielleitung mit der Note 2,5. Auch bei der Gelb-Roten Karte für den Argentinier Enzo Fernández in der Verlängerung entschied Vinčić richtig. Beschweren durften sich die für ihre harte Gangart bekannten Argentinier nicht, mit Paredes hätte sogar ein weiterer Spieler der Südamerikaner vom Platz fliegen können. Und über das gesamte Turnier hinweg gesehen waren es eher Lionel Messi und Co., die so häufig von fragwürdigen Entscheidungen profitierten, dass sogar Verschwörungstheorien laut wurden.Auf welche Argumente sich die Petition stützt, bleibt also schleierhaft. Selbst wenn es im Finale klare Fehlentscheidungen gegeben hätte, wäre eine Wiederholung gemäß den Fifa-Regeln nicht möglich.Quellen: change.org, „Kicker“

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Radsport: Tour noch einmal spannend? Pogacar-Team angeschlagen

Auf die Radprofis warten schwierige Alpen-Kletterpartien. Bei der Bergankunft in Orciéres-Merlette jubelt ein Ausreißer aus Ecuador. Pogacars Team bekommt es mit gesundheitlichen Problemen zu tun.Tadej Pogacar wirkte gut gelaunt beim Ausrollen nach der Bergankunft in Orciéres-Merlette, sein deutscher Helfer Nils Politt schien noch nicht in Alarmstimmung. Dabei beklagt das Team inmitten des heftigen Alpen-Showdowns zum Ende der Frankreich-Rundfahrt einige Krankheitsfälle. Brandon McNulty gab das Rennen sogar entkräftet auf.  „Ich weiß selber nicht, was los war“, sagte der Kölner Politt der ARD. Zum sportlichen Verlust von McNulty stellte der 32-Jährige fest: „Das ist ein herber Rückschlag für uns, fürs Team. Wir müssen jetzt noch die zwei Tage überleben. Gott sei Dank fühlen sich Isaac (del Toro) und Tadej gut“, sagte Politt und meinte, dass er und der Österreicher Felix Großschartner sich auch gut fühlten. „Wir werden schauen, dass wir das nach Hause bringen“, fügte er hinzu. Bei Eurosport berichtete Politt noch, dass im Bus Maske getragen wird und die Fahrer getrennt essen. „Keine Rundfahrt ohne Virus.“Die Konkurrenten des in der Gesamtwertung enteilten slowenischen Ausnahmestars dürften genau hinschauen, wie sich die Krankensituation im UAE-Team um Pogacar entwickelt. Wird die Tour noch einmal spannend? Denn noch bestimmt Pogacar in der Gesamtwertung weiter das Geschehen. Wenn er gesund bleibt, winkt ihm der fünfte Tour-Gesamtsieg am Sonntag in Paris. Der Slowene steht weiter mit komfortablen 4:32 Minuten vor dem Belgier Remco Evenepoel auf Platz eins. Dritter ist der Mexikaner Isaac del Toro - Teamkollege von Pogacar - mit einem Abstand von 6:51 Minuten.Carapaz gewinnt EtappeAuf der 18. Etappe ließen es Pogacar und sein Team etwas ruhiger angehen. Der Superstar verzichtete auf Attacken. Der slowenische Ausnahmefahrer erreichte als 13. das Ziel nach dem Tagessieg von Richard Carapaz. Der Ecuadorianer kam als Ausreißer auf der 18. Etappe ins Ziel, nachdem er vier Kilometer vorher aus einer Gruppe heraus attackiert hatte. Nach 185,2 Kilometern mit Start in Voiron wurde der Schweizer Mauro Schmid Zweiter, der US-Amerikaner Matteo Jorgenson Dritter. Tour-Dominator Pogacar musste seinen seinem insgesamt 26. Tour-Tagessieg vertagen. 2020 wurde er Zweiter in Orcières-Merlette hinter seinem Landsmann Primoz Roglic, der aktuell nicht bei der Tour dabei ist. Pogacar-Team mit ProblemenNachdem am Vortag Magenprobleme Adam Yates etwas ausgebremst hatten, zeigten weitere Pogacar-Mitstreiter Leistungsprobleme auf der 18. Etappe. Yates soll es laut Politt aber wieder deutlich besser gehen. Dafür konnte McNulty irgendwann nicht mehr folgen und stieg vom Rad. „Er war 50 Kilometer alleine“, wurde über das Team-Radio durchgesagt.Felix Engelhardt präsentierte sich in seinem deutschen Meistertrikot wieder einmal in einer Spitzengruppe. Die Profis konnten erst lange keinen deutlichen Abstand zum Hauptfeld herstellen, ehe sich die Zahl der Minuten immer weiter erhöhte - und alles auf einen Ausreißer-Sieg hindeutete. Später fiel Engelhardt dann aber zurück. „Er hat heute wieder gezeigt, wie stark er ist. Und er hat uns wieder super den Rücken freigehalten“, lobte der Tageszweite Schmid seinen Kollegen am ARD-Mikrofon. Die insgesamt 3.900 Höhenmeter auf 185 Kilometern waren ein dickes Brett zum Alpen-Auftakt, der am Samstag in der heftigen Gebirgshatz nach Alpe d'Huez gipfelt. Bei der Königsetappe der diesjährigen Tour warten 5.650 Höhenmeter auf die Profis - samt drei Anstiegen der höchsten Kategorie. Am Freitag steht die erste von zwei Etappen ins Radsport-Mekka an. Nach vier Jahren geht es wieder hinauf zur legendären Skistation von Alpe d'Huez. Allerdings ist sie noch deutlich einfacher als die Königsetappe. Über 127,9 Kilometer geht es von Gap in den Wintersportort. Die Rundfahrt endet am Sonntag in Paris.

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DFB-Kader: Viele Experten – und ein Absturz: Das machen die Weltmeister von 2014 heute

Die Weltmeister von 2014 stehen für eine Generation, die den deutschen Fußball wieder großgemacht hat. Der Titel von Rio war die Krönung. Was ist aus ihnen geworden?Viele Fußballfans werden den Abend des 13. Juli 2014 nicht vergessen. In einem dramatischen Spiel besiegte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft im WM-Finale Argentinien mit 1:0 nach Verlängerung. Es war der vierte Weltmeistertitel für den DFB.Das entscheidende Tor von Mario Götze bleibt ebenso in Erinnerung wie die Kopfverletzung von Christoph Kramer oder der Cut unterm Auge, den Bastian Schweinsteiger aus dem Maracana-Stadion davontrug. Weltmeister von 2014 arbeiten an der Karriere nach der KarriereDoch nach mehr als einem Jahrzehnt sind viele der Stars von damals aus dem Rampenlicht verschwunden.  Einige wenige spielen heute noch auf Top-Niveau und befinden sich im Herbst ihrer Laufbahn. Andere haben sich längst eine Karriere nach der Karriere aufgebaut.Ehemalige Stars wie Per Mertesacker, Bastian Schweinsteiger oder Sami Khedira sind regelmäßig im Fernsehen als Experten zu sehen. Philipp Lahm hat die Funktionärslaufbahn eingeschlagen. Doch es gibt auch Fälle, in denen auf den Weltmeistertitel der Absturz folgte.In unserer Fotostrecke sehen Sie, was aus den Weltmeistern von 2014 geworden ist.

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Mentale Gesundheit: Ex-Tennisstar Ivanovic über Panik: „Von Angst überwältigt“

Die einstige Weltklasse-Tennisspielerin Ana Ivanovic äußert sich überraschend offen über Emotionen in ihren Matches. Sie erzählt, was sie auf dem Tennisplatz durchgemacht hat.Fast zehn Jahre nach dem Ende ihrer Tennis-Karriere hat die ehemalige Weltklassespielerin Ana Ivanovic über starke und für sich behaltene Angstanfälle in ihren Matches gesprochen. „In den letzten Jahren hatte ich sehr starke Panikattacken, sobald ich auf den Platz ging. Ich habe nie darüber gesprochen, aber ich hatte wirklich heftige Panikattacken“, sagte die 38-Jährige dem kroatischen Portal „24sata.hr“ zufolge in der kroatischen Sendung „(Miss-)Erfolg des Champions“ des kroatischen Ex-Fußballers Slaven Bilic. Die Zuschauer hätten sich über ihr Verhalten auf dem Tennisplatz gewundert. „Und dann fragten sich die Leute, was mitten im Spiel plötzlich passiert war, warum ich gestürzt war, und in Wirklichkeit war ich einfach nur in Panik und konnte nicht mehr“, sagte die frühere Weltranglisten-Erste aus Serbien. „Ich war von der Angst überwältigt, am nächsten Tag wieder auf den Platz gehen und vor Publikum spielen zu müssen.“Ivanovic triumphierte 2008 bei den French OpenEnde 2016 hatte Ivanovic ihre Tennis-Karriere beendet, nachdem Verletzungen sie gezwungen hatten, die Saison vorzeitig abzuschließen. Sie könne körperlich nicht mehr das Niveau für Höchstleistungen erreichen, hatte die Grand-Slam-Turniersiegerin erklärt. Mit dem Sieg bei den French Open 2008 feierte Ivanovic ihren größten Erfolg. Im Sommer vor ihrem Karriereende hatte Ivanovic den deutschen Fußball-Star Bastian Schweinsteiger geheiratet, das Paar gab im vergangenen Jahr die Trennung bekannt. Befreundet ist die 38-Jährige mit der dreimaligen Grand-Slam-Turniersiegerin Angelique Kerber (38). Im Juni war sie für das Abschiedsspiel von Kerber nach Bad Homburg gekommen, um dort gegen ihre Freundin anzutreten. 

