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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Fußball-Bundesliga: Der HSV verlernt das Verlieren

An seinem runden Geburtstag hofft der Mainzer Trainer Urs Fischer vergeblich auf ein Sieggeschenk gegen den HSV. Die Hamburger bauen mit dem Remis ihre Serie aus.Der FSV Mainz 05 hat im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga einen weiteren Befreiungsschlag verpasst und Trainer Urs Fischer zum 60. Geburtstag nicht mit einem Sieg beschenken können. Zum Auftakt des 23. Spieltages kamen die Rheinhessen gegen den Hamburger SV nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Der Aufsteiger ist damit seit sechs Spielen ungeschlagen.Vor 33.305 Zuschauern brachte Nadiem Amiri die Mainzer in der 42. Minute in Führung, die Fábio Vieira (64.) ausglich. Während der FSV mit 22 Punkten weiter im Tabellenkeller festsitzt, haben die Hamburger bei einem Spiel weniger nun schon 26 Zähler auf dem Konto.Gäste stehen im StauVor dem Spiel erhielt Geburtstagskind Fischer in der Kabine unerwarteten Besuch von seinen beiden Töchtern. „Die Überraschung ist geglückt“, sagte der Jubilar. Vom Verein gab es dann noch Blumen und Schampus.Der HSV kam zu seinem ersten Auftritt in Mainz seit mehr als acht Jahren erst einmal zu spät. Weil der Teambus der Hamburger im Stau steckte, verzögerte sich der Anpfiff um zehn Minuten. „Optimal ist anders. Aber wir haben maximal Bock, unsere gute Form zu beweisen“, sagte Gäste-Trainer Merlin Polzin.Entsprechend couragiert begannen seine Schützlinge. Bereits in der vierten Minute bot sich Viera die erste Chance, doch der Portugiese scheiterte mit seinem Schuss am Mainzer Torwart Daniel Batz. Der 35 Jahre alte Routinier bewahrte sein Team nach 20 Minuten bei einem Versuch von Warmed Omari erneut vor einem Rückstand. HSV dominiert, Mainz trifftDie Mainzer, die zuletzt eine empfindliche 0:4-Pleite bei Borussia Dortmund kassiert hatten, taten sich in der Offensive schwer. Die HSV-Abwehr kam kaum in Bedrängnis, weil es den Hausherren an der nötigen Durchschlagskraft mangelte.Erst nach einer halben Stunde verirrte sich erstmals ein Ball auf das Hamburger Tor. Der harmlose Schuss von Silas war kein Problem für HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes. Echte Chancen erspielte sich nur der Aufsteiger, doch auch Robert Glatzel konnte Batz aus aussichtsreicher Position nicht überwinden.In der Schlussphase der ersten Halbzeit wurden die Zweikämpfe giftiger, was zu vielen Freistoß-Unterbrechungen führte. Und dann gab es doch noch einen spielerischen Leckerbissen: Bei einem gelungenen Angriff der Hausherren über die rechte Seite kam der Ball zu Danny da Costa, dessen halbhohe Hereingabe Amiri per Direktabnahme verwertete. Es war bereits das zehnte Saisontor des Nationalspielers.Hamburg antwortet nach dem WechselNach dem Wechsel hatten die Gastgeber Glück, dass der bereits verwarnte Dominik Kohr bei einem Foul an Miro Muheim nicht die Gelb-Rote Karte sah. Kurz darauf holte Fischer den Verteidiger vorsichtshalber vom Feld, um nicht eine Unterzahl zu riskieren.Das half aber nichts, denn der HSV kam nach gut einer Stunde zum Ausgleich. Ein eigentlich harmloser Freistoß von Vieira wurde von der Mainzer Mauer unerreichbar für Batz abgefälscht. Darauf hatten die Hausherren keine Antwort mehr.

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Olympische Winterspiele: Pistorius feuert an: Laura Nolte im Bob auf Goldkurs

Laura Nolte beginnt im Zweierbob bei Olympia mit Start- und Bahnrekord - und wird sofort von US-Rivalin Kaillie Armbruster Humphries gekontert. Doch Nolte hat eine Antwort.Laura Nolte kämpft auch im Zweierbob um olympisches Gold mit. Unter den Augen von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) holte sich die Sportsoldatin mit Anschieberin Deborah Levi bei den Winterspielen in Cortina d'Ampezzo die Halbzeit-Führung. Vor den beiden abschließenden Läufen an diesem Samstag haben die beiden Peking-Olympiasiegerinnen 0,18 Sekunden Vorsprung auf Lisa Buckwitz und Neele Schuten. Fünf Hundertstelsekunden dahinter folgt auf Platz drei US-Pilotin Kaillie Armbruster Humphries, die mit Jasmine Jones fährt.Nolte und Levi, die fünf der sieben Saisonrennen gewannen, legten mit Startnummer eins gleich Start- und Bahnrekord hin. Doch die 40 Jahre alte Armbruster Humphries, die als beste Pilotin der Welt gilt, konterte prompt mit Bahnrekord. Im Monobob wurde Nolte noch abgefangenIm zweiten Lauf folgte die Antwort von Nolte, die den Zweierbob als "unsere Parade-Disziplin" bezeichnet. "Die zweite Fahrt war supergut, von daher sind wir superzufrieden", sagte Nolte im ZDF. Im Monobob hatte sie nach drei von vier Läufen geführt und dann Gold um vier Hundertstel noch verloren. "Es wird ziemlich spannend, uns dürfen keine Fehler passieren. Zweimal sauber fahren, darauf kommt es am Ende an", sagte Nolte. "Es ist sehr spannend und großartig, dass drei deutsche Bobs vorne liegen. Ein Großteil der Medaillen wird ja von Bundeswehr-Soldaten und -Soldatinnen geholt. Da gehört es sich doch, dass man da auch vorbeischaut", sagte Zuschauer Pistorius. Vierte vor den entscheidenden zwei Durchgängen ist Ex-Weltmeisterin Kim Kalicki mit Talea Prepens. Das Duo aus Wiesbaden und Magdeburg hat 21 Hundertstelsekunden Vorsprung vor den US-Schlitten von Kaysha Love.

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Winterspiele: Nur noch ein Rennen: Preuß beendet Karriere nach Olympia

Der Massenstart bei den Olympischen Winterspielen ist das letzte Rennen in der langen Biathlon-Laufbahn von Franziska Preuß. Danach ist für die Weltmeisterin mit der aktiven Karriere Schluss.Biathlon-Weltmeisterin Franziska Preuß beendet ihre Karriere nach dem olympischen Massenstart sofort und wird nicht mehr in den Weltcup zurückkehren. "Ich habe immer hundert Prozent gegeben. Aber im Moment merke ich, dass ich diese hundert Prozent für die letzten Weltcupstationen nicht mehr aufbringen würde", sagte Preuß in Antholz. Die letzte Chance ihrer Karriere, doch noch eine olympische Einzelmedaille zu gewinnen, bietet sich demnach in Südtirol am Samstag (14.15 Uhr) über 12,5 Kilometer. Danach wird Preuß nie wieder mit dem Gewehr auf dem Rücken antreten."Der richtige Zeitpunkt" ist für Preuß gekommenPreuß gewann bei ihren vierten Olympischen Spielen zwar zum Auftakt Bronze mit der Mixed-Staffel, danach versagten ihr vor allem im Stehendschießen in entscheidenden Situationen aber ungewohnt oft die Nerven. Gleich mehrere weitere Medaillen gab die 31-Jährige aus Ruhpolding so noch aus der Hand. Negativer Höhepunkt war eine Strafrunde in der Frauenstaffel, die dem Team mindestens Bronze kostete. Wortlos und mit Tränen in den Augen verließ Preuß anschließend die Südtirol-Arena und brauchte lange, um sich zu sammeln.Sie spüre "nach so vielen Jahren im Leistungssport, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist, ein neues Kapitel in meinem Leben aufzuschlagen", sagte Preuß in einer Mitteilung des Deutschen Skiverbands. Sie ziehe jetzt "ganz bewusst und konsequent einen Schlussstrich", sagte Preuß: "Die letzten Wochen hier in Antholz bei Olympia sind definitiv nicht so verlaufen, wie ich es mir vorgestellt hatte und wofür ich nach dem Gewinn des Gesamtweltcups noch einmal so hart gearbeitet habe."Karriere fühlt sich "einfach nur unglaublich" anIm vergangenen Jahr erlebte Preuß die Saison ihres Lebens. Sie gewann in der Gesamtwertung und erfüllte sich einen Lebenstraum, mit einem perfekten Rennen wurde sie zudem Weltmeisterin in der Verfolgung in Lenzerheide. Die Form konnte sie jedoch nicht mit in den Olympia-Winter nehmen und wurde erneut von Krankheitspausen zurückgeworfen."Ich muss ehrlich sagen, wenn ich heute auf meine Karriere zurückblicke, dann fühlt sich das einfach nur unglaublich an. Als ich damals mit Biathlon angefangen habe, hätte ich mir vieles von dem, was ich erleben und erreichen durfte, wirklich nicht erträumt", sagte Preuß: "Es war eine wahnsinnig spannende Zeit mit ganz vielen besonderen Momenten. Und vor allem mit ganz vielen tollen Menschen, die ich kennenlernen durfte."Preuß holte elf WM-MedaillenPreuß wird im deutschen Frauenteam nicht so schnell zu ersetzen sein. Die elfmalige WM-Medaillengewinnerin ist die erfahrenste Athletin von Bundestrainer Kristian Mehringer. Schon 2013 feierte sie ihr Debüt im Weltcup, nachdem sie im Jahr zuvor vier Goldmedaillen bei den Olympischen Jugend-Winterspielen in Innsbruck gewonnen hatte.Die Geschichte von Preuß ist auch eine von unzähligen gesundheitlichen Rückschlägen. Sie hatte immer wieder Saison-Höhepunkte zumindest teilweise verpasst, weil sie krank war und der Körper nicht richtig mitspielte. Auch Partner Simon Schempp, selbst Ex-Weltmeister, musste sie immer wieder emotional auffangen. Weder bei Olympia 2022 noch bei den anschließenden Weltmeisterschaften 2023 in Oberhof war sie topfit und dachte schon früher ans Aufhören.Ihr finales Rennen will Preuß nun ohne Druck angehen. "Morgen geht es nicht um Zeiten oder Platzierungen. Morgen geht es um Dankbarkeit. Ein letztes Mal alles geben", schrieb die bei Instagram.

