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Aktuelle Nachrichten

Senegals Triumph nach Wutrede: Eklat beim Afrika-Cup-Finale: Wütender Mané wird zum Helden

Balljungen klauen Handtücher, Fans wollen den Platz stürmen, Senegals Team verlässt aus Protest das Feld – und am Ende wird Sadio Mané zum Helden. FIFA-Präsident Infantino fordert Konsequenzen.Für Sadio Mané war es sicherlich der denkwürdigste Wutanfall seiner Karriere. Der Superstar des Senegal faltete seine Mitspieler in der Kabine gehörig zusammen, schickte sie zurück in die feindliche Final-Atmosphäre des Afrika Cups und wurde zum Helden einer einmaligen Nacht. "Ich habe getan, was ich tun musste", sagte der frühere Bayern-Star - als wäre es das Normalste der Welt.Doch in diesem Finale von Rabat, das der Senegal 1:0 nach Verlängerung gegen Marokko gewann, war letztlich wenig normal. Es stand kurz vor dem Abbruch. Nachdem der Schiedsrichter in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit erst ein wenig zweifelhaftes Tor für den Senegal nicht gegeben hatte, wenig später aber einen durchaus zu hinterfragenden Elfmeter für die Gastgeber pfiff, reichte es Pape Thiaw. Senegals Trainer zitierte seine Mannschaft aus Protest in die Kabine."Wenn Sadio redet, hört jeder zu"Nur wenige Spieler um Sadio Mané blieben auf dem Platz. Der Kapitän holte sich den Rat von Trainer-Legende Claude Le Roy, lief dann in die Kabine. "Er kam rein und schrie. Schrie uns an, auf den Platz zu gehen und das Spiel zu beenden", berichtete Mittelfeldspieler Lamine Camara. "Wenn Sadio redet, hört jeder zu. Wir haben auf ihn gehört und es lief gut für uns."Mané zeigte in dieser Situation im Gegensatz zu seinem wie ein beleidigter Schuljunge agierenden Trainer den Blick auf das große Ganze. "Es wäre verrückt gewesen, das Spiel wegen eines Elfmeters aufzugeben. Das wäre das Schlimmste für den afrikanischen Fußball gewesen. Da verliere ich lieber", sagte der Stürmer. Es sei unmöglich, dass die ganze Welt dieses Bild zu sehen bekam.Marokkos Torjäger Brahim Díaz vergab den Elfmeter in der 24. Minute der Nachspielzeit kläglich, ein Traumtor von Pape Gueye sorgte in der Verlängerung für Senegals zweiten Turnier-Triumph nach 2022. Doch das vordergründige Thema ist nun der Eklat, zumal Fans des Senegal auch noch versucht hatten, den Platz zu stürmen, es kam zu Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften.Infantino fordert KonsequenzenDa schaltete sich sogar der oberste Fußball-Boss ein."Wir verurteilen das Verhalten einiger "Fans" sowie einiger senegalesischer Spieler und Mitglieder des Trainerstabs aufs Schärfste. Es ist inakzeptabel, das Spielfeld auf diese Weise zu verlassen, und Gewalt darf in unserem Sport nicht toleriert werden", sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino. Er erwarte, dass die zuständigen Disziplinargremien des afrikanischen Fußball-Verbandes CAF die entsprechenden Maßnahmen ergreifen.Marokkos Trainer Walid Regragui bezeichnete das Geschehen als "beschämend für Afrika". Sein Amtskollege Thiaw bat um Entschuldigung. "Manchmal reagiert man in der Hitze des Gefechts", sagte der 44-Jährige. "Wir akzeptieren die Fehler des Schiedsrichters, das kann passieren. Wir hätten nicht so reagieren sollen, aber das ist nun Vergangenheit. Wir entschuldigen uns beim Fußball."Um die Überreaktion von Thiaw etwas nachvollziehen zu können, muss der Blick auf das ganze Finale und darüber hinaus auf das Turnier wandern. Während des Endspiels sorgte ein Großteil der fast 70.000 Fans für eine giftige Atmosphäre, was völlig normal ist.Balljungen wollen Handtuch klauenWeniger normal ist allerdings, dass mehrere Balljungen bei strömenden Regen mehrfach versuchten, Senegals Torwart Edouard Mendy sein Handtuch zu klauen. Letztlich musste Ersatzspieler des Senegal das Stück Stoff an sich nehmen und verteidigen. Und auch der Ex-Dortmunder Achraf Hakimi verdient keinen Fair-Play-Preis dafür, dass er Mendys Handtuch nahm und über die Bande warf.Und dann war da noch die Sache mit den Schiedsrichtern. Diese, so hatte es Benins Trainer Gernot Rohr im Deutschlandfunk gesagt, würden für Marokko manchmal "ein bisschen Sympathie zeigen". Aber nicht nur das. Vor dem Viertelfinale zwischen Marokko und Kamerun wurden der Schiedsrichter und der Videoreferee kurzfristig ausgetauscht.Der Pokal ging am Ende an den Senegal und landete am Montag mit der Mannschaft im Sonderflieger nach Dakar. Ein Volksheld war Mané, der als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet wurde, ohnehin schon. Sein Wutanfall von Rabat dürfte diesen Status zementiert haben.

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"Beschämend für Afrika": Wie Marokko und Senegal das Afrika-Cup-Finale zur Farce machten

Das Finale des Afrika-Cups hat Geschichte geschrieben: Senegal ging gegen Marokko als Sieger vom Platz. Was sich zuvor abgespielt hatte, war peinlich für den Fußball.Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll, so viel Stoff hat das Finale des Afrika-Cups geboten: sportlichen wie unsportlichen. Es gab fragwürdige Pfiffe des Schiedsrichters kurz vor Ende, Tumulte und fast einen Spielabbruch, einen kläglich vergebenen Strafstoß, einen Siegtreffer in den Winkel – und Jagdszenen um ein Handtuch.Marokkos Trainer Walid Regragui war nach der niederschmetternden Niederlage beim Heimturnier restlos bedient und kritisierte seinen Kollegen Pape Thiaw und den eigenen Spieler Brahim Díaz. "Das Spiel, das wir hatten, war beschämend für Afrika", sagte er nach dem 0:1 der Gastgeber gegen Senegal um Superstar Sadio Mané und Bayern-Profi Nicolas Jackson.War war passiert? Im frisch erbauten Prince-Moulay-Abdellah-Stadion in der marokkanischen Hauptstadt Rabat stand es vor 68.7000 Zuschauern bis in die Nachspielzeit null zu null. Dann schoss Senegal den erlösenden Treffer zum 1:0, der aber von Schiedsrichter Jean-Jacques Ndala Ngambo kassiert wurde. Angeblich hatte es vor dem Kopfballtor von Moussa Niakhaté ein Foul an Marokkos Achraf Hakimi gegeben – eine sehr fragwürdige Entscheidung. Im direkten Gegenzug entschied der Unparteiische nach Ansicht des VAR auf Strafstoß für Marokko. Diesmal ein harter, aber vertretbarer Pfiff. Die Emotionen im Stadion explodierten. Auf dem Rasen wie auf den Tribünen.Tumultartige Szenen: Marokkos Achraf Hakimi (mitte rechts) ) und Senegals Idrissa Gueye diskutieren heftig nach einem umstrittenen Elfmeter für Marokko© Youssef LoulidiPeinlicher Schuss von Marokkos Superstar Brahim DiazSenegals Spieler und Betreuer wüteten. Trainer Pape Thiaw beorderte seine Spieler nach langen und heißen Debatten in die Kabine. Gleichzeitig übersprangen senegalesische Fans die Bande und lieferten sich mit Ordnern und Funktionären wüste Schlägereien, wie der "Kicker" berichtete. Sogar auf der Pressetribüne spielten sich wilde Szenen ab. Die Reporter aus beiden Ländern beschimpften sich gegenseitig, bespritzten einander mit Wasser und warfen sich gegenseitig Korruption vor. Schließlich kehrten Senegals Spieler auf den Rasen zurück, weil einer sich professionell verhielt: Der Ex-Münchner Sadio Mané war seinem Team in die Kabine hinterher gesprintet und holte die Mannschaftskollegen zurück auf den Platz. Der Elfmeter konnte jetzt endlich ausgeführt werden.Es folgte der Auftritt von Brahim Diaz. Marokkos Superstar von Real Madrid war bis dahin mit fünf Treffern der beste Spieler des Turniers. Nach etwa fünfzehnminütiger Unterbrechung hatte er die große Chance, seine Mannschaft zum ersten Titel zu schießen. Ein ganzes Land fieberte mit. Und Diaz? Er lupfte den Ball in die Arme des senegalesischen Torwarts Edouard Mendy. Eine groteske Szene. Diaz vergrub die Hände im Gesicht, nach Schlusspfiff musste er sich noch auf dem Rasen von seinem Trainer beschimpfen lassen.Kampf ums Handtuch: Marokkanische Balljungen ringen während des Endspiels des Afrika-Cups mit dem Ersatzkeeper vom Senegal© Didier Lefa StudioSenegal gewinnt Afrika-Cup nach Chaos-FinaleIn der Verlängerung mit Torchancen auf beiden Seiten wirkten die Senegalesen physisch und psychisch den einen Tick besser. Nach Gueyes Traumtor, der den Ball aus vollem Lauf in den Winkel zimmerte, verteidigten die Senegalesen leidenschaftlich. Der stark haltende Keeper Bono verhinderte das 2:0 – aber am Ende eines denkwürdigen Endspiels war es egal. Zum zweiten Mal nach 2022 krönte sich Senegal zum Champion von Afrika.Die Umstände dürften für sie nach dem Triumph gleichgültig sein. Fairerweise muss man das merkwürdige Verhalten marokkanischer Funktionäre und Ordner rund um die Partie erwähnen. Sie trugen entschieden zur Wut des Gegners bei. Der "Sportschau" zufolge hatte man dem gegnerischen Team kein adäquates Hotel zugewiesen. Das geschah erst nach einer massiven Beschwerde. Zudem sollen nur 3000 Tickets an senegalesische Fans verkauft worden sein, was zu einem krassen Missverhältnis auf den Tribünen geführt hatte. Noch beschämender war das Verhalten marokkanischer Balljungen und eines Funktionärs während der Partie. Sie hatten versucht, Senegals Torwart Mendy das Handtuch zu stibitzen, das er neben dem Tor platziert hatte – offenbar, damit er sich die nassen und rutschigen Handschuhe nicht mehr abwischen konnte. Clips in den sozialen Medien zeigen, wie das allein durch den Einsatz von Ersatzkeeper Yehvann Diouf verhindert wurde. Es waren absurde Szenen, wie Balljungen und ein Funktionär Diouf das Handtuch abjagen wollten. Eine ähnliche Szene hatte es bereits im Halbfinale gegen Nigeria gegeben. Da hatte Außenverteidiger Achraf Hakimi das Handtuch des gegnerischen Torwarts hinter die Bande geworfen. Quellen: DPA, "Kicker", "Bild", "Sportschau", "Goal"

