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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Olympische Winterspiele 2026: Darum stürmte Ski-Star McGrath vor Wut in den Wald

Da gewannen Frust und Trauer die Oberhand: Als Atle Lie McGrath eine Olympia-Medaille verpasst, stürmt er vor Wut in den Wald. Das liegt nicht nur am sportlichen Ehrgeiz.Die Bilder von Atle Lie McGraths Flucht in den Wald gingen um die Welt: Jetzt hat der norwegische Skirennfahrer über seine Gefühle nach dem bitteren Slalom-Aus bei Olympia gesprochen. „Ich musste einfach weg von allem. Ich dachte, ich würde etwas Ruhe finden – was nicht der Fall war, weil Fotografen und Polizei mich im Wald gefunden haben. Ich brauchte einfach etwas Zeit für mich“, sagte der 25-Jährige Stunden nach dem Ausscheiden.Die Goldmedaille vor Augen war McGrath in Bormio als Führender mit deutlichem Vorsprung in den zweiten Durchgang gegangen. Dann fädelte er allerdings ein und schied aus. Tief enttäuscht warf McGrath daraufhin erst in hohem Bogen seine Skistöcke weg und stapfte dann zu Fuß los Richtung Wald. Der Skandinavier lief einmal quer über die Piste, passierte die Streckenbegrenzung, ging weiter und weiter – und ließ sich schließlich in der Nähe von ein paar Bäumen in den Schnee fallen.Trauer am Tag der Olympia-Eröffnungsfeier„Normalerweise bin ich jemand, der Dinge gut einordnen kann. Wenn ich in einem Rennen nicht gut fahre, kann ich mir zumindest sagen, dass ich gesund bin, dass meine Familie gesund ist und die Menschen, die ich liebe, da sind.“ Dies sei aber dieses Mal nicht der Fall gewesen. Am Tag der Eröffnungsfeier war sein Großvater gestorben. „Ich habe jemanden verloren, den ich so sehr liebe, und das macht es wirklich schwer.“ Er habe gehofft, diese schwere Zeit mit etwas Gutem abschließen zu können, sagte McGrath. „Ich musste so viel Schwieriges durchstehen und wirklich stark bleiben. Das macht es noch einmal besonders hart.“„Einer der härtesten Momente meines Lebens“„Es ist nicht der schlimmste Moment meines Lebens, aber es ist der schlimmste Moment meiner Karriere – und mit allem, was gerade passiert ist, einer der härtesten Momente meines Lebens“, sagte McGrath, der nach einer bislang starken Saison den Slalom-Weltcup anführt. „Ich habe meine Zeit im Wald verbracht, jetzt werde ich Zeit mit den Menschen verbringen, die ich liebe – und das ist alles, was ich brauche.“McGrath ist aktuell einer der besten Slalomfahrer der Welt. Der Norweger fuhr in der laufenden Saison schon fünfmal auf ein Weltcup-Podest und führt damit auch die Gesamtwertung im Torlauf an.Bei den Winterspielen in Norditalien hatte er im ersten Lauf auch von seiner frühen Startnummer eins profitiert. Etliche andere Topfahrer waren bei Schneefall und schwierigen Sichtverhältnissen früh ausgeschieden. Nach seinem Patzer im Finale musste McGrath die Goldmedaille allerdings dem Schweizer Weltmeister Loic Meillard überlassen.

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Fifa-Boss: Gianni Infantino ist jetzt „offiziell“ Libanese

Gianni Infantino hat schon so manches Mal für Stirnrunzeln gesorgt. Nun macht er erneut von sich reden: Der Fifa-Boss hat eine neue Staatsbürgerschaft.FIFA-Präsident Gianni Infantino ist dank einer für ihn angewendeten Ausnahmeregel nun offiziell auch Staatsbürger des Libanons. „Es war mir eine Ehre, in Beirut zu sein, um meinen libanesischen Pass vom Ministerium für Inneres und Stadtverwaltungen entgegenzunehmen“, schrieb der 55-jährige Schweizer Fußballfunktionär in der Nacht zu Dienstag auf seinem Instagram-Account. Betitelt war sein Post mit der Überschrift: „STOLZ, LIBANESE ZU SEIN – OFFIZIELL!“Gianni Infantino: „Ich liebe Libanon“Dazu veröffentlichte Infantino einen Videoclip, in dem er – auf Englisch – seine Liebe zu dem arabischen Mittelmeerstaat erklärt, sich Fingerabdrücke für den Pass nehmen lässt und diesen dann strahlend vorzeigt. Unter dem Beitrag heißt es: „Ich liebe Libanon und fühle mich in diesem wunderschönen Land zu Hause!“Infantino wurde als Sohn italienischer Einwanderer in der Schweiz geboren und ist mit einer Libanesin verheiratet. Der Präsident des libanesischen Fußballverbands, Haschem Haida, hatte ihm bereits vor Monaten zur Verleihung der Staatsbürgerschaft durch Staatspräsident Joseph Aoun gratuliert. Aoun hatte Infantino aufgefordert, die notwendigen Schritte für eine Einbürgerung zu vollziehen.Ausnahme für den FIFA-PräsidentenNormalerweise können libanesische Frauen nach libanesischem Recht ihre Staatsbürgerschaft nicht an ihre ausländischen Ehemänner und Kinder weitergeben. Aber Aoun machte für Infantino eine Ausnahme und gewährte ihm und seinen Familienmitgliedern die Staatsbürgerschaft. Libanesische Männer, die mit ausländischen Frauen verheiratet sind, geben ihre Staatsangehörigkeit automatisch an ihre Kinder weiter, während ihre Ehefrauen erst nach einer bestimmten Zeit der Ehe Anspruch auf die Staatsbürgerschaft haben.Im November hatte Infantino auf die Frage, wie die FIFA dem von Krieg und Krisen gebeutelten Land helfen könne, geantwortet, man prüfe den Bau eines modernen Fußballstadions für 20.000 oder 30.000 Zuschauer, in dem die Nationalmannschaft Länderspiele austragen könne. Die Menschen im Libanon verdienten das.

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Olympische Winterspiele: Erstes Update aus Heimat: Vonn kann noch nicht wieder stehen

Lindsey Vonn ist nach ihrer schweren Verletzung bei Olympia in den USA gelandet. Vor ihr liegen weitere Operationen, der Weg zur Genesung scheint weit, wie eine neue Mitteilung des Ski-Stars zeigt.Ski-Star Lindsey Vonn hat sich nach ihrer Rückkehr in die USA mit einem Gesundheitsupdate zurückgemeldet. "Ich habe seit über einer Woche nicht mehr auf meinen eigenen Beinen gestanden, ich liege seit meinem Rennen unbeweglich in einem Krankenhausbett", schrieb die 41-jährige Amerikanerin auf der Plattform X. "Und auch wenn ich noch nicht stehen kann, fühlt es sich unglaublich an, wieder auf heimischem Boden zu sein."In den USA sollen nun weitere Operationen folgen, wie Sophie Goldschmidt, Chefin des US-Skiteams, bereits am Sonntag mitgeteilt hatte."Ich kehre langsam zurück ins Leben"Die nach ihrem Sturz in der olympischen Abfahrt schwer verletzte Vonn war nach ihrem Klinikaufenthalt in Treviso am Montag mit dem Krankenwagen zum Flughafen Marco Polo nach Venedig gebracht worden. Am Abend hatte sie bei Instagram ein Video mit privaten Einblicken aus dem Krankenhaus veröffentlicht. "Ich kehre langsam zurück ins Leben, zurück zu den Grundlagen und den einfachen Dingen, die im Leben am meisten bedeuten. Lächeln. Lachen. Lieben", schrieb sie dazu und bedankte sich bei Familie, Freunden, ihrem Team und dem medizinischen Personal.Bei ihrem Sturz in Cortina d'Ampezzo hatte sich Vonn eine komplexe Schienbeinverletzung zugezogen. Die Amerikanerin hat bereits mehrere Operationen hinter sich, was für derartige Verletzungen aber nicht ungewöhnlich ist. Die Olympiasiegerin von 2010 war trotz eines Kreuzbandrisses im linken Knie zu dem Wettkampf angetreten.