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Formel 1: Leclerc düpiert am letzten Testtag im Ferrari die Konkurrenz

Der Ferrari legt zum Abschluss eine klare Bestzeit hin. Zudem spult Charles Leclerc zwei Renndistanzen ab. Ist die Scuderia nun der Topfavorit für den WM-Start in gut zwei Wochen?Charles Leclerc hat zum Abschluss der offiziellen Formel-1-Testfahrten im neuen Ferrari die Konkurrenz düpiert. Rund zwei Wochen vor dem Auftakt mit dem Großen Preis von Australien in Melbourne verwies der 28 Jahre alte Monegasse Weltmeister Lando Norris klar auf den zweiten Platz. Der Brite, an dessen McLaren zunächst länger geschraubt werden musste am Nachmittag, war auf seiner besten Runde deutliche 0,817 Sekunden langsamer als Leclerc. Auf Rang drei fuhr im Red Bull der viermalige Weltmeister Max Verstappen - sein Rückstand: 1,117 Sekunden. Vierter wurde George Russell im Mercedes (+1,205). Aston Martin mit massiven Problemen - und Ersatzteilmangel Das neue Audi-Team reihte sich mit Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto aus Brasilien auf den Plätzen 15 und 7 ein. Allerdings sind die Zeiten sowie die Platzierungen nur sehr bedingt aussagekräftig. Die Teams fahren unterschiedliche Programme, die Spritmengen können sehr variieren. Zudem wählen manche weichere und damit schnellere, andere haltbarere und langsamere Reifen. Mit offensichtlich großen Problemen hatte aber auch am letzten Tag der Übungsrunden Aston Martin zu kämpfen. Nachdem am Vortag Probleme an der Batterie aufgetreten waren, die in dieser Saison rund die Hälfte der etwa 900 PS liefert, und die Ersatzteile ausgegangen waren, kam das Team zum Abschluss nur auf mickrige sechs Runden - und die nicht mal auf Zeit. Über zwei Stunden vor dem regulären Ende beschloss das Team den finalen Testtag, während Leclerc noch mal richtig aufdrehte und die schnellsten seiner insgesamt 132 Runden drehte.

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Olympia: "Um mein Leben gekämpft": Biathlet Horn verfehlt Bronze

Philipp Horn zeigt ein starkes Rennen im Massenstart. Nach dem letzten Schießen ist der deutsche Biathlet Dritter - und bleibt doch wieder ohne Olympia-Medaille.Nach dem Platzen seines olympischen Traums fiel Biathlet Philipp Horn als Erstes seiner weinenden Frau Antonia in die Arme. Beide suchten angesichts der Dramatik gegenseitig Trost. Denn auf Rang drei liegend in die Schlussrunde gegangen, musste sich der 31-Jährige im abschließenden olympischen Massenstart von Antholz mit dem undankbaren vierten Platz zufriedengeben. Dabei war sein größter sportlicher Triumph zum Greifen nah."Normalerweise ist so eine letzte Runde meine absolute Stärke, aber ich war heute einfach nicht stark genug", sagte der enttäuschte Horn und musste Bronze-Gewinner Quentin Fillon Maillet gratulieren: "Es war beeindruckend, wie er mich überholt hat. Es sah unfassbar leicht aus und ich habe um mein Leben gekämpft." Horn habe alles gegeben, um dem Franzosen zu folgen: "Mir sind einfach nur Arme, Beine und alles zugegangen, alles ist verkrampft gewesen."Damit beendeten die deutschen Biathleten zum zweiten Mal nacheinander Olympische Spiele ohne Medaille in einem Männer-Wettbewerb. Nach 15 Kilometern sackte Horn trotz seiner starken Leistung im Ziel enttäuscht zusammen und lief dann zu seiner Frau, die auf der Tribüne stand. "Bei Philipp sollte übrig bleiben, dass das eine Weltklasse-Leistung war", sagte Sportdirektor Felix Bitterling. Verstecken müsse er sich nach diesem Auftritt nicht. "Aber klar: wir sind gerade genervt, denn jetzt sind wir wieder Vierter", sagte BitterlingWarum er?Beim umjubelten norwegischen Doppelsieg von Johannes Dale-Skjevdal vor Sturla Holm Laegreid zeigte Horn bis zum letzten Schießen eine ganz starke Leistung. Erst beim finalen Showdown ließ er eine Scheibe stehen, ging aber auf einem Medaillenrang liegend in die letzte Runde. Doch Fillon Maillet, der dank Laufbestzeit gar vier Strafrunden kompensierte, fing den Thüringer am letzten Anstieg ab. Horn kämpfte zwar verbissen, am Ende fehlten ihm nur 9,9 Sekunden zum Bronze-Coup. "Als ich auf Rang drei raus bin und dann hörte, dass Quentin hinter mir ist, dachte ich mir, warum er, warum nicht irgendjemand anderes", sagte Horn. "Er ist mit Abstand der Schnellste hier und eine Maschine." Er habe alles versucht, aber die Attacke des dreimaligen Antholz-Olympiasiegers an der Huberalm konnte er nicht mehr kontern. Es droht die schlechteste Bilanz der GeschichteVor dem abschließenden Massenstart der Frauen am Samstag (14.15 Uhr/ARD und Eurosport) hat das deutsche Biathlon-Team insgesamt nur eine Medaille gewonnen. Bleibt es auch nach elf Wettbewerben bei Bronze in der Mixed-Staffel, wäre das schwächste deutsche Abschneiden bei Olympia perfekt. Seit Frauen und Männer bei Winterspielen 1992 gemeinsam antreten, hatte es zuvor immer mindestens zweimal für das Podest gereicht.Die besten Ergebnisse der Männer in Italien waren Rang vier mit der Staffel und Horns Massenstartergebnis. Die bislang letzte deutsche Medaille in einem Individualwettbewerb hatte Simon Schempp 2018 mit Silber im Massenstart gewonnen. Bei den Spielen in Südkorea gab es durch Arnd Peiffer im Sprint auch das bislang letzte Männer-Gold für den Deutschen Skiverband.Nur Franzosen, Norweger und Schweden auf dem PodiumDamit standen außer beim Verfolgungssieg des Schweden Martin Ponsiluoma in den Einzelrennen ausnahmslos die Norweger und Franzosen auf dem Podium. Eine erdrückende Dominanz. Auch in der Staffel teilten sich Frankreich, Norwegen und Schweden das Podest. Während Italiens Mitfavorit Tomaso Giacomel angeschlagen das Rennen aufgeben musste, hatten Philipp Nawrath und David Zobel keine Chance auf eine absolute Topplatzierung. Nawrath wurde nach fünf Strafrunden Siebter, Zobel landete nach sieben Fehlern auf Rang 23.Dabei hatten sich die deutschen Skijäger als Motivation etwas ausgedacht. "Wir haben einen Zettel ausgeteilt, jeder hat aufgeschrieben, wie er sich gefühlt hat am geilsten Renntag der Saison bisher", erzählte Horn. "Heute Morgen haben wir alle die Zettel nochmal gelesen, um wieder in diesen Zustand zu kommen. Mir ging das ganz gut, ich habe mich aufs Rennen gefreut." Dass er am Ende nicht auf dem Podest jubelt konnte, muss Horn erst mal verdauen.

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Olympia in Italien: Gefühlskino und Theaterdonner: So waren die Winterspiele

Glückliche Gastgeber, viele deutsche Tränen und ein Hund auf Abwegen: Olympia in Italien hatte einiges zu bieten. Für das IOC könnte das Spektakel ein Nachspiel haben.Nach gut zwei Wochen großer Gefühlsoper verlässt das Spektakel Winter-Olympia Italiens Bühnen. Für die bitteren Tränen war diesmal allzu oft das deutsche Team zuständig, die Geschichten strahlender Helden erzählten meist andere Nationen. Der Theaterdonner kam einmal mehr vom Internationalen Olympischen Komitee mit dem Ausschluss des Ukrainers Wladislaw Heraskewytsch. Als Sound dieser Winterspiele wird der 80er-Jahre-Ohrwurm "Sarà perché ti amo" von Ricchi e Poveri unvergessen bleiben: "Es wird sein, weil ich Dich liebe". Eine Bilanz der Winterspiele:Olympische InselnOffiziell erstmals zwei Gastgeber, sieben Austragungsorte, viele weite Wege. Diese Winterspiele waren dezentral wie nie zuvor - ein Wagnis im Sinne der IOC-Vorgaben für mehr Nachhaltigkeit. Vor allem die Skirennfahrer fühlten sich in Bormio wie auf einer einsamen Insel und klagten, dass sich ein olympisches Gemeinschaftsgefühl so nicht herstellen ließ. In einigen Athletendörfern wie in Cortina d'Ampezzo waren dagegen die Gratis-Kondome für die Sportlerinnen und Sportler zeitweilig aufgebraucht. An die großen Distanzen wird sich die Wintersport-Welt gewöhnen müssen. In Frankreichs Alpen 2030 sieht das Konzept sehr ähnlich aus.Italienische Herzlichkeit So mancher hatte klischeehaft an italienischer Organisationskunst gezweifelt. Mailands Eishockeytempel funkelte ziemlich unfertig auf Brachland und weil die Tramlinie 12 nicht rechtzeitig verlängert wurde, improvisierten die Gastgeber eher mittelgut mit Shuttlebussen. Doch ob gelegentliches Verkehrschaos, Pannen mit kaputten Medaillen oder Stromausfall im Curling-Stadion - mit Gelassenheit und Herz lächelten die Macher der Spiele alle vermeintlichen Sorgen klein. "Diese Spiele waren wahrhaft erfolgreich und haben alle Erwartungen übertroffen", schwärmte IOC-Präsidentin Kirsty Coventry.Grande EmozioneSportlich machten die Gastgeber sowieso "bella figura". Nie waren die Italiener bei Winter-Olympia erfolgreicher als diesmal. Schon zur Halbzeit hatten sie ihre Bestmarke von 20 Mal Edelmetall übertroffen. Skirennfahrerin Federica Brignone und Eisschnelllauf-Mama Francesca Lollobrigida trieben die Begeisterung für die Heimspiele mit Doppel-Gold in die Höhe. "Dieser Erfolg macht uns so glücklich, weil wir die Früchte jahrelanger harter Arbeit ernten", sagte Organisationschef Giovanni Malagò.Deutsche TristesseVom Glücksrausch war das deutsche Team weit entfernt. Die Fehlschuss-Tränen von Biathletin Franziska Preuß, das Aus von Skirennfahrerin Lena Dürr am ersten Tor des finalen Slalom-Durchgangs und der Doppel-Sturz von Kombinierer Vinzenz Geiger waren Sinnbilder des Scheiterns.Frust schoben auch die Fahnenträger: Skispringerin Katharina Schmid war bei ihrem letzten Karriere-Auftritt völlig außer Form, Superstar Leon Draisaitl kassierte mit dem besten deutschen Eishockey-Kader der Geschichte eine Viertelfinal-Klatsche. Eine Medaillenbank war allein der Eiskanal mit Rodlern, Skeletonis und Bobfahrern. Immerhin: Ski-Hoffnung Emma Aicher malte zwei Silberstreifen in ein lange ziemlich düsteres Gemälde, das kurz vor Schluss auch Daniela Maier mit Gold im Ski Cross noch etwas aufhellte.ErfolgsmenschenDie größten Medaillenhamster stellten andere Teams. Norwegen festigte seine Position als Wintersport-Supermacht. Der Goldhunger von Ski-Langläufer Johannes Hoesflot Klaebo ist unstillbar, in Tesero stieg er zum erfolgreichsten Athleten in der Geschichte von Winterspielen auf. Im Biathlon gab es französische Festspiele mit Mehrfach-Gold für Julia Simon und Quentin Fillon Maillet. Als Alpin-König durfte sich der dreimalige Olympiasieger Franjo von Allmen aus der Schweiz feiern lassen. Der Norweger Jens Luraas Oftebro räumte alle drei verfügbaren Goldmedaillen in der Nordischen Kombination ab.Drama-Queen Die größte Storyline der Spiele lieferte eine, die gar nichts ins Ziel kam: Lindsey Vonn. Ihr Comeback war von viel Kritik begleitet, nach einer starken Weltcup-Saison zog sich die 41-Jährige kurz vor Olympia nach eigenen Angaben einen Kreuzbandriss zu. Sie startete trotzdem - und stürzte nach 13 Sekunden in der Abfahrt von Cortina schwer. Per Hubschrauber ging es in die Unfallklinik, dort wurde eine komplexe Schienbeinverletzung festgestellt. Updates aus dem Krankenhaus hielten die Sportwelt in Atem, ehe sie nach mehreren Operationen in die Heimat flog. Dort angekommen machte sie bekannt, dass kurz nach dem Skidrama ihr geliebter Hund Leo gestorben ist.Tierisches und MenschlichesQuicklebendig sprintete der Tschechoslowakische Wolfshund Nazgul ins Ziel des olympischen Langlaufstadions. Das zwei Jahre alte Tier war seinem Besitzer ausgebüxt und sorgte während des Teamsprints für kuriose Bilder - Zielfoto inklusive. Großen Wirbel gab es auch um den norwegischen Biathleten Sturla Holm Laegreid. Nach dem Gewinn von Einzel-Bronze gestand er im Fernsehen einen Seitensprung und bat seine Ex-Freundin um Vergebung. Zunächst ohne Erfolg.Skandal um einen HelmEin Nachspiel könnte für das IOC die Eskalation in der Debatte um den Helm des Ukrainers Wladyslaw Heraskewytsch haben. Der Skeleton-Pilot wollte nicht auf das Tragen seines Kopfschutzes verzichten, der mehr als 20 bei russischen Angriffen getötete Sportkollegen zeigt. Das IOC hatte den Helm verboten, weil Meinungsäußerungen dieser Art während der olympischen Wettbewerbe nicht erlaubt sind. Im Eilverfahren wies der Internationale Sportgerichthof Cas den Einspruch von Heraskewytsch ab. Der 27-Jährige könnte den Fall nun vor ein ordentliches Gericht bringen.Und was kommt jetzt?Sportpolitisch bietet der Blick in die Zukunft für IOC-Chefin Coventry weitere heikle Herausforderungen. Dafür steht allein der Gastgeber des nächsten Olympia-Spektakels. 2028 empfängt Donald Trump die Sportwelt in Los Angeles.

