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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Basketball: Schröders Cavaliers mit Schritt Richtung NBA-Playoffs

Die Cavaliers sind auf direktem Weg in die Playoffs. Victor Wembanyama bricht einen Uralt-Rekord der NBA. Und im Duell der beiden besten Teams aus Ost und West ist es spannend bis zur letzten Sekunde.Die Cleveland Cavaliers mit Nationalmannschafts-Kapitän Dennis Schröder haben einen NBA-Pflichtsieg eingefahren und sind der direkten Qualifikation für die Playoffs einen Schritt näher gekommen. Bei den Utah Jazz gewann das viertplatzierte Team der Eastern Conference 122:113. Cleveland ist nach den Detroit Pistons, den Boston Celtics und den New York Knicks wohl bald das vierte Team aus dem Osten, das sich sicher für die wichtigste Phase der Saison in der nordamerikanischen Basketball-Liga qualifiziert. Die Knicks machten die Teilnahme durch das 109:119 der Philadelphia 76ers gegen die Miami Heat perfekt, ohne dafür selbst aktiv zu sein.In Salt Lake City konnten die Jazz - das zweitschlechteste Team der Western Conference - das Spiel gegen Cleveland bis ins Schlussviertel offen halten. Dann aber zogen die Gäste mit einem 16:6-Lauf davon. Stark war insbesondere Evan Mobley mit insgesamt 17 Rebounds und 34 Punkten. Auch Donovan Mitchell verbuchte 34 Punkte. Schröder kam einen Tag vor dem Duell mit den Los Angeles Lakers in 21 Minuten auf drei Punkte, drei Vorlagen und vier Rebounds.Wembanyama verbucht NBA-RekordFür die San Antonio Spurs holte sich Victor Wembanyama unterdessen einen NBA-Rekord. Schon nach acht Minuten und 31 Sekunden hatte der Franzose ein sogenanntes ein Double Double aus 10 Punkten und 10 Rebounds. Zuvor war Jim Washington Rekordhalter, er hatte 1966 neun Minuten für zweistellige Werte in zwei Kategorien gebraucht. Am Ende des 129:114 der Spurs kam Wembanyama auf 41 Punkte und 16 Rebounds. Im Duell der beiden Spitzenreiter aus Western und Eastern Conference fiel die Entscheidung erst in der Verlängerung - und dann zugunsten des Gastgebers. Die Oklahoma City Thunder gewannen 114:110 gegen die Detroit Pistons.Der Titelverteidiger wähnte sich nach einem Dreier von Shai Gilgeous-Alexander vier Sekunden vor Schluss bereits als Gewinner, doch die Schiedsrichter entschieden auf Offensivfoul und zählten den Korb nicht. Mit 101:101 ging es in die Verlängerung, in der OKC als erstes Team in Führung ging und diese dann nicht mehr abgab. Gilgeous-Alexander beendete den Abend als bester Werfer mit 47 Punkten.

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Wechsel vor WM-Teilnahme: Ghana trennt sich nach 1:2 gegen DFB-Team von Trainer Addo

Niederlage gegen Österreich, Niederlage gegen Deutschland: Otto Addo hat die zwei Pleiten wenige Wochen vor der WM nicht überstanden und ist nicht mehr Trainer Ghanas.Nur wenige Stunden nach dem 1:2 gegen die deutsche Nationalmannschaft hat sich WM-Teilnehmer Ghana "mit sofortiger Wirkung" von seinem Trainer Otto Addo getrennt. Das teilte der ghanaische Fußball-Verband (GFA) in der Nacht zu Dienstag mit. Man danke Addo für seinen Beitrag und wünsche ihm alles Gute für die Zukunft, hieß es. Ein Nachfolger werde zu gegebener Zeit bekanntgegeben. Addo war seit zwei Jahren Cheftrainer der "Black Stars". 2022 hatte er das Team schon einmal als Interimscoach betreut und war auch bei der WM in Katar zuständig, als Ghana in der Gruppenphase ausschied.Vor der Niederlage in Stuttgart, bei der VfB-Profi Deniz Undav in der 88. Minute das Siegtor erzielte, hatte Ghana gegen Österreich 1:5 verloren. Bei der in den USA, Kanada und Mexiko stattfindenden WM trifft Ghana in der Gruppenphase auf England, Kroatien und Panama.Addo ist der Sohn ghanaischer Eltern und in Deutschland aufgewachsen. Der 50-Jährige spielte in der Bundesliga unter anderem für den Hamburger SV und Borussia Dortmund. Er lebt inzwischen in Düsseldorf.

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WM-Qualifikation: Dzeko, Irak und die Hintertür: Fit für die Playoff-Finals

Was haben der Irak und Edin Dzeko gemeinsam? Sie wollen beide nach 40 Jahren zu einer WM. Wie Schweden eine Hintertür nutzt und was man zu den Playoff-Finals sonst noch wissen muss.Es ist das große Finale: Sechs WM-Tickets sind noch zu vergeben - vier in Europa, zwei beim interkontinentalen Turnier in Mexiko. Zeitgleich um 20.45 Uhr steigen heute die UEFA-Spiele. Die Duelle zwischen Jamaika und der Demokratischen Republik Kongo (23.00 Uhr) sowie Irak und Bolivien (5.00 Uhr) ziehen sich bis in den Mittwochmorgen - dann stehen alle 48 Teilnehmer der WM in den USA, Kanada und Mexiko fest. Alle Spiele werden auf DAZN übertragen. Das muss man sonst noch wissen.Die Bundesliga in den PlayoffsOhne die Bundesliga liefe in den europäischen Playoff-Finals wenig. Fast 30 Profis aus den ersten beiden deutschen Ligen sind in den vier Spielen mindestens im Kader - nur Italien hat keinen Deutschland-Legionär in seinen Reihen. Mit sechs Profis stellt Bosnien-Herzegowina das größte deutsche Kontingent - und den Stürmern Edin Dzeko, Ermedin Demirovic sowie Elfmeter-Killer Nikola Vasilj könnte gegen Italien eine Schlüsselrolle zukommen.Der Kosovo könnte sich erstmals für ein großes Turnier qualifizieren. In den Hoffenheimern Fisnik Asllani und Albian Hajdari sowie Elvis Rexhbecaj vom FC Augsburg und dem Düsseldorfer Florent Muslija dürften gegen die Türkei alle vier in Deutschland spielenden Profis in der Startelf stehen. Tschechien setzt gegen Dänemark auf seinen Torjäger Patrik Schick (Bayer Leverkusen), während beim Spiel Schweden gegen Polen aus Sicht der Bundesliga wohl nur Polens Torwart Kamil Grabara (VfL Wolfsburg) im Blickpunkt stehen dürfte.40 Jahre Warten für den IrakEine durchaus strapaziöse Anreise hatte der Irak zu seinem Spiel gegen Bolivien. Weil der irakische Luftraum aufgrund des Iran-Kriegs seit Wochen gesperrt ist, reiste das Team unter strikten Sicherheitsmaßnahmen auf dem Landweg ins benachbarte Jordanien. Von Amman aus ging es für einen Teil der Mannschaft in einem Privatflieger nach Mexiko. Der Rest reiste später oder aus Europa an."Es hat drei Tage gedauert, um aus Bagdad heraus hierherzukommen", sagte Trainer Graham Arnold. Nach zwei Tagen Regeneration startete man sieben Tage vor dem Spiel in Monterrey mit der fokussierten Vorbereitung. "Ich muss das Positive sehen und das Positive ist, dass wir hier sind. Wir haben einen Job zu erledigen", sagte Arnold: "Wir wollen 46 Millionen Menschen im Irak stolz machen."Im Jahr 1986 hatte sich der Irak zuletzt für eine WM qualifiziert. "Wir wissen, dass es ein historisches Spiel wird. Es ist 40 Jahre her, dass wir uns zuletzt für eine WM qualifiziert haben. Dieses Spiel wird den irakischen Fans viel Freude bereiten", sagte Mittelfeldspieler Zaid Ismail.Schweden und das SicherheitsnetzTrotz einer grauenvollen Qualifikation träumt Schweden noch immer von der WM. In der Qualifikationsgruppe wurde man Letzter, nicht mal ein Sieg sprang trotz Stars wie dem aktuell verletzten Alexander Isak und Viktor Gyökeres heraus. Und trotzdem spielt man heute gegen Polen um die WM-Teilnahme - einer Hintertür sei Dank.Die UEFA vergab nämlich Wildcards an die vier besten Gruppensieger der vergangenen Nations League, die es in der regulären WM-Quali nicht unter die besten beiden Teams geschafft hatten. Die anderen Wildcard-Mannschaften Rumänien, Nordirland und Nordmazedonien scheiterten alle im Halbfinale - Schweden ist noch dabei.Das Drama vor den PlayoffsKlar, es werden Tränen fließen. Freudentränen bei den Siegern mit dem WM-Ticket, Tränen der Enttäuschung bei den Verlierern. Doch richtig Drama gab es bereits vor den Playoffs, das zweite und letzte interkontinentale Finale zwischen dem Irak und Bolivien am Mittwochmorgen steht sinnbildlich dafür.Der Irak qualifizierte sich erst durch einen Elfmeter in der 17. Minute der Nachspielzeit im Spiel gegen die Vereinigten Arabischen Emirate. Amir Al Ammari behielt in Basra vor fast 65.000 Fans die Nerven.Und Bolivien? Die waren eigentlich in der südamerikanischen Qualifikation schon nahezu gescheitert. Am letzten Spieltag besiegte man jedoch überraschend Rekordweltmeister Brasilien durch einen Elfmeter mit 1:0 und zog noch an Venezuela vorbei. Nun geht es um das letzte WM-Ticket.

