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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Handball-EM: Gislason nimmt Auszeit-Patzer auf seine Kappe: "Ist fatal"

In einer dramatischen Schlussphase gegen Serbien zählt der deutsche Ausgleich nicht, weil der Bundestrainer zu früh auf einen Knopf drückt. Was Kapitän Golla dazu sagt und wie das DHB-Team reagiert.Handball-Bundestrainer Alfred Gislason hat die volle Verantwortung für seinen folgenschweren Auszeit-Patzer in der dramatischen Schlussphase gegen Serbien genommen. "Das ist natürlich fatal aus meiner Sicht und geht völlig auf mich. Ich wollte das Timeout nehmen, wo wir gerade vollzählig sind. Leider habe ich dann den Bruchteil einer Sekunde zu früh gedrückt", erklärte der Isländer nach der überraschenden 27:30-Niederlage der deutschen EM-Handballer im zweiten Vorrundenspiel.Was war passiert? In der 58. Minute hatte Spielmacher Juri Knorr eigentlich den Ausgleich zum 26:26 erzielt, als plötzlich ein lauter Sound in der Arena in Herning ertönte. Gislason hatte an der Seitenlinie auf den roten Buzzer gedrückt, um eine Auszeit zu nehmen. Allerdings war Knorrs Ball zu diesem Zeitpunkt noch nicht über der Torlinie. Gislason hatte offenbar nicht mit einem Treffer gerechnet. "Die Auszeit war passend zum Spiel. Aber daran hat es nicht gelegen. Das passiert", befand Knorr.Schluroff: "Kein Vorwurf an den Trainer"Auch Kapitän Johannes Golla nahm seinen Trainer in Schutz. Der Kreisläufer sprach zwar von einer ungünstigen und ärgerlichen Situation, die aber nicht spielentscheidend gewesen sei. "Alfred wollte die Auszeit nehmen, bevor das Zeitspiel kommt. Da erwischt er eigentlich einen guten Moment. Dass Juri genau in dem Moment intuitiv einläuft, konnte keiner absehen. Er hat sich in der Auszeit direkt dafür entschuldigt", berichtete Golla.Nach Meinung von Teamkollege Miro Schluroff passte die Situation ins Gesamtbild der zweiten Halbzeit. Nach einer guten ersten Hälfte waren die zweiten 30 Minuten geprägt von Fehlern im Angriffsspiel. Auch die Abwehr stand längst nicht mehr so kompakt wie in den Testspielen gegen Kroatien oder beim EM-Auftakt gegen Österreich. "Aber kein Vorwurf an den Trainer, das kann immer passieren", befand Schluroff.

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Handball-EM: Nach Niederlage: Handballer müssen um Hauptrunde zittern

Deutschlands EM-Handballer sind weit weg von einer Medaillenform und leisten sich gegen Serbien reihenweise Fehler. Am Montag wartet ein noch besserer Gegner.Deutschlands Handballer haben zum ersten Mal überhaupt ein Pflichtspiel gegen Serbien verloren und müssen um den Einzug in die EM-Hauptrunde zittern. Zwei Tage nach dem Auftaktsieg gegen Österreich musste sich die Auswahl von Bundestrainer Alfred Gislason im dänischen Herning mit 27:30 (17:13) geschlagen geben. Jeweils sechs Tore von Deutschlands besten Werfern Miro Schluroff und Renars Uscins reichten nicht, um die Niederlage abzuwenden."Wir haben eine gute erste Halbzeit gemacht - vor allem in der Abwehr. In der zweiten Halbzeit haben wir das dann nicht so gut hingekriegt", sagte Gislason in der ARD. Außerdem habe man vorn zu viele Fehler gemacht. "Deswegen haben wir das Spiel nicht gewinnen können."Zum Vorrundenabschluss trifft Deutschland am Montag (20.30 Uhr/ZDF/Dyn) erneut in Herning auf Spanien. Der zweimalige Europameister ist noch ohne Punktverlust und hatte sich zuvor mit 30:25 gegen Österreich durchgesetzt. In bester Erinnerung dürfte den DHB-Fans noch das dramatische Duell im Olympia-Halbfinale 2024 sein, das Deutschland 25:24 gewonnen hatte.In der möglichen Hauptrunde dürften die Gegner noch einmal deutlich härter werden. Neben Olympiasieger Dänemark und Titelverteidiger Frankreich warten dort wohl auch der WM-Vierte Portugal und Norwegen.Serbien nur drei EM-Siege seit Silber 2012Die Favoritenrolle lag eindeutig auf deutscher Seite. Noch nie hatte eine DHB-Auswahl ein Pflichtspiel gegen Serbien verloren. Auch ihrem Ruf als unangenehmer Gegner war die Mannschaft von der Balkanhalbinsel seit Jahren nicht mehr gerecht geworden. Dass Serbien seit dem Vize-Europameistertitel 2012 lediglich drei EM-Siege holte, spricht Bände.Wolff sieht starken Späth im TorEtwas überraschend saß Andreas Wolff nach seiner starken Leistung gegen Österreich auf der Bank. Für ihn rückte David Späth ins Tor, der seine Nominierung mit sehenswerten Paraden zurückzahlte. Der auffälligste Spieler im DHB-Team war aber Juri Knorr. Der Spielmacher leistete sich zwar frühe Fehlwürfe, war aber an vier der ersten sechs Tore unmittelbar beteiligt und überzeugte mit seiner Schnelligkeit und Dynamik bei Tempogegenstößen.Deutschland spielte unheimlich mutig, agierte in den Abschlüssen aber oft überhastet. "Wir überholen uns manchmal ein bisschen selbst", befand Teammanager Benjamin Chatton. Nach einer Viertelstunde war beim 8:8 alles offen. Erst die Einwechslung von Schluroff hob den Angriff auf ein neues Level. Der Gummersbacher beeindruckte mit Hochgeschwindigkeitstoren aus dem Rückraum.Füchse-Keeper Milosavljev bereitet Deutschland ProblemeWie in allen Spielen der letzten Wochen tat sich Deutschland unmittelbar nach der Pause schwer und der Vorsprung schrumpfte beim 19:18 auf ein Tor. Auch, weil Serbiens Torhüter Dejan Milosavljev von den Füchsen Berlin eine starke Partie zeigte. 19 Minuten vor Schluss glich der Außenseiter aus.Nach einer Auszeit schickte Gislason Wolff ins Tor, den die deutschen Fans nach einem gehaltenen Siebenmeter mit lauten Sprechchören feierten. Zwölf Minuten vor Spielende geriet der Olympia-Zweite in Rückstand. Das Momentum hatte komplett gewechselt und die deutsche Abwehr fiel immer weiter auseinander. Mit einer Auszeit zum ungünstigsten Zeitpunkt verhinderte Gislason drei Minuten vor Spielende einen Treffer. Der Ball war im Tor, aber der Bundestrainer hatte vorher auf den Buzzer gedrückt. "Natürlich geht das auf meine Kappe", sagte der Isländer. Es sollte sich rächen.

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Alpiner Weltcup: Skifahrerin Weidle-Winkelmann wird Zweite in Tarvisio

Kira Weidle-Winkelmann sorgt drei Wochen vor Olympia für einen weiteren deutschen Mutmacher. Auch Emma Aicher überzeugt in der Abfahrt von Tarvisio. Eine Lokalmatadorin feiert ihren Premieren-Sieg.Skirennfahrerin Kira Weidle-Winkelmann hat drei Wochen vor Eröffnung der Olympischen Winterspiele ein weiteres Zeichen gesetzt. Die Starnbergerin belegte beim ersten Weltcup-Sieg der Italienerin Nicol Delago in der Abfahrt von Tarvisio Rang zwei. Dritte wurde US-Star Lindsey Vonn.Für Weidle-Winkelmann ist es der zweite Podestplatz in dieser Saison. Im französischen Val d'Isère war sie kurz vor Weihnachten ebenfalls Zweite geworden. Auch Weidle-Winkelmanns Teamkollegin Emma Aicher überzeugte beim ersten Weltcup-Stopp in Tarvisio seit 15 Jahren und fuhr auf Platz fünf.Fehler kostet möglichen SiegStellenweise erschwerte Nebel die Sicht auf der Piste Di Prampero. Ein Fehler im unteren Streckenabschnitt kostete Weidle-Winkelmann wertvolle Zeit und den möglichen ersten Weltcup-Sieg der Karriere. "Der tut weh", sagte die 29-Jährige dem ZDF. Sie habe "ein bisschen geflucht bei dem Fehler". In Summe sei es aber eine "gute Fahrt" gewesen, sie sei zufrieden. "Ich weiß, dass ich dabei bin, und es möglich ist, ein Rennen zu gewinnen."Im italienischen Cortina d'Ampezzo, wo im Februar die Olympia-Rennen der Frauen ausgetragen werden, holte Weidle-Winkelmann vor fünf Jahren WM-Silber in der Abfahrt. Aicher hatte damals noch ohne jegliche Weltcup-Erfahrung zur deutschen Bronzemedaille im Teamwettbewerb beigetragen.Die Ergebnisse vom Samstag dürften dem Speed-Duo weitere Zuversicht für das Saisonhighlight geben. Am Sonntag steht in Tarvisio noch ein Super-G an.