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Nagelsmann-Nachfolge: Vorstellung von Klopp als Bundestrainer? DFB lädt zur Pressekonferenz

Die Indizien, dass der neue Bundestrainer Jürgen Klopp heißt, verdichten sich: Am Freitag lädt der DFB zu einer Pressekonferenz in Frankfurt – wohl zu seiner Vorstellung.Mit der Einladung zu einer Pressekonferenz hat der Deutsche Fußball-Bund letzte Zweifel an einem Engagement von Jürgen Klopp als Bundestrainer praktisch beseitigt. Zwar wurde der Name des 59-Jährigen in der Mitteilung nicht erwähnt, doch das hat nur formale Gründe. Am Freitag um 11.00 Uhr soll der Wunschkandidat in der Verbandszentrale in Frankfurt als Nachfolger von Julian Nagelsmann präsentiert werden.Jürgen Klopp gilt als Wunschkandidat des DFBDie Verpflichtung des Wunschkandidaten für die Nationalmannschaft hatte schon zuletzt klare Züge angenommen. „Wir sind nicht weit davon entfernt, etwas verkünden zu können. Das sollte in den nächsten Tagen passieren“, hatte Klopp noch in seiner Funktion als WM-Experte von MagentaTV vor dem Finale zwischen Spanien und Argentinien (1:0 n.V.) in East Rutherford gesagt. Letzte Details mussten seitdem noch geklärt werden. Mit der Beendigung seiner Verpflichtungen aus dem Vertrag mit Red Bull als weltweiter Fußball-Chefstratege des Getränkeunternehmens hatte Klopp selbst einen Beitrag geleistet, nun in seinen neuen Traumjob starten zu können.  DFB-Gremien tagen kurz vor PräsentationKurz vor der Präsentation des neuen Bundestrainers werden am Freitag noch Aufsichtsrat und Gesellschafter der DFB GmbH und Co. KG in einer digitalen Schalte zusammenkommen. Die Gremien müssen den offenbar bis zur WM 2030 datierten Vertrag noch absegnen. Die Zustimmung der Funktionäre gilt als Formalie. Kritische Nachfragen soll es auch bei einem ersten Meeting in der Vorwoche nur vereinzelt gegeben haben. Offen ist noch, ob der DFB auch gleich einen neuen Geschäftsführer benennt. Ex-Weltmeister Per Mertesacker gilt für den Posten als Favorit.  Die DFB-Führung unter Präsident Bernd Neuendorf und seinem Stellvertreter Hans-Joachim Watzke hatte sich schnell nach dem WM-Debakel mit dem Zwischenrunden-Aus gegen Paraguay und dem folgenden Rücktritt von Nagelsmann auf Klopp als klaren Top-Kandidaten festgelegt. Das Spitzenduo war für ein Meeting mit dem Wunschcoach nach New York geflogen. Anschließend wurde auch mit Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff eine Lösung gefunden. Laut „Bild“-Zeitung bekommt die Stiftung des Unternehmens eine Spende von einer Million Euro als Entschädigung. Der DFB kommentierte oder bestätigte Vertragsinhalte bisher nicht. Premiere in den NiederlandenKlopp hat nun noch neun Wochen Zeit, sich auf die nächsten Länderspiele der Nationalmannschaft vorzubereiten. Am 24. September steht in Amsterdam die Premiere für ihn in der Nations League gleich mit dem Prestigeduell gegen die Niederlande an. Binnen zehn Tagen folgen die nächsten Partien gegen Griechenland (27. September), gegen Serbien (1. Oktober) und in Griechenland (4. Oktober).Bis zur ersten Kadernominierung Mitte September muss Klopp wichtige Personalien klären. Erwartet wird, dass Joshua Kimmich Kapitän der DFB-Elf bleibt. Offen ist, auf welchen Torwart der neue Bundestrainer nach dem Rücktritt von Manuel Neuer setzt. Der junge Jonas Urbig (22) vom FC Bayern München oder die routinierten Oliver Baumann (36) und Marc-André ter Stegen (34) wären Kandidaten. Nach den abschließenden Länderspielen des Jahres in der Nations-League-Gruppenphase am 13. November in Serbien und drei Tage später in Berlin gegen die Niederlande hat Klopp noch einen wichtigen Termin. Am 6. Dezember werden in Belfast die Qualifikationsgruppen für die EM 2028 ausgelost.

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Major League Soccer: So lief das MLS-Debüt für Robert Lewandowski

Robert Lewandowski tritt erstmals für seinen neuen Arbeitgeber Chicago Fire an. Thomas Müller wird für Vancouver nicht eingesetzt. Ein früherer französischer Nationalspieler trifft beim Debüt.Robert Lewandowski hat bei seinem Debüt in der nordamerikanischen MLS mit Chicago Fire gegen Inter Miami verloren. Der 37 Jahre alte frühere Star des FC Bayern München unterlag mit seinem neuen Team 2:3 (1:1). Lewandowski spielte von Beginn an und wurde nach 63 Minuten ausgewechselt. „Im Fußball hat man nie vom ersten Tag an alles im Griff. Man muss weiter daran arbeiten. Man muss Spiele bestreiten, um seine Mitspieler zu verstehen, ihre Spielweise und ihre Laufwege“, sagte Lewandowski nach der Partie.Bei der Niederlage des Polen traf der frühere Liverpool- und Barcelona-Star Luis Suárez für Miami doppelt. Die Mannschaft aus Florida trat drei Tage nach dem WM-Finale ohne Lionel Messi und dessen argentinischen Nationalteamkollegen Rodrigo de Paul an.Müller spielt nicht, Griezmann trifftWie für Lewandowski verlief der Spieltag auch für dessen früheren Bayern-Teamkollegen Thomas Müller nicht wie gewünscht. Der 36-Jährige saß in der Partie seiner Vancouver Whitecaps gegen den FC Cincinnati nur auf der Bank. Vancouver verlor 3:4 (2:3). Marco Reus unterlag mit LA Galaxy 1:3 (0:2) gegen St. Louis.Ein starkes Debüt für seinen neuen Arbeitgeber gelang Antoine Griezmann. Der ehemalige französische Nationalspieler steuerte ein Tor zum 4:0-Sieg mit Orlando City bei den San José Earthquakes um den früheren deutschen Nationalspieler Timo Werner bei.

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morgenstern: Klopp und der DFB – was dauert da so lange?

