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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Eishockey-WM: 6:3 gegen Großbritannien: DEB hofft nun auf Lettland-Patzer

Nach dem Pflichtsieg zum Abschluss der WM-Vorrunde beginnt für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft das Bangen um das Viertelfinale. Die Entscheidung fällt am Dienstag.Pflichtsieg gegen Großbritannien, jetzt muss auf eine große Überraschung gehofft werden: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft benötigt weiter Schützenhilfe für den Viertelfinal-Einzug bei der WM in der Schweiz. Durch den 6:3 (3:0, 1:1, 2:2)-Erfolg gegen den bereits als Absteiger feststehenden Briten hat das Team von Bundestrainer Harold Kreis 10 Punkte auf dem Konto. Nur bei einer Niederlage Lettlands am Dienstag (12.20 Uhr) gegen Außenseiter Ungarn würde die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes noch die K.o.-Runde erreichen."Es war durchwachsen heute. Die letzten beiden Spiele waren bereits schwierig. Die anderen Ergebnisse machen ja was mit einem", sagte Nationalspieler Frederik Tiffels."Wir würden natürlich gerne weiterkommen, ansonsten wäre das schon eine Enttäuschung."Wie schon im vergangenen Jahr bei der WM in Dänemark übersteht die deutsche Mannschaft mit großer Wahrscheinlichkeit erneut die Vorrunde nicht. Der schleppend in die WM gestartete Vize-Weltmeister von 2023 lief im Turnierverlauf einer 0:2-Niederlage gegen Lettland hinterher und verpasste auch gegen die biederen US-Amerikaner (3:4 nach Penaltyschießen) wichtige Punkte. Siege gab es nur gegen die Außenseiter. Gegen die Schweiz (1:6) und Finnland (1:3) war das Kreis-Team ohnehin nicht auf Augenhöhe. "Wir haben das Turnier vorher verloren", monierte NHL-Star Moritz Seider.Norwegen macht es vorSelten war es bei einer WM einfacher, die K.o.-Runde zu erreichen. Einige Nationen wie die Weltmeister und Olympiasieger USA, Tschechien oder Schweden verzichteten fast komplett auf ihre Starspieler. Daher steht beispielsweise in der Gruppe B Norwegen bereits als Viertelfinal-Teilnehmer fest. In der Deutschland-Gruppe haben Lettland und Österreich noch gute Möglichkeiten auf die nächste Runde.Immerhin gelang den Deutschen gegen Großbritannien mit dem dritten Sieg in Serie ein versöhnlicher Abschluss der Gruppenphase. Doch passend zum Turnierverlauf konnte die deutsche Mannschaft nicht sofort überzeugen. Absteiger Großbritannien hatte wenig Mühe, die Angriffe der DEB-Auswahl zu unterbinden. Auch die erste Überzahl dokumentierte eine der großen Schwächen in der Schweiz. Keine wirkliche Torchance konnte Deutschland im Powerplay gegen die zweitklassigen Briten herausspielen. Es musste eine Einzelleistung von Star-Verteidiger Seider her. Sein perfektes Zuspiel nutzte Alexander Karachun zum 1:0 (14. Minute). Der 31-Jährige wurde in der vergangenen Woche für den verletzten Daniel Fischbuch nachnominiert. Doppelschlag innerhalb von 16 SekundenDer Treffer brachte den Außenseiter ins Wanken. Noch vor dem Ende des ersten Drittels erhöhten Tiffels (20.) vom deutschen Meister Eisbären Berlin und Münchens Fabio Wagner (20.) innerhalb von 16 Sekunden auf ein klares 3:0. "Wir wollen sie müde spielen", sagte NHL-Stürmer Lukas Reichel bei ProSieben.Die Briten wirkten zumindest zu Beginn des zweiten Durchgangs verunsichert. Andreas Eder (23.) war mit seinem ersten WM-Tor für den vierten deutschen Treffer verantwortlich. Durch Robert Dowd (25.) kam der Gegner zum 1:4. "Ich freue mich über das Tor, aber es war kein gutes zweites Drittel", sagte Torschütze Eder.Viele Tore im SchlussdrittelDen Eindruck aus dem Mitteldurchgang wollte das DEB-Team zumindest schnell entgegenwirken. Joshua Samanski von den Edmonton Oilers traf zum 5:1 (41.). Leon Gawanke (49.) von den Adlern Mannheim sorgte für den sechsten Treffer in einer mittlerweile niveauarmen Partie. Ollie Betteridge (51.) und Robert Lachowicz (55.) konnten für die Briten noch verkürzen. "Über 60 Minuten haben wir den Sieg sicher nach Hause gebracht", sagte Coach Kreis.

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Relegation: Wolfsburg steigt nach 29 Jahren erstmals aus der Fußball-Bundesliga ab

Wolfsburg unterliegt im Rückspiel der Bundesliga-Relegation in Paderborn trotz früher Führung. Nach fast drei Jahrzehnten Erstklassigkeit geht es für die Wölfe in Liga zwei.Der VfL Wolfsburg hat die Relegation gegen den SC Paderborn dramatisch verloren und steigt zum ersten Mal in seiner Geschichte aus der Fußball-Bundesliga ab. Die lange in Unterzahl spielende Mannschaft von Coach Dieter Hecking unterlag den Ostwestfalen im Rückspiel mit 1:2 (1:1, 1:1) nach Verlängerung. Der SCP bejubelte den dritten Aufstieg in die Erstklassigkeit nach 2014 und 2019.Vor 15.000 Zuschauern im ausverkauften Paderborner Stadion erzielten Filip Bilbija (38. Minute) und Laurin Curda (100.) die Tore für die von Ralf Kettemann trainierten Gastgeber. Anders als beim 0:0 im Hinspiel präsentierte sich der SCP diesmal offensiv druckvoll.Für Wolfsburg reicht es dagegen nur zu einem schnellen Tor. Der Führungstreffer von Dzenan Pejcinovic (3.) war zu wenig. Joakim Maehle sah Gelb-Rot (14.) und schwächte seine Mannschaft, die ihre Aufholjagd der vergangenen Wochen nicht vollenden konnte, entscheidend.Erst mit acht Punkten aus den letzten fünf Bundesligaspielen hatte sich der VfL überhaupt die Chance in den Entscheidungsspielen erarbeitet. Am Ende einer von Anfang an völlig verkorksten Saison stehen nun Trauer und Enttäuschung. In den kommenden Wochen muss beim millionenschweren Volkswagen-Klub eine umfassende Aufarbeitung der Spielzeit erfolgen.Viel Action gleich zu Beginn„Wir müssen heute einen drauflegen, wenn wir in der Liga bleiben wollen“, hatte Hecking vor dem Spiel bei Sat.1 gesagt. Und seine Mannschaft nahm den 61-Jährigen zu Beginn der Partie beim Wort. Wolfsburg legte einen Traumstart hin. Adam Daghim sprintete die linke Außenbahn entlang, legte zurück und Pejcinovic ließ die mitgereisten VfL-Fans mit einem platzierten Flachschuss ins Eck jubeln.Paderborn ließ sich durch den frühen Rückstand jedoch nicht nachhaltig beeindrucken. Die Ostwestfalen, die von ihren Fans mit einem Busempfang und Feuerwerk auf das Spiel eingestimmt worden waren, zeigten eine gute Reaktion und erarbeiteten sich Feldvorteile.Der Lohn war zunächst zwar kein Tor, aber die Überzahl. Maehle, der kurz zuvor erst bei einer Rudelbildung Gelb gesehen hatte, ging übermotiviert in einen Zweikampf mit Mattes Hansen. Schiedsrichter Felix Zwayer zögerte nicht und schickte den Dänen vom Platz.Paderborn belohnt sich für viel Aufwand mit dem AusgleichIn Unterzahl zog sich Wolfsburg zurück, Paderborn baute Druck auf. Der Ausgleich war nur eine Frage der Zeit. Ein Schuss von Mika Baur rauschte noch knapp am Tor vorbei. Bei einem Versuch von Santiago Castaneda war Kamil Grabara im Wolfsburger Tor zur Stelle. Dann ließ Bilbija die Arena erzittern. Der 26-Jährige traf nach einem verlängerten Einwurf per Kopf.Das Spiel auf ein Tor setzte sich nach der Halbzeit fort. Jeanuel Belocian und Christian Eriksen retteten bei einer Paderborner Doppelchance in höchster Not für Wolfsburg. Sebastian Klaas traf mit einem wuchtigen Schuss nur den Pfosten.Von Wolfsburg kam offensiv quasi nichts. Angesichts des Kader-Potenzials des Bundesligisten war das trotz der Unterzahl erstaunlich. Ein Beleg für die Einseitigkeit der Partie war auch die Statistik: Nach einer guten Stunde hatte der SCP 13 Ecken getreten, der VfL eine.Trotz der Unterlegenheit retteten sich die Gäste irgendwie in die Verlängerung, auch weil Sven Michel für Paderborn in der Nachspielzeit erneut nur den Pfosten traf. Doch in der Verlängerung kassierten die Niedersachsen das 1:2. Curda brachte den Zweitligisten verdient in Führung und verwandelte das kleine Paderborner Stadion in ein Tollhaus.

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Tennis: French Open: Lys in Runde zwei, Maria und Seidel schon raus

Fast zur gleichen Zeit beenden zwei deutsche Tennisspielerinnen ihre Erstrundenpartien in Roland Garros - mit unterschiedlichem Ausgang. Eva Lys hat bei ihrem Sieg mit der Pariser Hitze zu kämpfen.Tennisspielerin Eva Lys hat zum zweiten Mal in ihrer Karriere die zweite Runde bei den French Open erreicht. Die 24-Jährige setzte sich in ihrem Auftaktmatch in Paris gegen die Kroatin Petra Marcinko mit 6:3, 6:0 durch. Ihre nächste Gegnerin ist die an Nummer 18 gesetzte Rumänin Sorana Cirstea.Für Tatjana Maria kam dagegen beim zwölften Start in Roland Garros zum zehnten Mal das Aus in der ersten Runde. Die 38-Jährige musste sich der favorisierten Belgierin Elise Mertens mit 5:7, 0:6 geschlagen geben. Am Abend verlor auch Ella Seidel ihre Erstrundenpartie gegen die frühere French-Open-Siegerin Jelena Ostapenko aus Lettland mit 4:6, 4:6.Lys kämpft mit Hitze: "Man schwitzt sich einen ab"Fast mehr noch als mit ihrer Gegnerin hatte Lys mit der Hitze zu kämpfen. "Es ist unglaublich schwer. Ich glaube, alles, was man trinkt, schwitzt man wieder aus", sagte die Hamburgerin: "Ich habe mir im Kopf immer gesagt: Du wirst nicht diejenige sein, die wegkippt. Aber von rechts nach links laufen - man schwitzt sich da einen ab, der Schläger bleibt nicht in der Hand. Es ist auf jeden Fall nicht einfach."Für Lys war es der vierte Sieg im zwölften Match in diesem Jahr. Sie hatte sich in ihrem ersten Auftritt Anfang Januar eine Knieverletzung zugezogen. Eine wochenlange Zwangspause nach den Australian Open und anschließende Probleme mit dem Spielrhythmus waren die Folge. Bei ihrem Erstrundensieg in Paris zeigte sich die Australian-Open-Achtelfinalistin des Vorjahres vor allem im Returnspiel bei Marcinkos Aufschlag stark. Bei ihrem eigenen Service wackelte Lys im ersten Satz, steigerte sich aber in Durchgang zwei. Außerdem profitierte die Deutsche von vielen Fehlern ihrer Gegnerin.

