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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Newsblog zur Fußball-WM: Große Rotation fällt aus – Nagelsmann verrät Aufstellung gegen Ecuador

Die Schweiz bringt Co-Gastgeber Kanada um weitere Heimspiele. Bosnien-Herzegowina darf weiter von der K.o.-Runde träumen. Alle WM-Nachrichten im stern-Newsblog.Die größte Fifa-Fußballweltmeisterschaft aller Zeiten läuft. 48 Mannschaften kämpfen bis zum 19. Juli in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko um den goldenen WM-Pokal.Auch die deutsche Nationalmannschaft macht sich Hoffnungen, den Weltmeistertitel nach 1954, 1974, 1990 und 2014 zum fünften Mal nach Hause zu holen. Die DFB-Elf von Bundestrainer Julian Nagelsmann hat die Gruppenphase überstanden und zieht ins Sechzehntelfinale ein.Lesen Sie im stern-Newsblog alle aktuellen Meldungen und Entwicklungen zur Fußball-WM 2026:

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WM 2026: Diese Teams fahren nach der Vorrunde nach Hause

Bei der Fußball-WM 2026 müssen sich die ersten Teams aus dem Turnier verabschieden. Wer das jeweilige Mannschaftsquartier schon nach der Vorrunde räumen wird.Katar ist das nächste Team, für das es nach der WM-Gruppenphase nicht weitergeht. Hassan Al-Haydos (42.) erzielte gegen Bosnien-Herzegowina einen Treffer zum Abschluss. Dennoch musste der Wüstenstaat sich 1:3 (1:2) geschlagen geben. Katar hatte sich nach der Gastgeberrolle 2022 erstmals sportlich für die WM qualifiziert.Neue Regel besiegelt frühes WM-AusMehrere Teams sind bereits nach dem zweiten Vorrunden-Spiel der Fußball-WM ausgeschieden. Verantwortlich dafür ist eine neue Regelung: Anders als bei der WM in Katar 2022 zählt bei Punktgleichheit zuerst der direkte Vergleich und dann erst die Tordifferenz. Und die beiden betroffenen direkten Vergleiche hat die Türkei verloren.Welche Teams bereits ausgeschieden sind, sehen Sie oben in unserer Fotostrecke.

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WM in Vancouver: Manzambi glänzt wieder: Schweiz entreißt Kanada Gruppensieg

Johan Manzambi entwickelt sich zum heimlichen Star dieser Fußball-WM. Gegen Kanada legt der Freiburger zunächst vor und trifft dann selbst. Der Co-Gastgeber muss jetzt umziehen.Als die Schweizer um Matchwinner Johan Manzambi dem Co-Gastgeber Kanada den Gruppensieg entrissen hatten, vergaß Gregor Kobel sogar seine Schmerzen. Freudig hüpfte der Torwart mit seinen Teamkollegen nach dem 2:1 (0:0) vor den mitgereisten Fans. Wenige Momente zuvor hatte der BVB-Torhüter eine letzte Torchance vereitelt und damit den Gruppensieg der Eidgenossen in Vancouver abgesichert. „Wir haben viel Spaß gehabt - und ich habe ein Tor geschossen“, frohlockte der erneut glänzende Manzambi und kündigte an: „Ich werde meine Oma anrufen. Und dann lachen wir uns beide tot.“ Mit sieben Punkten hat die Schweiz die Pflicht in der WM-Gruppe B souverän erfüllt. Die Kanadier von Cheftrainer Jesse Marsch erreichten als Zweiter mit vier Punkten ebenfalls das Sechzehntelfinale. Der frühere Augsburger Ruben Vargas (46. Minute) sowie Manzambi (57.) mit seinem dritten Turniertor ließen die Schweizer vor 52.497 Zuschauern im Heimstadion von Ex-Weltmeister Thomas Müller jubeln. „Ich freue mich, dass es so gut läuft und ich der Mannschaft wieder helfen konnte“, sagte Vargas. Der unmittelbar davor eingewechselte Promise David (76.) schaffte für Kanada nur noch den Anschluss. Spekulationen, wonach beide Teams für das sichere Weiterkommen auf ein Remis spielen könnten, bewahrheiteten sich nicht. Kanada ab jetzt in den USADie Schweiz kann damit in Vancouver bleiben und wird am 2. Juli ihr Sechzehntelfinale gegen einen noch nicht feststehenden Gruppendritten austragen. Für Kanada geht es bereits an diesem Sonntag (21.00 Uhr/MEZ) in Inglewood bei Los Angeles weiter. Gegner wird dann der Zweite aus der Gruppe A sein. Mit der Niederlage ist klar, dass Kanada kein weiteres Spiel in der Heimat mehr haben wird, sondern nur noch in den USA.„Die Fans hier waren großartig. Es war toll. Daher ist schon ein wenig Enttäuschung da, dass wir es nicht geschafft haben, hierzubleiben“, lobte Kanadas Trainer Jesse Marsch die Unterstützung in den drei Vorrunden-Heimspielen und versprach: „Wir werden mit den Umständen umgehen und versuchen, das Land weiter zu begeistern.“  Zehntausende Fans feierten angesichts des frühen Anpfiffs um 12.00 Uhr mittags schon in den Morgenstunden rund um das Stadion von Vancouver. Angesichts der blendenden Ausgangslage für beide Teams neckten sich die Fangruppen, die jeweils ganz in Rot gekleidet waren, mit humorvollen Sprüchen. „Timbits > Swiss Chocolate“, schrieben kanadische Fans auf ein Plakat - und zelebrierten damit ihr spezielles Gebäck.Koné im Rollstuhl im StadionIm Stadion wurde es schon weit vor dem Anpfiff emotional. Der schwer verletzte Ismael Koné wurde mit einem Rollstuhl in die WM-Arena geschoben und von den Fans mit lautem Jubel begrüßt. Der 24 Jahre alte Mittelfeldspieler hatte sich vor sechs Tagen beim deutlichen 6:0 gegen Katar verletzt und wird wegen eines Beinbruchs für die restliche WM nicht mehr zur Verfügung stehen.Das Spiel begann schwungvoll - und mit Chancen auf beiden Seiten. Für die Schweizer hatte Breel Embolo die erste große Chance, doch der frühere Schalker und Gladbacher scheiterte am glänzend reagierenden Torhüter Maxime Crépeau (9.). Auch der Nachschuss von Manzambi wurde geblockt. Dieser wurde nach seinem Doppelpack als Joker gegen Bosnien-Herzegowina von Murat Yakin in die Startelf beordert.Xhaka und Larin geraten aneinanderAuf der Gegenseite stand Cyle Larin nach einem hervorragenden Steilpass plötzlich allein vor Schlussmann Gregor Kobel, doch der Schweizer spitzelte den Ball noch weg. Larin hatte zuvor allerdings im Abseits gestanden. In den ersten beiden Spielen war der Stürmer im Team von Trainer Marsch jeweils erfolgreich gewesen - einmal als Joker und einmal als Startelfspieler.Die Teams schenkten sich nichts, obwohl genau darüber vorab spekuliert worden war. Als der Schweizer Kapitän Granit Xhaka einen Freistoß schnell ausführen wollte, tippte Larin den Ball weg - und bekam so Xhakas Schuh gegen das eigene Schienbein. Brasiliens Schiedsrichter Ramon Abatti bewahrte die Ruhe und zeigte beiden die Gelbe Karte.Nach der Pause münzten die Schweizer ihre Überlegenheit dann auch in Tore um. Mit dem ersten Angriff bediente Manzambi am langen Pfosten Vargas, der sicher einschoss. Nur kurze Zeit später traf das 20 Jahre alte Supertalent vom SC Freiburg dann selbst. Die WM wird immer mehr zu Manzambis Turnier. Für das erste K.-o.-Spiel dürfte er wieder gesetzt sein.