DFB gibt sich bei Klopp weiter zurückhaltend. US-Repräsentantenhaus billigt steigende Militärausgaben. Und: Warum die SPD Mitschuld am AfD-Aufstieg trägt. Die Lage am Morgen.Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,die Fußball-WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada ist vorbei. Aus deutscher Sicht möchte man das Turnier am liebsten schnell vergessen. Ich hoffe, Sie haben das frühe Aus mittlerweile verdaut. Beim DFB arbeitet man derzeit daran, dass die Zukunft rosiger aussieht.Alles deutet darauf hin, dass Jürgen Klopp auf den gescheiterten Julian Nagelsmann folgt und die Zukunft des deutschen Fußballs wesentlich mitgestalten soll. Klopp war bereits kurz nach Nagelsmanns Aus der einzige Kandidat für die Nachfolge.DFB will vor Klopp-Präsentation noch Details klärenErinnern Sie sich an Klopps „Noch“-Spruch über Nagelsmann bei der WM? Der ist vor diesem Hintergrund schlecht gealtert – oder gut. Das liegt im Auge des Betrachters.Einige Fans wünschen sich ohnehin seit Jahren Klopp als Bundestrainer. Dieser Wunsch dürfte bald in Erfüllung gehen. Es sickerte längst durch, dass sich der 59-Jährige und der DFB auf eine Zusammenarbeit verständigten. Der ehemalige Liverpool- und BVB-Coach stellt offenbar schon sein Trainerteam zusammen.Dennoch musste Fußball-Deutschland sich in den vergangenen Tagen in Geduld üben. Offiziell verkündet hat der Verband um Präsident Bernd Neuendorf den Deal noch nicht. Da doch alle Zeichen auf Klopp stehen, sei die ungeduldige Frage erlaubt: Was dauert da so lange?Die größte Hürde war Klopps vertragliche Bindung als Head of Global Soccer an Red Bull. Anscheinend fand man aber gemeinsam mit Geschäftsführer Oliver Mintzlaff eine Lösung, die dem DFB neben der Millionenabfindung für Nagelsmann weitere hohe Kosten erspart. Der seit heute 39-Jährige (herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle) hatte noch einen Vertrag als DFB-Cheftrainer bis zur Europameisterschaft 2028 besessen.Der Weg ist also frei für Klopp, er soll einen Vierjahresvertrag bis zur nächsten WM-Endrunde im Jahr 2030 erhalten. Allerdings muss der Bundestrainer-Vertrag noch „final“ von Aufsichtsrat und Gesellschaftern beschlossen werden. Die Zeit für den DFB drängt: Am 24. September steht das erste Länderspiel nach dem WM-Fiasko an.Einem Bericht der Nachrichtenagentur DPA zufolge sollte am Donnerstagvormittag eine weitere gemeinsame Sitzung von Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der DFB GmbH und Co. KG stattfinden. Dies dementierte der DFB jedoch. Es gebe noch weitere Details zu klären, eine Einladung an die Gremien-Mitglieder habe es nicht gegeben, hieß es.Deren Zustimmung gilt aber als Formsache, nachdem die DFB-Spitze mit Präsident Bernd Neuendorf und Vize Hans-Joachim Watzke in den vergangenen Wochen Lösungen mit den diversen Verhandlungspartnern erzielen konnte.Obwohl man sich nach außen weiter abwartend gibt, könnte der Durchbruch kurz bevorstehen. Laut DPA könnte Klopps Präsentation womöglich schon am Freitag auf dem Frankfurter Verbandscampus stattfinden. Dann hat das Warten für die Fans endlich ein Ende.US-Repräsentantenhaus billigt mehr als eine Billion Dollar fürs PentagonDie USA greifen auch in der zwölften Nacht in Folge den Iran an (alle Entwicklungen im stern-Newsblog). Derweil schafft das Repräsentantenhaus in Washington D.C. die Voraussetzungen für drastisch steigende Militärausgaben.Eine knappe Mehrheit der Abgeordneten votierte für Verteidigungsausgaben, die sich annähernd auf 1,15 Billionen Dollar (rund 1 Billion Euro) belaufen dürften. Damit das Ganze in Kraft treten kann, braucht es noch weitere Schritte. Im Senat gibt es dazu einen eigenen Gesetzentwurf.Sollten sich beide Kammern am Ende auf einen Kompromiss einigen, kann US-Präsident Donald Trump immer noch ein Veto einlegen.5-Minuten-Talk: Warum die SPD eine Mitschuld am Aufstieg der AfD trägtWenn die Autorin Jana Hensel auf den Osten Deutschlands blickt, ist sie pessimistisch. Der Osten verabschiede sich von der Demokratie, sagt sie. Außerdem klafften Ost und West so weit auseinander wie lange nicht. Hensel hat darüber ein Buch geschrieben. Es heißt: „Es war einmal ein Land“.Hensel meint, die Sozialdemokraten hätten eine Mitverantwortung für den Erfolg der extremen Rechten. Meint sie das ernst? Ist die SPD noch zu retten? Und was passiert nach den Wahlen in Sachsen-Anhalt? Darüber spricht stern-Politikchef Veit Medick mit ihr im über den Sommer ausnahmsweise mal etwas längeren 5-Minuten-Talk – dem 5x5-Minuten-Talk. Weitere Schlagzeilen im ÜberblickUS-Regierung genehmigt Atom-Deal mit Saudi-ArabienBei Porsche könnten bald Tausende Stellen wegfallenForscher entdecken Wrack von verschollener Pan Am nach mehr als 70 JahrenDas passiert am Donnerstag, dem 23. Juli 2026Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe urteilt zu „Tempolimit“ beim Ampel-HeizungsgesetzAußenminister Wadephul besucht SüdafrikaEZB-Zinsentscheid – Erhöhung erst im September erwartetUnsere stern+-Empfehlung des TagesIn den Wechseljahren verändert sich die Sexualität. Manche verlieren nach der Menopause die Lust, andere entdecken sie neu. Fünf Frauen berichten, was ihnen geholfen hat.Wie hat Ihnen dieser morgenstern gefallen? Schreiben Sie es mir gerne: lennard.worobic@stern.de. Sie können dieses Morgen-Briefing auch als Newsletter in Ihr Postfach erhalten. Melden Sie sich einfach unter folgendem Link an.Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag! Lennard Worobic

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Radsport: Happy End für Ex-Sprintkönig Philipsen - „Lange Leidenszeit“

Bevor es in den Alpen zur Sache geht, darf der frühere Sprintkönig Jasper Philipsen doch noch jubeln. Der Belgier holt seinen insgesamt elften Etappensieg. Das Gelbe Trikot trägt weiter Tadej Pogacar.Jasper Philipsen ließ sich überglücklich auf den Asphalt in Voiron fallen, nachdem der einstige Sprintkönig doch noch zu seinem Happy End bei der Tour de France gerast war. „Es ist immer seltsam nach so einer langen Leidenszeit zu gewinnen, aber du darfst nie aufgeben, musst immer kämpfen. Ich bin sehr stolz, sehr glücklich, dass ich es am Ende geschafft habe“, sagte der belgische Highspeed-Sprinter nach seinem Sieg auf der 17. Etappe.Nach all den Pleiten, Pech und Pannen hat es Philipsen bei der letzten Chance für die Sprinter doch noch geschafft. „Ich war in der Phase des Misserfolgs nicht leicht zu ertragen für meine Mannschaftskameraden. Jeden Abend war ich über mich selbst enttäuscht, aber die Kollegen haben mich unterstützt und aufgeheitert“, berichtete Philipsen. Einen Tag nach dem dramatischen Sturz-Aus von Florian Lipowitz siegte der Sprinter nach 174,7 Kilometern vor dem Schweizer Mauro Schmid und dem Niederländer Olav Kooij.Philipsen, der nun elfmaliger Tour-Etappensieger ist, musste lange auf sein Erfolgserlebnis warten. In den ersten Sprints war er trotz Super-Anfahrer Mathieu van der Poel nicht konkurrenzfähig. Schon bei der Tour 2025 war es für den 28-Jährigen nicht nach Wunsch gelaufen. Zum Auftakt hatte er zwar die Etappe und das Gelbe Trikot geholt, zwei Tage später musste er nach einem Sturz mit einem Schlüsselbeinbruch und einer Rippenfraktur aufgeben. Am Mittwoch platzte endlich der Knoten.Favoriten mit Bummel-EtappeDie Favoriten um Spitzenreiter Tadej Pogacar gönnten sich vor den drei schweren Alpen-Etappen einen „Ruhetag“ und erreichten mit einem Rückstand von fast neun Minuten das Ziel. Damit liegt der slowenische Weltmeister im Gesamtklassement weiter 4:32 Minuten vor Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel aus Belgien. Dritter ist Pogacars Teamkollege Isaac del Toro aus Mexiko mit einem Rückstand von 6:51 Minuten.Für den deutschen Hoffnungsträger Lipowitz hatte das Frankreich-Abenteuer bereits am Dienstag auf dem harten Asphalt ein jähes Ende gefunden. Der 25-Jährige, der bei seinem Sturz im Einzelzeitfahren einen Schlüsselbeinbruch erlitt, wurde bereits operiert. Lipowitz muss mit einer Zwangspause von mindestens sechs Wochen rechnen, womit die Saison für ihn quasi gelaufen ist.Er sei „mega enttäuscht“, berichtete Teamchef Ralph Denk beim Start der 17. Etappe. „Er ist noch im Krankenhaus und wird dort voraussichtlich noch die Nacht verbringen.“Engelhardt bestätigt gute FormAuf der Fahrt nach Voiron war der Kampf um einen Platz in der Ausreißergruppe groß. Lange Zeit war der deutsche Meister Felix Engelhardt mit dabei, am Ende freute er sich über Platz zwei seines Teamkollegen Schmid. „Der Sieg wäre mega gewesen. Wir haben alles richtig gemacht, waren in allen entscheidenden Gruppen und auch im Sprint dabei“, sagte Engelhardt in der ARD und ergänzte mit Blick auf seinen Ausreißversuch in einer exquisiten Gruppe: „(Jasper) Stuyven und (Mads) Pedersen haben Monumente gewonnen. Ich bin da die kleinste Kerze auf dem Kuchen.“Ab Donnerstag geht es in die Alpen, wenn erst die Bergankunft in Orcières-Merlette und danach das doppelte Spektakel im Radsport-Mekka Alpe d'Huez ansteht. Dann sind die Stars der Branche gefordert. Pogacar scheint auf dem Weg zum fünften Toursieg kaum mehr zu stoppen zu sein. „Ich habe immer gesagt, wenn irgendwas ist, dann muss man auf der Hut sein. Aber Mann gegen Mann sehe ich da keine Chance“, meinte auch Denk mit Blick auf seinen Kapitän Evenepoel. Auf einen prominenten Helfer kann Pogacar aber aktuell nicht zählen. Adam Yates machte am Mittwoch schlapp und fuhr weit hinter dem Feld.

