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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Premier League: Tottenham Hotspur rettet sich, West Ham United steigt ab

Letzter Spieltag in der Premier League: Meister Arsenal feiert. Man City verabschiedet Guardiola. Im Abstiegs-Fernduell sichert sich Tottenham den Klassenerhalt. Tottenham Hotspur hat am letzten Spieltag der Premier League den Klassenerhalt geschafft, West Ham United steigt hingegen in die 2. Liga ab. Die Spurs setzten sich mit 1:0 (1:0) gegen den FC Everton durch und kamen am Ende einer desaströsen Saison mit insgesamt drei Trainern noch zu einem glücklichen Ende. Die Hammers, die auf eine Niederlage des Konkurrenten hoffen mussten, gewannen ihr Heimspiel gegen Leeds United 3:0 (0:0).Tottenham war im ausverkauften Stadion an der White Hart Line von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft. Matchwinner war Joao Palhinha (43. Minute), der den Ball kurz vor der Pause erst an den Pfosten köpfte und dann den Abpraller verwertete. Sein Tor sorgte für emotionale Szenen im Stadion.Havertz feiert mit Arsenal und Tausenden FansChampions-League-Finalist FC Arsenal stand schon vor dem Spieltag als englischer Meister fest. Die Mannschaft um Nationalspieler Kai Havertz setzte sich mit 2:1 (1:0) bei Crystal Palace durch. Sportlich ging es um nichts mehr.Vor dem Spiel zogen Tausende Arsenal-Fans feiernd durch die Straßen um den Selhurst Park in Süd-London. Die Tore für die Gunners erzielten Gabriel Jesus (42. Minute) und Noni Madueke (48.) nach Vorlage des eingewechselten Havertz. Mit Blick auf das Champions-League-Finale gegen Paris Saint-Germain am Samstag rotierte Trainer Mikel Arteta auf neun Positionen.Emotionale Szenen in ManchesterStarcoach Pep Guardiola verpasste in seinem letzten Spiel mit Manchester City einen Sieg. Beim Europa-League-Sieger Aston Villa unterlag sein Team mit 1:2 (0:1). Guardiola verabschiedet sich nach zehn Jahren, in denen er mit City sechs Meisterschaften, die Champions League und dreimal den englischen Pokal gewann. City und Villa sind für die Champions League qualifiziert.Salahs Abschied in Liverpool, Chelsea verpasst EuropaDer FC Liverpool verspielte beim Abschied von Mohamed Salah und Andrew Robertson eine Führung. Die Reds kamen an der Anfield Road gegen Brentford nur zu einem 1:1 (0:0), sind nach einer enttäuschenden Saison allerdings für die Königsklasse qualifiziert. Nach dem Abpfiff ließ sich Salah unter Tränen von den Fans feiern.Der FC Chelsea verpasste es, seine verkorkste Saison noch einigermaßen versöhnlich abzuschließen, und verspielte mit dem 1:2 (0:1) beim AFC Sunderland die Qualifikation für Europa.Vor dem letzten Spiel hatten die Londoner Platz acht belegt, der die Teilnahme an der Conference League bedeutet hätte. Mit einem Sieg hätte Chelsea nächste Saison sogar in der Europa League gespielt. Doch nun müssen sich die Blues mit ihrem neuen Trainer Xabi Alonso in der nächsten Spielzeit voll auf die heimische Liga und Pokalwettbewerbe konzentrieren.

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French Open im Tennis: Eiskalt zum Hitzestart: Zverev in Runde zwei von Paris

Mit einer soliden Leistung gewinnt Alexander Zverev zum Auftakt der French Open. Für sein Titelziel muss er sich noch etwas steigern.Alexander Zverev winkte kurz ins Publikum und sah eher erschöpft als glücklich aus. Der deutsche Tennisstar hatte beim Hitzestart der French Open eiskalt zugeschlagen und den französischen Lokalmatadoren Benjamin Bonzi mit 6:3, 6:4, 6:2 wie erwartet besiegt. Beim Auftakt seiner Titel-Mission zeigte der 29-Jährige eine solide, aber längst nicht perfekte Leistung. In der zweiten Runde trifft der Hamburger auf den Tschechen Tomas Machac."Benjamin ist ein großartiger Spieler, aber ich weiß, je weiter es ins Turnier geht, desto besser werden die Gegner", sagte Zverev beim Sieger-Interview auf dem Court Philippe-Chatrier. Bei der anschließenden Pressekonferenz ergänzte der Olympiasieger von 2021: "Ich finde, es war ein solider Auftakt. Ich bin gut in Turnier gestartet, und weiter geht’s. Es ist manchmal sehr simpel."Zverev, der in den vergangenen fünf Jahren immer mindestens das Viertelfinale in Roland Garros erreicht hat, gilt als größter Herausforderer von Topfavorit Jannik Sinner. Auf den italienischen Weltranglistenersten kann er aufgrund des Startverzichts des verletzten Spaniers Carlos Alcaraz erst in einem möglichen Finale treffen. Zverev nimmt seinen insgesamt 41. Anlauf auf seinen ersten Grand-Slam-Turniersieg.Perfekte Bedingungen für ZverevWohl auch wegen der Hitze verzichtete Zverev auf ein dunkles Outfit und trat ganz in Weiß an. Die äußeren Bedingungen auf dem Hauptplatz mit viel Sonne und hohen Temperaturen waren perfekt für das Spiel des Weltranglistendritten. "Bei 32 Grad ist das wie ein Hartplatz mit Puderzucker obendrauf", hatte Bruder Mischa Zverev vor dem Match bei Eurosport gesagt: "Er ist super schnell, die Bälle springen hoch ab." Das liegt Zverev - und das zeigte er zu Beginn. Vor allem bei eigenem Aufschlag war sein Spiel sehr druckvoll und variantenreich. Der Olympiasieger von 2021 setzte auch immer wieder erfolgreich den Stopp als taktisches Mittel ein. Zverev zwischenzeitig unzufriedenDas für den ersten Satz entscheidende Break zum 4:2 holte er aber durch einen vermeidbaren Vorhandfehler seines Gegners. Zverev werde die "etwas wacklige Vorhand" des Franzosen oft anspielen, hatte Bruder Mischa schon vorher angekündigt. Doch auch bei Alexander Zverev erhöhte sich zwischenzeitlich die Fehlerquote. Der Hamburger war zeitweise sichtlich unzufrieden mit seinem Schläger, den Platzbedingungen und auch sich selbst. Häufig suchte er den Austausch mit seiner Box. Sinnbildlich dafür stand sein erster Aufschlagverlust zum 4:4 im zweiten Satz, als er einige Unkonzentriertheiten zeigte. Doch unmittelbar danach schlug Zverev mit einem erneuten Breakgewinn zurück und holte sich schließlich mit einem gefühlvollen Stopp auch den Durchgang. Das brach die Gegenwehr von Bonzi, der beim Masters in Madrid dem Dominator Sinner noch einen Satz abnehmen konnte. Zverev hatte fortan leichtes Spiel und beendete das im dritten Satz einseitige Match nach 2:08 Stunden mit dem zweiten Matchball.

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French Open: „Werde auf den Platz scheißen“: Tennis-Star kämpft mit heikler Situation

Die French Open beginnen mit einer kuriosen Situation: Der Franzose Arthur Géa muss im Spiel dringend auf die Toilette, darf aber nicht. Es kommt zu einem deutlichen Wortwechsel.Höchst unangenehme Situation für den Franzosen Arthur Géa in Roland Garros: In seinem Erstrundenmatch bei den French Open musste der 21-Jährige im ersten Satz seiner Partie gegen den Russen Karen Chatschanow mal ganz dringend verschwinden - durfte aber nicht sofort.„Ich habe Durchfall und muss dringend auf die Toilette. Ich kann es nicht mehr aushalten und werde sonst auf den Platz scheißen“, sagte Géa in aller Deutlichkeit, als er beim Stand von 1:4, Vorteil für ihn um eine schnelle Auszeit bat. Die Referees entschieden, das Spiel noch zu beenden – danach rannte Géa direkt Richtung Stilles Örtchen.Kurz später nahm er unter dem Applaus der Zuschauer auf dem Court Suzanne-Lenglen sein Match wieder auf. Am Ende fehlte Géa allerdings die Energie, das Match verlor er 3:6, 6:7 (3:7), 0:6.„Rakete 100 Meter vom Haus meiner Eltern entfernt“Nachdem sie ihre Siegesserie auf Sand ausgebaut hatte, gab derweil Marta Kostjuk noch auf dem Court Simonne-Mathieu einen Einblick in ihr Innerstes. „Heute Morgen ist nur 100 Meter vom Haus meiner Eltern entfernt eine Rakete eingeschlagen“, erzählte die Ukrainerin nach ihrem Erstrundensieg gegen die gebürtige Russin Oksana Selekhmeteva bei den French Open in Paris. Es sei ein „schwieriger Morgen“ für sie gewesen, „ich habe viel geweint“.Umso glücklicher war die Mitfavoritin, dass sie die erste Runde überstanden hatte. „Ich bin heute unglaublich stolz auf mich selbst, es war eines der schwierigsten Matches meiner Karriere“, sagte Kostjuk. Mit 6:2, 6:3 hatte sie Selekhmeteva, die unter spanischer Flagge startet, besiegt. „Meine Gedanken und mein ganzes Herz waren heute bei den Menschen in der Ukraine. Sie sind mein größtes Vorbild“, sagte Kostjuk, bevor ihr die Tränen kamen.Wie üblich verweigerte sie Selekhmeteva nach dem Matchball am Netz den Handschlag, das tut sie seit Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine 2022 bei allen Matches gegen russische Spielerinnen. Kostjuk spielt längst nicht mehr nur für sich selbst, sie nutzt die großen Tennisbühnen der Welt immer wieder dafür, auf den Krieg in ihrer Heimat aufmerksam zu machen.Dazu bekommt sie in Roland Garros mindestens eine weitere Gelegenheit, doch mittlerweile gehört Kostjuk, die aus Kiew stammt, sogar zu den Anwärterinnen auf den Titel beim Höhepunkt der Sandplatzsaison. In Rouen und Madrid gewann die 23-Jährige zuletzt zwei Turniere, der Sieg über Selekhmeteva war ihr zwölfter nacheinander.

