Redaktioneller

Newsfeed

Wir haben für Sie eine Vorauswahl an redaktionellen Inhalten zusammengestellt, die von Mediengesellschaften, Verlagen, Börsendiensten und Finanzblogs bereit gestellt werden. Hier können Sie sich einen schnellen Überblick über die Themen verschaffen, die im Augenblick von öffentlichen Interesse sind.
360o
Diese Seite teilen
Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
In diesem Bereich unserer Nachrichtensektion stellen wir Ihnen redaktionelle Inhalte führender Verlage zur Verfügung.

Aktuelle Nachrichten

Olympische Winterspiele: Vonn darf nach Hause: Weitere Operationen in den USA geplant

Skistar Lindsey Vonn tritt nach ihrer schweren Verletzung in der olympischen Abfahrt die Heimreise an. Die 41-Jährige wird von einem Ärzteteam begleitet. In den USA wartet ein weiterer Klinik-Besuch.Lindsey Vonn darf nach Hause: Die bei einem Sturz in der olympischen Abfahrt schwer verletzte Skirennfahrerin macht sich in Treviso für den Rückflug in die USA bereit. Das teilte Sophie Goldschmidt, Chefin des US-Skiteams, der Nachrichtenagentur AP mit. "Wir sind gerade dabei, das alles zu organisieren", sagte Goldschmidt. Das medizinische Team soll die 41-Jährige auf der Heimreise begleiten. "Wir haben ein großartiges Team um sie herum, das ihr hilft, und sie wird für weitere Operationen in die USA zurückkehren."Bei ihrem Sturz in Cortina d'Ampezzo hatte sich Vonn eine komplexe Schienbeinverletzung zugezogen. Die US-Amerikanerin hat bereits mehrere Operationen hinter sich, was für derartige Verletzungen aber nicht ungewöhnlich ist. Die Olympiasiegerin von 2010 war trotz eines Kreuzbandrisses im linken Knie zu dem Wettkampf angetreten.Vonn will wieder auf den BergVonn hatte sich zuvor für die vielen Zuschriften bedankt und dabei unterstrichen, dass sie absolut bereit für die Abfahrt war - physisch und psychisch. "Mental war ich perfekt. Klar, fokussiert, hungrig, aggressiv und doch völlig ruhig", schrieb die 41-Jährige. Doch selbst, wenn man die stärkste Person der Welt sei, habe der Berg noch immer alle Karten in der Hand."Es war den Sturz wert", teilte Vonn mit. "Wenn ich nachts die Augen schließe, dann bereue ich nichts und die Liebe für das Skifahren ist immer noch da. Ich freue mich auf den Moment, wenn ich wieder oben auf dem Berg stehen kann. Und das werde ich."

Zeige mehr

Olympische Winterspiele: Zu oft nur "nah dran": Medaillen-Flaute bei Biathleten

Es begann verheißungsvoll. Doch nach Bronze zum Auftakt gingen die deutschen Biathletinnen und Biathleten bei Olympia leer aus. Die Hoffnungen ruhen nun auf zwei bestimmten Rennen.Nach ihrer nächsten vergebenen Medaillenchance weinte Franziska Preuß im Ziel bittere Tränen. Das Bild von Deutschlands trauriger Nummer eins stand sinnbildlich für das deutsche Biathlon-Team: Denn am Ende der ersten Olympia-Woche mit dem schwächsten Start der Geschichte herrscht Enttäuschung. "Es ist sehr ernüchternd, dass 30 Sekunden von einem richtig guten Rennen wieder alles zerstören", sagte Preuß. Im Verfolger vergab sie wie schon zuvor im Einzel mit zwei Fehlern beim letzten Schießen den ersehnten Sprung auf das Podest.In den spektakulären Jagdrennen waren Weltmeisterin Preuß als Sechste und Philipp Horn auf Rang elf als beste Deutsche wie ihre Teamkollegen nur in der Zuschauerrolle bei den anschließenden Siegerehrungen in Antholz. Bronze zum Auftakt für die Mixed-Staffel vor einer Woche bleibt nach sieben von elf Wettkämpfen der einzige Lichtblick. "Wir haben sicher keinen Flow, und der Deckel fliegt derzeit nicht vor Begeisterung vom Topf", sagte Sportdirektor Felix Bitterling nach medaillenlosen Tagen in Südtirol. Glanzzeiten sind lange herNie zuvor hatten die DSV-Skijäger solch einen schwachen Start in den olympischen Individualrennen hingelegt. Sechs Wettbewerbe, kein Edelmetall - bei Winterspielen ist das für das einst so erfolgsverwöhnte Team ein Novum. "Es hilft jetzt eh nichts. Heute darf ich mal traurig sein, morgen bin ich dann wieder optimistisch", sagte Preuß.Vor vier Jahren hatte Denise Herrmann-Wick mit Gold im Einzel in Peking noch für einen Glanzpunkt gesorgt, auch acht Jahre zuvor hatte es in Sotschi durch Einzel-Silber von Erik Lesser zumindest schon eine Medaille außerhalb der Staffeln gegeben. Ansonsten war die Ausbeute meist deutlich üppiger, seit Männer und Frauen 1992 gemeinsam bei Winterspielen antreten.Halbzeit-Ziel mit mehr Medaillen klar verfehlt Bei Traumwetter vor fast 20.000 Zuschauern griff die Sprint-Siebte Preuß wie im Einzel beim letzten Schießen nach einer Medaille. Aber beim Sieg der Italienerin Lisa Vittozzi versagten ihr erneut die Nerven. "Man will unbedingt so eine Scheißmedaille und wenn man weiß, jetzt könnte es sich erfüllen, entsteht so eine Spannung im Körper", sagte die sichtlich ratlose Preuß bei Eurosport. Warum sie im entscheidenden Moment den Fokus verliert, könne sie sich nicht erklären.Beim Erfolg des Schweden Martin Ponsiluoma schoss das deutsche Männer-Quartett insgesamt 18 Fehler - zu viele, um noch die erhoffte Ergebniskosmetik zu schaffen. Selbst ohne Strafrunde wäre es für Horn "extrem schwer geworden", weiter vorn anzugreifen."Ich glaube, dass wir sehr oft nah dran waren", sagte Sportdirektor Bitterling: "Trotzdem war es sicher unser Ziel, neben dieser Mixed-Staffel-Medaille noch die eine oder andere Medaille im Sack zu haben. Das ist uns bis jetzt noch nicht gelungen." Mixed-Bronze ist so der einzige zählbare Erfolg.Deutsche auch in verbleibenden vier Rennen keine FavoritenDie Hoffnung, dass dies eine Initialzündung für die olympischen Einzelrennen war, erfüllte sich nicht. Vanessa Voigt als Einzel-Vierte und Philipp Nawrath als Einzel-Fünfter schafften die bislang besten Resultate. "Allerdings liegen noch ein paar Chancen vor uns und die gehen wir auch positiv an", sagte Bitterling.Es bleiben noch vier Wettbewerbe, um die Bilanz aufzubessern. Weniger als zwei Olympia-Medaillen hat Deutschland noch nie gewonnen. Am Dienstag und Mittwoch stehen die Staffeln bei Männern und Frauen an. Eigentlich will der Deutsche Skiverband dabei jeweils eine Medaille haben, die Favoriten kommen jedoch aus Frankreich, Norwegen, Schweden und Italien. Am Freitag und Samstag folgen die Massenstarts der aktuell jeweils 30 besten Biathletinnen und Biathleten. Auch zum Abschluss sind die Medaillenkandidaten andere."Das nächste Rennen ist unser Highlight, unsere Chance. Da wollen wir auf dem Podium stehen", sagte Horn zur Männer-Staffel, die 2022 in Peking leer ausging. Im Vorjahr gab es dafür WM-Bronze. Um das wieder zu schaffen, müsse ein perfektes Rennen gelingen, die Lockerheit da sein. "Verkrampftheit kann ich jetzt nicht erkennen", sagte Bitterling zur Situation im Team.Olympiasieger Peiffer setzt auf StaffelImmerhin einmal Olympia-Gold gab es am Wochenende aber doch. Erik Lesser, Daniel Böhm, Arnd Peiffer und Simon Schempp freuten sich mit zwölf Jahren Verspätung über die Medaillen von 2014, die sie bei einer feierlichen Zeremonie im Antholzer Stadion überreicht bekamen. Sie erhielten Staffel-Gold nachträglich, da Russland in einem jahrelangen Verfahren wegen Dopings disqualifiziert wurde.Ob ihre Nachfolger am Dienstag nachlegen können? "Für Gold muss alles passen. Aber ich glaube, dass für die Staffel etwas möglich ist", sagte Peiffer, der mittlerweile als TV-Experte für die ARD arbeitet.