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Olympische Winterspiele: Ski-Drama bei Olympia: Darum flüchtete McGrath in den Wald

Atle Lie McGrath hat im Slalom Gold vor Augen. Nach einem bitteren Aus stapft der 25-Jährige tief enttäuscht durch den Schnee zu einem Waldstück. Stunden später erklärt er seine emotionale Reaktion.Die Bilder von Atle Lie McGraths Flucht in den Wald gingen um die Welt: Jetzt hat der norwegische Skirennfahrer über seine Gefühle nach dem bitteren Slalom-Aus bei Olympia gesprochen. "Ich musste einfach weg von allem. Ich dachte, ich würde etwas Ruhe finden - was nicht der Fall war, weil Fotografen und Polizei mich im Wald gefunden haben. Ich brauchte einfach etwas Zeit für mich", sagte der 25-Jährige Stunden nach dem Ausscheiden.McGrath: "Habe jemanden verloren, den ich so sehr liebe""Normalerweise bin ich jemand, der Dinge gut einordnen kann. Wenn ich in einem Rennen nicht gut fahre, kann ich mir zumindest sagen, dass ich gesund bin, dass meine Familie gesund ist und die Menschen, die ich liebe, da sind." Dies sei aber dieses Mal nicht der Fall gewesen. Am Tag der Eröffnungsfeier war sein Großvater gestorben. "Ich habe jemanden verloren, den ich so sehr liebe, und das macht es wirklich schwer." Er habe gehofft, diese schwere Zeit mit etwas Gutem abschließen zu können, sagte McGrath. "Ich musste so viel Schwieriges durchstehen und wirklich stark bleiben. Das macht es noch einmal besonders hart."McGrath war in Bormio als Führender mit deutlichem Vorsprung in den zweiten Durchgang gegangen, fädelte dann allerdings ein und schied aus. Tief enttäuscht warf McGrath daraufhin erst in hohem Bogen seine Skistöcke weg und stapfte dann zu Fuß los Richtung Wald. Der Skandinavier lief einmal quer über die Piste, passierte die Streckenbegrenzung, ging weiter und weiter - und ließ sich schließlich in der Nähe von ein paar Bäumen in den Schnee fallen."Einer der härtesten Momente meines Lebens""Es ist nicht der schlimmste Moment meines Lebens, aber es ist der schlimmste Moment meiner Karriere - und mit allem, was gerade passiert ist, einer der härtesten Momente meines Lebens", sagte McGrath, der nach einer bislang starken Saison den Slalom-Weltcup anführt. "Ich habe meine Zeit im Wald verbracht, jetzt werde ich Zeit mit den Menschen verbringen, die ich liebe - und das ist alles, was ich brauche."

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Olympia-News: Paarlauf-Duo Hase/Volodin gewinnt Bronze

Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin holen Bronze. Laura Nolte verpasst den Olympiasieg im Monobob knapp. Alle Entwicklungen im stern-Newsblog.Historische Premiere: In diesem Jahr finden die Olympischen Winterspiele vom 6. bis 22. Februar zum ersten Mal an zwei Orten statt: in der norditalienischen Stadt Mailand und im Skiort Cortina. Damit sind es die ersten dezentralen Spiele der Geschichte. Olympische Winterspiele 2026: So viele Olympia-Entscheidungen wie nie zuvor Sie erstrecken sich über eine Gesamtfläche von etwa 22.000 Quadratkilometern.  Mit 116 Entscheidungen gibt es so viele wie noch nie. 50 davon werden reine Frauen-Wettbewerbe sein, was auch ein neuer Höchstwert ist.Alle großen Emotionen, alle wichtigen Entscheidungen, alle deutschen Medaillen – hier im stern-Newsblog:

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Eiskunstlauf-Entscheidung: Paarlauf-Duo Hase/Volodin gewinnt Bronze bei Olympia

Nach dem Paarlauf-Kurzprogramm liegen Minerva Hase und Nikita Volodin noch in Führung. In der Kür können sie dem Druck nicht ganz standhalten – es reicht aber für eine Medaille.Minerva Hase und Nikita Volodin haben in einem spannenden Paarlauf-Wettbewerb bei den Olympischen Winterspielen in Italien die Bronzemedaille gewonnen. Die Eiskunstlauf-Europameister von 2025 zeigten allerdings Schwächen in der Kür und vergaben so die Chance auf Gold. Nach dem Kurzprogramm hatten die deutschen Meister noch geführt.Den Olympiasieg holten dank einer beeindruckenden Aufholjagd mit einer Weltrekord-Kür die japanischen Weltmeister Riku Miura/Ryuichi Kihara mit 231,24 Zählern. Nach dem Kurzprogramm hatten sie noch den fünften Rang belegt. Zweiter wurden die Georgier Anastasia Metelkina/Luka Berulawa (221,75 Punkte). Hase und Volodin kamen auf 219,09 Punkte. Das zweite deutsche Paar Annika Hocke/Robert Kunkel landete mit 194,11 Punkten auf Platz zehn.Gold war greifbarFür Hase/Volodin ist Silber/Bronze die erste olympische Medaille und der bislang größte Erfolg der Karriere. Allerdings war sogar Gold greifbar. 4,55 Punkte betrug der Vorsprung nach einem fehlerfreien Tango-Kurzprogramm auf die zweitplatzierten Georgier Metelkina/Berulawa. Doch in der vier Minuten langen Kür konnten die beiden 26-Jährigen dem Gold-Druck nicht standhalten. Hase patzte sowohl in der Kombination als auch beim dreifachen Salchow, womit die beiden vor zahlreichen mitfiebernden deutschen Fans die entscheidenden Punkte im Kampf um den Olympiasieg einbüßten.Mit Bronze holte das in Berlin trainierende Duo das erste deutsche olympische Eiskunstlauf-Edelmetall seit 2018 in Pyeongchang. Vor acht Jahren hatten Aljona Savchenko und Bruno Massot Gold im Paarlauf gewonnen. Im Gegensatz zu Savchenko/Massot, die mit einer Traum-Kür noch eine Aufholjagd hinlegten und sich um drei Ränge verbesserten, war die Ausgangslage dieses Mal sogar besser.Mehr als drei Jahre Arbeit zahlen sich aus„Wir sind sehr glücklich über den ersten Part, aber die großen Emotionen sparen wir uns noch auf“, hatte Hase nach dem Kurzprogramm noch gesagt. Als Führende musste sie mit Volodin in der Kür als letztes Paar aufs Eis. Das Duo sicherte sich zumindest eine Medaille.Seit mehr als drei Jahren sind Hase/Volodin ein Eiskunstlauf-Paar. Abseits des Eises könnten die beiden unterschiedlicher kaum sein. Volodin ist laut Hase ein „Freigeist“. Sie hingegen lege Wert auf die „deutsche Struktur“. Trainer Dmitri Sawin sagte, die beiden seien „wie ein altes Ehepaar“. „Sie können gemeinsam kämpfen, sie können gemeinsam diskutieren, sie können gemeinsam lachen.“Zum richtigen Zeitpunkt in FormAuf dem Eis aber funkte es schnell. Hase/Volodin etablierten sich rasch in der Weltspitze. Im vergangenen Jahr wurden sie Europameister und Zweiter bei der Weltmeisterschaft. Einige Monate nach den beiden Erfolgen erhielt der gebürtige Russe Volodin den deutschen Pass. Einem Olympia-Start stand somit nichts mehr im Weg.Allerdings verlief die Saison 2025/2026 durchwachsen. Bei der EM im britischen Sheffield vor einem Monat wurden Hase/Volodin nach zwei unsauberen Programmen Zweiter hinter Metelkina/Berulawa. In Mailand präsentierte sich das Duo dann aber in der erhofften Olympia-Form.

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Olympia: Tränen nach verlorenem Bob-Gold: Nolte fehlen 0,04 Sekunden