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Newsblog zur Fußball-WM: Schweiz entreißt Kanada den Gruppensieg – Bosnien-Herzegowina wirft Katar raus

Die Schweiz bringt Co-Gastgeber Kanada um weitere Heimspiele. Bosnien-Herzegowina darf weiter von der K.o.-Runde träumen. Alle WM-Nachrichten im stern-Newsblog.Die größte Fifa-Fußballweltmeisterschaft aller Zeiten läuft. 48 Mannschaften kämpfen bis zum 19. Juli in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko um den goldenen WM-Pokal.Auch die deutsche Nationalmannschaft macht sich Hoffnungen, den Weltmeistertitel nach 1954, 1974, 1990 und 2014 zum fünften Mal nach Hause zu holen. Die DFB-Elf von Bundestrainer Julian Nagelsmann hat die Gruppenphase überstanden und zieht ins Sechzehntelfinale ein.Lesen Sie im stern-Newsblog alle aktuellen Meldungen und Entwicklungen zur Fußball-WM 2026:

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Gruppe B: Bosnien-Herzegowina schlägt Katar - WM-Traum geht weiter

Edin Dzeko und seine Teamkollegen brauchen gegen Katar einen Sieg und liefern. Ein 18-Jähriger trifft traumhaft. Auf ihn können sich bald auch die Fans in Deutschland freuen.Mit einem Sieg gegen Katar hat sich Bosnien-Herzegowina den Traum von der K.o.-Runde bei der WM so gut wie erfüllt. Die Mannschaft von Trainer und Ex-Bundesligaprofi Sergej Barbarez bezwang den Außenseiter aus dem Emirat verdient mit 3:1 (2:1). Vor 66.925 Zuschauern in Seattle sorgten Kerim Alajbegovic (29. Minute), Sultan Al-Brake per Eigentor (34.) und Ermin Mahmic (80.) für die Treffer der Bosnier, die zum zweiten Mal nach 2014 bei einer Weltmeisterschaft dabei sind.Die Mannschaft um den 40 Jahre alten Stürmerstar Edin Dzeko liegt in der Abschlusstabelle von Gruppe B auf Rang drei. Die nun vier Punkte werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit reichen, um als einer der acht besten Gruppendritten weiterzukommen. Katar ist dagegen ausgeschieden und wartet weiter auf den ersten Sieg bei einer WM. Das Tor von Hassan Al-Haydos (42.) war für den Außenseiter zu wenig.Alajbegovic trifft traumhaftBarbarez hatte vor der Partie die große Fan-Unterstützung betont und auf 30.000 bosnische Anhänger im Stadion gehofft. Tatsächlich hatten sich schon seit dem frühen Morgen viele tausend Fans in Blau, Gelb und Weiß bei prächtigem Wetter auf die Partie eingestimmt, die Ortszeit zur Mittagszeit stattfand. In der Arena feuerten sie ihre Mannschaft quasi durchgängig mit lauten Gesängen an.Auch die bosnischen Fußballer legten schwungvoll los. Nach gut einer Minute musste Katars Torwart Mahmud Abunada bei einem Fernschuss erstmals eingreifen. Wirklich gefährlich in den Strafraum kamen Dzeko, Stuttgarts Ermedin Demirovic & Co. aber zunächst nicht.Das war allerdings nicht schlimm. Immer wieder versuchten sie es aus der Distanz und belohnten sich mit einem Traumtor. Der erst 18 Jahre alte Bald-Leverkusener Alajbegovic traf aus rund 20 Metern fast genau in den Winkel.Dzeko hat erst Glück und dann PechUnd Bosnien legte nach. Eine weite Flanke von der linken Seite fand Dzeko, der frühere Bundesliga-Torschützenkönig traf Al-Brake und vom katarischen Verteidiger sprang der Ball ins Tor. Kurz darauf hatte Dzeko Pech, als sein Schuss zum möglichen 3:0 am Pfosten landete. Die bosnischen Fans feierten den Aufsteiger des FC Schalke 04 trotzdem mit Edin-Dzeko-Sprechchören.Trotz der bisherigen bosnischen Überlegenheit war die muntere Partie keineswegs entschieden. Katar gab nämlich nicht auf und kam zum Anschluss. Kurz vor der Pause hatte Pedro Miguel sogar den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte wie Dzeko zuvor aber am Pfosten.Der Außenseiter blieb gefährlich. Bei einem Schuss von Akram Afif jubelten einige Katar-Fans schon. Der Ball landete jedoch am Außennetz. Auch Bosnien hatte nach einer zwischenzeitlichen Schwächephase wieder Abschlüsse. Mit dem 3:1 entschied der für Dzeko eingewechselte Mahmic die Partie.

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Messi-Fan: 100-jährige „Gangster Granny“ wird zum WM-Hit

Pauline Kana ist wohl Messis ältester Fan. Die 100-jährige ist als „Gangster Granny“ auf Social Media bekannt und verfolgt den Fußballstar – sogar einen Heiratsantrag gab es schon.Pauline Kana ist wohl Messis ältester Fan. Die 100-jährige ist als „Gangster Granny“ auf Social Media bekannt und verfolgt den Fußballstar – sogar einen Heiratsantrag gab es schon.

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Stammwirt über Deniz Undav: „Es geht Undav nicht nur um Kohle und Ruhm“

Während seiner Zeit in Meppen verkehrte Deniz Undav regelmäßig im Restaurant Delphi. Wirt Dimitrios Tselios verrät, was ihm schon damals an dem Stürmer aufgefallen ist.

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Fußball-WM: „Mehr Griff“: Wo die DFB-Elf laut Klopp noch zulegen kann