Zeige mehr

Winterspiele in Italien: Ski-Ass verpasst Medaille: Wieder Dürr-Drama bei Olympia

Wie vor vier Jahren in Peking lässt Lena Dürr auch in Cortina d'Ampezzo eine große Chance liegen. Immerhin: Ihre Paradedisziplin kommt noch. Das Ski-Märchen von Federica Brignone geht indes weiter.Lena Dürr vergrub das Gesicht in den Handschuhen und konnte ihr erneutes Hundertstel-Pech bei Olympia nicht fassen. Vier Jahre nach dem Slalom-Drama von Peking hat die deutsche Skirennfahrerin auch in Cortina d'Ampezzo trotz bester Ausgangslage eine Medaille verpasst. Anders als in China fiel die Münchnerin diesmal nicht in ihrer Paradedisziplin, sondern im weniger präferierten Riesenslalom zurück - geknickt war sie dennoch. 0,19 Sekunden fehlten ihr letztlich zu Edelmetall. Stattdessen gab's nur Rang neun.Zwischen "Stolz" und "Riesenenttäuschung""Unglaublich. Kurz vor dem Ziel habe ich richtig gemerkt, wie ich den Ski abgestochen habe. Da bin ich fast echt gestanden", sagte Dürr über ihren verhängnisvollen Fehler im zweiten Lauf. Zwischendurch hatte die Bestzeit aufgeleuchtet, am Ende reichte es nur gerade noch so für die Top Ten. Und das nach Platz zwei im ersten Durchgang. Sie verspüre sowohl "Stolz" als auch "Riesenenttäuschung", sagte die 34 Jahre alte Athletin vom SV Germering.Wieder Dürr-Drama bei Olympia. Und wieder frenetischer Jubel um Italiens Comeback-Königin Federica Brignone. Die 35-Jährige raste weniger als ein Jahr nach einer schweren Schien- und Wadenbeinverletzung bereits zum zweiten Gold bei ihren Heim-Winterspielen. Nach dem Sieg im Super-G verwies sie diesmal die zeitgleichen Sara Hector aus Schweden und Thea Louise Stjernesund aus Norwegen auf den Silberrang. Das Duo verneigte sich im Zielbereich vor ihr.Dürrs Teamkollegin Emma Aicher, die in der Abfahrt und der Team-Kombination mit Kira Weidle-Winkelmann jeweils Silber geholt hatte, fuhr auf Rang 19.Wieder geht's um HundertstelsekundenMit Blick auf den Slalom am Mittwoch wolle sie die Erkenntnis mitnehmen, dass sie zumindest wieder einen schnellen Schwung fahren könne, sagte Dürr. "Das war heute schon so ein kleiner Sieg für mich", sagte sie, nachdem sie im Weltcup in den vergangenen Wochen doch mehrfach Probleme gehabt hatte.Den Frust über den erneut geplatzten Medaillentraum wird Dürr aber auch erst mal aus den Kleidern schütteln müssen. In Peking war sie 2022 vom ersten auf den vierten Platz zurückgefallen. Die 0,19 Sekunden, die ihr damals auf Gold fehlten, trennten die erfahrene Technik-Spezialistin diesmal von einer Medaille."Es hat so Spaß gemacht, oh Mann", sagte Dürr nach ihrem überraschend starken ersten Lauf. Eine "Genussfahrt" sei das gewesen, meinte sie bei strahlendem Sonnenschein und vor der malerischen Kulisse der Dolomiten. Im Finale war's dunkler. Und Dürr holten die Schatten der Vergangenheit ein.Zwischenzeitlich sogar aussortiertSeit jeher liegt der Deutschen die Rolle der Gejagten weniger als die der Jägerin. Eine Olympia-Einzelmedaille wäre vier Jahre nach Mannschafts-Silber in China der vorläufige Höhepunkt ihrer wechselhaften Karriere gewesen. Nun ruhen die Hoffnungen eben auf dem Slalom, in dem sie 2023 WM-Dritte wurde.Bereits im Februar 2008 hatte die Tochter des früheren Skirennfahrers und zweimaligen Olympia-Teilnehmers Peter Dürr im Weltcup debütiert. Sie galt als große Hoffnungsträgerin, gesegnet mit so viel Talent. Doch sie schien dem Druck jahrelang nicht gewachsen, erlebte mehr Enttäuschungen als Erfolge und wurde zwischenzeitlich sogar aus dem Elite-Kader gestrichen. Sie schloss sich vorübergehend einem Privatteam an, musste sich um ihr Material und ihre Finanzierung selbst kümmern - auch mental eine schwierige Zeit.Im Slalom eine der Besten der WeltAb dem ersten Weltcup-Podestplatz in einem Spezialslalom Ende 2021 im finnischen Levi ging es für die Deutsche aber schlagartig in die richtige Richtung. Dürr entwickelte sich zu einer der besten Slalomfahrerinnen der Welt, seit 2022 schloss sie im Torlauf jede Saison unter den besten Fünf ab.An den Riesenslalom tastete sich Dürr erst nach und nach heran, sechs Top-Ten-Plätze stehen in der alpinen Kerndisziplin im Weltcup für sie bisher zu Buche. Ausgerechnet bei Olympia hätte sie nun fast ihr bestes Ergebnis eingefahren. Stattdessen gab's das nächste Hundertstel-Drama.

Zeige mehr

Historischer Moment: Neuntes Gold: Umjubelter Klaebo feiert Olympia-Rekord

Johannes Hoesflot Klaebo gewinnt bei den Winterspielen in Italien im vierten Rennen sein viertes Langlauf-Gold. Mit neun Olympiasiegen ist er nun Rekordhalter. Zuvor wird ein Protest abgewiesen.Lachend fiel Johannes Hoesflot Klaebo seinen begeisterten Teamkollegen in die Arme. Mit wehender norwegischer Fahne empfingen sie ihren Olympia-Rekordmann hinter der Ziellinie und feierten. Der Skilanglauf-Star siegte im italienischen Tesero auch mit der Staffel über 4 x 7,5 Kilometer und krönte sich zum erfolgreichsten Teilnehmer bei Winterspielen.Für den 29-jährigen Klaebo war es das neunte olympische Gold. In der Rangliste führt er damit vor seinen Landsleuten Marit Björgen (Langlauf), Ole Einar Björndalen (Biathlon) und Björn Dählie (Langlauf), die jeweils achtmal Gold gewonnen haben.Auch Björndalen gratuliert"Jetzt kann ich es richtig genießen", wurde Klaebo vom norwegischen Sender NRK zitiert und sprach von einem "großartigen Titel". Auch Björndalen beglückwünschte ihn: "Endlich ganz oben mit neun olympischen Goldmedaillen. Aber die Olympischen Spiele sind noch nicht vorbei", sagte der 52-Jährige. "Ich bin überzeugt, dass du noch weitere Goldmedaillen gewinnen kannst."Bei der Siegerehrung jubelten die Zuschauer für Klaebo besonders laut. Der Champion selbst sang die Hymne seines Heimatlandes euphorisch mit.Deutsches Team zollt RespektKlaebo gewann bei prächtiger Kulisse und strahlendem Sonnenschein mit Emil Iversen, Martin Löwström Nyenget und Einar Hedegart. Auf der Tribüne feierten norwegische Fans mit aufwendiger Gesichtsbemalung und Trompete ein großes Langlauf-Fest. Kronprinz Haakon freute sich mit, gratulierte Klaebo und seinen Teamkollegen persönlich. Als Schlussläufer lief Klaebo vor Frankreich ins Ziel. Bronze sicherte sich das Quartett aus Italien.Die deutsche Staffel hatte mit dem Rennen um Edelmetall erwartungsgemäß nichts zu tun und belegte Rang acht. "Es tröstet mich jetzt nicht, aber es ist natürlich irgendwo cool, dass man das miterleben darf", sagte Florian Notz zu Klaebos historischem Triumph. "Man muss ihm wirklich Respekt zollen", sagte Jan Stölben.Klaebo berichtet von großem DruckFür Klaebo ist es bei diesen Winterspielen bereits das vierte Gold. In allen Wettkämpfen, in denen er am Start stand, siegte Klaebo auch. Vor dem Erfolg mit der Staffel gab er Einblicke in die Gefühlswelt eines Topfavoriten, der sich mit hohen Erwartungen konfrontiert sieht."In Norwegen ist die Staffel sehr wichtig, und bei den letzten Olympischen Spielen in Peking waren wir nicht erfolgreich", erklärte Klaebo. Norwegen wurde damals Zweiter hinter dem russischen Quartett. "Der Druck ist groß", sagte Klaebo. Er und seine Teamkollegen hielten ihm souverän stand."Er ist der beste Skifahrer aller Zeiten", hatte Mannschaftskamerad Oskar Opstad Vike bereits nach Klaebos Sieg im Sprint gesagt. Anschließend hatte es einen Protest des finnischen Teams gegen die Wertung gegeben. Dabei ging es um den Einsatz eines Geräts zum Wachsen der Skier im Servicebereich durch das norwegische Team. Der Protest wurde abgewiesen. Klaebo behält sein Gold.Deutscher Teamchef: "Er steht auf dem Ski wie kein anderer"Bei diesen Winterspielen siegte Klaebo zudem schon im Skiathlon und im Einzel über zehn Kilometer. 2018 in Südkorea sicherte er sich drei Olympiasiege, vier Jahre später in China zwei."Er steht auf dem Ski wie kein anderer", sagte der deutsche Teamchef Peter Schlickenrieder. Der frühere Langläufer, der 2002 Olympia-Silber gewann, ist von Klaebos Akribie und Hingabe für den Sport begeistert. "Er ist ein planerischer, strukturierter Künstler auf Skiern", sagte er.Klaebo gilt als Meister des Höhentrainings, arbeitet oft wochenlang ohne seine Teamkollegen in Trainingslagern. Eine besondere Rolle nimmt zudem sein Opa ein, der Klaebo betreut und berät. Den 15. Februar 2026 wird auch er in besonderer Erinnerung behalten.