Lange darf Laura Nolte von ihrem zweiten Olympiasieg träumen. Doch am Ende fehlt eine Winzigkeit zu Gold im Monobob.Mit Daumen und Zeigefinger zeigte Laura Nolte, wie knapp sie das Olympia-Gold im Monobob am Ende verpasst hatte. Und nach den Tränen im Ziel kämpfte sie auch bei der Siegerehrung noch einmal mit ihren Emotionen. Lächerliche vier Hundertstelsekunden fehlten der 27-Jährigen nach vier Läufen zum Triumph, auf den fast zwei Tage lang alles hingedeutet hatte. "Es ist natürlich riesig, mit einer Medaille nach Hause zu fahren. Aber wenn man nach drei Läufen am Führen ist, dann will man auch Gold gewinnen. Das hat leider nicht geklappt", sagte sie im ZDF. "Ich bin eigentlich mental stark und war auch bereit, aber die oberen Kurven haben dann nicht gepasst. Ich wusste auch, wenn ich unten alle treffe, dass ich noch eine Chance hab, aber dann war der Abstand wohl auch zu groß", konstatierte die Pilotin vom BSC Winterberg.Sie leistete sich im abschließenden Lauf als letzte Fahrerin zu viele Fehler und musste sich mit Silber begnügen. Damit verpasste es Nolte vier Jahre nach Gold im Zweierbob, als erste Deutsche Olympiasiegerin in der Solo-Disziplin zu werden. Nach Rang vier bei den Spielen von Peking 2022 holte sie zumindest ihre erste Olympia-Medaille im erst vor vier Jahren eingeführten Einzel.Gold an 41 Jahre alte Amerikanerin Meyers TaylorNolte war mit nur 0,15 Sekunden Vorsprung in den entscheidenden vierten Lauf gegangen und musste Elana Meyers Taylor aus den USA noch ganz knapp vorbeiziehen lassen. Für die 41 Jahre alte Mutter zweier Kinder war es nach langem Warten der erste Olympiasieg. Bronze ging acht Hundertstel hinter Nolte an die 40 Jahre alte dreimalige Olympiasiegerin Kaillie Armbruster Humphries aus den USA. Lisa Buckwitz belegte nach einer Steigerung Rang vier, Kim Kalicki kam auf Platz 15.Im Ziel war Nolte schon ein wenig die Enttäuschung anzusehen, als sie aus dem Bob gestiegen war und sich eine Deutschland-Fahne geben ließ. Etwas später weinte sie dann in den Armen ihrer Eltern. "Sie wird sich ärgern, aber wir haben ja noch eine zweite Disziplin, da werden wir auf jeden Fall angreifen", sagte Noltes Zweierbob-Anschieberin Deborah Levi. Bundestrainer René Spies stellte fest: "Für mich hat Laura nicht Gold verloren, sondern Silber gewonnen." Auch er hofft auf den Zweierbob: "Sie ist mental da sehr stark und sehr aufgeräumt.""Pink Lady" mit Fehlern am StartRund 30 Familien-Mitglieder und Freunde fieberten bei eisiger Kälte am Cortina Sliding Centre mit. Wie Lauras Mutter Sandra waren alle schnell an den pinkfarbenen Bommelmütze mit Laura-Nolte-Logo zu erkennen. Die "Pink Lady" der Kufen-Szene, die im Weltcup immer mit einem in pink gehaltenen Transporter unterwegs ist und Mützen in dieser Farbe trägt, wurde nach ihrem Bahnrekord im ersten Lauf von den US-Pilotinnen gejagt.Allen voran die 41 Jahre alte Meyers Taylor, die Nolte im dritten Lauf vor den Augen von Präsidentin Kirsty Coventry vom Internationalen Olympischen Komitee den Bahnrekord abnahm. Dann konterte mit der exakt gleichen Zeit Armbruster Humphries, die mit ihren 40 Jahren immer noch eine Perfektionistin im Eiskanal ist und in Peking gewonnen hatte. So schmolz Noltes Vorsprung vor dem Finallauf zusammen.US-Pilotinnen legen vor und machen DruckDort legte Armbruster Humphries vor, Meyers Taylor zog knapp vorbei und setzte Nolte unter Druck. Die Weltcup-Gesamtsiegerin zeigte Nerven, touchierte schon nach dem Start mehrmals die Bande und büßte ihren Vorsprung rasch ein. Die Fehler waren letztlich nicht mehr gutzumachen.In Peking war sie vor vier Jahren im kleinen Schlitten nur Vierte hinter drei Nordamerikanerinnen gewonnen. Dann holte sie überraschend Gold im Zweierbob mit Levi und war somit die jüngste Bob-Olympiasiegerin der Geschichte. Nun galt sie in beiden Disziplinen als Gold-Favoritin wie praktisch in jedem Rennen. "Mit dieser Rolle kann ich mittlerweile umgehen. Das sind wir gewöhnt", sagte Weltcup-Gesamtsiegerin Nolte.Lisa Buckwitz haderte mit KufenwahlLisa Buckwitz, die im Vorfeld von Olympia mit ihrem "OnlyFans"-Sponsoring Aufmerksamkeit erregte, haderte mit ihrer Material-Wahl. "Startrekord ist das Beste am ganzen Tag", meinte die 31-Jährige nach dem ersten Tag und betonte: "Ich habe eine falsche Kufenwahl getroffen." Am zweiten Tag lief es dann besser, eine Medaille war aber nicht mehr in Reichweite. Trotzdem konnte Buckwitz im Ziel strahlen.Im Monobob werden Einheitsschlitten vom Weltverband IBSF gefahren. Nur die Kufen von einem beauftragten Edelstahl-Hersteller dürfen individuell wie die Sitzschale und die Lenkseile bearbeitet werden.

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Olympische Winterspiele: "Extrem bitter": Knapp 17 Zentimeter fehlen zu Bronze

Starker Schneefall verändert alles. Die Sprung-Wettkämpfe bei den Winterspielen enden spektakulär und ungeplant. Das deutsche Skisprung-Team nimmt Raimunds Gold aus Italien mit - sonst nichts.Philipp Raimund haderte, Andreas Wellinger wollte "gegen die Wand dreschen". Das deutsche Duo hat die angestrebte Medaille im letzten Skisprung-Wettkampf der Winterspiele äußerst knapp verpasst. In einer denkwürdigen und vorzeitig abgebrochenen Olympia-Premiere des neuen Super Teams belegten der Normalschanzen-Olympiasieger Raimund und Wellinger Rang vier. Zu Bronze fehlten auf der Großschanze in Predazzo 0,3 Punkte. Das sind umgerechnet keine 17 Zentimeter."Das ist extrem bitter, weil 0,3 ist gar nichts", sagte Wellinger im ZDF. Bei Eurosport erklärte er: "Jetzt werden wir unsere Pflicht erfüllen, die Runde gehen und dann mal irgendwo gegen die Wand dreschen. Vierter werden ist immer scheiße. Aber wenn du so knapp Vierter wirst und so, wie es jetzt passiert ist...."Renndirektor erklärt den AbbruchIn der Schlussphase des dritten Durchgangs wurde der Wettbewerb bei starkem Schneefall abgebrochen. Es zählte das Ergebnis nach zwei Durchgängen. Gold gewannen die Österreicher Jan Hörl und Stephan Embacher. Silber sicherten sich Pawel Wasek und Kacper Tomasiak aus Polen, Bronze ging an das norwegische Duo Johann Andre Forfang und Kristoffer Eriksen Sundal."Es ist die Aufgabe der Jury. Es ist nicht meine Aufgabe. Dass es so knapp ist, tut weh", sagte Raimund zum Abbruch. "Wir haben versucht, die Spur zu reinigen, aber wir haben sofort festgestellt, dass das Tempo in der Spur verloren geht", erklärte Sandro Pertile, Renndirektor beim Weltverband Fis. Auch der Wind habe sich stark verändert. "Bei diesen Bedingungen war es einfach unfair, weiterzumachen. Wir haben im Regelwerk die Möglichkeit, die letzte Runde abzubrechen, das ist heute nun geschehen."Trotz des verpassten zweiten Edelmetalls wird Raimund etwas Abstand die Winterspiele trotzdem in sehr guter Erinnerung behalten. Der 25-Jährige war nach Italien gereist, ohne jemals im Weltcup gewonnen zu haben. Mit Gold fährt er wieder nach Hause.Olympische Premiere für das Super TeamDas Super Team wurde im Val di Fiemme erstmals bei Winterspielen ausgetragen. Statt durch vier Athleten, wie im traditionellen Mannschaftswettbewerb, wurde jede Nation nur durch zwei Sportler vertreten. Raimund sprang 137, 137,5 und 136 Meter weit. Wellinger landete nach 127,5, 123,5 sowie 130 Metern. Die jeweils letzten Leistungen gingen jedoch nicht in die Wertung ein.Schon nach dem ersten Durchgang lag das deutsche Team auf Rang vier und nur knapp hinter dem Podest. Vor allem Raimund hielt die Medaillenhoffnung mit einem starken Sprung am Leben. Im Auslauf zeigte er beide Fäuste. Auch danach sprang Raimund stark. "Ich bin mir sicher, dass wir mit Hilles Sprung aufs Podest gesprungen wären", sagte der enttäuschte Wellinger zu Raimunds letztem Versuch.Wellinger statt HoffmannWellinger bekam den zweiten deutschen Startplatz, weil seine Form im Gegensatz zu der von Felix Hoffmann ansteigende Tendenz zeigte. Hoffmann ist eigentlich in diesem Winter der zweitbeste deutsche Springer hinter Raimund. Auf der großen Schanze kam der 28-Jährige bei Olympia aber gar nicht klar.Wellinger schaffte es im Weltcup mehrmals nicht in den zweiten Durchgang. In Italien belegte der Olympiasieger von 2018 auf der Normalschanze den 17. Platz, im Einzel auf der Großschanze landete er auf Rang 15.2010 gab es letztmals nur eine MedailleInsgesamt kann das deutsche Skisprung-Team mit den Winterspielen nicht zufrieden sein. Raimunds Triumph im Einzel von der Normalschanze lenkt ein wenig von den ansonsten enttäuschenden Skisprung-Wettbewerben ab. Weder die Männer noch die Frauen schafften es in weiteren Wettkämpfen auf das Podest.Nur eine Medaille bei Winterspielen für die deutschen Skispringer hatte es zuletzt 2010 in Kanada gegeben. Damals holte die Mannschaft um Martin Schmitt Silber im Teamspringen. Im Weltcup geht es in knapp zwei Wochen in Österreich weiter. Von den Erlebnissen zum Abschluss werden sich zumindest Raimund und Wellinger erst einmal erholen müssen.