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Nationalmannschaft: Seider-Frust über drohendes Aus bei Eishockey-WM

Die gute Form bei den deutschen Eishockey-Cracks kommt womöglich zu spät. Die letzte Hoffnung heißt Schützenhilfe. Kapitän Moritz Seider findet bereits jetzt klare Worte.Das drohende Vorrunden-Aus der Eishockey-Nationalmannschaft bei der WM in der Schweiz sorgte bei NHL-Star Moritz Seider für viel Frust. "Wir haben das Turnier vorher verloren", schimpfte der Weltklasse-Verteidiger. "Es ist sehr ärgerlich, weil wir eine sehr gute Mannschaft zusammen haben. Jetzt brauchen wir Schützenhilfe." Dazu muss die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) am Montag (20.20 Uhr/ProSieben und MagentaSport) gegen Außenseiter Großbritannien auf jeden Fall gewinnen.Das Team von Bundestrainer Harold Kreis muss auf Patzer von Lettland hoffen, zudem darf auch Österreich keinen Punkt mehr holen. Weitere Konstellationen, in denen neben Deutschland auch der schwache Weltmeister USA ausscheiden könnte, sind möglich. Erst am Dienstag wird eine endgültige Entscheidung fallen. Es bleibt kompliziert in Zürich.Ungarn und Österreich nicht der Maßstab"Wir haben dem Gegner zu viel auf dem Silbertablett präsentiert. So etwas rächt sich dann im Turnier", monierte Kapitän Seider. Auch die beiden 6:2-Erfolge gegen Ungarn und am Samstagabend gegen Österreich ändern nichts daran. "Das ist nicht der Maßstab", betonte der 25-Jährige von den Detroit Red Wings. Besonders die verlorenen Punkte durch das 0:2 im zweiten Spiel gegen Lettland hechelt die Nationalmannschaft hinterher. Auch die 3:4-Niederlage nach Penaltyschießen gegen die USA war vermeidbar."Wir ärgern uns natürlich. Wir hatten am Anfang ein wenig Schwierigkeiten", sagte NHL-Profi Lukas Reichel, der gegen Österreich dreimal traf. "Es hilft aber nicht, nach hinten zu blicken. Wir müssen nach vorne schauen." Der Stürmer von den Boston Bruins ist mit vier Treffern der beste Torjäger und gehört zu den wenigen Positiv-Erscheinungen in Zürich.Enttäuschung auch bei OlympiaBereits im vergangenen Jahr war für den Vize-Weltmeister von 2023 nach der Gruppenphase Schluss. Auch bei den Olympischen Spielen enttäuschte die DEB-Auswahl mit allen NHL-Stars um Leon Draisaitl beim kläglichen 2:6 im Viertelfinale gegen die Slowakei.Ein Jahr vor der Heim-WM, die nach dem Eröffnungsspiel in der Fußball-Arena auf Schalke, in Mannheim und Düsseldorf ausgetragen wird, gibt es zahlreiche Fragezeichen rund um den DEB.

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Sportstätten: Das sind die zehn größten Stadien Europas

Gegröle, Gänsehaut und Gemeinschaft: All das kommt in einem Sportstadion zusammen. Ein Blick auf die Arenen in Europa, die am meisten Zuschauer fassen.Wenn die Ränge in Sportstadien bis auf den letzten Platz ausverkauft sind, kommt richtig Stimmung auf. Es wird gejubelt, gegrölt und gesungen. Siege werden gefeiert und Niederlagen betrauert. Stadien sind Orte des Zusammenkommens, an denen auch mal Fan-Welten aufeinanderprallen und die Luft brennt.Doch Stadien können noch mehr sein. Manche sind architektonische Meisterwerke. Mehrere Zehntausend Zuschauerinnen und Zuschauer finden darin Platz. Einige haben mobile Dächer, die sie bei schlechtem Wetter in eine Halle verwandeln. Hinzu kommen Katakomben, Umkleideräume, Presseränge, VIP-Logen, XXL-Toiletten und unzählige Treppenstufen.In unserer Fotostrecke zeigen wir Ihnen, welche Stadien gemessen an der Zuschauerkapazität die größten in Europa sind. Wenn Sie außerdem wissen möchten, welche die weltweit größten Sportarenen sind, schauen Sie hier vorbei.Weitere Quellen: World Atlas, „Irish Times“, „We Build Value“, StadiumDB.com

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DFB-Pokal: Ein Fußball-Fest, das (zumindest teilweise) im Pyro-Nebel unterging