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Betrug beim Skispringen: Ex-Kombinierer spricht über Penis-Tricksereien

Der frühere Kombinierer Mika Verheulen sorgt mit Äußerungen über betrügerische Tricks beim Skispringen für Wirbel. Diese Art der Manipulation sei vergleichbar mit Doping.Mit Aussagen über Betrug und Tricksereien mit dem Penis beim Skispringen sorgt der Langläufer und frühere Nordische Kombinierer Mika Vermeulen für Aufsehen. "Als ich das erste Mal Messungen vornehmen sollte, kamen einige der älteren und erfahreneren Springer zu mir und sagten: "Es ist sehr wichtig, dass du deinen Penis mit Klebeband festklebst, denn so wird dein Schrittmaß ein oder zwei Zentimeter niedriger"", sagte Vermeulen im Podcast "Skirious problems".Vermeulen erklärte: "Je tiefer dein Schritt ist, desto mehr Luftwiderstand bekommst du." Mit Manipulationen könne man mehrere Meter mit Springen rausholen. "Das ist auf jeden Fall vergleichbar mit Doping."Weltverband greift beim Skispringen heute härter durchDer 26 Jahre alte Österreicher betont allerdings auch, dass es sich um Erinnerungen aus seiner Schanzen-Zeit handele. "Ich habe keine Ahnung, was heutzutage im Skispringen los ist", sagte er. Vermeulen wechselte zur Saison 2018/19 von der Kombination zum Langlauf.Nach dem Skandal um manipulierte Skisprunganzüge des norwegischen Teams bei den Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr hat der Weltverband Fis die Kontrollen verschärft. So wurde unter anderem ein System mit Gelben und Roten Karten eingeführt. Eine Gelbe Karte fungiert bei der ersten Disqualifikation eines Athleten als Verwarnung.Mika Vermeulen kritisiert BestrafungssystemVermeulen hält davon nichts. "Wenn man beim Betrügen erwischt wird, sollte man für eine bestimmte Zeit gesperrt werden und keine Karte kriegen", sagte er und erhebt schwere Vorwürfe: "Ich kann das mit hundertprozentiger Sicherheit sagen: Alle, die beim Skispringen und in der Nordischen Kombination disqualifiziert werden, betrügen absichtlich. Und sie rechtfertigen das einfach damit, dass sie sagen: "Ja, ja, aber alle anderen machen das auch"."Beim norwegischen Sender NRK sagte Vermeulen später: "Ich sage nicht, dass alle betrügen. Ich sage nur, dass man eine schlechte Kultur schafft, wenn Betrug nicht streng bestraft wird. Und das ist eine gefährliche Kultur. Man schafft eine Kultur, in der es in Ordnung ist, nach Schlupflöchern zu suchen."

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Skispringen: Tricksereien mit dem Penis? Ex-Kombinierer sorgt für Wirbel

Ein früherer Kombinierer spricht über Penis-Tricks und Betrug beim Skispringen. Er erhebt schwere Vorwürfe.Mit Aussagen über Betrug und Tricksereien mit dem Penis beim Skispringen sorgt der Langläufer und frühere Nordische Kombinierer Mika Vermeulen für Aufsehen. "Als ich das erste Mal Messungen vornehmen sollte, kamen einige der älteren und erfahreneren Springer zu mir und sagten: "Es ist sehr wichtig, dass du deinen Penis mit Klebeband festklebst, denn so wird dein Schrittmaß ein oder zwei Zentimeter niedriger"", sagte Vermeulen im Podcast "Skirious problems".Vermeulen erklärte: "Je tiefer dein Schritt ist, desto mehr Luftwiderstand bekommst du." Mit Manipulationen könne man mehrere Meter mit Springen rausholen. "Das ist auf jeden Fall vergleichbar mit Doping."Weltverband greift jetzt härter durchDer 26 Jahre alte Österreicher betont allerdings auch, dass es sich um Erinnerungen aus seiner Schanzen-Zeit handele. "Ich habe keine Ahnung, was heutzutage im Skispringen los ist", sagte er. Vermeulen wechselte zur Saison 2018/19 von der Kombination zum Langlauf.Nach dem Skandal um manipulierte Skisprunganzüge des norwegischen Teams bei den Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr hat der Weltverband Fis die Kontrollen verschärft. So wurde unter anderem ein System mit Gelben und Roten Karten eingeführt. Eine Gelbe Karte fungiert bei der ersten Disqualifikation eines Athleten als Verwarnung.Vermeulen kritisiert BestrafungssystemVermeulen hält davon nichts. "Wenn man beim Betrügen erwischt wird, sollte man für eine bestimmte Zeit gesperrt werden und keine Karte kriegen", sagte er und erhebt schwere Vorwürfe: "Ich kann das mit hundertprozentiger Sicherheit sagen: Alle, die beim Skispringen und in der Nordischen Kombination disqualifiziert werden, betrügen absichtlich. Und sie rechtfertigen das einfach damit, dass sie sagen: "Ja, ja, aber alle anderen machen das auch"."Beim norwegischen Sender NRK sagte Vermeulen später: "Ich sage nicht, dass alle betrügen. Ich sage nur, dass man eine schlechte Kultur schafft, wenn Betrug nicht streng bestraft wird. Und das ist eine gefährliche Kultur. Man schafft eine Kultur, in der es in Ordnung ist, nach Schlupflöchern zu suchen."

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Wintersport: Ein guter Sprung reicht nicht: Geiger vor Olympia-Aus

Karl Geiger landet trotz starkem ersten Sprung nur auf Platz 27. Warum seine Olympia-Hoffnung jetzt fast geplatzt ist - und was er in der Nacht zum Sonntag noch schaffen muss.Der fünfmalige Skisprung-Weltmeister Karl Geiger hat kaum noch Chancen auf die Olympischen Winterspiele. Der 32-Jährige verpasste nach einem guten ersten Sprung auf 132 Meter und zwischenzeitlich Rang zwölf im japanischen Sapporo eine Top-15-Platzierung. Geiger schaffte es im zweiten Durchgang nur auf 114 Meter und belegte am Ende den 27. Platz.Für eine Teilnahme an den Winterspielen in Italien muss der Oberstdorfer im Weltcup entweder zweimal unter die besten 15 springen oder einmal unter den besten acht landen. Beides hat er in dieser Saison noch nicht geschafft. Geigers bis dato bestes Resultat ist ein 23. Rang im November beim Weltcup im norwegischen Lillehammer. In der Nacht zum Sonntag braucht er nun ein Top-Acht-Ergebnis. Angesichts seiner schon lange andauernden Formkrise ist das unrealistisch.Prevc siegtBester Deutscher im stark ausgedünnten Team von Bundestrainer Stefan Horngacher war Philipp Raimund auf dem 15. Rang. Luca Roth belegte beim Sieg des slowenischen Gesamtweltcup-Führenden Domen Prevc, der vor dem zweitplatzierten Japaner Naoki Nakamura und dessen Landsmann Ren Nikaido gewann, den 31. Platz. Felix Hoffmann, Andreas Wellinger und Pius Paschke verzichten auf die Wettkämpfe im Ort der Winterspiele von 1972.Auch in Japan gab es wieder eine Disqualifikation. Der Slowene Ziga Jancar wurde wegen einer nicht regelkonformen Schuhgröße aus dem Wettbewerb genommen.

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Basketball: Gänsehaut für die Wagners - als Vorgeschmack auf NBA Europe?