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French Open im Tennis: Hitze, Sieg und Dackel-Glück: Zverevs Wohlfühlfaktor steigt

Alexander Zverev startet erfolgreich in die French Open und genießt die heißen Tage von Paris. Auch der überstandene Unfall seines Hundes spielt dabei eine Rolle.Alexander Zverev war nach dem souveränen Start in seine Titelmission von Paris in Plauderlaune. Detailliert erzählte der deutsche Tennisstar von einem Unfall seines Dackels Mishka bei einem Golf-Ausflug, als sich der Hund vier Knochen und beide Hüften brach. "Der Volltrottel ist halt einfach acht Monate alt und versteht nicht, warum er im Golfcart sitzen bleiben muss", sagte der Weltranglistendritte. Der Dackel, in den Zverev "total verliebt" ist, hat sich aber von dem Schreck und den Schmerzen erholt und begleitet sein Herrchen auch bei den French Open. Das erhöht bei Zverev den Wohlfühlfaktor - genau wie die aktuelle Hitzewelle in Paris und sein erfolgreicher erster Schritt auf dem Weg zum so sehnlich erhofften Grand-Slam-Triumph.Zverev: Das fehlt mir noch zu SinnerAus seinem soliden, aber auch wenig glanzvollen Sieg zum Auftakt wollte er dennoch keine Raketenwissenschaft machen. "Ich bin gut ins Turnier gestartet - und weiter geht’s", sagte der gebürtige Hamburger nach dem 6:3, 6:4, 6:2 am Sonntag gegen den Franzosen Benjamin Bonzi: "Es ist manchmal sehr simpel." Zverev will es einfach halten bei seiner Jagd nach dem Titel. Beim 41. Anlauf auf der Grand-Slam-Bühne soll es klappen, auch wenn er dafür wohl den aktuell unbesiegbar erscheinenden Italiener Jannik Sinner schlagen muss. Was ihm noch zur ultimativen Spitze fehle, wurde Zverev nach seinem Erstrundensieg gefragt. Er überlegte kurz und antwortete: "Das beste Tennis zu zeigen, wenn man es wirklich braucht." So wie Sinner es tue. "Er serviert ein Ass, genau dann, wenn er es braucht. Er schlägt einen Winner, genau dann, wenn er es braucht", sagte Zverev: "Ich glaube, das ist der größte Unterschied momentan noch."Becker lobt Zverev: "Richtig gutes Tennis"So skurril es angesichts von zuletzt neun Niederlagen in Serie in direkten Duellen auch klingen mag: Die deutsche Nummer eins gilt als größter Herausforderer von Topfavorit Sinner. Auf den Weltranglistenersten kann er aufgrund des Startverzichts des verletzten Spaniers Carlos Alcaraz erst in einem möglichen Finale treffen.Um spielerisch die Lücke zu Sinner und auch Alcaraz zu schließen, stellte Zverev sein Spiel etwas um. Auch gegen Bonzi stand er vor allem beim zweiten Aufschlag des Franzosen für den Return dichter an der Grundlinie und streute immer wieder Stopps als taktisches Mittel ein. "So spielt er sehr variantenreich und sehr gefährlich", lobte Tennis-Ikone Boris Becker bei Eurosport: "Das ist richtig gutes Tennis, was er mittlerweile spielt."Jetzt wartet ein TschecheDas will Zverev auch gegen seinen nächsten Gegner Tomas Machac zeigen, auf den er vermutlich am Mittwoch trifft. "Wenn er gut spielt, spielt er wirklich sehr, sehr gut", sagte Zverev über den Tschechen. Er erwarte ein "schweres Match", aber: "Ich muss mir und meinem Spiel vertrauen - und das werde ich tun."Er muss auch seinem Körper vertrauen. Seine Rückenprobleme waren zuletzt zurückgekehrt und hatten ihn zum Startverzicht beim Turnier in seiner Heimatstadt Hamburg gezwungen. "Wunderbare Behandlungen" bei Promi-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt hätten geholfen, so Zverev. Der Rücken mache keine Probleme.Hitze in Paris: Größter Vorteil gegenüber SinnerGenauso wenig wie das Wetter - ganz im Gegenteil. Die aktuelle Hitzewelle in Paris mit Sonne pur und Temperaturen um 30 Grad ist für Zverev ideal. Weil der Ball bei diesen Bedingungen höher abspringt, muss der knapp zwei Meter große Athlet bei den Grundschlägen nicht so tief gehen. Auch sein Aufschlag als größte sportliche Waffe ist dann effektiver. Sinner hat dagegen bei Hitze öfter mit körperlichen Problemen zu kämpfen. "Wir Rothaarigen tun uns bei großer Hitze schwer", sagte Becker: "Das Wetter ist sein größter Gegner." Und vermutlich Zverevs größte Chance.Bei den Frauen sind Tamara Korpatsch und Eva Lys weiter. Die Hamburgerin Lys setzte sich gegen die Kroatin Petra Marcinko mit 6:3, 6:0 durch und trifft nun auf die Rumänin Sorana Cirstea. Korpatsch besiegte die Spanierin Sara Sorribes Tormo mit 6:4, 6:2, ihre nächste Gegnerin Wang Xinyu aus China. Auffällig war, dass Korpatsch mit einer Sonnenbrille spielte. "Ich kann den Ball besser sehen und bin echt sehr lichtempfindlich", erklärte Korpatsch. 

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Medienberichte: Ex-Werder-Profi Ducksch baut betrunken Unfall – und wird verurteilt

Eine Autofahrt im betrunkenen Zustand kommt dem ehemaligen Bundesliga-Spieler Marvin Ducksch teuer zu stehen. Wie es zum Unfall kam – und wie hoch die Strafe ausfällt.Geldstrafe und Fahrverbot: Der ehemalige Bundesliga-Profi Marvin Ducksch ist für seine Trunkenheitsfahrt verurteilt worden. Der 32 Jahre alte Stürmer von Birmingham City muss laut Medienberichten in England 16.000 Pfund Strafe (rund 18.500 Euro) zahlen und für 14 Monate den Führerschein abgeben. Zudem werden je 1000 Pfund (rund 1150 Euro) Schmerzensgeld für die beiden Unfallopfer fällig.Der zweimalige Nationalspieler war am Ostermontag gegen 22.30 Uhr in der Nähe des Trainingsgeländes des englischen Traditionsklubs in einen Unfall mit drei Autos verwickelt und anschließend vorläufig festgenommen worden. Bei dem Alkoholtest wurden 1,06 Promille festgestellt, die Grenze liegt bei 0,7.Anwältin hebt Marvin Duckschs „tadellosen Charakter“ hervorSeine Anwältin Julia Morgan betonte Duckschs „tadellosen Charakter“, denn er habe nach dem Unfall auf die Polizei gewartet und sich um die beiden weiblichen Opfer gekümmert, die mit leichten Verletzungen (Nasenbluten sowie kleinere Verletzungen an Stirn und Daumen) davonkamen. Ducksch selbst gab an, er habe die Musik wechseln und einem Ast auf der Straße ausweichen wollen.Ducksch war im August 2025 aus Bremen nach Birmingham gewechselt und erzielte in 33 Ligaspielen zehn Treffer für den englischen Zweitligisten, der die Saison auf dem zehnten Platz beendete.

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„Enhanced Games“: Acht Wochen lang Doping-Cocktails für einen Rekord, der nicht mal zählt