Harry Kane schießt die Bayern zum DFB-Pokalsieg gegen Stuttgart. Die Stimmung ist rauschend – bis beide Fankurven so viel Pyrotechnik zünden, dass kaum noch jemand das Spiel sieht.Die S-Bahn ins Olympiastadion ist nachmittags rappelvoll, das Klima erinnert an eine skandinavische Sauna. Die Bayern-Fans, die einsteigen, werden von den Stuttgartern freundlich mit einem Sprechchor begrüßt: „FC Bayern, Hurensöhne!“ Die Antwort: „Wir haben euch auch lieb.“ Ein Mann im Stuttgart-Trikot: „Wir wollen eigentlich nur, dass ihr keine vier bis fünf Tore schießt.“ Er findet: Stuttgart kann gewinnen, Bayern muss. Harry Kane gewinnt für die Bayern den DFB-PokalVielleicht ist er am Ende des Abends zufrieden? Denn die Bayern schießen keine vier bis fünf Tore. Und manche der Bayerntore konnte man im Stadion teilweise eh kaum sehen – aber das liegt an den Fans, nicht am Spiel. Die Münchner gewinnen den DFB-Pokal. Es ist mehr als ein halbes Jahrzehnt her, dass man das schreiben konnte. Um genau zu sein: Harry Kane gewinnt für die Bayern den Pokal. Vor 74.036 Fans im ausverkauften Olympiastadion. Dieses eindeutige Ergebnis gibt dabei nicht das gesamte Spiel wieder. Gerade in der ersten Hälfte schlagen sich die Stuttgarter wacker und sind zeitweise das bessere Team. Sie drücken die Bayern mit einem extrem hohen Pressing in die eigene Hälfte. Die Bayern bekommen die ersten dreißig Minuten keinen Tritt in dieses Spiel – und man muss es so klar sagen: Stuttgart ist giftiger. Mittelstürmer Harry Kane versucht, sich teilweise den Ball in der eigenen Hälfte abzuholen, wird dabei auf Schritt und Tritt verfolgt. Immer wieder muss Bayerntorwart Urbig lange Bälle spielen. Die Stuttgarter gewinnen in der ersten Hälfte 60 Prozent der Zweikämpfe und holen sich die zweiten Bälle im Mittelfeld. Erst in der 30. Minute der erste offizielle TorschussBeinahe wird Stuttgart dafür belohnt. In der neunten Minute schießt Mittelstädt nach Vorlage von Undav und trifft: das Außennetz. In der 17. Minute versucht er es aus 21 Metern auf das Tor der Bayern. Urbig muss sich strecken und pariert zur Ecke. Und diese kleinen Nadelstiche setzen sich fort. Erst in der 30. Minute kommt Bayern zu seinem ersten offiziellen Torschuss: Diaz bekommt den Ball und schießt – in die Arme von Nübel. In den letzten 15 Minuten der ersten Halbzeit kommen sie wieder ran: Am Ende wird es eine Halbzeit auf Augenhöhe. Im Fernsehen kommentiert der ehemalige Nationaltrainer Jogi Löw in der Halbzeit: „Sebastian Hoeneß hat den VfB taktisch super eingestellt, spielt teilweise Manndeckung, lässt den Bayern keinen Platz. Wenn die Stuttgarter das durchhalten und irgendwann dann auch das 1:0 erzielen, haben sie alle Chancen.“ Der Trainer der Stuttgarter, dessen Onkel die graue Eminenz der Münchner, Uli Hoeneß, ist, macht einen guten Job.  Die zweite Hälfte beginnt wie die erste: Stuttgart presst hoch, die Bayern müssen versuchen, sich herauszuspielen. Stuttgart ist im Spiel, doch dann der Schock für die Mannschaft in Weiß: Die Bayern haben einen Freistoß, spielen auf Olise auf der Außenbahn. Der findet den Mittelstürmer der Roten: Harry Kane köpft den Ball zum 1:0. Als das Tor fällt, ist die Sonne schon am Ende ihres Tagespensums angelangt, der Himmel ist nicht bewölkt und schön. Aber der Himmel wird verdeckt und die Ränge der beiden Kurven so rot wie dieser Sonnenuntergang. Beide Kurven zünden gleichzeitig dermaßen viel Pyrotechnik an, dass das gesamte Stadion einnebelt. Schiedsrichter Sven Jablonski unterbricht das Spiel einige Minuten, bis er sich bei den beiden Torhütern beider Mannschaften vergewissert, dass die beiden genug sehen können. Es riecht nach Silvester, im Stadion bilden sich dicke Rauchschwaden über dem Spielfeld. Zu sehen ist: wenigDas Spiel geht weiter. Schade ist, dass sowohl im Fernsehen als auch im Stadion die Sicht auf das Spiel ab diesem Zeitpunkt lange eingeschränkt ist: Es ist zeitweise nur zu erkennen, welche Mannschaft am Ball ist, nicht welcher Spieler gerade dribbelt, passt oder schießt. Die Stadionbildschirme zeigen minutenlang auch nicht mehr das Spiel: nur die Aufforderung, diese Pyrotechnik zu lassen. Immer wieder kommt die Aufforderung auch vom Stadionsprecher.  Das ist keine Spaß-Aktion, sondern ein abgesprochener Protest gegen den DFB, gegen die aus der Sicht der Fans überbordende Rolle des Verbandes bei der Bestrafung von Fans und den hohen Ticketpreisen.  Aber es gilt auch: Wer, was bei dieser Rauchbelastung nicht unwahrscheinlich ist, Probleme beim Atmen oder gereizte Augen hat, soll sich bei den nächsten Sanitätern melden. Das Spiel geht zwar weiter, aber die Fans mit den Bengalos verwehren vielen Zuschauern im Stadion – und teilweise im TV – die Möglichkeit, das Spiel genau zu verfolgen. Und wer Lungenprobleme hat, anfällig für Rauch ist, der muss eben das Stadion verlassen. Den Preis für die Bengalos zahlen diese Menschen – und die Vereine mit den zu vermutenden Geldstrafen. Der Endstand: 3:0 für die BayernZeitweise sind es so viele Feuerwerkskörper, dass die vom DFB engagierten Menschen, die die Fackeln zählen sollen, nicht hinterherkommen. Aber die Stimmung in beiden Kurven bleibt das Spiel über fantastisch. Es wird getrommelt, gesungen, geschrien, gepfiffen. Bis weit nach dem Abpfiff zünden sie ihre Feuerwerkskörper.  Entweder das Gegentor oder die Unterbrechung wegen der Bengalos bringen Stuttgart aus dem Rhythmus. Die Bayern haben viele Räume, können ihre Offensivpower ausspielen. Kane bekommt den Ball, schießt an die Latte. Der Abpraller kommt wieder zu ihm, er dreht sich: zwei zu null für Bayern. Am Ende dann noch ein Elfmeter für die Bayern. Wieder tritt Kane an. Stuttgart-Keeper Nübel hat zwar die richtige Ecke, aber der Engländer hämmert ihn trotzdem rechts unten rein. Das ist der Endstand: drei zu null.Doch die Stuttgart-Fans lassen sich davon nicht beirren: Sie feiern bis zum Abpfiff weiter. Danach die Siegerehrung: Bayern-Kapitän Manuel Neuer, der das Spiel verletzungsbedingt aussetzen muss, streckt den Pokal in die Höhe. Der wiegt 5,7 Kilogramm, fasst etwa acht Liter. Nach dieser Saison haben sich die Bayern verdient, zur Feier mindestens so viel Bier zu trinken. Nach dem Spiel nehmen sich viele Stuttgart-Fans auch noch ein Getränk von den vielen Bierständen mit. Ihre Stimmung ist nicht getrübt, sie feiern weiter, Sprechchöre, Klatschen.  Der Mann aus der S-Bahn ist nicht mehr zu sehen. Aber am Ausgang stehen die beiden Stuttgart-Fans Karin und Andi in ihren schneeweißen Trikots. „Es war eine wahnsinnige Stimmung“, sagen die beiden. Die Niederlage haben die beiden gut verarbeitet, so scheint es. Nur über eines ist Karin schockiert: die Pyrotechnik. „Die hat mir das Spiel vermasselt. Ich habe nichts mehr gesehen.“ Die beiden, die extra aus dem Ländle angereist sind, nehmen es sportlich: „Das gehört halt dazu.“ 

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French Open: Talentiert, nervenstark, lernwillig: Die Jungstars im Tennis

Jannik Sinner und Carlos Alcaraz auf Jahre unantastbar? Ein paar Youngster wollen es nicht dazu kommen lassen. Wer die großen Talente sind und wo ihre Stärken und Schwächen liegen.Bei der Titeljagd im Tennis herrscht aktuell Langeweile. Jannik Sinner dominiert, und bei einer Rückkehr des aktuell verletzten Carlos Alcaraz läuft alles auf ein Duell der beiden Ausnahmekönner hinaus. Doch es gibt ein paar Jungstars, die sie herausfordern wollen. Das sind die Top-Talente bei den am Sonntag beginnenden French Open.Rafael Jódar (19)Schon allein wegen desselben Vornamen drängt sich die Frage auf: Hat das spanische Tennis einen neuen Rafael Nadal? Der Vergleich hinkt aber nicht nur aufgrund der riesigen Erfolge des früheren Sandplatz-Königs, sondern auch wegen der Spielweise. Anders als Nadal ist Jódar kein Defensivspezialist, lange Rallys will der 19-Jährige eher vermeiden. Der 1,91 Meter große Spanier kommt über das Tempo und Risiko in seinen Schlägen ohne viel Topspin. Dass er damit auch auf Sand erfolgreich sein kann, hat Jódar in Barcelona, Madrid und Rom bewiesen. Weil er möglichst lange Tennis am College spielen wollte, stand er vor einem Jahr in der Weltrangliste noch jenseits der Top 600 - jetzt gehört er schon zu den besten 30 Spielern der Welt. Nicht nur für Toni Nadal, Onkel und früherer Erfolgstrainer von Rafael Nadal, ist Jódar der "beste Spieler dieser neuen Generation" mit dem "größten Potenzial". João Fonseca (19)Der Brasilianer ist schon länger im Fokus. Bei den Australian Open 2025 verlor Fonseca zwar in der dritten Runde, doch selbst die ganz Großen der Szene waren begeistert. "Ich liebe einfach, wie er die wichtigen Punkte spielt", sagte Novak Djokovic: "Ich bin ein Fan seines Spiels." Alcaraz meinte damals: "Wir werden den Namen João Fonseca schon bald auf die Liste der besten Spieler der Welt setzen."Noch ist es nicht so weit, die Entwicklung des 19-Jährigen stagnierte zuletzt - auch bedingt durch wiederkehrende Rückenschmerzen. Der kraftvolle Fonseca bringt aber viel mit für eine Erfolgskarriere. Von seinen Fans wird er bei jedem Turnier frenetisch angefeuert - mitunter sogar für ihn selbst zu eifrig. Es müsse "ein gewisses Maß geben", sagte er und klagte über "zu viele Zwischenrufe". Learner Tien (20)Der US-Amerikaner ist längst kein Unbekannter mehr auf der Tour. Den Sprung in die Top 100 schaffte er bereits im Januar 2025, danach arbeitete er sich kontinuierlich bis in die Top 20 vor. Der mit 1,80 Meter vergleichsweise kleine Tien ist kein Aufschlagwunder, dafür besitzt er ein herausragendes Spielverständnis. "Meiner Meinung nach kann er irgendwann die Nummer 1 der Welt werden", sagte der frühere Weltranglistenerste Daniil Medwedew.Im Dezember triumphierte Tien bei den Next Gen ATP Finals der besten Nachwuchsspieler. Trainiert wird der 20-Jährige vom ehemaligen Grand-Slam-Turniersieger Michael Chang. "Ich halte ihn für eine ganz besondere Persönlichkeit", sagte Chang über seinen Schützling: "Er denkt auf dem Platz weitaus mehr nach als die meisten anderen Spieler."Martín Landaluce (20)An Selbstvertrauen mangelt es dem Madrilenen nicht. Er könne schon jetzt "die besten Spieler schlagen", sagte Landaluce. Der frühere Weltranglistenerste bei den Junioren schaffte es in Miami als erster Spieler seines Jahrgangs 2006 ins Viertelfinale eines Masters-1000-Turniers. In Rom bestätigte er das auf Sand mit seinem offensiven und aktiven Spielstil.Er wuchs in einer Tennisfamilie auf und wurde in der Rafael-Nadal-Akademie ausgebildet. Das Training mit dem 14-maligen French-Open-Gewinner Nadal habe ihn vorangebracht, sagte Landaluce: "Jemanden wie ihn zu beobachten, mit ihm zu spielen und zu sprechen, seine Ratschläge zu bekommen und ihn täglich beim Training zu sehen – all das ist mir im Kopf geblieben."Alexander Blockx (21)Der Aufstieg des Belgiers deutete sich schon länger an, ist in den vergangenen Wochen aber atemberaubend schnell vonstattengegangen. Blockx startete in dieser Sandplatzsaison voll durch, beim Masters-Turnier in Madrid stürmte er bis ins Halbfinale. Da war er aber chancenlos gegen Alexander Zverev, genau wie anderthalb Wochen später in Rom in der dritten Runde. "Ich habe mich gefühlt", sagte Blocks nach dem ersten Duell, "als würde ich gegen mich selbst spielen". Aber das andere Ich sei eben "ein paar Versionen stärker" gewesen. In der Tat ist der 1,93 Meter große Blockx genau wie Zverev aufschlagstark und aufgrund seiner Reichweite gut in der Defensive. Aber Konstanz fehlt ihm noch.