NBA-Stars, Promis und große Pläne: In Berlin feiern die Wagner-Brüder ein emotionales Heimspiel und die NBA testet eine mögliche Europa-Liga. Welche Rolle könnten deutsche Vereine in Zukunft spielen?Schwer ergriffen umarmte Basketball-Star Moritz Wagner nach dem emotionalen NBA-Heimsieg in Berlin seine Familie. Der Weltmeister genoss ausgiebig die Atmosphäre in der ausverkauften Halle, die ihm und seinem Bruder Franz bei ihrer Rückkehr unvergessliche Momente bereitet hatte. "Ich bin ja selber ein deutscher Fan. Da kriege ich Gänsehaut, wenn ich das sehe. Und danach kommt der Gedanke, dass ich Teil dessen bin. Das ist eine riesige emotionale Überforderung", sagte der 28-Jährige.Mit dem großen NBA-Tross ziehen die Wagner-Brüder jetzt weiter nach London. Für die Fans in ihrer Geburtsstadt Berlin könnten ähnliche Basketball-Spektakel bald häufiger anstehen. Franz und Moritz Wagner tummelten sich beim ersten Saisonspiel in Deutschland als heimische Helden im Auge des NBA-Sturms in der Hauptstadt. "Die Aufmerksamkeit, die wir jetzt bekommen, ich weiß gar nicht, ob die gesund ist. Ich freue mich dann auch, wenn das jetzt ein bisschen wieder runtergeht", sagte Moritz Wagner.Lange hatten die Brüder von den Orlando Magic um ihren Einsatz bangen müssen, am Ende gab es das große Happy End. Die Basketball-Legenden Dirk Nowitzki und Detlef Schrempf als Anheizer, die Fußball-Größen Jürgen Klopp und Thomas Müller als Fans am Spielfeldrand. Gemeinsam mit ihrem Team um Nationalmannschaftskollege Tristan da Silva gelang den Brüdern die Aufholjagd gegen die Memphis Grizzlies. "Es fühlte sich wie ein echtes Heimspiel an", sagte Franz Wagner. "Ich denke, ich brauche ein paar Wochen, zu reflektieren." Für die NBA war es auch ein Testlauf für ein Projekt, dass Liga-Commissioner Adam Silver vor der Partie als "die echte Schwerstarbeit" bezeichnete. Schon im Oktober 2027 will die NBA in Zusammenarbeit mit dem Weltverband Fiba eine eigene Liga in Europa an den Start bringen.Wird Alba Berlin Teil der NBA Europe?Ob die deutsche Hauptstadt eine der festen Franchises in der Liga kriegt, ließ Silver auch in Berlin offen. Was er über Alba sagte, ließ aber wenig Zweifel daran, dass der Club zum engsten Kandidatenkreis gehört. "Sie sind das Vorbild für die Art von Club, die wir uns in einer möglichen europäischen Liga wünschen würden", sagte Silver. Der 63-Jährige führte in Berlin auch Gespräche mit Marco Baldi und Axel Schweitzer von Alba. Die Berliner selbst lassen wenig Zweifel an ihren Ambitionen. Der zweite große deutsche Kandidat Bayern München, der aktuell noch in der Euroleague spielt, hält sich öffentlich bedeckter.Wie werden die Pläne vorangetrieben?In dieser Woche beginnt die NBA intensive Gespräche mit Interessenten, die ein Team in der Liga stellen wollen. Investoren, bestehende Basketballteams und Fußballteams, "die sehr daran interessiert sind, ein Basketballprogramm als Teil der NBA Europe aufzubauen" sind dabei, sagte George Aivazoglou, Geschäftsführer der NBA für Europa. Dem Vernehmen nach soll es schon in den kommenden Wochen Neuigkeiten zu den vielen noch offenen Details geben.Die NBA gibt sich extrem optimistisch und sieht riesiges Wachstumspotenzial in Westeuropa, insbesondere auch in Deutschland. "Wir sind derzeit die am schnellsten wachsende Sportart in diesem Land", erklärte Silver. "Wenn ich glauben würde, dass die Obergrenze die bestehende Euroleague und das Interesse ihrer Fans wäre, würden wir nicht so viel Zeit und Aufmerksamkeit in dieses Projekt investieren." Die Finanzierung soll anfangs von den Mitgliedsclubs der Liga kommen. Kolportierte Preise von bis zu einer Milliarde Euro für ein Startrecht kommentiert die NBA nicht. Es wären in der Höhe einzigartige Investments im europäischen Basketball. Dass eine europäische Königsklasse im Basketball wirtschaftlich rentabel sein kann, gilt es noch nachzuweisen. Die NBA will einen langen Atem haben. "Ich denke, wenn wir diese neue Liga erfolgreich starten würden, würde es eine Weile dauern, bis sie ein rentables kommerzielles Unternehmen wäre", sagte Silver.Läuft es auf einen Konflikt mit der Euroleague hinaus?Die Euroleague ist aktuell noch der Platzhirsch und will diesen Platz sicher nicht abgeben. Gerüchte über ein drohendes juristisches Geplänkel moderierte Silver erst einmal ab. "Ich schicke die juristischen Schreiben an meine Anwälte, damit sie sich darum kümmern", sagte er etwas scherzhaft. "Ich glaube keineswegs, dass ein Konflikt unvermeidlich ist." Was sagen die deutschen Basketball-Stars?Nowitzki und Franz Wagner finden die Idee spannend, hoffen aber, dass die europäische Basketball-Kultur der Fokus bleibt. Dass einige Plätze in der Liga anders als in der NBA und der Euroleague über sportlichen Wettbewerb vergeben werden sollen, hob Nowitzki im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur hervor. "Es macht unsere europäische Sportkultur aus mit Absteigen und Aufsteigen", sagte der 47-Jährige, der als TV-Experte für Prime Video in Berlin dabei war.Wagner sagte: "Die Teamkultur und die Fankultur, die wir in Europa haben, sind großartig." Die Herausforderung sei, das beizubehalten und den Sport trotzdem wachsen zu lassen. "Es geht nicht immer nur ums Geld, aber wir möchten, dass die Menschen das Spiel sehen, das wir alle lieben", sagte der 24-Jährige.

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Basketball: Wagner-Festspiele in Berlin: Wie die NBA nach Deutschland drängt