Doping ist bei den „Enhanced Games“ ausdrücklich erlaubt. Dennoch blieben die Leistungen hinter den Erwartungen zurück. Finanziell lohnte sich die Teilnahme jedoch für einige.Nach seinem Sieg über 100 Meter Schmetterling kletterte Marius Kusch fix aus dem Becken und zeigte seine von Dopingmitteln unterstützten Muskeln. Was genau Kusch vor den erstmals ausgetragenen „Enhanced Games“ zu sich genommen hatte – erlaubt waren neben Testosteron unter anderem auch Epo und Wachstumshormone –, blieb sein Geheimnis. Die Freude über einen Siegerbonus von 250.000 US-Dollar und die Leistungsfähigkeit zwei Jahre nach seinem letzten offiziellen Wettkampf teilte er gerne und laut. „Am Ende des Tages schaust du gut aus, fühlst dich gut und schwimmst schnell“, rief der deutsche Kurzbahn-Europameister von 2019 nach einem Kraftausdruck und seiner um 0,07 Sekunden verbesserten persönlichen Bestzeit in Las Vegas ins Stadionmikrofon. Mit etwas Abstand antwortete der 33-Jährige dann auf die Frage, inwiefern sich sein Körper anders angefühlt habe als bei früheren Wettkämpfen: „Ich kann jetzt nicht sagen, dass ich so einen ultimativ großen Boost oder so hatte, aber mir ist es einfach gelungen, wirklich meine Details heute perfekt abzuliefern.“ Über 50 Meter hatte er zuvor zwar nur Rang drei belegt, seine persönliche Bestzeit aber um 0,46 Sekunden verbessert.„Enhanced Games“-Ergebnisse werden nicht offiziell anerkanntDas war die große Frage, auf die die Veranstalter der Enhanced Games eine Antwort geben wollten: Wozu ist der menschliche Körper in der Lage, wenn man ihm durch Medikamente und Mittel bei der Regeneration und dem Aufbau von Leistungsfähigkeit hilft? „Enhanced“, auf Deutsch etwa „verbessert“, nennen das die Macher um den deutschen Milliardär Christian Angermayer und den ehemaligen Investmentbanker Maximilian Martin aus München. Die Welt-Anti-Doping-Agentur und die etablierten Sportverbände wie das Internationale Olympische Komitee nennen es: gedopt.Bei den insgesamt 22 Wettkämpfen im Schwimmen, Gewichtheben und der Leichtathletik verbesserten zahlreiche Sportlerinnen und Sportler ihre persönlichen Bestleistungen, viele davon nach jahrelangen Wettkampfpausen. Eine Flut von Resultaten, die bestehende Weltrekorde übertrafen, gab es allerdings nicht. Offizielle Anerkennung von den internationalen Verbänden hätten sie ohnehin nicht gefunden. „Wir haben heute mehr Weltrekorde erwartet, aber es ist Live-Sport und das kannst du nicht planen“, sagte Geschäftsführer Martin. Millionenbonus für Leistung auf WeltrekordniveauErst beim letzten Wettkampf des Tages bekamen die 2500 gezielt eingeladenen Zuschauer – frei zugänglich gab es keine Karten für die Outdoor-Veranstaltung – dann den erhofften Grund zum Jubeln. Über 50 Meter Freistil schlug der Grieche Kristian Gkolomeev nach 20,81 Sekunden an. Er war damit schneller als der offizielle Weltrekord von 20,88 Sekunden und bekam eine Million US-Dollar Bonus zusätzlich zu den 250.000 US-Dollar für den Sieg. Geschäftsführer Martin hüpfte vor Freude wie wild am Beckenrand auf und ab.Weil Gkolomeev zudem über 100 Meter Freistil gewann, verdiente er an einem Abend 1,5 Millionen US-Dollar allein durch Preisgeld. Für einen Schwimmer eine unfassbar hohe Summe, die durch Olympiasiege und Weltmeistertitel nicht zu erreichen wäre. Bei den Enhanced Games waren die im internationalen Schwimmsport seit 2010 verbannten Schwimmanzüge, die damals zu einer Flut von Weltrekorden beigetragen hatten, erlaubt.Teilnehmer dopten sich acht Wochen langAcht Wochen lang bekamen 38 der 42 teilnehmenden Sportlerinnen und Sportler beim Trainingslager in Abu Dhabi einen von Ärzten auf Basis zahlreicher Untersuchungen und Blutwerte ausgearbeiteten Cocktail an Mitteln zur Leistungssteigerung. Geplant waren ursprünglich zwölf Wochen, unter anderem beeinflusst vom Krieg zwischen den USA und Iran und dessen Auswirkungen auf die Region wurden es am Ende aber vier Wochen weniger.Vier Teilnehmer und Teilnehmerinnen verzichteten, darunter nach eigenen Angaben der Sprinter Fred Kerley, die Sprinterin Tristan Evelyn und der Schwimmer Hunter Armstrong, die alle einen Wettkampf gegen die aufgeputschte Konkurrenz gewannen und wie Kusch 250.000 US-Dollar zusätzlich verdienten. Kerley gewann über 100 Meter in 9,97 Sekunden, Armstrong siegte über 50 Meter Rücken und wurde Zweiter hinter Gkolomeev über 100 Meter Freistil. Evelyn entschied die 100 Meter der Frauen in 11,25 Sekunden für sich. Kerley ist im Weltsport derzeit wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Regeln gesperrt. Er verpasste mehrere Kontrollen. Keine Angaben darüber, was Doping-Cocktails enthieltenWas genau wer zu sich nahm, veröffentlichten die Veranstalter nicht. Mitgeteilt wurde unter anderem, dass 91 Prozent der Sportlerinnen und Sportler Testosteron und 79 Prozent Wachstumshormone bekamen. „Ich will nicht, dass irgendjemand versucht, mich ohne medizinische Betreuung zu kopieren“, sagte Gkolomeev, als er nach seinem persönlichen Cocktail gefragt wurde. Ohne hartes Training, viel Schlaf und die richtige Ernährung ginge es auch mit Hilfsmitteln nicht. Wie viele andere der Sportlerinnen und Sportler bedankte sich Gkolomeev bei den Machern für die Gelegenheit, unter besten Bedingungen zu trainieren und so gut zu verdienen.Weniger Sympathie gibt es bei der amerikanischen Anti-Doping-Agentur für das Projekt. „Die Macher der Enhanced Games wollen vielleicht schnelles Geld verdienen, aber dieser Gewinn geht auf Kosten von Kindern auf der ganzen Welt, die glauben, dass sie Dopingmittel nehmen müssen, um ihre Träume zu verwirklichen“, hatte deren Chef Travis Tygart schon vor Monaten kritisiert.

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Historischer Seriensieger: Mit Wut und Können: Antonelli dominiert die Formel 1

Er gewinnt auch den Grand Prix in Kanada. Kimi Antonelli beherrscht derzeit die Formel 1. Mit 19 Jahren, viel Temperament und der Gnadenlosigkeit von Weltmeistern und Legenden.Bei der Frage nach den Ratschlägen für Wunder-Teenager Kimi Antonelli im Titelkampf der Formel 1 hörte die Freundschaft bei Lewis Hamilton dann doch kurzzeitig auf. "Ich glaube, du vergisst, dass wir Konkurrenten sind", antworte der 41 Jahre alte siebenmalige Champion einem Reporter: "Er macht seine Sache bereits großartig. Ich werde ihm keine weiteren Tipps geben." Doch kaum einer scheint sich so für und mit dem gerade mal 19 Jahren alten historischen Seriensieger aus Italien zu freuen wie Hamilton. Was nicht mal einem der größten Formel-1-Stars gelangAuf einem Podium, das drei Generationen vereinte, trug er ihn auf der Schulter, immer wieder herzte der zweitplatzierte Hamilton Antonelli nach dessen viertem Sieg nacheinander. Eine derartige Serie nach dem ersten Triumph - bei Hamilton war es der Große Preis von Kanada 2007 gewesen - gelang vorher keinem in der Formel 1. Einem Michael Schumacher nicht, einem Ayrton Senna nicht, auch einem Max Verstappen nicht, der als Dritter in Montréal eine kleine sportliche Wiederauferstehung im Red Bull feierte. Der 28 Jahre alte viermalige Weltmeister schaffte es in diesem Jahr erstmals aufs Podest. Auch er pflegt ein sehr freundschaftliches Verhältnis zu Antonelli und lobte: "Er macht seine Sache ganz hervorragend."Mercedes-Zoff beim Sprintrennen Natürlich profitierte der temperamentvolle Teenager Antonelli in einem aufregenden Rennen vom Ausfall seines Teamkollegen George Russell, der in Führung liegend mit seinem Silberpfeil stehen blieb. Der Motor streikte.Nach dem Stallzoff im Sprintrennen bei Russells Sieg und der Pole des Briten auch für den Grand Prix ließ Antonelli in dem stressigen Rennen mit zwei Startabbrüchen aber keinen Zweifel daran, dass er gnadenlos zurückschlagen wollte. Für den Piloten aus Bologna, der vor einem Jahr in Kanada als Dritter seinen ersten Podestplatz geschafft hatte, zählt mittlerweile nur der Sieg. "Das war nicht die Art, wie ich gewinnen wollte", funkte Antonelli zwar an die Box, nur zu gern hätte er den Zweikampf mit Russell länger als 30 Runden bis zu dessen Ausfall geführt. Er nehme den Erfolg aber gern mit. "Kimi verdiente den Sieg heute", betonte Teamchef Toto Wolff, der den jungen Italiener nach dem Weggang von Hamilton als dessen Nachfolger im Mercedes auserkoren hatte und ihn zum großen Champion machen möchte. Im Moment deutet vieles auf ein Erfolgsprojekt hin. Hitzewallungen beim Mercedes-TeamchefDas knallharte Duell seiner beiden Fahrer hatte aber auch den erfahrenen Österreicher ordentlich mitgenommen. "Ich hätte mir gewünscht, dass sie ein bisschen rausnehmen. Das ist aber nicht passiert", sagte Wolff: "Mir ist lange viele Runden heiß geworden." Antonelli, der im Sprint die Fahrweise von Russell sogar als schmutzig bezeichnet hatte, und sein WM-Verfolger schenkten sich nichts. Einen Crash konnten sie verhindern, mehr als einmal rappelten sie aber übers Gras auf dem Circuit Gilles Villeneuve - die Zuschauer waren begeistert. "Es war ein episches Duell", meinte Sky-Experte und Ex-Formel-1-Pilot Ralf Schumacher: "Kimi macht das extrem abgeklärt. Er hat George wirklich immer wieder zu Fehlern getrieben."Dass dahinter auch die beiden Superstars Hamilton und Verstappen sich ein packendes Duell lieferten, sorgte für höchsten Unterhaltungswert. Umso beeindruckender, wie Antonelli nach China, Japan und Miami auch in Kanada gewann. "Kimi liefert auch in Montréal ein Spektakel", schrieb die "Gazzetta dello Sport" aus Antonellis Heimat Italien.Teenager mit Temperament: Wutausbrüche inklusiveDoch nicht nur da schwärmen sie vom vielleicht neuen Starfahrer der Formel 1, der mit seinem jugendlich-unschuldigen Aussehen manchmal wie Kinderlieder in Horrorfilmen wirkt: Eigentlich nett, aber im bestimmten Kontext furchterregend. "Antonelli gewinnt in "Killer"-Form in Kanada", schrieb Spaniens "Sport". "La Tribune" aus Kanada meinte: "Rache ist ein Gericht, das man kalt serviert, heißt es. 24 Stunden, nachdem er im Sprintrennen von seinem Mercedes-Teamkollegen ausgebremst worden war, nutzte Kimi Antonelli den Ausfall von George Russell in der 30. Runde, um beim Formel-1-Grand-Prix von Kanada unangefochten zum Sieg zu fahren."In einem Rennen mit der Vorgeschichte der Wutausbrüche am Funk von Antonelli im Sprint, den schwierigen Bedingungen mit ein bisschen Nieselregen und Temperaturen von knapp über 10 Grad, bewies er seine Klasse. In den Klassiker in den engen Straßen von Monaco in zwei Wochen wird er mit 43 Punkten Vorsprung im Klassement auf Russell starten."Aber das heißt nicht, dass ich mich zurücklehnen und es ruhiger angehen lassen kann", betonte Antonelli. "Stattdessen muss ich mich weiter verbessern und die Messlatte immer höher legen." Zweifel daran, dass er das schaffen kann, haben wohl nur wenige.