Jürgen Klopp strahlt, als er über die deutschen WM-Auftritte spricht. Steigerungspotenzial sieht er trotzdem. Auch zu einer möglichen Rotation gegen Ecuador äußert sich der 59-Jährige.Startrainer Jürgen Klopp ist vom bisherigen Auftreten der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM angetan, sieht defensiv aber auch noch Steigerungspotenzial. „Wir haben gesehen: Fußball spielen können wir. Ich mag die Art und Weise, wie wir spielen. Wir haben verschiedene Abläufe“, sagte der 59-Jährige bei einem Besuch des Adidas Home of Soccer, einem Fantreff in New York. „Defensiv können wir gern noch ein bisschen mehr Griff kriegen. Dann kann es weit gehen bei diesem Turnier.“Teamgeist begeistert Klopp und KhediraKlopp lobte besonders den Teamgeist der DFB-Auswahl. Der ausgelassene Jubel nach dem Last-Minute-Sieg im zweiten Vorrundenspiel gegen die Elfenbeinküste (2:1) habe „alles gezeigt“, meinte der frühere Erfolgscoach des FC Liverpool und von Borussia Dortmund. „Da müssen die Jungs dranbleiben“, sagte er. Das müssten sie mit in die K.o.-Phase nehmen. Ab da wäre dann schließlich auch „ein ganz anderer Druck drauf“. Das gelte aber für alle Teams. Noch könne er nicht abschätzen, wer am Ende den Titel holt, erklärte Klopp.Auch Sami Khedira, Weltmeister von 2014, hob die Widerstandsfähigkeit des DFB-Teams hervor. Er zollte sowohl der Mannschaft als auch Bundestrainer Julian Nagelsmann bei der Medienrunde am Hudson River ein „großes Lob“.Rotation? Klopps Rolle war eine andereOb Nagelsmann angesichts des bereits feststehenden Gruppensiegs beim Vorrundenabschluss gegen Ecuador am Donnerstag (22.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in East Rutherford rotieren sollte? Das müsse der Trainer entscheiden, betonte Klopp. „Meine Meinung war immer: Niemand weiß so gut über meine Mannschaft Bescheid wie ich. In dem Fall weiß niemand so gut Bescheid über die Mannschaft wie Julian. Er wird die richtige Entscheidung treffen.“Es gebe für „alles Argumente“. Was man nicht außer Acht lassen dürfe: „Ecuador spielt um alles“, sagte der TV-Experte und globale Fußball-Chef von Red Bull. „Die haben richtig gut gespielt. Die treffen nur die Kiste nicht bisher. Wir sollten nicht davon ausgehen, dass das ein Leben lang so bleibt. Da müssen wir schon arbeiten.“Er selbst sei grundsätzlich ein Freund der Rotation, sagte Klopp. „Aber das ist eine andere Geschichte. Ich war nicht bei einer Weltmeisterschaft, ich habe Premier League und verschiedene Cup-Wettbewerbe gespielt.“ Ihm sei es nie darum gegangen, Spieler zu schonen, sondern Spieler mit frischen Beinen auf dem Platz zu haben, um gewinnen zu können. Die Deutschen würden gegen die Südamerikaner schon auch gewinnen wollen, meinte Klopp.

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Fußball-Nationalmannschaft: Abschlusstraining für Ecuador-Spiel ohne Brown

Nathaniel Brown fehlt beim Abschlusstraining vor dem Ecuador-Spiel – leichte Adduktorenbeschwerden verhindern das Mitwirken des Außenverteidigers. Die Aufstellung von Nagelsmann gibt noch Rätsel auf.Nathaniel Brown hat nicht am letzten Teamtraining der Fußball-Nationalmannschaft vor dem WM-Spiel gegen Ecuador teilnehmen können. Der linke Außenverteidiger von Eintracht Frankfurt absolvierte auf dem Gelände in Winston-Salem wegen leichter Adduktorenbeschwerden eine individuelle Einheit. Dadurch wird der 23-Jährige zum Abschluss der Gruppenphase am Donnerstag (22.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in East Rutherford absehbar nicht zum Einsatz kommen. Brown hatte in den beiden bisherigen Partien gegen Curaçao (7:1) und die Elfenbeinküste (2:1) als Startspieler hervorragende Leistungen gezeigt. Sein Backup gegen Ecuador ist der Leipziger David Raum. Abflug nach New JerseyAlle anderen 21 Feldspieler und vier Torhüter waren bei der Abschlusseinheit im Teambasecamp in North Carolina dabei. Am Abend deutscher Zeit fliegt die DFB-Elf um Bundestrainer Julian Nagelsmann nach New Jersey, wo die Partie im WM-Stadion vor den Toren New Yorks stattfindet. Die Partie gegen Ecuador hat keine Relevanz mehr für die Platzierung. Die Nationalelf ist bereits Gruppensieger und bestreitet am Montag (22.30 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Foxborough gegen einen noch nicht bekannten Gruppendritten ihr erstes K.-o.-Spiel bei der XXL-WM. Aufgrund der Konstellation wird mit personellen Veränderungen in der Startelf gerechnet.

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Zuschuss beschlossen: IOC zahlt jedem Olympia-Teilnehmer künftig 10.000 Dollar

Seit Jahren fordern Olympioniken mehr finanzielle Unterstützung vom IOC. Jetzt beugt sich die Dachorganisationen und legt einen Millionen-Fonds auf.In der Dauerdebatte um die Entlohnung olympischer Athleten gewährt das IOC künftig jedem Olympia-Teilnehmer einen Zuschuss von 10.000 Dollar. Dafür stellt das Internationale Olympische Komitee alle vier Jahre einen Fonds im Umfang von 140 Millionen Dollar (rund 123 Millionen Euro) bereit. Schon die Sportlerinnen und Sportler, die bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo im Februar gestartet sind, können diese Sonderprämie beantragen. Das beschloss die IOC-Generalversammlung in Lausanne. Nach Angaben der Dachorganisation sind nach jeweils einer Ausgabe von Sommer- und Winterspielen rund 14.000 Athleten berechtigt, den Zuschuss in Höhe von umgerechnet rund 8.800 Euro zu bekommen. „Nicht nur Medaillengewinner, nicht nur Sportler aus bestimmten Ländern“, sagte Pau Gasol, der Vorsitzende der IOC-Athletenkommission. „Das ist ein Sieg für jeden von uns und wird unsere Bewegung weiter stärken“, betonte der spanische Ex-Basketballer.Dopingsünder bekommen kein GeldIn den vergangenen Jahren hatte sich das IOC immer wieder dagegen ausgesprochen, Preisgelder bei Olympia auszuloben. Zuletzt hatten die umstrittenen „Enhanced Games“, bei denen Teilnehmern auch der Einsatz von Doping erlaubt ist, die Diskussion um die Vergütung von Athleten mit ihrer ersten Auflage in Las Vegas neu befeuert. Starter wie der deutsche Schwimmer Marius Kusch konnten dort einen Siegerbonus von 250.000 Euro abräumen.IOC-Chefin Kirsty Coventry hatte danach erneut bekräftigt: „Ich glaube nicht daran, Athleten bei Olympia zu bezahlen.“ Nun fand der Ringe-Zirkel einen Kompromiss und schüttet Millionen an alle Olympia-Teilnehmer aus, auch wenn sie weit entfernt von den Medaillenrängen ins Ziel kommen. Sollten Athleten auf den Zuschuss verzichten, verbleibe dieser im Topf und komme zukünftigen Sportler-Generationen zugute, hieß es. Das Geld wird über die Nationalen Olympischen Komitees ausgezahlt und darf nicht von anderen Prämien abgezogen werden. Im Falle von Dopingvergehen oder anderen schwerwiegenden Regelverstößen erlischt der Anspruch auf den Zuschuss.

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Fußball: DFB-Pokal: Vier Erstrundenspiele im Free-TV

Fußballfans können vier Erstrundenspiele im DFB-Pokal im Free-TV verfolgen. Neben Bayern und Dortmund sind auch Schalke und Stuttgart live zu sehen. Wer überträgt welche Partie?Zum Auftakt des DFB-Pokals können Fußballfans die Partien von Rekordsieger Bayern München, Vorjahresfinalist VfB Stuttgart, Bundesliga-Aufsteiger Schalke 04 und Borussia Dortmund im frei empfangbaren TV sehen. Wie aus den zeitgenauen Ansetzungen der ersten Hauptrunde hervorgeht, zeigt das ZDF am 21. August (20.45 Uhr) das Duell zwischen Drittligist Hansa Rostock und Stuttgart. In der ARD läuft am 24. August (20.45 Uhr) die Partie zwischen Regionalligist Hallescher FC und Schalke. Ebenfalls in der ARD übertragen wird am 2. September (20.45 Uhr) die Erstrundenpartie zwischen dem Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück und den Bayern. Tags zuvor zeigt RTL das Duell zwischen Oberligist HEBC Hamburg und Borussia Dortmund.Die Bayern und der BVB steigen erst Anfang September in den Wettbewerb ein, da sie am Pokalwochenende Ende August noch um den Supercup spielen. Der Pay-TV-Sender Sky zeigt alle 32 Partien der ersten Pokalrunde live.

