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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Skeletonpilot gegen IOC: Helm-Streit bei Olympia: Ukrainer riskiert Ausschluss

Wladislaw Heraskewytsch will bei den Winterspielen weiter mit seinem besonderen Kopfschutz antreten. Nach dem Training gibt er Einblick in seine Gefühlswelt. Nimmt das IOC den Ukrainer aus dem Rennen?Im Helm-Streit mit dem IOC riskiert der ukrainische Skeleton-Fahrer Wladislaw Heraskewytsch einen Ausschluss von seinem Olympia-Rennen. Er wolle weiter den vom Internationalen Olympischen Komitee verbotenen Kopfschutz mit Bildern von im Krieg getöteten Sportkollegen tragen, bekräftigte der 27-Jährige nach seinem finalen Training. "Ja, das ist der Plan", sagte Heraskewytsch.Der offizielle Wettkampf beginnt mit den ersten zwei von insgesamt vier Läufen am Donnerstagmorgen (9.30 Uhr). Das IOC verwies auf sein Regelwerk und könnte den Ukrainer aus dem Rennen nehmen, sollte er tatsächlich mit besagtem Helm antreten. Im Training war Heraskewytsch damit gefahren. Bei den Interviews danach legte er ihn nicht aus der Hand. Zwischenzeitlich posierte er am Eiskanal in Cortina d'Ampezzo damit auch für Fotos. IOC: "Wollen, dass er teilnimmt""Wir wollen, dass er teilnimmt. Wir wollen wirklich, dass er seinen Moment hat", sagte IOC-Sprecher Mark Adams. Zuvor hatte das IOC jedoch entschieden, dass der Kopfschutz den Regeln der Olympischen Charta widerspreche. Der Athlet dürfe ausnahmsweise im Wettbewerb einen Trauerflor tragen und in Interviews danach seine Meinung frei äußern, hieß es. Heraskewytsch ist an einem Kompromiss offenbar aber nicht interessiert. "Welchen Kompromiss sollten wir finden?", fragte er umringt von Journalisten nach dem Training.IOC-Sprecher Adams kündigte weitere Gespräche an. "Ich behaupte also nicht, dass wir eine fertige Lösung haben", sagte er. Tatsächlich erscheint eine Einigung in der Causa so gut wie ausgeschlossen.Skeleton-Fahrer: "Großes Chaos"Heraskewytsch erklärte, wie belastend die ganze Situation für ihn sei. "Es war nie ein Ziel, diesen Konflikt, diesen Skandal zu verursachen. Ich will ein Teil der IOC-Familie sein, ich will ein Teil der olympischen Bewegung sein", sagte er. "Jetzt haben wir ein großes Chaos." Wenn sie jemandem die Schuld geben wollten, sollten sie bei sich selbst anfangen. Er habe nur den einen Helm von diesem Modell. Entweder trage er diesen oder keinen, gab er zu verstehen. Riskiert der Ukrainer, der auch schon an den Spielen 2018 in Südkorea und 2022 in China teilgenommen hat, womöglich eine große Chance? Eine olympische Medaille sei immer ein Traum von ihm gewesen, so Heraskewvtsch. Sie sei aber "wertlos im Vergleich zu Menschenleben und der Erinnerung an diese Athleten", sagte er.Unterstützung auch von SelenskyjDie Causa Heraskewytsch ist ein großes Thema bei den Winterspielen. "Wir werden immer wieder die vielen, vielen Möglichkeiten aufzeigen, die er hat, um seine Trauer auszudrücken", sagte IOC-Sprecher Adams. Der Sportler bekam schon viel Zuspruch - ob von anderen Mitgliedern der ukrainischen Olympia-Delegation oder gar vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Er spüre "große Unterstützung", sagte Heraskewytsch. "Ich bin sehr dankbar dafür, das ist wichtig für mich".Ukrainer spricht von "absurdem Theater"Auf dem Helm sind Bilder von rund 20 Athletinnen und Athleten zu sehen, die bei russischen Anschlägen ums Leben gekommen sind. Die Ukraine wehrt sich seit knapp vier Jahren gegen eine russische Invasion. Heraskewytsch verwies zudem darauf, dass auch andere Athletinnen und Athleten bei den Spielen in Italien schon Botschaften verbreitet hätten - ohne Sanktionen. Der amerikanische Eiskunstläufer Maxim Naumov etwa, der mit einem Foto an seine vor einem Jahr tödlich verunglückten Eltern erinnerte.

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Olympische Winterspiele: Gold-König von Allmen: Motorrad, Schnaps und Ski-Geschichte

Er ist der große Goldsammler dieser olympischen Alpin-Wettkämpfe. Franjo von Allmen steigt zu den Legenden seines Sports auf. Dabei ist der Schweizer kein gewöhnlicher Skirennfahrer.Franjo von Allmen wirkte sichtlich überfordert. Nicht mit der gefürchteten Piste von Bormio, die er auch im olympischen Super-G schneller bezwang als alle anderen. Nach dem dritten Gold-Coup bei diesen Winterspielen sollte der Schweizer seinen historischen Triumph selbst einordnen. Er ist nach den Legenden Toni Sailer und Jean-Claude Killy erst der dritte männliche Alpin-Athlet der Geschichte, der dreimal Gold bei denselben Spielen holen konnte."Ich versuche irgendwie zu realisieren, was eigentlich abgeht oder die letzten Tage abging", stammelte der 24-Jährige und grinste überwältigt. "Es fühlt sich an wie ein Traum", sagte er in der ARD. "Dreimal, absoluter Wahnsinn."Dreimal Gold bei Olympia, fünfmal Gold in zwölf MonatenMit der dritten Siegesfahrt auf der berühmten Stelvio-Strecke bewies der Sportler aus dem Schweizer Kanton Bern seine derzeitige Ausnahmestellung bei Großereignissen. Innerhalb von zwölf Monaten gewann er bei Weltmeisterschaften und Olympia gleich fünfmal Gold. Dabei hatte er es im Weltcup bislang auch nicht öfter als fünfmal auf den obersten Platz des Siegerpodestes geschafft.Nach seinen Siegen in der Abfahrt und in der Team-Kombination hatte von Allmen im Super-G 0,13 Sekunden Vorsprung auf Ryan Cochran-Siegle aus den USA. Dritter wurde Landsmann Marco Odermatt (+0,28), der sich sichtlich schwertat, in die Kameras zu lächeln. Der beste Skirennfahrer der Gegenwart war Favorit, hat nach drei Enttäuschungen nun aber nur noch den Riesenslalom bei der Jagd nach Gold. Dort immerhin tritt Teamkollege von Allmen nicht an.Sailer, Killy, Kostelic - und jetzt auch von AllmenDreimal Gold bei einer Olympia-Ausgabe: Das war zuvor nur dem Österreicher Sailer (1956), Killy aus Frankreich (1968) und der Kroatin Janica Kostelic (2002) gelungen. Dass sich Franjo von Allmen in diese Riege einreiht, war diesem aber zunächst mal egal. "Skigeschichte ist für mich nicht sehr wichtig, auch wenn das komisch klingt", sagte er. "Ich versuche, die Momente hier zu genießen. Was auf Papier steht, ist nebensächlich."Der Schweizer weiß, dass der Skirennsport nicht alles ist im Leben. Im Alter von 17 Jahren verlor er plötzlich seinen Vater und konnte nur dank einer Crowdfunding-Aktion in seinem Heimatdorf das Geld für die Fortsetzung der Ski-Karriere auftreiben. Parallel zum Training absolvierte er eine Lehre als Zimmermann und geht dieser Arbeit auch heute noch gerne nach. Der Beruf gebe ihm die "nötige Bodenhaftung", schilderte von Allmen.Neonblauer Likör mit Passionsfrucht-Vanille-Zitronen-GeschmackDarüber hinaus feiert der Schweizer - anders als manch ein Rivale - auch gerne. In seiner Stamm-Après-Ski-Bar kreierte er 2022 einen eigenen Schnaps, einen verrückten Drink mit neonblauer Farbe und Passionsfrucht-Vanille-Zitronen-Geschmack. "Franatiker" heißt der Likör - so wie sich die Fans des Ausnahme-Skifahrers sowie passionierten Motorradfahrers und -schraubers nennen.Dabei macht selbst Franjo von Allmen nicht jeden Blödsinn mit. Als er in diesen Tagen gefragt wurde, warum er sich denn nicht anlässlich seiner traumhaften Winterspiele etwas als Erinnerung tätowieren lassen wollen, winkte er ab und meinte schlagfertig: "Auf einen Ferrari klebt man ja auch keinen Kleber."Und nun? "Ich bleibe mir treu"Der Schweizer Olympia-König schickt sich an, zusammen mit dem gleichaltrigen Italiener Giovanni Franzoni - dem Silbermedaillengewinner aus der Abfahrt - künftig die Speed-Events zu dominieren. Was aus seinem Leben nach diesen Winterspielen wird, das weiß von Allmen zwar nicht. "Ich bin gespannt, was auf mich zukommt", sagte er, versprach aber zugleich: "Ich bleibe mir treu."