Zeige mehr

Olympia: Laura Nolte zur Halbzeit im Monobob auf Goldkurs

Im Zweierbob hat Laura Nolte 2022 schon Gold in Peking geholt. Nun steht sie auch im Monobob vor dem Olympiasieg. Dafür muss sie den Angriff von gleich drei US-Pilotinnen abwehren.Laura Nolte liegt nach zwei von vier Läufen im Monobob bei den Olympischen Winterspielen in Italien auf Goldkurs. Im Gegensatz zu vielen patzenden Mitfavoritinnen fuhr die 27 Jahre alte Weltcup-Gesamtsiegerin im ersten Lauf Bahnrekord und leistete sich im zweiten Lauf nur kleine Fehler.Vor den beiden abschließenden Läufen an diesem Montag hat Nolte als Führende 0,22 Sekunden Vorsprung vor der US-Pilotin Elana Meyers Taylor. Dahinter folgen Peking-Olympiasiegerin Kaillie Armbruster Humphries ebenfalls aus den USA und Europameisterin Melanie Hasler aus der Schweiz.Guter Plan bei Nolte, falsche Kufen bei Buckwitz"Bei mir ging es heute echt gut von der Hand. Ich hatte im Training echt Probleme. Ich hatte einfach einen sehr guten Plan, den ich dann auch umsetzen konnte", sagte Nolte. Am Finaltag will sie "nichts Besonderes machen, aber sich auch nicht drauf ausruhen, weil zwei Zehntel sind nicht viel im Monobob".Lisa Buckwitz leistete sich trotz Startrekord in beiden Läufen zu viele Patzer. Die 31-Jährige hat als Sechste fast schon eine Sekunde Rückstand auf Nolte. "Startrekord ist das Beste am ganzen Tag. Der erste Lauf war super schlecht. Ich habe eine falsche Kufenwahl getroffen. Das ist sehr bitter jetzt", sagte Buckwitz. Kim Kalicki belegt nach dem ersten Tag Platz 16. Nolte: Kann bei den Schnellsten mithalten Nolte hatte in Peking vor vier Jahren im kleinen Schlitten als Vierte hinter drei Nordamerikanerinnen die Medaille knapp verpasst. Dann holte sie überraschend Gold im Zweierbob mit Deborah Levi. "Ich konnte mich im Sommer nochmal richtig in der Athletik verbessern. Somit bin ich am Start etwas besser geworden und kann nun auch bei den Schnellsten mithalten. Das verbesserte natürlich nochmal meine Chancen im Mono", sagte sie.

Zeige mehr

Fußball-Bundesliga: Bayern kontert Dortmund-Attacke - Topspiel ohne Neuer?

Neue Spannung im Titelrennen? Nicht mit diesem FC Bayern! Beim 3:0 in Bremen überzeugt vor allem ein Mann, der in dieser zweiten Hälfte der Saison schon beinahe gar nicht mehr dabei gewesen wäre.Die einzige schlechte Nachricht dieses Wochenendes verkündete der FC Bayern München am Sonntag in drei knappen Zeilen. Manuel Neuer hat sich einen Faserriss in der linken Wade zugezogen und wird vorerst ausfallen. Der Torwart droht damit auch das Bundesliga-Topspiel beim Verfolger Borussia Dortmund in zwei Wochen zu verpassen.Doch warum sollte diese Bayern das nervös machen? Bis auf drei Punkte war der BVB an diesem Wochenende kurzzeitig an den Tabellenführer herangekommen - aber die Münchner konterten das mit einem lockeren 3:0 (2:0) bei Werder Bremen. In Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League hat sich der deutsche Meister nach zwei Dritteln der Saison in eine aussichtsreiche Position gebracht. Und dieses Team fühlt sich mittlerweile stark genug, in drei Monaten gleich alle drei Titel abzuräumen."Wir haben alle in der Mannschaft so ein Gefühl, dass dieses Jahr alles möglich ist", sagte Goretzka. "Ich habe das Glück, schon einmal dabei gewesen zu sein, als wir sogar sechs Titel in einem Jahr gewonnen haben. Ich weiß, was das für eine geile Zeit war. Wir haben damals gesagt, dass wir das noch einmal mit Fans erreichen wollen. Damals war das wegen Corona nicht möglich."Kane schießt 500. ProfitorZwei Wochen nach seinen beiden Wacklern gegen Augsburg und den HSV spielt der deutsche Meister wieder "wie in einem Tunnel", wie Trainer Vincent Kompany das nennt. Das einzig Außergewöhnliche beim Spiel in Bremen war, dass hinterher Goretzka im Mittelpunkt stand und keiner der sonst üblichen Protagonisten.Ja, Harry Kane schoss am Samstag die Tore 499 und 500 in seiner Profikarriere für Nationalmannschaft und Verein ("Natürlich macht es mich stolz"). Und Neuer musste in Bremen schon zur Halbzeit raus.Am auffälligsten war im Weserstadion aber der Mann, der beinahe gar nicht mehr dabei gewesen wäre: der 31-jährige Goretzka, Bayern-Spieler schon seit 2018, aber nur noch bis zum Ende dieser Saison.Der deutsche Nationalspieler schoss in Bremen das 3:0 (70. Minute) und feierte dies mit einem Vogel-Jubel. Der Kollege Josip Stanisic, mit dem diese kuriose Aktion vorher abgesprochen war, tanzte vor der Ersatzbank mit.Der vergangene Januar war für Goretzka noch etwas weniger spaßig verlaufen. Da teilten die Münchner ihm zunächst mit, dass sie den im Sommer auslaufenden und mit einem zweistelligen Millionengehalt dotierten Vertrag nicht verlängern werden. Daraufhin sprach der Spieler mit Atlético Madrid über einen sofortigen Wechsel. Bei Tottenham Hotspur, FC Arsenal und AC Mailand beobachtete man die Entwicklung ebenfalls aufmerksam.Goretzka-Ziel noch unklarDass Goretzka erst im Sommer gehen wird und nicht schon weg ist, hat viel mit seinem Glauben an das aktuelle Bayern-Team zu tun. "Wo ich hingehe, weiß ich noch nicht", sagte er. "Aber nach einem Gespräch mit dem Trainer hatte ich das Gefühl, dass mein Weg hier noch nicht zu Ende ist und dass wir dieses Jahr noch viel gewinnen können."Das enge Verhältnis zu Kompany hat Goretzka über einige Enttäuschungen der vergangenen zwei Jahre getragen. Schon als der Trainer im Sommer 2024 nach München kam, wollte der Club seinen Großverdiener gern loswerden. "Leon hat sich in eine ganz wichtige Rolle gekämpft in der letzten Saison – das war eine schöne Geschichte für den Kader", sagte Kompany am Samstag. "Und er hat auch in dieser Saison immer eine sehr gute Präsenz auf dem Platz und in der Kabine."Die Bayern können mit dieser Situation gut leben. Wenn sie sich in der entscheidenden Phase der Saison ihre Kräfte einteilen wollen, kommen von der Bank eben Nationalspieler wie Jamal Musiala, Minjae Kim oder Goretzka. Der Rivale Dortmund hat da deutlich weniger Auswahl."Wir sind sehr dankbar", sagte auch Sportvorstand Max Eberl über Goretzkas Verbleib. "Er hat nicht lamentiert, nicht rumgenörgelt – gar nichts. Ich glaube, er möchte seine großartige Zeit bei Bayern noch krönen!"

Zeige mehr

Werbung mit Winterspielen: Olympia-Team sauer auf Bahn-Kampagne: "Nicht die feine Art"

DOSB-Boss Otto Fricke ärgert sich: Die Bahn wirbt mit Olympia-Gold, doch der Sport hat davon anscheinend wenig. Der Konzern kontert.Eine Werbekampagne der Deutschen Bahn zu den Winterspielen hat die Spitze des deutschen Olympia-Teams mächtig verärgert. Das Vorgehen des Unternehmens mit dem Angebot einer Aktions-Bahncard für Freifahrten im Falle deutscher Goldmedaillen bezeichnet DOSB-Vorstandschef Otto Fricke als "nicht die feine Art". Der Spitzenfunktionär des Deutschen Olympischen Sportbunds moniert, dass Einnahmen aus der Aktion nicht in den Sport fließen würden. "Dass das ein Staatsunternehmen macht, das ist schofelig", sagte Fricke. Die Bahn wies die Kritik zurück.Vor Beginn der Winterspiele in Italien hatte die Bahn eine sogenannte "Probe Bahncard Gold" ab einem Preis von 19,90 Euro zum Kauf angeboten. Wenn deutsche Sportlerinnen und Sportler Goldmedaillen bei den laufenden Olympia-Wettbewerben gewinnen, können Besitzer dieser Bahncard am jeweils nächsten Tag alle Fernverkehrszüge der Deutschen Bahn deutschlandweit kostenlos nutzen, wie das Unternehmen mitgeteilt hatte.DOSB-Vorstandschef sieht Trittbrettfahrer-WerbungFricke, der vor seinem Wechsel zum DOSB haushaltspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion war, kritisierte die Kampagne als "Ambush Marketing", sinngemäß also eine Trittbrettfahrer-Werbung der Bahn. Der DOSB habe sich bereits schriftlich bei dem Konzern beschwert, aber keine zufriedenstellende Antwort erhalten. Der Vorstandschef betonte, es brauche finanzielle Hilfe, damit der deutsche Sport sich bei Olympia gut präsentieren könne.Fricke hofft daher weiter auf ein Entgegenkommen der Bahn. Diese könne auch gern in den Breitensport investieren. "Wo, das kann sich die Bahn ja überlegen", sagte der 60-Jährige. Olympia-Legenden in TV-SpotDie Bahn ließ auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur wissen, das Unternehmen habe "größten Respekt vor allen sportlichen Spitzenleistungen bei den Winterspielen 2026". Darum sei die besondere Bahncard vom 16. Januar bis 5. Februar zum Kauf angeboten worden. "Wir können die in diesem Zusammenhang geäußerte Kritik daher nicht nachvollziehen", teilte ein Sprecher mit.Im Rahmen der Werbekampagne waren laut Bahn auch eine Reihe deutscher Wintersport-Legenden in einem TV-Spot aufgetreten. Darunter waren die Olympiasieger Kati Wilhelm (Biathlon), Viktoria Rebensburg, Markus Wasmeier (beide Ski alpin), Sven Hannawald (Skispringen) und André Lange (Bob) sowie Paralympics-Idol Gerd Schönfelder.