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Olympia: Bronze knapp verpasst: Biathlet Horn im Massenstart Vierter

Philipp Horn zeigt ein starkes Rennen im Massenstart. Nach dem letzten Schießen ist der deutsche Biathlet Dritter - und bleibt doch wieder ohne Olympia-Medaille.Für Philipp Horn war seine erste olympische Medaille zum Greifen nah, am Ende musste sich der 31-Jährige im olympischen Massenstart von Antholz mit dem undankbaren vierten Platz zufriedengeben. Damit beendeten die deutschen Biathleten zum zweiten Mal nacheinander Olympische Spiele ohne Medaille in einem Männer-Wettbewerb. Nach 12,5 Kilometern sackte Horn trotz seiner starken Leistung im Ziel enttäuscht zusammen und fiel seiner weinenden Frau Antonia in die Arme. Beim umjubelten norwegischen Doppelsieg von Johannes Dale-Skjevdal vor Sturla Holm Laegreid ging Horn als Dritter in die letzte Runde. Doch der Franzose Quentin Fillon Maillet, der im Gegensatz zu Horn (1 Fehler) dank Laufbestzeit gar vier Strafrunden kompensierte, fing den Thüringer am letzten Anstieg ab. Horn kämpfte zwar verbissen, musste sich aber geschlagen geben. Am Ende fehlten ihm nur 9,9 Sekunden zum Bronze-Coup. "Als ich auf Rang drei raus und dann hörte, dass Quentin hinter mir ist, dachte ich mir, warum er, warum nicht irgendjemand anderes", sagte Horn im ZDF. "Er ist mit Abstand der Schnellste hier und eine Maschine." Er habe alles versucht, aber die Attacke an der Huberalm habe er nicht mehr kontern können, sagte Horn. "Ich habe alles gegeben. Mir ist alles eingeschlafen - Arme und Beine", sagte Horn.Es droht die schlechteste Bilanz der GeschichteVor dem abschließenden Massenstart der Frauen am Samstag (14.15 Uhr/ARD und Eurosport) hat das deutsche Biathlon-Team insgesamt nur eine Medaille gewonnen. Bleibt es auch nach elf Wettbewerben bei Bronze in der Mixed-Staffel, wäre das schwächste deutsche Abschneiden bei Olympia perfekt. Seit Frauen und Männer bei Winterspielen 1992 gemeinsam antreten, hatte es zuvor immer mindestens zweimal für das Podest gereicht.Die besten Ergebnisse der Männer in Italien waren Rang vier mit der Staffel und Horns Massenstartergebnis. Die bislang letzte deutsche Medaille in einem Individualwettbewerb hatte Simon Schempp 2018 mit Silber im Massenstart gewonnen. Bei den Spielen in Südkorea gab es durch Arnd Peiffer im Sprint auch das bislang letzte Männer-Gold für den Deutschen Skiverband.Nur Franzosen, Norweger und Schweden auf dem PodiumDamit standen außer beim Verfolgungssieg des Schweden Martin Ponsiluoma in den Einzelrennen ausnahmslos die Norweger und Franzosen auf dem Podium. Eine erdrückende Dominanz: Auch in der Staffel teilten sich Frankreich, Norwegen und Schweden das Podest. Während Italiens Mitfavorit Tomaso Giacomel angeschlagen das Rennen aufgeben musste, hatten Philipp Nawrath und David Zobel keine Chance auf eine absolute Topplatzierung. Nawrath wurde nach fünf Strafrunden Siebter, Zobel landete nach sieben Fehlern auf Rang 23.

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Wenig Edelmetall bei Olympia: Medaillen-Krise: Was kann Deutschland von Norwegern lernen?

Mehr Schnee, mehr Spaß, mehr Gold? Warum Norwegens Kinder schon mit Skiern aufwachsen - und was Deutschland von den bei Olympischen Winterspielen so erfolgreichen Skandinaviern lernen könnte.Der deutsche Langlauf-Teamchef hatte schon vor ein paar Jahren eine gute Idee. "Wir machen jetzt alles wie die Norweger", sagte Peter Schlickenrieder mit einem Augenzwinkern - wohl wissend, so einfach ist das nicht. Norwegen ist auch bei diesen Olympischen Winterspielen die dominante Ski-Nation. Warum ist das so und was können die in diesen Tagen bei Olympia so enttäuschenden Deutschen davon lernen?Besondere SportkulturEin Erfolgsfaktor ist die tiefe Verankerung des Sports im Leben der Norwegerinnen und Norweger. "In Norwegen spielt Sport eine große Rolle in der Kultur. Das ist der größte Faktor", sagte der achtmalige Olympiasieger Ole Einar Björndalen "t-online". Der frühere Biathlet ergänzte: "Wir genießen es einfach, draußen zu sein und Sport zu machen."Das "Friluftsliv" – Freizeitaktivitäten im Freien – wird Kindern schon von klein auf nahegebracht. Auch in der Schule spielt der Sport an der frischen Luft eine große Rolle. Im breiten Angebot von Sportarten hat Wintersport zudem eine ganz spezielle Bedeutung.Vorteil SchneeIn Norwegen sagt man, die Kinder werden mit Skiern an den Füßen geboren. Sobald sie laufen können, lernen viele Kinder Skifahren. Dazu haben sie bessere Gelegenheiten als Kinder in Deutschland. Schneereiche Winter und viele Skianlagen und Langlaufspuren helfen dabei, dass Norweger manchmal das halbe Jahr lang Wintersport in ihrer Heimat betreiben können."Das ist unser Nachteil, dass wir einen Monat oder zwei Monate weniger Schnee haben", sagte Schlickenrieder. "Klaebo hatte bis zu seinem 25. Lebensjahr bestimmt eine Weltumrundung auf Schnee mehr als wir."Langläufer Johannes Hoesflot Klaebo hat bei diesen Winterspielen bereits fünfmal Gold gewonnen und an diesem Samstag über 50 Kilometer noch eine weitere Chance. Sechsmal Gold bei einer Ausgabe von Winterspielen holte noch niemand.Kleines Land dominiert MedaillenspiegelNeben den klimatischen Bedingungen spielt auch die Herangehensweise an Sport mit Kindern eine Rolle. Skiclubs legen in Norwegen besonderen Wert darauf, Kinder spielerisch an den Sport heranzuführen."Man versucht, den extremen Leistungsgedanken möglichst lange von den Kindern fernzuhalten", sagt Schlickenrieder. Der 56-Jährige sieht auch darin einen von mehreren Gründen dafür, warum Klaebo zum Ausnahme-Langläufer werden konnte. Der 29-Jährige ist mit insgesamt zehn Olympiasiegen der erfolgreichste Sportler bei Winterspielen. Gerade im Kinder- und Jugendbereich könnte Deutschland von Norwegen lernen.Hinter Klaebo folgen in der Rangliste seine Landsleute Marit Björgen (Langlauf), Björndalen (Biathlon) und Björn Dählie (Langlauf), die jeweils achtmal Gold gewonnen haben. Seit 2014 hat Norwegen jeden Medaillenspiegel beim wichtigsten Wintersport-Event der Welt gewonnen. Dabei hat das skandinavische Land mit rund 5,6 Millionen Einwohnern weniger als das Bundesland Hessen.Viele VorbilderSchon seit den 1990er Jahren werden in Norwegen Wintersportarten gezielt gefördert – auch im Jugendsport. Dass die Norweger so erfolgreich sind, schafft zudem ständig neue Vorbilder und motiviert Kinder, auch Ski zu fahren.Auch der Wirbel um die Seitensprung-Beichte des Biathleten Sturla Holm Laegreid bei diesen Winterspielen oder der Skandal um manipulierte Skisprung-Anzüge von Marius Lindvik und Johann Andre Forfang bei den Heim-Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr in Trondheim wirken sich nicht dauerhaft negativ aus.Dass deutsche Sportlerinnen und Sportler in früher einmal starken Disziplinen bei diesen Winterspielen nicht liefern wie einst, fällt auch in Norwegen auf. Die Nordischen Kombinierer etwa nahmen erstmals seit 1998 keine einzige Medaille von Winterspielen mit nach Deutschland. Auch im Biathlon läuft es alles andere als gewünscht."Sie müssen in Deutschland irgendeine Art von Veränderung vornehmen, um zurückzukommen, denn wir wissen, dass sie die Möglichkeiten dazu haben", sagte der norwegische Biathlon-Rekordweltmeister Johannes Thingnes Bö bei Sport1. Seine Nation kann dabei jetzt als Vorbild dienen. Das wusste schon Peter Schlickenrieder.