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Basketball: Durant verdrängt Nowitzki von Rang sechs der NBA-Bestenliste

Dirk Nowitzki ist in der NBA-Bestenliste einen Platz zurückgefallen - weil Kevin Durant Sekunden vor Schluss die Nerven behält. Danach gratuliert der Deutsche.Kevin Durant ist in der Bestenliste der NBA-Scorer an Dirk Nowitzki vorbeigezogen und hat den deutschen Rekordhalter auf Rang sieben verdrängt. 15,2 Sekunden vor dem Ende der Partie gegen die New Orleans Pelicans übertraf Durant Nowitzki mit einem verwandelten Freiwurf und kommt nach den insgesamt 18 Zählern beim 119:110 der Houston Rockets nun auf 31.562 Punkte. Nowitzki verbuchte in seiner Karriere 31.560 Punkte. "Da oben zu stehen mit Dirk, jemand, zu dem ich aufgeschaut habe, den ich angehimmelt habe und gegen den ich angetreten bin - wir hatten einige großartige Schlachten. Er hat mich und meine Karriere immer unterstützt. Mit einer Legende wie ihm da oben zu stehen ist einfach verrückt", sagte Durant. Auf Rang fünf steht Michael Jordan, der 32.292 Zähler erzielte. An der Spitze steht LeBron James mit mehr als 42.700 Punkten.Nowitzki war auf den Meilenstein Durants vorbereitet und nach Spielende mit einer Videobotschaft auf den Monitoren der Arena in Houston zu sehen, in der er Durant gratulierte. "Es ist unglaublich, seine Karriere zu verfolgen", sagte Nowitzki und meinte, Durant solle noch ein paar weitere Plätze klettern. "Dass er sich die Zeit nimmt und mir diese Nachricht aufnimmt, zeigt, wie bescheiden er ist", sagte Durant. Der inzwischen 47 Jahre alte Ex-Profi Nowitzki war in London und beobachtete dort das zweite Duell der Orlando Magic mit den Memphis Grizzlies in Europa.Magic verzichten auf Moritz WagnerIm Gegensatz zum Comeback-Sieg in Berlin am Donnerstag musste sich Orlando dieses Mal geschlagen geben. Beim 109:126 kam Franz Wagner auf 14 Punkte, Tristan da Silva verbuchte 4 Zähler. Weltmeister Moritz Wagner kam gar nicht zum Einsatz - eine Vorsichtsmaßnahme. Für die Grizzlies war Ja Morant mit 24 Punkten der erfolgreichste Werfer. 

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Handball-EM: Endspiel für DHB-Coach Gislason? Verband lässt Zukunft offen

Das EM-Vorrundenfinale der deutschen Handballer gegen Spanien hat richtungweisenden Charakter. Es geht nicht nur um das Weiterkommen, sondern auch den Job des Bundestrainers.Den deutschen Handballern droht bei der Europameisterschaft das historische Vorrunden-Aus - und Bundestrainer Alfred Gislason in diesem Fall der Verlust seines Jobs. Sollte die DHB-Auswahl im Duell mit Spanien heute Abend (20.30 Uhr/ZDF/Dyn) erstmals den Einzug in die EM-Hauptrunde verpassen, dürfte der 66 Jahre alte Isländer kaum noch im Amt zu halten sein.DHB-Präsident Andreas Michelmann vermied vor dem letzten Gruppenspiel des Olympia-Zweiten ein klares Bekenntnis zu Gislason, dessen Vertrag nach der Heim-WM im kommenden Jahr endet. "Wir haben volles Vertrauen zum Trainer, was das nächste Spiel anbelangt. Darauf sollen sich alle konzentrieren", sagte Michelmann der ARD. Wie stets nach großen Turnieren werde das DHB-Präsidium auf einer Sitzung Anfang Februar den EM-Auftritt der Mannschaft und die Leistung des Bundestrainers bewerten und "auf Basis dieser Bilanzen und Analysen" eine Entscheidung treffen. Sollte die deutsche Mannschaft nicht die zweite Turnierphase erreichen, könnte das Treffen auch schon früher stattfinden.Auch Hanning kritisiert GislasonFür den Fall eines krachenden Scheiterns bei der Endrunde in Dänemark, Norwegen und Schweden hatte Michelmann schon vor Turnierbeginn eine Jobgarantie für den Bundestrainer verweigert. "Es ist doch klar, dass wir darüber nachdenken würden, wenn die Mannschaft - wovon ich nicht ausgehe - bei der EM absolut nicht performt", sagte der 66-Jährige zu einer möglichen vorzeitigen Trennung von Gislason, der seit Februar 2020 im Amt ist.Genau dieses Szenario droht nach der 27:30-Pleite gegen Serbien, zu der Gislason mit einigen Personalentscheidungen und einem Buzzer-Blackout kurz vor Schluss beigetragen hatte. Dafür gab es von etlichen Experten massive Kritik, der sich auch Bob Hanning anschloss."Gegen Serbien ging am Ende alles drunter und drüber. Selbst unserer so hochgelobten Defensive fehlte am Ende der Überblick. Die von allen Seiten hochgelobte Kaderbreite ist nichts wert, wenn man sie nicht sinnvoll nutzt", sagte der Geschäftsführer des deutschen Meisters Füchse Berlin und Nationaltrainer Italiens in einer "Bild"-Kolumne.Im Duell mit Spanien gehe es nun um alles. Um das Weiterkommen aus eigener Kraft zu schaffen, muss ein Sieg mit drei Toren Vorsprung her. "Es geht um die Zukunft dieser Mannschaft, es geht um die Zukunft des Bundestrainers und es geht um nicht weniger als die Zukunft unserer Sportart", so Hanning.

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Viralhit begeistert Fans: Ronaldo gibt Vorlage – und Füllkrug landet Klick-Volltreffer

Volltreffer im Netz: Nach Verletzungen meldet sich Niclas Füllkrug sportlich zurück – und begeistert auch online mit einem alten Ronaldo-Gruß Millionen Fans.Volltreffer im Netz: Nach Verletzungen meldet sich Niclas Füllkrug sportlich zurück – und begeistert auch online mit einem alten Ronaldo-Gruß Millionen Fans.