Zeige mehr

Olympische Winterspiele: Raimunds Wunsch im Super Team: Noch ein Coup zum Abschluss

Nach Einzel-Gold zu Olympia-Beginn soll es zum Ende der Olympischen Spiele noch ein Highlight für die deutschen Skispringer geben. Die Konkurrenz ist jedoch enorm.Der Dämpfer auf der Großschanze war deutlich, jetzt soll es für Philipp Raimund bei der Olympia-Premiere im Super Team einen versöhnlichen Abschluss der Winterspiele geben. "Ich bin guter Dinge, dass es wieder läuft", sagte der Olympiasieger von der Normalschanze. Raimund will die Spiele im italienischen Predazzo so beenden, wie er sie am vergangenen Montag beim sensationellen Gold-Coup begonnen hatte: mit einer Medaille."Man sieht bei Olympia passieren viele Dinge", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher. Allerdings weiß auch der Österreicher, der am Saisonende das deutsche Skisprung-Team verlassen wird, dass die Aussichten nicht zwingend goldig sind. "Das wird wieder ganz schwer - definitiv", sagte der 56-Jährige.Starke Konkurrenz im Super TeamMit den starken Japanern, Slowenien mit Topstar Domen Prevc, Norwegen und auch Österreich gibt es starke Konkurrenz. Favoriten sind Raimund, der im Einzel auf der Großschanze nur Neunter wurde, und sein Partner Andreas Wellinger nicht. Aber vielleicht ist das ein gutes Omen: Als Goldkandidat galt Raimund vor seinem Olympiasieg auch nicht.Die Erlebnisse nach seinem Olympiasieg verfolgen den 25-Jährigen weiterhin - und beschäftigen ihn. "Ich habe es schon mehr realisiert, es sickert immer mehr durch. Aber es wird erst durchdringen, wenn ich aus der olympischen Bubble raus und wieder zu Hause bin", sagte der gebürtige Göppinger.Neue Erlebnisse als OlympiasiegerZwar läuft es seitdem auf der Schanze nicht wie zuvor, aber die Erlebnisse als Goldmedaillengewinner sorgen bei Raimund für willkommene Abwechslung. "Ich bin letztens den zwei Türken begegnet, die mit uns mitspringen. Sie sind mir entgegengekommen und haben gesagt: "Hey Champ". Das hat sich gut angefühlt", erklärte er.Von Medaillen war Wellinger bislang weit entfernt. Platz 17 von der Normalschanze, Rang 15 am Samstag. Als zweitbester Deutscher von der Großschanze hofft der 30-Jahre alte Einzel-Olympiasieger von 2018 am Montag (19.00 Uhr/ZDF und Eurosport) mit Partner Raimund auf sein insgesamt fünftes olympisches Edelmetall. "Wenn ich was mit ihm holen will, brauchen wir noch ein paar Meter mehr", betonte Wellinger.Der Springer vom SC Ruhpolding kam schwer in die Saison und zeigte zuletzt immer wieder aufsteigende Tendenz. Als eine Art Belohnung folgt nun das mögliche Highlight im letzten Skisprungwettbewerb bei Olympia. "Es ist ein Prozess, der in den vergangenen Woche stetig bergauf gegangen ist. Langsam, aber sicher", beschrieb Wellinger seinen Weg. Den Eindruck hatte auch Raimund. "Ich werde mit dem "Welle" voll angreifen", erklärte er.Was ist das Super Team?Das Super Team wird erstmals bei Olympia ausgetragen und hat den altbekannten Mannschaftswettbewerb mit vier Athleten aus dem Programm gedrängt. Nun werden zwei Springer je Nation im besten Fall jeweils drei Sprünge absolvieren. Im Verlauf des Wettbewerbs wird das Teilnehmerfeld reduziert.Auch wenn Wellinger dabei ist, angetan ist er vom neuen Format nicht. "Ein Teamspringen besteht für mich aus vier Athleten", sagte er. "Hier bist du die ganze Zeit mit deinem Partner im Kreis laufend unterwegs. Du siehst ihn im Wettkampf nicht einmal." Im Optimalfall sieht er Raimund dann spätestens bei der Siegerehrung.

Zeige mehr

Olympia: Nachschub bei Gratis-Kondomen

Valentinstag im Olympischen Dorf? Offenbar ist die Nachfrage nach Kondomen unter den Olympia-Athletinnen und Athleten größer als gedacht. Nun reagiert das Olympische Komitee.Die Organisatoren der Olympischen Winterspiele in Italien haben Nachschub bei den Gratis-Kondomen für die Athletinnen und Athleten versprochen. „Wir können bestätigen, dass die Versorgung mit Kondomen in den olympischen Dörfern zeitweise aufgebraucht war, weil die Nachfrage höher als erwartet war“, teilte das Organisationskomitee auf Anfrage mit. Nachschub sei unterwegs und werde bis Montag über die Dörfer verteilt. Zunächst hatte die Nachrichtenagentur AP darüber berichtet.Ein Bericht, dass die Kondome in den olympischen Dörfern ausgegangen seien, hatte nicht nur für Gesprächsstoff bei den Athletinnen und Athleten gesorgt. „Das Klischee ist, dass der Valentinstag im olympischen Dorf im vollen Gange ist“, sagte Mark Adams, Sprecher des Internationalen Olympischen Komitees, am Wochenende mit einem Augenzwinkern. „10.000 wurden benutzt, 2.800 Athleten – man kann es sich ausrechnen.“Olympia-Kondome sind beliebtes SouvenirNun haben die italienischen Organisatoren auf den Kondom-Engpass reagiert. „Sie werden kontinuierlich bis zum Ende der Spiele aufgefüllt, um sicherzustellen, dass immer welche verfügbar sind“, teilte das IOC weiter mit. Die Winterspiele enden am 22. Februar.Bei jeder Ausgabe der Olympischen Spiele sind die Gratis-Kondome wieder ein großes Thema. Zum ersten Mal lagen 1988 bei den Sommerspielen im südkoreanischen Seoul Kondome für die Athletinnen und Athleten parat. Bei den Spielen 2024 in Paris sollen es etwa 300.000 gewesen sein. Die Kondome sind auch als Souvenir beliebt.