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Winterspiele: Geiger bricht ein: Kombinierer verfehlen Olympia-Medaille

2022 wurde Vinzenz Geiger Olympiasieger. Nun liegt er erst gut im Rennen, muss dann bei sehr schwierigen Bedingungen aber abreißen lassen. Er und seine Kollegen stehen unter prominenter Beobachtung.Enttäuscht trottete Vinzenz Geiger aus dem Zielbereich: Die deutschen Nordischen Kombinierer haben eine Medaille bei den Olympischen Winterspielen verpasst. Der aussichtsreich gestartete Geiger brach bei sehr schwierigen Bedingungen auf der Skilanglaufstrecke komplett ein und lief nur als Zehnter ins Ziel. Johannes Rydzek wurde als bester Deutscher Achter."Ich habe mich einfach nicht gut gefühlt heute - das ganze Rennen schon nicht", sagte Geiger in der ARD. "Wenn man Olympiasieger werden will oder eine Medaille holen will, dann muss man schon in Topform sein. Und das war ich heute nicht", sagte Geiger. "Aber ich habe noch mal zwei Chancen. Da habe ich jetzt ein paar Tage Luft, um zu trainieren. Und da greife ich dann wieder an." Die Kombinierer messen sich noch im Großschanzen-Einzel und im Teamsprint.Norweger wird OlympiasiegerZum Olympiasieger krönte sich nach einem Sprung von der Normalschanze und dem entscheidenden Langlaufrennen über zehn Kilometer der Norweger Jens Luraas Oftebro. Silber sicherte sich Johannes Lamparter aus Österreich. Bronze ging überraschend an den Finnen Eero Hirvonen. Als dritter Deutscher lief Julian Schmid auf Rang 14.Geiger, der vor vier Jahren bei den Winterspielen in Peking im Normalschanzen-Einzel furios Gold gewonnen hatte, war diesmal nach dem Skispringen als Achter aussichtsreich ins Rennen gegangen. Rydzek und Schmid schienen im Kampf um das Podest ebenfalls nicht chancenlos. Die Hoffnungen erfüllten sich vor den Augen von IOC-Präsidentin Kirsty Coventry, die nach dem Rennen auch mit Geiger sprach, jedoch nicht.Traditionsreiche Disziplin droht das Olympia-AusDas Internationale Olympische Komitee schaut bei diesen Winterspielen ganz genau hin. Die Kombinierer kämpfen um ihre Olympia-Zukunft. Als einzige Sportart bei dem Großereignis findet die Kombination ohne Frauen statt. Noch ist offen, ob für die nächste Ausgabe des Großereignisses Athletinnen aufgenommen werden oder ob die Kombination vielleicht sogar ganz aus dem Programm genommen wird. "Wir haben einfach den geilsten Sport der Welt. So ist es einfach", sagte Geiger nach dem Skispringen in Predazzo, bei dem für die Kombination ungewöhnlich viele Zuschauer vor Ort waren. Auf der anspruchsvollen Laufstrecke lieferten die besten Kombinierer der Welt dann ein packendes Rennen. Die Tribünen in Tesero, auf denen Zuschauerrinnen mit Schildern für Gleichberechtigung in dem Sport demonstrierten, waren allerdings nur spärlich besucht.

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Eishockey-Männerteam startet: Draisaitl und Co. bei "Turnier der Superlative" gefordert

So viele NHL-Topspieler hatte ein deutsches Eishockeyteam nie zuvor. Doch auch die Favoriten um Kanada und die USA stellen ihre Weltstars. Bei Olympia hängt viel vom Start gegen Dänemark ab.Die Aufgabe für das auf dem Papier beste deutsche Eishockeyteam, das es jemals gab, ist extrem. Bestenfalls sieben Spiele in nur elf Tagen stehen für Leon Draisaitl und Co. beim olympischen Turnier der Superlative an. Damit der große Traum der goldenen NHL-Generation nicht schon nach vier Spielen und nur sechs Tagen endet, ist der Start am Donnerstag (21.10 Uhr/ZDF und Eurosport) gegen Dänemark enorm wichtig."Es ist ganz wichtig, dass man sich sehr schnell findet. Wenn man sich direkt am Anfang Selbstbewusstsein erspielt, kann das am Ende sehr wichtig sein und dich tragen", sagte Kapitän und NHL-Superstar Draisaitl (30), der sich nach dem Hype der ersten Tage um ihn zuletzt bewusst etwas rar machte.Der deutsche Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier ließ kurz vor dem Turnierstart in Mailand auch schon mal eine Trainingseinheit aus, um durchzuschnaufen und stand nur noch gezielt Rede und Antwort. Angesichts des Karriere-Highlights, das im Schnelldurchlauf an den Stars vorbeirauschen wird, konzentriert sich Draisaitl nun auf das Wesentliche: "Wir freuen uns darauf, der Welt zu zeigen, wie gut wir Eishockey spielen können."Weil die nordamerikanische Profiliga NHL ihren Stars 2018 und 2022 die Olympia-Teilnahme verweigert hatte, ist eine ganze Generation an NHL-Topstars zum ersten Mal bei Winterspielen dabei. Während die Favoriten Kanada, USA, Schweden und Finnland (bis auf eine Ausnahme) ihre Olympia-Aufgebote nur mit NHL-Ausnahmekönnern bestückten und dies alle vier Jahre so handhaben könnten, ist der deutsche Kader wirklich etwas Besonderes.So viele NHL-Stars wie noch nie im deutschen KaderSieben Spieler kommen aus der besten Liga der Welt. Zwei weitere haben NHL-Verträge und spielen in der zweitbesten Profiliga, der AHL. Das gab es noch nie. "Wir haben die beste Mannschaft aller Zeiten", frohlockte Nico Sturm. Der ebenfalls 30 Jahre alte Stürmer der Minnesota Wild ist neben Draisaitl, Weltklasse-Verteidiger Moritz Seider (Detroit Red Wings) und Torhüter Philipp Grubauer (Seattle Kraken) der wichtigste Spieler im Kader. Der zweimalige Stanley-Cup-Sieger Sturm glänzt nicht wie Draisaitl mit Scoring-Qualitäten, sondern mit überragendem Bullyspiel, harter Defensivarbeit - und klaren Worten, öffentlich wie intern.Auch wenn die Öffentlichkeit angesichts des starken Kaders auf eine Medaille wie 1976 (Bronze) oder 2018 (Silber) spekuliert, spricht Sturm offen über Defizite und sorgt für Einordnung. Da die NHL erstmals seit 2014 wieder die Topstars freigibt, schicken eben auch die anderen Nationen die besten Teams, die es bei ihnen jemals gab.Stanley-Cup-Sieger Sturm: "Gradmesser für deutsches Eishockey""Wir haben immer gesagt, dass das deutsche Eishockey im Aufschwung ist, jetzt ist es eine perfekte Gelegenheit, es auszutesten, wo wir stehen", sagte Sturm, der 2023 mit Deutschland Vize-Weltmeister wurde. Aber Olympia sei da schon eine andere Sache. "Das hier ist ein guter Gradmesser für das deutsche Eishockey." Beim olympischen Turnier sind wirklich die Besten der Besten dabei.In der Offensive hat die Auswahl von Bundestrainer Harold Kreis auch reichlich Qualität. Neben Draisaitl verkörpert der 24 Jahre alte Tim Stützle (Ottawa Senators) Weltklasse. JJ Peterka (24) von Utah Mammoth ist auf dem Weg dahin. Von den 14 Kaderplätzen im Angriff sind alleine sieben mit Profis aus Nordamerika besetzt. "Wir haben seine sehr gute Mannschaft zusammen. Da ist jeder Aspekt abgedeckt", sagte Draisaitl und Peterka befand: "Ich glaube, wir sind sehr, sehr gut aufgestellt. Wirklich in jeder Reihe."Das Problem des DEB-Teams ist die DefensiveWas beide nicht erwähnten, sprach Sturm aus: Das Problem ist die Defensive. Für Sturm ist das in Deutschland bis in die Jugendteams hinein ein Problem. "Wenn man unsere Mannschaften anschaut, fehlt uns immer in der Verteidigung ein bisschen was. Da müssen wir gucken, dass da Spieler nachkommen, die die Qualität auf dem allerhöchsten Level haben", sagte er.Im Olympiakader verkörpert diese Qualität nur Detroits Seider. Der zweitwichtigste Verteidiger im Kader ist der monatelang verletzt gewesene Kai Wissmann von den Eisbären Berlin. Die Not war so groß, dass Kreis dem 29-Jährigen trotz seiner schweren Achillessehnenverletzung einen Platz im Kader frei hielt. Gerade einmal vier DEL-Spiele hat Wissmann bislang in den Knochen.Zum Start gegen Dänemark und am Samstag gegen Lettland fällt das Abwehrproblem bestenfalls nicht ins Gewicht. Zum Vorrundenabschluss gegen Weltmeister und Mitfavorit USA am Sonntag könnte es aber ebenso zum Thema werden wie die bei Olympia extrem kleine Eisfläche, die für die in Europa aktiven Spieler ungewohnt ist."Da wird schon sehr schnell gespielt werden. Das macht das Spiel brutal eng", sagte Sturm. "Da werden wir nicht viel zaubern können. Da müssen wir schnell spielen."