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WM 2026: Das sind die drei Maskottchen der Fußball-Weltmeisterschaft

Mit der WM 2026 findet erstmals ein Turnier in drei Gastgeberländern statt. Das heißt auch: Es gibt drei Maskottchen – eines für jedes Land. Die Fifa hat besondere Ziele mit ihnen.Drei Gastgeberländer wird es bei der WM 2026 geben: die USA, Kanada und Mexiko. Und jedes bekommt vom Weltverband Fifa ein eigenes Maskottchen spendiert. Es geht tierisch zu.Maple der Elch wird Kanada vertreten, Zayu der Jaguar Mexiko und der Weißkopfseeadler Clutch die USA. Sie sollen „die lebendige Kultur, die Tradition und den Charakter der jeweiligen Länder“ repräsentieren, schreibt die Fifa, „und stehen für Einheit, Vielfalt und die gemeinsame Begeisterung für den Fußball“. Fifa will Maskottchen der WM 2026 vermarktenDas sind blumige Marketingworte und tatsächlich hat die Fifa mit den drei tierischen Repräsentanten ein bisschen mehr vor, als sie nur in den 16 verschiedenen Stadien des Turniers als „Stimmungskanonen“ (Fifa) auflaufen zu lassen. „Um gezielt auch junge Fans anzusprechen, sind Maple, Zayu und Clutch die ersten spielbaren FIFA-Turniermaskottchen“, schreibt der Weltverband. Sie sollen in Videospielen auftauchen. Als wäre das noch nicht genug, um dem jungen, zahlenden Publikum den Fußball näherzubringen, hat sich die Fifa noch drei kleine Hintergrundgeschichten zu den Maskottchen einfallen lassen. Das sind sie:Maple ist laut Weltverband nicht nur Elch, sondern auch „Street-Style-Künstler, Musikfan und ein leidenschaftlicher Torhüter“ und glänzt obendrein durch „Kreativität, Beharrlichkeit und Individualität“. Die ein oder andere „legendäre Parade“ soll er in der Vergangenheit ebenfalls schon ausgepackt haben. Unabhängig überprüfen ließ sich das nicht. Daneben zeigt er aber auch für Elche typisches Verhalten und „streift durch alle Provinzen und Territorien Kanadas“.Zayu ist der Stürmer des Trios und – wie für Jaguare üblich – sehr wendig und flink. Die Fifa beschreibt die Raubkatze, die aus dem Dschungel kommt, als große Tänzerin, die gerne isst und mexikanische Traditionen lebt. Zayu trage „Mexikos Herz mit Stolz in sich“.Clutch trägt die Kapitänsbinde und spielt im Mittelfeld der Maskottchen. Ein viertes Gastgeberland hätte der Aufstellung nicht geschadet, dann wäre auch noch eine Verteidigung mit dabei. So muss man sich Clutch wohl eher als Sechser vorstellen, der verteidigt und kreativ nach vorne arbeitet. Immerhin kann er fliegen und sich so schnell über den Platz bewegen.

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WM 2026: Das sind alle Fußball-Weltmeister von 1930 bis heute

Die Fußball-WM 2026, die in den USA, Kanada und Mexiko stattfindet, ist die 23. in der Geschichte des Sports. Ein Rückblick auf die bisherigen Gewinner.Bei 22 Fußball-Weltmeisterschaften, die bislang veranstaltet wurden, könnte man meinen, es gebe viele verschiedene Nationen, die eine Trophäe ergattern konnten. So ist es aber nicht. Erst acht Länder haben es in der Vergangenheit geschafft, ein Turnier als Sieger zu verlassen: Brasilien, Deutschland, Italien, Argentinien, Frankreich, Uruguay, England und Spanien.Rekord-Weltmeister ist wenig überraschend Brasilien mit fünf Titeln, gefolgt von Deutschland mit vier Titeln. Der Ur-Weltmeister ist Uruguay, welches das allererste Turnier 1930 nicht nur selbst beherbergt, sondern am Ende auch gewonnen hat. Uruguay klingt wie ein Exot auf der Siegerliste? Mitnichten! Auch 1950 packten die Südamerikaner die Trophäe bei der Abreise mit ins Gepäck und lassen damit in der Gesamtrangliste die beiden stolzen Fußballnationen England und Spanien hinter sich, die bislang jeweils erst eine WM gewinnen konnten.Die Liste aller Fußball-Weltmeister:1930 in Uruguay: Uruguay (nach 4:2 gegen Argentinien)1934 in Italien: Italien (nach 2:1 n. V. gegen die Tschechoslowakei)1938 in Frankreich: Italien (nach 4:2 gegen Ungarn)1950 in Brasilien: Uruguay (nach 2:1 gegen Brasilien in der Finalrunde)1954 in der Schweiz: Bundesrepublik Deutschland (nach 3:2 gegen Ungarn)1958 in Schweden: Brasilien (nach 5:2 gegen Schweden)1962 in Chile: Brasilien (nach 3:1 gegen die Tschechoslowakei)1966 in England: England (nach 4:2 n. V. gegen Deutschland (BRD))1970 in Mexiko: Brasilien (nach 4:1 gegen Italien)1974 in Deutschland (BRD): Deutschland (BRD) (nach 2:1 gegen die Niederlande)1978 in Argentinien: Argentinien (nach 3:1 n. V. gegen die Niederlande)1982 in Spanien: Italien (nach 3:1 gegen Bundesrepublik Deutschland )1986 in Mexiko: Argentinien (nach 3:2 gegen Bundesrepublik Deutschland )1990 in Italien: Bundesrepublik Deutschland (nach 1:0 gegen Argentinien)1994 in den USA: Brasilien (nach 0:0 n. V. und 3:2 i. E. gegen Italien)1998 in Frankreich: Frankreich (nach 3:0 gegen Brasilien)2002 in Südkorea/Japan: Brasilien (nach 2:0 gegen Deutschland)2006 in Deutschland: Italien (nach 1:1 n. V. und 5:3 i. E. gegen Frankreich)2010 in Südafrika: Spanien (nach 1:0 n. V. gegen die Niederlande)2014 in Brasilien: Deutschland (nach 1:0 n. V. gegen Argentinien)2018 in Russland: Frankreich (nach 4:2 gegen Kroatien)2022 in Katar: Argentinien (nach 3:3 n. V. und 4:2 i. E. gegen Frankreich)

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WM 2026: Das ist der Spielplan der deutschen Nationalmannschaft