Moritz und Franz Wagner gewinnen mit den Orlando Magic in Berlin – und die NBA wittert in der Hauptstadt bereits das nächste große Geschäft.  Moritz und Franz Wagner sind nicht nur geschätzte Angestellte der Orlando Magic, sie sind auch deren beste Kunden. Für das Spiel ihres Klubs am Donnerstagabend gegen die Memphis Grizzlies hatten sie ein üppiges Kartenkontingent geordert – "nördlich der 200", wie Moritz sagte und dann anfügte: "Mit einem Plus gehen wir aus dieser Veranstaltung nicht raus."Wahrscheinlich nicht, denn die Tickets in der Arena am Berliner Ostbahnhof kosteten zwischen 250 und 550 Euro im Ober- und Unterrang. Etwa 100.000 Euro dürften die Brüder für ihren eigenen Auftritt ausgegeben haben.In den ersten beiden Vierteln sah es so aus, als ob es klügere Formen der Geldanlage gäbe. Wenig lief zusammen bei den Orlando Magic, bald lagen sie mit 20 Punkten in Rückstand und die Wagner Brothers, wie sie in den USA genannt werden, ließen sich von der schlechten Teamleistung hinabziehen. Franz Wagners spektakuläres SchlussviertelAber dann, das Schlussviertel: Franz Wagner mit seinem unnachahmlichen Zug zum Korb, der elegante Spin Move klappte plötzlich, diese schnelle Drehung um die eigene Achse, zu verteidigen von keiner Defensive der Welt. Franz führte die Magic beim Punktesammeln an, Moritz bewachte Jaren Jackson Jr., den besten Mann der Grizzlies. Das war die Rollenverteilung. Orlando gewann 118:111 in Berlin, der Heimatstadt der Wagners. Das wurde von den 13.700 Fans gefeiert; es war das lauteste Basketballspiel, das jemals in Deutschland stattgefunden hat. Wobei sich nicht genau sagen lässt, wie viel Lärm von den Tribünen kam. Alles wurde zugedröhnt mit Musik und Kreischlauten vom Regiepult, nicht eine Sekunde herrschte Stille. So etwas muss man mögen.Die aufgekratzte Atmosphäre in der Halle und der Rummel um ihre Person hinterließen Spuren bei den Wagner-Brüdern. "Ich weiß gar nicht, ob all diese Aufmerksamkeit überhaupt gesund ist", sagte Moritz nach dem Spiel, "ich freue mich dann auch, wenn das jetzt ein bisschen wieder runtergeht." Franz sagte: "Es war mental einfach eine Menge. Es war eine sehr emotionale Woche."Bei den Wagner-Festspielen am Donnerstagabend saß auch Adam Silver, der Chef der nordamerikanischen Profiliga NBA, im Publikum. Für ihn war die Partie eine Art Probebetrieb für das, was ab 2027 regelmäßig in Berlin stattfinden soll: Basketball, der das Label NBA trägt. Silver plant die Gründung einer europäischen Liga, er will in die Metropolen des Kontinents, denn hier lässt sich, so glaubt er, viel Geld verdienen: "Europa bringt weiterhin mit die besten Spieler der Welt hervor, aber der kommerzielle Erfolg hier hat mit dem Wachstum unseres Sports nicht Schritt gehalten. In jedem anderen Markt wäre das ein klares Zeichen für eine riesige Chance."Drohende Konflikte mit der EuroleagueDass es bereits einen Wettbewerb gibt, die Euroleague, in der Traditionsklubs wie Real Madrid, FC Barcelona, Panathinaikos Athen oder Maccabi Tel Aviv organisiert sind, scheint Silver in seinem Expansionsdrang nicht zu bremsen. Auf einen drohenden Konflikt angesprochen, antwortete der NBA-Commissioner in Berlin ausweichend: "Ich denke, hier gibt es eine Chance, den europäischen Basketball wachsen zu lassen. Wir betrachten uns selbst nicht unbedingt als Konkurrenten anderer Basketball- oder Sportorganisationen. Wir konkurrieren um die Aufmerksamkeit der Menschen."Auf Expansionskurs: NBA-Chef Adam Silver will in Europa eine neue Basketballliga gründen© Mansoor AhmedOffen ist derzeit, welche Vereine das Angebot der NBA annehmen werden. Es kursieren Listen, offizielle Zu- oder Absagen gibt es bislang noch nicht. In Deutschland hat Alba Berlin, der Ausbildungsverein von Moritz und Franz Wagner, grundsätzliches Interesse signalisiert. Der FC Bayern München hält sich bislang noch bedeckt, soll aber bereits von der NBA kontaktiert worden sein. Offen ist auch, wie sich die neue Superliga finanzieren soll. Silver wünscht sich einen europäischen Wettbewerb, der auf NBA-Niveau inszeniert wird. Eine zweite Glitzerwelt mit modernen Arenen, prominenten Spielern und großen Marketingbudgets. Es wird allenfalls eine kleine Anschubfinanzierung der NBA für die Europa-Filialen geben – das wirtschaftliche Risiko tragen die Klubs selbst. Doch woher soll das Geld kommen? Selbst die Euroleague, die weitaus schlankere Strukturen hat als die NBA, ist defizitär. Wie soll da noch zusätzliches Geld akquiriert werden?Hoffen auf die Strahlkraft der NBASilver setzt auf die Strahlkraft der NBA. Er hofft, dass große Investoren einsteigen werden, Fonds zum Beispiel, die langfristige Strategien verfolgen und an eine leuchtende Zukunft glauben. Die amerikanische NBA hat kürzlich einen atemberaubenden TV-Vertrag abgeschlossen: 77 Milliarden Dollar für elf Jahre. Warum sollte nicht auch Europa vom Boom des Basketballs profitieren und Kasse machen können? So sehen es die NBA-Strategen.Noch muss Silver einiges an Überzeugungsarbeit leisten. An diesem Freitag geht es für ihn von Berlin weiter nach London, wo die Orlando Magic ein Rückspiel gegen die Memphis Grizzlies bestreiten werden. In der Hauptstadt des Vereinigten Königreichs gibt es bislang noch keinen großen Basketballklub. Was sich natürlich schnell ändern muss, wie Adam Silver meint.

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Australian Open: "Fühle mich bereit" - Zverev kämpft um den großen Coup

Alexander Zverev startet mit neuem Elan und alten Fragen ins erste große Turnier 2026. Erreicht der Tennisstar bei den Australian Open sein großes Ziel?Neues Jahr, neuer Anlauf: Bei der Jagd auf seinen ersten Grand-Slam-Titel hofft Alexander Zverev auch 2026 wieder auf den erlösenden Coup. Doch vor seinem ersten Auftritt bei den diesjährigen Australian Open in der deutschen Nacht zum Sonntag bekam der Weltranglisten-Dritte erst einmal aufgezeigt, wie lange er seinem großen Traum nun schon hinterherläuft."Ich bin damit aufgewachsen, ihn spielen zu sehen", sagte der Italiener Lorenzo Musetti zu Beginn der Woche bei einem Showkampf in Melbourne gegen Zverev. "Das tut weh", kommentierte der gebürtige Hamburger die nicht böse gemeinten Worte seines Kontrahenten lachend.Finalniederlage im vergangenen JahrDoch wahr ist, dass Zverev schon viele Jahre auf der Tour unterwegs ist. Der Grand-Slam-Auftakt in diesem Jahr ist bereits seine zwölfte Teilnahme am Happy Slam Down Under. Im vergangenen Jahr war er dem großen Ziel in Melbourne ganz nah. Nach einem starken Turnier erreichte der 28-Jährige in der Rod Laver Arena das Endspiel, wo er sich dem Italiener Jannik Sinner in drei Sätzen geschlagen geben musste. Wieder war Zverev ganz nah dran, wieder klappte es nicht mit dem ersten Triumph bei einem Grand-Slam-Turnier.Was folgte, war ein sehr durchwachsenes Jahr mit vielen sportlichen und gesundheitlichen Rückschlägen. Tiefpunkt war das Erstrunden-Aus in Wimbledon mit der anschließenden Erklärung, mentale Probleme zu haben. Zwar steigerte sich Zverev gegen Ende der Saison noch einmal, wirklich glücklich verabschiedete er sich nach den Enttäuschungen bei den ATP Finals und der Davis-Cup-Endrunde aber nicht in die kurze Tennispause.Mit einigen Wochen Abstand erklärte er nun, er könne "auch ein bisschen stolz drauf sein", das Jahr "mit gefühlt zehn Verletzungen" als Nummer drei der Welt beendet zu haben. Wie sein Körper jetzt mitspielt, bleibt aber abzuwarten."Ich fühle mich besser und besser mit jeder Woche, aber einen Knochen gesund zu machen, das dauert einfach", sagte Zverev, ohne zu benennen, um welchen Knochen es sich handelt. Vergangenes Jahr habe es ihn "extrem" eingeschränkt. "Wir werden sehen, wie es jetzt ist". Urlaub tut Zverev gutIm Urlaub auf den Malediven hatte Zverev wieder Kraft getankt. Gemeinsam mit seiner Freundin Sophia Thomalla, Bruder Mischa und Kumpel Marcelo Melo genoss Zverev die Auszeit unter Sonne und Palmen und reiste so gelöst und guter Laune gegen Ende des Jahres nach Australien. "Ich fühle mich fit und ich habe auch das Gefühl, dass ich im Training sehr, sehr gut gespielt habe", sagte er zwei Tage vor dem schwierigen Auftakt gegen den Kanadier Gabriel Diallo.Zwar verlief der United Cup zum Saisonstart in Sydney mit einem Sieg und einer Niederlage und dem damit verbundenen Aus des deutschen Teams in der Gruppenphase nicht wie gewünscht. Das Verpassen des Viertelfinals sorgte aber dafür, dass Zverev früh wie selten in Melbourne eintraf. Als einer der ersten Topstars absolvierte der Olympiasieger von 2021 in der Rod Laver Arena einige Trainingseinheiten, konnte sich so optimal auf die Bedingungen am Yarra River einstellen. "Ich fühle mich bereit, das Turnier zu starten", sagte er.Spaß und Show in MelbourneDer Showkampf gegen Musetti, wo er den ersten Satz im Tiebreak gewann, ehe der Italiener angeschlagen aufgeben musste, war ebenso eine willkommene Abwechslung wie der 1 Point Slam zwischen Amateuren und Profis. Dort scherzte Zverev mit seinem Kumpel Andrei Rubljow, lachte mit dem Weltranglisten-Ersten Carlos Alcaraz und hatte einfach eine gute Zeit.Die Stimmung stimmt also, nun muss nur noch die Leistung passen. Tennis-Legende Boris Becker, zuletzt einer der größten Kritiker von Zverev, traut dem Weltranglisten-Dritten in Melbourne ein gutes Turnier zu. "Melbourne ist eigentlich ein gutes Pflaster für ihn. Aber er muss sich natürlich im Turnier finden", erklärte der Eurosport-Experte. Zverev habe bei seiner Jagd nach dem ersten Grand-Slam-Titel "wieder die Chance, es uns allen zu zeigen".Zweifel bleibenBecker hatte nach den vielen Enttäuschungen im vergangenen Jahr gefordert, dass sich Zverev einen neuen Coach suchen solle. Neuer Input sei nötig, um den nächsten Schritt zu machen.Doch Zverev ist nach wie vor mit seinem Vater Alexander Zverev Senior als Coach unterwegs, auch sonst hat sich in seinem Umfeld nichts getan. Ob das reicht, um den beiden Dominatoren Alcaraz und Sinner wirklich gefährlich zu werden? Zweifel sind angebracht, ob Zverev mit Business as usual die Lücke zum Spitzenduo reduzieren kann und in Melbourne wirklich ein ernsthafter Anwärter auf den Titel sein kann.Sollte es erneut nicht mit dem Grand-Slam-Triumph klappen, wird er es allen Frotzeleien von Musetti zum Trotz weiter versuchen. "Ich hoffe, dass ich noch eine lange Karriere haben werde", sagte Zverev. "Ich bin ja erst 28, noch keine 38."