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Sportstätten: Das sind die zehn größten Stadien Europas

Gegröle, Gänsehaut und Gemeinschaft: All das kommt in einem Sportstadion zusammen. Ein Blick auf die Arenen in Europa, die am meisten Zuschauer fassen.Wenn die Ränge in Sportstadien bis auf den letzten Platz ausverkauft sind, kommt richtig Stimmung auf. Es wird gejubelt, gegrölt und gesungen. Siege werden gefeiert und Niederlagen betrauert. Stadien sind Orte des Zusammenkommens, an denen auch mal Fan-Welten aufeinanderprallen und die Luft brennt.Doch Stadien können noch mehr sein. Manche sind architektonische Meisterwerke. Mehrere Zehntausend Zuschauerinnen und Zuschauer finden darin Platz. Einige haben mobile Dächer, die sie bei schlechtem Wetter in eine Halle verwandeln. Hinzu kommen Katakomben, Umkleideräume, Presseränge, VIP-Logen, XXL-Toiletten und unzählige Treppenstufen.In unserer Fotostrecke zeigen wir Ihnen, welche Stadien gemessen an der Zuschauerkapazität die größten in Europa sind. Wenn Sie außerdem wissen möchten, welche die weltweit größten Sportarenen sind, schauen Sie hier vorbei.Weitere Quellen: World Atlas, „Irish Times“, „We Build Value“, StadiumDB.com

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Basketball: NBA: San Antonio gleicht gegen Oklahoma City wieder aus

Das Duell zwischen San Antonio und Titelverteidiger Oklahoma City wogt hin und her. In Spiel vier dominieren die Spurs. Ein Superstar trifft den längsten Wurf seiner NBA-Karriere.Die San Antonio Spurs haben im Playoff-Halbfinale der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA gegen Titelverteidiger Oklahoma City Thunder wieder ausgeglichen. Angeführt von Superstar Victor Wembanyama siegten die Texaner im vierten Spiel deutlich mit 102:83 (50:38). Somit steht es zwischen beiden Teams 2:2. Wer zuerst vier Spiele gewinnt, kommt weiter.Wembanyama überragte dabei einmal mehr mit 33 Punkten sowie unter anderem acht Rebounds, fünf Assists und drei Blocks. Der NBA-Defensivspieler des Jahres war ein Garant dafür, dass Vorjahresmeister Oklahoma City die zweitwenigsten Punkte seiner Playoff-Geschichte erzielte. Die Thunder mit Starspieler Shai Gilgeous-Alexander und dem deutschen Center Isaiah Hartenstein trafen nur knapp ein Drittel ihrer Würfe.Wembanyama trifft sogar von der Mittellinie"Es war unser erster Rückstand in einer Playoff-Serie, und wir haben einfach darauf reagiert. Es war nichts Außergewöhnliches. Es war keine Magie. Wir haben einfach das getan, was getan werden musste", sagte Wembanyama. Er traf zur Krönung seiner Leistung mit dem Pausenpfiff den längsten Wurf seiner Karriere von der Mittellinie.Oklahoma City hatte zur Pause gerade mal 38 Punkten erzielt und kam auch danach nie richtig zurück in die Partie. Gilgeous-Alexander erzielte mit 19 Punkten noch die meisten seines Teams. Hartenstein kam auf zwölf Punkte und sieben Rebounds.Gilgeous-Alexander und Wembanyama im All-NBA-Team"Sie haben uns gleich zu Beginn direkt ins Gesicht geschlagen. Das ist nun schon das zweite Spiel in Folge, in dem sie als die Aggressoren aufgetreten sind", sagte Gilgeous-Alexander. Der wertvollste Spieler der Saison wurde vor der Partie wie Wembanyama ins erste All-NBA-Team der Saison gewählt - neben Luka Doncic, Nikola Jokic und Cade Cunningham.San Antonio hat in dieser Saison nun sechs von neun Partien gegen Oklahoma City, das beste Team der regulären Saison in der NBA, gewonnen. Spiel fünf der Serie steigt am Dienstagabend (Ortszeit) in Oklahoma City. Im Finale geht es für den Sieger gegen die New York Knicks oder Cleveland Cavaliers um Nationalmannschaftskapitän Dennis Schröder. New York führt in der zweiten Halbfinal-Serie mit 3:0.

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Trainer geht nach zehn Jahren: Emotionaler Man-City-Abschied für Guardiola und seine Stars

Nach zehn Jahren endet bei Manchester City eine Ära. Der Abschied von Trainerikone Pep Guardiola wird zur emotionalen Rückschau. Auch ein deutscher Ex-Profi wird gewürdigt.Die Profis von Manchester City standen Spalier, die Zuschauer im voll besetzten Etihad-Stadion erhoben sich und würdigten ihren Erfolgscoach minutenlang mit lautstarkem Applaus. Nach zehn Jahren hat Trainer Pep Guardiola bei den Cityzens einen emotionalen Abschied gefeiert. Auch mehrere Profis wurden nach dem letzten Premier-League-Spiel feierlich verabschiedet.Viele Fans unter TränenIm Stadion flossen bei vielen Zuschauern Tränen, als ein Video mit prägenden Szenen aus Guardiolas Amtszeit gezeigt wurde, unterlegt mit dem Oasis-Song "Live Forever". Neben Oasis-Gitarrist Noel Gallagher verfolgte auch Guardiolas 95 Jahre alter Vater Valenti die Zeremonie in der Ehrenloge und applaudierte seinem Sohn.Die spanische Trainerikone reagierte sichtlich bewegt, wischte sich Tränen aus dem Gesicht und konnte zeitweise kaum hinschauen. "Warum tut ihr mir das an?", scherzte der frühere Münchner Coach Guardiola, der bei seiner Rede immer wieder von Sprechchören und Gesängen der Fans unterbrochen wurde. "Vergesst die Titel, es geht um die Erinnerungen", sagte er später im Sky-Interview. "Es war wunderschön."Auf dem Platz bedankte sich der 55-Jährige bei den Fans und seiner Mannschaft und fügte mit einem Lachen hinzu: "Die Spieler wissen es noch nicht. Aber ich werde künftig auf der Tribüne sitzen und sie beobachten." Zudem wurde die Haupttribüne des Etihad-Stadions vor dem letzten Saisonspiel in "The Pep Guardiola Stand" umbenannt.Gündogan und weitere Profis geehrtVor Guardiolas Verabschiedung wurden mehrere Profis geehrt, die den Club verlassen oder bereits verlassen haben - der frühere deutsche Nationalspieler Ilkay Gündogan, der seit 2025 für Galatasaray Istanbul spielt, Ex-Torwart Ederson sowie Abwehrspieler John Stones und der langjährige Spielmacher Bernardo Silva. Sie alle gewannen unter Guardiola die Champions League sowie mehrere Meisterschaften und Pokalwettbewerbe.Ein sportlicher Erfolg blieb City in Guardiolas letztem Spiel zwar verwehrt, sportlich war die Partie gegen Aston Villa aber ohnehin bedeutungslos. Gegen den Europa-League-Sieger verloren die Cityzens trotz Führung mit 1:2 (1:0). Die Chance auf die Meisterschaft hatte Guardiolas Team bereits in den vergangenen Wochen durch zwei Unentschieden verspielt. Den Titel sicherte sich Arsenal.

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Formel 1: Spektakuläres Duell: "Löwe" Antonelli siegt bei Russell-Aus