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Eishockey: Trotz DEB-Sieg gegen Österreich: Viertelfinal-Chancen sinken

Über den zweiten Sieg bei der Eishockey-WM in der Schweiz kann sich die Nationalmannschaft kaum freuen. Die K.o.-Runde wird immer unwahrscheinlicher. Ein NHL-Profi trifft dreifach.Rivale Österreich bezwungen, Dreierpack von NHL-Profi Lukas Reichel, aber das Viertelfinale bei der Eishockey-WM in der Schweiz wird immer unwahrscheinlicher: Die deutsche Nationalmannschaft steht vor der dritten Turnier-Enttäuschung in Serie. Das 6:2 (0:0, 2:1, 4:1) gegen Österreich sorgte zwar für den zweiten Erfolg in Zürich. Da Lettland zuvor den strauchelnden Weltmeister USA mit 4:2 besiegte, sind die Chancen auf die K.o.-Runde gesunken. "Wir haben das Ergebnis vor dem Spiel gesehen. Wir haben das aber ausgeblendet. Was wir jetzt nur kontrollieren können, ist das nächste Spiel", erklärte Reichel.Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes benötigt viel Schützenhilfe und einen Sieg gegen Großbritannien am Montag (20.20 Uhr/ProSieben und MagentaSport).Lettland muss patzenErnüchterung gab es lange vor dem ersten Bully. Der lettische Sieg gegen die schwächelnden US-Amerikaner änderte die Ausgangslage deutlich. Die deutsche Mannschaft muss auf Patzer Lettlands gegen die Außenseiter Großbritannien oder Ungarn hoffen. Es gibt zwar rechnerisch weitere Möglichkeiten für ein Weiterkommen, die sind aber äußerst unwahrscheinlich. "Am Anfang des Turniers hatten wir einige Schwierigkeiten", erklärte Reichel. "Wir können jetzt nicht zurückdenken. Wir müssen nach vorne schauen. Es ist blöd, aber alles was zählt, ist ein Sieg im nächsten Spiel."Es droht für den Vize-Weltmeister von 2023 das nächste enttäuschende Turnier. Im vergangenen schied die DEB-Auswahl in Dänemark ebenfalls in der Vorrunde aus. Das schwache 2:6 gegen die Slowakei im Viertelfinale bei Olympia mit sämtlichen NHL-Stars um Leon Draisaitl sorgte für eine große Enttäuschung. Nun steht Deutschlands Eishockey vor dem nächsten Tiefschlag. Euphorie vor der Heim-WM im kommenden Jahr in Düsseldorf und Mannheim kam nicht auf - im Gegenteil.Auch das erste Drittel gegen Österreich sorgte nicht unbedingt für neue Hoffnungen. Der Gegner besaß die besseren Möglichkeiten und wirkte trotz des 0:9 vor drei Tagen gegen die Schweiz selbstbewusster. Der Weltranglistenelfte hat im Gegensatz zur deutschen Mannschaft die besseren Chancen auf das Viertelfinale. "Es war ein sehr physisches Spiel", erklärte Kapitän Moritz Seider bei ProSieben. "Wir müssen jetzt die Scheiben mehr auf das Tor bringen."Dies beherzigten zunächst jedoch die Österreicher. Leon Wallner (23. Minute) stand am kurzen Pfosten goldrichtig und ließ NHL-Torhüter Philipp Grubauer aus kurzer Distanz keine Abwehrchance. Deutschland reagierte schnell: Lukas Reichel (24.) von den Boston Bruins nutzte nach Vorlage von Joshua Samanski und Frederik Tiffels die Chance zum Ausgleich.Erste Reihe in Top-FormDeutschlands Top-Reihe wirbelte weiter und wurde belohnt. Samanski von den Edmonton Oilers traf nach Zuspiel von Tiffels und Reichel zum 2:1 (34.). "Mit so guten Spielern zusammenzuspielen, macht riesig Spaß", erklärte Samanski. "Wir müssen jetzt so weiterspielen."Nicht mehr mit dabei war dagegen Dominik Kahun. Der Stürmer bekam im zweiten Drittel einen Schläger ins Gesicht und kehrte nicht wieder auf das Eis zurück.Deutscher DoppelschlagDie DEB-Auswahl zeigte sich auch ohne Kahun weiter in Torlaune. Reichel (46.) mit seinem zweiten Treffer und Manuel Wiederer (49.) von den Eisbären Berlin erhöhten auf 4:1. Nach dem 2:4 durch Österreichs Vinzenz Rohrer (49.) erzielte Reichel seinen dritten Treffer. Alexander Ehl (55.) von Adler Mannheim war für den 6:2-Endstand verantwortlich.

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Münchner gewinnen DFB-Pokal: Kane nicht zu stoppen: FC Bayern macht gegen VfB erstes Double seit 2020 perfekt