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Alpiner Weltcup: Wieder vor Vonn: Großer Sieg für Ski-Juwel Aicher

Skirennfahrerin Emma Aicher gewinnt den Super-G von Tarvisio. Knapp drei Wochen vor Olympia ist es eine weitere Ansage - auch an Lindsey Vonn. Und es gibt noch weitere deutsche Mutmacher.In aller Ruhe beobachtete Emma Aicher vom Zielraum aus, wie sich eine Konkurrentin nach der anderen an ihrer Bestzeit die Zähne ausbiss. Das Ski-Juwel nährt weiter die Hoffnungen auf einen deutschen Olympia-Coup. Knapp drei Wochen vor der Eröffnung der Winterspiele in Italien gewann Aicher den Super-G von Tarvisio. Auch die Formkurve von Teamkollegin Kira Weidle-Winkelmann, die Achte wurde, zeigt weiter nach oben. Gibt's in Cortina d'Ampezzo im Februar womöglich schwarz-rot-goldene Pisten-Festspiele?Trainer wagt schon Vergleiche mit Vonn"Es ist schon noch ein Stück bis dahin", sagte die 22 Jahre alte Aicher nach ihrer Fabelfahrt dem ZDF. Sie wolle sich einfach auf ihr Skifahren konzentrieren und auch noch ein paar gute Trainingstage sammeln. Der vierte Weltcup-Sieg der Karriere dürfte ihr dabei aber durchaus weiteren Schwung verleihen. Von oben bis unten sei sie in Tarvisio gut gefahren, meinte die Athletin vom SC Mahlstetten. Damit war sie auch wieder mal schneller als die langjährige Speed-Queen Lindsey Vonn.Die US-Amerikanerin musste sich mit Platz zwei begnügen - wie schon bei Aichers Triumph in der zweiten Abfahrt von St. Moritz in der Schweiz im Dezember. Aicher gegen Vonn: Zeichnet sich da etwa ein kleines Privatduell ab? Das starke Weltcup-Comeback der 41-Jährigen, die in diesem Winter bislang in bemerkenswerter Regelmäßigkeit auf das Podest fährt, ist auf jeden Fall auch eine Art von Motivation und Inspiration für die junge Deutsche.Frauen-Bundestrainer Andreas Puelacher wagt sogar schon erste Vergleiche. "Die Emma ist auf der gleichen Stufe wie die Lindsey vom Gefühl her", sagte er unlängst. Vom skifahrerischen Gefühl her versteht sich - und zwar vor allem in den schnellen Disziplinen Abfahrt und Super-G. Ob in den Gleitpassagen oder Kurven - hier kommt Aichers gutes Gespür besonders zum Tragen.Schon sieben deutsche PodestplätzeSie ist mittlerweile die größte Olympia-Hoffnung des deutschen Alpin-Teams - aber längst nicht die einzige. Beim Sieg der Italienerin Nicol Delago in der Abfahrt von Tarvisio am Samstag war Weidle-Winkelmann als Zweite auf das Podium gefahren. Sieben Podestplätze stehen für die deutschen Frauen in dieser Saison in Summe schon zu Buche: vier durch Aicher, zwei durch Weidle-Winkelmann, einer durch Slalom-Spezialistin Lena Dürr."Die Form stimmt", sagte Weidle-Winkelmann. Was sie auf sich persönlich bezog, gilt aber eben auch für die Kolleginnen. In Cortina d'Ampezzo war die Starnbergerin 2021 völlig überraschend zu WM-Silber in der Abfahrt gerast. An die Leistung von damals hatte sie seitdem selten anknüpfen können. Kriegt die 29-Jährige jetzt, kurz vor der Rückkehr in die Dolomiten, wieder die Kurve?Auch Aicher hat beste Erinnerungen an Cortina, trug dort bei der WM vor fünf Jahren ohne jegliche Weltcup-Vorerfahrung zur deutschen Bronzemedaille im Mannschaftswettbewerb bei. Diesmal reist sie nicht mehr als Unbekannte an, sondern als Mitfavoritin. Und das in gleich mehreren Disziplinen.

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EM-Pleite gegen Serbien: Deutschlands Handballern droht das Vorrunden-Aus. Es sei denn ...

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft geht mit maximalem Druck in das Vorrundenfinale gegen Spanien. Trotz der Pleite gegen Serbien ist das Weiterkommen noch möglich.Deutschlands Handballer stehen bei der EM-Endrunde erstmals vor dem Vorrunden-Aus. Das Team von Bundestrainer Alfred Gislason hat sich durch die 27:30-Pleite gegen Serbien in eine schwierige Lage gebracht, die vor dem Gruppenfinale gegen Spanien am Montag (20.30 Uhr/ZDF/Dyn) aber nicht aussichtslos ist.Die Iberer führen die Tabelle nach zwei Spielen mit 4:0 Punkten an, dahinter folgen Serbien und Deutschland (beide 2:2). Österreich ist mit 0:4 Zählern Letzter. Die ersten beiden Teams kommen weiter.Handball-EM: Deutschland erreicht die Hauptrunde, wenn ...... die DHB-Auswahl im Falle eines Sieges von Serbien gegen Österreich das Duell mit Spanien mit mindestens drei Toren Unterschied gewinnt. Dann würde der Olympia-Zweite beim Dreiervergleich der punktgleichen Rivalen definitiv vor Spanien liegen. Bei einem Erfolg mit fünf Toren Vorsprung wäre Deutschland sogar sicher Gruppensieger. In beiden Fällen würde man aber 0:2 Punkte aus dem verlorenen Spiel gegen Serbien in die Hauptrunde mitnehmen. ... die DHB-Auswahl gegen Spanien gewinnt und Serbien gegen Österreich maximal unentschieden spielt. In diesem Fall würde das deutsche Team bei Punktgleichheit mit den Iberern wegen des gewonnenen Direktvergleichs als Gruppensieger mit 2:0 Punkten die zweite Turnierphase erreichen.... die DHB-Auswahl gegen Spanien unentschieden spielt und Serbien gegen Österreich verliert. Dann wäre Deutschland Gruppenzweiter und würde mit 1:1 Zählern in die Hauptrunde starten.... die DHB-Auswahl gegen Spanien verliert und Österreich gegen Serbien mit drei Toren Vorsprung gewinnt, das Ergebnis dabei aber nicht höher als 29:26 ausfällt. In diesem Fall wären Deutschland, Österreich und Serbien punktgleich und würden auch die gleiche Tordifferenz aufweisen. Die DHB-Auswahl hätte im Dreiervergleich aber die meisten Treffer erzielt und würde als Gruppenzweiter mit 0:2 Zählern weiterkommen.

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Australian Open: Zverevs Start: Auftaktsieg und Spitze an Kritiker