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Radsport: Ende des Frankreich-Abenteuers: Das Tour-Drama um Lipowitz

Der schwere Sturz von Florian Lipowitz setzt den Schlusspunkt einer unglücklichen Tour des deutschen Rad-Stars. Wie geht es weiter für den Schwaben?Als das Peloton der Tour de France im sonnigen Chambery zum Start rollte, lag Pechvogel Florian Lipowitz noch immer im Krankenhaus und erholte sich von seinem heftigen Sturz. Sein zweites Frankreich-Abenteuer hatte sich der deutsche Podiumskandidat ganz anders vorgestellt. Statt auf den prachtvollen Champs-Élysées in Paris endete die Rundfahrt für den deutschen Profi schon am Fuße der Alpen in einer Klinik.Er sei „mega enttäuscht“, sagte Teamchef Ralph Denk beim Start der 17. Etappe in Chambery. „Er ist noch im Krankenhaus und wird dort voraussichtlich noch die Nacht verbringen“, sagte Teamchef Ralph Denk. Lipowitz war wenige Stunden nach seinem Sturz-Aus am gebrochenen Schlüsselbein operiert worden.Denk über Lipowitz: „Mega enttäuscht“Lipowitz wird mit einer Ausfallzeit von mindestens sechs Wochen rechnen müssen. Offen ist, wie die Saison für ihn weitergeht. „Ich gehe davon aus, dass man ihn in diesem Jahr noch auf dem Rad und bei Rennen sehen wird“, sagte Denk.Für die Vuelta in Spanien (22. August bis 13. September) oder die WM in Montreal (20. bis 27. September) dürfte es kaum reichen. Möglicherweise sind im Herbst noch Eintagesrennen in Italien wie die Lombardei-Rundfahrt (10. Oktober) möglich. Evenepoel: „Wir werden ihn vermissen“Beim Red-Bull-Team herrschten am Abend im schmucklosen Teamhotel Campanile Findrol Savoie Leman gemischte Gefühle. Als Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel nach seinem zweiten Etappensieg in Folge zum Team sprach, erwähnte er zuallererst Lipowitz. „Es ist ein großer Verlust für uns, aber in erster Linie für ihn und die Opfer, die er gebracht hat, um hierherzugelangen“, sagte der aktuell Zweitplatzierte hinter Dominator Tadej Pogacar. „Wir werden ihn vermissen“, schob er hinterher.  Das sah man auch an der Teamspitze nicht anders. „Wir werden ihn nicht nur im Kampf ums Podium vermissen, sondern wir werden ihn auch als Menschen vermissen“, hatte Denk zuvor gesagt. Die Rede von Evenepoel setzte den vermeintlichen Schlusspunkt eines Ringens um die Führungsrolle im Team, die die Tour bislang begleitet hat. Das Verhältnis zwischen den als gleichberechtigten in die Tour gestarteten Kapitänen war von Experten genauestens seziert worden.Für Lipowitz lief die Tour von Anfang an unglücklich. Evenepoel selbst setzte eine Macht-Duftmarke, als er Lipowitz gleich nach der ersten Gebirgsherausforderung in den Pyrenäen für fehlende Unterstützung harsch kritisierte. Danach wurde zwar öffentlich beteuert, wie gut die Stimmung sei, doch das Verhalten dürfte Spuren beim zurückhaltenden Lipowitz hinterlassen haben. Danach lief es für Evenepoel immer besser. Und Lipowitz konnte sich im Vergleich zum vergangenen Jahr kaum zeigen. Auf der Bergetappe zum Plateau de Solaison fiel er zurück und musste Spitzenreiter Pogacar und auch Evenepoel ziehen lassen. Das kam überraschend, denn man hatte dem gebürtigen Laichinger bei den langen Anstiegen deutlich mehr zugetraut als seinem belgischen Kollegen. „Riesen-Erwartungshaltung von ganz Radsport-Deutschland“Denk verteidigte die Herangehensweise des Teams. „Wir sind froh, dass wir die Doppelstrategie gewählt haben“, sagte er angesichts des möglichen zweiten Gesamtrangs in Paris durch Evenepoel. Dass Lipowitz teils anders auftrat, als noch in seiner Debüt-Saison wollte Denk nicht auf Evenepoel beziehen. „Dieses Jahr ist er schon gestartet mit einer Riesen-Erwartungshaltung von ganz Radsport-Deutschland. Das ist der Unterschied. Und Remco, glaube ich, hat ihm da viel Druck eher genommen.“Gibt es diese Konstellation noch einmal? „Wir haben für viel Gesprächsstoff gesorgt mit der Doppelstrategie“, sagte Denk. Zuerst müsse man die Strecken der kommenden Grand Tours einschließlich der Tour sehen. „Und dann werden wir überein kommen, wie wir unsere Strategie aufbauen.“Hätte man den Sturz verhindern können? Lipowitz hatte laut Denk „sehr, sehr viel Geschwindigkeit drauf“. „Wahrscheinlich zu viel. Also ich sehe sonst keinen anderen Schuldigen.“ Dennoch warf er die Frage auf, ob man möglicherweise den Gehsteig in der Kurve besser hätte absichern können. Zudem hätte mehr Trainingszeit auf dem Kurs nicht geschadet. Lipowitz war in einer gefährlichen Rechtskurve zu Fall gekommen und gegen den Bordstein geschlittert. Das denkbar schlechte Ende nach seinem dritten Gesamtrang vor einem Jahr.

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Alte Bekannte: Jürgen Klopp holt Ex-Schützling ins Trainerteam

Während Jürgen Klopps Enthüllung als Bundestrainer näher rückt, werden weitere Details zu dem Deal bekannt. Ein ehemaliger BVB-Profi und Nationalspieler soll Co-Trainer werden.Obwohl die offizielle Verkündung noch aussteht, verdichten sich die Zeichen immer weiter. Jürgen Klopp soll diese Woche noch als neuer Bundestrainer der Fußball-Nationalmannschaft vorgestellt werden. Neuen Medienberichten zufolge soll der ehemalige Nationalspieler Sven Bender als Co-Trainer ein Teil des neuen Trainerteams werden.Zwischen 2009 und 2017 spielte der heute 37-Jährige unter Klopp bei Borussia Dortmund und prägte die erfolgreichste Zeit des Vereins. Gemeinsam feierten sie zwei deutsche Meisterschaften, einen DFB-Pokalsieg und erreichten 2013 das Finale der Champions League. Nach dem Karriereende als Spieler im Sommer 2021 konnte Bender bereits erste Erfahrungen als Trainer im Nachwuchsbereich des DFB, als Co-Trainer bei Borussia Dortmund und zuletzt als Cheftrainer bei der SpVgg Unterhaching sammeln.Jürgen Klopp setzt auf alte Bekannte aus erfolgreicher ZeitNeben Bender sollen zwei weitere langjährige Weggefährten Klopps, Peter Krawietz und Pepijn Lijnders, zum zukünftigen Trainerstab des DFB gehören. Krawietz begleitete Klopp seit seiner ersten Trainerstation beim FSV Mainz 05 als engster taktischer Berater, während Lijnders in Liverpool unter dem zukünftigen Bundestrainer als Assistenztrainer fungierte. Gemeinsam soll das Trio den sportlichen Neustart der deutschen Nationalmannschaft gestalten.Benders Verpflichtung ist insofern überraschend, als dass bislang nur mit Klopps langjährigen Assistenten gerechnet wurde. Gleichzeitig kann der frühere Defensivspieler sowohl Erfahrungen im Fußball auf Nationalmannschafts- und Vereinsebene als auch eine enge Zusammenarbeit mit Jürgen Klopp aufführen und könnte so eine wichtige Schnittstelle zwischen Trainerteam und Mannschaft werden.Eine offizielle Bestätigung des DFB steht zwar noch aus, die Berichte verschiedener Medien zeichnen jedoch ein übereinstimmendes Bild: Sven Bender soll künftig als Co-Trainer an der Seite von Jürgen Klopp die deutsche Nationalmannschaft begleiten.

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Radsport: Die härteste Tour de France seit Jahren?