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Olympia-News: Daniela Maier holt Olympia-Gold im Ski Cross

Nach Bronze vor vier Jahren in Peking heißt es jetzt in Norditalien: Gold für Skicrosserin Daniela Maier. Alle News zu den Olympischen Winterspielen im stern-Newsblog.Historische Premiere: In diesem Jahr finden die Olympischen Winterspiele vom 6. bis 22. Februar zum ersten Mal an zwei Orten statt: in der norditalienischen Stadt Mailand und im Skiort Cortina. Damit sind es die ersten dezentralen Spiele der Geschichte. Olympische Winterspiele 2026: So viele Olympia-Entscheidungen wie nie zuvor Sie erstrecken sich über eine Gesamtfläche von etwa 22.000 Quadratkilometern.  Mit 116 Entscheidungen gibt es so viele wie noch nie. 50 davon werden reine Frauen-Wettbewerbe sein, was auch ein neuer Höchstwert ist.Alle großen Emotionen, alle wichtigen Entscheidungen, alle deutschen Medaillen – hier im stern-Newsblog:

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Eiskunstlauf bei Winterspielen: Hollywoodreifer Sieg: Golden Girl Liu auf dem Olympia-Thron

Eiskunstläuferin Alysa Liu aus den USA krönt ihr Comeback in den Leistungssport auf eindrucksvolle Weise mit Olympia-Gold. Ihre Lebensgeschichte ist filmreif.Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Alysa Liu schrieb ihr schönstes Märchen selbst. "Ich bin eine Geschichten-Erzählerin", sagte die 20-Jährige mit einem Dauergrinsen nach ihrer sportlichen Krönung. Liu verwandelte die olympische Eisfläche bei den Winterspielen in Italien in ihre persönliche Bühne und belohnte sich für ihren Mut zum Comeback nach einem zwischenzeitlichen Rücktritt mit Gold.Doch die Medaille war dem schillernden US-Star gar nicht so wichtig. "Ich hoffe, dass die Leute nicht nur die Schlagzeile lesen: Oh, sie hat Gold gewonnen", sagte Liu, die bei ihrem Coup modisch passend als Golden Girl in Erscheinung trat.In ihrem auffallenden und rebellisch wirkenden Outfit mit einem glitzernden, goldfarbenen Kleid mit Pailletten, ihrem markanten Piercing im Mund und platingoldenen Strähnen in ihrem dunkelbraunen Haar verzückte Liu die Eiskunstlaufwelt. "Ich brauchte das hier nicht", sagte sie über die Goldmedaille um ihren Hals und fügte an: "Aber was ich brauchte, war die Bühne - und die habe ich bekommenTochter eines politisch geflüchteten ChinesenIhre unbeschwerte Art sei ihr wichtiger als die Ergebnisse, betonte Liu. Vielmehr geht es der Tochter eines chinesischen Vaters, der als Aktivist angesichts der gewaltsamen Niederschlagung der chinesischen Protestbewegung auf dem Tian'anmen-Platz in Peking am 4. Juni 1989 in die USA geflüchtet war, um ihre Lebensgeschichte. Und die ist tatsächlich besonders.Arthur Liu bringt seine in Kalifornien gebürtige Tochter mit fünf Jahren zum Eiskunstlaufen. Schnell wird klar, dass Alysa talentiert ist - talentierter als andere, talentierter als alle anderen. Schon im Alter von 13 Jahren holt Liu den ersten nationalen Titel im Erwachsenenbereich. Als erste amerikanische Frau in der Geschichte des Sports zeigt sie zudem den vierfachen Lutz. Sie gilt schon da als US-Wunderkind.Abrupter Rücktritt vom LeistungssportIn der Saison 2021/2022 startet sie dann auch international durch: Sechste bei den Olympischen Spielen in Peking, Dritte bei der Weltmeisterschaft im französischen Montpellier. Es sollte nur eine Frage der Zeit sein, bis sie den Eiskunstlauf-Thron erklimmt. Doch dann: ein abruptes und vollkommen überraschendes Karriereende im Alter von gerade einmal 16 Jahren.Warum es dazu kam? Da hält sich die ansonsten sehr aufgeweckte und offene Liu bislang bedeckt - auch in den Stunden nach ihrem größten sportlichen Erfolg. "Ich hoffe, die Leute nehmen sich die Zeit, meine Geschichte zu lesen, auch wenn sie noch nicht vollständig veröffentlicht ist. Eines Tages wird sie es sein", kündigte Liu fast schon geheimnisvoll an. Die Rückkehr auf die Eisfläche - dieses Mal ohne ihren Vater Arthur - bereut sie nicht: "Oh mein Gott. Es war einfach genau richtig."Mit Spaß zum OlympiasiegMit einer nahezu perfekten Olympia-Kür zur Musik "MacArthur Park Suite" von Donna Summer verbesserte sich Liu vom dritten Rang nach dem Kurzprogramm auf den ersten Platz und überholte die beiden Japanerinnen Kaori Sakamoto und Ami Nakai, die Silber und Bronze gewannen. Liu freute sich mit der 17-jährigen Nakai, die als Führende nach dem Kurzprogramm als letzte Sportlerin in der Kür laufen musste, fast mehr als über ihren eigenen Olympiasieg. Beide hüpften nach der Punktevergabe wie Flummis und umarmten sich innig.Abgesehen davon waren die Konkurrentinnen bei der energiegeladenen und schwerelos wirkenden Eiskunstlauf-Show Lius aber eher Nebendarstellerinnen. "Ich fühlte mich ruhig, glücklich und selbstbewusst. Ich habe die ganze Zeit Spaß gehabt. Diese Erfahrung ist wirklich toll", sagte Liu.Trainer DiGuglielmo: "Ich denke, sie weiß, wer sie ist"Ohne Druck, stattdessen mit Freude laufen - das war offenbar genau das richtige Erfolgsrezept. Auch aus Sicht ihres Trainers Phillip DiGuglielmo. "Ich denke, wenn man Spaß daran hat, etwas zu tun, kann man darin herausragend werden. Natürlich gibt es Dinge auf der Welt, die schwer für uns sind, und wir ziehen trotzdem einen Wert daraus", sagte er.Der Coach ist sich zu "100 Prozent" sicher, dass Liu nicht bei diesen Winterspielen gewesen wäre, wenn sie nicht zwischenzeitlich zurückgetreten wäre. "Ich denke, sie weiß, wer sie ist, was sie in dieser Welt wertschätzt – ihre Familie, ihre Freunde, das Eiskunstlaufen", sagte DiGuglielmo und fügte hinzu: "Diese Pause hat ihrem Körper und ihrem Geist geholfen."Liu "einfach magisch"Als "glücklichste Eiskunstläuferin der Welt - und Olympiasiegerin" bezeichnete die Tageszeitung "USA Today" Liu nach ihrem märchenhaften Gold-Coup. Die Expertin des US-Senders NBC und frühere Eiskunstläuferin Tara Lipinski schrieb auf Instagram, dass sie Gänsehaut gehabt habe. "Alysa, du warst einfach magisch da draußen!"Vor eineinhalb Monaten musste sich Liu bei den US-Meisterschaften als Zweite noch Amber Glenn geschlagen geben, die bei den Winterspielen Fünfte wurde. Allerdings trug Liu in der Kür bei den nationalen Titelkämpfen auch noch ein silbernes Kleid - als würde sie ihre Platzierungen erahnen. Selbst das passte in die hollywoodreife Geschichte.

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Live-Schalte aus Italien: Australische Journalistin berichtet betrunken von Olympischen Winterspielen

Vor einer Live-Übertragung bei Olympia hat eine Reporterin zu tief ins Glas geschaut. Sie entschuldigt sich bei den Zuschauern – auch Australiens Premier äußert sich.Die australische Journalistin Danika Mason hat mit einem beschwipsten Bericht über die Olympischen Winterspiele in Norditalien für Aufsehen gesorgt. Auf Social Media kursierte ein Clip der betrunkenen Reporterin, die vor allem für ihre Berichterstattung über die National Rugby League in Australien bekannt ist.Darin ist Mason bei einer Live-Übertragung des Senders Channel 9 in der Frühstücksshow „Today“ zu sehen. Sie hat Schwierigkeiten, sich zu artikulieren, und spricht über den Kaffeepreis vor Ort und über Leguane: „Der Preis für Kaffee hier ist eigentlich in Ordnung, es ist eher der Preis für Kaffee in den USA, an den wir uns gewöhnen müssen. Bei den Leguanen bin ich mir nicht sicher, wo soll das hinführen?“ Offenbar bezieht sie sich damit auf Kommentare aus dem Studio, ihr Gedankengang lässt sich in dem Clip jedoch nur schwer nachvollziehen.Der Rest von Masons Bericht dreht sich um Rugby-Ereignisse in ihrer Heimat. Auch dabei lallt sie und verwechselt die USA mit UK.Ihr Auftritt sorgte im Studio in Australien offenbar für Erheiterung: Das Lachen von „Today“-Moderator Karl Stefanovic ist in dem Clip zu hören. „Das kalte Wetter ist schon eine Sache, oder?“, sagte er anschließend. „Man kann seine Lippen kaum bewegen.“In den sozialen Netzwerken sorgte der Auftritt für gemischte Reaktionen. Viele Nutzer amüsierten sich darüber, andere warfen Mason mangelnde Professionalität vor.Reporterin entschuldigt sich nach Olympia-BerichtBei ihrem nächsten Auftritt in der „Today“-Show am Donnerstagmorgen dankte Mason Zuschauern, die ihr besorgte Nachrichten geschickt hatten, und entschuldigte sich. Es gehe ihr gut, der Auftritt sei ihr nur ein wenig peinlich.„Ich habe die Situation völlig falsch eingeschätzt, ich hätte nichts trinken sollen, vor allem nicht unter diesen Bedingungen – es ist kalt, wir sind in großer Höhe, und dass ich nichts gegessen hatte, hat wahrscheinlich auch nicht geholfen“, sagte die Journalistin. „Aber ich übernehme die volle Verantwortung dafür. Das entspricht nicht den Standards, die ich mir selbst gesetzt habe.“„Today“-Moderatorin Jenny Azzopardi zeigte sich verständnisvoll und sagte: „Wir wissen, wie hart du arbeitest, Danika.“ Moderator Stefanovic nannte Mason eine „Legende“.Das sagt Australiens PremierWie die BBC berichtet, schaltete sich auch Australiens Premierminister Anthony Albanese in die Debatte um Masons Bericht ein. Er sei „pro-Danika“, so der Regierungschef und Vorsitzende der Australian Labor Party.„Gut für sie. Sie ist gerade in Italien und muss müde sein“, sagte er und fügte hinzu: „Das liegt an der Zeitverschiebung, die hatte sicher einen Einfluss. Hier gibt es nichts zu sehen.“

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Olympische Winterspiele: Rodler Wendl und Arlt deutsche Fahnenträger bei Schlussfeier

Tobias Wendl und Tobias Arlt wurden in Italien zu Deutschlands erfolgreichsten Winter-Olympioniken. Nun übernehmen sie bei der Schlussfeier - natürlich zu zweit - eine ehrenvolle Aufgabe.Die Rodler Tobias Wendl und Tobias Arlt werden bei der Abschlussfeier der Olympischen Winterspiele am Sonntagabend in Verona als Fahnenträger das deutsche Team anführen. "Was sie geschaffen haben, bleibt für immer. Wir freuen uns sehr, dass wir mit den Tobis zwei wunderbare Fahnenträger gefunden haben. Sie haben sich diese Auszeichnung absolut verdient", sagte Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Wendl und Arlt hatten bei ihren letzten olympischen Spielen Bronze im Doppelsitzer sowie Gold in der Team-Staffel geholt. Damit sind die beiden 38-Jährigen die erfolgreichsten deutschen Winter-Olympioniken. Insgesamt kommen sie auf sieben Gold- und eine Bronzemedaille seit den Winterspielen von Sotschi 2014 und übertrafen damit ihre ehemalige Teamkollegin Natalie Geisenberger (38), die sechsmal Gold und einmal Bronze gewinnen konnte. "Wir werden sie im Team D vermissen und hoffen, ihnen mit dem Erlebnis als Fahnenträger einen würdigen Abschied bereiten zu können", sagte Weikert.