Am Anfang tut sich Alexander Zverev in Melbourne schwer. Doch dann ist der Vorjahresfinalist auf der Höhe - auch im Interview auf dem Platz.Als Alexander Zverev sein nur anfangs mühsames Auftaktspiel gegen den Kanadier Gabriel Diallo erfolgreich beendet hatte, wartete auf den Vorjahresfinalisten der Australian Open noch eine kleine Zusatzschicht. Im launigen Interview mit der früheren Spitzenspielerin Andrea Petkovic sprach Zverev in der Rod Laver Arena über seine Leistung beim 6:7 (1:7), 6:1, 6:4, 6:2 und konnte sich dabei eine kleine Spitze gegen seine Kritiker nicht verkneifen.Er sei nach dem verlorenen ersten Satz etwas aggressiver geworden, habe besser returniert und besser ins Spiel gefunden. "Das ist die Art und Weise, wie ich spielen muss", sagte Zverev. "Ich weiß das. Ich brauche keine 58 Experten, um mir das zu sagen, oder 80 Millionen Deutsche, die mir das bei jedem einzelnem Grand Slam sagen, den ich spiele."Spitze gegen Becker und Co.Zverev weiß, dass er in der Heimat manchmal kritisch beäugt wird, solange er sich seinen großen Traum von einem Grand-Slam-Titel noch nicht erfüllt hat. Weil das vergangene Jahr für den Weltranglisten-Dritten insgesamt eher enttäuschend verlaufen war, hatte vor allem Deutschlands Tennis-Legende Boris Becker Kritik an Zverev geübt und unter anderem einen neuen Trainer für Zverev gefordert.Gegen Ende des Jahres lieferten sich Zverev und Becker, die sich eigentlich lange kennen und befreundet sind, öffentlich eine kleine Privatfehde. Auch an den dreimaligen Wimbledonsieger waren die Worte von Zverev also wohl gerichtet. Schon vor Turnierbeginn hatte er die seiner Meinung nach nicht immer faire Berichterstattung über ihn kritisiert.Becker zeigte sich nach Zverevs erstem Auftritt in Melbourne versöhnlich. "Er verliert fast wie alljährlich den ersten Satz. Aber hinten raus lief es dann ziemlich gut", sagte Becker bei Eurosport. "Es war insgesamt eine sehr solide Leistung."Auch Hanfmann weiterDas traf auch auf Yannick Hanfmann zu. Der 34 Jahre alte Karlsruher gewann seine Auftaktpartie gegen den amerikanischen Qualifikanten Zachary Svajda mit 7:5, 4:6, 6:4, 7:6 (7:3) und folgte Zverev damit in Runde zwei. Auf dem neuen Party-Court 6 herrschte eine ausgelassene Stimmung. Die Fans feuerten Hanfmann lautstark an und feierten nach dem verwandelten Matchball das Weiterkommen des Davis-Cup-Profis. Hanfmann hielt den besonderen Moment mit einem Selfie fest und schrieb zahlreiche Autogramme.Der Lohn für das Weiterkommen ist am Mittwoch ein Duell mit dem Weltranglisten-Ersten Carlos Alcaraz. Der Spanier gewann seine erste Runde gegen den Australier Adam Walton klar mit 6:3, 7:6 (7:2), 6:2."Es ist ein lachendes und ein weinendes Auge. Einerseits freut man sich auf diese speziellen Matches. Andererseits will ich bei einem Grand Slam gerne auch einmal weit kommen. Und das wird gegen Carlos natürlich schwer", sagte Hanfmann zum Duell mit Alcaraz.Erst am Mittwoch geht es weiterNachdem Zverev im Gespräch mit Petkovic launig auch noch den Heiratsantrag eines männlichen Zuschauers mit den Worten: "Wo ist der Ring, Mann?" abgelehnt hatte, verabschiedete sich Zverev in zwei freie Tage. Weil sich die erste Runde in Melbourne seit zwei Jahren über drei Tage hinzieht, um dem Veranstalter mehr Einnahmen zu ermöglichen, ist Zverev erst am Mittwoch wieder gefordert.Dann geht es gegen den Australier Alexei Popyrin oder den Franzosen Alexandre Müller. "Es wird nicht einfacher für mich", sagte Zverev, der im Vorjahr in Melbourne erst im Endspiel in drei Sätzen gegen den Italiener Jannik Sinner verloren hatte.Schwacher StartGegen Diallo tat sich Zverev am Anfang schwer. Der Weltranglisten-Dritte wirkte etwas nervös und unkonzentriert und leistete sich im ersten Satz zwölf vermeidbare Fehler. Der Kanadier begann dagegen mutig und brachte Zverev mit seinem druckvollen Spiel in Bedrängnis. Nach 55 Minuten musste Zverev den ersten Satz im Tiebreak abgeben."Nach dem ersten Satz habe ich mir gesagt, schlechter kann es nicht werden", sagte Zverev. "Ich habe ihm zu viele Chancen gegeben, zu defensiv gespielt. Das Übliche halt in einem Erstrunden-Spiel bei einem Grand Slam von mir."Steigerung ab zweitem SatzDoch danach steigerte sich der gebürtige Hamburger, während Diallo nicht mehr so fokussiert wirkte. Zverev schaffte zwei schnelle Breaks und holte sich den zweiten Durchgang. Der Olympiasieger von 2021 hatte die Partie nun im Griff. Im dritten Satz gelang ihm das entscheidende Break zum 4:3, im vierten Abschnitt nahm er seinem Gegner sofort das Service ab. Der Rest war bei rund 30 Grad Formsache für die deutsche Nummer eins.Weil das Match um die Mittagszeit in Melbourne angesetzt war, blieb Zverev danach noch etwas Zeit. "Vielleicht gehe ich ins Casino. Mein Bruder hat da viel Geld gewonnen diese Woche. Vielleicht sollte ich das auch mal probieren", sagte der 28-Jährige.

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500.000 Euro Schaden: Diebe knacken Hotelsafe von Niclas Füllkrug

Nach seinem Wechsel zum AC Mailand wohnt Niclas Füllkrug noch im Hotel. Jetzt wurde in seinem Zimmer der Safe ausgeraubt. Uhren und Schmuck des Nationalspielers sind weg.Fußball-Nationalspieler Niclas Füllkrug ist an seinem neuen Wohnort in Mailand ausgeraubt worden. Aus dem Hotelzimmer, in dem der Neuzugang des AC Mailand gegenwärtig noch wohnt, entwendeten Diebe nach Angaben der italienischen Polizei Uhren und Schmuck im Wert von etwa 500.000 Euro. Die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete unter Berufung auf die Polizei, dass es den unbekannten Tätern gelungen sei, in Füllkrugs Abwesenheit den Safe aufzubrechen. Der 32-Jährige habe den Einbruch am Samstag bei seiner Rückkehr ins Hotelzimmer bemerkt. Ermittler sichten den Angaben nach nun Überwachungskameras aus dem Hotel und der Nachbarschaft, um den Tätern auf die Spur zu kommen.Niclas Füllkrug zurzeit verletztDer ehemalige Stürmer von Borussia Dortmund und Werder Bremen ist seit Beginn des Jahres beim italienischen Erstligisten AC Mailand unter Vertrag. Aktuell spielt er dort auf Leihbasis. Beim englischen Premiere-League-Verein West Ham United hatte sich Füllkrug nicht durchsetzen können. Für die A-Nationalmannschaft kam er bislang 24 Mal zum Einsatz. Milan spielt am Abend in der italienischen Liga daheim gegen US Lecce, Füllkrug fällt Berichten zufolge aber weiter wegen eines gebrochenen Zehs aus. 

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Endspiel gegen Spanien: Handballern droht Debakel: Gislason nimmt Schuld auf sich

Vor dem Endspiel gegen Spanien ist der Druck auf das DHB-Team immens. Warum der Bundestrainer volle Verantwortung für die Situation übernimmt und wie er auf die Kritik von Juri Knorr reagiert.Nach nur wenigen Stunden Schlaf und sichtlich gezeichnet von den Nachwehen der bitteren EM-Niederlage begann Alfred Gislason seinen Monolog mit einem Schuldeingeständnis. "Mein Auszeit-Fehler hat die Mannschaft mindestens einen Punkt gekostet. Ich habe den Fehler gemacht, nach oben zu gucken. Dieses Tor hätte uns extrem gutgetan. Das war ein Schock für die Mannschaft", befand der Isländer einen halben Tag nach dem 27:30 gegen Serbien.Was war passiert? In der 58. Minute hatte Juri Knorr eigentlich den Ausgleich zum 26:26 erzielt, doch Gislason hatte an der Seitenlinie auf den roten Buzzer gedrückt, um eine Auszeit zu nehmen. Weil der Ball zu diesem Zeitpunkt noch nicht die Torlinie passiert hatte, zählte der Treffer nicht. "Das ist natürlich fatal aus meiner Sicht und geht völlig auf mich", sagte Gislason.Handballer droht erstmaliges Vorrunden-AusIhm und den deutschen Handballern droht nun ein EM-Fiasko. Seit der Einführung des Vor- und Hauptrundenformats 2002 ist die DHB-Auswahl noch nie in der ersten Turnierphase gescheitert – doch genau das könnte am Montag geschehen. Und ausgerechnet vor dem Endspiel gegen Spanien (20.30 Uhr/ZDF/Dyn) brodelt es gewaltig.Routinier Lukas Mertens wollte von Unruhe im Team hingegen nichts wissen. "Ich habe gestern Abend schon gemerkt, dass da trotz des jungen Alters der Mannschaft eine Einstellung da ist, die ich so noch nicht erlebt habe. Wir saßen mit 13, 14 Mann zusammen und haben uns zusammengerauft. Wir sind ein verschworener Haufen", betonte der Linksaußen.So reagiert Gislason auf Knorr-KritikDass Knorr seinen Trainer ungewohnt offen kritisierte, hatte nichts mit der unglücklichen Schlussphase zu tun. Auslöser war vielmehr die Personalpolitik, die der deutsche Spielmacher nicht nachvollziehen konnte. "Wir haben die Serben in der ersten Halbzeit überrannt – und dann ändern wir alles. Das verstehe ich nicht. Ich stand in der zweiten Halbzeit nicht mehr viel auf der Platte. Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll", sagte der 25-Jährige und warnte: "Wir werden es nicht schaffen, wenn Spieler 60 Minuten durchspielen".Mit diesen Worten konfrontiert, versuchte Alfred Gislason zunächst, die Brisanz herauszunehmen. "Wir sprechen intern sehr viel, aber was er in der Presse gesagt hat, weiß ich nicht", erklärte der 66-Jährige. Erst auf erneute Nachfrage räumte der Isländer Versäumnisse ein: Kapitän Johannes Golla hätte mehr Pausen gebraucht, Justus Fischer kommen müssen.Mertens nahm seinen Trainer in Schutz. "Wenn wir Spieler anfangen, darüber zu sprechen, ich will da spielen oder dort, macht das alles keinen Sinn. Der Trainer entscheidet, wer wann und wo auf der Platte steht", befand der 29-Jährige.Kretzschmar: Da hätte auch der Busfahrer stehen könnenDer Bundestrainer musste nicht nur Knorrs Kritik aushalten. Auch die Dyn-Experten um Handball-Ikone Stefan Kretzschmar schossen sich verbal auf Gislason und seine Schützlinge ein. "Alfred, scheiße gecoacht. Vercoacht", kritisierte etwa Ex-Weltmeister Michael Kraus und schimpfte: "Das war einfach Kacke im Angriff. Man muss es auch einmal beim Namen nennen." Kretzschmar ging ebenfalls mit dem deutschen Offensivauftritt hart ins Gericht. Besonders die Außenpositionen seien praktisch nicht eingebunden gewesen. "Da hätten auch der Busfahrer und der Physiotherapeut stehen können – da kam ja gar kein Ball hin", sagte Kretzschmar. Mit Blick auf den zweiten Durchgang wurde er noch deutlicher: "Heute war sie eine Katastrophe".So kommt Deutschland noch in die HauptrundeDie Lage vor dem Vorrunden-Abschluss ist schwierig, aber nicht aussichtslos. Spanien führt die Tabelle mit 4:0 Punkten an, dahinter folgen Serbien und Deutschland (beide 2:2). Österreich ist mit 0:4 Zählern Letzter. Die ersten beiden Teams kommen weiter. Will sich die DHB-Auswahl nicht auf die Schützenhilfe der Österreicher verlassen, muss gegen Spanien ein Sieg mit mindestens drei Toren Unterschied her. Dann wäre der Olympia-Zweite im Falle eines Sieges von Serbien beim Dreiervergleich definitiv Gruppenzweiter vor Spanien. Optimal wäre, wenn die DHB-Auswahl gegen Spanien gewinnt und Serbien zuvor gegen Österreich maximal unentschieden spielt. Nur dann würde das deutsche Team mit 2:0 Punkten in die Hauptrunde starten. Selbst eine Niederlage könnte bei einer bestimmten Konstellation zum Weiterkommen reichen.Wolff: Wir hatten selten solch einen DruckNach der desaströsen Chancenverwertung gegen Serbien erscheint ein Topauftritt des Olympia-Zweiten keine 48 Stunden später kaum vorstellbar. "Wir hatten selten solch einen Druck und müssen schauen, dass wir gegen Spanien ein anderes Gesicht zeigen. Es gilt, sich gegenseitig Mut zu machen", appellierte Torhüter Andreas Wolff an seine Mitspieler. Knorr forderte, Frust und Enttäuschung in Energie umzuwandeln. "Wir können das nur gemeinsam hinbekommen. Dafür muss jeder bereit sein", erklärte der Rückraumspieler. Kapitän Golla versicherte: "Wir werden uns aufrichten und es gegen Spanien besser machen. Wir haben ein klares Ziel, das wir erreichen müssen". Das Ziel hieß einmal Halbfinale. Doch daran denkt bei Deutschlands Handballern aktuell wohl niemand.