Was für ein Zweikampf: Wieder lieferten sich Kimi Antonelli und George Russell ein packendes Duell. Mit Top-Ausgang für den Italiener - vierter Sieg in Serie. Und Russell? Fällt aus, null Punkte.Kimi Antonelli hat im Bluthochdruck-Duell mit George Russell auch vom Motorpech seines Mercedes-Teamkollegen profitiert und mit dem vierten Grand-Prix-Sieg in Serie seine WM-Führung deutlich ausgebaut. Der 19 Jahre alte Italiener leistete sich erneut einen hitzigen Formel-1-Zweikampf mit Russell, ehe der Silberpfeil des Sprintsiegers von Montréal in Führung liegend stehen blieb. "Das war nicht die Art, wie ich gewinnen wollte", funkte Antonelli an die Box: "Es wäre ein guter Kampf gegen George geworden." Einmal aus dem Auto, kannte die Freude aber kaum Grenzen. "Den Sieg nehme ich gerne mit."Enttäuschter Russell: "Mir fehlen die Worte"Frust dagegen bei Russell. Der hatte den Nackenschutz wütend auf die Strecke geworfen und frustriert auf seinen Mercedes gehauen. "Mir fehlen die Worte", sagte der 28 Jahre alte Brite im Fahrerlager, während Antonelli nach seinen Siegen in China, Japan und Miami auch den Großen Preis von Kanada gewann. Die ersten vier Grand-Prix-Siege nacheinander zu feiern, gelang vorher keinem anderen Piloten. Im Klassement baute Antonelli seinen Vorsprung auf Russell auf 43 Punkte aus.Zweiter wurde am Sonntag auf dem Circuit Gilles-Villeneuve Rekordweltmeister Lewis Hamilton im Ferrari. Der mittlerweile 41-Jährige hatte 2007 in Kanada den ersten seiner 105-Grand-Prix-Siege geschafft und herzte umgehend innig seine Mama, die wie schon bei seinem dritten Platz in China dabei war. "Jetzt endlich hier den richtigen Punkt gefunden zu haben, ist ein unglaubliches Gefühl für mich", sagte Hamilton. Der Brite ist im Aufwind, auch emotional nach einem schweren ersten Ferrari-Jahr.Dritter wurde Max Verstappen. Für den Red-Bull-Star war es der erste Podestplatz in diesem Jahr. "Ich hatte ein paar coole Zweikämpfe. Wieder vorn mitzukämpfen, mach immer mehr Spaß", sagte der Niederländer.Nichts von Sommer in MontréalEingehüllt in dicke Parkas bereiteten sich Polesetter Russell und seine Konkurrenten auf das Rennen vor. Gerade mal 12 Grad Celsius zeigte das Thermometer. Schon in der Qualifikation am Tag vorher hatten alle Probleme, die Reifen auf Temperatur zu bekommen. Der Weg zur ersten Kurve sei auch noch kürzer als auf den Strecken in diesem Jahr bisher, betonte Russell: "Deshalb wird die Formationsrunde ganz wichtig sein, die Reifen in das richtige Temperaturfenster zu bekommen." In den ersten Runden könnte sich einiges ändern.Zumal sich sein Teamkollege den Startplatz direkt neben Russell geholt hatte. Und da war ja auch noch der Zoff vorher im Sprintrennen: Antonelli attackierte Russell hart - auf der Strecke und verbal. "Du kannst nicht erwarten, einen Löwen im Wagen zu haben und einen Welpen außerhalb", beschwichtigte Teamchef Toto Wolff am Samstag.Verhindern müssen seine beiden Fahrer Kollisionen und auch, dass die Konkurrenz nicht vom Knallhart-Duell profitiert so wie Norris bei Russells Sprintsieg. Antonelli war Dritter geworden. Teamboss Wolff jedenfalls ist bestens erfahren für solche Fälle durch das Zoffduell von Lewis Hamilton und Nico Rosberg einst bei den Silberpfeilen.Chaos gleich beim Start: Zwei Versuche abgebrochen Die Frage unmittelbar vor dem Start: welche Reifen? Slicks, also ohne Profil, oder die Intermediates, die sogenannte Mischreifen für feuchtere Verhältnisse. Bei Mercedes setzten sie auf Slicks, dahinter die beiden McLaren von Norris und Oscar Piastri starteten auf Intermediates - die einzigen mit den Mischreifen unter den Top Ten. Die Niete in der Reifenlotterie? Ja.Und dann das: Die Roten Ampeln gingen offensichtlich nicht aus, Antonelli zuckte, es gab eine weitere Formationsrunde. Allerdings ohne den starken Racing-Bulls-Rookie Arvid Lindblad - sein Wagen blieb stehen. Auch der zweite Versuch wurde abgebrochen.Schon wieder Beinahe-Crash der SilberpfeileDann klappte es, und Russell kam ganz schlecht weg. Antonelli, bisher oft mit Problemen auf den ersten Metern, schnappte sich den Teamkollegen, aber von hinten schoss Norris an beiden vorbei. Ein Manöver ohne Wert: In Runde drei musste der Weltmeister die Intermediates gegen Slicks tauschen.Die Reihenfolge auf den ersten vier Plätzen hatte es nun in sich: Vorn Antonelli, dahinter Russell, Hamilton und Verstappen. Die Risiko-Akte der Silberpfeil-Rivalen wurde in Runde sieben um einen weiteren Eintrag reicher: Russell überholte Antonelli, zog vor den Italiener, der beinahe voll aufs Heck des Teamkollegen gekracht wäre. Die Reifen qualmten. Dahinter passierte Verstappen Hamilton ohne Rauch, aber mit einem Top-Manöver.Rennen im Rennen: Russell gegen AntonelliDer Kampf um den Sieg wurde zunächst zum packenden Dauerduell der Mercedes-Rivalen. "Die Blutdrücke gingen schon hoch", räumte der stellvertretende Teamchef Bradley Lord bei Sky ein. "Großartig, ich habe es geliebt", kommentierte Russell den Zweikampf: "Darum geht es im Rennfahren." Er hätte ihn nur gern noch 30 Runden länger geführt.Antonelli überholte, Russell konterte, Antonelli machte aber weiter Druck. Im vergangenen Jahr hatte der heute 19-Jährige als Dritter seinen ersten Podestplatz in der Formel 1 geholt, in dieser Saison zählen für ihn offensichtlich nur noch Siege. In Runde 22 führte er das Rennen wieder an. Und verbremste sich kurz danach, attackierte aber direkt wieder und es sah so aus, als würden sich die beiden Wagen berühren. Taten sie nach Aussage von Russell aber nicht. Antonelli musste jedenfalls abkürzen und lag wieder vorn. Das Team forderte ihn auf, den Platz zurückzugeben. Er gehorchte, warum er das machen sollte, konnte er aber nicht nachvollziehen. Wenig später stand Russell völlig konsterniert hinter der Absperrung und sein Wagen mit Motordefekt auf der Strecke.

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Premier League: Tottenham Hotspur rettet sich, West Ham United steigt ab

Letzter Spieltag in der Premier League: Meister Arsenal feiert. Man City verabschiedet Guardiola. Im Abstiegs-Fernduell sichert sich Tottenham den Klassenerhalt. Tottenham Hotspur hat am letzten Spieltag der Premier League den Klassenerhalt geschafft, West Ham United steigt hingegen in die 2. Liga ab. Die Spurs setzten sich mit 1:0 (1:0) gegen den FC Everton durch und kamen am Ende einer desaströsen Saison mit insgesamt drei Trainern noch zu einem glücklichen Ende. Die Hammers, die auf eine Niederlage des Konkurrenten hoffen mussten, gewannen ihr Heimspiel gegen Leeds United 3:0 (0:0).Tottenham war im ausverkauften Stadion an der White Hart Line von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft. Matchwinner war Joao Palhinha (43. Minute), der den Ball kurz vor der Pause erst an den Pfosten köpfte und dann den Abpraller verwertete. Sein Tor sorgte für emotionale Szenen im Stadion.Havertz feiert mit Arsenal und Tausenden FansChampions-League-Finalist FC Arsenal stand schon vor dem Spieltag als englischer Meister fest. Die Mannschaft um Nationalspieler Kai Havertz setzte sich mit 2:1 (1:0) bei Crystal Palace durch. Sportlich ging es um nichts mehr.Vor dem Spiel zogen Tausende Arsenal-Fans feiernd durch die Straßen um den Selhurst Park in Süd-London. Die Tore für die Gunners erzielten Gabriel Jesus (42. Minute) und Noni Madueke (48.) nach Vorlage des eingewechselten Havertz. Mit Blick auf das Champions-League-Finale gegen Paris Saint-Germain am Samstag rotierte Trainer Mikel Arteta auf neun Positionen.Emotionale Szenen in ManchesterStarcoach Pep Guardiola verpasste in seinem letzten Spiel mit Manchester City einen Sieg. Beim Europa-League-Sieger Aston Villa unterlag sein Team mit 1:2 (0:1). Guardiola verabschiedet sich nach zehn Jahren, in denen er mit City sechs Meisterschaften, die Champions League und dreimal den englischen Pokal gewann. City und Villa sind für die Champions League qualifiziert.Salahs Abschied in Liverpool, Chelsea verpasst EuropaDer FC Liverpool verspielte beim Abschied von Mohamed Salah und Andrew Robertson eine Führung. Die Reds kamen an der Anfield Road gegen Brentford nur zu einem 1:1 (0:0), sind nach einer enttäuschenden Saison allerdings für die Königsklasse qualifiziert. Nach dem Abpfiff ließ sich Salah unter Tränen von den Fans feiern.Der FC Chelsea verpasste es, seine verkorkste Saison noch einigermaßen versöhnlich abzuschließen, und verspielte mit dem 1:2 (0:1) beim AFC Sunderland die Qualifikation für Europa.Vor dem letzten Spiel hatten die Londoner Platz acht belegt, der die Teilnahme an der Conference League bedeutet hätte. Mit einem Sieg hätte Chelsea nächste Saison sogar in der Europa League gespielt. Doch nun müssen sich die Blues mit ihrem neuen Trainer Xabi Alonso in der nächsten Spielzeit voll auf die heimische Liga und Pokalwettbewerbe konzentrieren.

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French Open im Tennis: Eiskalt zum Hitzestart: Zverev in Runde zwei von Paris

Mit einer soliden Leistung gewinnt Alexander Zverev zum Auftakt der French Open. Für sein Titelziel muss er sich noch etwas steigern.Alexander Zverev winkte kurz ins Publikum und sah eher erschöpft als glücklich aus. Der deutsche Tennisstar hatte beim Hitzestart der French Open eiskalt zugeschlagen und den französischen Lokalmatadoren Benjamin Bonzi mit 6:3, 6:4, 6:2 wie erwartet besiegt. Beim Auftakt seiner Titel-Mission zeigte der 29-Jährige eine solide, aber längst nicht perfekte Leistung. In der zweiten Runde trifft der Hamburger auf den Tschechen Tomas Machac."Benjamin ist ein großartiger Spieler, aber ich weiß, je weiter es ins Turnier geht, desto besser werden die Gegner", sagte Zverev beim Sieger-Interview auf dem Court Philippe-Chatrier. Bei der anschließenden Pressekonferenz ergänzte der Olympiasieger von 2021: "Ich finde, es war ein solider Auftakt. Ich bin gut in Turnier gestartet, und weiter geht’s. Es ist manchmal sehr simpel."Zverev, der in den vergangenen fünf Jahren immer mindestens das Viertelfinale in Roland Garros erreicht hat, gilt als größter Herausforderer von Topfavorit Jannik Sinner. Auf den italienischen Weltranglistenersten kann er aufgrund des Startverzichts des verletzten Spaniers Carlos Alcaraz erst in einem möglichen Finale treffen. Zverev nimmt seinen insgesamt 41. Anlauf auf seinen ersten Grand-Slam-Turniersieg.Perfekte Bedingungen für ZverevWohl auch wegen der Hitze verzichtete Zverev auf ein dunkles Outfit und trat ganz in Weiß an. Die äußeren Bedingungen auf dem Hauptplatz mit viel Sonne und hohen Temperaturen waren perfekt für das Spiel des Weltranglistendritten. "Bei 32 Grad ist das wie ein Hartplatz mit Puderzucker obendrauf", hatte Bruder Mischa Zverev vor dem Match bei Eurosport gesagt: "Er ist super schnell, die Bälle springen hoch ab." Das liegt Zverev - und das zeigte er zu Beginn. Vor allem bei eigenem Aufschlag war sein Spiel sehr druckvoll und variantenreich. Der Olympiasieger von 2021 setzte auch immer wieder erfolgreich den Stopp als taktisches Mittel ein. Zverev zwischenzeitig unzufriedenDas für den ersten Satz entscheidende Break zum 4:2 holte er aber durch einen vermeidbaren Vorhandfehler seines Gegners. Zverev werde die "etwas wacklige Vorhand" des Franzosen oft anspielen, hatte Bruder Mischa schon vorher angekündigt. Doch auch bei Alexander Zverev erhöhte sich zwischenzeitlich die Fehlerquote. Der Hamburger war zeitweise sichtlich unzufrieden mit seinem Schläger, den Platzbedingungen und auch sich selbst. Häufig suchte er den Austausch mit seiner Box. Sinnbildlich dafür stand sein erster Aufschlagverlust zum 4:4 im zweiten Satz, als er einige Unkonzentriertheiten zeigte. Doch unmittelbar danach schlug Zverev mit einem erneuten Breakgewinn zurück und holte sich schließlich mit einem gefühlvollen Stopp auch den Durchgang. Das brach die Gegenwehr von Bonzi, der beim Masters in Madrid dem Dominator Sinner noch einen Satz abnehmen konnte. Zverev hatte fortan leichtes Spiel und beendete das im dritten Satz einseitige Match nach 2:08 Stunden mit dem zweiten Matchball.