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Winter-Paralympics 2026: Ukrainer fordern: Paralympics-Eröffnung ohne Ukraine-Flagge

Kein ukrainisches Blau-Gelb neben russischer Flagge: Die Ukraine boykottiert nicht nur die Eröffnungsfeier der Paralympics. Das Paralympische Komitee des Landes stellt auch eine klare Forderung.Das Ukrainische Paralympische Komitee hat nun auch offiziell einen Boykott der Eröffnungsfeier der Winter-Paralympics angekündigt. In einer Mitteilung forderte das Komitee außerdem, dass die ukrainische Flagge bei der Eröffnungsfeier am 3. März nicht verwendet wird."Man muss sich bewusst machen, dass Russland, das heute ukrainische Gebiete besetzt hält, massiv Zivilisten tötet [...] und sofort seine Flagge, getränkt mit dem Blut der Zivilbevölkerung der Ukraine, auf den von ihm eroberten Gebieten hisst", erklärte das Nationale Paralympische Komitee der Ukraine. Es sei genau diese Flagge, die das Internationale Paralympische Komitee bei den paralympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo zu hissen erlaubt.Das Komitee teilte mit, "empört über die zynische Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees" zu sein, dass sechs Sportler aus Russland und vier aus Belarus mit eigener Flagge und Hymne zu den Spielen zugelassen wurden.Ukrainische Athleten nehmen trotzdem an Wettbewerben teilZuvor hatte die Ukraine bereits über Sportminister Matwij Bidnyj angekündigt, die Eröffnungsveranstaltung zu boykottieren. An den Wettbewerben werden die ukrainischen Athleten jedoch teilnehmen. "Wenn wir nicht hinfahren, dann bedeutet das, dass (der russische Präsident Wladimir) Putin einen Sieg über die ukrainischen Paralympics-Athleten, über die Ukraine erringt. Das wird es nicht geben!", sagte der Präsident des ukrainischen Behindertensportverbands Walerij Suschkewytsch dem Sender Hromadske. Die Ukraine wehrt sich seit fast vier Jahren gegen eine russische Invasion.

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Fitnesstrend: Schaukeln, schwingen, schweben: Wie Turnringe Groß und Klein fit machen

Turnringe sind Spielzeug und Fitnessgerät in einem. Kindern helfen sie dabei, ihre Motorik zu verbessern. Für Erwachsene sind sie das perfekte Tool für einen stabilen Rumpf.Die Ringe gehören zum anspruchsvollsten, was Weltklasse-Turner beherrschen müssen. Kaum ein Gerät erfordert ein derartiges Balancegefühl wie die beiden an zwei langen Gurtbändern eingeschlauften Holzringe. Das ist doch nichts für Hobbysportler und schon gar nichts für Kinder, mag man da gleich denken. Und doch etablieren sich die Turn- oder Gymnastikringe mehr und mehr in Fitnesstudios und auf Spielplätzen. Auch in vielen Hobbykellern und Kinderzimmern baumeln sie von der Decke. Was ist so reizvoll an den einfachen Gymnastikringen aus Holz oder Kunststoff? Worauf sollten man beim Kauf achten? Wie montiert man Turnringe? Wer kann und sollte damit trainieren? Und was genau trainiert man mit Gymnastikringen eigentlich? Fragen über Fragen. Hier sind die Antworten.Wofür sind Turnringe überhaupt gut?Im Grunde sind Turnringe Fitnessgerät und Spielzeug in einem. Wer seinen Schultergürtel, Rumpf, Bauch und die Armmuskulatur beim Crosstraining ein wenig herausfordern möchte, ist mit den beliebten Turnringen ebenso gut bedient wie Dreikäsehochs, die sich einfach an die Ringe hängen, um ein bisschen hin- und her zu baumeln und sich an einfachen Übungen versuchen . Das macht den Kleinen nicht nur riesig Spaß, sie lernen dabei auch ihren Körper kennen und verbessern ihre motorischen Fähigkeiten. Und genau daran hapert es bei sehr vielen Kindern und Jugendlichen. Bei vielen Turnringen liegen kleine Handouts mit Übungen bei.Wie werden Turnringe richtig und sicher montiert?Viele Turnringe können nicht nur an der Decke, sondern auch an einem Baum oder der Tür befestigt werden. Für die Montage an der Decke gibt es spezielle Deckenhaken, an denen auch andere Sportgeräte wie beispielsweise ein Boxsack oder eine Hängematte aufgehängt werden können. In der Regel gehören dieses Deckenhaken nicht zum Lieferumfang. Alternativ können Turnringe mit einem sogenannten Türanker fixiert werden. Der wird an der oberen Kante über die Tür gelegt. Tür zu und los geht's. Wichtig: Schließen Sie zur Ihrer eigenen Sicherheit die Tür von innen ab. Der Anker ist nur eingehängt und gibt nach, sobald die Tür von außen geöffnet wird. Auch an Bäumen oder Klettergerüsten können Gymnastikringe leicht befestigt werden. Kurzum: Dieses Fitnessgerät und Spielzeug ist im Handumdrehen einsatzbereit. Drinnen wie draußen.  Welche Arten von Turnringen gibt es?Man unterscheidet bei Turnringen zwischen Holzringen und Ringen, die aus Kunststoff (zumeist Polycarbonat) oder Metall (eher selten) gefertigt werden. Die Vor- und Nachteile von Holzringen und Kunststoffringen im Überblick: VorteileNachteileHolzringegute Griffigkeitmeist Naturmaterialabsorbieren Schweißbegrenzt witterungsbeständigHolz dunkelt nachKunststoffringerobust, nicht biegbarwetterfesteinfache ReinigungAuswahl begrenztbei Feuchtigkeit weniger griffigkein nachhaltiges MaterialExperten empfehlen insbesondere Kindern Ringe mit einem Griffdurchmesser von 32 Millimetern. Selbst kleinere Jungs und Mädchen (ab zwei Jahren) können Ringe wie dieses Modell von Decathlon schon gut greifen und sicher hängen. Für noch besseren Grip sind einige Modelle an den Griffstellen mit einem Tape umwickelt oder können bei Bedarf selbst umwickelt werden. Alternativ werden Turnringe mit einem Griffdurchmesser von 28 Millimetern angeboten. Die Ringe aus Kunststoff gibt es fast ausschließlich in der dünneren Ausführung. Holz-Turnringe werden in der Regel aus Birke, Eiche oder Bambus gefertigt. Wem die Nachhaltigkeit des Produkts am Herzen liegt, der sollte prüfen, aus welchem Land das Holz kommt, aus dem die Turnringe gefertigt wurden. Turnringe: Was sonst noch wichtig istSchauen Sie sich vor dem Kauf auf jeden Fall das Zubehör genau an. Je nachdem, wo Sie die Turnringe aufhängen wollen, sollten verstellbare Nylongurte (möglichst mit Markierungen) mit robusten Schnallen oder Karabinern, ein Türanker und im Idealfall ein Schutzpolster fürs Training an Bäumen im Paket dabei sein. Optional sind eine kleine Tasche und ein Buch oder eine App mit Übungsbeispielen. Bei den Gurten sollten sie nicht nur auf die Länge und Breite achten. Achten Sie zudem auf die maximale Belastbarkeit und prüfen Sie je nachdem, wofür Sie die Ringe nutzen möchten und wer hauptsächlich damit trainiert oder spielt, für welche Belastungen die Turnringe zugelassen sind. Liegt die Belastbarkeit laut Hersteller zwischen 300 und 400 Kilogramm, sind Sie auf der sicheren Seite.

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Smarte Tools: Fahrradtrends 2026: Mit diesen Gadgets macht das (E-)Biken noch mehr Spaß