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Ex-HSV-Vorstand: Stefan Kuntz zieht Anzeige wegen Stalkings zurück

Noch bevor die Vorwürfe gegen den Ex-HSV-Vorstand Stefan Kuntz öffentlich geworden waren, hatte der Anzeige wegen Stalkings erstattet. Doch nun hat er seine Meinung geändert.Stefan Kuntz hat seine Anzeige gegen Unbekannt zurückgezogen. Das bestätigte die Hamburger Staatsanwaltschaft auf Anfrage der Nachrichtenagentur DPA. Zuerst hatte die "Hamburger Morgenpost" darüber berichtet. Der bisherige Sportvorstand des Bundesligisten Hamburger SV hatte die Anzeige nach Angaben der Staatsanwaltschaft "wegen des Vorwurfs der Nachstellung" am 12. Dezember gestellt."Die Zurückziehung der Anzeige hat keine Konsequenz für das Verfahren", sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft der DPA. Da es sich um ein sogenanntes Offizialdelikt handele, würden die Ermittlungen von Amts wegen geführt.Stefan Kuntz weist Vorwürfe zurückZuletzt waren Vorwürfe gegen den 63-jährigen Kuntz wegen eines angeblichen Fehlverhaltens im Zusammenhang mit seinem unerwarteten Abschied vom HSV Ende des Jahres bekannt geworden. Der frühere Nationalspieler hatte den Vorwürfen widersprochen. "Erst einmal möchte ich sagen, dass mich die Vorwürfe hart treffen. Klar ist: Ich weise diese Vorwürfe entschieden zurück!", hatte es in einem Statement auf dem offiziellen Instagram-Profil des Ex-Profis geheißen. Warum er nun die Anzeige zurückgezogen hat, ist unbekannt. Kuntz war über seine Anwälte für eine Stellungnahme angefragt.Am Montag hatte der HSV-Aufsichtsrat mitgeteilt, der Abschied von Kuntz stehe im Zusammenhang mit Vorwürfen wegen des angeblichen Fehlverhaltens des Europameisters von 1996. Offiziell waren bei der Verkündung der Trennung zum 31. Dezember 2025 familiäre Gründe angegeben worden.

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Handball-EM: Routiniers laufen heiß: Handballer bauen auf Golla und Wolff

Beim EM-Auftaktsieg der deutschen Handballer gehen zwei erfahrene Spieler mit Topleistungen voran. Das gefällt auch dem Bundestrainer.Johannes Golla nahm die Ehrung als bester Spieler mit einem Lächeln in Empfang, dann gab es für den Kapitän der deutschen Handballer nach dem geglückten EM-Start ein dickes Lob vom Bundestrainer. "Golli hat ein absolutes Weltklasse-Spiel geliefert", adelte Alfred Gislason die Leistung des Kreisläufers beim 30:27 des Olympia-Zweiten gegen Österreich.Golla selbst ging nach seinem bärenstarken Auftritt schnell wieder zur Tagesordnung über. Denn schon am Samstag (20.30 Uhr/ARD/Dyn) steht für die DHB-Auswahl gegen Serbien das zweite Vorrundenduell an. "Das wird ein sehr leidenschaftliches Spiel, in dem wir den Kampf mitgehen müssen", mahnte Golla volle Konzentration an.Der 28 Jahre alte Familienvater von der SG Flensburg-Handewitt möchte dann wieder vorangehen und die Mannschaft mitreißen - so wie gegen Österreich. "Er war überragend. Nicht nur im Angriff, sondern auch in der Abwehr", befand Gislason. Und Torwart Andreas Wolff, der zum EM-Auftakt ebenfalls einen überzeugenden Auftritt hinlegte, lobte: "Golli hat von der ersten bis zur letzten Minute durchgekämpft."Respekt vor SerbienAbwehrchef Golla, der mit sieben Toren bester deutscher Werfer war, wollte darüber kein großes Aufheben machen. "Ich hatte mir vorgenommen voranzugehen, um direkt die Härte in die Abwehr zu bekommen, die wir haben wollten", sagte der Routinier.Darauf wird es gegen die Serben, die nach dem 27:29 gegen Spanien schon unter Druck stehen, erneut ankommen. "Das ist eine sehr heißblütige Mannschaft. Wenn die einen Lauf bekommen, sind sie extrem schwer zu stoppen. Wenn man die spielen lässt, wird es hart", warnte Gislason vor dem nächsten Gegner.Auch Wolff erwartet eine schwere Aufgabe. "Die Serben haben viele abgezockte Spieler und ein fantastisches Torhüter-Duo. Das ist eine Mannschaft mit viel Charakter", sagte der 34-Jährige. Einen Torhüter in Topform kann die DHB-Auswahl da natürlich gut benötigen.Wolff schon auf EM-Betriebstemperatur Gegen Österreich erfüllte Wolff diese Erwartungen - trotz eines schmerzhaften Kopftreffers in der zweiten Halbzeit. "Der Ball ist genau auf mein offenes Auge geflogen. Das ist nicht das Angenehmste. Ich musste es behandeln lassen, weil es mit Blut vollgelaufen ist und ich nur einen schwarzen Fleck gesehen habe", berichtete der Europameister von 2016 nach dem Abpfiff und gab umgehend Entwarnung: "Jetzt sehe ich wieder klar."Mit zwölf Paraden gehörte Wolff zu den besten DHB-Profis beim gelungenen EM-Auftakt, dem er mit seiner knallharten Kritik am österreichischen "Anti-Handball" zusätzliche Brisanz verliehen hatte. "Wenn man solche Aussagen macht, muss man liefern. Das hat er gemacht. Es war ein sehr gutes Spiel von ihm. In der ersten Halbzeit war Andi überragend, nach der Pause gut", erklärte Gislason.Wolff räumte zwar ein, dass seine Wortwahl vor der Partie überspitzt gewesen sei. Im Kern sah er sich aber bestätigt. "Ich bin absolut kein Fan von dieser Spielweise und ich denke, insbesondere die erste Halbzeit hat mir recht gegeben", sagte Wolff über das behäbige 7:6-Überzahlspiel der Österreicher und legte nach: "Ich glaube nicht, dass ich meine Meinung revidieren muss. Es hat sich wieder gezeigt, dass das kein attraktiver Handball ist."Gislason fordert Steigerung im AngriffGegen Serbien dürfte das anders werden. "Die haben einen ganz anderen Spielstil, sind im Angriff super beweglich und technisch stark", sagte Gislason. Vor allem im Angriff müsse eine Steigerung her. "Wir haben teilweise das leere Tor nicht getroffen und hatten ein paar Probleme beim Siebenmeter", kritisierte der 66 Jahre alte Isländer und stellte fest: "Wir haben das Spiel hoch verdient gewonnen, aber wir hätten im Angriff konstanter spielen müssen. Das ärgert mich ein bisschen." Dennoch gehen er und seine Schützlinge die nächste Aufgabe voller Zuversicht an. "Wir sind gut im Turnier angekommen. Alles in allem war das schon so, wie wir uns das vorgestellt haben", sagte Golla.