Fünfmal in Folge ging der FC Bayern im DFB-Pokal leer aus. Gegen Titelverteidiger VfB Stuttgart beenden die Münchner ihre Negativserie. Wieder einmal steht Harry Kane im Fokus.Der eiskalte Torjäger Harry Kane hat den FC Bayern München mit einem Hattrick zum lang ersehnten 21. Pokalsieg und dem Double geführt. In einem lange Zeit zähen DFB-Pokalfinale entthronte die Meister-Mannschaft von Vincent Kompany den Titelverteidiger VfB Stuttgart mit einem schließlich hochverdienten 3:0 (0:0). Sechs Jahre nach ihrem letzten Triumph im Berliner Olympiastadion benötigten die Münchner jedoch immense Geduld, weil der VfB über weite Strecken mit viel Laufarbeit, Disziplin und körperlicher Robustheit gut dagegenhielt. Doch bei den entscheidenden Szenen fehlte der Stuttgarter Defensive vor 74.036 Zuschauern der Zugriff. Kane war erst mit dem Kopf nach einer präzisen Flanke von Michael Olise erfolgreich (55. Minute). Dann zeigte der Engländer bei seinem 60. Pflichtspieltor in dieser Saison seine ganze Klasse im Strafraum, als er mit dem rechten Fuß VfB-Torwart Alexander Nübel ein zweites Mal überwand (80.). Mit einem sicher verwandelten Handelfmeter setzte der englische Starstürmer in der zweiten Minute der Nachspielzeit auch den Schlusspunkt.Saisonbewertung des FC Bayern fällt jetzt positiv ausNach der frühzeitigen Meisterschaft in der Bundesliga und dem unglücklichen Halbfinal-Aus in der Champions League gegen Paris Saint-Germain war zuletzt darüber spekuliert worden, ob die Saisonbewertung der Bayern von nur einem einzigen Spiel abhängen würde. Hätten die Bayern nicht gewonnen, hätte die Bundesliga-Rekordsaison laut Kane „einen bitteren Beigeschmack“ gehabt. So endete sie im großen Münchner Jubel und einer nächsten Partynacht.Ohne Kapitän Manuel Neuer, der nach seiner spektakulären Rückkehr in die Nationalmannschaft wegen Wadenproblemen aussetzte, taten sich die Bayern erst einmal schwer. VfB-Trainer Sebastian Hoeneß hatte von seiner Mannschaft „Mut“ und „sehr viel Überzeugung in jeder Spielphase“ gefordert. Als „selbstbewusster Außenseiter“ wollten die Schwaben auftreten, um die Bayern zu ärgern und zu Fehlern zu zwingen. Das setzten sie lange konsequent um.VfB bereitet den Bayern ProblemeSchon früh bot sich die erste Gelegenheit: Neuer-Vertreter Jonas Urbig spielte einen unsauberen Pass im Spielaufbau. Doch Angelo Stiller verzog deutlich. Auch Maximilian Mittelstädt, der beim VfB wie Mitspieler Chris Führich nicht für die WM nominiert wurde, kam zu Abschlüssen (9./17.) und sorgte für erste Gefahr.Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte im Vorfeld vermutet, dass das nicht berufene Duo besonders motiviert sein würde: Sie wollten sicher zeigen, „dass meine Entscheidung eher ein Fehler war“.Erste Annäherung durch KaneMit gewaltigem Aufwand unterband Stuttgart das gewohnte Münchner Spiel. Laufstark und aggressiv jagten die Schwaben hinterher und zwangen die zunehmend genervten Bayern oft zu langen Bällen. Klare Abschlüsse blieben aus: Erst ein Kopfball von Kane sorgte für eine erste Annäherung. Wenig später kam auch Luis Díaz zu einem Abschluss (30.).Vor einem Jahr gewannen die Stuttgarter das Finale gegen den damaligen Zweitliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld mit 4:2. Es war der bisherige Höhepunkt unter Hoeneß, der die Mannschaft innerhalb von drei Jahren von einem Fast-Absteiger zu einem Champions-League-Teilnehmer und Pokalsieger formte. In der Schlussphase des ersten Durchgangs veränderte sich die Statik: Die Bayern hatten inzwischen mehr Ballbesitz. Der VfB schaffte es da noch, den Rekordsieger vom eigenen Tor fernzuhalten. Fanlager mit abgesprochenem DFB-ProtestNach dem Seitenwechsel sorgten beide Fanlager mit Protesten gegen den DFB für Aufsehen: Mit Sprechchören und Transparenten wurde der Verband in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit im Berliner Olympiastadion verunglimpft. Zudem wurde wie in einer konzertierten Aktion massiv Pyrotechnik gezündet.Inmitten des zunehmend ins Stadion ziehenden Rauches gingen die Bayern in Führung – dank der individuellen Klasse von Flankengeber Olise und der Abgebrühtheit von Kane. Für den Engländer war es der achte Treffer in dieser Pokalsaison, der neunte und zehnte folgten später. Unmittelbar nach dem Führungstreffer wurde die Partie für fünf Minuten unterbrochen.Dass es nach Wiederbeginn nicht gleich 2:0 stand, lag an Konrad Laimer. Der aufgerückte Außenverteidiger vergab nach einer Parade von Alexander Nübel frei stehend. Die Bayern dominierten nun das Spiel und legten in der Schlussphase durch Kane noch zweimal nach. Die Stuttgarter fanden im Rauchnebel von Berlin keine Antworten mehr.

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Finale in Oslo: Pajor und Paralluelo: Barcelona gewinnt Champions League

DFB-Auswahlspielerin Jule Brand gehört zu den traurigen Verlierern in einem packenden Königsklassen-Finale. Lyon verlangt den Barça-Frauen lange alles ab.Die Fußballerinnen des FC Barcelona haben im Champions-League-Finale gegen Olympique Lyon triumphiert. Das Starensemble setzte sich in einem hochklassigen und abwechslungsreichen Spiel in Oslo mit 4:0 (0:0) durch gegen die Französinnen, bei denen die deutsche Nationalspielerin Jule Brand auflief. Für jeweils zwei Tore sorgten die Ex-Wolfsburgerin Ewa Pajor (55. und 69. Minute), die in ihrem sechsten Endspiel erstmals den Titel gewann, und Salma Paralluelo (90./90.+3). Die Spanierinnen bejubelten ihren vierten Finalerfolg nach 2021, 2023 und 2024. Lyon bleibt Rekordsieger mit acht Triumphen. Das Team um die Weltfußballerinnen Alexia Putellas und Aitana Bonmatí zeigte sich im Finale sehr effektiv und durfte sich bei der herausragenden Torfrau Cata Coll bedanken. Lyon jubelt früh - zu frühDie Französinnen hatten bereits in der 14. Minute gejubelt. Nach einem Freistoß war Lyons 1,97 Meter große Abwehrchefin Wendie Ranard frei zum Kopfball gekommen. Barça-Torhüterin Coll wehrte den Ball zwar noch ab, doch Lindsey Heaps staubte zum 1:0 ab. Nach einer VAR-Überprüfung wurde der Treffer jedoch aberkannt, da die US-Nationalspielerin knapp im Abseits stand. Das Team von Olympique setzte dem Favoriten mächtig zu. Kurz vor der Pause musste sich Barcelonas Nationalkeeperin nach einem Freistoß-Schlenzer von Selma Bacha mächtig strecken. Bei den Spanierinnen saß Weltfußballerin Aitana Bonmatí wie zuletzt nach ihrem Comeback nach Wadenbeinbruch zunächst nur auf der Bank, kam aber nach gut 70 Minuten. Nach einer knappen halben Stunde initiierte Brand einen Angriff. Alexia blockte in höchster Not gegen Norwegen-Star Ada Hegerberg. In der Folgeszene jagte Brand den Ball aus spitzem Winkel über die Latte. Die 23 Jahre alte Pfälzerin stand schon 2023 mit dem VfL Wolfsburg im Königsklassen-Finale gegen Barcelona (2:3), saß dabei aber nur auf der Bank.Pajors Tore Nummer zehn und elfDas Jahr darauf hatte Barcelona im Endspiel gegen Lyon triumphiert, unterlag dann aber 2025 überraschend dem FC Arsenal. Diese Saison setzte sich der Spitzenclub aus dem Land der Weltmeisterinnen im Halbfinale gegen den FC Bayern durch, Lyon gegen Arsenal. In Oslo gelang Pajor mit einem Flachschuss das 1:0. Dann legte sie aus kurzer Entfernung zum 2:0 nach - es waren der zehnte und elfte Treffer der 29 Jahre alten Toptorjägerin in dieser Königsklassen-Saison. Tabitha Chawinga vergab noch die Riesenchance zum Anschlusstreffer, ehe Paralluelo alles klarmachte.

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Sportstätten: Das sind die zehn größten Stadien Europas

Gegröle, Gänsehaut und Gemeinschaft: All das kommt in einem Sportstadion zusammen. Ein Blick auf die Arenen in Europa, die am meisten Zuschauer fassen.Wenn die Ränge in Sportstadien bis auf den letzten Platz ausverkauft sind, kommt richtig Stimmung auf. Es wird gejubelt, gegrölt und gesungen. Siege werden gefeiert und Niederlagen betrauert. Stadien sind Orte des Zusammenkommens, an denen auch mal Fan-Welten aufeinanderprallen und die Luft brennt.Doch Stadien können noch mehr sein. Manche sind architektonische Meisterwerke. Mehrere Zehntausend Zuschauerinnen und Zuschauer finden darin Platz. Einige haben mobile Dächer, die sie bei schlechtem Wetter in eine Halle verwandeln. Hinzu kommen Katakomben, Umkleideräume, Presseränge, VIP-Logen, XXL-Toiletten und unzählige Treppenstufen.In unserer Fotostrecke zeigen wir Ihnen, welche Stadien gemessen an der Zuschauerkapazität die größten in Europa sind. Wenn Sie außerdem wissen möchten, welche die weltweit größten Sportarenen sind, schauen Sie hier vorbei.Weitere Quellen: World Atlas, „Irish Times“, „We Build Value“, StadiumDB.com

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FC Bayern vs. VfB Stuttgart: Hier sehen sie das Pokalfinale im TV und im Stream