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DFB-Team: Die Lichtgestalt und der Schmerzensmann

Deniz Undav und Leroy Sané spalten das Publikum beim 2:1-Sieg gegen Ghana. Bundestrainer Julian Nagelsmann ist jetzt als feinfühliger Moderator gefragt.

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Nationalmannschaft: Joker Undav sticht: Deutschland siegt knapp gegen Ghana

Es war dann knapper als gedacht: Die deutsche Nationalmannschaft hat ihr Testspiel gegen Ghana mit 2:1 gewonnen. Gefeierter Held war Stürmer Deniz Undav.Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat auch ihr zweites Testspiel in diesem Jahr gewonnen. Drei Tage nach dem 4:3 in der Schweiz siegte die Elf von Bundestrainer Julian Nagelsmann gegen Ghana 2:1 (1:0). Kai Havertz (45.+3 Minute/Handelfmeter) und Deniz Undav (88.) trafen vor 52.723 Zuschauern im ausverkauften Stuttgarter Stadion. Für Ghana glich der kurz zuvor eingewechselte Fatawu Issahaku (70.) zwischenzeitlich aus.Nationalmannschaft zeigt kein SpektakelDas DFB-Team bot bei einigen heftigen Regenschauern zwar kein Spektakel, war offensiv aber überlegen. Für den lange vermissten Rückkehrer Havertz war es das erste Länderspieltor nach über 16 Monaten. Beim Gegentor verlor der Stuttgarter Profi Josha Vagnoman den entscheidenden Zweikampf. Der Siegtreffer des eingewechselten Undav wurde vom Publikum besonders bejubelt, die Stuttgarter hatten den VfB-Stürmer schon vorab mit Sprechchören gefordert.Vor der am 11. Juni beginnenden WM-Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko bestreitet die DFB-Auswahl noch zwei weitere Testspiele. In Mainz trifft der viermalige Weltmeister am 31. Mai auf Finnland, am 6. Juni geht es in Chicago gegen WM-Gastgeber USA. Seinen WM-Kader wird Nagelsmann am 12. Mai nominieren.

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WM-Test: Die Fußball-Nationalmannschaft in der Einzelkritik

Kai Havertz trifft nach 16 Monaten wieder für die Nationalmannschaft. Und Deniz Undav beweist spät seinen Torriecher. Ein ehemaliger Stuttgarter hat hingegen gegen Ghana kein Glück.Stuttgart (dpa) - Nübel: Der Stuttgarter war beim Heim-Länderspiel lange ohne Beschäftigung und beim Gegentor dann machtlos. Bei der WM ist er wieder Baumann-Backup.Kimmich: Ging auch beim 25. Starteinsatz als DFB-Kapitän als Vorbild voran. Für 30 Minuten sogar wieder als Sechser. Sein Ehrgeiz wird ein WM-Plus sein. Tah: Ein fehlerloser Auftritt. Setzte sich gegen Semenyo und Adu resolut durch. Mit etwas mehr Präzision wäre der zweite DFB-Treffer drin gewesen. Schlotterbeck: Setzte nach seinen Fehlern in der Schweiz im 25. Länderspiel auf einen Spielaufbau ohne Risiko. War gegen Adu (52.) zur Stelle. Brown: Chance genutzt. Der Frankfurter arbeitete nach hinten konsequent. Im Vorwärtsdrang hätte er sich sogar noch mehr Aktionen zutrauen können. Stiller: Sehr fleißig in der defensiven Absicherung. Im Spielaufbau gelang aber nicht alles. Sein WM-Ticket hängt von der Fitness der Konkurrenten ab. Groß: Agierte in der Zentrale noch offensiver als Goretzka. Als verkappter Zehner mit großer Übersicht. Nagelsmann schätzt den großen Teamplayer. Gnabry: Diesmal fehlte dem Münchner die Wucht. Ging wieder weiter Wege, kam mit weniger Power aber nicht zu gefährlichen Abschlüssen.Woltemade: War bei der Stuttgart-Rückkehr wie in Newcastle ohne Torglück. Ein Kopfball knallte an die Latte (53.). Nagelsmanns Vertrauen ist ungebrochen. Wirtz: Auch wenn diesmal nicht alles gelang. Sein Fußball-Spaß ist einfach ansteckend. Bei der WM Wirtz (wird es) wieder klappen - ganz sicher. Havertz: Bewies als Sané-Ersatz auf der rechten Seite seine Flexibilität in der Offensive. Krönte sein Comeback nach 16 Monaten mit dem Elfmetertor. Rüdiger: Kam in der neuen Rolle als Abwehr-Backup zur 2. Halbzeit für Tah. Wie der Münchner sehr souverän. Jetzt mit Real Madrid ein Bayern-Gegner. Karl: Drehte nach der Einwechslung zur zweiten Halbzeit gleich mächtig auf. Flanke auf Woltemade und flotte Dribblings. Kann zum WM-Trumpf werden.Undav: Vom Stuttgarter Publikum lautstark gefordert und gefeiert. Und dann mit dem späten Siegtreffer. Genau das fordert Nagelsmann für ein WM-Ticket.Goretzka: Kam nach 60 Minuten und agierte mit Kimmich in altbewährter Doppelrolle im Zentrum. Beim Gegentor war der Weg zurück zu weit. Führich: Der Stuttgarter durfte für gut 30 Minuten auf der linken Außenbahn ran. Sein VfB-Kollege Leweling hat die Nase um das Backup-Ticket aber vorn. Vagnoman: Ein weiterer VfB-Profi im Heimspielmodus. Und als mögliches Kimmich-Backup ohne Fortune. Ließ sich vor dem Gegentor leicht ausspielen.Raum: Ersetzte nach einer Stunde wie geplant den müde gelaufenen Brown. Sein Freistoß flog knapp am Tor vorbei. Für die WM-Startelf links eingeplant. Sané: Der Flügelflitzer war diesmal nur ein 10-Minuten-Joker. Ein Lucky Punch gelang nicht. Seine WM-Teilnahme könnte zu Diskussionen führen.