Die diesjährige Tour de France startet mit einem Mannschaftszeitfahren in Barcelona. Höhepunkte sind zwei Alpe-d’Huez-Etappen und das Finale auf den Champs-Élysées.Am 4. Juli beginnt die Tour de France 2026 mit einer Besonderheit: Erstmals seit 55 Jahren eröffnet ein Mannschaftszeitfahren die Frankreich-Rundfahrt. Der offizielle Startschuss, der sogenannte Grand Départ, findet in Barcelona statt, ehe das Rennen nach drei Tagen in Spanien über die Pyrenäen nach Frankreich zieht. Nach 21 Etappen endet die 113. Tour de France am 26. Juli auf den Champs-Élysées in Paris.Der Etappenplan der diesjährigen Tour de FranceInsgesamt stehen 3333 Kilometer und rund 54.450 Höhenmeter auf dem Programm. Nebensieben Flachetappen, vier hügeligen Abschnitten und acht Bergetappen mit fünf Bergankünften sind ein Mannschaftszeitfahren und ein Einzelzeitfahren vorgesehen. Außerdem sind zwei Ruhetage eingeplant.EtappeTypDatumStart – ZielDistanz1MannschaftszeitfahrenSamstag 04.07.2026Barcelona – Barcelona19,6 km2HügeligSonntag 05.07.2026Tarragone – Barcelona168,5 km3GebirgeMontag 06.07.2026Granollers – Les Angles 195,9 km4HügeligDienstag 07.07.2026Carcassonne – Foix181,9 km5FlachetappeMittwoch 08.07.2026Lannemezan – Pau158,3 km6GebirgeDonnerstag 09.07.2026Pau – Gavarnie-Gèdre186,2 km7FlachetappeFreitag 10.07.2026Hagetmau – Bordeaux175,1 km8FlachetappeSamstag 11.07.2026Périgueux – Bergerac180,4 km9HügeligSonntag 12.07.2026Malemort – Ussel185,5 km RuhetagMontag 13.07.2026(Cantal) 10GebirgeDienstag 14.07.2026Aurillac – Le Lioran166,6 km11FlachetappeMittwoch 15.07.2026Vichy – Nevers161,3 km12FlachetappeDonnerstag 16.07.2026Circuit Nevers Magny-Cours – Chalon-sur-Saône179,1 km13HügeligFreitag 17.07.2026Dole – Belfort205,8 km14GebirgeSamstag 18.07.2026Mulhouse – Le Markstein Fellering155,3 km15GebirgeSonntag 19.07.2026Champagnole – Plateau de Solaison183,9 km RuhetagMontag 20.07.2026(Haute-Savoie) 16EinzelzeitfahrenDienstag 21.07.2026Évian-les-Bains – Thonon-les-Bains26,1 km17FlachetappeMittwoch 22.07.2026Chambery – Voiron174,7 km18GebirgeDonnerstag 23.07.2026Voiron – Orcières-Merlette185,2 km19GebirgeFreitag 24.07.2026Gap – Alpe d’Huez127,9 km20GebirgeSamstag 25.07.2026Le Bourg d’Oisans – Alpe d’Huez170,9 km21FlachetappeSonntag 26.07.2026Thoiry – Paris Champs-Élysées133 kmZum Grand Départ absolvieren die Teams ein 19,6 Kilometer langes Mannschaftszeitfahren durch die katalanische Metropole. Die Strecke führt unter anderem an der Sagrada Família vorbei und endet mit einem Anstieg zum Montjuïc. Am zweiten Tag folgt eine 168,5 Kilometer lange Etappe von Tarragona nach Barcelona, auf der der Schlussanstieg zum Montjuïc Castle gleich dreimal bewältigt werden muss.Zu den sportlichen Höhepunkten zählt das Finale in den Alpen. Die Fahrer müssen den legendären Anstieg nach Alpe d’Huez an zwei aufeinanderfolgenden Tagen bewältigen. Besonders anspruchsvoll wird die 20. Etappe, auf der zusätzlich der Col du Télégraphe, der 2642 Meter hohe Col du Galibier sowie der Col de Sarenne auf dem Programm stehen. Insgesamt radeln sie hier rund 5600 Höhenmeter.Spannend dürfte auch die zwölfte Etappe des Rennens werden, die auf dem ehemaligen Formel-1-Kurs von Magny-Cours beginnt. Das Finale in Paris lehnt am Rundkurs der Olympischen Spiele 2024 an und führt die Radsportler neben den Champs-Élysées auch über den Montmartre.Tour de France 2026: live im TV und StreamDie deutschen Radsport-Fans haben die Wahl zwischen zwei frei zu empfangenden Sendern. ARD und Eurosport berichten sehr umfangreich von der Frankreich-Rundfahrt, die am Samstag beginnt. Im Ersten ist die Tour täglich zu sehen, wochentags ab 14.10 Uhr, am Wochenende mit wechselnden Anfangszeiten. Darüber hinaus gibt es die Rundfahrt live in der ARD Mediathek und auf „sportschau.de“ im Livestream. Jede Etappe wird laut ARD-Angaben auch im Audiostream von Beginn an begleitet.Der ebenfalls frei zu empfangende Sender Eurosport sendet von den 21 Etappen insgesamt rund 100 Stunden live. Nach den Etappen gibt es eine halbstündige Analyse-Show, „Velo Club“, live aus dem Münchner Studio. Auch auf den Plattformen HBO Max und discovery+ sind alle Etappen in voller Länge zu sehen. Hier wird es nach eigenen Angaben auch zusätzliche Feeds von den Helikopter- und Motorradkameras geben, sowie ein Multi-View-Feature, bei dem Zuschauer zwischen mehreren Kameraperspektiven hin- und herspringen können.

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Österreich: Ski-Talent muss Karriere nach zwei Herzstillständen beenden

Die Österreicherin Katharina Engelhardt galt als großes Nachwuchstalent im Ski-Langlauf. Jetzt muss sie ihre Karriere aufgeben –  mit 18 Jahren.Die Nachwuchs-Langläuferin Katharina Engelhardt aus Österreich wird nach zwei Herzstillständen nicht mehr in die Loipe zurückkehren. Das teilte die 18 Jahre alte Sportlerin auf ihrem Instagram-Account mit. Die „Bild“-Zeitung hatte darüber berichtet und auch ein Foto Engelhardts von deren Privat-Account veröffentlicht.„Mein Leben hat sich von einem Tag auf den anderen verändert und man sieht, dass man für jeden Tag dankbar sein sollte“, schrieb sie dazu.Herzstillstände durch Herzmuskelentzündung ausgelöst„Mir wurde erst später erzählt, dass ich zweimal einen Herzstillstand hatte und vier Tage im Tiefschlaf war, aufgrund einer Herzmuskelentzündung. Zusätzlich haben sie mir einen Defibrillator eingesetzt, um einen weiteren Herzstillstand zu vermeiden. Selbst die sehr guten Ärzte in Linz dachten, ich würde es nicht schaffen.“Aber: „Sie haben falsch gedacht, weil ich es geschafft habe. Bereits nach einer Woche war ich von der Intensivstation weg und alle waren fassungslos. Ich weiß nicht mehr alles, aber ich glaube, es ist besser so.“Danksagungen an Familie, Freunde und ÄrzteEngelhardt bedankte sich bei allen, die sie besucht haben. Das habe ihr gutgetan, weil ihre Schwester und ihr Bruder ihr Handy gesperrt hätten und ihr langweilig gewesen sei. Sie bedankte sich für die Briefe und die Nachrichten an die Familie und bei „Heli und Rose“, „die mich reanimiert haben“. Dankende Worte fand sie auch für die Ärzte und den lieben Gott.In der vergangenen Saison war die Langläuferin mehrmals auf das Podest gefahren, unter anderem bei den nationalen Meisterschaften im Januar, wo sie den 2. Platz belegt hatte. Jetzt ist Schluss damit: „Der Leistungssport wird für mich leider keine Rolle mehr spielen. Der Sport hat mir so viel gegeben, ich habe viele Dinge gelernt, ich habe gelacht, aber auch geweint.“

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Radsport: Tour-Sturz: Lipowitz erleidet Schlüsselbeinbruch

Nach seinem Sturz beim Zeitfahren der Tour de France hat Florian Lipowitz einen Schlüsselbeinbruch erlitten. Wie es für den Radprofi jetzt weitergeht, ist noch offen.Florian Lipowitz hat sich bei seinem schweren Sturz bei der Tour de France einen Schlüsselbeinbruch zugezogen. Das bestätigte das Radsport-Team Red Bull. Neben der Verletzung an der rechten Schulter erlitt der 25-Jährige mehrere Schürfwunden.„Super schade, dass er nicht weitermachen kann. Wir werden ihn nicht nur im Kampf um das Podium vermissen, wir werden ihn als Menschen vermissen“, sagte Teamchef Ralph Denk vor dem Teamhotel. Unklar ist, wie sich die Verletzung auf die weitere Saison auswirken wird. Üblicherweise ist ein Knochenbruch in sechs Wochen verheilt, Radprofis kehren mitunter jedoch schon drei oder vier Wochen nach einem Schlüsselbeinbruch zurück ins Renngeschehen. Lipowitz hatte geplant, in diesem Jahr an der Straßenrad-WM in Montreal vom 20. bis 27. September teilzunehmen.Dieselbe Verletzung wie Lipowitz hatte auch der zweimalige Tour-Sieger Jonas Vingegaard erlitten. Der Däne war auf der 15. Etappe am Sonntag gestürzt und hatte das Rennen ebenfalls aufgeben müssen.