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Olympia: Nach Eiskunstlauf-Fiasko: Star Ilia Malinin klagt über „Online-Hass“

Nach seiner verpatzten Olympia-Kür meldet sich Eiskunstlaufstar Ilia Malinin: Der „Vierfach-Gott“ thematisiert die psychische Belastung durch Internet-Hass.Eiskunstlaufstar Ilia Malinin aus den USA hat nach seiner verpatzten Olympia-Kür mentale Gesundheitsprobleme angedeutet.„Auf der größten Bühne der Welt führen selbst die anscheinend Stärksten innerlich unsichtbare Kämpfe. Selbst die schönsten Erinnerungen können vom Lärm überschattet werden“, schrieb der 21 Jahre alte Weltmeister bei Instagram drei Tage nach dem achten Platz bei den Winterspielen.Malinin sprach konkret von „niederträchtigem Online-Hass“, dieser „greift die Psyche an, und Angst zieht sie in die Dunkelheit, egal wie sehr man versucht, angesichts des endlosen, unerträglichen Drucks die Fassung zu bewahren. All das staut sich auf, während diese Momente an einem vorbeiziehen, und führt unweigerlich zum Zusammenbruch.“Malinin unterlegte seinen Beitrag mit einem kurzen Video. Darin sind Jubelbilder von ihm zu sehen, die immer wieder von kurzen Schwarz-Weiß-Sequenzen unterbrochen werden, in denen er sich verzweifelt an den Kopf fasst.Der als „Vierfach-Gott“ gefeierte Malinin hatte in Mailand nach einer komplett missratenen Kür nur den achten Platz belegt. Bis zu den Winterspielen war er mehr als zwei Jahre ungeschlagen und galt als absoluter Topfavorit.Malinin hatte das Eiskunstlaufen in den vergangenen Jahren in eine neue Dimension gehoben. Er selbst bezeichnet sich als „Vierfach-Gott“, weil er so viele Vierfachsprünge beherrscht wie kein anderer Läufer.In der Kür hatte er geplant, als erster Sportler in der Olympia-Geschichte den besonders anspruchsvollen vierfachen Axel zu zeigen. Doch Malinin musste den Sprung abbrechen – und sprang den Axel nur einfach. Damit begann das Olympia-Fiasko für den zweimaligen Weltmeister.Ilia Malinin kündigt offenbar weiteren Auftritt anTrotz des achten Platzes kündigte der 21-Jährige mit seinem Beitrag vage an, am beliebten Olympia-Schaulaufen am Samstag teilzunehmen. Zum Ende des Videos erscheint das Datum des Schaulaufens: der 21. Februar 2026. Üblicherweise treten dort nur die Medaillengewinner auf, gelegentlich ergänzt durch einen Viertplatzierten oder Läufer aus dem Gastgeberland.Hass im Internet während Olympia ist ein internationales Problem. Diverse Athleten haben damit zu kämpfen. Besonders prominent waren in den vergangenen Tagen die Fälle von US-Sportlern, die sich kritisch über ihre Regierung unter Präsident Donald Trump geäußert hatten.

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Olympische Winterspiele: Vonn aus Klinik entlassen - Video mit Krankenhausalltag

Lindsey Vonn tritt nach ihrer schweren Verletzung bei Olympia die Heimreise an. Vor dem Abflug lässt sie noch eine Überraschung zurück. Sie meldet sich auch selbst zu Wort und gibt private Einblicke.Skistar Lindsey Vonn hat die Klinik in Treviso verlassen und sich auf den Weg in die USA gemacht - nicht ohne eine kleine Geste zum Abschied. Die nach ihrem Sturz in der olympischen Abfahrt schwer verletzte Vonn wurde mit dem Krankenwagen am Vormittag zum Flughafen Marco Polo in Venedig gebracht, wie das Krankenhaus nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa mitteilte. Die Stofftiere, die ihr in den vergangenen Tagen geschenkt worden waren, ließ die 41-Jährige als Spende auf der Kinderstation zurück.Vonn selbst veröffentlichte ein Video mit Szenen aus dem Krankenhaus - und privaten Einblicken. Dabei ist unter anderem zu sehen, wie ihr die Haare im Bett gewaschen werden und wie sie isst. "Ich kehre langsam zurück ins Leben, zurück zu den Grundlagen und den einfachen Dingen, die im Leben am meisten bedeuten. Lächeln. Lachen. Lieben", schrieb sie dazu bei Instagram und bedankte sich bei Familie, Freunden, ihrem Team und dem medizinischen Personal.Bei ihrem Sturz in Cortina d'Ampezzo hatte sich Vonn eine komplexe Schienbeinverletzung zugezogen. Die Amerikanerin hat bereits mehrere Operationen hinter sich, was für derartige Verletzungen aber nicht ungewöhnlich ist. Die Olympiasiegerin von 2010 war trotz eines Kreuzbandrisses im linken Knie zu dem Wettkampf angetreten.Weitere Operationen in den USA geplantVonn wird auf dem Weg in ihre Heimat von einem Ärzteteam begleitet. In den USA sollen weitere Operationen folgen, wie Sophie Goldschmidt, Chefin des US-Skiteams, am Sonntag mitgeteilt hatte.

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Winterspiele: "Olympia-Bachelorette" Kirkby genießt Sauna und Dinner mit ihrem Date

US-Rodlerin Sophia Kirkby ist offen für Olympia-Flirts. Mit einem männlichen Begleiter genießt sie in Cortina schöne Stunden im Spa-Bereich – und lässt das alle wissen.Die selbsternannte „Olympia-Bachelorette“ lässt die Welt weiter an ihren Dates bei den Winterspielen teilhaben. Am Valentinstag verbrachte die US-Rodlerin Sophia Kirkby einen „wunderschönen“ Tag im Spa-Bereich – und das anscheinend mit einem Verehrer. Das Gesicht ihres Begleiters im Bademantel verbarg die 24-Jährige auf ihrem Instagram-Post hinter einem Herzchen. „Sein Gesicht wird nicht gezeigt, aber ich kann sagen: Die Gesellschaft war sehr angenehm und die Atmosphäre sehr entspannt“, schrieb sie dazu.Schon vorher hatte Kirkby ihre Follower wissen lassen, dass sie in Cortina d'Ampezzo nicht allein entspannen werde. Etwas später verriet sie dann: „Ich hatte heute einen wunderschönen Spa-Tag – Bademäntel, Sauna und eine kleine Auszeit nach den anstrengendsten Wochen meines Lebens.“ Für den Abend war demzufolge noch ein gemeinsames Dinner mit ihrer männlichen Begleitung geplant.Kurz vor Olympia hatte Kirkby mit forschen Ankündigungen zu ihren Date-Plänen nach den Wettkämpfen für Aufsehen gesorgt und sich dabei selbst als „begehrteste Junggesellin im olympischen Dorf“ bezeichnet: „Ich bin Single und dachte, es wäre interessant für die Leute, das Dating-Leben einer Olympiateilnehmerin während der Spiele mitzuerleben.“Olympia-Athletin datet mit SystemKirkby ging bei ihren Plänen durchaus systematisch vor. „Beim Rodeln kenne ich schon alle. Bobfahren – das mache ich nicht noch mal. Skeleton – ich glaube, die haben alle Freundinnen. Beim Curling – ich weiß nicht, wie die Athleten so sind, aber ich stelle mir einfach lauter Väter vor“, sagte die US-Rodlerin. „Wenn ich also keine Olympiateilnehmer finde, bin ich sehr offen für Dates mit Fans“, betonte Kirkby, die auch als „Pin-Königin“ im olympischen Dorf unterwegs ist.Die US-Amerikanerin, die 2022 und 2024 bei der WM Bronze im Doppelsitzer holte, hatte in der ersten Olympia-Woche im Doppelsitzer- und im Teamstaffel-Wettbewerb jeweils den fünften Platz belegt. Jetzt geht es nur noch um den Platz an ihrer Seite – zumindest vorübergehend.

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Olympia-News: Skirennfahrer Straßer hochfrustriert: „Für'n Arsch!“

Die drei deutschen Olympia-Bobs steuern auf einen kompletten Medaillensatz zu – währenddessen lässt Skirennfahrer Straßer seine Wut auf Olympia raus.Historische Premiere: In diesem Jahr finden die Olympischen Winterspiele vom 6. bis 22. Februar zum ersten Mal an zwei Orten statt: in der norditalienischen Stadt Mailand und im Skiort Cortina. Damit sind es die ersten dezentralen Spiele der Geschichte. Olympische Winterspiele 2026: So viele Olympia-Entscheidungen wie nie zuvor Sie erstrecken sich über eine Gesamtfläche von etwa 22.000 Quadratkilometern.  Mit 116 Entscheidungen gibt es so viele wie noch nie. 50 davon werden reine Frauen-Wettbewerbe sein, was auch ein neuer Höchstwert ist.Alle großen Emotionen, alle wichtigen Entscheidungen, alle deutschen Medaillen – hier im stern-Newsblog:

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Es werde Licht: Joggen im Dunkeln: Sieben smarte Gadgets für Frühaufsteher und nachtaktive Läufer