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Fußball: Infantino setzt auf WM mit Iran: "Kein Plan B, C oder D"

FIFA-Präsident Infantino hält trotz des Nahost-Kriegs an Irans WM-Teilnahme fest, wie er in einem Interview sagt. Doch viele Fragen bleiben offen.FIFA-Präsident Gianni Infantino drängt trotz des Krieges im Nahen Osten auf eine Teilnahme Irans an der Fußball-WM im Sommer. "Wir wollen, dass Iran spielt, Iran wird bei der Weltmeisterschaft spielen. Es gibt keinen Plan B, C oder D - es gibt Plan A", sagte der Chef des Weltverbands in einem Interview des mexikanischen Fernsehsenders N+ Univision. Angesichts des Krieges möchte der Iran seine drei Vorrundenpartien nicht - wie bislang geplant - in den USA austragen, sondern in Mexiko. Weiterhin ist unklar, ob die FIFA diesem Wunsch nachkommen kann und überhaupt will. Die Vereinigten Staaten und Israel greifen den Iran seit Ende Februar an. Das Land führt Gegenschläge aus.Infantino wirbt mit "den bestmöglichen Bedingungen""Iran repräsentiert sein Volk – die Menschen, die im Iran leben, ebenso wie jene, die im Ausland leben", sagte Infantino und warb um eine Teilnahme des Landes. Die FIFA wolle dafür zu sorgen, dass der Iran "unter den bestmöglichen Bedingungen" an der WM teilnehmen könne. Zugleich räumte der 56 Jahre alte Schweizer ein, dass man in der "realen Welt lebe" und die Situation "sehr kompliziert" sei.Irans Verbandschef Mehdi Tadsch hatte vor anderthalb Wochen laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna einen Boykott der USA, nicht aber der WM angekündigt, ohne dies näher zu erläutern. Die Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko beginnt am 11. Juni und dauert bis zum 19. Juli. In der Gruppenphase soll der Iran auf Belgien, Neuseeland und Ägypten treffen.

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Coming-out-Debatte: Nagelsmann: „Schade, dass Sie mir die Frage stellen müssen“

Das Coming-out des St.-Pauli-Jugendtrainers Dobrick sorgt für Aufsehen. DFB-Coach Julian Nagelsmann bedauert, dass darüber immer noch in dieser Form gesprochen werden muss.Das Coming-out des St.-Pauli-Jugendtrainers Dobrick sorgt für Aufsehen. DFB-Coach Julian Nagelsmann bedauert, dass darüber immer noch in dieser Form gesprochen werden muss.

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DFB-Team: Hier läuft Deutschland gegen Ghana live im TV und Stream

Nächstes Spiel, nächster Sieg? Nach dem 4:3-Sieg in der Schweiz empfängt Deutschland in Stuttgart nun Ghana. Wo sich die Partie des DFB-Teams verfolgen lässt.Nächster Härtetest auf dem Weg in Richtung Fußball-Weltmeisterschaft: Deutschland empfängt am Montagabend Ghana in Stuttgart. Am Freitag war das DFB-Team mit einem 4:3-Sieg in Basel gegen die Schweiz bereits erfolgreich ins WM-Jahr gestartet – und will daran nun anknüpfen.„Ich wünsche mir für uns, dass wir gute Spiele machen, erfolgreiche Spiele machen und damit am Montag gern weitermachen können“, sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann mit Blick auf den nächsten Test. Es ist zwar nur ein Freundschaftsspiel, doch die Spieler wollen sich weiter für den finalen WM-Kader empfehlen, den Nagelsmann am 12. Mai bekanntgibt.Während Deutschlands Fußballer mit einem Sieg im Rücken ins Spiel gehen, reist Ghana ziemlich ramponiert an. Die Afrikaner verloren ihr Freundschaftsspiel mit 1:5 gegen Österreich.Deutschland gegen Ghana live im Free-TVAnstoß in Stuttgart ist um 20.45 Uhr, die ARD überträgt das Spiel live im TV und Stream in der Mediathek. Die Vorberichterstattung rund um die DFB-Partie beginnt bereits um 20.15 Uhr. Wer unterwegs ist, kann das Spiel zudem über die ARD-Inforadios oder die Sportschau-App im Live-Kommentar verfolgen.Ghanas Nationaltrainer Otto Addo freut sich aus persönlichen Gründen bereits auf das Testspiel: „Ich bin in Deutschland geboren und aufgewachsen, lebe jetzt in Düsseldorf – für mich wird das ein ganz besonderes Spiel“, sagte der 50-Jährige der Funke-Mediengruppe. Er lief unter anderem für die Bundesligisten Hamburger SV, Borussia Dortmund und den 1. FSV Mainz 05 auf.Ghana und Addo springen gewissermaßen ein, da der zunächst geplante DFB-Test gegen die Elfenbeinküste durch die WM-Auslosung obsolet wurde. „Als dann feststand, dass Deutschland gegen die Elfenbeinküste spielen wird, wurde ich von Julian Nagelsmann, Rudi Völler und Andreas Rettig gefragt, ob wir an einem Testspiel Interesse hätten“, sagte Addo weiter und verriet: „Das haben wir beim Frühstück in Washington eingefädelt.“ Während der WM-Auslosung war der ghanaische Fußballverband im selben Hotel wie der DFB untergebracht.

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Homosexualität im Fußball: Nagelsmann lobt Dobricks Coming-out: „Ich weiß, wie befreiend es ist“