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Radsport: Die härteste Tour de France seit Jahren?

Die diesjährige Tour de France startet mit einem Mannschaftszeitfahren in Barcelona. Höhepunkte sind zwei Alpe-d’Huez-Etappen und das Finale auf den Champs-Élysées.Am 4. Juli beginnt die Tour de France 2026 mit einer Besonderheit: Erstmals seit 55 Jahren eröffnet ein Mannschaftszeitfahren die Frankreich-Rundfahrt. Der offizielle Startschuss, der sogenannte Grand Départ, findet in Barcelona statt, ehe das Rennen nach drei Tagen in Spanien über die Pyrenäen nach Frankreich zieht. Nach 21 Etappen endet die 113. Tour de France am 26. Juli auf den Champs-Élysées in Paris.Der Etappenplan der diesjährigen Tour de FranceInsgesamt stehen 3333 Kilometer und rund 54.450 Höhenmeter auf dem Programm. Nebensieben Flachetappen, vier hügeligen Abschnitten und acht Bergetappen mit fünf Bergankünften sind ein Mannschaftszeitfahren und ein Einzelzeitfahren vorgesehen. Außerdem sind zwei Ruhetage eingeplant.EtappeTypDatumStart – ZielDistanz1MannschaftszeitfahrenSamstag 04.07.2026Barcelona – Barcelona19,6 km2HügeligSonntag 05.07.2026Tarragone – Barcelona168,5 km3GebirgeMontag 06.07.2026Granollers – Les Angles 195,9 km4HügeligDienstag 07.07.2026Carcassonne – Foix181,9 km5FlachetappeMittwoch 08.07.2026Lannemezan – Pau158,3 km6GebirgeDonnerstag 09.07.2026Pau – Gavarnie-Gèdre186,2 km7FlachetappeFreitag 10.07.2026Hagetmau – Bordeaux175,1 km8FlachetappeSamstag 11.07.2026Périgueux – Bergerac180,4 km9HügeligSonntag 12.07.2026Malemort – Ussel185,5 km RuhetagMontag 13.07.2026(Cantal) 10GebirgeDienstag 14.07.2026Aurillac – Le Lioran166,6 km11FlachetappeMittwoch 15.07.2026Vichy – Nevers161,3 km12FlachetappeDonnerstag 16.07.2026Circuit Nevers Magny-Cours – Chalon-sur-Saône179,1 km13HügeligFreitag 17.07.2026Dole – Belfort205,8 km14GebirgeSamstag 18.07.2026Mulhouse – Le Markstein Fellering155,3 km15GebirgeSonntag 19.07.2026Champagnole – Plateau de Solaison183,9 km RuhetagMontag 20.07.2026(Haute-Savoie) 16EinzelzeitfahrenDienstag 21.07.2026Évian-les-Bains – Thonon-les-Bains26,1 km17FlachetappeMittwoch 22.07.2026Chambery – Voiron174,7 km18GebirgeDonnerstag 23.07.2026Voiron – Orcières-Merlette185,2 km19GebirgeFreitag 24.07.2026Gap – Alpe d’Huez127,9 km20GebirgeSamstag 25.07.2026Le Bourg d’Oisans – Alpe d’Huez170,9 km21FlachetappeSonntag 26.07.2026Thoiry – Paris Champs-Élysées133 kmZum Grand Départ absolvieren die Teams ein 19,6 Kilometer langes Mannschaftszeitfahren durch die katalanische Metropole. Die Strecke führt unter anderem an der Sagrada Família vorbei und endet mit einem Anstieg zum Montjuïc. Am zweiten Tag folgt eine 168,5 Kilometer lange Etappe von Tarragona nach Barcelona, auf der der Schlussanstieg zum Montjuïc Castle gleich dreimal bewältigt werden muss.Zu den sportlichen Höhepunkten zählt das Finale in den Alpen. Die Fahrer müssen den legendären Anstieg nach Alpe d’Huez an zwei aufeinanderfolgenden Tagen bewältigen. Besonders anspruchsvoll wird die 20. Etappe, auf der zusätzlich der Col du Télégraphe, der 2642 Meter hohe Col du Galibier sowie der Col de Sarenne auf dem Programm stehen. Insgesamt radeln sie hier rund 5600 Höhenmeter.Spannend dürfte auch die zwölfte Etappe des Rennens werden, die auf dem ehemaligen Formel-1-Kurs von Magny-Cours beginnt. Das Finale in Paris lehnt am Rundkurs der Olympischen Spiele 2024 an und führt die Radsportler neben den Champs-Élysées auch über den Montmartre.Tour de France 2026: live im TV und StreamDie deutschen Radsport-Fans haben die Wahl zwischen zwei frei zu empfangenden Sendern. ARD und Eurosport berichten sehr umfangreich von der Frankreich-Rundfahrt, die am Samstag beginnt. Im Ersten ist die Tour täglich zu sehen, wochentags ab 14.10 Uhr, am Wochenende mit wechselnden Anfangszeiten. Darüber hinaus gibt es die Rundfahrt live in der ARD Mediathek und auf „sportschau.de“ im Livestream. Jede Etappe wird laut ARD-Angaben auch im Audiostream von Beginn an begleitet.Der ebenfalls frei zu empfangende Sender Eurosport sendet von den 21 Etappen insgesamt rund 100 Stunden live. Nach den Etappen gibt es eine halbstündige Analyse-Show, „Velo Club“, live aus dem Münchner Studio. Auch auf den Plattformen HBO Max und discovery+ sind alle Etappen in voller Länge zu sehen. Hier wird es nach eigenen Angaben auch zusätzliche Feeds von den Helikopter- und Motorradkameras geben, sowie ein Multi-View-Feature, bei dem Zuschauer zwischen mehreren Kameraperspektiven hin- und herspringen können.

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Deutscher Hoffnungsträger: Schwerer Sturz: Lipowitz muss bei Tour de France aufgeben