Am 14. Juni steigt die deutsche Nationalmannschaft in die WM 2026 ein. In ihrer Gruppe ist sie der Favorit, allzu leicht wird es aber nicht. So sieht der Spielplan des DFB aus.Ein Selbstläufer ist die Gruppe, die das DFB-Team bei der WM 2026 erwischt hat, nicht. Das Weiterkommen ist trotzdem Pflicht für die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Einen stabilen Grundstein hat sie jedenfalls gelegt mit dem deutlichen 7:1-Auftaktsieg gegen die Karibikinsel Curaçao. Hier finden Sie die Übersicht aller WM-Gruppen.Nach dem WM-Neuling Curaçao stehen in der Gruppe E, noch die Elfenbeinküste und Ecuador in der Warteschlange, um sich mit den Deutschen zu messen. Die Anstoßzeiten der Gruppenphase sind für das deutsche Publikum trotz der Zeitverschiebung gerade noch im Rahmen. Eine Partie beginnt um 19 Uhr und zwei jeweils um 22 Uhr. Der Spielplan des DFB-Teams bei der WM 2026:Gruppenphase Spiel 1 (abgeschlossen): Los ging es am 14. Juni um 19 Uhr deutscher Zeit gegen den Debütanten Curaçao. Schon vor der Partie war klar, dass er der große Außenseiter der Gruppe sein würde. Und sportlich hat das Team von Trainer Dick Advocaat das auch noch unterstrichen, beim 1:7 gegen Deutschland war es abgesehen von der Drangphase um den 1:1-Ausgleich in der 21. Spielminute deutlich unterlegen.Gruppenphase Spiel 2: Nach der Pflicht warten auf die Nationalmannschaft noch zwei Küren. Zunächst steht am 20. Juni um 22 Uhr die Elfenbeinküste an, deren Kader schon wesentlich hochkarätiger besetzt ist als der von Curaçao. Unter anderem mit Amad Diallo (Manchester United), Ousmane Diomande (Sporting Lissabon) oder Evan Ndicka (AS Rom) steht internationale Prominenz auf dem Rasen. Trainiert wird die Mannschaft von Emerse Faé. Angepfiffen wird im BMO Field in Toronto.Gruppenphase Spiel 3: Der dickste Brocken wartet am letzten Spieltag auf die Deutschen: Ecuador am 25. Juni um 22 Uhr. In der Mannschaft von Trainer Sebastián Beccacece lauern Topstars wie Moisés Caicedo vom FC Chelsea (Marktwert laut „Transfermarkt“ 110 Millionen Euro), Willian Pacho (Paris Saint-Germain) oder Piero Hincapié vom FC Arsenal. Für den DFB geht es für die Partie an die Ostküste der USA – ins MetLife Stadium in New Jersey.Nach der Gruppenphase bieten sich traditionell verschiedene Möglichkeiten, wie es für die Nationalmannschaft weitergeht. Wird Deutschland Gruppenerster oder -zweiter, zieht es direkt in die K.O.-Phase ein. Bei Platz eins würde das Sechzehntelfinale mit deutscher Beteiligung am 29. Juni um 22.30 Uhr stattfinden, bei Platz zwei wäre es am 30. Juni um 19 Uhr. Durch die große Zahl an teilnehmenden Mannschaften qualifizieren sich auch die acht besten Gruppendritten für das Sechzehntelfinale. Sollte Deutschland eines dieser Teams sein, gäbe es gleich sechs potenzielle Termine (je nachdem, welche Platzierung der DFB innerhalb dieser acht Mannschaften einnehmen würde). Auf das deutsche Publikum würden dann teils undankbare Anstoßzeiten zukommen: 1. Juli, 3 Uhr dt. Zeit1. Juli, 18 Uhr1. Juli, 22 Uhr1. Juli, 3 Uhr2. Juli, 2 Uhr3. Juli, 5 Uhr4. Juli, 3.30 UhrDie weiteren möglichen deutschen Spielansetzungen:Achtelfinale: 4. Juli (23 Uhr), 5. Juli (22 Uhr), 6. Juli (2 Uhr), 7. Juli (2 Uhr) und 7. Juli (22 Uhr)Viertelfinale: 9. Juli (22 Uhr), 10. Juli (22 Uhr), 11. Juli (23 Uhr), 12. Juli (3 Uhr)Halbfinale: 14. oder 15. Juli jeweils um 21 UhrFinale: 19. Juli um 21 UhrWird Deutschland Gruppenletzter, war's das allerdings mit dem WM-Traum, dann ist das Turnier vorbei.

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WM 2026: Diese Regeln sind neu bei der Fußball-Weltmeisterschaft

Für die WM 2026 führen die Regelhüter des Fußballs neue Weisungen ein. Vor allem dem Zeitspiel wollen sie an den Kragen. Und der VAR bekommt mehr Befugnisse.Der Modus ist nicht die einzige Neuerung bei der Fußball-WM 2026. Im Frühjahr hat das International Football Association Board (Ifab) neue Regeln für den Weltfußball präsentiert, die auch für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko gelten werden. Das Ifab ist das oberste Konsortium der Regelhüter – was es beschließt, gilt für den kompletten organisierten Fußball, insbesondere für Turniere wie Welt- und Europameisterschaften oder die Champions League. Verbände können manche Leitlinien des Ifab allerdings anpassen oder nicht übernehmen. Das gilt zum Beispiel für den Jugendbereich. Fixe Regeln sind dafür aber Pflicht und unantastbar – etwa die Abseitsregel. Hier gibt es keinen Spielraum. Festgehalten sind die Fußballregeln im „Laws of the Game“.Vor der WM 2026 gibt es ein paar Regel-AnpassungenDie neuen Regeln gelten ab Sommer. Diese Änderungen hat das Ifab beschlossen:Insbesondere das Zeitspiel ist den Regelhütern ein Dorn im Auge. In der Bundesliga etwa beträgt die Netto-Spielzeit – also jene Minuten, in denen tatsächlich der Ball rollt – nur rund 60 von insgesamt 90 Minuten. Als Konsequenz wurden in der jüngeren Vergangenheit schon längere Nachspielzeiten eingeführt, was zu gemischten Reaktionen bei den Mannschaften führte. Jedoch: Sie sind mitunter selbst schuld, denn insbesondere bei Standardsituationen wird oft Zeit geschunden. Das soll sich ändern.Die Acht-Sekunden-Regel für Torhüter, die besagt, dass die Schlussleute den Ball innerhalb von acht Sekunden abschlagen müssen, wird auf Abstöße und Einwürfe erweitert. Hat ein Schiedsrichter das Gefühl, dass das Spiel verzögert werden soll, startet er einen sichtbaren Fünf-Sekunden-Countdown. Ein verzögerter Einwurf führt zu einem Einwurf des Gegners; ein Abstoß, der zu lange dauert, hat eine gegnerische Ecke zur Folge.Ebenfalls beliebt bei Fußballern: Eine Verletzung vortäuschen oder dramatisieren, um Zeit von der Uhr zu nehmen. Das hat künftig Folgen. Die Behandlungszeit wurde zwar schon immer zur Nachspielzeit dazugerechnet. Neu ist aber, dass ein Spieler, der sich auf dem Feld behandeln ließ oder dessen Verletzung zu einer Spielunterbrechung führte, eine Minute warten muss, ehe er nach der Behandlung wieder auf das Feld darf. Hier gibt es aber eine wichtige Ausnahme. Denn Teams könnten Verletzungen des Gegenübers in Kauf nehmen, um den Gegner für die Zeit nach der Behandlung zahlenmäßig zu schwächen. Darum gilt: Gibt es für ein Foul eine Gelbe oder Rote Karte, darf der verletzte Spieler auf dem Feld behandelt werden und danach direkt im Spiel bleiben. So sollen Fußballer geschützt werden, die tatsächlich behandelt werden müssen.Auch ums Thema Zeitspiel geht es bei der neuen Regel, wonach Spieler, die ausgewechselt werden, das Feld innerhalb von zehn Sekunden verlassen müssen. Dauert es länger, muss der einzuwechselnde Spieler bis zur nächsten Spielunterbrechung warten, bis er mitmachen darf.Weitere Anpassungen betreffen den Videoschiedsrichter (VAR). Er kann neuerdings auch Eckbälle darauf überprüfen, ob sie korrekt entschieden wurden, wenn aus ihnen ein Tor resultiert. Bisher wurde nur das Tor selbst auf Richtigkeit geprüft.Außerdem ist neu, dass der VAR zweite Gelbe Karten eines Spielers überprüfen kann – also jene, die zu einem Platzverweis führen würden. Erste Gelbe Karten werden nur dann gecheckt, wenn der falsche Spieler oder das falsche Team damit bedacht wurden. Regelverstöße, die zu einer Gelb-roten Karte führen würden, aber nicht vom Schiedsrichter erkannt wurden, werden ebenfalls nicht vom VAR korrigiert.Das Ifab hat zudem beschlossen, dass Spieler, die in einer Konfrontation etwas hinter vorgehaltener Hand sagen, mit der Roten Karte bedacht werden. Damit soll ausgeschlossen werden, dass Spieler ihre Gegner beleidigen, man ihnen das aber hinterher nicht nachweisen kann.Rot soll es ebenso geben, wenn Spieler aus Protest gegen den Schiedsrichter den Platz verlassen. Das gilt auch für Offizielle, die ihre Fußballer auffordern, aus Protest das Feld zu verlassen.Bei der WM 2026 gibt es außerdem eine weitere Neuerung, die aber nicht vom Ifab stammt, sondern vom Weltverband Fifa. So soll es in jeder Partie pro Halbzeit eine dreiminütige Trinkpause geben, jeweils nach rund 22 Minuten Spielzeit. Offiziell lautet die Begründung, dass die Pausen zum Schutz der Spieler eingeführt werden. Die Sache ist aber: Pausen wird es in jeder Partie geben, völlig unabhängig vom Wetter. So solle sichergestellt werden, dass für alle Teams die gleichen zeitlichen Belastungen herrschen, schreibt die Fifa.Während Trinkpausen bei hohen Temperaturen durchaus ihren Sinn haben und es bei vergangenen Turnieren im Ermessen der Schiedsrichter bereits solche Pausen gegeben hat, stößt die Einführung der Unterbrechungen in jeder Partie – selbst bei Regen und 15 Grad – auf Kritik. Der Vorwurf lautet, dass die Fifa damit lediglich mehr Möglichkeiten zur Ausstrahlung von Werbung schaffen möchte. ARD und ZDF, zwei der drei übertragenden deutschen Sender, wollen die Pausen jedenfalls nutzen, um Werbung zu zeigen.Hinweis: Dieser Text wurde aktualisiert.