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Olympische Winterspiele: Eine Olympiasiegerin feiert mit ihrem Sohn – und alle haben eine Meinung dazu

Francesca Lollobrigida holte das erste Olympia-Gold für Italien – doch alle schauten nur noch auf ihren Sohn. Auch ein anderer Knirps zieht die Aufmerksamkeit auf sich.Zumindest vorübergehend schaute ganz Italien auf Francesca Lollobrigida. Die Eisschnellläuferin mit dem berühmten Namen – Großnichte der legendären Schauspielerin Gina Lollobrigida – bescherte den Gastgebern am ersten offiziellen Wettkampftag der Olympischen Winterspiele die erste Goldmedaille. Und das auch noch an ihrem 35. Geburtstag!Die öffentliche Aufmerksamkeit musste sich die Sportlerin dann aber doch teilen. Kurz nach dem Zieleinlauf schloss sie ihren Sohn Tommaso in die Arme, der das Rennen auf der Tribüne mit seinem Vater Matteo Angeletti und anderen Familienmitgliedern verfolgt hatte. Und der zweieinhalb Jahre alte Junge riss kurzerhand die Show an sich.Eingepackt in einen "Italia"-Pulli und mit einem Stofftier in der Hand feierte er mit seiner Mama auf dem Eis – auch, wenn der Kleine wahrscheinlich nicht ganz verstand, was da gerade vor sich ging. Spaß schien er trotzdem zu haben. Zweijähriger stört Interview seiner MutterBeim Interview nach dem Rennen wurde es ihm schnell zu bunt, dass so viele fremde Menschen etwas von seiner Mutter wollten. Während Lollobrigida die Fragen der Reporter aus aller Welt zu beantworten versuchte, kämpfte Tommaso auf ihrem Arm um ihre Aufmerksamkeit, plapperte dazwischen, grabschte seiner Mutter ins Gesicht und versuchte sie mit einer Geste zum Schweigen zu bringen. Schließlich beschäftigte er sich mit dem Stirnband, das er Lollobrigida vom Kopf gezogen hatte.Interview LollobrigidaEin süßer Moment, der schnell im Netz viral ging, dort aber auch zu verschiedenen Meinungen führte. Bald war nicht mehr Lollobrigidas Goldmedaille das Thema, sondern – leider nicht ungewöhnlich – ihre vermeintlichen Fehler als Mutter. "Dieses Kind braucht Grenzen", schrieb eine Person zu dem Video, auch andere behaupteten, die Szene sage viel über die Erziehung aus. "Er ist zu groß, um sich so zu benehmen", erklärte jemand. Und andere fragten sich, wo der Vater des Jungen sei: "Der Vater hätte ihn nehmen und mit ihm ein ernstes Gespräch darüber führen sollen, wie man sich in der Öffentlichkeit benimmt." Jemand schlug hingegen scherzhaft vor, Lollobrigida solle für ihren geduldigen Umgang mit ihrem Sohn sogar eine weitere Goldmedaille bekommen.Was vielen Kommentatoren offenbar nicht einfiel: Der Vater, die Großeltern, Onkel und Tanten waren vor Ort und kümmerten sich um den Jungen. Doch Francesca Lollobrigida wollte offensichtlich ganz bewusst diesen besonderen Moment gemeinsam mit ihrem Sohn erleben. Als Sinnbild für unfair verteilte Care-Arbeit und eine überforderte Mutter taugte die Situation also nicht.Francesca Lollobrigida kämpft sich nach Geburt zu Olympia-Gold"Ich widme diese Medaille meinem Sohn", sagte die Olympiasiegerin in einem dieser Interviews. "Es ist der schönste Tag in meinem Leben, einfach perfekt." Vor vier Jahren in Peking hatte sie schon Silber und Bronze auf der Eisbahn gewonnen, nach der Geburt ihres Sohnes kämpfte sie sich wieder an die Weltspitze. "Ich habe es auch für ihn getan, damit er eines Tages stolz auf mich sein kann – nicht nur, weil ich Olympiasiegerin bin, sondern für alles, was wir gemeinsam erreicht haben", erklärte die Italienerin.Gleichzeitig machte sie keinen Hehl daraus, wie schwer es ist, Leistungssport und Mutterschaft zusammenzubringen: "Wir sind mehr als 250 Tage im Jahr von zu Hause weg, daher muss mein Sohn mit Flügen, Hotelaufenthalten und so weiter zurechtkommen. Das war nicht einfach. Es erfordert Organisation. Es gibt mehr Tiefpunkte als Höhepunkte, aber dann bedeutet diese Medaille für sie umso mehr."Junge mit Besen begeistert Fans beim CurlingEinen weiteren heimlichen, noch etwas jüngeren Star dieser Winterspiele können die Zuschauer beim Curling sehen. River Schwaller ist erst 18 Monate alt und begleitet seine Eltern zu ihren Wettkämpfen. Das Schweizer Ehepaar Briar Schwaller-Hürlimann und Yannick Schwaller bildet auch auf dem Eis ein Team.Während der Spiele passen Rivers Großeltern auf den Jungen auf. Wenn die Eltern wieder Zeit haben, interessiert sich der Anderthalbjährige aber vor allem für deren Sportgerät: "Leider hat er nach dem Spiel keine Lust auf uns, sondern mehr auf den Besen, wenn wir ihn noch in der Hand haben", sagte Yannick Schwaller der "Welt". Bilder und Videos, wie der Kleine mit dem Besen durch die Halle wetzt, lassen im Netz die Herzen schmelzen. Vielleicht zeigt sich da bereits ein ganz besonderes Nachwuchstalent.Quellen: Tancredi Palmeri auf X, "Welt", Eurosport, Nachrichtenagentur DPA

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Olympische Winterspiele: Peking-Drama überwunden: Gold-Rodlerin Taubitz lacht wieder

"Man muss mal auf die Fresse fallen", sagt Taubitz. Der Sturz bei Olympia 2022 habe sie stark gemacht, die Erfahrungen möchte sie weitergeben. Ihr Gold feiert sie mit Hits ihrer besonderen Playlist.Mit dem Song "Die immer lacht" tanzte Rodel-Königin Julia Taubitz durchs Spalier und klatschte alle ab. Das ansteckende Lächeln auf ihren Lippen war dabei nicht zu übersehen. Die Sächsin aus Annaberg-Buchholz strahlt wieder. Vergessen die bitteren Tränen von Peking, wo sie 2022 als Topfavoritin im zweiten Lauf stürzte. "Ich habe viel gewinnt heute, vor Glück. Der Sturz damals hat mich viele Jahre begleitet, aber er hat mich stärker gemacht. Wenn man immer nur gewinnt, lernt man nichts dazu", meinte die 29-Jährige.Diese Botschaft gab Taubitz auch an ihre 22 Jahre alte Oberhofer Trainingskollegin Merle Fräbel weiter, die nach ihrem folgenschweren Patzer die sicher geglaubte Medaille verlor und nach vielen Tränen erst mit einem gewissen Abstand gegen Mitternacht wieder lächeln konnte.Taubitz überwindet Negativ-ErfahrungenSie sehe sich nach den eigenen Negativ-Erfahrungen nun mit Gold gekrönt "als Vorbild", sagte Taubitz. Auch bei Fräbel, "der die Rodel-Zukunft gehört", könne sie sich eine Rolle als Mentorin vorstellen. Doch lange wollte sie sich mit dem Rückblick auf das Erlebte nicht mehr aufhalten. "Ich habe richtig Durst auf so einen kühlen Aperol", meinte die Weltmeisterin, Olympiasieger Max Langenhan kümmerte sich im proppenvollen Deutschen Haus als Kellner höchstpersönlich.Mit Familie und ihrem Fanclub ließ es die passionierte Motorradfahrerin, die im Sommer statt auf zwei Kufen auf zwei Rädern auf die Rennstrecke möchte, bis nach Mitternacht krachen. "Nur Halbgas wegen der Teamstaffel, danach können wir vielleicht Vollgas geben", sagte sie.Ihre Spalier-Hymne "Die immer lacht" von Kerstin Ott ist übrigens auch in einer besonderen Playlist enthalten, die die Rodlerin Anfang des Jahres für den "Deutschlandfunk" zusammengestellt hatte, um von ihrer Musik zu erzählen. Darunter waren Hits wie "I want it that way" von den Backstreet Boys, "Extreme" von Roland Kaiser, "Großer Bruder" von Zlatko & Jürgen, "Erfolg ist kein Glück" von Kontra K und natürlich das "Steigerlied" aus ihrem geliebten Erzgebirge."Man muss auch einfach mal auf die Fresse fallen"Auch nach einer recht schlaflosen Nacht konnte Taubitz den erträumten Gold-Coup noch nicht glauben. Zu viele "Tage der Trauer und Zweifel" musste sie verarbeiten. Nach dem Patzer ihrer Landsfrau Fräbel im dritten Durchgang waren alle Erinnerungen wieder hochgekommen. "Vor dem vierten Lauf hatte ich die Hosen voll, echt Kopfkino. Man hat ja bei Merle gesehen, wie schnell alles gehen kann im Rodeln", sagte sie.Taubitz behielt die Nerven - und hat ihre größte Niederlage nun überwunden. "Man muss auch einfach mal auf die Fresse fallen. Dass es sich so ausgeht mit Gold, hatte ich mir erträumt. Aber dass es jetzt so gekommen ist, ist unreal", sagte die Gold-Rodlerin.Lobende Worte für den "Raketen-Schlitten"Ohne ihren Schlitten wäre es nicht gegangen. "Danke an unseren Robert Eschrich, der uns einfach Raketen-Schlitten hingestellt hat", sagte Taubitz. Der Oberhofer Chefmechaniker arbeitet eng mit Heimtrainer Andi Langenhan sowie dem Berliner Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) zusammen. Mitte Januar 2024 wurde zwischen der Hochschule Mittweida und dem Olympia-Stützpunkt Oberhof ein Kooperationsvertrag geschlossen. Da spiele vor allem die Optimierung der Materialeigenschaften der Kufen mit Werkstoffauswahl und deren Bearbeitung zur Optimierung der Gleitreibung eine wichtige Rolle.Cheftrainer Patrik Leitner dachte inmitten der Feierlichkeiten an einen Moment seiner Vorzeige-Athletin zurück, der ihm "wirklich im Gedächtnis geblieben" sei. Es war der Moment nach ihrer größten Niederlage. "Als Natalie Geisenberger und Anna Berreiter vor vier Jahren ins olympische Dorf gekommen sind, ist sie draußen gestanden und hat geklatscht und sich für ihre Kolleginnen gefreut. Manch andere hätten sich, ich selber glaube auch, ins Zimmer eingesperrt und drei Tage geweint. Das fand ich wahnsinnig sportlich."