Nach dem Dänen Jonas Vingegaard muss der nächste Topfahrer aufgeben: Der Deutsche Florian Lipowitz vom Red-Bull-Team rutschte beim Zeitfahren von der Strecke. Von einem Betreuer gestützt und mit schweren Wunden an Schulter und Bein bestieg Florian Lipowitz den Medical Truck der Tour de France. Rund 40 Minuten zuvor war die deutsche Radsport-Hoffnung beim Zeitfahren in einer Rechtskurve gestürzt und musste das größte Rennen der Welt aufgeben. Sichtlich geschockt und mit langsamen Schritten sollte nun unweit des Genfersees eine erste Diagnose gestellt werden. Seine Freundin Antonia Weeger eilte wenig später dazu.Auch die ersten Worte des Tour-Dominators Tadej Pogacar galten dem Schwaben. „In der Kurve, in der Lipo gestürzt ist, bin ich ebenfalls fast zu Fall gekommen. Ich hoffe, Lipo ist okay“, sagte der Slowene. „Wir haben gesehen, was an nur einem Tag hier passieren kann.“Lipowitz war als Gesamtfünfter in die Etappe gegangen und lieferte bis zum Sturz ein exzellentes Zeitfahren ab. Nur der spätere Etappensieger Remco Evenepoel und Pogacar waren deutlich besser. Rund acht Kilometer vor dem Ziel des 26,1 Kilometer langen Zeitfahrens rutschte Lipowitz in einer Rechtskurve das Vorderrad weg. Der 25-Jährige war chancenlos, schlug auf dem Asphalt auf und rutschte an den Bordstein. Wenige Minuten später rutschte an derselben Stelle auch Pogacar zweimal das Hinterrad weg.Remco Evenpoel gewinnt vierte Etappe bei der Tour insgesamtDer Unfall überschattete einen sportlich ansonsten erfolgreichen Tag für die deutsche Red-Bull-Mannschaft. Weltmeister Remco Evenepoel bestätigte seine Zeitfahr-Dominanz eindrucksvoll.Der Doppel-Olympiasieger gewann das einzige Einzelzeitfahren der 113. Frankreich-Rundfahrt mit einer Machtdemonstration vor Spitzenreiter Tadej Pogacar und verkürzte mit seinem zweiten Etappensieg nacheinander auch den Rückstand auf den Mann im Gelben Trikot. „Das ist ein großes Unglück. Es ist ein bittersüßer Sieg“, sagte Evenepoel im Sieger-Interview über den schweren Sturz von Lipowitz: „Ich wünsche ihm das Allerbeste.“Evenepoel benötigte im Regenbogen-Overall des Weltmeisters 32:19 Minuten für die 26,1 km entlang des Genfer Sees zwischen Évian-les-Bains und dem Ziel in Thonon-les-Bains. Der 26-Jährige lag am belgischen Nationalfeiertag 28 Sekunden vor dem zweitplatzierten Pogacar. Dritter wurde der Däne Mattias Skjelmose (Lidl-Trek/+1:04).Für Evenepoel war es sein insgesamt vierter Tour-Tageserfolg und der zweite nacheinander. Evenepoel hat als Zweiter der Gesamtwertung 4:32 Minuten Rückstand auf Pogacar und damit beste Chancen auf eine Podestplatzierung in Paris. Dort endet die Tour am kommenden Sonntag.Dopingkontrollen entfachen DiskussionFür Gesprächsstoff hatte zuvor das Thema Dopingkontrollen gesorgt. Wie Teamchef Ralph Denk im ZDF berichtete, wurde auch das Red-Bull-Team am Montagabend kontrolliert. Die Tests aller Fahrer fanden zwischen 22.00 Uhr und 23.00 Uhr statt und damit noch vor dem Zeitraum, in dem nächtliche Kontrollen nur bei einem konkreten Verdacht zulässig sind. Denk räumte zwar ein, dass die Maßnahme die Regeneration beeinträchtige, äußerte aber zugleich Verständnis für die Kontrollen.Auch der deutsche Red-Bull-Profi Nico Denz hegte keinen Groll: "So ist es eben. Immerhin war die Kontrolle nicht um zwei Uhr nachts, sondern gegen halb elf", sagte Denz in der ARD. Ex-Champion Jonas Vingegaard (Visma-Lease a bike) war in der Nacht zu Sonntag um 2.00 Uhr getestet worden, er stürzte am selben Tag und schied aus. Nun ereilte dieses Schicksal auch Lipowitz.Ohne Vingegaard ging der Tagessieg nur über die Spezialisten Pogacar und Evenepoel, der mit einem Prototypen seines Rad-Herstellers auf den anspruchsvollen Kurs ging. Vor dem Top-Duo legte Lipowitz stark vor und sicherte vermeintlich früh den fünften Gesamtrang vor dem enttäuschenden Spanier Juan Ayuso (Lidl-Trek) ab. Mit den Podest-Rivalen Isaac Del Toro (UAE Emirates-XRG) und Paul Seixas (Decathlon CMA CGM) fuhr der Deutsche auf Augenhöhe, dann platzten alle Podestträume auf schmerzhafte Weise.Am Wochenende fällt Entscheidung in AlpenIm Kampf um den Tagessieg erwischte Evenepoel einen besseren Auftakt. An der Spitze der Cote de Larringes, einem 9,7 km langen Anstieg, der mit dem Rollen von der Startrampe begann, lag er 14 Sekunden vor Pogacar. Nach der technischen Abfahrt folgte ein etwa acht Kilometer langes Flachstück ins Ziel – Pogacar kam nicht mehr heran.Vor der spektakulären Alpentrilogie, bei der die großen Entscheidungen im Gesamtklassement fallen werden, wartet auf der 17. Etappe am Mittwoch ein etwas entspannterer Tag auf das Peloton. Der Kurs führt über 174,7 km nach Voiron und begünstigt einen Ausreißererfolg. Die Sprinter hoffen auf eine letzte Chance.

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Tour de France: Nächste Dopingkontrolle bei UAE: Politt abends getestet

Nach nächtlichen Dopingtests äußert sich Radprofi Nils Politt zu den Uhrzeiten: „Ein bisschen Schlaf sollte man auch haben.“ Warum er trotzdem hinter den Kontrollen steht.Zwei Tage nach seinem Kapitän Tadej Pogacar hat sich auch der deutsche Radprofi Nils Politt einer nächtlichen Dopingkontrolle bei der Tour de France unterziehen müssen. „Bei mir standen sie gestern um zehn Uhr am Abend vor der Tür und haben geklopft“, sagte der deutsche Zeitfahrmeister heute. „Ich war schon fast eingeschlafen, da ist man dann natürlich erst einmal wieder wach.“Zeitlich lag die Kontrolle bei Politt noch im Rahmen des Erwartbaren, nur unangekündigte Tests zwischen 23.00 und 6.00 Uhr müssen in Frankreich richterlich genehmigt werden. Pogacar war in der Nacht zum Sonntag um 5.00 Uhr getestet worden. Beim inzwischen wegen eines Sturzes ausgeschiedenen Dänen Jonas Vingegaard waren die Kontrolleure um 2.00 Uhr früh.Politt warb um Nachsicht mit Blick auf die Uhrzeiten. „Wir sind für einen sauberen Sport, wir machen alles. Wenn sie meinen, das muss sein, dann machen wir die Kontrollen“, sagte der Kölner. „Vielleicht nicht um zwei oder fünf Uhr, auch wenn es regelkonform ist. Ein bisschen Schlaf sollte man auch haben.“

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Superstar-Entscheidung: Was nun, Lionel Messi?

Die Fußball-Welt rätselt. Was macht Lionel Messi? Spielt er weiter für Argentinien? Oder hört er auf? Mitentscheidend könnte sein, was Trainer Lionel Scaloni macht, der Messis goldene Ära ermöglichte.Der Kapitän fehlte beim Empfang für den Vizeweltmeister im ungemütlich kühl-regnerischen Buenos Aires. Aber wie geht es nun weiter mit Lionel Messi in der argentinischen Fußball-Nationalmannschaft? Die nächsten Länderspiele stehen schon in wenigen Wochen an. Wie hat sich Messi selbst zu seiner Zukunft geäußert?Nach dem verlorenen WM-Finale gegen Spanien noch gar nicht. Nach dem Spiel verließ der 39-Jährige wortlos das Stadion in East Rutherford. In einem längeren Instagram-Post knapp 20 Stunden nach dem 0:1 nach Verlängerung schreibt er von unermesslichem Schmerz und dass diese Wunde Zeit zum Heilen brauche. Wie lange? Und was danach passiert - kein Wort. Warum ist er nicht mit der Mannschaft zurückgereist?Offiziell wurden keine Gründe genannt. Messi dürfte aber gute Argumente haben. Berichten zufolge flog er via Miami, wo er seit Mitte 2023 für den dortigen MLS-Club Inter spielt, in seine eigentliche argentinische Heimat. Berichten zufolge kam er mit dem Flieger um sechs Uhr morgens Ortszeit auf dem Flughafen von Rosario am Dienstag an.Als Zehnjähriger hatte er die Stätte vieler großer argentinischer Spieler Richtung Spanien verlassen. Damals schon mit dabei: Vater Jorge. Er managt Messi auch. Die gesundheitlichen Probleme von Messis Vater, die die Familie zu Beginn der WM bestätigt hatte, könnten nun Grund dafür sein, dass Messi getrennt von der Mannschaft reist - es passt sonst nicht zum Binnenverhältnis zwischen dem Anführer und seiner Gang. Welche Rolle spielt Trainer Lionel Scaloni?2006 standen Messi und Scaloni zusammen als Spieler im WM-Kader. Unter dem Trainer Scaloni erlebte Messi seine beste und mit riesigem Abstand erfolgreichste Zeit in der Nationalmannschaft. Sie gewannen zweimal die Copa América (2021 und 2024) sowie den WM-Titel 2022. Dazu wurden sie Finalissima-Gewinner 2022 beim Duell des Südamerika-Champions gegen den damaligen Europameister Italien. Nach vielen Trainern, die vergeblich versucht hatten, eine Mannschaft für und um Messi aufzubauen, formte Scaloni eine Gruppe, die alles für Messi gibt. Die von Leidenschaft und Kampf lebt und auf die fußballerischen Künste Messis hoffen und vertrauen muss. Messi selbst versteht und gibt sich wiederum einfach nur als Teil des Teams, das sich nun allerdings auch gravierend verändern könnte. Verteidiger und Ex-Weltmeister Nicolas Otamendi (38) erklärte bereits seinen Abschied, Torwart Emiliano Martínez (33) ließ mit einem Post bei Instagram nun auch Zweifel aufkommen. „Es bleibt mir nichts anderes übrig, als über vieles nachzudenken und zu sehen, wie es weitergeht und ob es an der Zeit ist, einen Schritt zur Seite zu treten“, schrieb er.Als Scaloni während seiner Amtszeit seinem Biografen zufolge mal ans Aufhören dachte, suchte er das Gespräch mit Messi - und machte weiter. Sein Vertrag läuft aber Ende des Jahres aus und er nährte Zweifel an einer Fortsetzung. Macht Messi weiter, könnte aber auch er vielleicht überzeugt werden. Und umgekehrt. Was deutet auf ein Karriereende in der Nationalmannschaft hin?Dankesschreiben und Huldigungen von Wegbegleitern wirkten wie Abgesänge. Auch Messis Moment vor den Fans nach dem Spiel, als ihm die Tränen kamen, sah nach Abschied aus. Sein Alter darf auch nicht vergessen werden: Messi feierte während des XXL-Turniers seinen 39. Geburtstag. Was spricht dagegen?Er hätte genug Zeit gehabt, vor dem Finale eine Entscheidung zu treffen und sie danach mitzuteilen. 2016 hatte er aus der Enttäuschung und Spontaneität nach der dritten Finalpleite nacheinander (WM 2014, Copa América 2015 und 2016) seinen Rücktritt erklärt. Nach nicht einmal zwei Monaten folgte die Kehrtwende. 2018 nach der Enttäuschung von Russland mit dem WM-Aus im Achtelfinale nahm er sich eine Auszeit, ohne konkret auf Zukunftspläne einzugehen. „Auch wenn wir alle von diesem Turnier als seiner letzten Weltmeisterschaft sprechen, ist der Spieler aus Rosario nicht mit einer festen Entscheidung zu dieser Weltmeisterschaft gekommen: Er hat seinem Umfeld nie gesagt, dass er dieses Turnier spielen und dann aufhören würde. Daher ist es unwahrscheinlich, dass dies sein letzter Auftritt war“, schrieb der argentinische Sender TyC Sports.Welche Ziele könnte er noch haben mit der Albiceleste?Erreicht hat er trotz der verpassten Titelverteidigung praktisch alles auch mit der Nationalmannschaft. 207 Einsätze, 125 Tore. Das Volk liebt ihn nach vielen Jahren der Skepsis. Anders als die 2020 gestorbene Fußball-Ikone Diego Maradona ist Messis Karriere frei von Skandalen. Dass es bei beiden mit der erfolgreichen Titelverteidigung (Maradona scheiterte 1990 mit Argentinien an Deutschland im Finale) nicht klappte, eint sie wiederum.Im September steht bereits das erste Länderspiel-Fenster an, 2028 wartet mit der Copa América das nächste große Turnier. Messis Vertrag bei Inter Miami ist bis dahin auch gültig, er läuft Ende 2028 aus. Im Jahr der nächsten WM (2030), bei der es auch ein Eröffnungsspiel in Buenos Aires geben soll, würde Messi während des Turniers 43 Jahre alt.