Julian Nagelsmann äußert sich positiv zum Coming-out von St.-Pauli-Trainer Christian Dobrick. Der Bundestrainer hofft, dass von dessen Bekenntnis eine Signalwirkung ausgeht.Bundestrainer Julian Nagelsmann hat das Coming-out von Christian Dobrick gelobt. Dobrick, Cheftrainer der U19 beim FC St. Pauli, hatte sich in der vergangenen Woche in Interviews von stern und RTL zu seiner Homosexualität bekannt. Er ist der erste Trainer aus dem Stab eines Bundesligavereins, der offen zu seinem Schwulsein steht.„Ich finde es sehr gut, dass er diesen Schritt gegangen ist“, sagte Nagelsmann den Sendern RTL/ntv. Er habe homosexuelle Freunde und wisse daher, „wie befreiend es ist, wenn man es ausgesprochen hat“. Der Bundestrainer drückte sein Bedauern darüber aus, dass Homosexualität im Männerfußball noch immer als ein Tabu gilt. „Es ist etwas Normales. In der Gesellschaft ist Homosexualität verankert, im Fußball dauert es noch. Das finde ich nicht richtig“, sagte Nagelsmann. „Aber deswegen ist es gut, dass es mutige Menschen gibt, die es öffentlich machen. Ich hoffe, dass viele andere nun den Mut zusammennehmen und wir irgendwann nicht mehr darüber diskutieren müssen.“Unterstützung von Uli HoeneßDas Coming-out des 29 Jahre alten St.-Pauli-Trainers hat bundesweit große Resonanz hervorgerufen und innerhalb der Branche eine Debatte über den Umgang mit Homosexualität im Männerfußball ausgelöst. Dobrick hatte im stern-Interview drastische Worte dafür gefunden: „Im Profifußball gelten Schwule noch immer als Außerirdische.“Er sei „mit Sicherheit kein Einzelfall“, sagte Dobrick. „Was den Profibereich betrifft, vermute ich, dass es dort deutlich weniger Schwule gibt als im Bevölkerungsdurchschnitt. Weil der Druck in der Branche so groß ist, ein heteronormatives Leben zu führen. Es kommen weniger schwule Fußballer ganz oben an, weil sie ihre Energie verschwenden müssen für Probleme, die nichts mit dem Sport zu tun haben.“Nachdem Dobrick an die Öffentlichkeit gegangen war mit dem Bekenntnis, schwul zu sein, sicherte ihm sein Arbeitgeber FC St. Pauli umgehend Unterstützung zu. Über die sozialen Medien teilte der Hamburger Erstligist mit: „Unser U19-Trainer Christian Dobrick hat in einem Interview seine Homosexualität öffentlich gemacht. Als FC St. Pauli stehen wir selbstverständlich hinter ihm und seinem Coming-out. Denn eigentlich ist es ganz einfach und sollte für alle gelten: Lieb’ doch, wen du willst!“Auch Uli Hoeneß hat auf das Coming-out von Trainer Dobrick reagiert. Hoeneß, Aufsichtsratsmitglied und Ehrenpräsident des FC Bayern München, sagte: „Ich sehe da überhaupt kein Problem drin. Wenn das bei Bayern München vorkommen würde, würde derjenige überhaupt kein Problem kriegen, sondern viel eher Unterstützung. Falls er medial oder auch im Internet angegriffen würde, würden wir ihn, wie immer alle unsere Leute, verteidigen.“Dobrick sagte dem stern am vergangenen Freitag, er habe bislang „ausschließlich positive Rückmeldungen aus dem Fußball“ erhalten. „Viele ehemalige Spieler und Kollegen haben sich gemeldet und mir Respekt für meinen Schritt an die Öffentlichkeit gezollt. Ich bin glücklich, dass ich diesen Schritt gewagt habe. Mit so viel Rückhalt hatte ich nicht gerechnet.“Transparenzhinweis: Der stern ist Teil von RTL Deutschland.

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Von Füllkrug bis Ballack: Sie nannten ihn Lücke: Sieben deutsche Nationalspieler und ihre Spitznamen

Niclas Füllkrug ist mittlerweile aus der Nationalmannschaft nicht mehr wegzudenken. Mit seinem Spitznamen "Lücke" liegt er im Trend: Viele große Nationalspieler hatten Spitznamen.Niclas Füllkrug gilt als Spätzünder unter den Fußballstars. Erst im Alter von 29 Jahren wurde er Nationalspieler. Mit dem BVB glänzte er in der Champions League auch auf internationalem Parkett. Doch im Sommer 2024 kam seine Karriere etwas aus dem Tritt: Er wechselte für 27 Millionen Euro von Borussia Dortmund zu West Ham United, doch Verletzungen warfen ihn dort immer wieder zurück, sodass er dort nie richtig durchstarten konnte. In seiner ersten Saison in der Premiere League erzielte Füllkrug in 18 Ligaspielen drei Tore. Aktuell blieb er in sechs Ligaspielen ohne Treffer, und das wird auch vorerst so bleiben: Im Oktober dieses Jahres erlitt er einen Muskelbündelriss und fiel erneut aus. Auch aus dem Kader der Nationalmannschaft ist "Lücke" mittlerweile verdrängt worden.

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WM-Qualifikation: WM-Showdown in Zenica: Schießt Dzeko Italien raus?

Dass es Edin Dzeko auch mit 40 noch draufhat, zeigt er fast wöchentlich beim FC Schalke 04. Nun will der Starstürmer mit Bosnien-Herzegowina zur WM. Für Playoff-Gegner Italien ist der Druck riesig.Den Arroganz-Verdacht wies Italiens Federico Dimarco weit von sich. "Man hat mich arrogant genannt - aber wie könnte ich das sein? Mit welchem Recht, wo wir seit zwölf Jahren nicht bei einer WM dabei waren?", sagte der Nationalspieler von Inter Mailand. Ein Video, das ihn jubelnd beim Finaleinzug Bosnien-Herzegowinas zeigt, sorgte vor dem Playoff-Showdown für Wirbel.Ein leichter Gegner im entscheidenden Spiel um die WM-Teilnahme wird das Team um Superstar Edin Dzeko für Italien wirklich nicht. Dzeko will die Mannschaft von Trainer und Ex-Bundesligaprofi Sergej Barbarez zum zweiten Mal in der Verbandshistorie zur WM schießen. Im deutschen Titeljahr 2014 waren die Bosnier erstmals dabei - auch damals natürlich schon mit Dzeko.Dzeko macht auch mit 40 noch den UnterschiedDer Mittelstürmer ist mittlerweile 40 Jahre alt, doch immer noch ein Abwehrschreck. Als der frühere Bundesligatorschützenkönig im Winter in die zweite Liga zum FC Schalke 04 wechselte, fragten sich viele: Hat er es noch drauf? Die Antwort gibt der Ausnahmesportler, der in seiner Karriere unter anderem für Manchester City, die AS Rom und Inter Mailand spielte, quasi wöchentlich.In acht Partien für den Zweitliga-Tabellenführer hat Dzeko sechsmal getroffen. Er ist der Unterschiedsspieler für Schalke und auch in der bosnischen Nationalmannschaft. Mit sechs Treffern in der WM-Qualifikation ist der Kapitän der beste Torschütze des Barbarez-Teams. Mit seinem Tor zum 1:1 im Halbfinale in Wales in der 86. Minute ermöglichte Dzeko seiner Mannschaft überhaupt erst die Verlängerung und den Sieg im Elfmeterschießen."Wir haben das Finale verdient, wir hatten eine gute Qualifikation", sagte Dzeko. "Jetzt kommen die Italiener als haushohe Favoriten nach Zenica, aber wir haben 90 Minuten Zeit, um zu zeigen, was wir können. Wir werden definitiv alles geben."Dimarco erwartet "heißes Pflaster"Für Dzeko, Ermedin Demirovic vom VfB Stuttgart & Co. wäre die WM-Qualifikation ein großer Erfolg, der nicht zwingend vorausgesetzt wird. In Italien ist das anders. Verpasst der viermalige Weltmeister die Teilnahme an dem Mega-Turnier mit 48 Mannschaften in den USA, Mexiko und Kanada, wäre das eine sportliche Katastrophe. Drei Weltmeisterschaften nacheinander ohne Italien: Das schien früher unvorstellbar. Der Druck ist riesig."Wir haben in dieser Woche ein bisschen Monster gesehen, wenn du zurückdenkst an das, was Italien in den letzten Jahren passiert ist", verriet Sandro Tonali nach dem 2:0 im Halbfinale gegen Nordirland. Der 25-Jährige und Moise Kean schossen Italien ins Playoff-Endspiel an diesem Dienstag (20.45 Uhr/DAZN). Wirklich stark spielte Italien aber auch gegen die biederen Nordiren nicht. Bosnien-Herzegowina wird ein herausfordernder Gegner."Wir wissen, dass es ein heißes Pflaster wird - die Bosnier haben denselben Willen wie wir, zur WM zu fahren", sagte Dimarco, der Kontrahent Dzeko als Freund bezeichnet und ihn nach eigenen Angaben sogar im Urlaub traf. "Wir werden alles tun, um es zu schaffen. Wir sind Italien, tragen Verantwortung, und wir haben es verdient."Für den Gewinner des großen Showdowns im Stadion "Bilino Polje" von Zenica wären Kanada, Katar und die Schweiz in Gruppe B die WM-Gegner.