Das DFB-Pokalfinale steigt in diesem Jahr zwischen dem FC Bayern und Titelverteidiger VfB Stuttgart. So können sie die Partie im Fernsehen verfolgen.Die wichtigste Information zum DFB-Pokalfinale am Samstagabend im Berliner Olympiastadion lautet: Bayern-Keeper Manuel Neuer ist unpässlich. Die Wade zwickt, zum dritten Mal in diesem Jahr. „Er kann morgen nicht spielen, die WM ist nicht in Gefahr“, sagte Sportvorstand Max Eberl in Berlin. „Es macht keinen Sinn, ihn ins Tor zu stellen mit dem Risiko, dass er sich schwerst verletzen könnte. Deswegen haben wir alle gemeinsam entschieden, so schwer es dem Manu auch gefallen ist, auf das Finale zu verzichten.“ Für Neuer, 40 Jahre alt, wird Jonas Urbig, 22 Jahre alt, zwischen den Pfosten stehen.Für den VfB Stuttgart bedeutet das allerdings nicht, dass sich die Chancen auf einen Sieg und damit auf die Titelverteidigung erhöhen. In den zwei Liga-Spielen verlor das Team von Trainer Sebastian Hoeneß jeweils deutlich. In beiden Partien hütete Urbig das Bayern-Tor. Das Supercup-Finale zu Beginn der Saison verlor der VfB ebenfalls gegen die Bayern, mit Neuer im Tor. Auch im vierten Aufeinandertreffen der Saison sind die Münchner klarer Favorit.DFB-Pokalfinale im Ersten ab 19.00 UhrÜbertragen wird das Finale von der ARD. Die Übertragung beginnt um 19.00 Uhr, das Spiel wird um 20.00 Uhr angepfiffen. Auch der Bezahlsender Sky überträgt live.Zudem steht wie immer der Livestream der ARD im Internet zur Verfügung. Im Radio überträgt unter anderem RBB24 Inforadio die Partie.Schiedsrichter ist Sven Jablonski, 36 Jahre alt. Der Bankkaufmann aus Bremen, der seit 2017 in der Bundesliga pfeift, feierte in dieser Saison sein Debüt in der Champions League. Was noch erwähnenswert ist: Im Finale wird zum ersten Mal im deutschen Profifußball ein Ball mit Chip eingesetzt. Der „iBall“ vom Hersteller Derbystar ist mit der sogenannten „Connected Ball Technology“ ausgestattet. „Ein im Ball integrierter Sensor erfasst während der Partie in Echtzeit hochpräzise Daten zu Ballkontakten, Geschwindigkeit, Flugbahn und Rotation. Der Ball wird so selbst zur Datenquelle und liefert präzise Informationen“, schreibt der DFB. Dann kann es ja losgehen.

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Bayern-Kapitän fehlt im Finale: Nagelsmann: "Ein paar Tage Ruhe" gut für Neuer

Manuel Neuer fehlt im DFB-Pokalfinale. Warum Bundestrainer Julian Nagelsmann überzeugt ist, dass die Auszeit dem Nationalkeeper guttut.Bundestrainer Julian Nagelsmann sieht im verletzungsbedingten Fehlen von Manuel Neuer beim DFB-Pokalfinale mit Blick auf die Fußball-WM "gar kein Problem". Der Kapitän des FC Bayern München setzt im Endspiel gegen den VfB Stuttgart heute (20.00 Uhr/ARD und Sky) wegen muskulärer Probleme in der linken Wade aus.Nagelsmann lobte die Kommunikation zwischen den Münchnern und dem Deutschen Fußball-Bund. "Wir haben zusammen überlegt, was die Chancen und das Risiko dieses Spiels sind. Durch die kleine muskuläre Verhärtung und Blessur ist es besser, dass er morgen nicht spielt", sagte Nagelsmann am Freitagabend bei DFB.TV. "Aus Nationalmannschafts-Sicht ist es gut, dass er noch ein paar Tage Ruhe bekommt und dann top vorbereitet bei uns starten kann." Man habe nichts davon, wenn Neuer ein sehr gutes Spiel mache, "und dann wäre er vielleicht nicht ganz fit für die Nationalmannschaft".Mehrere Pausen für Neuer in diesem JahrNeuer war am letzten Bundesliga-Spieltag vor einer Woche gegen den 1. FC Köln nach einer Stunde wegen erneuter Beschwerden an der linken Wade ausgewechselt worden. In diesem Jahr musste der Weltmeister von 2014 bereits zweimal wegen eines Muskelfaserrisses im linken Unterschenkel pausieren. Bundestrainer Julian Nagelsmann plant jedoch trotz Neuers Verletzungsanfälligkeit mit Deutschlands Rekordtorwart als Stammkeeper bei der am 11. Juni beginnenden WM-Endrunde in Kanada, Mexiko und den USA. Die Berufung Neuers und die Rückstufung von Oliver Baumann als voriger Nummer eins im deutschen Tor hatten für reichlich Diskussionen gesorgt.

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French Open im Tennis: Müller-Wohlfahrt hilft: Zverev ohne Rückenprobleme in Paris

Bei seinem Heimturnier in Hamburg konnte Alexander Zverev nicht starten. Die Beschwerden am Rücken sind aber offenbar auskuriert - dank der Behandlungen des ehemaligen Teamarztes vom FC Bayern.Bei seinem nächsten Anlauf auf den ersehnten ersten Grand-Slam-Turniersieg hat Tennisstar Alexander Zverev auch Unterstützung von Promi-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt erhalten. "Ich habe zwei wunderbare Behandlungen gehabt bei Dr. Müller-Wohlfahrt, die haben mir sehr geholfen", sagte der Weltranglistendritte.Wegen wieder aufgekommener Rückenprobleme hatte er seinen Start beim Heimturnier in Hamburg absagen müssen. Aktuell mache der Rücken aber keine Probleme, so Zverev: "Ich fühle mich gut und bin bereit und hoffe, dass ich das auf dem Platz am Sonntag zeigen kann." Am Auftakttag des Sandplatz-Spektakels in Paris trifft der 29-Jährige auf den französischen Lokalmatadoren Benjamin Bonzi. Wie Sinner schlagen? "Besser spielen."Das Ziel des gebürtigen Hamburgers ist aber nicht das Erreichen der zweiten Runde, sondern der Titel. Auf die Frage, wie er in einem möglichen Finale den italienischen Dominator Jannik Sinner schlagen will, antwortete Zverev lächelnd: "Besser spielen würde sehr hilfreich sein." Zverev hat neun Duelle in Serie mit dem Weltranglistenersten verloren und dabei größtenteils keine Chance gehabt. Zu viel will sich Zverev aber nicht mit Sinner beschäftigen. "Das Ziel sollte sein, immer dein eigenes Tennis an erster Stelle zu zeigen", sagte der Olympiasieger von 2021. Dass das Wetter in Paris zumindest in der ersten Turnierwoche sehr sonnig und es mit teils über 30 Grad auch heiß werden soll, könne ein Vorteil sein. "Ich freue mich immer auf Hitze", sagte Zverev: "Ich glaube, das ist kein Geheimnis." Sinner tankt neue Kraft im Kreise der FamilieEin offenes Geheimnis ist auch, dass sich Sinner bei hohen Temperaturen nicht so wohl fühlt. Bei diesen Bedingungen hat der 24-Jährige in der Vergangenheit mehrfach körperliche Probleme gehabt. Sinner nahm sich nach seinem jüngsten Triumph in Rom, seinem sechsten Masters-1000-Turniersieg in Serie, etwas Zeit zum Abschalten und Krafttanken. "Ja, ich war ein paar Tage bei meinen Eltern", sagte er: "Ich versuche immer noch, mich zu erholen und hoffe, dann für das Erstrundenspiel fit zu sein." Sinner trifft in der ersten Runde auf den Franzosen Clément Tabur.

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Drittligist jubelt: Essen schlägt Fürth im Relegations-Hinspiel um 2. Bundesliga

Essen oder Fürth – wer spielt in der nächsten Saison in der 2. Bundesliga? Das Hinspiel bietet keinen Glanz-Fußball, aber viel Spannung. Am Ende freut sich der Drittligist.Rot-Weiss Essen hat sich in einem packenden Relegations-Hinspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth eine gute Ausgangsposition erarbeitet und darf weiter von der 2. Bundesliga träumen. Die Drittliga-Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat besiegte den Zweitligisten mit 1:0 (0:0). Im stimmungsvollen heimischen Stadion an der Hafenstraße erzielte Torben Müsel vor 18.117 Zuschauern in der 62. Minute per Traum-Freistoß das entscheidende Tor für Essen. Der Traditionsklub will nach 19 Jahren wieder in die zweite Liga.Um den Abstieg noch zu verhindern, muss sich die Spielvereinigung nun am Dienstag beim Rückspiel in Fürth vor allem in der Offensive deutlich steigern. Die Franken sind seit 1997 mindestens in der zweithöchsten deutschen Fußball-Spielklasse dabei.Fürth trifft die Latte„Uns erwartet ein Hexenkessel“, hatte Fürths Trainer Heiko Vogel vor der Partie gesagt. Und er sollte recht behalten. Angefeuert von ihren enthusiastischen Fans war den Essenern die Lust auf die zweite Liga sofort anzumerken. Die Gastgeber gingen engagiert in die Zweikämpfe und spielten extrem körperbetont.Die ersten Torchancen hatte jedoch Fürth. Einen Freistoß von Felix Klaus faustete RWE-Torwart Jakob Golz aus dem Strafraum, bei einem Distanzknaller von Jannik Dehm wackelte die Latte. Fürths in Essen geborener Zweitliga-Torschützenkönig Noel Futkeu verfehlte das Tor mit einem Fallrückzieher knapp.Viele Fouls verhindern SpielflussTrainer-Legende Otto Rehhagel, der einst für Essen spielte, und die anderen Zuschauer auf den Tribünen sahen eine ausgeglichene und von Zweikämpfen geprägte Partie. Viele Duelle an der Grenze des Erlaubten oder darüber zeigten, um wie viel es geht. Zahlreiche Unterbrechungen und Diskussionen verhinderten phasenweise echten Spielfluss. Auch Koschinat und Vogel debattierten emotional mit.Der Stil des Spiels änderte sich auch nach der Pause nicht. Die besseren Abschlusssituationen hatten zunächst weiter die Gäste. Beim wuchtigen Schuss von Kapitän Branimir Hrgota war Golz erneut auf dem Posten.Sein Gegenüber bescherte Essen dann unfreiwillig die erste Chance. Fürth-Keeper Silas Prüfrock spielte den Ball in den Fuß von Müsel, bügelte seinen Fehler aber selbst mit einer Parade wieder aus. Kurz darauf ließ Müsel das Stadion erzittern. Der 26-Jährige zirkelte einen Freistoß sehr sehenswert in den Winkel und ließ sich feiern.