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Fußball-Nationalmannschaft: Klopps Kosmos mit Kimmich als Königspersonalie

Während letzte Details am Bundestrainer-Vertrag von Jürgen Klopp ausgearbeitet werden, lohnt ein Blick auf das, was den designierten DFB-Chefcoach danach erwartet: gravierende Personalentscheidungen.Gleich nach der Landung postete Jürgen Klopp noch ein paar Strahlemann-Fotos als glückliche WM-Erinnerung. „Wieder zurück in Deutschland nach sieben Wochen - wow, was für ein unglaubliches Erlebnis“, schrieb er unter sein Social-Media-Fotoalbum aus Amerika mit TV-Kollegen und den Megastars Lionel Messi und Kylian Mbappé. Der große Funfact war aber das Selfie von Klopp mit weißer Beauty-Maske im Gesicht. „Now time to recharge“, stand auf Englisch dabei. Zeit, die Batterien aufzuladen? Weit gefehlt. Denn jetzt folgte für Klopp der endgültige Switch vom WM-Experten zum Bald-Bundestrainer mit der letzten Detailarbeit für sein großes DFB-Engagement. Berater, Juristen und Funktionäre werkeln gerade unter Hochdruck an einem Vertrag bis zur WM 2030. Dass die Einigung kurz bevorsteht, hatte Klopp noch in Amerika bestätigt. „Wir sind nicht weit davon entfernt, etwas verkünden zu können. Das sollte in den nächsten Tagen passieren“, sagte der 59-Jährige zum Zeitplan, der spätestens am Freitag zur Bundestrainer-Präsentation führen soll. Das sind die Knackpunkte für KloppAls Bundestrainer wartet auf Klopp viel mehr als Detailarbeit. Das weiß er längst. Denn die mal wieder maximal enttäuschte deutsche Fußball-Nation erwartet jetzt von ihm Antworten, wie und vor allem mit wem die riesige Lücke zum spanischen Fußball-Imperium zu schließen ist.Königspersonalie KimmichJoshua Kimmich als rechter Außenverteidiger. Diese Personalentscheidung dürfte als Kardinalfehler von Julian Nagelsmann im Kapitel 2026 der deutschen WM-Historie stehen bleiben. Klopp weiß als Verfechter des Dominanzfußballs, dass er sein Team von den (wenigen) Stärken her denken muss. Eine Rück-Verschiebung des Kapitäns, der ganz sicher nicht an Rücktritt denkt, in die Zentrale ist ein erwartbares Statement. Doch damit wäre nur ein Problem gelöst. Denn durch den Zug des Königs in die Zentrale klafft hinten rechts die Lücke. Im Schachbild verbleibend hat Klopp dort nur ein paar Bauern als Figuren. Ridle Baku und Josha Vagnoman erwiesen sich als zu leichte Kandidaten. WM-Hoffnung Nathaniel Brown von links nach rechts zu verschieben, wäre Flickschusterei. Vielleicht schafft der Leipziger Benjamin Henrichs ein DFB-Comeback. Vielleicht ist ein Wort, dass Klopp beim Neuaufbau nicht überstrapazieren sollte. Eine Umstellung auf eine Dreierkette ist auch unwahrscheinlich - sie entspreche nicht dem bisherigen Trainerleben Klopps. Generationenfrage im TorManuel Neuer hat keinen Stress. Der Rekordtorwart, der seine einmalige DFB-Karriere mit dem WM-Aus endgültig beendet hat, postete zuletzt fleißig Urlaubsbilder. Doch wer wird sein Nachfolger? Seit 2010 gab es bei neun Turnieren keine andere deutsche Nummer eins. Klopp muss eine strategische Entscheidung treffen. Neuanfang mit Jonas Urbig (22), Neuers designiertem Torwart-Erben beim FC Bayern, der bei der WM als Trainingsschlussmann reinschnupperte, aber auch in der kommenden Saison in München nur das Backup ist? Oder Routine mit dem treuen Oliver Baumann, dem für seine Langmut nach der Degradierung durch die Neuer-Rückkehr die Sympathien zuflogen? Doch Baumann ist schon 36. Das klingt nicht nach Neuanfang. Oder kommt sogar Marc-André ter Stegen (34) zurück? Der große, weil ständig verletzte, deutsche Torwart-Pechvogel. Ratschläge von Toni Schumacher bis Timo Hildebrand bekam Klopp via „Bild“-Zeitung schon. Die Torwartfrage ist für den deutschen Fußball-Fan ein Sakrileg. Da kann der neue Bundestrainer punkten oder viel verlieren. „Eine Challenge für Klopp, eine Entscheidung zu treffen“, sagte Lothar Matthäus bei RTL/Sky. Powerfußball und StrukturenVon Einzelpersonalien abgesehen: Die überbordende Frage ist die nach dem Grundniveau des deutschen Fußballs. Viele neue Impulse wird Klopp kaum setzen können, mal abgesehen von Lennart Karl oder Said El Mala, die auch in Amerika bei besserem Fußball-Schicksal schon hätten glänzen können. Einige junge Spieler rücken nach. Doch Jugend allein wird es nicht richten. „Es wird nicht nur mit jungen Spielern klappen. Wir brauchen Erfahrung, wir brauchen Führungsqualität“, sagte Rekordnationalspieler Matthäus. Böse Kommentare gingen in die Richtung, dass kein Jamal Musiala, kein Florian Wirtz und auch kein Kai Havertz bei den Topteams aus Spanien und Frankreich in der Startelf stünde. Zu Argentiniens Fußball-Kneipenschlägern könnte vielleicht David Raum passen. Aber auch nur optisch mit seinen vielen Tattoos. Der Leipziger ist ein grundanständiger Kerl. DFB-Stars zu soft?Zu viel Anstand hat die DFB-Elf aber auch nicht weit gebracht. Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann, der beim WM-Sommermärchen 2006 mit markigen Sprüchen seine Spieler heiß machte, hatte die aktuelle Generation gerade für „zu weich“ befunden. Klopp kann genau diese Form der klaren Ansprache auch. Sein Energielevel ist immer hoch. Beim FC Liverpool hatte er Erfolg mit Powerfußball. Nonstop drauf. Es wird gerade auf seine Motivationskünste ankommen, denn so viele Trainingseinheiten wie im Club-Fußball hat er als Bundestrainer nicht.

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