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French Open: „Werde auf den Platz scheißen“: Tennis-Star kämpft mit heikler Situation

Die French Open beginnen mit einer kuriosen Situation: Der Franzose Arthur Géa muss im Spiel dringend auf die Toilette, darf aber nicht. Es kommt zu einem deutlichen Wortwechsel.Höchst unangenehme Situation für den Franzosen Arthur Géa in Roland Garros: In seinem Erstrundenmatch bei den French Open musste der 21-Jährige im ersten Satz seiner Partie gegen den Russen Karen Chatschanow mal ganz dringend verschwinden - durfte aber nicht sofort.„Ich habe Durchfall und muss dringend auf die Toilette. Ich kann es nicht mehr aushalten und werde sonst auf den Platz scheißen“, sagte Géa in aller Deutlichkeit, als er beim Stand von 1:4, Vorteil für ihn um eine schnelle Auszeit bat. Die Referees entschieden, das Spiel noch zu beenden – danach rannte Géa direkt Richtung Stilles Örtchen.Kurz später nahm er unter dem Applaus der Zuschauer auf dem Court Suzanne-Lenglen sein Match wieder auf. Am Ende fehlte Géa allerdings die Energie, das Match verlor er 3:6, 6:7 (3:7), 0:6.„Rakete 100 Meter vom Haus meiner Eltern entfernt“Nachdem sie ihre Siegesserie auf Sand ausgebaut hatte, gab derweil Marta Kostjuk noch auf dem Court Simonne-Mathieu einen Einblick in ihr Innerstes. „Heute Morgen ist nur 100 Meter vom Haus meiner Eltern entfernt eine Rakete eingeschlagen“, erzählte die Ukrainerin nach ihrem Erstrundensieg gegen die gebürtige Russin Oksana Selekhmeteva bei den French Open in Paris. Es sei ein „schwieriger Morgen“ für sie gewesen, „ich habe viel geweint“.Umso glücklicher war die Mitfavoritin, dass sie die erste Runde überstanden hatte. „Ich bin heute unglaublich stolz auf mich selbst, es war eines der schwierigsten Matches meiner Karriere“, sagte Kostjuk. Mit 6:2, 6:3 hatte sie Selekhmeteva, die unter spanischer Flagge startet, besiegt. „Meine Gedanken und mein ganzes Herz waren heute bei den Menschen in der Ukraine. Sie sind mein größtes Vorbild“, sagte Kostjuk, bevor ihr die Tränen kamen.Wie üblich verweigerte sie Selekhmeteva nach dem Matchball am Netz den Handschlag, das tut sie seit Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine 2022 bei allen Matches gegen russische Spielerinnen. Kostjuk spielt längst nicht mehr nur für sich selbst, sie nutzt die großen Tennisbühnen der Welt immer wieder dafür, auf den Krieg in ihrer Heimat aufmerksam zu machen.Dazu bekommt sie in Roland Garros mindestens eine weitere Gelegenheit, doch mittlerweile gehört Kostjuk, die aus Kiew stammt, sogar zu den Anwärterinnen auf den Titel beim Höhepunkt der Sandplatzsaison. In Rouen und Madrid gewann die 23-Jährige zuletzt zwei Turniere, der Sieg über Selekhmeteva war ihr zwölfter nacheinander.

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Nationalmannschaft: Seider-Frust über drohendes Aus bei Eishockey-WM

Die gute Form bei den deutschen Eishockey-Cracks kommt womöglich zu spät. Die letzte Hoffnung heißt Schützenhilfe. Kapitän Moritz Seider findet bereits jetzt klare Worte.Das drohende Vorrunden-Aus der Eishockey-Nationalmannschaft bei der WM in der Schweiz sorgte bei NHL-Star Moritz Seider für viel Frust. "Wir haben das Turnier vorher verloren", schimpfte der Weltklasse-Verteidiger. "Es ist sehr ärgerlich, weil wir eine sehr gute Mannschaft zusammen haben. Jetzt brauchen wir Schützenhilfe." Dazu muss die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) am Montag (20.20 Uhr/ProSieben und MagentaSport) gegen Außenseiter Großbritannien auf jeden Fall gewinnen.Das Team von Bundestrainer Harold Kreis muss auf Patzer von Lettland hoffen, zudem darf auch Österreich keinen Punkt mehr holen. Weitere Konstellationen, in denen neben Deutschland auch der schwache Weltmeister USA ausscheiden könnte, sind möglich. Erst am Dienstag wird eine endgültige Entscheidung fallen. Es bleibt kompliziert in Zürich.Ungarn und Österreich nicht der Maßstab"Wir haben dem Gegner zu viel auf dem Silbertablett präsentiert. So etwas rächt sich dann im Turnier", monierte Kapitän Seider. Auch die beiden 6:2-Erfolge gegen Ungarn und am Samstagabend gegen Österreich ändern nichts daran. "Das ist nicht der Maßstab", betonte der 25-Jährige von den Detroit Red Wings. Besonders die verlorenen Punkte durch das 0:2 im zweiten Spiel gegen Lettland hechelt die Nationalmannschaft hinterher. Auch die 3:4-Niederlage nach Penaltyschießen gegen die USA war vermeidbar."Wir ärgern uns natürlich. Wir hatten am Anfang ein wenig Schwierigkeiten", sagte NHL-Profi Lukas Reichel, der gegen Österreich dreimal traf. "Es hilft aber nicht, nach hinten zu blicken. Wir müssen nach vorne schauen." Der Stürmer von den Boston Bruins ist mit vier Treffern der beste Torjäger und gehört zu den wenigen Positiv-Erscheinungen in Zürich.Enttäuschung auch bei OlympiaBereits im vergangenen Jahr war für den Vize-Weltmeister von 2023 nach der Gruppenphase Schluss. Auch bei den Olympischen Spielen enttäuschte die DEB-Auswahl mit allen NHL-Stars um Leon Draisaitl beim kläglichen 2:6 im Viertelfinale gegen die Slowakei.Ein Jahr vor der Heim-WM, die nach dem Eröffnungsspiel in der Fußball-Arena auf Schalke, in Mannheim und Düsseldorf ausgetragen wird, gibt es zahlreiche Fragezeichen rund um den DEB.

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Sportstätten: Das sind die zehn größten Stadien Europas

Gegröle, Gänsehaut und Gemeinschaft: All das kommt in einem Sportstadion zusammen. Ein Blick auf die Arenen in Europa, die am meisten Zuschauer fassen.Wenn die Ränge in Sportstadien bis auf den letzten Platz ausverkauft sind, kommt richtig Stimmung auf. Es wird gejubelt, gegrölt und gesungen. Siege werden gefeiert und Niederlagen betrauert. Stadien sind Orte des Zusammenkommens, an denen auch mal Fan-Welten aufeinanderprallen und die Luft brennt.Doch Stadien können noch mehr sein. Manche sind architektonische Meisterwerke. Mehrere Zehntausend Zuschauerinnen und Zuschauer finden darin Platz. Einige haben mobile Dächer, die sie bei schlechtem Wetter in eine Halle verwandeln. Hinzu kommen Katakomben, Umkleideräume, Presseränge, VIP-Logen, XXL-Toiletten und unzählige Treppenstufen.In unserer Fotostrecke zeigen wir Ihnen, welche Stadien gemessen an der Zuschauerkapazität die größten in Europa sind. Wenn Sie außerdem wissen möchten, welche die weltweit größten Sportarenen sind, schauen Sie hier vorbei.Weitere Quellen: World Atlas, „Irish Times“, „We Build Value“, StadiumDB.com

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DFB-Pokal: Ein Fußball-Fest, das (zumindest teilweise) im Pyro-Nebel unterging