Zeige mehr

Olympia-Paar: Anna Seidel ruft live im ZDF ihren Partner Moritz Seider an

Sie sitzt im Studio, er im Teambus: Shorttrackerin Anna Seidel ruft Moritz Seider kurz vor dem Eishockey-Start live im Fernsehen an. Der NHL-Star bleibt gelassen.Das Eis verbindet sie – nur auf ganz unterschiedliche Weise. Er jagt in der NHL den Puck für die Detroit Red Wings, sie wirbelte als Shorttrackerin über die Kurzstrecke: Eishockey-Nationalspieler Moritz Seider, 24, und die ehemalige Shorttrack-Athletin Anna Seidel, 27, sind seit einiger Zeit ein Paar und leben mittlerweile gemeinsam in den USA. Jetzt dürfen sich beide auch gegenseitig Olympionike nennen, da Seidel bereits für Deutschland auf Medaillenjagd ging und Seider am Donnerstag seinen ersten Einsatz für das deutsche Eishockey-Nationalteam bei Olympia feierte.Am Donnerstagabend sorgte das Wintersport-Duo zusätzlich für einen besonderen Moment im ZDF. Seidel war als Gast in der Olympia-Sendung von Moderator Jochen Breyer eingeladen, um über die deutschen Eishockey-Männer und deren Auftaktspiel gegen Dänemark (Endstand 3:1 für Deutschland) bei den Winterspielen in Mailand zu sprechen. Dabei rief sie ihren Freund gemeinsam mit Breyer kurzerhand sogar per Videocall an – live im Fernsehen, drei Stunden vor dem Anpfiff. Seider hatte vorab allerdings sein Einverständnis gegeben.Anna Seidel über Moritz Seider: „Er ist nie aufgeregt“Der NHL-Star nahm den Anruf entspannt im Mannschaftsbus entgegen. „Ich glaube, die Jungs sind alle gut drauf. Es ist relativ leise gerade hier, die Jungs haben alle ihre Kopfhörer drin und hören ihre Musik“, berichtete der DEB-Assistent-Captain. „Wir freuen uns einfach drauf, bald da zu sein. Das Schlimmste ist eher der Verkehr als alles andere.“Diese Gelassenheit überraschte Seidel wenig. „Er ist nie aufgeregt. Ich kann mich an keinen Moment erinnern, in dem er mal nervös war“, hatte sie zuvor im Studio erzählt. „Bei mir steigt die Anspannung schon seit Tagen.“ Ihrem Freund gab sie dann nur knapp ein „Wird gut“ mit auf den Weg. Mehr wollte sie vor dem TV-Publikum nicht loswerden: „Er weiß schon, was er zu tun hat.“Auch Anna Seidel kämpfte schon bei Olympia um MedaillenSeidel kennt sich mit Olympia bestens aus: Die Dresdnerin war selbst dreimal als Sportlerin dabei, bereits als Jugendliche mit nur 15 Jahren. 2014 in Sotschi, 2018 in Pyeongchang und 2022 in Peking stand sie auf dem olympischen Eis. Insgesamt gewann die Dresdnerin sieben EM-Medaillen in ihrer Karriere und galt lange Zeit als das Ausnahmetalent des deutschen Shorttracks. Im März 2024 beendete sie dann aber ihre aktive Karriere. „Ich bin unglaublich dankbar für alles, was ich in meiner Karriere erlebt habe“, sagte sie damals.Kennengelernt haben sich die beiden noch während Seiders Zeit in Deutschland. Medienberichten zufolge kamen sie über gemeinsame Bekannte aus der Wintersport-Szene in Kontakt. Was folgte, war zunächst eine Beziehung auf Distanz: Während Seidel in Dresden trainierte und im Weltcup um Erfolge kämpfte, machte Seider in Nordamerika Karriere. Erst in der AHL, dann als Stammspieler bei den Detroit Red Wings in der NHL. Zwischen beiden lagen Zeitzonen, Trainingslager und Wettkampfkalender. Gemeinsame Zeit war rar und musste um Saisonpausen herum geplant werden.Heute lebt Seidel nach ihrem Karriereende als Studentin in den USA, wo Seider seine außergewöhnliche Karriere weiterverfolgt. Der 1,93m große und 93kg schwere Athlet gilt aktuell als einer der besten und bestverdienenden Verteidiger der Welt.

Zeige mehr

Winterspiele: "Olympia-Bachelorette" Kirkby: Sauna und Dinner mit dem Date

US-Rodlerin Sophia Kirkby ist offen für Olympia-Flirts. Mit einem männlichen Begleiter genießt sie in Cortina schöne Stunden im Spa-Bereich - und lässt das alle wissen.Die selbsternannte "Olympia-Bachelorette" lässt die Welt weiter an ihren Dates bei den Winterspielen teilhaben. Am Valentinstag verbrachte die US-Rodlerin Sophia Kirkby einen "wunderschönen" Tag im Spa-Bereich - und das anscheinend mit einem Verehrer. Das Gesicht ihres Begleiters im Bademantel verbarg die 24-Jährige auf ihrem Instagram-Post hinter einem Herzchen. "Sein Gesicht wird nicht gezeigt, aber ich kann sagen: Die Gesellschaft war sehr angenehm und die Atmosphäre sehr entspannt", schrieb sie dazu.Schon vorher hatte Kirkby ihre Follower wissen lassen, dass sie in Cortina d'Ampezzo nicht allein entspannen werde. Etwas später verriet sie dann: "Ich hatte heute einen wunderschönen Spa-Tag - Bademäntel, Sauna und eine kleine Auszeit nach den anstrengendsten Wochen meines Lebens." Für den Abend war demzufolge noch ein gemeinsames Dinner mit ihrer männlichen Begleitung geplant.Kurz vor Olympia hatte Kirkby mit forschen Ankündigungen zu ihren Date-Plänen nach den Wettkämpfen für Aufsehen gesorgt und sich dabei selbst als "begehrteste Junggesellin im olympischen Dorf" bezeichnet: "Ich bin Single und dachte, es wäre interessant für die Leute, das Dating-Leben einer Olympiateilnehmerin während der Spiele mitzuerleben.""Beim Rodeln kenne ich schon alle"Kirkby ging bei ihren Plänen durchaus systematisch vor. "Beim Rodeln kenne ich schon alle. Bobfahren – das mache ich nicht noch mal. Skeleton – ich glaube, die haben alle Freundinnen. Beim Curling – ich weiß nicht, wie die Athleten so sind, aber ich stelle mir einfach lauter Väter vor", sagte die US-Rodlerin. "Wenn ich also keine Olympiateilnehmer finde, bin ich sehr offen für Dates mit Fans", betonte Kirkby, die auch als "Pin-Königin" im olympischen Dorf unterwegs ist.Die US-Amerikanerin, die 2022 und 2024 bei der WM Bronze im Doppelsitzer holte, hatte in der ersten Olympia-Woche im Doppelsitzer- und im Teamstaffel-Wettbewerb jeweils den fünften Platz belegt. Jetzt geht es nur noch um den Platz an ihrer Seite - zumindest vorübergehend.

Zeige mehr

Olympia-News: Skeleton: Kreher gewinnt Silber, Pfeifer holt Bronze

Brasilianer holt historisches Ski-Gold. Die deutschen Skeletonis Jungk und Grotheer müssen sich nur einem Briten geschlagen geben. Alles Wichtige im stern-Newsblog.Historische Premiere: In diesem Jahr finden die Olympischen Winterspiele vom 6. bis 22. Februar zum ersten Mal an zwei Orten statt: in der norditalienischen Stadt Mailand und im Skiort Cortina. Damit sind es die ersten dezentralen Spiele der Geschichte. Olympische Winterspiele 2026: So viele Olympia-Entscheidungen wie nie zuvor Sie erstrecken sich über eine Gesamtfläche von etwa 22.000 Quadratkilometern.  Mit 116 Entscheidungen gibt es so viele wie noch nie. 50 davon werden reine Frauen-Wettbewerbe sein, was auch ein neuer Höchstwert ist.Alle großen Emotionen, alle wichtigen Entscheidungen, alle deutschen Medaillen – hier im stern-Newsblog:

Zeige mehr

Olympische Winterspiele: Vonn spricht über Sturz-Abfahrt: "Habe das Risiko gewählt"

Nach ihrer jüngsten OP meldet sich Skistar Lindsey Vonn erneut zu Wort. Sie spricht über ihren Crash bei der Olympia-Abfahrt und sagt: "Es war den Sturz wert."Skistar Lindsay Vonn hat nach einer weiteren Operation ihre Gedanken über ihre schicksalhafte Olympia-Abfahrt geteilt. "Ich wusste, was ich tat. Ich habe das Risiko gewählt", schrieb die 41-Jährige unter einem Instagram-Video. Vonn schildert darin zudem, dass die jüngste OP erfolgreich verlaufen sei und sie in die USA zurückkehren könne.Der Alpin-Star war trotz eines Kreuzbandrisses im linken Knie am vergangenen Sonntag zur olympischen Abfahrt in Cortina d'Ampezzo angetreten. Bei ihrem Sturz hatte sich die Vancouver-Olympiasiegerin eine komplexe Schienbeinverletzung zugezogen. Diese wurde bereits mehrmals operiert - was für derartige Blessuren aber nicht ungewöhnlich ist. Zuletzt hatte Vonn ein Foto gezeigt, auf dem zu sehen war, wie ihr Bein von einem sogenannten Fixateur, also einem externen Metallgerüst, gestützt wird.Vonn will wieder auf den BergVonn bedankte sich für die vielen Zuschriften und unterstrich, dass sie absolut bereit für die Abfahrt war - physisch und psychisch. "Mental war ich perfekt. Klar, fokussiert, hungrig, aggressiv und doch völlig ruhig", schrieb Vonn. Doch selbst, wenn man die stärkste Person der Welt sei, habe der Berg noch immer alle Karten in der Hand."Es war den Sturz wert", teilte Vonn mit. "Wenn ich nachts die Augen schließen, dann bereue ich nichts und die Liebe für das Skifahren ist immer noch da. Ich freue mich auf den Moment, wenn ich wieder oben auf dem Berg stehen kann. Und das werde ich."Nach ihrer Entlassung aus der Klinik in Treviso und der Rückkehr in die Heimat will Vonn weitere Updates und Informationen über ihre Verletzung preisgeben. Zuvor hatte sie bereits angekündigt, dass in den USA womöglich weitere Operationen anstehen. Chefarzt Stefano Zanarella hatte in Bezug auf die Verletzung von einem komplizierten Fall gesprochen, sich aber mit dem Genesungsverlauf zufrieden gezeigt.