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Olympische Winterspiele: Nach Springen: Kombinierer Geiger hat gute Medaillenchancen

Vinzenz Geiger liegt nach dem Skispringen zwar nicht in den Top-Drei, hat aber trotzdem gute Medaillenchancen. Woran das liegt.Vinzenz Geiger hat sich bei den Olympischen Winterspielen in eine gute Position im Kampf um die Medaillen gebracht. Der Nordische Kombinierer belegte im Skispringen von der Normalschanze im italienischen Predazzo als Bester aus der Mannschaft von Bundestrainer Eric Frenzel den achten Platz. Sein Rückstand auf den führenden Esten Kristjan Ilves beträgt vor dem entscheidenden Langlaufrennen 29 Sekunden. Der laufstarke Olympiasieger von 2022 kann das durchaus aufholen.Johannes Rydzek mit 42 und Julian Schmid mit 43 Sekunden Rückstand sind zwar keine Top-Kandidaten auf Edelmetall, aber auch nicht komplett chancenlos. Die Entscheidung fällt im Rennen über zehn Kilometer auf schwerer Strecke um 13.45 Uhr (ARD und Eurosport). "Da müssen wirklich die Kampfschweine ran", sagte Skisprung-Legende Sven Hannawald in der ARD.Auf das Sprungtraining hatte Geiger am Dienstag noch wegen muskulärer Probleme am Knie verzichtet. "Es war die richtige Entscheidung, gestern auszulassen. Ein bisschen hat es schon geschmerzt, aber das ist schon in Ordnung", erklärte er nach dem heutigen Springen. Geiger stellte klar: "Das wird mich beim Laufen nicht behindern."

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Olympische Winterspiele : Zisch und weg – wie Julia Taubitz zu Gold raste

Unser Reporter besuchte erstmals ein Rodelrennen bei Olympia. Nach dem Goldlauf von Julia Taubitz will er das nun häufiger erleben.

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Olympia: „Habe schon so viel geweint“ – Julia Taubitz kann ihr Rodel-Gold kaum fassen

Nach schwierigen Jahren rodelt Julia Taubitz zu einer Goldmedaille. Damit krönt die 29-Jährige ihr Comeback und richtet einen besonderen Dank an ihre Mutter.Nach schwierigen Jahren rodelt Julia Taubitz zu einer Goldmedaille. Damit krönt die 29-Jährige ihr Comeback und richtet einen besonderen Dank an ihre Mutter.

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Olympia: Betrogene Freundin von Biathlet Laegreid: Schwer zu vergeben

Nach dem Olympia-Einzel spricht Sturla Holm Laegreid offen über einen Seitensprung. Jetzt meldet sich die Betrogene. Und erst mal scheint es keinen Weg zurück zu geben.Nach dem öffentlichen Seitensprung-Geständnis des norwegischen Biathleten Sturla Holm Laegreid hat sich nun seine Ex-Freundin zu Wort gemeldet. "Es ist schwer zu vergeben. Selbst nach einer Liebeserklärung vor der ganzen Welt", schrieb die Frau, die anonym bleiben will, an die norwegische Zeitung "Verdens Gang".Der Gesamtweltcupsieger der Vorsaison hatte nach dem Gewinn der Bronzemedaille vor einer Fernsehkamera öffentlich gemacht, dass er seine Freundin betrogen hat. Er sei seiner Partnerin, die er erst vor sechs Monaten kennengelernt hatte, vor drei Monaten untreu gewesen.Kein Happy End in Sicht"Ich habe es ihr vor einer Woche gestanden. Es war die schlimmste Woche meines Lebens", sagte er. Die betrogene Frau sei die "Liebe meines Lebens" gewesen, der "schönste und netteste Mensch der Welt". Sein Ziel sei es, sie mit seiner Offenheit zurückzugewinnen, da sich das Paar mittlerweile getrennt habe.Doch erst mal sieht es nicht danach aus, als ob Laegreid mit der viel kritisierten Aktion Erfolg haben könnte. Sie habe sich diese Situation nicht ausgesucht, teilte die Ex-Partnerin des 28-Jährigen weiter mit. "Es tut weh, das aushalten zu müssen. Wir hatten Kontakt, und er kennt meine Meinung dazu."Viel Kritik an LaegreidIm Nachgang des Rennens über 20 Kilometer war der Seitensprung das beherrschende Thema, der Olympiasieg von Laegreids Landsmann Johan-Olav Botn ging dabei fast unter. Kritik an Laegreids emotionalem Ausbruch gab es von Rekordweltmeister Johannes Thingnes Bö. "Er hat falsch gehandelt. Wir haben einen reumütigen Jungen dort stehen sehen, aber leider sind sowohl Ort als auch Zeitpunkt völlig falsch", sagte Bö, der im vergangenen Winter noch mit seinem Landsmann Laegreid um Siege und Titel kämpfte, beim Sender NRK.Auch Norwegens Langlauflegende Petter Northug kritisierte Laegreid scharf. Botn habe zum wichtigsten Zeitpunkt abgeliefert und seinen verstorbenen Freund und Teamkollegen Sivert Guttorm Bakken geehrt. "Und ein Teamkollege konzentriert sich stattdessen darauf, mit wem er geschlafen hat und mit wem nicht – es sah aus wie ein O-Ton aus "Ex on the Beach"", sagte der Experte des norwegischen Senders TV2 in Anspielung auf die Reality-Dating-Show. Es sei unerträglich gewesen: "Es gibt so viele Gelegenheiten, so etwas anzusprechen – aber nicht zu diesem Zeitpunkt. Das war auf so viele Arten falsch, es ist fast schon ein wenig traurig."Laegreid entschuldigt sichLaegreid bereute später den Zeitpunkt seines Seitensprung-Geständnisses unmittelbar nach dem Einzel-Rennen bei den Winterspielen. "Ich war ein bisschen in meiner eigenen Welt", sagte er, nachdem er mit seinen pikanten Aussagen in Antholz für großes Aufsehen gesorgt hatte. "Ja, das verstehe ich sehr gut, und ich sehe es jetzt selbst im Nachhinein", sagte Laegreid zur Kritik für seinen Aussagen."Ich kann nur sagen, dass ich hoffe, dass ich Johan nicht den Tag verdorben habe", sagte Laegreid vor norwegischen Journalisten nach einer kleinen Medaillenfeier des Teams am Mittwochabend: "Es ist Johans Tag, und es war etwas schade, dass ich so viel Aufmerksamkeit bekommen habe."Auch Verständnis für LaegreidDer einstige Biathlon-Dominator Bö versuchte, Laegreids Verhalten einzuordnen. "Bei Sturla sind die Gefühle offen zu sehen. Er kann sie nicht verbergen", sagte Bö (32) über seinen langjährigen Mannschaftskollegen: "Ich glaube, die Gefühle sind einfach aus ihm herausgebrochen."