Mountainbike, Rennrad, Gravel, E-Bike: Radfahren ist gesund und macht Spaß. Vor allem, wenn die Ausrüstung stimmt. Kleine und große Gadgets, die 2026 im Trend sind.Rund vier Millionen Fahrräder werden jedes Jahr in Deutschland verkauft. Seit ein paar Jahren ist das E-Bike bei den Absatzzahlen auf der Überholspur. Etwa die Hälfte aller Bikes ist mit einem Elektromotor ausgerüstet. Tendenz steigend. Auch wenn der Absatz von Fahrrädern 2025 laut dem Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) „noch einmal gefallen ist“, bleibt das Bike ein wichtiges Element für die Energiewende.Damit Sie sorglos in die kommende Bike-Saison starten können, haben wir die Fahrradtrend-Tools 2026 zusammengetragen. Vom mobilen Fahrradständer über die Recycling-Radtasche für den Gepäckträger und einen praktischen Sattelreflektor bis zur Klingel mit Diebstahlschutz.1. E-LuftpumpeKlassische Luftpumpen sind sperrig und irgendwie auch unhandlich. Sie am Sattel- oder Oberrohr in den Rahmen zu klemmen, funktioniert nur noch bei den wenigsten Rädern. Mini-Pumpen können zumindest im Rucksack verstaut werden. Dafür sind die wenigsten der kleinen Pumpen wirklich leistungsstark. Zudem kommt man meist selbst ordentlich ins Pumpen. Die Lösung: eine tragbare E-Luftpumpe wie das Modell von Xiaomi. Das Tool ist nichts anderes als ein Kompressor im Mini-Format. Der Reifen wird also per Knopfdruck aufgepumpt. Über eine digitale Anzeige kann der Druck überprüft werden. Eine Akkuladung soll für acht Reifen reichen. Geliefert wird das Tool mit allen gängigen Adaptern und einer kleinen Tasche. Hier gibt es den mobilen Kompressor von Xiaomi.2. Faltbarer Fahrradhelm für PendlerDer Fahrradhelm ist neben dem Rad das wichtigste Tool. Er darf bei keiner Tour fehlen. Doch wohin mit dem Kopfschutz, wenn man am Badesee oder im Park angekommen ist? Im Rucksack nimmt er viel Platz weg. An den Lenker gehängt, ist er leichte Beute für Langfinger. Closca hat einen Helm entwickelt, der nach dem Benutzen zusammengefaltet werden kann. Laut Hersteller entspricht der 400 Gramm leichte „Loop“ den geltenden Sicherheitsnormen EN1078 und CPSC. Im Handumdrehen lässt er sich in ein praktisches Format zusammenklappen, sodass in den Rucksack noch mehr passt, als nur der Fahrradhelm. Der „Loop“ eignet sich natürlich auch für Kids, die den Roller oder die Inlineskates ihrem Bike vorziehen. Hier gibt es den "Loop" von Closca.3. E-Bike-Blinker mit ZulassungBiker nutzen in der Regel ihre Arme, um einen Richtungswechsel anzuzeigen. Das hat gleich zwei Nachteile. Zum einen fährt man mit einer Hand am Lenker deutlich unsicherer. Zum Zweiten kann der Arm im Dunkeln von anderen Verkehrsteilnehmern leicht übersehen werden. Eine kleine Blinkeranlage für E-Bikes soll beide Probleme lösen. Wie andere elektrische Fahrtrichtungsanzeiger für Bikes und E-Bikes ist auch der neue Turntec von Fahrradlampen-Spezialist Busch+Müller seit Sommer 2024 offiziell für den Straßenverkehr zugelassen. Die mobilen Blinker werden vorn zwischen Griff und Bremshebel und hinten an den Metall- oder Carbonstreben auf der Sattelunterseite montiert. Über einen Taster am Lenker wird der Blinker (vorn und hinten) je nach Abbiegerichtung ein- und wieder ausgeschaltet. Strom und Signal überträgt das System via Kabelbaum. Wichtig: Um den Turntec Blinker zum Laufen zu bringen, sollte das E-Bike mit mindestens 10V Gleichspannung ausgerüstet sein. Ältere Pedelecs könnten da aus dem Raster fallen. 4. Fahrradständer to goBei einem Radausflug ins Grüne oder größeren Radtouren bleibt Bikern in wohlverdienten Pausen häufig nichts anderes übrig, als das Rad stumpf in die Wiese zu legen oder an einen Baum zu lehnen. Das geht auch eleganter. Zum Beispiel mit einem mobilen und handlichen Fahrradständer. Der "Flash Stand" von Topeak wiegt nur 500 Gramm und kann auf eine Größe von 20 Zentimetern zusammengeklappt werden. Er eignet sich nicht nur als mobiler Fahrradständer. Bei kleineren Reparaturen dient der Flash Stand auch als Montageständer. Hier gibts den Flash Stand von Topeak.5. Bikezac 2.0 Recycling-Fahrradtasche Die Palette Milch unterm Arm, den Einkaufsbeutel mit Obst und Gemüse am Lenker. Zwei eher schlechte Ideen, den Wochenend-Einkauf mit dem Rad nach Hause zu fahren. Das fanden auch die pfiffigen Dänen von Cobags. Deshalb tüftelten sie an einer praktischen und nachhaltigen Lösung für das Transportproblem. Heraus kam Bikezac 2.0, eine multifunktionelle und wiederverwendbare Einkaufstasche, die über eine patentierte Befestigungsschiene mit zwei Klicks sicher am Sattel befestigt werden kann. Damit der Einkauf nicht auf der Straße landet, kann die Tasche mit einem integrierten Gummiband verschlossen werden. Gefertigt ist Bikezac 2.0 aus recyceltem Polypropylengewebe, das später zu 100 % recycelt werden kann. Hier gibts die Bikezac 2.0 in verschiedenen Farben.6. Abus Kettenschloss mit FingerprintFahrraddiebstahl gehört in Deutschland leider immer noch zum Alltag. Allein in Berlin werden jedes Jahr mehrere zehntausend Drahtesel-Diebstähle polizeilich erfasst. Umso wichtiger ist es, das Zweirad so gut wie möglich zu sichern, sobald man es aus den Augen lässt. Die verschiedenen Typen von Fahrradschlössern haben Vor- und Nachteile. Ein Schwachpunkt ist häufig das Schloss an sich. Abus, hierzulande einer der bekanntesten Hersteller von Fahrradschlössern, hat jetzt ein wasserfestes Kettenschloss mit Fingerprint auf dem Markt. Bis zu 20 Fingerabdrücke können gespeichert werden, wobei die biometrischen Daten beim Anschließen nicht benötigt werden. Das Yardo 7807F gibt es in zwei Längen. Es erfüllt laut Abus das Security Level 8.  Hier gibt's das Kettenschloss Yardo von Abus7. „Die Helmtüte“ Sattelcover Selbst im Sommer wird man als Radfahrer hin und wieder von einem Regenschauer überrascht. Mit passender Bekleidung und bei entsprechenden Temperaturen ist das locker zu verschmerzen. Unangenehm wird es, wenn der Helm achtlos am Lenker hängt, während es wie aus Eimern schüttet. Wer einmal einen von innen nassen Helm auf den Kopf gesetzt hat, weiß, dass das kein Vergnügen ist. Doch wohin mit dem Helm? Die Lösung könnte ein kombiniertes Sattel-Helm-Cover sein. Die Helmtüte wird über Fahrradhelm und Sattel gestülpt und straff gezogen. Das Sicherungsseil kann mit dem Fahrradschloss verbunden werden. Fertig. Das ist zwar nett gemeint, aber eine eher nutzlose Funktion. Cool ist dagegen, dass die Helmtüte auch als Einkaufstasche genutzt werden kann.  Hier ist die Helmtüte erhältlich.8. Lumos Street - Smarter FahrradhelmStudien von Verkehrsministerien der Länder legen nahe, dass bis zu 80 Prozent schwerer Kopfverletzungen vermieden werden können, wenn verunfallte Radfahrer einen Helm tragen. Noch besser wäre es natürlich, wenn die Unfälle gar nicht erst passieren. Und dazu könnte der Lumos Street, ein smarter Fahrradhelm, einen kleinen Teil beitragen. Der Lumos ist 22 weißen LEDs vorn und 42 roten LEDs hinten ausgestattet. Diese können über eine Handy-App, die inkludierte Fernbedienung oder Gesten (z.B. per Apple Watch) gesteuert werden. Wichtig: Die Rücklichter blinken beim Abbremsen des Bikes automatisch. Die Blinker vorn und hinten bedient der Biker selbst. Die Akkulaufzeit gibt der Hersteller mit etwa zehn Stunden an. Über eine App können die Helmfunktionen individuell konfiguriert und neue Funktionen integriert werden.9. AirBell (Klingel für Apple AirTags)Drahtesel gehören seit Jahren zu den beliebtesten Zielen von Langfingern und Kleinkriminellen. 2023 registrierte die Polizei laut Statista mehr als 260.000 Diebstähle von Fahrrädern. Mit seinem Airtag hat Apple einen Tracking-Chip entwickelt, mit dem sich Alltagsgegenstände wie Koffer, Schlüssel, Rucksäcke oder eben auch Fahrräder via Bluetooth zielsicher orten lassen. Doch wohin mit dem Airtag, damit der Bikedieb dem Plan nicht auf die Schliche kommt? Die in Österreich entwickelte AirBell Fahrradklingel scheint das perfekte Versteck für den Mini-Tracker. Der passt genau unter die Klingelglocke und ist gleichermaßen für Lenker von City- und E-Bikes aber auch für Gravel- und Rennräder sowie Lastenräder geeignet. 10. Garmin Varia RTL 516 FahrradradarSmarter geht es kaum. Auch die Navigations-Experten von Garmin wollen das Radfahren sicherer machen. Der Varia RTL 516 wird an der Sattelstütze montiert und soll optisch sowie akustisch vor von hinten herannahenden Fahrzeugen (Autos wie Fahrrädern) warnen. Die Warnung wird drahtlos auf kompatible Radcomputer oder Sportuhren oder via App aufs Smartphone übertragen. Garmin verspricht, dass der Biker schon ab einer Entfernung von 140 Metern gewarnt wird. Der Varia wiegt nur etwas mehr als 50 Gramm und ist nach der Norm IPX7 wasserdicht. Laut Hersteller hält der Akku bis zu sieben Stunden lang durch.11. Fahrradlicht mit BodenbeleuchtungAuch an lauen Sommerabenden geht die Sonne einmal unter. Wer dann noch mit dem Rad nach Hause fährt, sollte sehen, aber auch gesehen werden. Dafür hat sich Fischer einen smarten Kniff überlegt. Das Twin Fahrradrücklicht wird an der Sattelstütze montiert und leuchtet nicht nur im 90-Grad-Winkel nach hinten. Die fünf LEDs der sogenannten Bodenleuchte erzeugen einen Lichtkegel rund ums Hinterrad und sorgen dafür, dass Biker insbesondere auf kaum oder gar nicht beleuchteten Strecken noch besser gesehen werden.12. Abus Goose Lock FahrradschlossHier schicken wir ein auf den ersten Blick ziemlich schräges Bike-Tool ins Rennen um den Fahrradtrend 2026. Statt als Bügel, Kette oder Ring verpasste Abus seinem Goose Lock Kettenschloss zwei merkwürdige Knicke. Mit der neuen Schwanenhals-Technologie soll das leidige Klappern des Schlosses am Fahrradrahmen ein Ende haben. Die sechs Millimeter dicke Stahlkette ist mit funktionalen und flexiblen Kunststofffasern sowie einer Schaumstoffhülle ummantelt. Abus gibt die Goose Lock mit Sicherheitslevel 7, also einem mittleren Diebstahlrisiko, an. Zurück zum 110 Zentimeter langen Schwanenhals: Der ist flexibel und schmiegt sich bei Nichtgebrauch um den Rahmen. Kein Klappern, keine Kratzer. Vier Farben stehen zur Auswahl.13. Sattelreflektor "Spot"Mit einem kleinen, aber immens wichtigen Tool hat es das Start-up „Fahrer Berlin“ in die Liste der Fahrradtrends 2026 geschafft. "Spot" ist ein Reflektor, der zwischen die Sattelstreben geklemmt wird und die Sichtbarkeit im Dunkeln verbessern soll. Laut Hersteller ist der „Spot“ in Sekunden montiert und passt an nahezu jeden Sattel. Es gibt ihn in rot, weiß und gelb. Der Reflektor besteht aus Kunststoff, wurde in Berlin designt und wird in Deutschland hergestellt.14. Ergon Rennrad-Lenker-Pads „OrthoCell“Für alle, die sich auch im Winter aufs Rennrad schwingen, hat Ergon ein nützliches Tool entwickelt. Die Lenker-Pads „Ortho Cell“ sollen verhindern, dass einzelne Finger oder Handpartien in bestimmten Griffpositionen „einschlafen“. Die Polster bestehen laut Hersteller aus einem orthopädischen Hochleistungsschaum, der den Druck auf den Lenker reduziert und zugleich besser dämpft. Die Pads werden unter das Lenkerband direkt auf den Lenker an den entsprechenden Stellen aufgeklebt. Ein Set besteht aus je zwei Pads für jede Lenkerseite und kann an Renn- aber auch Gravelbikes mit Rennlenker eingesetzt werden.  15. Puky 16" Kinderrad mit 2-Gang AutomatikMit einem besonderen Clou überraschte die Kinderfahrrad-Traditionsmarke Puky in ihrem Programm für 2025. Puky stellt mit dem LS-Pro 16-2" Flowmatic ein Bike für Knirpse vor, das mit einer automatischen 2-Gang-Schaltung ausgerüstet ist. Die Kinder können sich damit ausschließlich aufs Steuern, Treten, die Balance und die anderen Verkehrsteilnehmer konzentrieren. Leider verfügt das Bike (wie beinahe alle in dieser Größe) weder über eine Lichtanlage noch wurden Schutzbleche montiert. Dank seines leichten Alu-Rahmens müssen Nachwuchs-Biker (empfohlene Körperhöhe: 100-120 cm) dafür aber auch nur 6,4 Kilogramm bewegen. Und ein Hingucker ist das Puky LS-Pro 16-2" in jedem Fall. Quelle: Pressedienst Fahrrad