Der Herbst ist da und viele Läufer:innen haben morgens und abends ein Problem: die Dunkelheit. Welche Tools beim Joggen im Dunkeln wichtig sind, lesen Sie hier.Sehen und gesehen werden. Beim Joggen im Dunkeln ist dieser beliebte und aus dem Jetset entlehnte Spruch ein Mantra. Ein Mantra, das Läufer aller Leistungsklassen vor Stürzen und Unfällen schützen kann und damit auch vor schweren Verletzungen oder noch schlimmeren Folgen. Was beim Lauftraining nach dem Sonnenuntergang (oder auch vor dem Sonnenaufgang) besonders wichtig ist, wie man die Stolpergefahr auf dunklen Trails minimiert und welche smarten Gadgets dabei helfen, dass Auto-, Motorrad- und Radfahrer Jogger schon von Weitem erkennen, lesen Sie in diesem Artikel. Gadgets, die das Joggen im Dunkeln sicherer machenStirnlampe (z.B. von Ledlenser)/BrustlichtLED-LaufwesteLaufhandschuhe mit Reflektoren (z.B. von Proviz)Reflektierende Fleece-Laufmütze (z.B. REFLECT360 von Proviz)LED Schuh-Clips (z.B. von Paulmann)Überfallmelder (z.B. Safe by Gaia)Laufjacke mit Reflektoren (z.B. von Endurance)LED-Armband (z.B. von Z:NEX)Laufgürtel für Schlüssel und Smartphone (z.B. von Proviz)Joggen im Dunkeln: Vorsicht Stolperfallen!Neben dem Spazierengehen erlebte auch das Joggen während der Corona-Pandemie zwischen 2020 und 2022 eine kleine Renaissance. Die Welt der Kultur stand monatelang still, Sportplätze waren verwaist, Kletterhallen dicht und beim Fitnesstraining zu Hause ging vielen mit der Zeit die Motivation flöten. Und so kramten viele Hobbysportler ihre verstaubten Laufschuhe aus dem Regal und wollten wieder mit dem Joggen anfangen. Doch wer sich in der Mittagspause nicht aufraffen konnte oder wollte, musste nach Feierabend los (oder wenn die Kinder im Bett sind). Im besten Fall sind viele auch nach den Lockdowns und geschlossenen Studios am Ball geblieben. Und stehen damals wie heute vor einer Herausforderung.Denn neben dem inneren Schweinehund haben Läufer:innen von Ende Oktober bis in den März und einen weiteren Gegner: die Dunkelheit. Die ist zunächst einmal tückisch, weil man neben der körperlichen Belastung auch noch darauf achten muss, wo man hintritt. Jedenfalls wenn man abseits beleuchteter Straßen und Fußwege unterwegs ist. Dazu kommt, dass Läufer:innen im Dunkeln für andere Verkehrsteilnehmer schlecht oder gar nicht auszumachen sind. Genau deshalb ist eine adäquate Ausrüstung die Lebensversicherung für Hobbyläufer, die nach Einbruch der Dunkelheit noch etwas für ihre Gesundheit tun möchten.Widmen wir uns zunächst der eigenen Orientierung. Denn nichts ist ärgerlicher, als schon nach wenigen Minuten auf der Nase zu liegen, weil man eine Wurzel übersehen hat oder die Bordkante etwas höher war als antizipiert. Dafür haben Sportartikelhersteller die Stirnlampe für Sportler entwickelt. Die sollte zunächst einmal so leicht wie möglich sein, bequem sitzen und entsprechend an die Kopfform anpassbar sein. Im besten Fall besteht die Laufbeleuchtung aus Vorder- und Rücklicht. Das ist aber kein Muss. Denn um gesehen zu werden, sind Reflektoren die besseren Begleiter. Doch dazu später mehr. Nun gibt es Läufer, die sich von einer wie auch immer befestigten LED-Lampe am Kopf gestört fühlen. Als Alternative zur Stirnvariante weisen Lampen den Weg, die über ein elastisches Gurtsystem vor der Brust fixiert werden. Das Prinzip ist das Gleiche. Einziger kleiner Nachteil der Brustlampe: Bei Läufern, die ihre Herzfrequenz über einen Pulsgurt kontrollieren (was eine sehr gute Idee ist), könnten sich die Gurte in die Quere kommen. Sehen und gesehen werden: Mit LEDs und ReflektorenSelbst den Weg zu sehen und Stürze zu vermeiden, ist das eine. Geht das mal schief, bleibt es häufig bei blauen Flecken oder Schürfwunden. Weniger glimpflich könnte es ausgehen, wenn Jogger von anderen Verkehrsteilnehmern schlicht nicht gesehen werden. Regel Nummer zwei beim Joggen im Dunkeln lautet deshalb: Jogger müssen auch gesehen werden. Hierfür statten Hersteller von Lauf- und Radbekleidung ihre Produkte seit Jahren mit sogenannten Reflektorbereichen aus, die beispielsweise das Scheinwerferlicht von Autos, Motorrädern oder Fahrrädern reflektieren. Noch sicherer ist es allerdings, zusätzliche Reflektorbänder am Körper anzubringen oder eine dünne Weste mit LED-Licht überzuziehen. Grundsätzlich gilt: Je mehr Reflektorfläche, desto besser.Joggen im Dunkeln: LED von Kopf bis FußSo lange es nicht beim Laufen stört, ist in Sachen Beleuchtung beim Joggen im Dunkeln alles erlaubt. Sicherheit ist das oberste Gebot. Da darf man schon mal wie ein Weihnachtsbaum beleuchtet durch den Park laufen. Während die bereits erwähnten Stirn- und Brustlampen fast schon zur Standard-Ausrüstung nachtaktiver Athleten gehören, sind LEDs an den Schuhen eher selten. Dabei sind die auch die mit LEDs ausgestatteten Schuh- oder Schnürsenkel Clips durchaus hilfreich. Ähnlich wie bei den Clips für den Arm werden die flexiblen Schuh-Clips um die Ferse geklemmt. Ihr Vorteil: Im Gegensatz zur Stirnlampe sind die LEDs an den Füßen immer in Bewegung und können von Autofahrern noch besser wahrgenommen werden. Ein 2-er Set, das mit den Modi Dauerlicht und Blinken betrieben werden kann, ist hier erhältlich. Die Schnürsenkel werden eingefädelt und blinken dann entsprechend der Schrittfrequenz.Kleider machen Läufer: Hell ist schon die halbe MieteBeobachtet man heutzutage Jogger, gehört Schwarz offenbar noch immer zu den Lieblingsfarben unter Läufern. Das mag vielleicht elegant und edel aussehen, in Sachen Sichtbarkeit und Sicherheit ist diese Anzugsordung aber mindestens ausbaufähig. Greifen Sie zumindest bei Laufjacke und Laufcap zu hellen Farben, im besten Fall zu Gelb- oder Neongrün-Tönen. Damit machen Sie zumindest in der Dämmerung schon deutlich besser auf sich aufmerksam. Das könnte Sie auch interessieren:Joggen anfangen: Welche Fehler Sie vermeiden solltenLaufbekleidung im Winter: Das sind die wichtigsten (Kauf)-TippsJumping Fitness: Smartes Training für Bauch, Beine und PoStirnlampen Test: Hier geht es zum Stirnlampen Vergleich.Neu in der Stadt? Smartphone nicht vergessen!Gerade wenn man neu in der Stadt ist, will die neue Heimat erkundet werden. Und nichts ist gesünder als dafür in die Laufschuhe zu hüpfen und per pedes auf Entdeckungstour zu gehen. Einzige Gefahr: Man könnte sich in der noch fremden Umgebung verlaufen. Gerade in der Dämmerung oder im Dunkeln wird es dann knifflig, den Weg aus einem Park oder dem Wald zurück nach Hause zu finden. Wer sich keine GPS-fähige Laufuhr anschaffen und leisten möchte, nimmt zur Sicherheit das Smartphone mit auf die ersten Laufrunden. GoogleMaps oder andere Apps helfen meist zuverlässig, wenn man mal vom Weg abgekommen sein sollte. Hier gibt's eine Warnweste mit integrierter Handytasche.In Deutschland werden jedes Jahr Dutzende Jogger überfallen, ausgeraubt und teilweise verletzt. Licht allein bringt da wenig. Im Falle eines Angriffs kann ein akustisches Warnsignal helfen. Hier gibt's einenÜberfallmelder fürs Handgelenk der bis zu 120 dB laut sein und Angreifer abschrecken soll. Fazit: Jeder nachtaktive Läufer hat seine Gesundheit im Großen und Ganzen selbst in der Hand. Die Auswahl an Beleuchtung für den Körper ist groß, dazu verbessern LED-Westen und Reflektoren aller Art die Sichtbarkeit. Wer dann noch auf helle Laufbekleidung setzt, kann vollgepumpt mit Motivation und ohne Angst vor schmerzhaften Zwischenfällen auch in den Abendstunden die (bald nicht mehr verstaubten) Laufschuhe schnüren.