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Olympische Winterspiele: Eiskunstläufer gedenkt tödlich verunglückter Eltern mit Foto

Vor einem Jahr sterben Maxim Naumovs Eltern bei einem Flugzeugabsturz. Nach dem Kurzprogramm erinnert der 24-Jährige mit einem Foto an die Eiskunstlauf-Weltmeister von 1994 und findet bewegende Worte.Berührender Moment beim olympischen Eiskunstlauf: Der US-Amerikaner Maxim Naumov hat mit einem Familienfoto an seine vor einem Jahr tödlich verunglückten Eltern erinnert. Nach seinem Auftritt im Kurzprogramm in Mailand hielt der 24-Jährige ein Bild in die Kamera, das ihn als dreijährigen Jungen bei seinem ersten Gang aufs Eis mit seinen Eltern zeigt. Die ehemaligen Paarlauf-Weltmeister Jewgenija Schischkowa und Wadim Naumow, die ihren Sohn auch trainiert und auf eine Teilnahme bei Olympischen Winterspielen vorbereitet hatten, waren im Januar 2025 bei einem Absturz eines Passagierflugzeugs in Washington gestorben."Ich hatte das Gefühl, dass sie mich heute begleitet haben""Ich hatte das Gefühl, dass sie mich heute begleitet haben", sagte Naumov. "Ich konnte ihre Unterstützung förmlich spüren, fast wie eine Schachfigur auf einem Schachbrett, von einem Element zum nächsten."Nach der Schlussfigur seines Kurzprogramms schaute Naumov andächtig nach oben und kniff dann die Augen zusammen. "Ich landete am Ende auf den Knien und wusste dann nicht, ob ich weinen, lächeln oder lachen sollte. Alles, was ich machen konnte, war nach oben zu blicken und zu sagen: "Schaut, was wir gerade geschafft haben"."Naumov qualifiziert sich für die KürNaumov sagte, er hätte sich gewünscht, mit ihnen gemeinsam in der sogenannten "Kiss-and-Cry"-Zone, wo die Eiskunstläufer mit ihren Coaches auf die Bewertungen warten, auf die Anzeigetafel zu schauen und diesen Moment zu erleben. "Sie verdienen es, direkt neben mir zu sitzen, so wie sie es immer getan haben."Der US-Amerikaner belegte im Kurzprogramm Platz 14 und qualifizierte sich somit für die Kür am Freitag (19.00 Uhr), deutlich in Führung liegt der amerikanische Eiskunstlauf-Star Ilia Malinin.Beim Flugzeugunglück der Eltern starben 67 MenschenNaumovs Eltern waren im Paarlauf für Russland startend bei Olympischen Winterspielen Fünfte (1992) und Vierte (1994) geworden und hatten dann 1994 mit dem Titel bei den Weltmeisterschaften ihren größten Erfolg gefeiert. Später arbeiteten sie in den USA als Trainer.Bei dem Flugzeugabsturz waren 67 Passagiere ums Leben gekommen, darunter auch 14 Menschen, die von den US-Meisterschaften im Eiskunstlauf und einem Nachwuchstrainingscamp von Wichita (Kansas) nach Washington fliegen wollten.

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NBA: Bitterer Abend für LeBron James: Klatsche und Ende einer Ära

NBA-Superstar LeBron James muss bei der deutlichen Pleite seiner Los Angeles Lakers zuschauen und wird in dieser Saison keine 65 Spiele absolvieren. Damit reißt eine historische Serie.Basketball-Superstar LeBron James wird erstmals in seiner Karriere keine Auszeichnung am Saisonende erhalten. Der Rekord-Scorer der NBA verpasste am Dienstagabend verletzungsbedingt sein 18. Saisonspiel für die Los Angeles Lakers und ist damit nach dem Ende der regulären Saison nicht für die Awards berechtigt. Nach der umstrittenen aktuellen Regelung der Liga müssen dafür mindestens 65 der insgesamt 82 Spiele absolviert werden.James hatte nach dem NBA-Draft 2003, als ihn die Cleveland Cavaliers an erster Stelle gezogen hatten, sofort die Wahl als bester Rookie des Jahres gewonnen. Anschließend folgte für den viermaligen Meister neben vier Auszeichnungen als wertvollster Spieler (MVP) immer mindestens eine Nominierung in eines der All-NBA Teams. Sechsmal schaffte es der dreimalige Olympiasieger am Saisonende auch unter die besten zehn Verteidiger.Ohne den 41-Jährigen und seinen ebenfalls verletzten Co-Superstar Luka Doncic endete die Partie gegen die San Antonio Spurs in einem Debakel: L.A. verlor 108:136. Dabei lag das Team um den deutschen Profi Maxi Kleber (sechs Punkte) bereits zur Pause mit fast 30 Punkten zurück. Das Hauptproblem für die Gastgeber hieß Victor Wembanyama. Der Franzose in Diensten der Spurs schenkte den Lakers in nur 26 Minuten 40 Zähler ein und führte seine Mannschaft auch mit zwölf Rebounds an.Schon nach dem ersten Viertel hatte der 22-Jährige 25 Punkte auf dem Konto. Seit mindestens 1997 hat kein Spieler bei den Texanern in einem Viertel derart gut gepunktet. Dass das Ergebnis am Ende nicht noch deutlicher ausfiel, lag auch daran, dass beide Coaches ihre Stars früh vom Parkett nahmen. Die Lakers bleiben Fünfter der Western Conference, San Antonio ist Zweiter.Starker Hukporti verliert im KrimiMit Ariel Hukporti musste auch der zweite deutsche Profi am Dienstagabend eine Niederlage einstecken. Der 23-Jährige verlor mit den New York Knicks 134:137 nach Verlängerung gegen Ost-Schlusslicht Indiana Pacers. Für den 2,13 Meter großen Basketballer persönlich verlief das Spiel dabei gar nicht schlecht: Hukporti führte die Bank der Gastgeber im Madison Square Garden mit sieben Punkten an und sammelte dazu fünf Rebounds sowie je einen Assist und Block. Teamkollege Jalen Brunson war mit 40 Zählern Topscorer der Partie, aus dem ausgeglichenen Gäste-Team stach Pascal Siakam mit 30 Punkten heraus. New York ist als Dritter im Osten auf klarem Playoff-Kurs.

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Elfmeter-Krimi: Ausgeträumt: Freiburg wirft Hertha aus DFB-Pokal

Noch nie erlebten Herthas Profis ein Pokalfinale im Olympiastadion. Im Viertelfinale gegen Freiburg stoppt der VAR einen Berliner Traumstart. Dann wird es dramatisch.Herthas Traum vom Finale daheim ist zwei Schritte vor dem Ziel nach einem dramatischen Elfmeterschießen geplatzt. Der SC Freiburg bleibt dagegen weiter im Rennen um den ersten Pokalsieg seiner Vereinshistorie. Der Bundesligist gewann das Viertelfinale gegen die Berliner mit 5:4 im Elfmeterschießen und folgte Bayer Leverkusen und dem VfB Stuttgart ins Halbfinale des Prestigewettbewerbs.Nach der Verlängerung hatte es 1:1 (0:0, 1:1) gestanden. Den entscheidenden Elfmeter von Pascal Klemens parierte Freiburgs Torhüter Florian Müller. Um den letzten Platz in der Vorschlussrunde spielen Bayern München und RB Leipzig.Erst ein Patzer, dann Reeses Traumtor56.743 Zuschauer im Olympiastadion sahen zunächst über 120 Minuten ein Duell auf Augenhöhe. Schließlich trafen Yuito Suzuki (96. Minute) nach einem eklatanten Fehlpass von Herthas Linus Gechter für den Favoriten, der zum dritten Mal nacheinander einen Zweitligisten aus dem Pokal warf. Ein Traumtor von Herthas Kapitän Fabian Reese (104.) hatte die Blau-Weißen wieder hoffen lassen.Freiburg trennt damit nur noch ein Sieg vom zweiten Finaleinzug. 2022 verloren die Breisgauer im Elfmeterschießen gegen Leipzig. Herthas Profis hingegen warten weiter auf ihr erstes Pokalfinale im eigenen Stadion. Nun wächst der Druck auch in der 2. Fußball-Bundesliga. Der Aufstieg ist praktisch Pflicht, um die Saison noch zu retten. Aktuell liegen die Berliner sechs Punkte hinter dem zweiten Tabellenplatz zurück.VAR greift einMit einem großen Plakat mit der Aufschrift „Pokalkrieger“ hatte die Berliner Ostkurve ihre Mannschaft empfangen und auch dem letzten Spieler die Bedeutung dieses Pokalabends verdeutlicht. „Genießen und raushauen“, appellierte Trainer Stefan Leitl unmittelbar vor Anpfiff an seine Schützlinge.Und Reese haute gleich nach sieben Minuten einen raus, als er einen Abstauber ins Freiburger Tor stocherte. Weil Julian Eitschberger bei der Hereingabe im Abseits gestanden hatte, zählte das Tor nicht.Ex-Herthaner Scherhant scheitert an ErnstDie Gastgeber konzentrierten sich aufs Umschaltspiel und kombinierten sich anfangs oft ins letzte Drittel. Echte Torgefahr entwickelte aber nur der SC, der durch Ex-Herthaner Derry Scherhant (20.) in Führung hätte gehen müssen. BSC-Keeper Tjark Ernst parierte den Schuss des Freiburgers bärenstark.Danach plätscherte die Partie vor sich hin, während der Stadionsprecher vergeblich an die Gäste-Fans appellierte, auf Pyrotechnik zu verzichten. Gegen Ende der ersten Halbzeit drückten beide Teams noch einmal vergeblich auf die Führung: Erst scheiterte Gechter (45.) per Kopf, dann parierte Ernst einen Schuss von Freiburgs Suzuki (45.+2).Cuisance hat Hertha-Sieg auf dem FußWer dachte, dass der Außenseiter nach der Pause einbricht, lag falsch. Freiburg gelangen kaum Entlastungsangriffe. Stattdessen musste der SC mehrere Ecken und Freistöße wegverteidigen. Richtig gefährlich wurde es erst wieder in der 69. Minute, als Vincenzo Grifo nahezu frei stehend vergab. Mit der Grätsche rettete Marton Dardai im letzten Moment und lenkte den Ball neben das Tor.Beiden Mannschaften fehlte über 90 Minuten die Überzeugung. Vorsicht statt Risiko lautete oft die Devise, sodass die Verlängerung folgerichtig erschien. Cuisance hatte in der 94. Minute Herthas beste Chance auf dem Fuß, scheiterte aber an Torhüter Florian Müller. Das wurde sofort bestraft.Gechter hatte urplötzlich einen Aussetzer und spielte einen schwachen Rückpass auf Keeper Ernst. Von der Seitenlinie beobachtete Herthas Pechvogel, wie Suzuki dank seines richtigen Riechers das erste Tor des Abends erzielte. Kurz darauf machte Reeses Treffer aus rund 20 Metern den Patzer fast wieder wett. Kurz darauf vergab erneut Cuisance eine Riesenmöglichkeit.