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Basketball: Mit Schröder: Cavaliers gewinnen sechstes NBA-Spiel in Serie

Seit der Ankunft von Dennis Schröder haben die Cleveland Cavaliers in der NBA weiterhin nicht verloren. Auch die Orlando Magic kommen erfolgreich aus der All-Star-Game-Pause.Die Cleveland Cavaliers bleiben in der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA das Team der Stunde. Gegen die Brooklyn Nets gewann die Franchise um den vor wenigen Wochen gedrafteten Nationalmannschaftskapitän Dennis Schröder mit 112:84 – und damit das sechste Spiel in Folge. Insgesamt entschied der Vierte der Eastern Conference elf seiner vergangenen zwölf Partien für sich.Schröder steuerte in knapp 20 Minuten Spielzeit zwölf Punkte, jeweils drei Rebounds und Assists sowie einen Steal bei. Insgesamt punkteten bei den Gastgebern gleich sieben Spieler zweistellig. Bereits nach dem ersten Viertel führten die Cavs mit 18 Punkten. Den Vorsprung bauten sie bis zum Ende des dritten Viertels auf 35 Zähler aus. Coach Kenny Atkinson schonte seine Starting Five dadurch in den letzten zwölf Minuten.Orlando bezwingt Sacramento deutlichOhne den weiterhin angeschlagenen Franz Wagner haben die Orlando Magic einen Kantersieg eingefahren. Den Sacramento Kings, Tabellenletzter der Western Conference, fügte das Team um Moritz Wagner und Tristan da Silva beim 131:94-Erfolg die 15. Pleite in Serie zu – Franchise-Negativrekord.Nachdem Sacramento nach dem ersten Viertel noch mit 28:18 geführt hatte, legte Orlando in Drittel zwei und drei insgesamt 84 Punkte auf und brach den Widerstand der Gastgeber. Wagner und da Silva zeigten gute Leistungen. Center Wagner legte in 18 Minuten Spielzeit elf Punkte, zwei Rebounds, drei Assists und zwei Steals auf. Forward da Silva verbuchte bei fast identischer Spielzeit zwölf Zähler, vier Rebounds und einen Assist. Als Siebtplatzierter sind die Magic im Osten auf Tuchfühlung mit den direkten Playoff-Rängen.

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Winterspiele in Italien: Vonn, Malinin, Raimund: Die Bilder der großen Olympia-Dramen

Lindsey Vonn stürzt in ihrem letzten großen Rennen schwer, Lena Dürrs Medaillentraum platzt am ersten Tor - wieder einmal. Philipp Raimund gelingt ein Gold-Coup. Die bewegendsten Olympia-Geschichten.Die Bilder der großen Dramen bei diesen Olympischen Winterspielen gingen um die Welt: Der schwere Sturz von Lindsey Vonn, die verzweifelte Miene von Eislauf-Wunderkind Ilia Malinin nach seinem Kür-Debakel oder die fassungslose Lena Dürr nach ihrem Slalom-Aus am ersten Tor bewegten ein Millionenpublikum vor den Fernsehern und vor Ort in Italien. Daneben stehen die glücklichen Gewinnerinnen und Gewinner der Spiele - etwa Federica Brignone mit ihrem Doppel-Gold nach schwerer Verletzung oder Deutschlands Sensations-Olympiasieger Philipp Raimund.Ein Überblick über die großen Geschichten dieser Spiele - und ihre Bilder.Lindsey Vonns schwerer SturzTrotz einer Kreuzbandverletzung wollte Lindsey Vonn bei Olympia den krönenden Abschluss einer großen Karriere feiern - es wurde eine Tragödie: Die Sport-Welt stand still, als der US-Skistar nach einem schlimmen Sturz zu Beginn der olympischen Abfahrt vor Schmerzen schrie. Das Foto der 41-Jährigen unmittelbar vor dem Sturz ist eigentlich ein "Grüße aus Cortina"-Postkartenmotiv: Sonne, Dolomiten, Traum-Panorama. Und doch zeigt Vonns Haltung schon, dass etwas nicht stimmt. Auf der Momentaufnahme wird der Beginn einer Leidenszeit eingeleitet. Minuten später wurde Vonn in eine Klinik in Treviso geflogen, wo sie nach einer komplexen Schienbeinverletzung mehrfach operiert wurde. In dieser Zeit stirbt auch ihr Hund Leo. "In so kurzer Zeit habe ich so viel verloren", sagte Vonn und sprach von den härtesten Tagen ihres Lebens.Franziska Preuß' Nerven beim SchießenSie jagt dem Traum von der olympischen Einzelmedaille hinterher - am Ende vergeblich? Franziska Preuß scheiterte in Antholz wiederholt an ihren Nerven: über 20 Kilometer, im Verfolgungsrennen und dann auch in der Staffel. "Es wackelt nur noch", sagte Deutschlands beste Biathletin. "Ich bin dann so angespannt und bekomme nicht mehr den Fokus auf das Wesentliche. Dann geht einfach nichts mehr." Eine große Karriere droht, mit einer Enttäuschung zu enden. Eine Chance, im Massenstart am Samstag, hat die 31 Jahre alte Gesamtweltcupsiegerin noch.McGraths Flucht in den Wald"Ich musste einfach weg von allem", sagte Atle Lie McGrath über den Moment, der die TV-Zuschauer bewegte. Nachdem der Norweger im Olympia-Slalom in Führung liegend nach einem Fahrfehler ausgeschieden war, warf er erst in hohem Bogen seine Skistöcke weg und stapfte dann zu Fuß los in Richtung eines Waldstückes. Der 25-Jährige lief quer über die Piste, passierte die Streckenbegrenzung, ging weiter und weiter - und ließ sich schließlich in den Schnee fallen. Später erklärte er: "Wenn ich in einem Rennen nicht gut fahre, kann ich mir zumindest sagen, dass ich gesund bin, dass meine Familie gesund ist und die Menschen, die ich liebe, da sind." Dies sei aber dieses Mal nicht der Fall gewesen. Am Tag der Eröffnungsfeier war sein Großvater gestorben.Dürrs Einfädler nach knapp zwei SekundenMit der ersehnten Einzel-Medaille vor Augen ging Lena Dürr als Zweite nach dem ersten Durchgang in ihr letztes olympisches Rennen - und fädelte am ersten Tor ein. Ausgeschieden nach weniger als zwei Sekunden. Was sie in dem Moment gedacht habe? "Gar nichts. Da ist man einfach blank." Das Aus im Slalom war das dritte Olympia-Drama für Dürr. 2022 in Peking ging sie im Slalom als Führende in den zweiten Lauf, verpasste als Vierte ganz knapp eine Medaille. In Cortina stand sie sogar im Riesenslalom als Zweite vor einer Medaille - und patzte auch hier. "Es soll wahrscheinlich so sein", sagte Dürr nach dem Slalom-Drama unter Tränen.Der gestürzte "Vierfach-Gott" MalininDer selbst ernannte Gott der Vierfachsprünge Ilia Malinin ging als haushoher Favorit in die Eiskunstlauf-Kür - und erlebte ein Debakel. Er stürzte mehrfach und schlug sich nach Ende der Kür die Hände vors Gesicht. Mit verzweifelter Miene verließ er das Eis - ein Schock-Moment vor allem in seiner Heimat USA. Das große Wunderkind holte nicht mal eine Medaille, wurde Achter. "Auf der größten Bühne der Welt können selbst diejenigen, die am stärksten wirken, innerlich noch unsichtbare Kämpfe ausfechten", schrieb der 21 Jahre alte Team-Olympiasieger später. Es folgte eine Debatte über Druck und auch über den Online-Hass, der bei Olympia nicht nur ihm entgegenschlägt. Viele Stars unterstützten Malinin und sprachen ihr Mitgefühl aus, unter anderem auch Slalom-Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin.Coventrys Tränen nach Heraskewytschs Helm-EklatDie Stimme stockte, die Augen waren feucht, als IOC-Präsidentin Kirsty Coventry die unnachgiebige Position beim Ausschluss des Ukrainers Wladislaw Heraskewytsch von den olympischen Skeleton-Rennen zu erklären versuchte. "Leider sind wir nicht zu einer Lösung gekommen. Ich wollte ihn wirklich heute im Rennen sehen. Es war ein emotionaler Morgen", sagte sie. Heraskewytsch war im Disput um seinen Kopfschutz mit Bildern von im Krieg gegen Russland getöteten Sportkollegen nicht auf Kompromissvorschläge des IOC eingegangen und daher ausgeschlossen worden. Der Fall schlug Wellen, der 27-Jährige zog sogar vors Sportgericht Cas. Coventrys Tränen von Cortina, sie wurden bei den Winterspielen Sinnbild der ersten Krise der IOC-Chefin.Philipp Raimund: Ohne Weltcup-Sieg zum Gold-SensationscoupEr gewann nie ein Weltcup-Springen und holte dann Olympia-Gold. Skispringer Philipp Raimund jubelte im Zielraum von Predazzo jugendlich ausgelassen über seinen Sensationscoup. "Ich weiß nicht, wie ich es gemacht habe. Aber ich bin so, so stolz drauf", sagte der 25-Jährige, den vor nicht allzu langer Zeit noch Höhenangst plagte. "Vor dem ersten Sprung war ich scheiße-nervös. Es sind alle hier." Nur seine Schwester, die saß im Zug. Ein Video ihres Jubels in sozialen Medien ging viral. "Ich bin super froh, dass ich es sehen konnte, wie sie im Zug komplett explodiert", sagte Raimund. "Zum Glück gehört sie zu der Generation, die sich selbst gerne filmt."Ein Brasilianer holt Gold im RiesenslalomSchon vor der Siegerehrung zeigte Lucas Pinheiro Braathen ein Tänzchen, aus den Boxen im Schneeregen von Bormio wummerten Samba-Bässe. Nach seiner Fahrt in die Olympia-Geschichtsbücher kamen dem extrovertierten Ski-Star bei der brasilianischen Hymne dann die Tränen. Gold für Braathen, Gold für Brasilien, die erste Medaille überhaupt für Südamerika bei Winterspielen. "Es ist nicht möglich zu sagen, was ich in meinem Herz fühle", sagte der gebürtige Norweger, der seit 2024 für das Heimatland seiner Mutter antritt, im ORF. Wenige Tage vorher hatte der 25-Jährige bei der Eröffnungsfeier die Fahne Brasiliens ins San Siro getragen - mit einem Tänzchen.Ein untrennbares Duo wird zu Deutschlands Rekord-OlympionikenAls die Team-Staffel der deutschen Rodler zu Gold fuhr, schrieb sich ein Duo in die Rekordbücher: Tobias Wendl und Tobias Arlt krönten sich in Cortina d'Ampezzo mit dem siebten gemeinsamen Olympiasieg seit 2014 zu Deutschlands erfolgreichsten Winter-Olympioniken. "Wir genießen jetzt den Moment. Das ist der krönende Abschluss", sagte Arlt nach seinem wohl letzten Olympia-Rennen. Die eindrucksvolle Gesamtbilanz des Duos: siebenmal Gold, einmal Bronze.Ein italienisches Märchen: Das Doppel-Gold von Federica BrignoneNach dem Sturz bei den italienischen Meisterschaften am 3. April 2025 war für Federica Brignone eigentlich alles verloren. Die Diagnose lautete: mehrfache Fraktur des Schienbeinplateaus und des Wadenbeinkopfes sowie ein Kreuzbandriss. Viele glaubten an ein Karriereende, aber Brignone wollte es zumindest versuchen, bei den Winterspielen im eigenen Land dabei zu sein. 315 Tage nach dem Sturz stand sie in Cortina d'Ampezzo im Zielraum - mit einer Goldmedaille um den Hals. "Nur schon hier zu sein, ist ein Wunder. Aber Olympiasiegerin? Damit hätte ich nie gerechnet", sagte die 35-Jährige nach dem Gold im Super-G überglücklich. Wenige Tage später feierte die Kämpferin mit dem Tiger-Helm auch Gold im Riesenslalom - und Italien ein Olympia-Märchen.