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Olympische Winterspiele: Straßers Abrechnung mit Olympia in Bormio: "Für'n Arsch"

Linus Straßer hat beim olympischen Slalom keine Chance auf einen Podestplatz. Nach dem Rennen zieht er ein Resümee der Spiele - und findet kein gutes Haar an Olympia 2026.Der neunte Platz im Slalom und das verpasste Happy End seiner Olympia-Karriere schienen Linus Straßer sportlich kaum zu interessieren. Der Routinier verließ noch während des finalen Torlaufs das Zielstadion und fällte ein vernichtendes Fazit über die Winterspiele in Mailand und Cortina mit ihrem Ski-Ableger in Bormio. "Es ist für'n Arsch. Sagen wir, wie es ist."Und damit meinte der 33-Jährige nicht den Slalom als Abschluss der Männer-Wettkämpfe von Bormio. Diesen gewann Loic Meillard aus der Schweiz vor dem Österreicher Fabio Gstrein und Henrik Kristoffersen aus Norwegen. Der Eidgenosse holte seine dritte Medaille und unterstrich nach WM-Gold vor einem Jahr, dass er im Torlauf derzeit der Mann für die wichtigen Rennen ist.Straßer kritisiert Olympia als "steriles Ding"Rivale Straßer hatte aber schon lange vor dem teils chaotischen und Schneefall geprägten Wettkampf erkannt, dass dieses Rennen kein Höhepunkt seiner Karriere sein wird. Mit Tribünen in großer Entfernung und einer Trennung der Athleten von den Fans und Freunden sei Olympia deutlich weniger emotional als etwa die Weltcup-Klassiker von Kitzbühel, Adelboden oder Schladming. "Das willst du doch erleben und nicht so ein steriles Ding", sagte Straßer. In Bormio, wo bei diesen auf ganz Norditalien verteilten Winterspielen nur die alpinen Ski-Männer - und erst nach deren Abreise die Skibergsteiger - im Einsatz waren, sei kein olympisches Flair oder Miteinander zu spüren gewesen.Menschen verbinden? "Container neben dem Friedhof"Das hatte Wolfgang Maier, Sportvorstand des Deutschen Skiverbandes sowie erfahrener Trainer und Funktionär, auch bemängelt. "Bei der Eröffnungsfeier hat man gezeigt, wie man die olympischen Ringe zusammenführt und wie man Menschen verbindet über den Sport", sagte er. "Und jetzt sind wir hier in der Enklave und die Container stehen knapp neben dem Friedhof." Das Zielstadion, daneben die Presse- und Funktionärszelte sowie weitere Technik-Container wurden in Bormio tatsächlich direkt neben einem Friedhof aufgebaut.In just jene Richtung lief Straßer mit den Skiern über der Schulter, um nach dem Rennen seine Frau, die beiden Kinder und andere Verwandte und Freunde zu treffen. Als er kurz davor über die Ziellinie gefahren war, warteten diese etwa nicht in Sichtweite, sondern waren irgendwo im Pulk mit anderen Fans neben der Strecke. Wo genau, das konnte Straßer nicht sagen. Straßer-Rückblick: "Peking gar nicht so schlecht"Der Athlet des TSV 1860 München fällte auch deswegen ein bemerkenswertes Resümee. "Bormio zeigt mir eigentlich, dass Peking gar nicht so schlecht war", sagte er. "Das zwar mit Corona, das war ein bisschen anstrengend alles, aber wir waren in einem olympischen Dorf, Eiskanal-Athleten waren dabei, es war ein Riesen-Speisesaal, es war ein Miteinander." 2022 in China waren wegen der Pandemie keine Zuschauer zugelassen. Doch selbst das sei im Vergleich mit Bormio - in einer Wintersport-Kernregion - nicht so schlimm gewesen.Dass die Skirennfahrer in Bormio sogar von den mehr als fünf Autostunden entfernten Skirennfahrerinnen in Cortina getrennt waren, wurmte Straßer. "Wie gern hätte ich mit der Emma die Medaille gefeiert", haderte Straßer mit Verweis auf die Silbermedaille der derzeit besten deutschen Alpin-Athletin in der Abfahrt. "Mit der einmal anstoßen, das wäre cool gewesen."Keine emotionale Geste für Weggefährte GinnisMan merkte Straßer bei seinen Analysen an, dass er einfach nur weg wollte aus Bormio. Schon im ersten Durchgang hatte er sich Straßer über die Olympia-Organisation geärgert, als ihm verboten wurde, im Ziel seinen guten Freund AJ Ginnis nach dessen letztem Rennen gebührend zu empfangen. "Das ist typisch Olympia, oder?", sagte er. "Lasst doch einmal irgendwas... aber gut, alles für die Show, für die sterile."Im Skirennsport ist es Usus, dass Athleten nach ihren letzten Fahrten im Ziel von Weggefährten in Empfang genommen werden. "Nicht würdig" gegenüber den Sportlern sei solch ein Verhalten der Olympia-Macher, kritisierte Straßer. Deutsche Medaillenflaute seit 1994 hält anDurch die verpasste Medaille - Straßer fehlte mehr als eine Sekunde auf Platz drei - hält die Durststrecke deutscher Ski-Männer bei Olympia an. Markus Wasmeiers Doppel-Gold 1994 waren die bis dato letzten Medaillen eines männlichen deutschen Skirennfahrers bei Winterspielen. Aber auch solch eine Statistik war Linus Straßer an diesem Montag herzlich egal.

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Olympische Winterspiele: Lisa Buckwitz: Mit Onlyfans im Eiskanal

Die Bobpilotin Lisa Buckwitz muss einen Großteil ihres Sports selbst finanzieren und hat dafür eine ungewöhnliche Wahl getroffen: Sie zeigt sich auf der Erotikplattform Onlyfans.

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Winterspiele in Mailand: Alarm im Eishockey-Team: Ex-Kapitän warnt vor Blamage

Obwohl die Ausgangslage vor der K.-o.-Runde bei Olympia günstig ist, knallt es im deutschen Eishockey-Team. NHL-Stars und DEL-Spieler funktionieren nicht als Einheit. Der Ex-Kapitän spricht Klartext.Der Weg zu einer erneuten olympischen Medaille ist für das nur auf dem Papier beste deutsche Eishockey-Team jemals ohne eigenes Zutun geebnet. Vor der Pflichtaufgabe gegen Frankreich in der Viertelfinal-Qualifikation am Dienstag (12.10 Uhr/ARD und Eurosport) offenbaren sich jedoch erhebliche Probleme, die selbst eine völlige Blamage gegen den großen Außenseiter nicht unmöglich erscheinen lassen. Um das zu verhindern, kam es nach der verkorksten Vorrunden zur großen Aussprache. "Man muss demütig genug sein, dass wir gegen jeden Gegner hier verlieren können. Das muss in unseren Kopf rein", warnte der langjährige DEB-Kapitän Moritz Müller nach dem 1:5 gegen Weltmeister USA am Sonntag. Anschließend platzte es aus vielen Spielern heraus, warum es trotz des top-besetzten Kaders bislang nicht richtig läuft in Mailand."Wir haben natürlich Großes vor, aber es liegt noch einiges vor uns", sagte Ex-NHL-Stürmer Dominik Kahun am Tag danach im ZDF und berichtete über eine teaminterne Aussprache: "Wir haben es nach dem Spiel mit ein paar Jungs gemacht, das ist auch sehr wichtig. Und wir werden es heute auch noch als ganze Mannschaft machen."Interne Aussprache am Montag"Mir geht es ein bisschen auf den Keks, dass immer nur über NHL-Spieler geredet wird. Das interessiert keinen, wer wo spielt. Wir sind eine Mannschaft, und die DEL-Spieler sind genauso wichtig wie wir alle", polterte Tim Stützle. Der NHL-Starstürmer der Ottawa Senators ist mit vier Treffern - unter anderem dem Ehrentreffer gegen die USA - zusammen mit dem Kanadier Macklin Celebrini erfolgreichster Olympia-Torschütze. NHL-Weltstar Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers erlebte dagegen gegen die USA einen bitteren Abend ohne einen einzigen Torschuss und musste sich auch noch von den eigens auf ihn abgestellten Brüdern Matthew und Brady Tkachuk wegen seiner bisherigen Titellosigkeit verhöhnen lassen. "Immer nur die Brautjungfer, niemals die Braut, was Leon", höhnte Matthew Tkachuk vom Stanley-Cup-Sieger Florida Panthers auf dem Eis und nahm Draisaitl in Manndeckung aus dem Spiel. Von der deutschen Bande oder aus dem Team kam kein Impuls, sich dagegen zu wehren. "Was soll ich machen? Beide Tkachuks haben gegen Leon gespielt. Ich kann nichts machen", sagte Bundestrainer Harold Kreis erstaunlich hilflos. Alarmierende Worte von Ex-Kapitän Müller Entnervt stapfte der deutsche Kapitän Draisaitl wortlos in die Kabine. Klartext sprach dagegen der für Olympia und die drei NHL-Stars Draisaitl, Stützle und Moritz Seider abgesetzte Kapitän. "Im Vorfeld ist viel darüber gesprochen worden, wie gut diese Mannschaft ist. Die besten Mannschaften, die ich bei Deutschland erlebt habe – das war 2018 und 2023. Da muss diese Mannschaft erst noch hinkommen", sagte Routinier Müller, der vor acht Jahren Olympia-Silber gewann und vor drei Jahren Vize-Weltmeister geworden war.Gegen die USA erhielt der 39 Jahre alte Abwehrspieler deutlich mehr Eiszeit als zuvor gegen Dänemark (3:1) und Lettland (3:4) und war mit seinem Körpereinsatz neben Stützle auffälligster deutscher Spieler. Mit seinen alarmierenden Worten verdeutlichte Müller, dass es in der Mannschaft nicht funktioniert. "Wir haben mit Sicherheit die besten Spieler dabei. Aber wir müssen auch verstehen, wie wir als Mannschaft auf dem Niveau zu spielen haben. Da braucht es halt eine geschlossene Mannschaftsleistung und geradliniges Eishockey", sagte Müller. Kurios: Medaille trotzdem nicht ausgeschlossenMit viel Glück und dank dänischer Schützenhilfe wurde die DEB-Auswahl trotzdem Gruppenzweiter. Die Ausgangslage mit dem Spiel gegen Frankreich und einem im Erfolgsfall folgenden Viertelfinale am Mittwoch (12.10 Uhr) gegen die Slowakei ist nun günstig. "Man kann sagen, dass man so ein bisschen mit einem blauen Auge davongekommen ist", sagte NHL-Verteidiger Seider (Detroit), und Stützle bekannte trotz Platz zwei in der Gruppe: "Vor dem Turnier hätte das jeder mitgenommen. Wir müssen auf jeden Fall noch einige Schippen drauflegen, damit es hier weitergeht."Laut Müller und selbst Stanley-Cup-Sieger Nico Sturm ist noch zu viel auf die NHL-Stars und ihr Spiel zugeschnitten. "Wir haben ganz tolle Eishockeyspieler, die mit zu den besten auf der Welt gehören. Aber wir können nicht denken, dass jedes Mal, wenn jemand von denen auf dem Eis ist, dass wir denen jedes Mal die Scheibe geben und dann ein Wunder passiert", kritisierte Müller und Sturm ergänzte: "Weil wir jetzt die Spieler haben, die auch Spielmacher sind, kommen wir manchmal ein bisschen von unserem System weg. Und das ist immer noch verteidigen und hinten stabil stehen und nicht in Schönheit sterben." Sturms Prognose für die Pflichtaufgabe gegen Frankreich: "Wie Dänemark und Lettland, ekelhaft."