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Olympische Winterspiele: Freundschaft kaputt: Lindvik erhebt Vorwürfe gegen Raimund

Nach dem größten Erfolg seiner bisherigen Karriere hat Philipp Raimund über seine zerbrochene Skisprung-Freundschaft mit Marius Lindvik gesprochen. Nun reagiert der Norweger.Marius Lindvik sieht die Schuld an der zerbrochenen Freundschaft mit Skisprung-Olympiasieger Philipp Raimund beim Deutschen. "Nach letzter Saison hat er seinen Mund in den Medien ein bisschen zu weit aufgemacht", sagte Lindvik nach seiner Silbermedaille mit dem Mixed-Team bei den Winterspielen. Deswegen habe er nicht mehr mit Raimund befreundet sein wollen. "Es ist auf jeden Fall traurig."Raimund hatte nach seinem Sieg auf der Normalschanze tags zuvor gesagt: "Ich habe Videospiele mit ihm gemacht, ich habe Livestreams mit ihm gemacht. Ich hätte ihn damals als Freund bezeichnet." Der 25-Jährige sagte zudem: "Nach der Situation in Trondheim hat es sich ein bisschen wie ein Betrug angefühlt, wie ins Gesicht gespuckt."Bei den Weltmeisterschaften in der norwegischen Stadt im vergangenen Jahr waren Lindivk und dessen Teamkollege Johann André Forfang wegen manipulierter Sprunganzüge beim Wettbewerb von der Großschanze disqualifiziert worden. Zuvor hatte Lindvik auf der Normalschanze Gold vor Raimunds deutschem Mannschaftskameraden Andreas Wellinger gewonnen.Raimund vermisst Entschuldigung"Ich will es nicht größer machen, als es ist. Es war ein Fehler, was sie gemacht haben", sagte Raimund. "Für mich persönlich kann ich nur sagen: Wenn einer von ihnen zu mir gekommen wäre und gesagt hätte: "Hey, mir tut es sehr leid, was passiert ist", dann hätte ich ihnen wahrscheinlich vergeben. Dann hätte ich gesagt, Ihr seid Menschen, lasst uns zusammen auf die Zukunft konzentrieren."Raimund ergänzte: "Aber ich bin ein bisschen traurig, dass es nie passiert ist. Besonders, weil ich mit ihm befreundet war, und es gab nie eine Entschuldigung oder etwas Ähnliches."

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Olympische Winterspiele: Bier gegen Frust und Nachwehen: Skispringer scheitern knapp

Der zweite Coup gelingt dem deutschen Skisprung-Team nicht. Nach Olympia-Gold für Philipp Raimund reicht es nur für Platz vier. Slowenien dominiert.Das eine oder andere Bier wollte Philipp Raimund nach der Enttäuschung mit dem deutschen Skisprung-Team auf jeden Fall trinken. "Ich muss meine Nachwehen wegspülen", sagte der Olympiasieger im Einzel nach der hauchdünn verpassten Medaille im Mixed-Wettbewerb. Nach dem Sensations-Coup vom Montag war Raimund nur 24 Stunden später nicht in der gewünschten Verfassung. "Meine Nacht war sehr bescheiden. Mein Kopf hat keine Ruhe gegeben. Mein Körper hat angefangen, nur noch weh zu tun. Aber für Gold tausche ich das gerne ein", erklärte der 25-Jährige. "Heute gab es aber einen Dämpfer."Ein Katzensprung fehlt zu BronzeGold sicherte sich im italienischen Predazzo Slowenien mit den Geschwistern Prevc überlegen vor Norwegen und Japan, das nach acht Sprüngen lediglich 1,2 Punkte vor dem deutschen Team mit Raimund, Selina Freitag, Agnes Reisch und Felix Hoffmann lag. "Es war ein Katzensprung", ärgerte sich Raimund. "Bei uns ist leider nicht alles gelungen heute. Bei Philipp war der Tag lang", erklärte Männer-Bundestrainer Stefan Horngacher im ZDF rückblickend nach Raimunds ebenso unerwarteten wie emotionalem Triumph am Abend zuvor.Hauchdünner Rückstand tut deutschem Team wehBereits nach dem ersten Durchgang waren die Aussichten auf ein zweites Skisprung-Gold nur noch gering. Reisch (26), Hoffmann (28) und auch Raimund gelangen trotz der Unterstützung durch die zahlreichen deutschen Fans ordentliche Sprünge, herausragend war allerdings niemand. Freitag (24) erwischte trotz Platz sieben im Einzel keinen guten Versuch auf der kleinen Schanze."Ich habe im ersten einfach ein bisschen was liegen gelassen, was natürlich weh getan hat", sagte Freitag und war schon enttäuscht angesichts des geringen Rückstands zum Bronze-Rang. "Dass es am Ende noch so knapp geworden ist, macht es vielleicht noch bitterer", fügte Hoffmann hinzu.Als Vierter war der Rückstand auf Favorit Slowenien mit den Geschwistern Domen Prevc und Nika Prevc bereits deutlich. Die beiden dominierenden Athleten der Weltcup-Saison hatten in den jeweiligen Einzelwettbewerben noch einige Schwierigkeiten. Nika Prevc verpasste das erwartete Gold, Domen Prevc sprang sogar an einer Medaille vorbei. Gemeinsam mit Anze Lanisek und Nika Vodan waren die Slowenen im Mixed-Wettbewerb nicht zu bezwingen.Wenig Veränderungen im zweiten DurchgangAuch der Final-Durchgang brachte keine Veränderungen. Die Sprünge waren teilweise gut, den Rückstand konnten weder Reisch noch Hoffmann entscheidend verkürzen. "Ich habe ich nicht gezaubert, aber ich habe meine Leistung gebracht", sagte Reisch. Freitag konnte sich im Vergleich zum ersten Sprung immerhin verbessern. Raimund griff in seinem letzten Versuch noch einmal an. Doch es wurde nichts mit einer Medaille. Japan sicherte sich Platz drei, Norwegen jubelte über den zweiten Rang.Ausgerechnet Lindvik sichert Norwegen eine MedailleAusgerechnet Norwegen: Vor rund einem Jahr hatte es bei der WM einen Skandal gegeben. Marius Lindvik und Johann André Forfang waren wegen manipulierter Anzüge disqualifiziert worden. Nach seinem Olympiasieg am Montag erzählte Raimund, dass seine Freundschaft mit Lindvik im Zuge der Ereignisse kaputtgegangen sei. Nun sicherte Lindvik den Skandinaviern eine Medaille von der Normalschanze.Nächste Chance auf der GroßschanzeAuf der Großschanze geht es erst am 14. Februar weiter. "Da ist er auch schon Dritter gewesen im Sommer. Die kann er auch", sagte Bundestrainer Horngacher über weitere Medaillenchancen von Olympiasieger Raimund. Der Slowene Prevc gilt am Samstag als großer Favorit. "Ich habe aber die Medaille schon im Sack. Da kann ich entspannter rangehen", sagte Raimund.