Zeige mehr

Olympische Winterspiele: Auf Gold folgt Platz neun: Raimund "leicht gefrustet"

Philipp Raimund feiert auf der Normalschanze den Olympiasieg. Auf der Großschanze hat er mit dem Kampf um Medaillen nichts zu tun. Nach dem Wettkampf gibt es Ärger mit Fans.Philipp Raimund musste nach seinem Gold-Märchen nicht nur eine sportliche Enttäuschung verkraften, der beste deutsche Skispringer fühlte sich auch noch von slowenischen Fans provoziert. "Das fand ich ein bisschen unangebracht", sagte Raimund. "Komplett unnötig."Der Olympiasieger auf der Normalschanze sprang beim Sieg des slowenischen Saison-Dominators Domen Prevc auf den neunten Platz. Damit war er der beste Deutsche. Silber ging an den nach dem ersten Durchgang noch führenden Japaner Ren Nikaido. Bronze sicherte sich der Pole Kacper Tomasiak.Raimund: "Fans nehmen sich manchmal zu viele Rechte raus""Logischerweise bin ich jetzt gerade leicht gefrustet", sagte Raimund. Er stellte klar, dass er mit Prevc selbst überhaupt kein Problem habe. "Ich glaube, die Fans nehmen sich manchmal zu viele Rechte raus", sagte er und dachte dabei auch an die polnische Springerin Pola Beltowska. Die 19-Jährige war nach dem vorzeitigen Ausscheiden ihres Teams im Mixed-Wettbewerb massiv in sozialen Netzwerken angefeindet worden.Raimund sprang im italienischen Predazzo 131 und 136 Meter weit. Auf eine Medaille fehlten dem gebürtigen Göppinger am Ende umgerechnet fast acht Meter.Raimund war nach dem Training "guter Dinge"Dabei hatte sich Raimund, der beim SC Oberstdorf springt, im Training in den vergangenen Tagen gut präsentiert. "Ich habe ein gutes Gefühl. Ich habe genau das Gefühl, dass ich spüren will", sagte er am Freitagabend. "Ich bin guter Dinge." Schon im Probedurchgang lief es tags darauf dann nicht wie gewünscht. Das setzte sich im Wettkampf fort.Das Großschanzen-Einzel hatten viele Zuschauer schon vorab als Highlight ausgemacht. Mit Schildern suchten Fans nach Tickets. Das Sprungstadion war trotz Nieselregen so voll wie zuvor noch nie bei diesen Winterspielen. Einige Sprung-Fans, die keine Eintrittskarten hatten, versammelten sich auf einem Hügel außerhalb der Anlage und schauten von dort.Prevc und seine unglaubliche SaisonDie Zuschauer sahen einen Wettkampf mit spektakulären Flügen und dem großen Triumph von Prevc. "Domen ist der Mann, der den ganzen Winter dominiert hat und ich glaube, dass er sich heute mit der perfekten Saison gekrönt hat", sagte Andreas Wellinger, der als zweitbester Deutscher 15. wurde.Prevc hat die Vierschanzentournee gewonnen, ist Skiflug-Weltmeister, wird ziemlich sicher den Gesamtweltcup gewinnen und hat nach dem Titel im Mixed-Team nun sein zweites Olympia-Gold. Viel mehr geht nicht.Prominenter Österreicher disqualifiziertSein Landsmann Anze Lanisek musste dagegen eine schmerzhafte Niederlage hinnehmen. Er landete nur auf Rang 30. Daniel Tschofenig aus Österreich, der im vergangenen Jahr noch die Tournee gewonnen hatte, wurde wegen eines nicht zulässigen Schuhs sogar disqualifiziert.Dass Raimund nur eine Nebenrolle spielte, ist überraschend. Der 25-Jährige hat sich in diesem Jahr zum deutschen Vorzeigespringer entwickelt. Der extrovertierte und eloquente Sportler ist als Sechster im Gesamtweltcup der Beste aus der Mannschaft von Bundestrainer Stefan Horngacher.Fünfmal schaffte er es in dieser Saison auf das Podest. Einmal wurde Raimund Zweiter, viermal Dritter. Ohne je einen Weltcup gewonnen zu haben, krönte er sich auf der Normalschanze zum Olympiasieger.Weitere Edelmetall-Chance am MontagRaimund genoss den Empfang im Teamhotel, feierte und gönnte sich anschließend Ruhe. Die zahlreichen Termine und Verpflichtungen, die so ein Olympiasieg mit sich bringen, schien er eigentlich gut weggesteckt zu haben. Ob das wirklich so ist oder ob sich der Trubel negativ auswirkte, weiß er nur selbst.Raimund, der mit dem Mixed-Team Vierter wurde, hat an diesem Montag noch eine weitere Edelmetall-Chance. Dann steht die Entscheidung im Super Team an. Pius Paschke wurde 24., Felix Hoffmann sprang auf Rang 25.

Zeige mehr

Olympia-News: Brasilianer Pinheiro Braathen holt historisches Ski-Gold

Die deutschen Skeletonis Jungk und Grotheer müssen sich nur einem Briten geschlagen geben. Alles Wichtige im stern-Newsblog.Historische Premiere: In diesem Jahr finden die Olympischen Winterspiele vom 6. bis 22. Februar zum ersten Mal an zwei Orten statt: in der norditalienischen Stadt Mailand und im Skiort Cortina. Damit sind es die ersten dezentralen Spiele der Geschichte. Olympische Winterspiele 2026: So viele Olympia-Entscheidungen wie nie zuvor Sie erstrecken sich über eine Gesamtfläche von etwa 22.000 Quadratkilometern.  Mit 116 Entscheidungen gibt es so viele wie noch nie. 50 davon werden reine Frauen-Wettbewerbe sein, was auch ein neuer Höchstwert ist.Alle großen Emotionen, alle wichtigen Entscheidungen, alle deutschen Medaillen – hier im stern-Newsblog:

Zeige mehr

Winterspiele: Olympia-Aus: Eishockey-Frauen verpassen Sensation

Zu viele Fehler im Olympia-Viertelfinale lassen Deutschlands Eishockey-Frauenteam keine Chance gegen Kanada. Ein ansonsten couragierter Auftritt führt zumindest zu einem Treffer.Deutschlands Eishockey-Frauen haben die Olympia-Sensation verpasst und sind gegen Kanada im Viertelfinale der Winterspiele in Mailand ausgeschieden. Zu viele individuelle Fehler ließen dem Team von Trainer Jeff MacLeod beim 1:5 (0:2, 0:1, 1:2) am Samstag keine Chance gegen den Olympiasieger. Franziska Feldmeier von den Eisbären Berlin traf in Unterzahl zum Ehrentreffer (49. Minute) für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), die erstmals seit 2014 wieder bei Olympia dabei war.Brianne Jenner (2.), Claire Thompson (17.), Sarah Fillier (38.), Blayre Turnbull (41.) und Topstar Marie-Philip Poulin (56.) schossen die Tore für den Favoriten, der am Montag um den erneuten Einzug ins Finale spielt. Vorrunden-Topscorerin Laura Kluge von Boston Fleet aus der nordamerikanischen Profiliga PWHL blieb diesmal erfolglos. Bei einem Konter im ersten Drittel hatte die deutsche Top-Stürmerin Pech, als sie von Poulin abgelaufen wurde.Torhüterin Abstreiter patzt zweimalDie kanadische Star-Stürmerin hatte sich rechtzeitig zum Viertelfinale wieder fit gemeldet, nachdem sie sich im zweiten Vorrundenspiel gegen Tschechien (5:1) verletzt und danach zwei Spiele verpasst hatte. Trainer Troy Ryan hatte angekündigt, Poulins Einsatzzeit "managen" zu wollen. Tatsächlich bekam die 34-Jährige während des Spiels immer mal wieder Auszeiten. Das MacLeod-Team schaffte es erst im Laufe des ersten Olympia-Viertelfinals überhaupt für eine deutsche Frauen-Auswahl, die Nervosität abzulegen. Da stand es allerdings schon 0:1 nach einem Abstimmungsfehler in der Abwehr. Trotzdem zeigte Deutschland Courage. Wann immer es gefährlich wurde, stand Kluge auf dem Eis.Aussetzer von Torhüterin Sandra Abstreiter von Montreal Victoire aus der PWHL führten allerdings zu weiteren Gegentoren. Die 27-Jährige ließ zunächst einen harmlosen Schuss von der blauen Linie durch die Beine gleiten. Im Mittelabschnitt lenkte sie in Unterzahl einen Schuss aus spitzem Winkel ins eigene Netz. Mit diesen groben Fehlern konterkarierte Abstreiter zahlreiche starke Paraden im weiteren Spielverlauf.