Harry Kane schießt die Bayern zum DFB-Pokalsieg gegen Stuttgart. Die Stimmung ist rauschend – bis beide Fankurven so viel Pyrotechnik zünden, dass kaum noch jemand das Spiel sieht.Die S-Bahn ins Olympiastadion ist nachmittags rappelvoll, das Klima erinnert an eine skandinavische Sauna. Die Bayern-Fans, die einsteigen, werden von den Stuttgartern freundlich mit einem Sprechchor begrüßt: „FC Bayern, Hurensöhne!“ Die Antwort: „Wir haben euch auch lieb.“ Ein Mann im Stuttgart-Trikot: „Wir wollen eigentlich nur, dass ihr keine vier bis fünf Tore schießt.“ Er findet: Stuttgart kann gewinnen, Bayern muss. Harry Kane gewinnt für die Bayern den DFB-PokalVielleicht ist er am Ende des Abends zufrieden? Denn die Bayern schießen keine vier bis fünf Tore. Und manche der Bayerntore konnte man im Stadion teilweise eh kaum sehen – aber das liegt an den Fans, nicht am Spiel. Die Münchner gewinnen den DFB-Pokal. Es ist mehr als ein halbes Jahrzehnt her, dass man das schreiben konnte. Um genau zu sein: Harry Kane gewinnt für die Bayern den Pokal. Vor 74.036 Fans im ausverkauften Olympiastadion. Dieses eindeutige Ergebnis gibt dabei nicht das gesamte Spiel wieder. Gerade in der ersten Hälfte schlagen sich die Stuttgarter wacker und sind zeitweise das bessere Team. Sie drücken die Bayern mit einem extrem hohen Pressing in die eigene Hälfte. Die Bayern bekommen die ersten dreißig Minuten keinen Tritt in dieses Spiel – und man muss es so klar sagen: Stuttgart ist giftiger. Mittelstürmer Harry Kane versucht, sich teilweise den Ball in der eigenen Hälfte abzuholen, wird dabei auf Schritt und Tritt verfolgt. Immer wieder muss Bayerntorwart Urbig lange Bälle spielen. Die Stuttgarter gewinnen in der ersten Hälfte 60 Prozent der Zweikämpfe und holen sich die zweiten Bälle im Mittelfeld. Erst in der 30. Minute der erste offizielle TorschussBeinahe wird Stuttgart dafür belohnt. In der neunten Minute schießt Mittelstädt nach Vorlage von Undav und trifft: das Außennetz. In der 17. Minute versucht er es aus 21 Metern auf das Tor der Bayern. Urbig muss sich strecken und pariert zur Ecke. Und diese kleinen Nadelstiche setzen sich fort. Erst in der 30. Minute kommt Bayern zu seinem ersten offiziellen Torschuss: Diaz bekommt den Ball und schießt – in die Arme von Nübel. In den letzten 15 Minuten der ersten Halbzeit kommen sie wieder ran: Am Ende wird es eine Halbzeit auf Augenhöhe. Im Fernsehen kommentiert der ehemalige Nationaltrainer Jogi Löw in der Halbzeit: „Sebastian Hoeneß hat den VfB taktisch super eingestellt, spielt teilweise Manndeckung, lässt den Bayern keinen Platz. Wenn die Stuttgarter das durchhalten und irgendwann dann auch das 1:0 erzielen, haben sie alle Chancen.“ Der Trainer der Stuttgarter, dessen Onkel die graue Eminenz der Münchner, Uli Hoeneß, ist, macht einen guten Job.  Die zweite Hälfte beginnt wie die erste: Stuttgart presst hoch, die Bayern müssen versuchen, sich herauszuspielen. Stuttgart ist im Spiel, doch dann der Schock für die Mannschaft in Weiß: Die Bayern haben einen Freistoß, spielen auf Olise auf der Außenbahn. Der findet den Mittelstürmer der Roten: Harry Kane köpft den Ball zum 1:0. Als das Tor fällt, ist die Sonne schon am Ende ihres Tagespensums angelangt, der Himmel ist nicht bewölkt und schön. Aber der Himmel wird verdeckt und die Ränge der beiden Kurven so rot wie dieser Sonnenuntergang. Beide Kurven zünden gleichzeitig dermaßen viel Pyrotechnik an, dass das gesamte Stadion einnebelt. Schiedsrichter Sven Jablonski unterbricht das Spiel einige Minuten, bis er sich bei den beiden Torhütern beider Mannschaften vergewissert, dass die beiden genug sehen können. Es riecht nach Silvester, im Stadion bilden sich dicke Rauchschwaden über dem Spielfeld. Zu sehen ist: wenigDas Spiel geht weiter. Schade ist, dass sowohl im Fernsehen als auch im Stadion die Sicht auf das Spiel ab diesem Zeitpunkt lange eingeschränkt ist: Es ist zeitweise nur zu erkennen, welche Mannschaft am Ball ist, nicht welcher Spieler gerade dribbelt, passt oder schießt. Die Stadionbildschirme zeigen minutenlang auch nicht mehr das Spiel: nur die Aufforderung, diese Pyrotechnik zu lassen. Immer wieder kommt die Aufforderung auch vom Stadionsprecher.  Das ist keine Spaß-Aktion, sondern ein abgesprochener Protest gegen den DFB, gegen die aus der Sicht der Fans überbordende Rolle des Verbandes bei der Bestrafung von Fans und den hohen Ticketpreisen.  Aber es gilt auch: Wer, was bei dieser Rauchbelastung nicht unwahrscheinlich ist, Probleme beim Atmen oder gereizte Augen hat, soll sich bei den nächsten Sanitätern melden. Das Spiel geht zwar weiter, aber die Fans mit den Bengalos verwehren vielen Zuschauern im Stadion – und teilweise im TV – die Möglichkeit, das Spiel genau zu verfolgen. Und wer Lungenprobleme hat, anfällig für Rauch ist, der muss eben das Stadion verlassen. Den Preis für die Bengalos zahlen diese Menschen – und die Vereine mit den zu vermutenden Geldstrafen. Der Endstand: 3:0 für die BayernZeitweise sind es so viele Feuerwerkskörper, dass die vom DFB engagierten Menschen, die die Fackeln zählen sollen, nicht hinterherkommen. Aber die Stimmung in beiden Kurven bleibt das Spiel über fantastisch. Es wird getrommelt, gesungen, geschrien, gepfiffen. Bis weit nach dem Abpfiff zünden sie ihre Feuerwerkskörper.  Entweder das Gegentor oder die Unterbrechung wegen der Bengalos bringen Stuttgart aus dem Rhythmus. Die Bayern haben viele Räume, können ihre Offensivpower ausspielen. Kane bekommt den Ball, schießt an die Latte. Der Abpraller kommt wieder zu ihm, er dreht sich: zwei zu null für Bayern. Am Ende dann noch ein Elfmeter für die Bayern. Wieder tritt Kane an. Stuttgart-Keeper Nübel hat zwar die richtige Ecke, aber der Engländer hämmert ihn trotzdem rechts unten rein. Das ist der Endstand: drei zu null.Doch die Stuttgart-Fans lassen sich davon nicht beirren: Sie feiern bis zum Abpfiff weiter. Danach die Siegerehrung: Bayern-Kapitän Manuel Neuer, der das Spiel verletzungsbedingt aussetzen muss, streckt den Pokal in die Höhe. Der wiegt 5,7 Kilogramm, fasst etwa acht Liter. Nach dieser Saison haben sich die Bayern verdient, zur Feier mindestens so viel Bier zu trinken. Nach dem Spiel nehmen sich viele Stuttgart-Fans auch noch ein Getränk von den vielen Bierständen mit. Ihre Stimmung ist nicht getrübt, sie feiern weiter, Sprechchöre, Klatschen.  Der Mann aus der S-Bahn ist nicht mehr zu sehen. Aber am Ausgang stehen die beiden Stuttgart-Fans Karin und Andi in ihren schneeweißen Trikots. „Es war eine wahnsinnige Stimmung“, sagen die beiden. Die Niederlage haben die beiden gut verarbeitet, so scheint es. Nur über eines ist Karin schockiert: die Pyrotechnik. „Die hat mir das Spiel vermasselt. Ich habe nichts mehr gesehen.“ Die beiden, die extra aus dem Ländle angereist sind, nehmen es sportlich: „Das gehört halt dazu.“ 

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French Open: Talentiert, nervenstark, lernwillig: Die Jungstars im Tennis

Jannik Sinner und Carlos Alcaraz auf Jahre unantastbar? Ein paar Youngster wollen es nicht dazu kommen lassen. Wer die großen Talente sind und wo ihre Stärken und Schwächen liegen.Bei der Titeljagd im Tennis herrscht aktuell Langeweile. Jannik Sinner dominiert, und bei einer Rückkehr des aktuell verletzten Carlos Alcaraz läuft alles auf ein Duell der beiden Ausnahmekönner hinaus. Doch es gibt ein paar Jungstars, die sie herausfordern wollen. Das sind die Top-Talente bei den am Sonntag beginnenden French Open.Rafael Jódar (19)Schon allein wegen desselben Vornamen drängt sich die Frage auf: Hat das spanische Tennis einen neuen Rafael Nadal? Der Vergleich hinkt aber nicht nur aufgrund der riesigen Erfolge des früheren Sandplatz-Königs, sondern auch wegen der Spielweise. Anders als Nadal ist Jódar kein Defensivspezialist, lange Rallys will der 19-Jährige eher vermeiden. Der 1,91 Meter große Spanier kommt über das Tempo und Risiko in seinen Schlägen ohne viel Topspin. Dass er damit auch auf Sand erfolgreich sein kann, hat Jódar in Barcelona, Madrid und Rom bewiesen. Weil er möglichst lange Tennis am College spielen wollte, stand er vor einem Jahr in der Weltrangliste noch jenseits der Top 600 - jetzt gehört er schon zu den besten 30 Spielern der Welt. Nicht nur für Toni Nadal, Onkel und früherer Erfolgstrainer von Rafael Nadal, ist Jódar der "beste Spieler dieser neuen Generation" mit dem "größten Potenzial". João Fonseca (19)Der Brasilianer ist schon länger im Fokus. Bei den Australian Open 2025 verlor Fonseca zwar in der dritten Runde, doch selbst die ganz Großen der Szene waren begeistert. "Ich liebe einfach, wie er die wichtigen Punkte spielt", sagte Novak Djokovic: "Ich bin ein Fan seines Spiels." Alcaraz meinte damals: "Wir werden den Namen João Fonseca schon bald auf die Liste der besten Spieler der Welt setzen."Noch ist es nicht so weit, die Entwicklung des 19-Jährigen stagnierte zuletzt - auch bedingt durch wiederkehrende Rückenschmerzen. Der kraftvolle Fonseca bringt aber viel mit für eine Erfolgskarriere. Von seinen Fans wird er bei jedem Turnier frenetisch angefeuert - mitunter sogar für ihn selbst zu eifrig. Es müsse "ein gewisses Maß geben", sagte er und klagte über "zu viele Zwischenrufe". Learner Tien (20)Der US-Amerikaner ist längst kein Unbekannter mehr auf der Tour. Den Sprung in die Top 100 schaffte er bereits im Januar 2025, danach arbeitete er sich kontinuierlich bis in die Top 20 vor. Der mit 1,80 Meter vergleichsweise kleine Tien ist kein Aufschlagwunder, dafür besitzt er ein herausragendes Spielverständnis. "Meiner Meinung nach kann er irgendwann die Nummer 1 der Welt werden", sagte der frühere Weltranglistenerste Daniil Medwedew.Im Dezember triumphierte Tien bei den Next Gen ATP Finals der besten Nachwuchsspieler. Trainiert wird der 20-Jährige vom ehemaligen Grand-Slam-Turniersieger Michael Chang. "Ich halte ihn für eine ganz besondere Persönlichkeit", sagte Chang über seinen Schützling: "Er denkt auf dem Platz weitaus mehr nach als die meisten anderen Spieler."Martín Landaluce (20)An Selbstvertrauen mangelt es dem Madrilenen nicht. Er könne schon jetzt "die besten Spieler schlagen", sagte Landaluce. Der frühere Weltranglistenerste bei den Junioren schaffte es in Miami als erster Spieler seines Jahrgangs 2006 ins Viertelfinale eines Masters-1000-Turniers. In Rom bestätigte er das auf Sand mit seinem offensiven und aktiven Spielstil.Er wuchs in einer Tennisfamilie auf und wurde in der Rafael-Nadal-Akademie ausgebildet. Das Training mit dem 14-maligen French-Open-Gewinner Nadal habe ihn vorangebracht, sagte Landaluce: "Jemanden wie ihn zu beobachten, mit ihm zu spielen und zu sprechen, seine Ratschläge zu bekommen und ihn täglich beim Training zu sehen – all das ist mir im Kopf geblieben."Alexander Blockx (21)Der Aufstieg des Belgiers deutete sich schon länger an, ist in den vergangenen Wochen aber atemberaubend schnell vonstattengegangen. Blockx startete in dieser Sandplatzsaison voll durch, beim Masters-Turnier in Madrid stürmte er bis ins Halbfinale. Da war er aber chancenlos gegen Alexander Zverev, genau wie anderthalb Wochen später in Rom in der dritten Runde. "Ich habe mich gefühlt", sagte Blocks nach dem ersten Duell, "als würde ich gegen mich selbst spielen". Aber das andere Ich sei eben "ein paar Versionen stärker" gewesen. In der Tat ist der 1,93 Meter große Blockx genau wie Zverev aufschlagstark und aufgrund seiner Reichweite gut in der Defensive. Aber Konstanz fehlt ihm noch.