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Zweier-Bob bei Winterspielen: Lochner vor erstem Olympia-Gold: Friedrich weit zurück

Mit Start- und Bahnrekord untermauert Johannes Lochner seinen Anspruch auf Olympia-Gold. Mitfavorit Francesco Friedrich hat zur Halbzeit im Zweierbob viel Rückstand.Johannes Lochner greift zum Abschluss seiner 15-jährigen Bob-Karriere nach seinem ersten Olympia-Gold. Vor den beiden abschließenden Läufen im Zweierbob an diesem Dienstag hat der Weltcup-Gesamtsieger aus Berchtesgaden satte 0,80 Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Francesco Friedrich, der mit Alexander Schüller fährt. Der in Lauf eins auf Platz zwei gefahrene Adam Ammour fiel mit Alexander Schaller auf Rang drei zurück. Mit seinem bärenstarken Anschieber Georg Fleischhauer fuhr Lochner gleich im ersten Lauf Start- und Bahnrekord und nahm dem viermaligen Olympiasieger Friedrich schon 0,48 Sekunden ab - eine Welt im Bobsport. Selbst das dritte deutsche Duo Ammour/Schaller war vier Hundertstelsekunden schneller als Friedrich/Schüller. Im zweiten Lauf touchierte Friedrich erneut mehrere Banden und konnte somit seine Aufholjagd auf Lochner nicht starten. Zumindest reichte es für Platz zwei, da Ammour gleich mehrfach im Eislabyrinth quer stand. "Wir haben alles versucht, aber Hansis Set-up läuft einfach wahnsinnig gut", sagte Friedrich, der kaum noch Hoffnungen auf Gold hat: "Das Rennen ist erst nach vier Läufen zu Ende. Die Bahn hat es in sich, man hat es gesehen. Wir können am Material noch irgendwas machen, aber das wird jetzt keine acht Zehntel ausmachen." Lochner setzt Dominanz aus dem Weltcup fortDer in Peking vor vier Jahren zweimal hinter Friedrich auf Rang zwei gekommene Lochner, der mit Fleischhauer sechs von sieben Rennen in diesem Winter gewann, zeigte seine ganze Klasse an den Lenkseilen. Der 35-Jährige leistete sich fast keinen Fehler. "Gerade der erste Lauf ist mir brutal gut von der Hand gegangen. Ich konnte es selber fast nicht glauben, wo ich die Zeit gesehen habe", sagte Lochner.  Fleischhauer betonte: "Wir machen genauso weiter, so wie die ganze Saison schon. Das sind optimierte Abläufe, die wir immer schon machen." Lochner weiß um die Gefahr im Eiskanal: "Keine großen Experimente, einfach das tun, was uns Spaß macht und dann funktioniert es."Friedrich, der mit einer weiteren Goldmedaille zum erfolgreichsten Bobpiloten bei Winterspielen aufsteigen könnte, war am Start eine Hundertstelsekunde langsamer. Zudem unterliefen ihm einige Patzer im Cortina Sliding Centre. Auch mit der Abstimmung beim Material kam er wie schon zuletzt im Weltcup nicht auf Spitzen-Geschwindigkeiten. Lochner und Friedrich "duckifiziert"Das Dauer-Duell der beiden Weltklassepiloten wurde sogar im Micky-Maus-Magazin "duckifiziert". In der Story "Rivalen der Bobbahn" sind Lochner und Friedrich als Comicfiguren im Eiskanal unterwegs, um Donald Duck zu retten. "Sie verkörpern Leidenschaft sowie Ehrgeiz und haben beide Humor", hieß es in einer Pressemitteilung des Verlages.

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Verstappen ätzt gegen Autos: Explosive Regel-Debatte: "Hat mit Formel 1 nichts zu tun"

Schlechtere PR für die Formel 1 gibt es kaum. Ein vier- und ein siebenmaliger Weltmeister reden die neue Wagen-Generation in Grund und Boden. Der aktuelle Champion stichelt lieber gegen Verstappen.Max Verstappen lachte noch kurz auf und fällte dann ein vernichtendes Urteil über die neue Wagen-Generation in der Formel 1. "Um ehrlich zu sein, machte das Fahren gerade gar keinen Spaß", ätzte der viermalige Weltmeister während der Auftakttests in Bahrain. Und er ließ sogar seine Zukunft in der Motorsport-Königsklasse offen. "Es hat mit der Formel 1 eigentlich nichts zu tun", klagte Verstappen. "Es fühlt sich eher an wie die Formel E auf Steroiden."Verstappen kennt keine Gnade mit den für ihn spürbaren Folgen des neuen Reglements, das die Formel 1 umgekrempelt hat. Die Autos sind leichter, kürzer und schmaler. Was für den Superstar von Red Bull und seine Fahrerkollegen gravierende Folgen hat, ist vor allem der auf fast 50 Prozent gestiegene Elektroanteil der 1,6-Liter-V6-Turbomotoren.Verstappen will "nur normal fahren"Verstappen & Co. sind während der Rennen zu permanentem Energie-Management aufgerufen. Der Elektroschub setzt immer nur kurzzeitig ein, anschließend muss durch das so genannte Lift and Coast (Gas wegnehmen und rollen lassen) Energie zurückgewonnen werden. Die Piloten müssen also, wie etwa beim Reifen schonenden Fahren, künftig noch viel strategischer lenken. "Ich liebe es, Vollgas zu fahren, aber im Moment kannst du so nicht fahren", kritisierte Verstappen, der von Mittwoch bis Freitag die letzten Formel-1-Tests vor dem ersten Grand Prix des Jahres in Melbourne am 8. März bestreitet. "Ich will einfach nur normal fahren. Jetzt erleben wir aber einen großen Rückschritt."Mehr Sim- und GT-Racing für Verstappen?Verstappen vermisst bei der neuen PS-Generation auch Grip und Fahrgefühl. So äußerte er sogar zum wiederholten Male Zweifel an der Fortsetzung seiner Formel-1-Karriere. "Ein Auto zu haben, das Rennen gewinnen kann, reicht mir nicht. Es muss auch Spaß machen, es zu fahren", sagte der Niederländer, der bei Red Bull noch einen Vertrag bis Ende 2028 hat."In dieser Phase meiner Karriere erforsche ich auch andere Dinge außerhalb der Formel 1, um Spaß zu haben." Verstappen ist begeisterter Sim-Racer und mittlerweile auch Besitzer eines eigenen GT-Teams."Wenn er zurücktreten will, kann er zurücktreten"Mit Verstappens Klage und Kritik will sich Weltmeister Lando Norris gar nicht beschäftigen. "Ich habe es genossen", sagte der Engländer nach seinen ersten Testkilometern sogar und meinte spitz in Richtung des entthronten Champions: "Wenn er zurücktreten will, kann er zurücktreten. Die Formel 1 wandelt sich die ganze Zeit. Manchmal fährt man dabei besser, manchmal nicht so gut."Norris mag die Herausforderung, seinen Fahrstil neu auszurichten. Und außerdem bekomme er eine Menge Geld bezahlt, dürfe weiter schnelle Autos fahren, "um die Welt reisen und viel Spaß haben. Ich habe nichts zu beklagen."Früher war es der Abtrieb, heute eben die EnergieVerständnis erntet Red-Bull-Pilot Verstappen von Fernando Alonso. "Ich kann die Kommentare von Max nachvollziehen, weil du als Fahrer den Unterschied in der Kurve machen willst, wenn du fünf km/h schneller fährst", sagte der Aston-Martin-Pilot. "Jetzt musst du dich aber danach richten, wie viel Energie dein Motor auf der nächsten Gerade noch haben wird."Der zweimalige Weltmeister, der schon seit 2001 in der Formel 1 fährt, zerbricht sich aber über Regeländerungen längst nicht mehr groß den Kopf. "So ist die Formel 1 eben und so war sie schon immer", sagte der Spanier. "Jetzt ist es die Energie. Vor ein oder zwei Jahren, als Max noch alle Rennen gewonnen hat, war es der Abtrieb. Am Ende des Tages ist es die Formel 1, wir klappen das Visier herunter und fahren Rennen."Hamilton schüttelt mit dem KopfFreude am Fahren hatte Rekordweltmeister Lewis Hamilton in seinem ersten Jahr bei Ferrari nur bedingt. Das komplexe Energie-Management gefällt dem Engländer wie auch Verstappen nicht. "Kein Fan wird das verstehen. Es ist so komplex, so lächerlich komplex", schimpfte der siebenmalige Weltmeister.Hamilton bezog sich vor allem auf den Einsatz der Software-Algorithmen, die die besten Zeitpunkte für Energie-Abgabe und -rückgewinnung bestimmen werden. "Ich hatte an einem Tag sieben Meetings. Es ist, als bräuchten wir einen Abschluss, um das alles komplett zu verstehen", spottete er.Starts und SicherheitMcLaren-Teamchef Andrea Stella macht sich indes Sorgen um die Sicherheit vor allem bei den Rennstarts, wenn die Fahrer den Ladedruck aufbauen müssen. Verpassen diese das richtige Timing, kann es zu Fehlstarts und im schlimmsten Fall zu frühen Kollisionen führen."Alle Teams und die Fia (Motorsportweltverband) sollten Verantwortung übernehmen, wenn es um die Anforderungen an das Startverfahren geht", sagte Stella und forderte konkrete Änderungen. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel, die Ampel-Sequenz zu verlängern, um den Fahrern genügend Zeit für den Ladevorgang zu geben.