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Streit um politische Botschaft: Ukrainischer Skeleton-Pilot will mit verbotenem Helm starten

Mit einem besonderen Helm will ein Skeleton-Pilot aus der Ukraine bei Olympia an den Krieg in seiner Heimat erinnern. Das IOC sieht darin einen Regelverstoß. Der Sportler will das nicht hinnehmen.Trotz eines IOC-Verbots will der ukrainische Skeleton-Fahrer Wladislaw Heraskewytsch bei den Winterspielen weiter einen Helm mit Bildern von im Krieg getöteten Sportkollegen tragen. Das Kompromiss-Angebot des Internationalen Olympischen Komitees, ausnahmsweise mit einer schwarzen Armbinde zu starten, lehnt der 27-Jährige offenbar ab. "Nein, ich werde den Helm tragen", sagte Heraskewytsch nach einem weiteren Training in Cortina d'Ampezzo. Anschließend verbreitete er eine erneute Botschaft inklusive eines Videos via Instagram. Man werde in dieser Sache bis zum Ende kämpfen, kündigte er an. Zuvor hatte das IOC entschieden, dass der besondere Kopfschutz den Regeln der Olympischen Charta widerspreche. Heraskewytsch dürfe jedoch ausnahmsweise im Wettbewerb einen Trauerflor tragen und in Interviews danach seine Meinung frei äußern, sagte ein IOC-Sprecher. Heraskewytsch will diesen Beschluss nicht hinnehmen. "Ich glaube wirklich, dass wir damit gegen keine Gesetze und keine Regeln verstoßen", sagte er.Vorausgegangen war der IOC-Entscheidung ein Treffen mit dem Trainer des Athleten und der ukrainischen Delegation. Heraskewytsch hatte den Helm im Training auf der Olympia-Bahn getragen und später einen offiziellen Antrag beim IOC gestellt, um eine Erlaubnis für den Kopfschutz zu erhalten.IOC untersagt politische BotschaftenDer Helm sei "eine Hommage an Athleten und einige von ihnen waren Medaillengewinner bei den Olympischen Jugendspielen. Das bedeutet, sie gehören zur olympischen Familie", erklärte der 27-Jährige. Auf dem Helm sind die Bilder von rund 20 Athletinnen und Athleten zu sehen, die bei russischen Anschlägen ums Leben gekommen sind. Die Ukraine wehrt sich seit knapp vier Jahren gegen eine russische Invasion.Der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees der Ukraine, Wadym Gutzajt, sagte, er habe noch einmal das IOC gebeten, den Helm zu erlauben. Unterstützung bekam der Sportler auch vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Heraskewytsch erinnere an den Preis, den die Ukraine in ihrem Abwehrkampf zu zahlen habe, schrieb Selenskyj auf Telegram. Eine solche Wahrheit könne nicht unbequem oder unangebracht sein. Die Ukraine halte sich an den Geist von Olympia, Angreifer Russland nicht.Das IOC verwies jedoch auf sein Regelwerk für politische Botschaften. Diese seien mit der Athletengemeinde abgestimmt. Es müsse allen Sportlerinnen und Sportlern möglich sein, sich in einem sicheren Umfeld auf ihre Leistung zu konzentrieren, unbeeinflusst von den zahlreichen Konflikten auf der Welt, erklärte die Dachorganisation."Entscheidung, die mir einfach das Herz bricht"Heraskewytsch habe den Helm bei ersten Trainingsfahrten tragen können und seine Trauer auch über seine Kanäle in sozialen Netzwerken geäußert. Dass er nun zumindest ein schwarzes Armband tragen dürfe, sei "ein guter Kompromiss", sagte der IOC-Sprecher.Heraskewytsch verwies darauf, dass der deutsche Gewichtheber Matthias Steiner nach seinem Olympiasieg 2008 in Peking auf dem Siegerpodest ein Foto seiner bei einem Verkehrsunfall getöteten Frau gezeigt hatte. Dies sei ein Präzedenzfall. Dem IOC-Sprecher zufolge habe sich das Regelwerk jedoch inzwischen weiter entwickelt. Die beiden Fälle seien daher schwerlich vergleichbar, selbst wenn Steiner damals keine Sanktion erhielt.

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Olympia-News: Rodlerin Julia Taubitz rast zur Goldmedaille in Cortina

Rodel-Weltmeisterin Julia Taubitz triumphiert auch bei Olympia. Liebe und Betrug bringen den norwegischen Biathleten Sturla Holm Lägreid zu einem Geständnis im TV. Alles Wichtige im stern-Newsblog.Historische Premiere: In diesem Jahr finden die Olympischen Winterspiele vom 6. bis 22. Februar zum ersten Mal an zwei Orten statt: in der norditalienischen Stadt Mailand und im Skiort Cortina. Damit sind es die ersten dezentralen Spiele der Geschichte. Olympische Winterspiele 2026: So viele Entscheidungen wie nie zuvor Sie erstrecken sich über eine Gesamtfläche von etwa 22.000 Quadratkilometern.  Mit 116 Entscheidungen gibt es so viele wie noch nie. 50 davon werden reine Frauen-Wettbewerbe sein, was auch ein neuer Höchstwert ist.Alle großen Emotionen, alle wichtigen Entscheidungen, alle deutschen Medaillen – hier im stern-Newsblog:

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Ehemaliger Bayern-Star: Schwere Vorwürfe gegen Franck Ribéry in Epstein-Files – Anwalt reagiert

Der Ex-Bayern-Spieler und französische Fußball-Nationalspieler Franck Ribéry taucht in den Epstein-Files auf. Ein mutmaßliches Opfer erhebt schwere Vorwürfe gegen ihn.In den jüngst vom US-Justizministerium veröffentlichten Dokumenten aus den Epstein-Akten findet sich auch ein Name, der Fußball-Fans bekannt sein dürfte: Franck Ribéry. Der französische Ex-Profi wird auf mehreren Seiten eines Dokuments von 2019 mit insgesamt 38 Seiten genannt.Während einige prominente Namen in anderen Auszügen lediglich ohne Kontext aufgelistet sind, enthalten die Seiten mit Ribérys Namen detaillierte Beschreibungen und Vorwürfe gegen den Franzosen. Eine nicht identifizierte Frau behauptet in den entsprechenden Passagen, dass Ribéry bei einer Auseinandersetzung in einem Garten versucht habe, sie zu schlagen. Demnach mussten Polizisten eingreifen (S. 26). Wie französische Medien berichteten, soll es sich bei der Frau um ein in Frankreich lebendes Opfer des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein handeln. Medienberichten zufolge soll der Vorfall sich in ihrem Garten in Westfrankreich ereignet haben.Weiter heißt es in dem Epstein-Dokument, Ribéry habe an einem „Ort der Unterhaltung“ nach 14-jährigen Mädchen gefragt (S. 28), und er sei ein Mitglied in der „Welt der Prostitution“ (S. 30). Zu welchem Zeitpunkt sich die geschilderten Vorfälle zugetragen haben sollen, geht nicht daraus hervor.Zudem habe Sylvain Cormier, ein französischer Strafverteidiger, das Opfer geschlagen und gesagt: „Es ist Franck, der mich darum bittet.“ Cormier hatte den französischen Nationalspieler Karim Benzema im Prozess um die sogenannte Zahia-Affäre verteidigt. Auch Ribéry war angeklagt, er wurde von Carlo Alberto Brusa verteidigt.Erinnerungen an einen alten SkandalDer Hintergrund: Im Jahr 2009 soll die damals 17-jährige Zahia Dehar als „Geburtstagsgeschenk“ für Ribéry nach München eingeflogen und für Sex in einem Luxushotel von ihm bezahlt worden sein. Die Frau verriet dem Fußballer nach eigener Aussage nicht ihr Alter.Ribéry, zu dem Zeitpunkt 26 und bereits zweifacher Familienvater, gab die Begegnung später zu, bestritt aber, für Sex mit ihr gezahlt zu haben. Das Pariser Gericht sah es nicht als erwiesen an, dass Ribéry vom minderjährigen Alter wusste, und sprach ihn daher frei.Benzema soll Zahia 2008 in einem Pariser Nachtclub getroffen und mit in sein Hotel genommen haben. Ihm wurde vorgeworfen, sie dort für Sex bezahlt zu haben. Benzema bestritt jeglichen Kontakt mit ihr. Auch er bekam einen Freispruch.Franck Ribérys Anwalt spricht von „Fake News“Die Vorwürfe in den Epstein-Akten ließ Ribéry über seinen Anwalt Brusa dementierten. Der schrieb am Dienstag in einem Post auf der Plattform X von „Fake News“ und sprach mit mehreren französischen Medien.Ribéry weise alle Vorwürfe des "abstrusen Schreibens" zurück, sagte der Anwalt. Es handle sich um ein Lügenkonstrukt und eine Verleumdungskampagne gegen zahlreiche Menschen. Der Brief an die US-Behörden sei verschickt worden, um Ärger zu bereiten. Brusa habe die Autorin identifiziert und werde sie anzeigen.Der bloße Umstand, dass eine Person in den Millionen von Dokumenten zum Fall Epstein irgendwo genannt werde, bedeute nicht, dass diese auch in Epsteins Missbrauchsring verwickelt gewesen sei.Das US-Justizministerium hatte Ende Januar mehr als drei Millionen weitere Dokumente zum Fall Epstein veröffentlicht, darunter E-Mails, Fotos und Videos. Darin erscheinen wieder die Namen zahlreicher Persönlichkeiten.Quellen:US-Justizministerium, Nachrichtenagenturen Reuters, DPA und AFP, AP News

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Olympische Winterspiele: Nächster Silber-Coup: Ski-Duo glänzt in Team-Kombination