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Workout: Arm- und Beintrainer für zu Hause: So bauen Sie Ihre Muskulatur (wieder) auf

Wer viel Zeit am Schreibtisch verbringt, körperlich eingeschränkt ist oder einfach nur seine Beweglichkeit und Ausdauer verbessern möchte, ist mit einem Arm- und Beintrainer gut beraten.Ursprünglich wurden Arm- und Beintrainer für Senioren entwickelt – also Menschen, die unter einer eingeschränkten Bewegungsfreiheit im Alltag leiden, sei es aus Altersgründen oder aufgrund einer Verletzung. Mittlerweile hat sich jedoch herausgestellt, dass die Mini-Heimtrainer genauso gut für Menschen geeignet sind, die ihre oberen und unteren Extremitäten aus Zeit- oder Kostengründen zu Hause trainieren wollen. Im Gegensatz zu anderen Fitnessgeräten sind die klassischen Arm- und Beintrainer deutlich kleiner und günstiger, können somit leicht verstaut werden und entlasten den Geldbeutel. Und das sind noch längst nicht alle Vorteile, die sie zu bieten haben.Diese Vorteile bieten klassische Arm- und BeintrainerUnabhängig davon, aus welchen Gründen Sie sich für einen klassischen Arm- und Beintrainer entscheiden, profitiert Ihre Muskulatur von dem Trainingsgerät. Die gezielte Stärkung von Armen und Beinen bringt aber noch weitere Vorteile mit sich:Sie können das Training nebenbei, beim Fernsehen oder im Home-Office (also sitzend) absolvierenIhre Gelenke werden wieder geschmeidiger und erhöhen die Bewegungsfreiheit im AlltagDie Durchblutung der Gliedmaßen wird verbessert, sodass diese gestärkt und mobiler werdenSie kräftigen Ihre Arm- und Beinmuskulatur, ohne den Körper dabei stark zu belastenDurch das regelmäßige und effektive Training können Sie Ihr Gewicht reduzierenArm- und Beintrainer: Das müssen Sie wissenBei dem klassischen Arm- und Beintrainer handelt es sich um ein einfaches Trainingsgerät mit Pedalen, die sowohl mit den Händen als auch mit den Füßen bedient werden können – einen Lenker oder einen Sattel gibt es nicht. Dementsprechend können Sie nur im Sitzen trainieren, was für Senioren oder Menschen mit Gleichgewichtsproblemen sicherlich von Vorteil ist. Das Gleiche gilt für alle, die aufgrund der Corona-Krise derzeit im Home-Office arbeiten müssen und sich dadurch deutlich weniger im Alltag bewegen. Hinzukommt, dass die örtlichen Fitnessstudios momentan alle geschlossen haben und es keine andere Möglichkeit gibt, als in den eigenen vier Wänden aktiv zu werden.Durch das Treten mit den Füßen oder das Kurbeln mit den Händen können Sie in erster Linie Ihre Arme, Schultern und Beine trainieren. Das stärkt die Muskulatur und verbrennt obendrein auch noch reichlich Kalorien – falls Sie sich den Mini-Heimtrainer zwecks Gewichtsreduktion zugelegt haben. Hinzukommt, dass Sie durch das regelmäßige Training Ihre geistige Fitness verbessern können: Laut einer Studie der University of Bristol sind Menschen, die vor oder nach dem Arbeiten trainieren, deutlich produktiver. Selbst wenn Sie nur mit geringem Widerstand (dieser ist bei den Arm- und Beintrainer individuell einstellbar) trainieren, erhöhen Sie das Energieniveau und den Sauerstoffgehalt in Ihrem Gehirn.Alternative Trainingsgeräte für Arme und BeineNatürlich gibt es eine Vielzahl anderer Trainingsgeräte für den Heimgebrauch, mit denen Sie Arme und Beine – aber auch andere Körperpartien – stärken können. Zu den beliebtesten zählen:Das RudergerätDas TÜV-geprüfte Rudergerät für zu Hause trainiert den gesamten Rücken, die Oberschenkel und die Waden sowie die Arme. Es besitzt acht Widerstände, die Sie manuell einstellen können. Durch den integrierten Trainingscomputer können Sie Trainingszeit, Distanz, Ruderzüge pro Minute, Kalorienverbrauch und Puls jederzeit überwachen. Das Gerät ist zusammenklappbar und kann platzsparend verstaut werden.Die VibrationsplatteWie der Name schon vermuten lässt, arbeitet das Trainingsgerät mit Vibrationsstufen. Diese sollen dazu beitragen, Muskulatur aufzubauen und Fett zu verbrennen. Dieses Vibrationsboard besitzt 180 unterschiedliche Stufen und acht Trainingsprogramme. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, auch körperliche Beschwerden (zum Beispiel Wassereinlagerungen, Muskelschwäche, Inkontinenz, Osteoporose oder Übergewicht) zu lindern.Das LaufbandWenn Sie gerne draußen joggen gehen, sind Sie auf gutes Wetter angewiesen. Denn gerade an regnerischen Tagen ist die Gefahr zu stürzen besonders groß. Mit dem heimischen Laufband können Sie selbst bestimmen, wann und wie oft Sie Ihr Training absolvieren. Das Gerät besitzt drei Programme, kann mit maximal 150 Kilogramm belastet werden und ist obendrein auch noch zusammenklappbar, sodass es nicht im Weg rumstehen muss.Das TrampolinBei der sogenannten Jumping-Fitness, einer neuen Trendsportart, können Sie besonders viele Kalorien verbrennen – und dabei auch noch Spaß haben. Dafür benötigen Sie nur ein Fitness-Trampolin mit leiser Gummiseilfederung und einem höhenverstellbaren Haltegriff. Und schon können Sie mit Ihrer Lieblingsmusik das schweißtreibende Training starten. Wichtig: Das Gerät hält maximal 130 Kilogramm stand.

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Ins Wasser, marsch!: Aquajogging: Warum das Ganzkörper-Workout mehr ist als sinnloses Herumhüpfen