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Eishockey: Trotz DEB-Sieg gegen Österreich: Viertelfinal-Chancen sinken

Über den zweiten Sieg bei der Eishockey-WM in der Schweiz kann sich die Nationalmannschaft kaum freuen. Die K.o.-Runde wird immer unwahrscheinlicher. Ein NHL-Profi trifft dreifach.Rivale Österreich bezwungen, Dreierpack von NHL-Profi Lukas Reichel, aber das Viertelfinale bei der Eishockey-WM in der Schweiz wird immer unwahrscheinlicher: Die deutsche Nationalmannschaft steht vor der dritten Turnier-Enttäuschung in Serie. Das 6:2 (0:0, 2:1, 4:1) gegen Österreich sorgte zwar für den zweiten Erfolg in Zürich. Da Lettland zuvor den strauchelnden Weltmeister USA mit 4:2 besiegte, sind die Chancen auf die K.o.-Runde gesunken. "Wir haben das Ergebnis vor dem Spiel gesehen. Wir haben das aber ausgeblendet. Was wir jetzt nur kontrollieren können, ist das nächste Spiel", erklärte Reichel.Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes benötigt viel Schützenhilfe und einen Sieg gegen Großbritannien am Montag (20.20 Uhr/ProSieben und MagentaSport).Lettland muss patzenErnüchterung gab es lange vor dem ersten Bully. Der lettische Sieg gegen die schwächelnden US-Amerikaner änderte die Ausgangslage deutlich. Die deutsche Mannschaft muss auf Patzer Lettlands gegen die Außenseiter Großbritannien oder Ungarn hoffen. Es gibt zwar rechnerisch weitere Möglichkeiten für ein Weiterkommen, die sind aber äußerst unwahrscheinlich. "Am Anfang des Turniers hatten wir einige Schwierigkeiten", erklärte Reichel. "Wir können jetzt nicht zurückdenken. Wir müssen nach vorne schauen. Es ist blöd, aber alles was zählt, ist ein Sieg im nächsten Spiel."Es droht für den Vize-Weltmeister von 2023 das nächste enttäuschende Turnier. Im vergangenen schied die DEB-Auswahl in Dänemark ebenfalls in der Vorrunde aus. Das schwache 2:6 gegen die Slowakei im Viertelfinale bei Olympia mit sämtlichen NHL-Stars um Leon Draisaitl sorgte für eine große Enttäuschung. Nun steht Deutschlands Eishockey vor dem nächsten Tiefschlag. Euphorie vor der Heim-WM im kommenden Jahr in Düsseldorf und Mannheim kam nicht auf - im Gegenteil.Auch das erste Drittel gegen Österreich sorgte nicht unbedingt für neue Hoffnungen. Der Gegner besaß die besseren Möglichkeiten und wirkte trotz des 0:9 vor drei Tagen gegen die Schweiz selbstbewusster. Der Weltranglistenelfte hat im Gegensatz zur deutschen Mannschaft die besseren Chancen auf das Viertelfinale. "Es war ein sehr physisches Spiel", erklärte Kapitän Moritz Seider bei ProSieben. "Wir müssen jetzt die Scheiben mehr auf das Tor bringen."Dies beherzigten zunächst jedoch die Österreicher. Leon Wallner (23. Minute) stand am kurzen Pfosten goldrichtig und ließ NHL-Torhüter Philipp Grubauer aus kurzer Distanz keine Abwehrchance. Deutschland reagierte schnell: Lukas Reichel (24.) von den Boston Bruins nutzte nach Vorlage von Joshua Samanski und Frederik Tiffels die Chance zum Ausgleich.Erste Reihe in Top-FormDeutschlands Top-Reihe wirbelte weiter und wurde belohnt. Samanski von den Edmonton Oilers traf nach Zuspiel von Tiffels und Reichel zum 2:1 (34.). "Mit so guten Spielern zusammenzuspielen, macht riesig Spaß", erklärte Samanski. "Wir müssen jetzt so weiterspielen."Nicht mehr mit dabei war dagegen Dominik Kahun. Der Stürmer bekam im zweiten Drittel einen Schläger ins Gesicht und kehrte nicht wieder auf das Eis zurück.Deutscher DoppelschlagDie DEB-Auswahl zeigte sich auch ohne Kahun weiter in Torlaune. Reichel (46.) mit seinem zweiten Treffer und Manuel Wiederer (49.) von den Eisbären Berlin erhöhten auf 4:1. Nach dem 2:4 durch Österreichs Vinzenz Rohrer (49.) erzielte Reichel seinen dritten Treffer. Alexander Ehl (55.) von Adler Mannheim war für den 6:2-Endstand verantwortlich.

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Münchner gewinnen DFB-Pokal: Kane nicht zu stoppen: FC Bayern macht gegen VfB erstes Double seit 2020 perfekt

Fünfmal in Folge ging der FC Bayern im DFB-Pokal leer aus. Gegen Titelverteidiger VfB Stuttgart beenden die Münchner ihre Negativserie. Wieder einmal steht Harry Kane im Fokus.Der eiskalte Torjäger Harry Kane hat den FC Bayern München mit einem Hattrick zum lang ersehnten 21. Pokalsieg und dem Double geführt. In einem lange Zeit zähen DFB-Pokalfinale entthronte die Meister-Mannschaft von Vincent Kompany den Titelverteidiger VfB Stuttgart mit einem schließlich hochverdienten 3:0 (0:0). Sechs Jahre nach ihrem letzten Triumph im Berliner Olympiastadion benötigten die Münchner jedoch immense Geduld, weil der VfB über weite Strecken mit viel Laufarbeit, Disziplin und körperlicher Robustheit gut dagegenhielt. Doch bei den entscheidenden Szenen fehlte der Stuttgarter Defensive vor 74.036 Zuschauern der Zugriff. Kane war erst mit dem Kopf nach einer präzisen Flanke von Michael Olise erfolgreich (55. Minute). Dann zeigte der Engländer bei seinem 60. Pflichtspieltor in dieser Saison seine ganze Klasse im Strafraum, als er mit dem rechten Fuß VfB-Torwart Alexander Nübel ein zweites Mal überwand (80.). Mit einem sicher verwandelten Handelfmeter setzte der englische Starstürmer in der zweiten Minute der Nachspielzeit auch den Schlusspunkt.Saisonbewertung des FC Bayern fällt jetzt positiv ausNach der frühzeitigen Meisterschaft in der Bundesliga und dem unglücklichen Halbfinal-Aus in der Champions League gegen Paris Saint-Germain war zuletzt darüber spekuliert worden, ob die Saisonbewertung der Bayern von nur einem einzigen Spiel abhängen würde. Hätten die Bayern nicht gewonnen, hätte die Bundesliga-Rekordsaison laut Kane „einen bitteren Beigeschmack“ gehabt. So endete sie im großen Münchner Jubel und einer nächsten Partynacht.Ohne Kapitän Manuel Neuer, der nach seiner spektakulären Rückkehr in die Nationalmannschaft wegen Wadenproblemen aussetzte, taten sich die Bayern erst einmal schwer. VfB-Trainer Sebastian Hoeneß hatte von seiner Mannschaft „Mut“ und „sehr viel Überzeugung in jeder Spielphase“ gefordert. Als „selbstbewusster Außenseiter“ wollten die Schwaben auftreten, um die Bayern zu ärgern und zu Fehlern zu zwingen. Das setzten sie lange konsequent um.VfB bereitet den Bayern ProblemeSchon früh bot sich die erste Gelegenheit: Neuer-Vertreter Jonas Urbig spielte einen unsauberen Pass im Spielaufbau. Doch Angelo Stiller verzog deutlich. Auch Maximilian Mittelstädt, der beim VfB wie Mitspieler Chris Führich nicht für die WM nominiert wurde, kam zu Abschlüssen (9./17.) und sorgte für erste Gefahr.Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte im Vorfeld vermutet, dass das nicht berufene Duo besonders motiviert sein würde: Sie wollten sicher zeigen, „dass meine Entscheidung eher ein Fehler war“.Erste Annäherung durch KaneMit gewaltigem Aufwand unterband Stuttgart das gewohnte Münchner Spiel. Laufstark und aggressiv jagten die Schwaben hinterher und zwangen die zunehmend genervten Bayern oft zu langen Bällen. Klare Abschlüsse blieben aus: Erst ein Kopfball von Kane sorgte für eine erste Annäherung. Wenig später kam auch Luis Díaz zu einem Abschluss (30.).Vor einem Jahr gewannen die Stuttgarter das Finale gegen den damaligen Zweitliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld mit 4:2. Es war der bisherige Höhepunkt unter Hoeneß, der die Mannschaft innerhalb von drei Jahren von einem Fast-Absteiger zu einem Champions-League-Teilnehmer und Pokalsieger formte. In der Schlussphase des ersten Durchgangs veränderte sich die Statik: Die Bayern hatten inzwischen mehr Ballbesitz. Der VfB schaffte es da noch, den Rekordsieger vom eigenen Tor fernzuhalten. Fanlager mit abgesprochenem DFB-ProtestNach dem Seitenwechsel sorgten beide Fanlager mit Protesten gegen den DFB für Aufsehen: Mit Sprechchören und Transparenten wurde der Verband in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit im Berliner Olympiastadion verunglimpft. Zudem wurde wie in einer konzertierten Aktion massiv Pyrotechnik gezündet.Inmitten des zunehmend ins Stadion ziehenden Rauches gingen die Bayern in Führung – dank der individuellen Klasse von Flankengeber Olise und der Abgebrühtheit von Kane. Für den Engländer war es der achte Treffer in dieser Pokalsaison, der neunte und zehnte folgten später. Unmittelbar nach dem Führungstreffer wurde die Partie für fünf Minuten unterbrochen.Dass es nach Wiederbeginn nicht gleich 2:0 stand, lag an Konrad Laimer. Der aufgerückte Außenverteidiger vergab nach einer Parade von Alexander Nübel frei stehend. Die Bayern dominierten nun das Spiel und legten in der Schlussphase durch Kane noch zweimal nach. Die Stuttgarter fanden im Rauchnebel von Berlin keine Antworten mehr.

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