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Nächstes Rennen erst im Mai: Ein Monat Zwangspause: Was jetzt in der Formel 1 passiert

Die Formel 1 macht wegen des Krieges in Nahost unfreiwillig eine lange Pause. Was das kostet, wem das hilft - und wer um seinen Vorteil bangt.Schon nach drei Saisonrennen legt die Formel 1 eine Vollbremsung hin. Fünf Wochen Pause liegen zwischen dem Japan-Ausflug und dem nächsten Grand Prix in Miami am 3. Mai. Die Absage der Gastspiele in Bahrain und Saudi-Arabien reißt ein Loch in den Rennkalender. Was das für die Königsklasse bedeutet.Warum pausiert die Formel 1 überhaupt?Der Krieg im Nahen Osten ließ den Machern der Königsklasse keine Wahl. Aus Sicherheitsgründen waren die Grand Prix in Bahrain und Saudi-Arabien am 12. und 19. April nicht mehr zu vertreten. Die Eskalation des Krieges von Israel und USA gegen den Iran machte alle Hoffnungen zunichte, dass sich die Lage bis zu den beiden Rennen wieder ausreichend beruhigt haben würde. Mögliche Ersatzrennen in Portugal oder der Türkei wurden verworfen, der Kalender umfasst nun nur noch 22 statt 24 WM-Läufe.Was kostet die Rennserie diese Auszeit? Experten zufolge zahlen die Veranstalter der beiden Grand Prix zusammen jährlich rund 100 Millionen Dollar an die Formel 1. Diese rund 87 Millionen Euro dürften der Rennserie damit entgehen, sofern es keine Nebenabsprachen mit den Organisatoren gibt. Somit würde jedes Team mehrere Millionen aus dem nun kleineren Preisgeldtopf verlieren. Im Gegenzug sparen die Rennställe die Kosten für Flüge und Hotels ihrer Mannschaften und müssen weniger Geld für Ersatzteile für ihre Autos ausgeben. Die TV-Einnahmen sollten nicht berührt sein, da die vereinbarte Mindestzahl an Rennen weiter erreicht wird. Wem hilft die Pause?Alle Teams, die derzeit hinter der Spitze herfahren, gewinnen mehr Zeit und Ruhe am Reißbrett und für die Weiterentwicklung ihrer Autos. Hektische Updates sind nicht notwendig, bis Miami bleibt genug Zeit, technische Lösungen auf Prüfständen und in Windkanälen zu testen. Teams wie Williams, deren Auto mehr als 20 Kilogramm Übergewicht hat, oder Aston Martin, wo der neue Honda-Motor eine Fehlkonstruktion ist, setzen viel Hoffnung in die Pause.Aber auch Top-Teams wie McLaren, Ferrari und Red Bull dürften beim Neustart in Florida viele neue Teile ans Auto schrauben. "Alles wird sich verändern, es wird eine neue Saison. Wir haben in den ersten Rennen nicht alles gebracht – auch wegen der Budgetgrenze. Ab jetzt wird jeder pushen", sagte Ferrari-Teamchef Frédéric Vasseur bei Sky. Für wen ist die lange Zeit ohne Rennen ein Nachteil?Das Mercedes-Team hätte seinen aktuellen Vorteil gern auch im April in Siege verwandelt. Wunderjunge Kimi Antonelli und Teamkollege George Russell teilten sich die Siege in Australien, China und Japan auf, der Silberpfeil ist unter dem neuen Technik-Reglement das derzeit stärkste Auto. Doch schon in Suzuka schien der Vorsprung nicht mehr ganz so groß. "Die anderen haben definitiv Fortschritte gemacht", sagte Russell.Und zum 1. Juni schließt der Weltverband Fia eine Regellücke, von der bislang Mercedes profitiert hat. Mit einem Trick beim Verdichtungsverhältnis holen die Ingenieure des deutschen Werksteams mehr Leistung aus dem Motor. Durch die Absage der April-Rennen kommt Mercedes dieser Vorteil nur noch bei den Mai-Terminen in Miami und Kanada zugute, wie die Konkurrenz hofft.Wie geht es in der Dauerdebatte um die neue Formel 1 weiter?Seit Saisonstart tobt der Streit um die Technik-Revolution. Weil viel mehr auf den Elektro-Anteil des Motors ankommt, sind die Piloten weniger als Vollgas-Artisten und mehr als Energie-Manager gefordert. Das nervt viele Fahrer wie Titelverteidiger Lando Norris und Superstar Max Verstappen.Fahrersprecher Carlos Sainz mahnte nach dem Japan-Rennen erneut Änderungen an, weil ein heftiger Unfall von Haas-Pilot Oliver Bearman die Gefahren des hohen Geschwindigkeitsüberschusses durch den Elektro-Zusatzschub offenbart hatte. "Jegliche Anpassungen, insbesondere im Bereich des Energiemanagements, erfordern sorgfältige Simulationen und detaillierte Analysen", teilte die Fia daraufhin in einem Statement mit. Die Regelhüter planen für den April mehrere Treffen mit den Beteiligten, um zum Beispiel über Änderungen für die Qualifikation zu entscheiden. "Das ist hinzubekommen, da gibt es schon konkrete Vorschläge", sagte Peter Bayer, Geschäftsführer der Racing Bulls.Und was ist mit den Rücktrittsdrohungen von Max Verstappen?Der Niederländer ist wohl der schärfste Kritiker der Technik-Reform. "Natürlich versuche ich, mich darauf einzustellen, aber die Art und Weise, wie man hier fahren muss, ist nicht schön. Das ist wirklich das Gegenteil von Fahrspaß", sagte der 28-Jährige nach dem Japan-Gastspiel der BBC. Und er frage sich daher: "Lohnt sich das? Oder genieße ich es mehr, zu Hause bei meiner Familie zu sein?" Weil Verstappen wohl eine Ausstiegsklausel aus seinem bis Ende 2028 laufenden Vertrag hat, fürchten manche, er könnte sich lieber anderen Rennserien zuwenden.Ganz ausgeschlossen ist das sicher nicht, zumal Verstappen im unterlegenen Red Bull womöglich für einige Zeit keine Aussicht auf weitere Titel hat. Andererseits schätzt auch Verstappen die Formel 1 als Krone des Motorsports, will sich mit den Besten seines Fachs messen und ist sehr loyal zu seinem Team. Daher könnte seine harsche Dauerkritik an der neuen Gestalt der Rennserie auch einfach der brachiale Versuch sein, die zu erwartenden Regelanpassungen in seinem Sinne zu beeinflussen.