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WM 2026: Das sind die Gruppen der Fußball-Weltmeisterschaft

Die Fußball-WM 2026 bringt eine Premiere mit sich: Zum ersten Mal sind 48 Nationen dabei. Das ergibt ein pickepackevolles Teilnehmerfeld mit zwölf Gruppen. Hier die Übersicht. Die Play-offs zur Fußball-WM 2026 sind vorbei – und damit stehen die Gruppen des Turniers fest. Mit der Zunge schnalzen dürften Fußball-Fans beim Anblick der einzelnen Paarungen aber nicht. Eine ominöse „Todesgruppe“, wie es sie bei vergangenen Turnieren immer mal wieder gegeben hat, drängt sich beim Anblick der Gruppen 2026 nicht auf.Das liegt auch am aufgeblähten Teilnehmerfeld. Erstmals sind 48 Mannschaften am Start, dass es da qualitative Schwankungen gibt, ist nur logisch. Deutschlands Gruppe dürfte Bundestrainer Julian Nagelsmann keine Angst machen, Respekt einjagen allerdings schon. Das DFB-Team trifft in der Gruppenphase auf Ecuador, die Elfenbeinküste und Curaçao. Letzterer ist ein WM-Neuling. Davon gibt es beim Turnier fünf: neben Curaçao noch Kap Verde, Usbekistan, Jordanien und den Kongo.Die Gruppen der Fußball-WM 2026 in der Übersicht:Gruppe AMexikoSüdkoreaSüdafrikaTschechienGruppe BKanadaSchweizKatarBosnien und HerzegowinaGruppe CBrasilienMarokkoHaitiSchottlandGruppe DUSAAustralienParaguayTürkeiDas ist die deutsche Gruppe bei der WM 2026Gruppe E (die deutsche Gruppe)DeutschlandEcuador (deutscher Gegner am 25. Juni, 22 Uhr deutscher Zeit)Elfenbeinküste (20. Juni, 22 Uhr)Curaçao (14. Juni, 19 Uhr)Gruppe FNiederlandeJapanTunesienSchwedenGruppe GBelgienIranÄgyptenNeuseelandGruppe HSpanienUruguaySaudi-ArabienKap VerdeGruppe IFrankreichSenegalNorwegenIrakGruppe JArgentinienÖsterreichAlgerienJordanienGruppe KPortugalKolumbienUsbekistanDR KongoGruppe LEnglandKroatienGhanaPanamaDie Fußball-WM 2026 findet in den USA, Kanada und Mexiko statt und beginnt am 11. Juni um 21 Uhr deutscher Zeit mit dem Auftaktspiel zwischen Mexiko und Südafrika im Aztekenstadion in Mexiko City. Das Endspiel wird am 19. Juli um 21 Uhr im MetLife Stadium in New Jersey angepfiffen.

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Drittes WM-Gruppenspiel: Deutschland – Ecuador: Wer überträgt das Spiel im Free-TV?

Deutschland trifft zum Gruppenfinale auf Ecuador – sportlich ist das Spiel aus DFB-Sicht bedeutungslos. Fans können die Partie live im Free-TV und im Stream verfolgen.Bereits nach zwei Gruppenspielen hat sich die deutsche Nationalmannschaft für das Sechzehntelfinale bei der Fußball-WM in Mexiko, Kanada und den USA qualifiziert. Auch als Gruppensieger steht das DFB-Team bereits fest. Das dritte und letzte Vorrundenspiel gegen Ecuador hat aus deutscher Sicht damit keine sportliche Bedeutung mehr.Bundestrainer Julian Nagelsmann könnte die Partie dafür nutzen, in der Startelf zu rotieren und einigen Spielern, die bisher vorwiegend auf der Bank saßen, Einsatzzeit zu verschaffen. „Wir werden im Trainerteam diskutieren, inwieweit wir was wechseln und die Belastung anpassen“, kündigte Nagelsmann an. Klar ist, dass Abwehrspieler Nico Schlotterbeck wegen seiner Verletzung, die er sich gegen die Elfenbeinküste zugezogen hat, fehlen wird.Gegen Ecuador winkt sogar ein DFB-Rekord: Zwölf Siege in Serie gelangen der Nationalelf erst einmal in ihrer über 100-jährigen Geschichte – von Mai 1979 bis Juni 1980 unter Jupp Derwall. 46 Jahre später kann Nagelsmann die Bestmarke egalisieren. Für den Gegner geht es in dem Spiel dagegen um alles: Ecuador droht nach einer Niederlage gegen die Elfenbeinküste und einem Unentschieden gegen Curaçao das Ausscheiden.Deutschland – Ecuador live im ErstenDas Spiel gegen Ecuador wird am Donnerstag um 22 Uhr deutscher Zeit angepfiffen. Schauplatz ist das MetLifeStadium in East Rutherford, unweit von New York City. Dort findet auch das Finale statt.Die ARD zeigt das Spiel im Free-TV sowie im Livestream in der ARD-Mediathek. Der Sender beginnt seine Übertragung um 21 Uhr. Im Ersten moderiert wie gewohnt Esther Sedlaczek mit Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger als Experten an ihrer Seite. Kommentator beim Spiel der deutschen Nationalmannschaft ist Philipp Sohmer.Wie alle anderen Spiele der Weltmeisterschaft ist auch die deutsche Partie zudem beim Pay-TV-Anbieter Magenta TV zu sehen. Dort kommentiert Wolff-Christoph Fuss. Magenta TV zeigt außerdem live das Parallelspiel aus der deutschen Gruppe zwischen der Elfenbeinküste und Curaçao.