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Nach Wadenproblemen: Nagelsmann äußert sich zu Neuer-Pause im Pokal

Manuel Neuer wurde am letzten Bundesliga-Spieltag ausgewechselt und fehlt den Bayern im Pokal. Julian Nagelsmann spricht nun über die Blessur seiner neuen alten Nummer eins.Fußball-Bundestrainer Julian Nagelsmann ist froh über die Pause des angeschlagenen Nationaltorhüters Manuel Neuer im DFB-Pokalfinale. Aufgrund der „kleinen Blessur“ des Keepers von Bayern München sei es „besser“, dass er am Samstag (20.00 Uhr/ARD und Sky) gegen den VfB Stuttgart nicht spielen werde. „Aus Nationalmannschaftssicht ist es gut, dass er noch ein paar Tage Ruhe bekommt und dann top vorbereitet bei uns starten kann“, sagte Nagelsmann bei DFB.TV.Der Bundestrainer berichtete von einer „sehr guten“ Kommunikation mit den Münchnern, bei denen Jonas Urbig als Vertreter im Tor stehen wird. „Wir haben zusammen überlegt, was die Chancen und das Risiko dieses Spiels sind“, sagte Nagelsmann am Freitagabend: „Wir hätten nichts davon, wenn er morgen ein sehr gutes Spiel macht – ob er den Titel holt oder nicht, das liegt am Rest der Mannschaft und dem VfB Stuttgart, und dann wäre er vielleicht nicht ganz fit für die Nationalmannschaft.“Nagelsmann: Ein Spiel weniger für Neuer „kein Problem“DFB-Rückkehrer Neuer, der am Donnerstag für die WM in den USA, Mexiko und Kanada nominiert worden war, habe durch die Pause zwar „ein Spiel weniger Rhythmus“. Dies sei bei dessen Erfahrung aber „gar kein Problem“, sagte Nagelsmann, der sich für Neuer anstelle des Hoffenheimers Oliver Baumann als deutsche Nummer eins entschieden hatte: „So hat er nochmal ein paar Tage mehr Luft. Dann werden wir gemeinsam gut ins Turnier starten.“Das DFB-Team beginnt am Mittwoch in Herzogenaurach die WM-Vorbereitung. Der 40-jährige Neuer hatte sich am vergangenen Samstag im Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Köln (5:1) verletzt und war in der 60. Minute angeschlagen ausgewechselt worden. Bereits dreimal in dieser Saison war der Keeper wegen eines Muskelfaserrisses in der Wade ausgefallen.

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Weltmeister von 2014: Lukas Podolski beendet seine Karriere

Ja, er spielte noch. Jetzt aber hört der mittlerweile 40-jährige Lukas Podolski auf. Wie es für die Kölner Fußball-Ikone nach dem Profidasein weitergeht, steht bereits fest.Lukas Podolski beendet seine Karriere als Profifußballer. Der Weltmeister von 2014, der seit 2021 in Polen bei Gornik Zabrze spielt, hört in diesem Sommer auf. „Ein Kapitel endet, eine neue Ära beginnt“, teilte Podolski und sein Klub auf Instagram mit. In einem Videoclip packt der Offensivspieler seine Sachen und lässt dort noch einmal seine Karriere Revue passieren. „So, Feierabend“, sagt er am Schluss. Dann schließt er eine Tür, auf der in sechs Sprachen „Danke Fußball“ steht. Am Samstag steht für Gornik Zabrze noch das letzte Ligaspiel gegen Radomiak Radom an, dabei dürfte Podolski gewürdigt werden.Der 40-Jährige blickt auf eine beeindruckende Laufbahn mit der WM-Krönung in Brasilien zurück. Ausgebildet in der Jugend des 1. FC Köln feierte Podolski 2003 sein Profidebüt. Beim FC avancierte der in Polen geborene Stürmer schnell zur Kultfigur.Dabei halfen Podolski viele Tore, aber auch sein frech-selbstbewusstes Auftreten und seine offen kommunizierte Liebe zum Klub aus der Domstadt. „Ich wollte immer ehrlich sein, der Junge von der Straße“, sagte er mal über seine unnachahmliche Art.Podolski und Schweinsteiger mischen Nationalmannschaft aufIm Juni 2004 debütierte Podolski für die deutsche A-Nationalmannschaft. Gemeinsam mit Kumpel Bastian Schweinsteiger prägte er in den kommenden Jahren die DFB-Elf. Das Duo „Poldi“ und „Schweini“ stand stellvertretend für einen neuen Stil und frische Auftritte der deutschen Auswahl.„Er ist schon ein bisschen wie Köln: unterhaltsam, niemals langweilig, immer irgendwie das positive Lebensgefühl mit sich tragend. So hat er auch alle anderen angesteckt und mitgezogen“, sagte Ex-Bundestrainer Joachim Löw mal beim TV-Sender ProSieben über Podolski. „Und er war nahbar, bodenständig, mit einer unglaublichen Empathie für die Menschen, für die Fans.“Auf Vereinsebene zog es Podolski zum FC Bayern München. Mit dem deutschen Rekordmeister feierte er 2008 das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokalsieg. Einer Rückkehr nach Köln folgten Stationen beim FC Arsenal, Inter Mailand, Galatasaray Istanbul, Vissel Kobe in Japan, Antalyaspor und schließlich Zabrze.Karriereende in der polnischen HeimatNach seinem Wechsel zu seinem Jugendverein hatte der Fußballer den Klub aus seinem Geburtsland auf vielen Ebenen vorangebracht – sportlich, strukturell und durch sein Netzwerk. Im Dezember vergangenen Jahres erwarb der im nahegelegenen polnischen Gliwice (Gleiwitz) geborene Fußballer Anteile am Klub und wurde so zum zweitgrößten Anteilseigner.„Auch die Arbeit neben dem Platz macht mir große Freude. Ich bin jetzt 40, da haben sich die Prioritäten verschoben. Der Verein hat es mir ermöglicht, in viele Bereiche reinzuschnuppern“, hatte Podolski bereits vergangenes Jahr in einem Interview betont. Am Donnerstag hatte der Stadtrat von Zabrze einstimmig den Vorschlag befürwortet, 86 Prozent der Anteile an Gornik an Podolski zu verkaufen. Demnach beträgt der Verkaufspreis umgerechnet 940.000 Euro. „Jetzt kaufe ich den Rest“, sagte Podolski. Der deutsche Ex-Nationalspieler verpflichtet sich aber, den Klub in den kommenden Jahren zu finanzieren. In dem Privatisierungsvertrag ist festgelegt, dass der Eigentümer in den kommenden Jahren umgerechnet knapp drei Millionen Euro zuschießen muss. Dieser Passus ermöglichte eine Senkung des Verkaufspreises. Spekulationen um Funktion beim FCNeben dem Fußball hat sich die DFB-Legende bereits weitere Standbeine aufgebaut. Gemeinsam mit Mats Hummels hatte er eine Hallen-Liga gegründet. Zudem besitzt Podolski in Nordrhein-Westfalen mehrere Dönerläden und Eisdielen. Auch eine Soccerhalle sowie ein eigenes Modelabel gehören zu seinen Projekten.