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Basketball: Mehr als 50 Punkte Unterschied: Orlando kassiert Abreibung

Ohne den weiter verletzten Franz Wagner quälen sich die Orlando Magic in der NBA durch die Saison. In Toronto verliert das Team deutlich - und kassiert sogar 31 Punkte in Serie.Die Orlando Magic sind in der NBA weiter außer Form und haben bei den Toronto Raptors eine heftige 87:139 (43:70)-Abreibung kassiert. Es war die siebte Niederlage in den letzten acht Spielen für die Magic, die ohne den weiterhin verletzt fehlenden Franz Wagner die direkte Qualifikation für die Playoffs zunehmend aus den Augen verlieren. Auf Platz acht der Eastern Conference liegt Orlando nun wieder drei Siege hinter Toronto und den Atlanta Hawks auf den letzten beiden direkten Playoff-Plätzen. Zumindest für das Play-in-Turnier ist Orlando acht Spiele vor Saisonende bereits sicher qualifiziert. Überhaupt stehen alle 20 Teams, die die Postseason erreichen werden, schon frühzeitig fest.Höchster Saisonsieg für TorontoIn Toronto legte Orlando einen guten Start hin und führte bis Mitte des ersten Viertels. Doch dann gelang dem Team plötzlich gar nichts mehr und die Raptors holten 31 Punkte in Folge. Von dieser Serie erholten sich die Magic nicht mehr. Für Toronto war es der höchste Saisonsieg.Die beiden Deutschen Tristan da Silva und Moritz Wagner waren noch zwei der besseren Magic-Profis. Da Silva stand in der Startformation und erzielte zwölf Punkte, Wagner kam von der Bank auf sieben Punkte und vier Rebounds. Dagegen traf etwa Starspieler Paolo Banchero nur drei von 14 Würfen.Titelverteidiger weiter in der SpurBestes Team der Liga ist weiterhin Titelverteidiger Oklahoma City Thunder mit dem deutschen Center Isaiah Hartenstein. Im Topspiel gegen den NBA-Cup-Sieger New York Knicks siegten die Thunder mit 111:100.Starspieler Shai Gilgeous-Alexander erzielte 30 Punkte und baute seine historische Rekordserie auf 135 Spiele in Folge mit mindestens 20 Punkten aus. Hartenstein stand wie gewohnt in der Startformation und verbuchte sechs Punkte und 13 Rebounds. Die Thunder haben 14 ihrer letzten 15 Spiele gewonnen.

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ATP-Masters: Tennisprofi Sinner schafft "Sunshine Double"

Das Wetter macht zum Abschluss des Turniers in Miami nicht so recht mit. Der Favorit lässt sich davon im Endspiel nicht beirren und baut zwei Erfolgsserien aus.Jannik Sinner hat einen perfekten Tennis-Monat in den USA gekrönt und auch das Masters-Turnier in Miami gewonnen. Der Weltranglistenzweite aus Italien gewann nach dem Halbfinal-Erfolg über Alexander Zverev im Endspiel 6:4, 6:4 gegen den Tschechen Jiri Lehecka.Zuvor hatte Sinner bereits beim Masters im kalifornischen Indian Wells den Titel geholt. Der 24-Jährige schaffte damit als insgesamt achter Spieler das sogenannte "Sunshine Double" - und als erster seit Roger Federer 2017. Dabei ist Sinner der erste, dem das Kunststück ohne Satzverlust gelang. Zugleich baute der Südtiroler seine Rekordbilanz bei Masters-Turnieren aus und gewann nun 34 Sätze in Serie."Das ist ein ganz besonderer Moment", sagte Sinner nach dem Erfolg in Miami, "ich hätte nie gedacht, dass ich das Sunshine Double gewinnen würde, weil es so schwierig zu erreichen ist."Zweiter Titel für Sinner in MiamiWegen Regens begann das Endspiel in Florida mit mehr als einstündiger Verspätung. Nachdem sich Sinner dank eines frühen Breaks den ersten Durchgang gesichert hatte, musste die Partie zu Beginn des zweiten Satzes wegen erneuten Regens auch für mehr als eine Stunde unterbrochen werden.Im zweiten, ausgeglichenen Satz holte sich Sinner das entscheidende Break zum 5:4 und brachte anschließend den Service sicher durch. Nach 1:33 Stunden reiner Spielzeit machte Sinner seinen zweiten Erfolg bei der Veranstaltung nach 2024 perfekt. Im Vorjahr konnte er seinen Titel wegen einer Dopingsperre nicht verteidigen. Der ebenfalls 24 Jahre alte Lehecka stand erstmals in einem Endspiel der Masters-Serie und wird in der Weltrangliste seine persönlich bislang höchste Position 15 erreichen. Vor dem Erfolg über den Tschechen hatte Sinner beim 6:3, 7:6 (7:4) über Zverev seinen siebten Erfolg in Serie gegen den besten deutschen Tennisprofi verbucht. Damit war er zum vierten Mal bei fünf Teilnahmen in das Finale des Hartplatzturniers eingezogen, das mit 9,4 Millionen US-Dollar (8,16 Millionen Euro) dotiert ist.

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Superstar droht mit Rücktritt: Verstappen ohne Fahrspaß: Lieber Familie als Formel 1?

Max Verstappen ist die Lust auf die Formel 1 gründlich vergangen. Wegen der neuen Elektro-Regeln erwägt er anscheinend einen drastischen Schritt.In seinem Ärger über die neuen Formel-1-Technikregeln droht der viermalige Weltmeister Max Verstappen immer offener mit Rücktritt. "Ich denke über alles nach, was hier in der Boxengasse vor sich geht", sagte der 28 Jahre alte Niederländer der BBC nach dem Rennen in Japan.Er sei privat sehr glücklich, müsse aber nun rund 20 Rennen warten, ehe sich die sportlichen Bedingungen in der Königsklasse wieder ändern könnten. "Und dann fragt man sich einfach: Lohnt sich das? Oder genieße ich es mehr, zu Hause bei meiner Familie zu sein? Meine Freunde öfter zu sehen, wenn man keinen Spaß am Sport hat?", sagte der Red-Bull-Pilot.Verstappen wettert seit längerem über die neuen Bestimmungen, unter denen der Elektro-Anteil des Motors eine viel größere Rolle spielt. Die Piloten müssen immer wieder die Batterie laden und häufiger vom Gas gehen. Das kommt Verstappens Talent wenig entgegen.Schon großer Rückstand in der WM"Natürlich versuche ich, mich darauf einzustellen, aber die Art und Weise, wie man hier fahren muss, ist nicht schön. Das ist wirklich das Gegenteil von Fahrspaß. Und irgendwann ist es einfach nicht mehr das, was ich machen will", erklärte Verstappen. Es gehe ihm auch nicht darum, einfach noch mehr Geld in der Formel 1 zu verdienen. Der frühere Serien-Champion versicherte, sein Frust entspringe nicht der aktuellen Schwäche seines Autos. Nach drei Saisonläufen liegt er als WM-Neunter schon 60 Punkte hinter dem führenden Mercedes-Piloten Kimi Antonelli. Er könne siebte oder achte Plätze akzeptieren, sagte Verstappen. Zugleich bekräftigte er: "Ich möchte hier sein, um Spaß zu haben, eine tolle Zeit zu verbringen und es zu genießen. Im Moment ist das aber nicht wirklich der Fall."Verstappen hat beim Red-Bull-Team noch einen Vertrag bis 2028, besitzt Branchenexperten zufolge aber eine Ausstiegsklausel zum Saisonende. Zuletzt nahm er mehrfach an Langstrecken-Rennen teil. Auch sein Vater Jos warnte via "Telegraaf" bereits: "Das Fahren in diesen Autos fordert ihn nicht. Ehrlich gesagt, befürchte ich, dass Max seine Motivation verliert."