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Wintersport: Geiger verfehlt Olympia-Quali im Skispringen: "Das tut weh"

Bitterer Rückschlag für Karl Geiger: Nach einem missglückten Sprung platzt der Olympia-Traum - doch der Allgäuer setzt sich neue Ziele und blickt nach vorn. Was ihn jetzt antreibt.Auch noch am Tag danach ärgerte sich Karl Geiger über seinen folgenschweren Fehler. Nach der verpassten Olympia-Qualifikation schrieb der 32-Jährige bei Instagram von einer "Chance, die ich mir selbst genommen habe. Das tut weh, gerade in einer Phase, in der es um so viel geht." Ein völlig verkorkster zweiter Sprung am Samstag kostete den fünfmaligen Weltmeister letztendlich die geforderte interne Norm.Wenn es bei der Nominierung durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) nicht noch eine riesige Überraschung gibt, finden die Winterspiele erstmals seit 2014 ohne den Oberstdorfer statt.Schon die ganze Saison steckt Geiger im Tief. Der einstige Erfolgsgarant der deutschen Skispringer, der in seiner Karriere schon Skiflug-Weltmeister wurde und drei Olympia-Medaillen gewann, springt der Weltspitze hinterher. Weil auch die Konkurrenz im Team von Bundestrainer Stefan Horngacher aktuell nicht so stark ist, hatte Geiger trotzdem bis zuletzt Chancen auf eine Reise zum Saisonhöhepunkt im italienischen Predazzo.Geiger: Arbeit "nicht umsonst"Zwei Ergebnisse unter den Top 15 oder ein Top-Acht-Resultat hätte es dafür mindestens gebraucht. Er wurde am Samstag 27. und landete zum Abschluss auf Platz 14.Geiger, der akribische Arbeiter aus dem Allgäu, wäre aber nicht Geiger, wenn er das nicht als positive Entwicklung sehen würde. "Auch wenn die Olympianorm am Ende knapp verpasst wurde, fühlt sich dieses Resultat wichtig an. Es zeigt mir, dass die Arbeit der letzten Wochen nicht umsonst war und dass ich auf dem richtigen Weg bin", schrieb er.Auch ohne Olympia hat Geiger noch ein Highlight im Sinn. "Jetzt richtet sich der Blick nach Oberstdorf, zurück in meine Heimat, zur Skiflug-WM", schrieb er mit Blick auf das am kommenden Wochenende anstehende Weiten-Spektakel auf der Heini-Klopfer-Skiflugschanze. "Ich freue mich darauf, vor bekannten Gesichtern an den Start zu gehen und alles, was ich aus Japan mitgenommen habe, in die Wettkämpfe einzubringen." Horngacher sagte: "Ich glaube, er wird ein ganz wichtiger Mann werden für uns hier in Oberstdorf auf der Heimschanze."Noch zwei Heimspiele vor OlympiaZu den Winterspielen wird das deutsche Team nun voraussichtlich mit Philipp Raimund, Felix Hoffmann, Andreas Wellinger und Pius Paschke reisen. Raimund, der in dieser Saison schon Podestplätze feierte und gerade erst von einem Infekt genesen war, landete in Japan auf den Plätzen 15 und neun. Hoffmann, Wellinger und Paschke verzichteten auf die Wettkämpfe im Ort der Winterspiele von 1972.Zu den Topfavoriten zählen die Deutschen diesmal nicht. Dafür sind die Leistungen zu wenig konstant und die Konkurrenz ist zu stark. Beide Wettkämpfe in Sapporo gewann der slowenische Vierschanzentourneesieger Domen Prevc, der auch im Gesamtweltcup souverän führt. Auch Österreich und Japan sind stark einzuschätzen.Vor den Winterspielen haben die Deutschen noch zwei Heimspiele: Erst beim Fliegen in Oberstdorf, dann geht's zur Olympia-Generalprobe nach Willingen.

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Australian Open: Erst Sieg, dann Heiratsantrag – Zverev steht in Runde zwei

Zunächst tut sich Alexander Zverev bei den Australian Open schwer. Doch dann ist der Vorjahresfinalist auf der Höhe – auch im Interview auf dem Platz.Alexander Zverev hat bei den Australian Open nach einem holprigen Start doch noch mühelos die zweite Runde erreicht. Der Finalist des Vorjahres gewann in Melbourne seine Auftaktpartie gegen den Kanadier Gabriel Diallo mit 6:7 (1:7), 6:1, 6:4, 6:2. Zverev verwandelte nach 2:43 Stunden in der Rod Laver Arena seinen ersten Matchball. Er bekommt es jetzt am Mittwoch entweder mit dem Australier Alexei Popyrin oder dem Franzosen Alexandre Müller zu tun.Zverev hatte im Vorjahr in Melbourne im Endspiel in drei Sätzen gegen den Italiener Jannik Sinner verloren. Damit wartet der 28-Jährige immer noch auf seinen ersten Grand-Slam-Titel."Als ich die Auslosung gesehen habe, war ich nicht so begeistert. Er ist sehr talentiert", sagte Zverev nach der Partie im Interview auf dem Court mit Ex-Profi Andrea Petkovic. "Nach dem ersten Satz habe ich mir gesagt, schlechter kann es nicht werden", sagte Zverev. Es sei nicht einfach gewesen, den Rhythmus zu finden. "Weil so viele Matches habe ich in diesem Jahr noch nicht gespielt."Alexander Zverev mit schwachem ersten SatzGegen Diallo tat sich Zverev am Anfang schwer. Der Weltranglisten-Dritte wirkte etwas nervös und unkonzentriert und leistete sich im ersten Satz zwölf vermeidbare Fehler. Der Kanadier begann dagegen mutig und brachte Zverev mit seinem druckvollen Spiel in Bedrängnis. Nach 55 Minuten musste Zverev den ersten Satz im Tiebreak abgeben.Danach steigerte sich der gebürtige Hamburger aber, während Diallo nicht mehr so fokussiert wirkte. Zverev schaffte zwei schnelle Breaks und holte sich nach 1:26 Stunden den zweiten Durchgang. Der Olympiasieger von 2021 hatte die Partie nun im Griff, ohne zu glänzen.Im dritten Satz gelang ihm das entscheidende Break zum 4:3, im vierten Abschnitt nahm er seinem Gegner sofort das Service ab. Der Rest war bei rund 30 Grad Formsache für die deutsche Nummer eins.Im Siegerinterview konnte er sich dann auch eine kleine Spitze gegen seine Kritiker nicht verkneifen. Er sei nach dem verlorenen ersten Satz etwas aggressiver geworden, habe besser returniert und besser ins Spiel gefunden. "Das ist die Art und Weise, wie ich spielen muss", sagte Zverev. "Ich weiß das. Ich brauche keine 58 Experten, um mir das zu sagen, oder 80 Millionen Deutsche, die mir das bei jedem einzelnem Grand Slam sagen, den ich spiele."Zverev lehnt "Heiratsantrag" von Fan abZverev ließ sich nach der Partie zudem von einem hartnäckigen Fan nicht aus der Ruhe bringen. Beim Interview mit Petkovic rief ein Zuschauer immer wieder von der Tribüne und hielt ein Schild mit der Aufschrift "Sascha marry me" (Sascha heirate mich) hoch."Sascha marry me": Heiratsaantrag bei den Australian Open© Frank Molter"Wo ist der Ring, Mann?", rief Zverev dem Fan zu und sorgte damit für Gelächter unter den Zuschauern in der Rod Laver Arena. "Wo ist der Ring? So billig bin ich nicht zu haben", scherzte der Hamburger weiter. Als der Mann auch im Verlauf des Interviews weiter dazwischenrief, sagte Zverev: "Ich habe nein gesagt. Höre mit dem Honeymoon-Quatsch auf." Nach dem Interview winkte der 28-Jährige dem Mann noch einmal versöhnlich zu und verließ den Platz.