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Bobfahrerin: 140 km/h, nicht bremsen! So will Laura Nolte zu Olympia-Gold sausen

Beim Bobfahren ist alles Kopfsache, und keine Pilotin beherrscht diese Kunst so gut wie Laura Nolte. Nun will sie die olympische Eisbahn erobern.

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Biathlon bei Olympia: Preuß rätselt über letztes Schießen: "Es wackelt nur noch"

Franziska Preuß kämpft am Schießstand mit den Nerven. Warum schon wieder 30 Sekunden über Olympia-Träume entschieden haben - und was ihr Freund Simon Schempp ihr jetzt wünscht.Auf der Suche nach den Gründen für ihr neuerliches Scheitern ausgerechnet im letzten Schießen wirkte Franziska Preuß ziemlich ratlos. "Es wackelt nur noch", sagte Deutschlands beste Biathletin bei den Olympischen Winterspielen in Antholz: "Ich bin dann so angespannt und bekomme nicht mehr den Fokus auf das Wesentliche. Dann geht einfach nichts mehr."Eigentlich wollte die 31-Jährige in Südtirol endlich ihre erste Einzelmedaille bei Olympia gewinnen und ihre Karriere nach einem weiteren emotionalen Höhepunkt beenden. Doch dieser Plan scheint aufgrund einer unerklärlichen Nervenschwäche zu scheitern. Wie schon über 20 Kilometer zerstörten im Verfolgungsrennen zwei Fehler im finalen Stehendschießen ihren Traum. Vor einem Jahr noch hatte Preuß im Jagdrennen eiskalt Gold bei der WM in der Schweiz gewonnen. Nun vergab sie mindestens Bronze, wurde nur Sechste und brach hinterher mehrfach in Tränen aus."Ich bin enttäuscht, dass ich es nicht durchziehen kann""Dass das letzte Schießen so scheiße läuft, das tut richtig weh", sagte Preuß. Auch zum Olympia-Auftakt in der Mixed-Staffel handelte sie sich so noch eine Strafrunde ein. Dank ihrer starken Teamkollegen reichte es trotzdem zu Bronze. Es ist der einzige Lichtblick erneut schwieriger Winterspiele für Deutschlands Sportlerin des Jahres. Auch im Sprint verfehlte sie stehend eine Scheibe. "Ich bin einfach nur enttäuscht, dass ich es nicht durchziehen kann", sagte Preuß.Ein Grund aufzugeben, ist das aber nicht. Sie blickt positiv nach vorn. "Leider entscheiden 30 Sekunden über Freude oder Enttäuschung", schrieb Preuß gut sechs Stunden nach dem bitteren Zieleinlauf bei Instagram: "Ja, diese letzten, entscheidenden 30 Sekunden ärgern mich immer noch, aber genau sie treiben mich an. Ich stecke den Kopf nicht in den Sand, ich arbeite weiter."Spätestens am Saisonende plant sie aufzuhören, womöglich ist aber schon am kommenden Samstag Schluss. Bislang hält sich Preuß offen, ob sie noch mal in den Weltcup zurückkehrt oder der olympische Massenstart ihr finaler Auftritt wird. Ganz sicher wird das die letzte Chance auf eine Individualmedaille, eine weitere Möglichkeit auf Edelmetall gibt es am Mittwoch mit der Frauen-Staffel, die sie im Weltcup regelmäßig als Schlussläuferin anführte. Zuletzt patzte sie aber in Ruhpolding mit einer Strafrunde. Und auch in Antholz droht wieder ein nervenaufreibender Showdown beim letzten Schießen."Extreme Drucksituationen" am Schießstand"Sie hat es viele, viele Jahre geschafft, genau in diesen Situationen zu bestehen", sagte Sportdirektor Felix Bitterling. Aktuell habe sie zwar einige Probleme, aber das sei kein Grund, an ihr zu zweifeln. "Das, was wir im Training sehen, ist, dass sie diesen Bock jederzeit umstoßen kann", sagte Bitterling. Auch das Trainerteam sei "wirklich positiv mit Blick auf die zweite Woche, dass wir da eine andere Franzi sehen in dieser Situation".Grund für die Schwäche in den entscheidenden Momenten des Rennens sei "eine gewisse Unsicherheit", sagte Bitterling: "Ich glaube, dass es nichts Technisches ist oder sie zum Beispiel die Waffe verkantet." Letzte Schießen um Olympia-Medaillen seien viel mehr "extreme Drucksituationen". Diese zu bestehen, ist die hohe Kunst des Sports. Dass Preuß das kann, hat sie oft genug bewiesen. Dass es ausgerechnet beim letzten Highlight ihrer Laufbahn nicht klappt, sei "natürlich sehr, sehr hart", sagte sie selbst.Partner Schempp: "Sie ist nach wie vor hungrig"Bis zum letzten Gang an den Schießstand zeigte Preuß einmal mehr eine Weltklasseleistung. Auch die Laufform stimmt und würde wieder reichen, um ganz vorn anzugreifen. "Ich wünsche ihr einen Wettkampf mit 100 Prozent Trefferleistung, dann geht auch mehr", sagte Simon Schempp, seit über zehn Jahren der Partner an Preuß' Seite. Der Ex-Weltmeister und Staffel-Olympiasieger hat als Aktiver selbst harte Zeiten durchgemacht und steht seiner Freundin nun bei. "Sie ist nach wie vor hungrig", sagte der 37-Jährige.Das deutsche Biathlon-Team holte erstmals in sechs Einzelrennen zum Olympia-Start keine einzige Medaille. Der Druck ist mittlerweile enorm, weil die Auswahl des Deutschen Skiverbandes den hohen Erwartungen trotz einiger Top-Ten-Plätze nicht gerecht wird. Dass Preuß weiterhin die Einzige ist, die aus eigener Kraft und ohne Fehler der anderen Medaillen gewinnen kann, macht es noch schwieriger. Es mangelt an Entlastung, für die Vanessa Voigt im Einzel als Vierte zumindest mal kurzzeitig sorgen konnte.Ein Blick in die Statistik zeigt: Als Preuß in der Vorsaison den Gesamtweltcup gewann, traf sie 88 Prozent ihrer Schüsse im Stehendschießen, im laufenden Winter sind es nur noch 79 Prozent - eine deutliche Verschlechterung. Das Liegendschießen eingerechnet kommt sie auf 191 Treffer bei 223 Schüssen (Trefferquote 86 Prozent). Zum Vergleich: Voigt hat als besten Schützin im Weltcup eine Gesamttrefferquote von 94 Prozent (217 Treffer bei 230 Schüssen), Lou Jeanmonnot aus Frankreich (270/297) und Verfolgungs-Olympiasiegerin Lisa Vittozzi aus Italien (222/245) liegen bei 91 Prozent.

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