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DFB: Deutsches Fußball-Haus bei WM in Manhattan

Public Viewing, Pub-Quiz und deutsche Fußball-Ikonen: Mit dem German House of Soccer bringt der DFB WM-Feeling und Fan-Tradition nach New York. Was Besucher im Sommer in Manhattan erwartet.Im Herzen von New York wird der Deutsche Fußball-Bund während der WM das German House of Soccer (GHOS) als Treffpunkt für Fans, Medien und seine Partner öffnen. In der Event Location "Chelsea Industrial" unweit des Hudson Rivers in Manhattan soll eine Begegnungsstätte entstehen, die deutsche Fußball-Kultur vermittelt, teilte der Verband mit. "Mit dem German House of Soccer wird erstmals in einem WM-Ausrichterland ein zentraler Ort geschaffen, an dem Menschen aus aller Welt den deutschen Fußball mit seiner einzigartigen Leidenschaft, Begeisterung, seinen Werten und natürlich auch seinen Heldinnen und Helden und großen Erfolgen erleben können", sagte DFB-Generalsekretär Holger Blask.Eröffnungsparty mit Neuendorf und VöllerErstmals geöffnet wird das Fußball-Haus, das Parallelen zum von Olympischen Spielen bekannten Deutschen Haus hat, am Tag des WM-Eröffnungsspiels zwischen Co-Gastgeber Mexiko und Südafrika am 11. Juni. Einen Tag später folgt die offizielle Eröffnung mit einem Festakt mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf und DFB-Sportdirektor Rudi Völler. Die deutsche Nationalmannschaft wohnt während der WM allerdings nicht in New York, sondern in Winston-Salem im US-Bundesstaat North Carolina. Die Auswahl von Bundestrainer Julian Nagelsmann kommt zum letzten Gruppenspiel gegen Ecuador am 25. Juni ins benachbarte East Rutherford. Letzter Öffnungstag des GHOS ist unabhängig vom WM-Abschneiden der DFB-Elf der 11. Juli. Acht Tage später wird auf der gegenüberliegenden Seite des Hudson Rivers im Stadion in East Rutherford der nächste Weltmeister gekürt. Currywurst und SchnitzelIm German House of Soccer wird es drei zentrale Räume geben. In der Match Day Area gibt es Public Viewing der WM-Spiele und ein Bühnenprogramm von Diskussionsrunden bis Pub-Quiz-Veranstaltungen sowie typisch deutsches Essen wie Currywurst und Schnitzel. Die Soccer Gallery Area soll Einblicke in deutsche Fußball-Kultur und deutsches Fanleben geben. In der Champions Lounge - einem VIP-Bereich - sind unter anderem Netzwerk-Treffen geplant. "Unser Fußball hat so viel zu bieten – starke Traditionen, klare Identität, aber auch jede Menge Leidenschaft für das Spiel. Genau das wollen wir im German House of Soccer zeigen", sagte Nationaltorhüterin Ann-Kathrin Berger, die seit 2024 bei Gotham FC in New Jersey spielt und das Projekt als Botschafterin begleitet.

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Leichtathletik: Abdilaahi knackt Baumanns Uralt-Rekord über 10.000 Meter

Fast 29 Jahre hat der deutsche Rekord von Dieter Baumann über 10.000 Meter Bestand. Nun ist Mohamed Abdilaahi schneller - und zwar deutlich. Der Olympiasieger von 1992 hofft nun auf Titel von ihm.Mohamed Abdilaahi hat den deutschen Uralt-Rekord von Dieter Baumann über 10.000 Meter auf der Bahn geknackt. Beim Lauf-Meeting in San Juan Capistrano in Kalifornien unterbot der 27-Jährige vom Club Cologne Athletics in 26:56,58 Minuten die fast 29 Jahre alte Bestmarke von Dieter Baumann um mehr als 24 Sekunden (27:21,53 Minuten) und gewann damit auch das Rennen."Ich bin megahappy und einfach dankbar, dass es so gut funktioniert hat", sagte Abdilaahi. Der Rekord muss noch bestätigt werden. "Das ist toll, da muss alles passen. Er soll das genießen", sagte Baumann der Deutschen Presse-Agentur. Für den 61-Jährigen kam die Bestmarke aber "mit Ansage". Der 5.000-Meter-Olympiasieger von Barcelona 1992 hatte die lange bestehende Bestzeit am 5. April 1997 im spanischen Barakaldo aufgestellt. Im vergangenen Jahr verbesserte Abdilaahi bereits den 5.000-Meter-Rekord Baumanns in Monaco um 1,07 Sekunden auf 12:53,63 Minuten."Das ist schon Geschichte""Unter 13 und unter 27 Minuten auf diesen beiden Distanzen - das ist schon Geschichte", sagte Baumann. "Ich würde mir wünschen, dass er diese Zeiten in Rennen umsetzt, wo es um Medaillen geht. Denn Rekorde sind vergänglich, Titel bleiben." Bei der WM 2025 in Tokio hatte Abdilaahi den Endlauf über 5.000 Meter verpasst.Der Schwabe hatte die Nachricht vom Rekord von seiner Ehefrau Isabelle telefonisch erfahren, die in San Juan Capistrano als Trainerin vor Ort war. Baumann selbst hat Abdilaahi schon als "jungen Kerl" kennengelernt. "Der hat etwas ganz Tolles: so eine Unverschämtheit, so etwas Verrücktes. Er geht an Rennen heran, ohne sich Grenzen zu setzen. Sonst limitiert man sich ja auch selbst nur", sagte Baumann über den gebürtigen Mönchengladbacher, dessen Eltern aus Somalia stammen.Abdilaahi mit dem zweiten deutschen Rekord in diesem JahrAbdilaahi sorgte schon zu Beginn des Jahres für Aufsehen, als er in Valencia den deutschen Rekord von Marathon-Vizeweltmeister Amanal Petros über 10.000 Meter auf der Straße verbesserte. "Valencia lief ja sehr gut und ich bin nicht der beste Straßenläufer. Wenn ich auf der Straße gut laufe, bin ich auf der Bahn noch viel, viel stärker", sagte er nach seinem Coup von Kalifornien.In den USA kratzte auch noch ein zweiter deutscher Läufer an der Baumann-Marke. Hindernis-Spezialist Frederik Ruppert vom LAV Tübingen wurde in 27:24,53 Minuten Achter und war damit drei Sekunden langsamer als der inzwischen 61-Jährige.

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Radsport: Tour-Härtetest für Lipowitz gelungen - Edelhelfer Evenepoel?