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Niederlage gegen Serbien: "Alfred, scheiße gecoacht" – Ex-Handballer kritisiert Trainer und Team

Im Spiel gegen Serbien unterläuft Trainer Alfred Gislason ein folgenschwerer Patzer. Für die erste EM-Pleite führten frühere Handballer jedoch tiefgreifendere Gründe an.Handball-Ikone Stefan Kretzschmar und seine Weltmeister-Kollegen von 2007 haben Deutschlands Nationalspieler nach dem teils desaströsen EM-Auftritt gegen Serbien scharf kritisiert. "Auf Außen hätten heute auch der Busfahrer und der Physiotherapeut stehen können. Da kam ja gar kein Ball hin. Die zweite Halbzeit ist halt wieder scheiße. Sie ist heute eine Katastrophe gewesen", bemängelte Kretzschmar nach dem 27:30 gegen Serbien bei Dyn. Will sich die DHB-Auswahl nicht auf die Schützenhilfe der Österreicher verlassen, muss gegen Spanien am Montag (20.30 Uhr/ZDF/Dyn) ein Sieg mit mindestens drei Toren Unterschied her. Dann wäre der Olympia-Zweite im Falle eines Sieges von Serbien beim Dreiervergleich definitiv Gruppenzweiter vor Spanien. Alfred Gislason mit folgenschwerem Auszeit-PatzerGegen Serbien sah Deutschland lange wie der sichere Sieger aus, führte zur Halbzeit 17:13 – auch dank Spielmacher Juri Knorr, der nach der Pause auf deutlich weniger Einsatzminuten kam. "Wir haben die Serben in der ersten Halbzeit niedergerannt – und dann ändern wir alles. Das verstehe ich nicht. Ich stand nicht so viel auf der Platte in der zweiten Halbzeit. Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll", sagte Knorr, ohne den Namen des Bundestrainers in den Mund zu nehmen.Gislason war in der dramatischen Schlussphase zudem ein folgenschwerer Auszeit-Patzer unterlaufen, für die der Coach die volle Verantwortung übernahm. "Das ist natürlich fatal aus meiner Sicht und geht völlig auf mich. Ich wollte das Timeout nehmen, wo wir gerade vollzählig sind. Leider habe ich dann den Bruchteil einer Sekunde zu früh gedrückt", erklärte der Isländer nach der Partie.Was war passiert? In der 58. Minute hatte Spielmacher Juri Knorr eigentlich den Ausgleich zum 26:26 erzielt, als plötzlich ein lauter Sound in der Arena in Herning ertönte. Gislason hatte an der Seitenlinie auf den roten Buzzer gedrückt, um eine Auszeit zu nehmen. Allerdings war Knorrs Ball zu diesem Zeitpunkt noch nicht über der Torlinie. Gislason hatte offenbar nicht mit einem Treffer gerechnet. "Die Auszeit war passend zum Spiel. Aber daran hat es nicht gelegen. Das passiert", befand Knorr.Kretzschmar: "Mir macht Angst, wie wir angreifen"Auch Kapitän Johannes Golla nahm seinen Trainer in Schutz. Der Kreisläufer sprach zwar von einer ungünstigen und ärgerlichen Situation, die aber nicht spielentscheidend gewesen sei. "Alfred wollte die Auszeit nehmen, bevor das Zeitspiel kommt. Da erwischt er eigentlich einen guten Moment. Dass Juri genau in dem Moment intuitiv einläuft, konnte keiner absehen. Er hat sich in der Auszeit direkt dafür entschuldigt", berichtete Golla.Nach Meinung von Kretzschmar war vor allem die Abschlussschwäche Grund für den Einbruch. Fehlwürfe und Fehlpässe reihten sich phasenweise aneinander. "Mir macht Angst, wie wir angreifen. Wir sind so unkreativ und ohne Lösung im Angriff, ohne Flow. Ich sehe mir das Spiel an und frage mich: Wo wollen wir hin? Was ist die Idee?", sagte der Dyn-Experte.Pascal Hens: "Das ist so dumm"Sein ehemaliger Teamkollege Pascal Hens pflichtete ihm bei. Der 45-Jährige konnte außerdem nicht nachvollziehen, wie sich Deutschland in den Schlussminuten noch so viele Tore fangen konnte. "Das ist so unnötig und dumm. Wieso decken wir offensiv und fangen uns noch ein Tor", wunderte sich Hens.Genau wie beiden Handball-Experten fehlte auch Michael Kraus eine entsprechende Führung von Bundestrainer Gislason. "Alfred, scheiße gecoacht. Vercoacht", kritisierte Kraus und schimpfte weiter: "Das war einfach Kacke im Angriff. Man muss es auch einmal beim Namen nennen."

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American Football: Broncos bezwingen Bills in Krimi und verlieren Quarterback

Die Broncos und die Seahawks waren eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr so dicht an einer Super-Bowl-Teilnahme wie nach den Siegen in den NFL-Playoffs. Aus Denver gibt es aber auch schlechte Nachrichten.Die Denver Broncos und die Seattle Seahawks sind ihrem Favoritenstatus in der NFL gerecht geworden und sind nach jeweils mehr als zehn Jahren nur noch einen Sieg von der Rückkehr in den Super Bowl entfernt. Während Seattle zu einem überlegenen 41:6 gegen San Francisco kam und alle Träume eines Final-Heimspiels für die 49ers am 8. Februar zunichtemachte, mussten die Broncos in einem dramatischen Duell mit den Buffalo Bills in die Verlängerung. Dort setzte sich Denver erst dort durch ein Field Goal mit 33:30 durch. Auf den Jubel folgte rasch ein Tiefschlag: Quarterback Bo Nix muss operiert werden und fällt für den Rest der Football-Saison aus.Mit Jarrett Stidham als Ersatz sind die Broncos im Conference-Final der AFC am kommenden Sonntag (Ortszeit) gegen entweder die Houston Texans oder die New England Patriots erneut Gastgeber. Auch Seattle hat wieder Heimrecht, wenn es im Finale der NFC entweder gegen die Los Angeles Rams oder die Chicago Bears geht. Trainer Peyton mit schockiert mit Nachricht auf PressekonferenzNach Spielende gab Broncos-Chefcoach Sean Peyton bekannt, dass sich Nix im vorletzten Spielzug der Partie einen Knochen im Knöchel gebrochen habe. Schon am Dienstag soll Nix operiert werden, seine Saison ist beendet.In seinem Interview unmittelbar nach Spielende war davon noch keine Rede gewesen. "Wir haben gegen ein echt gutes Team gespielt, sie haben richtig gut gespielt. Respekt an die. Wir haben einen Weg gefunden, zu gewinnen. Unsere Abwehr hat sie aufgehalten, wir hatten gute Szenen", erklärte Nix. "Ich bin stolz auf diese Organisation. Es sah nicht immer gut aus, aber wir haben einen Weg gefunden, das hier zu gewinnen", sagte der 25-Jährige, der auf drei Touchdown-Pässe kam.Broncos-Verteidiger hat die Aktion des SpielsDie wichtigste Szene der Partie hatte ein Kollege aus der Abwehr. Ja'Quan McMillian entriss den bereits gefangenen Football seinem Gegenspieler im Fallen noch und verhinderte damit nicht nur eine aussichtsreiche Gelegenheit für die Bills, sondern ermöglichte den Broncos auch eine zweite Angriffsserie in der Verlängerung, an deren Ende das entscheidende Field Goal stand.Im ersten Anlauf hatten die Broncos keine Punkte erzielt und die Bills damit in eine eigentlich hervorragende Position zum Sieg gebracht. Der unglückliche Ballverlust kostete Bills-Quarterback Josh Allen aber eine weitere Saison auf dem Weg zur ersten Super-Bowl-Teilnahme der Bills seit den vier Niederlagen in Serie in den 90ern. Seattle geht mit erster Aktion in FührungIn Seattle dagegen deutete früh alles in Richtung eines Heimsiegs - schon mit der ersten Aktion der Partie gingen die Gastgeber in Führung. Den Kickoff der 49ers trug Rashid Shaheed über 95 Yards zum ersten Touchdown der Partie. "Dieser erste Kickoff war unglaublich. Unsere Abwehr. Unsere Passempfänger. Die sind alle unglaublich", sagte Seahawks-Quarterback Sam Darnold. Er warf den Ball lediglich 17 Mal, der Sieg für die Gastgeber stand dennoch zu keinem Zeitpunkt infrage. Kenneth Walker III erzielte als Runningback gleich drei Touchdowns. 