Einst als Wassergymnastik für Senioren verpönt, hat sich Aquafitness als Ganzkörpertraining für Jedermann etabliert. Lesen Sie hier, warum Aquajogging, Aquaboxing und Co. die perfekte Alternative zum Fitnesstudio sind. Aquajogging war lange verpönt. Unter Schwimmern genauso wie unter Läufern. Als sinnfreies Rumgehüpfe im hüfttiefen und lauwarmen Planschbecken. Nichts Halbes und nichts Ganzes. Wassertreten für Senioren mit zu viel Zeit. Diese und andere Klischees schwebten allenthalben über der auf den ersten Blick etwas merkwürdig aussehenden Fitnessmethode. Zugegeben: Der Lifestyle-Faktor beim Aquajogging ist überschaubar. Dennoch hat sich die Wassergymnastik mittlerweile nicht nur in der Rehabilitation etabliert, es ist als Ganzkörpertraining anerkannt, das nicht nur ausgesprochen gelenkschonend, sondern auch noch besonders effizient ist – und zwar für Hobby-, Breiten- und Leistungssportler gleichermaßen.Lesen Sie, warum Aquajogging mehr ist als Herumhüpfen im flachen Kinderbecken und warum auch Topathleten und viele Mannschaftssportler darauf setzen.Wasser schlägt Hanteln und LaufschuheSchwimmen ist eine der anspruchsvollsten Ausdauersportarten, die es gibt. Wer die Technik – egal in welcher Stilart – nicht richtig beherrscht, wird mit dem Element Wasser nie wirklich glücklich werden. Das Problem (oder auch der Vorteil): Wasser hat ein 800 Mal höhere Dichte als Luft. Der Körper muss im Schwimmbecken also deutlich mehr Energie aufbringen, um sich nach vorn zu bewegen als beim Joggen im Park. Wer schon einmal versucht hat im Wasser zu laufen – und sei es nur im knietiefen Wasser – wird bemerkt haben, dass die Kräfte schnell schwinden. Aquafitness ganz allgemein und Aquajogging, Aquazumba, Aquaboxing und vieles mehr als Zeitvertreib für Senioren abzustempeln, ist also kompletter Unsinn. Ganz im Gegenteil: Statt die müden und gestressten Knochen über den Asphalt zu schleifen oder im Fitnessstudio unkontrolliert Hanteln von A nach B zu bugsieren, ist das Wasser als Fitnessgerät geradezu prädestiniert – für Jung und alt, dick und dünn, Sportmuffel und Spitzenathleten.Aquajogging – Wer hat's erfunden?Ein gewisser John Glenn McWaters – nein das ist kein Künstlername – entwickelte in den 1970er Jahren die mittlerweile weltweit anerkannte Trainingsmethode – und nannte sie "Deep Water Running". Genauer gesagt, experimentierte der findige Offizier der US-Marine mit Trainingshilfen, die das Laufen im tiefen Wasser möglich machen. Heraus kam die sogenannte "Wet Vest", eine Weste aus Neopren. Leichtathletiktrainer McWaters erkannte früh die Vorzüge des Aquajogging und versuchte das zu nutzen, um seine Soldaten in einen soliden Fitnesszustand zu bringen. Die Tools wurden weiterentwickelt. Heutzutage schnallt man sich beim Aquajogging einen sogenannten Auftriebsgürtel aus Schaumstoff um den Oberkörper oder streift eine Schaumstoffweste über. Beide Tools sind leicht und bequem und unterstützen neben dem Auftrieb die Balance im Wasser.In Deutschland gilt die Bewegungstherapeutin Margot Zeitvogel-Schönthier als Pionierin des Aquatrainings. Sie betreut und berät seit vielen Jahren vor allem Wintersportler – unter anderem Athleten des Deutschen, Schwedischen und Kanadischen Skiverbands. Auch im Tennis, Handball, Fußball und Klettersport hat die Autorin zahlreicher Fachbücher verschiedene Methoden des Trainings im Wasser etabliert – darunter auch Aquajogging.Warum Aquajogging statt einem Läufchen im Park?Zunächst einmal hat Wasser einen mehrere hundertfach größeren Widerstand als Luft. Das macht das Training auf die Dauer zwar etwas anstrengender, dafür ist der Trainingseffekt um einiges größer. Wegen des erhöhten hydrostatischen Drucks wird mehr Blut zum Herzen gepumpt – das Schlagvolumen erhöht sich um bis zu 20 Prozent. Im Umkehrschluss sinkt die Herzfrequenz. Man geht davon aus, dass der Maximalpuls ca. acht bis zehn Schläge niedriger ist als beim Laufen an Land. Beim Aquajogging erzielt man demnach bei deutlich geringerer Belastung denselben Trainingseffekt beim Läufchen im Park.Zudem trainiert man wegen der Auftriebswirkung nur mit einem Bruchteil des eigenen Körpergewichts (im brusttiefen Wasser werden aus 70 kg Körpergewicht an Land sieben Kilogramm). Was sich – und das ist einer der großen Vorzüge des Aquajogging – vor allem positiv auf die Gelenke, Muskeln und Sehnen auswirkt. Die sind beim konventionellen Laufen – egal, ob auf Parkwegen, asphaltierten Straßen oder anderswo – aufgrund der permanenten Stauchungen einer erheblichen Belastung ausgesetzt. "Die Verletzungsgefahr liegt nahezu bei Null", sagt auch Ingo Froböse, Professor an der Deutschen Sporthochschule in Köln.Zeitvogel-Schönthier schwört zudem auf die Massagewirkung des Wassers. "Es streichelt und knetet die Haut wie tausend zärtliche Hände". Dafür sorgen der bereits erwähnte hydrostatische Druck und der natürliche Reibungswiderstand des Wassers. Je intensiver der Bewegungen ausgeführt werden, desto stärker ist die Wirkung. Und das schlägt sich auch beim Körpergewicht nieder. Froböse: "Aufgrund der langsameren Bewegungen im Wasser greifen die Muskeln vor allem auf die Fettreserven statt auf Zuckerdepots zurück." Aufgrund der verbesserten Durchblutung wird zudem das Bindegewebe gestrafft. Auch der Cellulitis geht's beim Aquajogging an den Kragen.Welche Arten von Aquajogging gibt es?Man unterscheidet zwei Formen des Aquajogging. Bei Variante 1, die insbesondere für Senioren empfohlen wird, haben die Beine Bodenkontakt (Water Running). Das Training findet also in einem Becken mit einer Wassertiefe von weniger als 1,50 Meter statt. Der Vorteil: Es sind keine Hilfsmittel notwendig. Wichtig: Man drückt sich bei jedem Schritt mit dem Fußballen vom Boden des Beckens ab. Bei Variante 2 wird im tiefen Wasser trainiert. (Suspended Deep Water Running) Dabei sorgt ein Schaumstoffgürtel für Auftrieb. Wichtig: Der Oberkörper wird leicht nach vorn gebeugt und die leicht angewinkelten Arme schwingen in der Laufbewegung locker mit. Als Grundregel für beide Formen des Aquajogging gilt: Je höher die Schrittfrequenz, desto anstrengender, aber auch effektiver ist das Training.Wie viele Kalorien verbrennt man beim Aquajogging?Durchschnittlich 450 Kilokalorien verbrennt man während einer einstündigen Aquajogging-Trainingseinheit. Laut Froböse sind das etwa 150 weniger als beim Radfahren oder Laufen. Dafür greift der Wasserdruck dem Kreislauf des Aqualäufers sprichwörtlich unter die Arme. Der Effekt: Das Herz kann mit jedem einzelnen Schlag mehr sauerstoffreiches Blut in die Arterien pumpen. Der Puls bleibt im moderaten Bereich.Aquajogging: Wie oft und wie lange?Empfohlen werden zwei bis drei Einheiten pro Woche á 45 Minuten. Im Idealfall unter Anleitung und Aufsicht eines Trainers. Viele öffentliche Bäder und Fitnessstudios mit Schwimmbecken bieten regelmäßig Kurse an. Mehr als Badebekleidung muss man da nicht mitbringen. Die Schaumstoffgürtel werden meist gestellt. Wem das nicht reicht, der kann sich die Auftriebshilfen auch selbst kaufen. Wichtig: Sie sollten stufenlos verstellbar sein und sich dem Körper anpassen. Anderenfalls drückt der Gürtel zu stark auf den Brustkorb und stört die Atmung. Zudem könnten sich Gürtel und Arme während der Laufbewegung ins Gehege kommen.Quellen:"Fit for fun"; "gesundheitswissen.de"; "aquatraining.de"; "Runners World"

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Wintersport: Dämpfer vor Olympia: Hase/Volodin verpassen EM-Titel

Die Paarläufer Minerva Hase und Nikita Volodin patzen bei der EM und müssen sich mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Die Leistung ist auch ein Rückschlag auf dem Weg zu Olympia.Das deutsche Top-Duo Minerva Hase und Nikita Volodin hat den Titel bei der Eiskunstlauf-Europameisterschaft im britischen Sheffield deutlich verpasst und damit wenige Wochen vor den Olympischen Spielen einen Rückschlag kassiert. Die beiden belegten nach einer enttäuschenden Kür mit einem Sturz beim Wurfrittberger sowie bei einer Hebung und insgesamt 203,87 Punkten nur den zweiten Platz.Den Titel im Paarlaufen holten sich erstmals die Georgier Anastasia Metelkina/Luka Berulawa (215,76 Punkte), die auch schon nach dem Kurzprogramm knapp vor Hase/Volodin in Führung gelegen hatten. "Noch ist alles offen", hatte Hase noch vor der Kür gesagt. Doch Hase/Volodin konnten wie schon im Kurzprogramm keine fehlerfreie Vorstellung abliefern. Im Gegenteil: Der knappe Rückstand wuchs in der Kür deutlich.Den dritten Rang belegten Maria Pavlova/Alexei Sviatchenko (202,56 Punkte) aus Ungarn. Das zweite deutsche Duo Annika Hocke/Robert Kunkel (188,27 Punkte) landete wie schon nach dem Kurzprogramm auf einem guten vierten Platz.Traum vom OlympiasiegAuch wenn sich Hase/Volodin in Sheffield mit Silber zufriedengeben mussten, zählen sie bei Olympia in Italien in einem Monat zu den Medaillenanwärtern. Die beiden 26-Jährigen träumen von Gold beim Saisonhöhepunkt.Um sich diesen Traum zu erfüllen, benötigen Hase/Volodin im Gegensatz zur EM sowohl im Kurzprogramm als auch in der Kür zwei fehlerfreie Vorstellungen. Neben den Georgiern Metelkina/Berulawa zählen die Weltmeister Riku Miura und Ryuichi Kihara aus Japan und die Italiener Sara Conti/Niccolò Macii zu den größten Konkurrenten. Wegen einer Verletzung Contis fehlte das Paar bei der EM.Gartung zittert sich ins KürfinaleWenige Stunden vor der Silbermedaille für Hase/Volodin hatte sich Genrikh Gartung in der Männerkonkurrenz nach einer Zitterpartie im Kurzprogramm für die Kür am Samstag (ab 14.00 Uhr) qualifiziert.Der 18-Jährige belegte auch wegen eines Sturzes beim dreifachen Axel mit 64,45 Punkten den 24. Rang und damit den letzten Finalplatz. "Es war sehr schwer. Der Axel hat mich rausgebracht", sagte Gartung. In Führung liegt nach dem Kurzprogramm Nika Egadse aus Georgien mit 91,28 Zählern.Am Freitag steigt dann auch das deutsche Eistanz-Duo Charise Matthaei/Max Liebers in die EM ein. Das Paar war für Jennifer Janse van Rensburg und den an einem Infekt erkrankten Benjamin Steffan nachgerückt. Eine deutsche Einzelstarterin nimmt erstmals seit mehr als 70 Jahren nicht an der EM teil.