Zweites Frauen-Rennen, zweite deutsche Ski-Medaille: Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann werden im Team-Event nur hauchdünn geschlagen. Und Aicher könnte in Italien sogar noch weiter abräumen.Kira Weidle-Winkelmann zog Emma Aicher erst am Skistock aus dem Zielraum und fiel ihr bei der Siegerehrung dann erleichtert um den Hals. Das deutsche Duo hat bei den Olympischen Winterspielen in Italien Silber in der Team-Kombination geholt. Für Aicher ist es bereits die zweite Medaille, nachdem sie auch in der Abfahrt am Sonntag zu Silber gerast war.An dieses Gefühl könne man sich wohl nie gewöhnen, sagte Aicher. "Das ist schon richtig cool." Die 22-Jährige ist bereits jetzt der neue Alpin-Star in Schwarz-Rot-Gold. Als erste deutsche Skirennfahrerin seit Maria Höfl-Riesch vor zwölf Jahren im russischen Sotschi nimmt sie gleich zwei Plaketten von denselben Winterspielen mit nach Hause. Mindestens. Im Super-G am Donnerstag und im Spezialslalom am 18. Februar könnte die Allrounderin noch weiter abräumen. "Druck haben wir jetzt ja keinen mehr. Jetzt können wir machen, was wir wollen", scherzte sie.Drei deutsche Medaillen bei einer Olympia-Ausgabe - das schafften bislang nur Annemarie Buchner 1952 in Oslo, Rosi Mittermaier 1976 in Innsbruck und Katja Seizinger 1998 in Nagano.Nur 0,05 Sekunden fehlen zu Gold"Wahnsinn, unglaublich!", sagte Abfahrerin Weidle-Winkelmann nach dem famosen Slalom ihrer jungen Kollegin. Eine "Achterbahn" sei das gewesen. Aber: "Die Emma hat 100 Prozent abgeliefert." Wieder mal.Gerade mal 0,05 Sekunden fehlten der deutschen Paarung am Ende auf die überraschenden Siegerinnen Ariane Rädler und Katharina Huber aus Österreich. Bronze ging an das US-Duo Jacqueline Wiles und Paula Moltzan. Der amerikanische Superstar Mikaela Shiffrin und Abfahrts-Olympiasiegerin Breezy Johnson fielen noch vom ersten auf den vierten Platz zurück.Shiffrin war in China vor vier Jahren ohne Olympia-Medaille geblieben und hatte nun ihren ersten Auftritt bei den Spielen in den Dolomiten. Im Slalom war sie eine Sekunde langsamer als die furiose Aicher.Aicher holt im Slalom mächtig aufZur Halbzeit des Events hatte das deutsche Duo auf Rang sechs gelegen. Der Rückstand auf die Podestplätze betrug nach Weidle-Winkelmanns Abfahrt auf der berühmten Piste Olimpia delle Tofane eine knappe halbe Sekunde. Doch Aicher holte im Slalom auf - vor allem mit einem superschnellen Mittelteil.Es sei wieder eine "sehr herausfordernde Abfahrt" gewesen, meinte Weidle-Winkelmann nach dem ersten Teil der Kombination - auch wegen der mitunter "diffusen" Sicht. Dennoch war sie mit der Ausgangslage für Aicher zufrieden. Diese sei "eine der besten Slalomfahrerinnen der Welt", sagte die Starnbergerin über ihre Teamkollegin. Sie vertraue ihr zu 100 Prozent - zu Recht.Die Team-Kombination gehörte nach ihrer WM-Premiere 2025 in diesem Jahr erstmals zum Olympia-Programm. Die Zeiten aus Abfahrt und Slalom werden dabei addiert. Bisher kommt das Event bei den Athletinnen und Athleten gut an. "Genial" findet es auch Ex-Skistar Felix Neureuther, der bei den Spielen in Norditalien wie gewohnt als TV-Experte der ARD im Einsatz ist.Wieder deutsche Festspiele in CortinaDas deutsche Ski-Team und Cortina d'Ampezzo - es ist schon jetzt wieder eine Erfolgsgeschichte. Bereits bei der WM 2021 hatte es in den Dolomiten reichlich schwarz-rot-goldenen Jubel gegeben. Romed Baumann war im Super-G zu Silber gedüst - wie Andreas Sander und Weidle-Winkelmann in der Abfahrt.Aicher hatte ohne jegliche Weltcup-Erfahrung damals auf Anhieb zu Bronze im Mannschaftswettbewerb beigetragen. Fünf Jahre später ist die Tochter einer Schwedin und eines Deutschen kein Talent mehr, sondern der Star im Team.

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Biathlon bei Olympia: Für toten Freund: Emotionaler Olympiasieg des Norwegers Botn

Die Norweger erleben einen Schockmoment, als ihr Teamkollege stirbt. Vor allem für Botn ist es ein Ausnahmezustand. Jetzt ist er zurück und widmet seinen größten Erfolg seinem Kollegen.Schon vor der Ziellinie dachte der neue Olympiasieger Johan-Olav Botn an seinen toten Freund. Der norwegische Biathlet reckte dann einen Finger in den Himmel und schaute nach oben - als wolle er einen Gruß an Sivert Guttorm Bakken senden. Botn hatte seinen Kumpel einen Tag vor Heiligabend in einem Trainingslager tot in dessen Hotelzimmer gefunden. Nun krönte Botn in Antholz mit Gold im Einzel seine Karriere und wurde nach seinem fehlerfreien Coup am größten sportlichen Tag seiner Karriere emotional.Botn: Hoffe, er schaut von oben zu "Ich habe auf der letzten Runde kaum an mich selbst gedacht, meine Gedanken und Gefühle für Sivert kamen direkt nach dem letzten Schießen", sagte Botn im ZDF. "Wir haben im letzten Jahr fast jeden Tag zusammen trainiert, für uns beide war es ein großer Traum, hier Olympiasieger zu werden. Ich hatte das Gefühl, dass ich die letzte Runde mit ihm gelaufen bin und ich hoffe, er schaut von oben zu und ist stolz auf mich." Teamkollege Sturla Holm Laegreid, der hinter dem Franzosen Eric Perrot Bronze gewann, brach wenig später im Ziel in Tränen aus. Auch auf dem Podest bei der norwegischen Hymne kämpften er und Botn mit ihren großen Emotionen. Als bester Deutscher verpasste Philipp Nawrath als Fünfter eine Medaille knapp. Botn findet seinen Freund tot auf Botn hatte den Saisonauftakt dominiert und lange das Gelbe Trikot des Gesamtführenden getragen, ehe ein Tag alles veränderte und er im italienischen Lavazé völlig überraschend seinen Kollegen leblos auffand. Die genauen Umstände vom Tod Bakkens sind immer noch ungeklärt, Ergebnisse einer Obduktion sollen erst im März veröffentlicht werden. Es folgte eine unfassbare psychische Ausnahmesituation, die Botn und Co. schwer belastete. Geschlossen kam das Team auch zu Bakkens Beerdigung nach Lillehammer. Botn musste zudem wegen einer Krankheit länger pausieren. Erst zur Olympia-Generalprobe in Nove Mesto kam er wieder zurück in den Weltcup. Alle diese Dinge konnte er nun an einem perfekten Tag in Südtirol und seinem ersten Rennen auf der ganz großen Biathlon-Bühne überhaupt ausblenden. "Ich weiß nicht, wie ich das gemacht habe. Ich habe das Gefühl gefunden, wie ich es vor Weinachten gemacht habe", sagte Botn: "Ich war im Flow, ich habe seit Weihnachten kaum trainiert und meine Form war nicht besonders gut, ich musste es am Schießstand machen." Nawrath kostet Leichtsinnsfehler die MedailleZwei Tage nach Bronze in der Mixed-Staffel mischte auch Philipp Nawrath im Kampf um die Medaillen mit. Aber ein "Leichtsinnsfehler", wie er sagte, kostete ihn Bronze. "Ohne diesen hätte es gereicht, aber ich bin dennoch sehr zufrieden", sagte der 32-Jährige, der den letzten Schuss beim ersten Liegendschießen knapp daneben setzte. Nawrath, der als Motivation vor dem Rennen noch mal seine Mixed-Medaille in die Hand nahm, kann auf dieser starken Leistung aufbauen. "Das gibt Selbstvertrauen und Zuversicht", sagte er.Solide Rennen von Debütanten - Horn enttäuschtEine solide Olympia-Premiere lieferten David Zobel (29) und Lucas Fratzscher (31) ab. Die beiden schossen nur zweimal daneben, Zobel wurde 21. und Fratzscher, der sich im Trainerentscheid gegen Danilo Riethmüller das Olympia-Ticket geholt hatte, beendete das Rennen auf Rang 23.Eine große Enttäuschung musste indes Philipp Horn hinnehmen. Auf seinen Lieblingsstrecken kassierte der 31-jährige Thüringer gleich sechs Strafminuten und landete abgeschlagen auf Rang 40.Deutsches Warten auf eine EinzelmedailleIm längsten aller Biathlon-Rennen wartet der Deutsche Skiverband bei den Männern somit weiter seit zwölf Jahren auf eine Medaille. 2014 hatte Erik Lesser im russischen Sotschi Silber gewonnen, den bislang letzten deutschen Olympiasieg feierte Michael Greis bei den Winterspielen von Turin 2006.Bei den Frauen triumphierte Denise Herrmann-Wick vor vier Jahren in Peking. Am Mittwoch (14.15 Uhr/ARD und Eurosport) treten für Deutschland über 15 Kilometer Franziska Preuß, Vanessa Voigt, Janina Hettich-Walz und Selina Grotian an.

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