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Handball-EM: Gislason nimmt Auszeit-Patzer auf seine Kappe: "Ist fatal"

In einer dramatischen Schlussphase gegen Serbien zählt der deutsche Ausgleich nicht, weil der Bundestrainer zu früh auf einen Knopf drückt. Was Kapitän Golla dazu sagt und wie das DHB-Team reagiert.Handball-Bundestrainer Alfred Gislason hat die volle Verantwortung für seinen folgenschweren Auszeit-Patzer in der dramatischen Schlussphase gegen Serbien genommen. "Das ist natürlich fatal aus meiner Sicht und geht völlig auf mich. Ich wollte das Timeout nehmen, wo wir gerade vollzählig sind. Leider habe ich dann den Bruchteil einer Sekunde zu früh gedrückt", erklärte der Isländer nach der überraschenden 27:30-Niederlage der deutschen EM-Handballer im zweiten Vorrundenspiel.Was war passiert? In der 58. Minute hatte Spielmacher Juri Knorr eigentlich den Ausgleich zum 26:26 erzielt, als plötzlich ein lauter Sound in der Arena in Herning ertönte. Gislason hatte an der Seitenlinie auf den roten Buzzer gedrückt, um eine Auszeit zu nehmen. Allerdings war Knorrs Ball zu diesem Zeitpunkt noch nicht über der Torlinie. Gislason hatte offenbar nicht mit einem Treffer gerechnet. "Die Auszeit war passend zum Spiel. Aber daran hat es nicht gelegen. Das passiert", befand Knorr.Schluroff: "Kein Vorwurf an den Trainer"Auch Kapitän Johannes Golla nahm seinen Trainer in Schutz. Der Kreisläufer sprach zwar von einer ungünstigen und ärgerlichen Situation, die aber nicht spielentscheidend gewesen sei. "Alfred wollte die Auszeit nehmen, bevor das Zeitspiel kommt. Da erwischt er eigentlich einen guten Moment. Dass Juri genau in dem Moment intuitiv einläuft, konnte keiner absehen. Er hat sich in der Auszeit direkt dafür entschuldigt", berichtete Golla.Nach Meinung von Teamkollege Miro Schluroff passte die Situation ins Gesamtbild der zweiten Halbzeit. Nach einer guten ersten Hälfte waren die zweiten 30 Minuten geprägt von Fehlern im Angriffsspiel. Auch die Abwehr stand längst nicht mehr so kompakt wie in den Testspielen gegen Kroatien oder beim EM-Auftakt gegen Österreich. "Aber kein Vorwurf an den Trainer, das kann immer passieren", befand Schluroff.

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Handball-EM: Nach Niederlage: Handballer müssen um Hauptrunde zittern

Deutschlands EM-Handballer sind weit weg von einer Medaillenform und leisten sich gegen Serbien reihenweise Fehler. Am Montag wartet ein noch besserer Gegner.Deutschlands Handballer haben zum ersten Mal überhaupt ein Pflichtspiel gegen Serbien verloren und müssen um den Einzug in die EM-Hauptrunde zittern. Zwei Tage nach dem Auftaktsieg gegen Österreich musste sich die Auswahl von Bundestrainer Alfred Gislason im dänischen Herning mit 27:30 (17:13) geschlagen geben. Jeweils sechs Tore von Deutschlands besten Werfern Miro Schluroff und Renars Uscins reichten nicht, um die Niederlage abzuwenden."Wir haben eine gute erste Halbzeit gemacht - vor allem in der Abwehr. In der zweiten Halbzeit haben wir das dann nicht so gut hingekriegt", sagte Gislason in der ARD. Außerdem habe man vorn zu viele Fehler gemacht. "Deswegen haben wir das Spiel nicht gewinnen können."Zum Vorrundenabschluss trifft Deutschland am Montag (20.30 Uhr/ZDF/Dyn) erneut in Herning auf Spanien. Der zweimalige Europameister ist noch ohne Punktverlust und hatte sich zuvor mit 30:25 gegen Österreich durchgesetzt. In bester Erinnerung dürfte den DHB-Fans noch das dramatische Duell im Olympia-Halbfinale 2024 sein, das Deutschland 25:24 gewonnen hatte.In der möglichen Hauptrunde dürften die Gegner noch einmal deutlich härter werden. Neben Olympiasieger Dänemark und Titelverteidiger Frankreich warten dort wohl auch der WM-Vierte Portugal und Norwegen.Serbien nur drei EM-Siege seit Silber 2012Die Favoritenrolle lag eindeutig auf deutscher Seite. Noch nie hatte eine DHB-Auswahl ein Pflichtspiel gegen Serbien verloren. Auch ihrem Ruf als unangenehmer Gegner war die Mannschaft von der Balkanhalbinsel seit Jahren nicht mehr gerecht geworden. Dass Serbien seit dem Vize-Europameistertitel 2012 lediglich drei EM-Siege holte, spricht Bände.Wolff sieht starken Späth im TorEtwas überraschend saß Andreas Wolff nach seiner starken Leistung gegen Österreich auf der Bank. Für ihn rückte David Späth ins Tor, der seine Nominierung mit sehenswerten Paraden zurückzahlte. Der auffälligste Spieler im DHB-Team war aber Juri Knorr. Der Spielmacher leistete sich zwar frühe Fehlwürfe, war aber an vier der ersten sechs Tore unmittelbar beteiligt und überzeugte mit seiner Schnelligkeit und Dynamik bei Tempogegenstößen.Deutschland spielte unheimlich mutig, agierte in den Abschlüssen aber oft überhastet. "Wir überholen uns manchmal ein bisschen selbst", befand Teammanager Benjamin Chatton. Nach einer Viertelstunde war beim 8:8 alles offen. Erst die Einwechslung von Schluroff hob den Angriff auf ein neues Level. Der Gummersbacher beeindruckte mit Hochgeschwindigkeitstoren aus dem Rückraum.Füchse-Keeper Milosavljev bereitet Deutschland ProblemeWie in allen Spielen der letzten Wochen tat sich Deutschland unmittelbar nach der Pause schwer und der Vorsprung schrumpfte beim 19:18 auf ein Tor. Auch, weil Serbiens Torhüter Dejan Milosavljev von den Füchsen Berlin eine starke Partie zeigte. 19 Minuten vor Schluss glich der Außenseiter aus.Nach einer Auszeit schickte Gislason Wolff ins Tor, den die deutschen Fans nach einem gehaltenen Siebenmeter mit lauten Sprechchören feierten. Zwölf Minuten vor Spielende geriet der Olympia-Zweite in Rückstand. Das Momentum hatte komplett gewechselt und die deutsche Abwehr fiel immer weiter auseinander. Mit einer Auszeit zum ungünstigsten Zeitpunkt verhinderte Gislason drei Minuten vor Spielende einen Treffer. Der Ball war im Tor, aber der Bundestrainer hatte vorher auf den Buzzer gedrückt. "Natürlich geht das auf meine Kappe", sagte der Isländer. Es sollte sich rächen.