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Eishockey: DEB-Team in Torlaune: Hoffnung auf das Viertelfinale steigt

Jubel in Zürich: Nach dem ersten WM-Sieg in der Schweiz kann die Eishockey-Nationalmannschaft wieder von der K.-o.-Runde träumen. Am Samstag wartet Österreich.Der erste Sieg ist perfekt, die Chance auf das Viertelfinale intakt: Mit einem klaren Erfolg gegen Ungarn hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft den ersten Schritt für die K.o.-Runde bei der WM in der Schweiz getätigt. Mit drei Toren führte Mannheims Leon Gawanke das Team von Bundestrainer Harold Kreis zu einem klaren 6:2 (2:0, 2:0, 2:2). Am Samstag (20.20 Uhr/ProSieben und Magentasport) gegen Österreich und zwei Tage später gegen Großbritannien müssen zwei weitere Siege folgen."Das war heute ein gelungener Abend", sagte Dreifach-Torschütze Gawanke bei ProSieben. "Am Samstag wartet ein sehr wichtiges Spiel gegen Österreich auf uns. Wir können jetzt mit Selbstbewusstsein und Vorfreude in das Spiel gehen." Vor allem die Art und Weise der vergangenen beiden Auftritte machte den Verteidiger zuversichtlich. "Wir gehen hier mit einem sehr guten Gefühl raus."Neben Gawanke (20. Minute/42./50.) waren auch Berlins Abwehrspieler Eric Mik (9. Minute) sowie NHL-Profi Lukas Reichel (40.) von den Boston Bruins und Nürnbergs Samuel Dove-McFalls (40.) für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes erfolgreich.Noch ohne KarachunDer am Donnerstag kurzfristig nachnominierte Alexander Karachun von den Schwenninger Wild Wings stand noch nicht im Kader. Der 31-Jährige reiste für den aufgrund eines Handbruchs bereits abgereisten Neu-Kölners Daniel Fischbuch nach Zürich. Zuvor hatte Marcel Noebels angeschlagen abgesagt, Dominik Bokk weilt bereits im Urlaub.Auf dem Eis dominierte die deutsche Mannschaft die Partie, unterstützt von zahlreichen Schulklassen in der Arena. Allerdings dauerte etwas, bis die deutschen Fans jubeln konnten. Erst scheiterte der elfte Versuch, in Überzahl zu treffen. Nur Italien blieb bislang ebenfalls ohne Tor mit einem Spieler mehr auf dem Eis.Abwehrspieler treffenDann stachen die deutschen Verteidiger zu: Der Berliner Mik (9.) erlöste das Kreis-Team mit einem Schuss aus der Distanz. Ungarns Keeper Bence Balizs wurde dabei durch Bremerhavens Nico Krämmer komplett die Sicht genommen. Der Führungstreffer brachte weitere Sicherheit und dann gelang die ersehnte Premiere: Gawanke (20.) von den Adler Mannheim traf kurz vor dem Ende des ersten Drittels endlich in Überzahl. "Die Jungs legen sich die Ungarn jetzt zurecht", sagte der frühere Bundestrainer Uwe Krupp bei ProSieben.Der frühere NHL-Profi sollte recht behalten. Ungarn wirkte hilflos, Deutschland war mit der Offensiv-Power überlegen. Es fehlte jedoch lange Zeit die Effizienz. Ungarns Torhüter Balizs stand durchgehend im Mittelpunkt und konnte zahlreiche Versuche der deutschen Profis bis kurz vor Ende des zweiten Durchgangs abwehren. Dann entschieden NHL-Stürmer Reichel mit seinem ersten Turniertreffer (40.) und Samuel Dove-McFalls (40.) von den Nürnberg Ice Tigers endgültig die Partie. 28:4-Torschüsse nach 40 Minuten spiegelte die Dominanz der DEB-Auswahl nur bedingt wider. Gawanke trifft und trifftGegen Ungarn präsentierten sich die Abwehrspieler weiter angriffslustig. Gawanke (42.) lenkte kurz nach Beginn des dritten Drittels den Puck zum 5:0 ins ungarische Netz. Die klare Führung ließ die deutsche Mannschaft etwas nachlässiger werden. Tamas Sarpatki (45.) konnte mit einem der wenigen ungarischen Torschüsse auf 1:5 verkürzen. Ungarn gelang sogar noch ein zweiter Treffer. Bundestrainer Kreis ließ das Tor jedoch wegen Torhüterbehinderung an Philipp Grubauer überprüfen und bekam recht. Beim Spiel gegen die USA (3:4) verzichtete Kreis beim 3:3-Ausgleich noch auf eine Prüfung und sorgte für Verwunderung bei den Nationalspielern.Zweite Challenge nicht erfolgreichGegen Ungarn war in der Offensive weiter auf Gawanke verlass. Mit seinem dritten Treffer erhöhte der 26-Jährige auf 6:1. Auch das 2:6 durch Janos Hary (58.) ließ Kreis challengen und wegen angeblichen Abseits überprüfen. Diesmal zählte der Treffer. Am klaren deutschen Erfolg änderte das nichts mehr. "Das war sehr erfreulich", sagte Kreis. "Das war ein wichtiger Sieg heute, wir dürfen keine Punkte mehr abgeben."

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Kommunikatives Eigentor?: Nagelsmanns WM-Kader stößt auf Kritik – Das sagen Fans und Experten

Julian Nagelsmanns WM-Kader steht – doch seine Entscheidungen kommen nicht bei allen gut an. Vor allem die Wahl Manuel Neuers sorgt für Diskussionen bei Fans und Experten.Julian Nagelsmanns WM-Kader steht – doch seine Entscheidungen kommen nicht bei allen gut an. Vor allem die Wahl Manuel Neuers sorgt für Diskussionen bei Fans und Experten.

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French Open im Tennis: Protestaktion im Prämienzoff: Zverev hofft auf "fairen Weg"

Gestreikt wird beim Grand-Slam-Turnier in Paris zwar nicht. Die Spieler setzen dennoch Zeichen des Protests, was die Macher der French Open ärgert. Tennis-Idol Boris Becker bezieht klar Stellung.Im Prämienstreit mit den Grand-Slam-Organisatoren haben die Tennisprofis um Alexander Zverev am Medientag der French Open ein Protestzeichen gesetzt. Die Spielerinnen und Spieler sprachen nur jeweils maximal 15 Minuten mit der Presse."Ich leite das Projekt zwar nicht, freue mich aber sehr, dabei zu sein", sagte Zverev: "Es muss Fairness gegenüber den Spielern herrschen - und zwar nicht nur gegenüber den Nummern eins, zwei und drei der Weltrangliste, sondern gegenüber allen."Aus dem Spielerkreis hatte es zuletzt sogar Drohungen gegeben, ein Grand-Slam-Turnier komplett zu boykottieren. Doch dazu kommt es bei den am Sonntag beginnenden French Open in Paris nicht. Stattdessen verkürzten die Profis ihre Zeit für Interviews. "15 Minuten sind besser als null", sagte die belarussische Weltranglistenerste Aryna Sabalenka, die ihre Pressekonferenz vorzeitig beendete.Man sei wegen der Protest-Geste "etwas betrübt", sagte Turnierdirektorin Amélie Mauresmo. Die Ex-Spielerin stellte klar: "Wir werden jetzt keine Änderungen vornehmen, wir werden aber Gespräche anstoßen. Das ist letztendlich der Wunsch aller Beteiligten." Darum geht es in dem ZoffHintergrund des Streits ist, dass die Spielerinnen und Spieler den Anteil an den steigenden Einnahmen, der derzeit zwischen 12 und 16 Prozent liegt, als zu gering erachten. Sie verlangen 22 Prozent. Begründung: Vor allem Profis aus der zweiten und dritten Reihe wäre damit enorm geholfen. Tennisprofis reisen als Alleinunternehmer um die Welt, zahlen Trainer und Physiotherapeuten aus eigener Tasche. Nur wenige können sich das problemlos leisten. 61,7 Millionen Euro werden bei den diesjährigen French Open ausgeschüttet, das sind 9,5 Prozent mehr als im Vorjahr und gar etwa 45 Prozent mehr als bei der Ausgabe 2019. Auch bei den drei anderen Grand-Slam-Turnieren in Melbourne, Wimbledon und New York steigen die Summen regelmäßig. Die Einnahmen bei den vier Major-Turnieren aber auch. "Wir reden nicht von Turnieren, die arm sind, die machen genug Geld", sagte Zverev. Er hoffe, dass ein "fairer Weg" gefunden werde, "ohne Streit oder irgendwelche Boykotts".Becker auf Seite der SpielerBoris Becker bezog klar Stellung. "Ich kann die Spieler verstehen, eine Tenniskarriere kann morgen vorbei sein", sagte der dreimalige Wimbledon-Gewinner in einer Eurosport-Medienrunde: "Ja verdammt nochmal, wenn ihr so viel Geld verdient, gebt es doch aus an Preisgeldern auch in den Anfangsrunden für Spieler, die das zum Überleben brauchen." "Ich glaube, irgendwann werden wir das boykottieren", hatte Sabalenka vor einigen Tagen gesagt. Und auch Italiens Tennisstar Jannik Sinner zählt zu den Wortführern in diesem Konflikt. "Es geht mehr um den Respekt", erklärte der große Turnierfavorit für die French Open: "Ich denke, wir geben mehr als das, was wir zurückbekommen."

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