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Strittige Szenen: Warum Messi und Ronaldo gar nicht auf dem Platz stehen dürften

Lionel Messi und Cristiano Ronaldo können es noch. Sie schießen Tore, brechen Rekorde. Gleichzeitig stellt sich die Frage: Gelten für die Megastars andere Regeln?Sie haben den Weltfußball in den vergangenen Jahrzehnten geprägt – und hören einfach nicht auf damit: Lionel Messi und Cristiano Ronaldo drücken auch im hohen Fußballer-Alter der WM in den USA, Kanada und Mexiko ihren Stempel auf. Messi ist während des Turniers 39 Jahre alt geworden, Ronaldo zählt sogar schon 41 Jahre.Beide spielen ihre sechste WM-Endrunde (Rekord in der Geschichte der Weltmeisterschaften). Vor allem der Argentinier Messi glänzt dabei und sammelt in der allgegenwärtigen „Goat“-Debatte um den inoffiziellen Titel des besten Fußballers aller Zeiten weitere Argumente für sich. Nach zwei Gruppenspielen steht er schon bei fünf Toren. Der Portugiese Ronaldo erwischte einen sehr durchwachsenen Start ins Turnier, traf dann aber gegen Usbekistan doppelt.Doch all das hätte auch ganz anders kommen können – oder sogar müssen. Beide Superstars haben großes Glück, bei der WM überhaupt so zum Einsatz zu kommen, wie sie es tun. Zu verdanken haben sie es gnädigen Entscheidungen von Schiedsrichtern und der Fifa.Cristiano Ronaldo erhielt Sperre auf BewährungDa ist zunächst der Fall Cristiano Ronaldo: Der fünfmalige Weltfußballer hätte sich nicht beschweren können, wäre er bei den ersten Spielen dieser WM gesperrt gewesen. Ronaldo sah im November 2025 beim 0:2 in der WM-Qualifikation gegen Irland nach einem Ellenbogenschlag die Rote Karte.Die Fifa sprach anschließend eine Sperre von drei Spielen aus – das Mindeststrafmaß gemäß den Regularien des Weltverbands. Damit hätte Ronaldo die ersten beiden WM-Gruppenspiele verpasst. Zwei Spiele wurden allerdings zur Bewährung ausgesetzt, so fehlte der Portugiese nur im letzten Qualispiel gegen Armenien. Ein gelinde gesagt ungewöhnliches Vorgehen, das den Verdacht erregte, die Fifa wolle bei der WM nicht auf einen der prominentesten Spieler verzichten. Von einer „Lex Ronaldo“ war die Rede.Lionel Messi entging einer Roten Karte gegen AlgerienLionel Messi ließ sich im Vorfeld des Turniers nichts zuschulden kommen, fiel dann aber im ersten Gruppenspiel nicht nur positiv auf. Der Argentinier eröffnete die Partie gegen Algerien mit seinem Tor zum 1:0, leistete sich dann aber ein Foul gegen seinen Gegenspieler Aissa Mandi. Er erwischte den Algerier mit offener Sohle an der Achillessehne.Eine unglückliche Aktion, die jedoch durchaus einen Platzverweis nach sich hätte ziehen können. Oder sogar müssen, wie viele Fans und Experten meinten. „Für mich ist das eine Rote Karte, wir haben diverse Beispiele aus der Bundesliga, wo das mit Rot bestraft wurde“, sagte Ex-Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich bei Magenta TV. Messi habe keine Chance auf den Ball gehabt und den Gegner von hinten an der Achillessehne getroffen. Schiedsrichter Szymon Marciniak – eigentlich einer der europäischen Top-Referees – beließ es bei einer Gelben Karte.Messi und Ronaldo prägen die WMSo blieb Messi auf dem Platz und setzte seine Gala fort: Beim 3:0 erzielte er alle drei Tore. Der Sperre, die auf eine Rote Karte gefolgt wäre, entging er und traf auch im zweiten Gruppenspiel gegen Österreich doppelt. Hätte Messi nach seinem Foul Rot gesehen, wären vier seiner fünf Tore nicht möglich gewesen – und den WM-Torrekord von Miroslav Klose hätte er auch (noch) nicht geknackt.Cristiano Ronaldo tat sich im ersten Gruppenspiel gegen Außenseiter Demokratische Republik Kongo extrem schwer und musste sich nach dem 0:0 sogar von den gegnerischen Fans verspotten lassen. Das war beim zweiten Spiel der Portugiesen alles vergessen: Ronaldo führte die Mannschaft mit zwei Toren zu einem 5:0 gegen Usbekistan. Er und Lionel Messi werden bei dieser WM wohl auch weiterhin Großes leisten – ein Beigeschmack aber bleibt.

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Zwischenrunde: Welcher Gegner wartet auf Deutschland im WM-Sechzehntelfinale?

Deutschland geht als Gruppensieger in das Sechzehntelfinale der Fußball-WM. Doch wer ist der nächste Gegner des DFB-Teams? Diese Frage bleibt bis zuletzt offen.Die deutsche Nationalmannschaft hat nicht nur schon nach zwei Gruppenspielen den Einzug in die nächste Runde klargemacht, sondern steht bereits als Gruppensieger fest. Damit ist auch der weitere Fahrplan durch das Turnier für das DFB-Team vorgezeichnet. Nach der Gruppenphase geht es am Montag, 29. Juni, in Boston mit dem Sechzehntelfinale weiter. Anpfiff ist um 22.30 Uhr. Unklar ist aber, wer dann der deutsche Gegner sein wird – diese Frage wird bis zuletzt unbeantwortet bleiben.Deutschland trifft im Sechzehntelfinale auf einen der qualifizierten Gruppendritten. Der neue WM-Modus mit 48 Teilnehmern bringt es mit sich, dass erstmals auch die acht besten Gruppendritten weiterkommen – in das ebenfalls neu geschaffene Sechzehntelfinale.Deutschland im WM-Sechzehntelfinale: Das wäre nach aktuellem Stand der GegnerWer diese Zwischenrunde erreicht, entscheidet sich final erst am Sonntag, wenn die letzten Gruppenspiele absolviert sind. Also erst einen Tag vor dem Spiel der deutschen Mannschaft. Klar ist bisher: Deutschlands Gegner kann aus den Gruppen A, B, C, D und F kommen.Damit sind die folgenden Mannschaften möglich: Südafrika, Südkorea, Tschechien (alle Gruppe A), Kanada, Schweiz, Bosnien-Herzegowina, Katar (alle Gruppe B), Brasilien, Marokko, Schottland (Gruppe C), Australien, Paraguay (Gruppe D), Niederlande, Japan und Schweden (Gruppe F). Nach aktuellem Stand (24. Juni) wäre der deutsche Gegner im Sechzehntelfinale Paraguay.Die Ermittlung der Paarungen zwischen Gruppensiegern und Gruppendritten folgt einem komplizierten Modus. Wer auf wen trifft, hängt davon ab, aus welchen Gruppen die acht besten Drittplatzierten stammen. Insgesamt gab es dafür vor Turnierbeginn 495 mögliche Konstellationen.Die weiteren deutschen Termine bei der WMKlar ist schon jetzt: Gewinnt Deutschland das Sechzehntelfinale, folgt am 4. Juli (23 Uhr) das Achtelfinale in Philadelphia. Dort wäre ein Duell mit Titelfavorit Frankreich möglich. Weitere Termine für deutsche Spiele wären das Viertelfinale am 9. Juli (22 Uhr), das Halbfinale am 14. Juli (21 Uhr) sowie entweder das Spiel um Platz drei am 18. Juli (23 Uhr) oder das WM-Finale am 19. Juli (21 Uhr).