Zeige mehr

Skispringen bei Olympia: Betrug mit Penis-Tricks? Sportchef sieht Handlungsbedarf

Berichte über Penis-Tricksereien sorgten beim Skispringen zuletzt für Wirbel. "Theoretisch gibt es die Möglichkeit zur Manipulation", sagt der deutsche Sportdirektor - und hat zwei Ideen.Nach Berichten um Penis-Tricksereien für größere Weiten im Skispringen sieht Sportdirektor Horst Hüttel vom Deutschen Skiverband Handlungsbedarf. "Ich habe keine Hinweise, dass betrogen wurde. Ich sehe trotzdem Handlungsbedarf, um das Thema aus der Welt zu schaffen", sagte der 57-Jährige der Deutschen Presse-Agentur bei den Olympischen Winterspielen in Italien. "Zumindest theoretisch gibt es die Möglichkeit zur Manipulation."Es geht um die Regeln des Weltverbands Fis zur Vermessung der Athleten, die für die Bestimmung der Größe der Sprunganzüge wichtig ist. Vereinfacht formuliert: Mehr Stoff an der richtigen Stelle sorgt für mehr Auftrieb. Und da kommt bei Skispringern auch die Penisgröße ins Spiel.Gespräche mit Ärzten"Das Problem an der ganzen Sache ist: Die derzeitige Vermessung wird von einem 3D-Scanner gemacht. Der Punkt, wo das Schrittmaß genommen wird, wird aber händisch festgelegt", sagte Hüttel. "Je weiter unten sich die Geschlechtsteile befinden, desto weiter unten ist der Schritt beim Athleten in der Fis-Tabelle manifestiert."Während der Vierschanzentournee rund um den Jahreswechsel hatte die "Bild" berichtet, es solle Sportler geben, die für ein paar Millimeter mehr Stoff zu Hyaluronsäure gegriffen hätten, um vor der Messung ihren Penis aufzuspritzen."Bis zu diesem Bericht habe ich mir in keiner Weise Gedanken darüber gemacht", sagte Hüttel nun. "Wir haben uns im Nachgang auch mit unseren Ärzten unterhalten, ganz seriös. Sie haben gesagt, dass man durch eine Hyaluron-Spritze oder andere Maßnahmen etwas verändern könnte."Wie könnte die Manipulation verhindert werden?Hüttel sieht zwei Möglichkeiten zur Verbesserung der Messmethode. "Variante eins: Entweder man vermisst die knöchernen Strukturen und legt danach das Schrittmaß fest", sagte Hüttel. "Variante zwei: Man orientiert sich beim Schrittmaß an der Körpergröße."Der frühere Nordische Kombinierer erklärt: "Bei 98 Prozent der Athleten liegt das Schrittmaß bei circa 45 Prozent der Körpergröße. Das wäre einfach und transparent und aus meiner Sicht eine Lösung, die man weiterdenken sollte." Hüttel ergänzte: "So müsste man nur die Körpergröße messen, was auch für die darunterliegenden Wettkampfsysteme wie Continental Cup oder Alpencup praktikabel wäre."Hüttel sagte zudem: "Ich würde mir wünschen, dass man im Frühjahr für den neuen Olympiazyklus in den Fis-Gremien einen neuen Weg findet."

Zeige mehr

Winterspiele in Antholz: Preuß erneut ohne Olympia-Medaille - Umzug in Einzelzimmer

Franziska Preuß steht auch im Sprint nicht auf dem Podium. Nun setzt sie ihre Hoffnungen auf die Verfolgung. Vanessa Voigt schießt top, aber auch sie ist chancenlos.Franziska Preuß muss weiter auf ihre erste olympische Einzelmedaille warten. Auch im Sprint von Antholz kam Deutschlands Nummer eins nicht fehlerfrei durch. Der Zeitverlust durch eine Strafrunde war zu groß und Platz sieben nicht das, was sich die Gesamtweltcupsiegerin der Vorsaison erhofft hatte. Die nächste Chance für die 31-Jährige, ihren Frieden mit Olympia zu schließen, bietet sich in der Verfolgung am Sonntag (14.45 Uhr/ZDF und Eurosport). Aber auch da wird es für die Biathlon-Weltmeisterin mit ihrem Rückstand schwer, die Podestplätze anzugreifen."Es schwingt Enttäuschung mit. Jedes Rennen ist eine Chance und jetzt habe ich es wieder nicht geschafft. Man darf nie aufgeben und morgen ist ein neuer Tag", sagte Preuß in der ARD etwas resignierend.Preuß bezieht sicherheitshalber EinzelzimmerEinstellen muss sich Preuß allerdings auf eine neue Situation in der Teamunterkunft. Sie bezog mittlerweile ein Einzelzimmer, weil ihre Teamkolleginnen Janina Hettich-Walz und Vanessa Voigt mit Magenproblemen zu kämpfen hatten. "Bei mir ist es stabil", sagte Preuß. Während Hettich-Walz nicht antreten konnte, stand Voigt immerhin am Start, obwohl sie zuletzt kaum etwas essen konnte. Andere deutsche Sportlerinnen sind aktuell nicht betroffen. "Die haben zum Glück ihr eigenes Bad gehabt", sagte Preuß.Die sechs deutschen Frauen hatten sich zuvor ein großes Apartment mit mehreren Zimmern geteilt, nun wurde noch etwas großzügiger aufgeteilt. "Wir gehen nicht davon aus, dass es ein Virus war, sondern sie etwas Falsches gegessen haben. Es war auch nur eine Nacht", sagte Sportdirektor Felix Bitterling. Preuß hatte sich zunächst ein Zimmer mit Anna Weidel geteilt. In der gemeinsamen Unterkunft erwischte es auch eine tschechische Athletin und einen tschechischen Betreuer mit Magenproblemen."Es braucht ein perfektes Rennen"Nach 7,5 Kilometern hatte Preuß ganze 1:00,1 Minuten Rückstand auf die siegreiche Norwegerin Maren Kirkeeide. "Man kann nicht immer gewinnen, ich hänge etwas in den Top Ten hinten fest", sagte Preuß. Im Jagdrennen ist die Devise nun, das "Thema Medaille komplett auszublenden und im Hier und Jetzt zu sein. Es braucht ein perfektes Rennen, das ist das Ziel".Wie das geht, zeigte die 22-jährige Kirkeeide. Sie hatte in der Mixed-Staffel mit zwei Strafrunden Norwegen eine Medaille verbaut und auch im Einzel nach fünf Fehlern als 49. eine bittere Enttäuschung erlebt. Jetzt verwies sie in einem packenden Fernduell die ebenfalls fehlerfreie Französin Océane Michelon um 3,8 Sekunden auf den Silberrang. Bronze sicherte sich die Gesamtweltcupführende Lou Jeanmonnot (+23,7 Sekunden) aus Frankreich, die trotz einer Strafrunde ihre dritte Medaille im dritten Rennen holte.Dahlmeier holte letztes Sprint-Gold für DeutschlandDie letzte deutsche Olympia-Medaille im Sprint der Frauen hatte die im vergangenen Juli bei einem Bergunfall gestorbene Laura Dahlmeier mit Gold 2018 in Pyeongchang geholt. Auf eine Nachfolgerin muss der DSV noch warten.Im Einzel hatte Preuß zwischenzeitlich auf Goldkurs gelegen, dann aber beim letzten Schießen mit zwei Fehlern eine mögliche Medaille aus der Hand gegeben. Sie war Zehnte geworden. Im Sprint hätte es für Preuß, die von ihrem Lebensgefährten Simon Schempp angefeuert wurde, aber auch fehlerfrei nicht zum Podest gereicht. Auch in der Laufzeit lag sie 50 Sekunden hinter Kirkeeide.Voigt schießt wie ein UhrwerkZweitbeste Deutsche war Voigt als Zwölfte (+ 1:14,0 Minuten). Sie wurde ihrem Ruf als beste Schützin des gesamten Feldes einmal mehr gerecht. Die Einzel-Vierte blieb fehlerfrei und hat damit in ihren bisherigen drei Olympia-Rennen nicht einmal daneben geschossen.Dabei war gar nicht klar, ob sie starten konnte. Denn wie Hettich-Walz lag auch Voigt zwei Tage nur im Zimmer, wie sie in der ARD sagte. "Bis um 10.00 Uhr war mein Start gar nicht so ganz klar. Ich bin absolut stolz, weil mehr war heute absolut nicht machbar. Für das war es ein Wahnsinnssprint für mich", sagte die Thüringerin.Youngster lassen FedernJulia Tannheimer brachte sich bei ihrem Olympia-Debüt gleich im Liegendschießen mit zwei Strafrunden und 300 Extrametern um ein besseres Ergebnis. Die 20-Jährige blieb stehend dann aber fehlerfrei und wurde 20.Das gleiche Schicksal ereilte Selina Grotian. Die 21-Jährige war kurzfristig für Hettich-Walz ins Team gerutscht. Doch gleich im ersten Anschlag schoss Grotian zweimal daneben. Bereits im Einzel als 55. hatte sie vier Scheiben stehen lassen. Stehend kam noch ein weiterer Fehlschuss dazu, sodass sie sich am Ende mit Rang 52 zufriedengeben musste.