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Winterspiele: Eiskunstläuferin Liu krönt ihr Comeback mit dem Olympiasieg

Die Kür der Frauen bei den Olympischen Spielen in Italien wird zum Nervenkitzel. In einem spannenden Wettbewerb holt die Amerikanerin Alysa Liu Gold.US-Eiskunstläuferin Alysa Liu hat sich nicht einmal zwei Jahre nach ihrem Comeback mit dem Olympiasieg bei den Winterspielen in Italien gekrönt. Die 20 Jahre alte Weltmeisterin verbesserte sich dank einer nahezu perfekten Kür vom dritten auf den ersten Rang.Zweite wurde die Japanerin Kaori Sakamoto vor ihrer Teamkollegin Ami Nakai, die mit 17 Jahren ihr olympisches Debüt feierte. Für Sakamoto, die bereits vor vier Jahren Bronze gewann, war der Auftritt in Italien der Abschied von der olympischen Bühne. Nach der Saison beendet sie ihre Karriere.Doch Liu stahl den beiden Asiatinnen die Show. Sie ist die erste amerikanische Eiskunstlauf-Olympiasiegerin bei den Frauen seit Sarah Hughes 2002 in Salt Lake City. "Es war so schön, ihre Freude zu sehen, ihre Unbeschwertheit. Sie hat ihre Sprünge mit ganz großer Sicherheit gezeigt", sagte die zweimalige Olympiasiegerin Katarina Witt in der ARD. "Es war eine sehr gute Konkurrenz, nicht so ein Sturzfestival wie bei den Männern."Liu vollendet ihr Traum-Comeback2022 hatte Liu als damals 16-Jährige überraschend entschieden, ihre Karriere zu beenden. Zur Saison 2024/2025 kehrte sie dann zurück und wurde auf Anhieb Weltmeisterin. Nun krönte sie sich vor den Augen von Eiskunstlauf-Superstar Ilia Malinin endgültig.Die amerikanische Meisterin Amber Glenn, die im Kurzprogramm noch schwer gepatzt hatte, verbesserte sich noch vom 13. auf den 5. Platz. Für eine Medaille reichte es trotz der drittbesten Kür aber nicht.Für Rumänien startende Deutsche wird 17.Für Deutschland war keine Läuferin dabei, eine in Deutschland gebürtige Sportlerin nahm trotzdem teil. Die für Rumänien startende Julia Sauter belegte den 17. Rang. Als sie 15 Jahre alt war, wurde sie in Deutschland aus dem Kader sortiert, weil sie keine zwei verschiedenen Dreifachsprünge beherrschte. In der Kür sprang sie insgesamt sechs Dreifachsprünge, davon vier verschiedene. "Ich unterstütze unsere deutschen Läufer, ich wohne in Deutschland. Ich liebe unsere deutschen Paare und ich feuere die genauso an, aber für meine Karriere ist es das Land Rumänien", sagte Sauter, die in Baden-Württemberg geboren wurde.

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Europa League: VfB Stuttgart schaltet den Hexenkessel Celtic Park stumm

Der VfB Stuttgart bleibt trotz eines Gegentor-Geschenks an seinem Europa-League-Abend bei Celtic Glasgow cool. Verdient gelingt der erste Schritt zum erhofften Achtelfinaleinzug.Dank Doppelpacker Bilal El Khannouss, Jamie Leweling und Tiago Tomás hat der VfB Stuttgart glänzende Aussichten auf das erste Europapokal-Achtelfinale seit 13 Jahren. Mit dem verdienten 4:1 (2:1) im emotionalen Auswärts-Auftritt beim schottischen Meister Celtic Glasgow stehen die Schwaben vor dem Playoff-Rückspiel in der Europa League am kommenden Donnerstag sehr gut da. Unbeirrt von der außergewöhnlichen Atmosphäre im Celtic Park führten der marokkanische Afrika-Cup-Vizemeister El Khannouss (15. Minute/28.), Nationalspieler Leweling (57.) und Tomás (90.+3) die Schwaben zum Erfolg. Mit ihren Toren dämpften sie die Stimmung bei den Celtic-Fans, die nur nach dem fatalen Fehlpass von Kapitän Atakan Karazor (21.) am eigenen Strafraum jubeln durften. Benjamin Nygren traf zum zwischenzeitlichen 1:1. Im Falle des Weiterkommens würde der DFB-Pokalsieger von Trainer Sebastian Hoeneß auf den FC Porto oder Sporting Braga aus Portugal treffen. Der SC Freiburg als zweiter Bundesliga-Vertreter hatte sich in der Ligaphase direkt für die Runde der besten 16 qualifiziert.VfB bremst Stimmung auf den Rängen ausAbgesehen vom Patzer vor dem Ausgleich überzeugten die Schwaben und nahmen den Celtic-Anhängern früh den Enthusiasmus. Von der ungewöhnlichen Widrigkeit, dass das erste Europapokal-K.o.-Rundenspiel des VfB seit 2013 schon nach wenigen Sekunden für ein paar Minuten unterbrochen war, ließen sie sich dabei nicht stören. Der Grund war auf den TV-Bildern nicht ersichtlich. Wie der VfB mitteilte, schmissen Celtic-Fans Tennisbälle auf den Rasen. Als es dann weiterging, erwischte der Bundesliga-Vierte den erhofften Start. Ausgangspunkt des 1:0 war ein kurzer Abschlag von Celtic-Keeper Kasper Schmeichel. VfB-Innenverteidiger Finn Jeltsch entschied das Kopfballduell für sich, Deniz Undav legte per Hacke vor. Mit dem linken Fuß per Flachschuss schloss El Khannouss relativ zentral ab, Schmeichel konnte nicht parieren.Play-offs in der Europa League: VfB nach Gegentor-Geschenk effizientBeim heftigen Defensiv-Schnitzer des unter Druck geratenen Karazor nach Zuspiel von Keeper Alexander Nübel hatte Nygren dann keine Probleme, den VfB-Torhüter zu umkurven und zum Ausgleich einzuschieben. Ohne diesen Schnitzer hätte die Hoeneß-Elf schon vor der Pause für eine komfortable Situation sorgen können, führte dann aber erst einmal nur knapp. Nach einer abgefälschten Flanke von Angelo Stiller legten die Stuttgarter mit dem erfolgreichen Kopfball von El Khannouss wieder vor. Damit zeigte der VfB die Effizienz, die sich in den vergangenen Monaten in den Auswärtsauftritten der Europa League als Schwachpunkt herauskristallisiert hatte. Bei beiden Treffern machte es die Celtic-Defensive El Khannouss aber nicht allzu schwer.Abwehrchef muss im Rückspiel zuschauenDas 3:1 fiel zu einem wichtigen Zeitpunkt, der schottische Traditionsverein hatte den VfB gerade ein wenig mehr unter Druck gesetzt. Aus rund 20 Metern zog Leweling ab, der Ball sprang auf dem Rasen auf und über den rechten Arm des Keepers. Ermedin Demirovic und Co. jubelten wenig später schon wieder, doch der vermeintliche Doppelschlag zählte wegen einer Abseitsposition nicht.Zahlreiche Celtic-Fans machten sich dennoch vorzeitig auf den Heimweg. So sahen sie das Tor von Tomás in der Nachspielzeit nicht mehr. Verzichten muss der VfB im Rückspiel auf Abwehrchef Jeff Chabot, der gelbgesperrt fehlen wird.

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Winterspiele: Sieg gegen Kanada: US-Frauen Eishockey-Olympiasiegerinnen

Die USA und Kanada liefern sich mal wieder einen harten Fight im olympischen Eishockey-Finale der Frauen. Diesmal triumphieren wieder das US-Team. Auf beiden Seiten verabschieden sich Ikonen.Die US-Frauen sind zum dritten Mal Eishockey-Olympiasiegerinnen. Gegen Kanada mit Rekordspielerin Marie-Philip Poulin gewannen die USA mit 2:1 (0:0, 0:1, 1:0) nach Verlängerung. Im ewigen Finalduell der Erzrivalen schoss US-Ikone Hilary Knight das US-Team zwei Minuten vor dem Spielende in die Verlängerung, dort Megan Keller in der fünften Minute der Overtime. Die Schweiz hatte zuvor nach einem 2:1 nach Verlängerung gegen Schweden Bronze gewonnen. Die USA waren mit einem olympischen Rekord von fünf Spielen in Serie ohne Gegentor als Favorit ins Finale von Mailand eingezogen, mussten aber hart für ihren dritten Olympiasieg nach 1998 und 2018 kämpfen. Kristin O'Neill (21.) hatte Kanada in Unterzahl in Führung gebracht. Glück hatte das US-Team sechs Minuten vor Schluss, als es nach einem Bandencheck gegen die beste kanadische Verteidigerin Erin Ambrose nur eine Zwei-Minuten-Strafe für Britta Curl gab. Ambrose konnte danach nicht mehr weiterspielen. Nur einmal ein anderes Team im Frauen-FinaleNur ein einziges Mal hatte es bei Olympischen Winterspielen bislang eine andere Nation als Kanada und die USA ins Endspiel geschafft: 2006 hatte Schweden Silber gewonnen. Mit dem Endspiel ging auf beiden Seiten eine Ära zu Ende. Sowohl für die erfolgreichste Spielerin der Geschichte, Kanadas Poulin (34), als auch Knight (36) war es das jeweils letzte Spiel bei Olympischen WinterspielenKnight hatte zuvor mit einem Heiratsantrag an US-Eisschnellläuferin Brittany Bowe, den sie bei Instagram öffentlich gemacht hatte, für Aufsehen gesorgt. Poulin konnte ihren eigenen Olympiarekord in Mailand nicht ausbauen: In den vier Olympia-Endspielen zuvor hatte sie jeweils mindestens ein Tor geschossen.

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