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Fußball-Nationalmannschaft: Nagelsmanns WM-Freispiel ohne „Druck auf dem Kessel“

Julian Nagelsmann erlebt ein Turnier-Novum. Gegen Ecuador geht es nach dem schon fixen Gruppensieg darum, im Sieg-Flow zu bleiben und ein kluges Personal-Management zu betreiben.Diesen Luxus hat Julian Nagelsmann bei einem Turnierspiel noch nicht gehabt. Klar, das WM-Aus von Abwehr-Ass Nico Schlotterbeck schmerzt und könnte sich in der K.o.-Phase als echtes Handicap erweisen. Aber der Vorrundenabschluss gegen Ecuador am Donnerstag (22.00 Uhr/ARD und MagentaTV) im Endspielstadion von East Rutherford wird für die Fußball-Nationalmannschaft und den Bundestrainer quasi zu einem Freispiel.Totalumbau oder Rotation light? Personell im Flow bleiben oder intensiv die Power-Bank aktivieren? Diese Fragen stellen sich Nagelsmann. Der 38-Jährige kann bei der Aufstellung ausnahmsweise ohne Ergebnisdruck auswählen. Ob Sieg, Unentschieden oder Niederlage - Platz eins in Gruppe E ist schon fix. Ob mit sechs, sieben oder am Ende der Maximalausbeute von neun Punkten. Belastung anpassen vor der ersten K.-o.-Runde? „Wir werden im Trainerteam diskutieren und mit Rudi (Völler), inwieweit wir was wechseln und die Belastung anpassen“, hatte Nagelsmann angekündigt. Auch wenn er sein grundsätzliches Turniermotto - „step by step“ - nicht aufweichen möchte, muss diesmal das nur vier Tage später stattfindende Sechzehntelfinale gegen einen noch unbekannten Gruppendritten mitgedacht werden. Alles andere wäre fahrlässig. Erst am Montag in Boston geht es wieder um alles. Ein WM-Turnier kostet viel physische und mentale Energie. „Wir Spieler haben so viel Druck auf dem Kessel bei den Spielen“, erklärte Nadiem Amiri nach dem Kraftakt gegen die Elfenbeinküste in Toronto, an dem auch der Mainzer neben Super-Joker Deniz Undav als Einwechselspieler seinen Anteil hatte.Im Football-Stadion der NFL-Teams New York Giants und New York Jets fällt der Kesseldruck ausnahmsweise geringer aus. Obwohl es natürlich das Ziel ist, im Flow zu bleiben und die Brust noch breiter werden zu lassen. „Um die ganz, ganz großen Ziele zu erreichen, müssen wir noch ein paar Prozente drauflegen“, sagte Sportdirektor Rudi Völler bei MagentaTV. Der 46 Jahre alte Zwölf-Siege-Rekord wackelt Jeder Sieg beflügelt, stärkt das Selbstverständnis. Gegen Ecuador winkt sogar ein DFB-Rekord: Zwölf Siege in Serie gelangen der Nationalelf erst einmal in ihrer über 100-jährigen Geschichte. Und zwar von Mai 1979 bis Juni 1980 unter Jupp Derwall. 46 Jahre später kann Nagelsmann die Bestmarke egalisieren.„Der Trainer hat einen guten Plan“, berichtete Außenstürmer Jamie Leweling nach dem Start der kurzen Vorbereitung auf Ecuador, bei der die wichtigen Trainingsinhalte erst dann eingeübt werden, wenn externe Beobachter auf dem Gelände der Wake Forest University nicht mehr zugelassen sind. Ecuador, immerhin Zweiter der WM-Qualifikation in Südamerika hinter Weltmeister Argentinien, steht nach nur einem Punkt und null Toren massiv unter Druck. „La Tri“ muss auf Sieg spielen, Trainer Sebastian Beccacece steht bei den Fans erheblich in der Kritik. Die WM-Ansprüche waren ganz andere. „La Tri“: Namhafte Akteure, ein Punkt, null ToreDie Mannschaft mit namhaften Akteuren wie dem früheren Leverkusener Piero Hincapié (FC Arsenal), dem Ex-Frankfurter Willian Pacho vom Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain oder Moisés Caicedo vom Club-Weltmeister FC Chelsea zündet nicht. „Man kennt die Spieler, sie spielen auf höchstem Niveau in Europa. Es läuft gerade nicht so gut, aber sie sind immer noch gefährlich“, bemerkte Leweling und tönte: „Wir werden auf jeden Fall Lösungen haben, wie wir ihre Abwehrreihe durchbrechen und Tore schießen können.“Da denken die deutschen Fans natürlich zuerst an Deniz Undav. Nach seinen drei Treffern ist er voll dabei beim Wettballern der größten Torjäger auf diesem Globus, von Lionel Messi (5 Tore), Kylian Mbappé (4) und Erling Haaland (4) bis zu Harry Kane (2) und Cristiano Ronaldo (2). Zumal der Stuttgarter anders als diese Topstars gerade mal 58 Minuten auf dem Platz stehen durfte. Start frei für Messi-Jäger Undav?Stellt Nagelsmann seinen Super-Joker diesmal in die Startelf? Einiges spricht dafür, Kai Havertz eine Pause zu gönnen. Oder auch Jamal Musiala. Auch wenn Nagelsmann nichts davon hält, „alles komplett zu wechseln“. Er sagte: „Wir müssen schon auch im Rhythmus bleiben für unsere nächsten Aufgaben.“Und doch drängt sich ein kluges Personal-Management förmlich auf. Für den verletzten Schlotterbeck rückt Antonio Rüdiger ins Abwehrzentrum. Sinnvoll könnte es sein, Senkrechtstarter Nathaniel Brown oder auch den vor der WM längere Zeit verletzten Kraftprotz Felix Nmecha verschnaufen zu lassen.17 von 23 Feldspieler hat Nagelsmann schon eingesetzt. Jetzt bietet sich die Chance, auch die Null-Minuten-Männer ins Turnier zu bringen. Einen Angelo Stiller zum Beispiel. Oder den ziemlich geschrumpften „Big Nick“ Woltemade, der den viermaligen Weltmeister mit seinen vier Toren in den letzten drei WM-Qualifikationsspielen überhaupt erst zur Endrunde geschossen hatte.Auch einem Leon Goretzka würde es garantiert einen Schub geben, wenn er nach zwei Kurzeinsätzen mal beginnen dürfte. Es geht also gegen Ecuador um wichtige Ersatzspieler-Momente für die folgenden Alles-oder-nichts-Spiele, wenn Impulse von der Bank wie gegen die Elfenbeinküste gebraucht werden. Nagelsmann sprach diesen Punkt selbst an, weil alle Spieler im Kader dann „ihre Wertigkeit nicht nur hören, sondern auch spüren“.

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· Actio recta non erit, nisi recta fuerit voluntas ·