Drei Monate vor dem Start der Frankreich-Rundfahrt präsentiert sich die deutsche Radsport-Hoffnung in guter Form. Spannend bleibt die teaminterne Rollenverteilung mit Doppel-Olympiasieger Evenepoel.Die letzten Attacken von Florian Lipowitz auf dem olympischen Berg Montjuic verpufften, und doch durfte sich der deutsche Radstar in Barcelona als Gewinner fühlen. Der dritte Gesamtrang hinter dem überragenden Jonas Vingegaard und dem Franzosen Lenny Martinez bei der schweren Katalonien-Rundfahrt war auch ein Fingerzeig für die Tour de France, die in gut drei Monaten ebenfalls in der spanischen Metropole losrollt.Lipowitz, der als erster Deutscher in der 115-jährigen Geschichte der Rundfahrt das Podium erreichte, präsentierte sich in ansprechender Frühform. Dazu kletterte er auch die Berge etwas schneller hoch als sein prominenter Teamkollege Remco Evenepoel, der auf der Schlussetappe immerhin Dritter hinter dem australischen Tagessieger Brady Gilmore und dem Franzosen Dorian Godon wurde. Das verspricht Spannung für die interne Team-Hierarchie. Denn der Red-Bull-Rennstall will bei der Tour im Sommer mit einer Doppelspitze an den Start gehen, einen klaren Kapitän gibt es im Vorfeld nicht.Evenepoel bei der Tour als Lipowitz-Helfer?Muss der millionenschwere Star-Einkauf Evenepoel, der amtierende Zeitfahr-Weltmeister und Doppel-Olympiasieger von Paris, in den Bergen womöglich für Lipowitz arbeiten? Bei der Katalonien-Rundfahrt hatte er damit kein Problem. Am Samstag verhalf Evenepoel durch seine Tempoarbeit auf der Abfahrt Lipowitz zum Sprung auf den dritten Platz. "Er war fantastisch, hat einen super Job für mich gemacht. Dafür bin ich ihm unglaublich dankbar. Dass ein Weltmeister so etwas macht, ist einfach unglaublich", sagte Lipowitz, der im Vorfeld der Rundfahrt noch gesundheitlich angeschlagen war.Der deutsche Youngster hatte fast schon ein schlechtes Gewissen, dass er Vingegaard am Schlussanstieg nicht folgen konnte. Der zweimalige Tour-Champion aus Dänemark war wie beim Sieg auf der Königsetappe am Freitag eine Klasse für sich und gewann nach Paris-Nizza bereits die zweite Prestige-Rundfahrt in diesem Jahr. Auf dem Weg zum möglichen fünften Tour-Sieg muss Superstar Tadej Pogacar dieses Mal wohl mit deutlich mehr Widerstand seines Rivalen rechnen.Belgier von Sturz beeinträchtigtUnd Evenepoel? Der Belgier verwies auch auf die Folgen seines Sturzes am Mittwoch. "Ich hatte ein paar schwierige Tage. Die Auswirkungen waren tatsächlich etwas größer als erhofft", sagte er. Ähnlich äußerte sich Red-Bull-Sportdirektor Klaas Lodewyck: "Fakt ist, dass seine Woche hier ganz anders hätte verlaufen können. Ohne diesen Sturz wäre das Szenario ganz anders gewesen."

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Skifliegen: Party und Abschiede: Skisprung-Saison endet emotional

Zum Saisonabschluss feiern Springer und Fans in Planica ein großes Fest. Die Ära von Bundestrainer Stefan Horngacher endet. Den Nachfolger kennen seine Sportler bereits.Stefan Horngacher umarmte seine Kollegen auf dem Trainerturm, am Fuß der gigantischen Schanze von Planica feierten mehr als 26.000 Fans ein großes Skiflug-Fest. Der Saisonabschluss der Skispringer stand im Zeichen von Party und Abschieden. "Es ist natürlich schon emotional. Es war eine lange schöne Zeit", sagte Bundestrainer Horngacher nach seinem letzten Wettkampf in dieser Funktion. Dominator Domen Prevc ließ sich in der Heimat nach seiner Super-Saison auf den Schultern seiner Teamkollegen hochleben. Der 26-Jährige gewann den Gesamtweltcup, die Vierschanzentournee, holte zweimal Olympia-Gold und wurde Skiflug-Weltmeister.Im letzten Wettkampf des Winters war er hinter dem Norweger Marius Lindvik der zweitbeste Flieger. Für die deutschen Springer endete die Saison so, wie sie an vielen Wochenenden verlaufen war: Für ganz vorne reichte es nicht.Raimund: "Jetzt kann ich endlich die Beine hochlegen"Karl Geiger war auf Rang acht der beste Deutsche. Andreas Wellinger wurde Elfter. Olympiasieger Philipp Raimund, der als Siebter der stärkste DSV-Adler im Saisonranking ist, landete auf nur Rang 28. "Die Flüge - vor allem bei Olympia - waren phänomenal", sagte der trotzdem gut gelaunte Raimund im ZDF. "Jetzt kann ich endlich die Beine hochlegen. Es war echt zäh zum Ende."Wenige Minuten zuvor hatte ein Konkurrent für emotionale Momente gesorgt. Die polnische Skisprung-Legende Kamil Stoch ließ sich nach einer langen Karriere mit drei Tourneesiegen noch einmal vom begeisterten Publikum feiern. Wie Horngacher und der Österreicher Manuel Fettner hört auch er auf. Viele Erfolge, aber ein großes Ziel verfehltWer sie in der kommenden Saison als Chefcoach betreut, wissen die deutschen Springer bereits. "Ich glaube, dass das funktionieren wird. Das wird eine gute Sache", sagte Geiger mit einem Lächeln. "Ich muss sagen, ich freue mich sehr drauf. Ich bin zufrieden mit der Wahl."Was die Verkündung des Namens in der Öffentlichkeit angeht, bat Sportdirektor Horst Hüttel vom Deutschen Skiverband (DSV) in Planica um "noch ein paar Tage Geduld". Bis eine Entscheidung kommuniziert werde, werde es "nicht mehr lange dauern". Mit Horngachers Arbeit in den vergangenen sieben Jahren sei man "zufrieden", resümierte Hüttel. "In Summe Schulnote zwei, würde ich sagen."Bei Weltmeisterschaften und Winterspielen feierte Horngacher mit seinen Sportlern Gold, Silber und Bronze. Der langersehnte erste Vierschanzentourneesieg seit Sven Hannawalds Triumph 2002 blieb aber auch unter dem Österreicher aus.Horngacher: Performance "nicht ganz ausreichend"In Horngachers letzter Saison musste sein Team zahlreiche Enttäuschungen verkraften. Die Abstände deutscher Springer zur absoluten Weltspitze waren in einigen Wettkämpfen ungewohnt groß. Der überraschende Olympiasieg von Raimund im Einzel auf der Normalschanze war der große Höhepunkt eines ganz schwierigen Winters.Die Performance in diesem Jahr sei "nicht ganz ausreichend" gewesen, resümierte Horngacher. Er selbst will sich nun Gedanken machen, wie er dem Skispringen in anderer Funktion erhalten bleibt. Der 56-Jährige freut sich aber auch auf mehr Freizeit. "Ich werde mit Sicherheit viel Gitarre spielen, viele Pilze sammeln und nebenher noch viel Rad fahren", sagte der Wahl-Schwarzwälder.Emotionaler letzter Wettkampf von Katharina SchmidVor Horngacher verabschiedete sich am Samstag bereits Katharina Schmid von der Weltcup-Bühne. Die über viele Jahre beste deutsche Springerin wurde von ihrem Bruder abgewinkt und von Teamkollegen, Familie und Freunden im Auslauf mit einer Sektdusche empfangen."Schöner hätte ich es mir nicht vorstellen können", sagte die siebenmalige Weltmeisterin zu ihrem Abschied. Der 13. und damit letzte Platz im kleinen Starterinnenfeld war dabei nur Nebensache. Die 29-Jährige will in Zukunft in ihrer Heimat Oberstdorf als Nachwuchstrainerin arbeiten.

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