Zeige mehr

Olympische Winterspiele: Gold für Brasilien: Ski-Showman Pinheiro Braathen brilliert

Lucas Pinheiro Braathen schreibt im Riesenslalom von Bormio Geschichte. Der 25-Jährige ist eine der schillerndsten Figuren der alpinen Ski-Welt - sowohl auf als auch neben der Piste.Schon vor der Siegerehrung zeigte Lucas Pinheiro Braathen ein kleines Tänzchen, aus den Boxen im Schneeregen von Bormio wummerten Samba-Bässe. Nach seiner Fahrt in die Olympia-Geschichtsbücher kamen dem extrovertierten Ski-Star bei der brasilianischen Hymne dann die Tränen.Mit einem beeindruckenden Erfolg im Riesenslalom hat der 25-Jährige die erste Medaille für ein südamerikanisches Land bei Winterspielen gewonnen - und dann gleich Gold. Dem Schweizer Marco Odermatt auf Rang zwei und dessen Landsmann Loic Meillard blieben die anderen Podestplätze. Während Weltcup-Dominator Odermatt ohne Olympiasieg aus Bormio abreist, ist Braathen nun der große Held."Es ist nicht möglich, zu sagen, was ich in meinem Herz fühle", schilderte der gebürtige Norweger im ORF. "Da sind so viele Emotionen. Ich bin so dankbar für alles, meiner Familie, meinen Freunden, meiner Mannschaft." Auch wenn er nun Geschichte geschrieben habe, meinte Braathen: "Mein wichtigstes Ziel ist es, authentisch zu sein und Skifahren zu können als der Mensch, der ich bin." Schmid nach Verletzungen überraschend starkAls Braathen mit seiner Goldmedaille um den Hals auch auf dem Podest zu den brasilianischen Tönen mitwippte, hatten die deutschen Starter das Stadion von Bormio schon verlassen. Alexander Schmid wurde 13. und gab sich damit "sehr zufrieden". Der Parallel-Weltmeister von 2023 hatte nach einem Kreuzbandriss in diesem Winter sein Comeback gegeben und sich Mitte Januar noch am Sprunggelenk verletzt hatte. Anton Grammel landete als 15. knapp dahinter.Fabian Gratz musste eine bittere Enttäuschung hinnehmen: Der 28-Jährige war nach dem ersten Lauf Zehnter, schied im Finale nach einem Fahrfehler aber aus. Das tue sehr weh, sagte er nach dem Rennen niedergeschlagen.Spektakuläre Rückkehr auf den Spuren von James BondFür Pinheiro Braathen erfüllte sich derweil der große Traum - vor allem dank eines famosen ersten Laufs, in dem er fast eine Sekunde zwischen sich und Odermatt legte und die Konkurrenz ratlos zurückließ. Am Ende hatte er 0,58 Sekunden Vorsprung auf Odermatt und 1,17 Sekunden auf Meillard.Der gebürtige Norweger ist eine der schillerndsten Figuren im alpinen Weltcup - ein echter "Showman", wie er selbst schon mal über sich sagte. 2023 hatte er die Slalom-Gesamtwertung gewonnen. Einen Winter später erklärte er infolge eines Streits um Vermarktungsrechte mit dem norwegischen Verband seinen Rücktritt - unter Tränen und unmittelbar vor dem Saisonauftakt in Österreich.Doch schon ein Jahr danach, im Oktober 2024, war der extravagante Edeltechniker zurück - und das "Team Pinheiro" geboren. Er starte ab sofort für Brasilien, das Heimatland seiner Mutter, verkündete Pinheiro Braathen damals in einem Edelrestaurant oberhalb von Sölden, am Gaislachkogl-Gipfel. Wo einst der James-Bond-Film "Spectre" gedreht wurde, gab der Alpin-Star den Medienvertretern einen emotionalen Einblick in seine Gefühlswelt.Belebung für die Ski-Welt - auf und neben der PisteEr fühle sich auf einer Mission, erklärte Pinheiro Braathen. Er wolle junge Menschen inspirieren und ermutigen, so zu sein, wie sie sein wollen. Er habe lange gebraucht, um zu verstehen, dass er nicht von jedem geliebt werden könne. Er sei stolz darauf, 200 Millionen Brasilianerinnen und Brasilianer zu repräsentieren. Dennis Rodman im Basketball, Steve Jobs in der Technologie oder Ronaldinho im Fußball - das seien Idole für ihn gewesen, erklärte er.Doch Pinheiro Braathen, der sich auch schon als Model versuchte, gern schrille Outfits trägt und sich mal die Fingernägel lackiert, belebt die Ski-Welt nicht nur abseits der Piste. Auch sportlich sorgte der sechsmalige Weltcup-Sieger zuletzt wieder regelmäßig für Aufsehen. Vor Olympia fuhr er im Riesenslalom dreimal in Serie auf das Podest - jeweils als Zweiter. Als hätte er sich das i-Tüpfelchen bewusst für die Winterspiele aufgehoben. Die größte Ski-Bühne überhaupt.Pinheiro Braathen nach Gold: "Wichtig ist, was im Herzen ist" "Ich hoffe, dass alle zuhause diesen Moment gesehen haben und wissen, dass alles möglich ist", sagte er. Dabei spiele keine Rolle, wie man aussehe oder welche Sprache man spreche. "Wichtig ist, was in deinem Herzen ist."

Zeige mehr

Olympisches Eishockeyturnier: "Frustrierender Nachmittag" gegen Letten: DEB-Team verliert

Deutschland scheitert im zweiten Eishockey-Vorrundenspiel bei Olympia an schwacher Chancenverwertung. Jetzt wartet Weltmeister USA. Danach dürfte es in die Viertelfinal-Qualifikation gehen.Deutschlands Eishockey-Cracks um NHL-Superstar Leon Draisaitl droht nach einem unerwarteten Rückschlag gegen Lettland ein schnelles Olympia-Aus. Viel Schusspech, ungenügendes Über- und Unterzahlspiel und eine schlechte Abwehr sorgten für das bittere 3:4 (2:1, 0:1, 1:2) im zweiten Gruppenspiel, das der Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes noch teuer zu stehen kommen könnte."Wir hatten mit Sicherheit genug Chancen, um noch das ein oder andere Tor mehr zu machen", stellte Kapitän Draisaitl fest. Trotz etlicher Chancen blieb er diesmal ohne Torerfolg und steuerte nur eine Torvorlage zum letzten deutschen Treffer von NHL-Stürmer Tim Stützle (58. Minute) bei. Angesichts des Schussverhältnisses und des deutschen Dauerdrucks im letzten Drittel waren dieser und die beiden vorherigen Tore von Lukas Reichel (3.) und Lukas Kälble (58.) viel zu wenig für das Team von Bundestrainer Harold Kreis. Die mit insgesamt acht eher durchschnittlichen Nordamerika-Profis bei Olympia angetretenen Letten waren wesentlich effektiver.Letten mit besserer AusbeuteZwei Überzahl-Treffer von Dans Locmelis (16./29.) sorgten zweimal für den Ausgleich. Als Deutschland im Schlussdrittel das Spiel mit den NHL-Superstürmern Draisaitl (Edmonton Oilers), Stützle (Ottawa Senators) und JJ Peterka (Utah Mammoth) in einer Reihe entscheiden wollte, schlugen Eduards Tralmaks (49.) und Renars Krastenbergs (52.) auf der Gegenseite zu. "Wir sind im letzten Drittel gefühlt nur bei denen in der Zone und die machen zwei Hütten", schimpfte Peterka. Stützle kritisierte offen die unzureichende Defensivleistung: "Wir haben hinten zu viele Großchancen und Alleingänge zugelassen." Zudem gelang diesmal kein Tor in Überzahl, während die Letten im Powerplay zweimal erfolgreich waren. "Der Special-Team-Battle hat uns gekillt", analysierte Stanley-Cup-Sieger Nico Sturm das Spiel in Über- und Unterzahl.Letztes Gruppenspiel gegen USANach dem 3:1 zum Auftakt am Donnerstag gegen Dänemark steht bereits am Sonntag (21.10 Uhr/ZDF und Eurosport) das abschließende Gruppenspiel gegen Weltmeister USA an. Dann ist Deutschland klarer Außenseiter. "Wir müssen dann unser Ding machen und lange geduldig bleiben", sagte Draisaitl zum Showdown, indem alles andere als eine Niederlage überraschend wäre.Deutschland hat somit kaum noch Chancen, als bester Gruppensieger oder bester Gruppenzweiter direkt ins Viertelfinale einzuziehen. Wegen der am Samstag entgangenen Punkte gegen Lettland droht in der wahrscheinlichen Viertelfinal-Qualifikation nun auch ein stärkerer Gegner und damit ein schnelles Turnier-Aus. "Ein frustrierender Nachmittag", schimpfte NHL-Angreifer Sturm von Minnesota Wild. Dabei hatte das deutsche Team wie schon gegen Dänemark wieder einen Traumstart erwischt und war bereits nach 126 Sekunden durch Nordamerika-Profi Reichel in Führung gegangen. "Danach ist uns das Spiel entglitten. Simultan zu den Strafzeiten, die wir dann kassiert haben", sagte Sturm. Zu umständlich und zu langsam war danach lange Zeit das deutsche Spiel. Lettland brach dagegen immer wieder in Eins-zu-eins-Situationen durch. Unterzahl-Spezialist Sturm sprach von einem "schlampigen" Auftritt: "Es gibt einiges, was wir verbessern müssen." Gegen die USA soll NHL-Keeper Grubauer (Seattle Kraken) zudem eine Pause erhalten. Erwartet wird, dass Maximilian Franzreb von den Adler Mannheim dann zu einem Olympia-Highlight gegen die NHL-Stars der USA kommt.

Zeige mehr

Showing 1241 to 1260 of 1272 entries

Diese Informationen könnten ebenfalls von Interesse sein

Keyword News · Community News · Twitter News

DDH würdigt das Urheberrecht der Nachrichtenverlage und zeigt mit Respekt für das geistige Eigentum der Redaktionen nur einen kleinen Teil der Nachricht bzw. des veröffentlichten Artikels an. Die Informationen hier dienen dem Zweck, sich schnell und gezielt einen Überblick über aktuelle Trends und Entwicklungen machen zu können. Bei Interesse an Einzelthemen klicken Sie gerne auf ein Nachrichtenelement. Wir leiten Sie dann an das Verlagshaus und zum entsprechenden Artikel weiter.

· Actio recta non erit, nisi recta fuerit voluntas ·