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Alpiner Weltcup: Skifahrerin Weidle-Winkelmann wird Zweite in Tarvisio

Kira Weidle-Winkelmann sorgt drei Wochen vor Olympia für einen weiteren deutschen Mutmacher. Auch Emma Aicher überzeugt in der Abfahrt von Tarvisio. Eine Lokalmatadorin feiert ihren Premieren-Sieg.Skirennfahrerin Kira Weidle-Winkelmann hat drei Wochen vor Eröffnung der Olympischen Winterspiele ein weiteres Zeichen gesetzt. Die Starnbergerin belegte beim ersten Weltcup-Sieg der Italienerin Nicol Delago in der Abfahrt von Tarvisio Rang zwei. Dritte wurde US-Star Lindsey Vonn.Für Weidle-Winkelmann ist es der zweite Podestplatz in dieser Saison. Im französischen Val d'Isère war sie kurz vor Weihnachten ebenfalls Zweite geworden. Auch Weidle-Winkelmanns Teamkollegin Emma Aicher überzeugte beim ersten Weltcup-Stopp in Tarvisio seit 15 Jahren und fuhr auf Platz fünf.Fehler kostet möglichen SiegStellenweise erschwerte Nebel die Sicht auf der Piste Di Prampero. Ein Fehler im unteren Streckenabschnitt kostete Weidle-Winkelmann wertvolle Zeit und den möglichen ersten Weltcup-Sieg der Karriere. "Der tut weh", sagte die 29-Jährige dem ZDF. Sie habe "ein bisschen geflucht bei dem Fehler". In Summe sei es aber eine "gute Fahrt" gewesen, sie sei zufrieden. "Ich weiß, dass ich dabei bin, und es möglich ist, ein Rennen zu gewinnen."Im italienischen Cortina d'Ampezzo, wo im Februar die Olympia-Rennen der Frauen ausgetragen werden, holte Weidle-Winkelmann vor fünf Jahren WM-Silber in der Abfahrt. Aicher hatte damals noch ohne jegliche Weltcup-Erfahrung zur deutschen Bronzemedaille im Teamwettbewerb beigetragen.Die Ergebnisse vom Samstag dürften dem Speed-Duo weitere Zuversicht für das Saisonhighlight geben. Am Sonntag steht in Tarvisio noch ein Super-G an.

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Betrug beim Skispringen: Ex-Kombinierer spricht über Penis-Tricksereien

Der frühere Kombinierer Mika Verheulen sorgt mit Äußerungen über betrügerische Tricks beim Skispringen für Wirbel. Diese Art der Manipulation sei vergleichbar mit Doping.Mit Aussagen über Betrug und Tricksereien mit dem Penis beim Skispringen sorgt der Langläufer und frühere Nordische Kombinierer Mika Vermeulen für Aufsehen. "Als ich das erste Mal Messungen vornehmen sollte, kamen einige der älteren und erfahreneren Springer zu mir und sagten: "Es ist sehr wichtig, dass du deinen Penis mit Klebeband festklebst, denn so wird dein Schrittmaß ein oder zwei Zentimeter niedriger"", sagte Vermeulen im Podcast "Skirious problems".Vermeulen erklärte: "Je tiefer dein Schritt ist, desto mehr Luftwiderstand bekommst du." Mit Manipulationen könne man mehrere Meter mit Springen rausholen. "Das ist auf jeden Fall vergleichbar mit Doping."Weltverband greift beim Skispringen heute härter durchDer 26 Jahre alte Österreicher betont allerdings auch, dass es sich um Erinnerungen aus seiner Schanzen-Zeit handele. "Ich habe keine Ahnung, was heutzutage im Skispringen los ist", sagte er. Vermeulen wechselte zur Saison 2018/19 von der Kombination zum Langlauf.Nach dem Skandal um manipulierte Skisprunganzüge des norwegischen Teams bei den Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr hat der Weltverband Fis die Kontrollen verschärft. So wurde unter anderem ein System mit Gelben und Roten Karten eingeführt. Eine Gelbe Karte fungiert bei der ersten Disqualifikation eines Athleten als Verwarnung.Mika Vermeulen kritisiert BestrafungssystemVermeulen hält davon nichts. "Wenn man beim Betrügen erwischt wird, sollte man für eine bestimmte Zeit gesperrt werden und keine Karte kriegen", sagte er und erhebt schwere Vorwürfe: "Ich kann das mit hundertprozentiger Sicherheit sagen: Alle, die beim Skispringen und in der Nordischen Kombination disqualifiziert werden, betrügen absichtlich. Und sie rechtfertigen das einfach damit, dass sie sagen: "Ja, ja, aber alle anderen machen das auch"."Beim norwegischen Sender NRK sagte Vermeulen später: "Ich sage nicht, dass alle betrügen. Ich sage nur, dass man eine schlechte Kultur schafft, wenn Betrug nicht streng bestraft wird. Und das ist eine gefährliche Kultur. Man schafft eine Kultur, in der es in Ordnung ist, nach Schlupflöchern zu suchen."

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Skispringen: Tricksereien mit dem Penis? Ex-Kombinierer sorgt für Wirbel

Ein früherer Kombinierer spricht über Penis-Tricks und Betrug beim Skispringen. Er erhebt schwere Vorwürfe.Mit Aussagen über Betrug und Tricksereien mit dem Penis beim Skispringen sorgt der Langläufer und frühere Nordische Kombinierer Mika Vermeulen für Aufsehen. "Als ich das erste Mal Messungen vornehmen sollte, kamen einige der älteren und erfahreneren Springer zu mir und sagten: "Es ist sehr wichtig, dass du deinen Penis mit Klebeband festklebst, denn so wird dein Schrittmaß ein oder zwei Zentimeter niedriger"", sagte Vermeulen im Podcast "Skirious problems".Vermeulen erklärte: "Je tiefer dein Schritt ist, desto mehr Luftwiderstand bekommst du." Mit Manipulationen könne man mehrere Meter mit Springen rausholen. "Das ist auf jeden Fall vergleichbar mit Doping."Weltverband greift jetzt härter durchDer 26 Jahre alte Österreicher betont allerdings auch, dass es sich um Erinnerungen aus seiner Schanzen-Zeit handele. "Ich habe keine Ahnung, was heutzutage im Skispringen los ist", sagte er. Vermeulen wechselte zur Saison 2018/19 von der Kombination zum Langlauf.Nach dem Skandal um manipulierte Skisprunganzüge des norwegischen Teams bei den Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr hat der Weltverband Fis die Kontrollen verschärft. So wurde unter anderem ein System mit Gelben und Roten Karten eingeführt. Eine Gelbe Karte fungiert bei der ersten Disqualifikation eines Athleten als Verwarnung.Vermeulen kritisiert BestrafungssystemVermeulen hält davon nichts. "Wenn man beim Betrügen erwischt wird, sollte man für eine bestimmte Zeit gesperrt werden und keine Karte kriegen", sagte er und erhebt schwere Vorwürfe: "Ich kann das mit hundertprozentiger Sicherheit sagen: Alle, die beim Skispringen und in der Nordischen Kombination disqualifiziert werden, betrügen absichtlich. Und sie rechtfertigen das einfach damit, dass sie sagen: "Ja, ja, aber alle anderen machen das auch"."Beim norwegischen Sender NRK sagte Vermeulen später: "Ich sage nicht, dass alle betrügen. Ich sage nur, dass man eine schlechte Kultur schafft, wenn Betrug nicht streng bestraft wird. Und das ist eine gefährliche Kultur. Man schafft eine Kultur, in der es in Ordnung ist, nach Schlupflöchern zu suchen."

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Wintersport: Ein guter Sprung reicht nicht: Geiger vor Olympia-Aus

Karl Geiger landet trotz starkem ersten Sprung nur auf Platz 27. Warum seine Olympia-Hoffnung jetzt fast geplatzt ist - und was er in der Nacht zum Sonntag noch schaffen muss.Der fünfmalige Skisprung-Weltmeister Karl Geiger hat kaum noch Chancen auf die Olympischen Winterspiele. Der 32-Jährige verpasste nach einem guten ersten Sprung auf 132 Meter und zwischenzeitlich Rang zwölf im japanischen Sapporo eine Top-15-Platzierung. Geiger schaffte es im zweiten Durchgang nur auf 114 Meter und belegte am Ende den 27. Platz.Für eine Teilnahme an den Winterspielen in Italien muss der Oberstdorfer im Weltcup entweder zweimal unter die besten 15 springen oder einmal unter den besten acht landen. Beides hat er in dieser Saison noch nicht geschafft. Geigers bis dato bestes Resultat ist ein 23. Rang im November beim Weltcup im norwegischen Lillehammer. In der Nacht zum Sonntag braucht er nun ein Top-Acht-Ergebnis. Angesichts seiner schon lange andauernden Formkrise ist das unrealistisch.Prevc siegtBester Deutscher im stark ausgedünnten Team von Bundestrainer Stefan Horngacher war Philipp Raimund auf dem 15. Rang. Luca Roth belegte beim Sieg des slowenischen Gesamtweltcup-Führenden Domen Prevc, der vor dem zweitplatzierten Japaner Naoki Nakamura und dessen Landsmann Ren Nikaido gewann, den 31. Platz. Felix Hoffmann, Andreas Wellinger und Pius Paschke verzichten auf die Wettkämpfe im Ort der Winterspiele von 1972.Auch in Japan gab es wieder eine Disqualifikation. Der Slowene Ziga Jancar wurde wegen einer nicht regelkonformen Schuhgröße aus dem Wettbewerb genommen.

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