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Handball-EM: Deutsche Handballer legen gegen Österreich Traumstart hin

Traumstart in die Handball-EM: Angeführt von Torhüter Andreas Wolff haben Deutschlands Handballer beim Auftakt gegen Österreich die Nerven bewahrt und verdient gewonnen.Die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason besiegte Österreich im heiß umkämpften Bruderduell mit 30:27 (12:8) und nahm direkt Kurs auf die Hauptrunde. Mit einer lange Zeit starken Abwehrleistung stellte das deutsche Team seine großen Ambitionen unter Beweis.In dem emotionsgeladenen Nachbarschaftsduell gelangen der DHB-Auswahl immer wieder minutenlange Phasen ohne Gegentor. Und wenn doch mal ein Ball durchkam, war häufig Wolff zur Stelle. Der Torhüter, der mit seinen "Anti-Handball"-Aussagen über den Gegner im Vorfeld der Partie für mächtig Wirbel gesorgt hatte, parierte mit dem Bein auf Kopfhöhe, hielt mit den Armen und war einmal sogar mit seinem Gesicht zur Stelle – und ließ die Österreicher so reihenweise verzweifeln.Bundestrainer Alfred Gislason wechselte vielCoach Gislason jubelte nach gelungenen Aktionen an der Seitenlinie, als wenn er selbst Teil des Defensiv-Bollwerks sei. Der 66-Jährige wechselte viel und nutzte die volle Breite seines Kaders. Zum besten deutschen Werfer avancierte vor 5820 Zuschauern in der Jyske Bank Boxen von Herning Kapitän Johannes Golla mit sieben Toren.Den Schwung kann das deutsche Team mit Blick auf die kommenden Aufgaben gut gebrauchen. Die weiteren Vorrundenspiele bestreitet das deutsche Team gegen Serbien am Samstag (20.30 Uhr/ARD) und gegen Spanien am Montag (20.30 Uhr/ZDF). Nur die ersten beiden Teams erreichen die zweite Turnierphase, in welche die Punkte gegen die ebenfalls qualifizierte Mannschaft mitgenommen werden. Erklärtes DHB-Ziel ist der Einzug ins Halbfinale.Die Stimmung für das Nachbarduell war nach den provokanten Wolff-Sätzen ("Österreich spielt absoluten Anti-Handball. Das möchte eigentlich keiner sehen") mächtig aufgeheizt. Und so rief Gislason seine Spieler kurz vor der Partie zu "Lockerheit" auf. In einem Eröffnungsspiel sei es "extrem wichtig, dass keiner verkrampft, alle aufeinander vertrauen", so der Isländer am ARD-Mikrofon. Es gehe darum, "das Zusammensein mit den Kollegen zu genießen und dass der Spaßfaktor wirklich da ist. Dafür müssen wir uns konzentrieren – in Angriff und Abwehr."Handball-EM: DHB-Team kam ins RollenDies gelang dem deutschen Team zunächst richtig gut, besonders in der Abwehr. Fünf Minuten lang blieb Wolff ohne Gegentor, Deutschland führte nach dem zweiten verwandelten Siebenmeter von Lukas Zerbe mit 4:1 (10.). Weil aber auch Österreich, das der deutschen Mannschaft bei der letzten EM noch ein Remis (22:22) abgetrotzt hatte, richtig gut verteidigte, blieb es in der Anfangsphase ein Spiel mit wenig Toren. Österreich glich in der 18. Minute wieder aus.Die DHB-Auswahl ließ sich vom Zwischenspurt des Gegners aber nicht verunsichern – und profitierte nun auch von seinen Wechselmöglichkeiten. Erst stellte Kreisläufer Golla per Doppelpack auf 8:6, wenig später schraubte Zerbe die Führung in einer Phase von zehn Minuten mit nur einem Gegentreffer auf 11:7. "Ey Jungs, das ist eine phänomenale Abwehr. Wir zermürben sie in der Abwehr", rief Gislason in der Auszeit seinen Spielern zu. Die Vier-Tore-Halbzeitführung? Folgerichtig.Zwar robbte sich Österreich nach der Pause zunächst nochmal bis auf 14:12 heran, doch Deutschland kam nun ins Rollen und zog dank eiskalt verwandelter Schnellangriffe ruckzuck bis auf 18:13 davon. Als Wolff nach einem Gesichtstreffer beim Stand von 19:14 (41.) kurzzeitig runter musste, stand eine starke Quote von 36 Prozent gehaltener Bälle zu Buche. Es kamen weitere Paraden hinzu, das deutsche Team rettete den Vorsprung über die Zeit.

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Hamburger SV: Strafanzeige gestellt – Stefan Kuntz geht in Belästigungsaffäre in die Offensive

Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt nach einer Anzeige von Ex-HSV-Sportvorstand Stefan Kuntz. Zuletzt war dem Funktionär sexuelle Belästigung vorgeworfen worden. In der Affäre um mutmaßliche sexuelle Belästigungen von Mitarbeiterinnen durch den früheren HSV-Sportvorstand Stefan Kuntz ist der 63-Jährige in den Angriffsmodus gegangen: Die Hamburger Staatsanwaltschaft bestätigte dem stern am Donnerstagnachmittag Medienberichte, wonach der Funktionär über eine Anwaltskanzlei Anzeige wegen Stalkings gegen Unbekannt erstattet habe.Die Anzeige sei am 12. Dezember gestellt worden, so eine Sprecherin der Anklagebehörde – also vor der Berichterstattung über die mutmaßlichen Verfehlungen des Fußball-Europameisters von 1996. Am vergangenen Sonntag hatte die "Bild"-Zeitung öffentlich gemacht, dass Kuntz sich in seiner Funktion als Sportvorstand mindestens unangemessen gegenüber Mitarbeiterinnen des HSV verhalten haben soll (der stern berichtete)."Schwerwiegendes Fehlverhalten" von Stefan Kuntz?Dies soll auch der eigentliche Grund für die angeblich einvernehmliche Trennung zwischen dem Klub und seinem Manager zum Jahresende gewesen sein. Der Aufsichtsrat des Bundesligisten bestätigte die Anschuldigungen am vergangenen Montag indirekt. Es gebe "Vorwürfe eines schwerwiegenden Fehlverhaltens", hieß es in einer Stellungnahme. Diese seien "glaubhaft", die Trennung von Kuntz daher "schnellstmöglich" erfolgt.Was genau im Umfeld des Hamburger Volksparks vorgefallen ist, ist weiterhin unklar. Zuletzt berichtete der "Spiegel", dass mutmaßlich Betroffene "unpassende" Äußerungen und "unangemessenen Körperkontakt" seitens Kuntz schilderten. "Die Gelegenheit zur Stellungnahme gegenüber dem Aufsichtsrat hat Herr Kuntz trotz mehrfacher Angebote explizit nicht genutzt", erklärte der HSV. Auch auf Anfrage des stern reagierten der frühere Nationalspieler und seine Anwälte nicht.Kuntz verteidigte sich nach dem "Bild"-Bericht stattdessen via Instagram. "Ich weise diese Vorwürfe entschieden zurück!", schrieb er. Er werde mit Anwälten gegen die "falschen Vorwürfe und Vorverurteilungen" vorgehen. Seither schweigt Kuntz öffentlich. Mit der Strafanzeige wegen Nachstellung nach Paragraf 238 des Strafgesetzbuches ist klar: Der frühere HSV-Sportvorstand sieht sich selbst als Opfer. Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen. Welche Vorgänge konkret zur Anzeige gebracht wurden, wollte sie auf Anfrage nicht mitteilen. Gegen Stefan Kuntz liege derweil keine Strafanzeige vor.Quellen: "Bild"-Zeitung, "Spiegel", Sport1, Hamburger SV, Stefan Kuntz, Staatsanwaltschaft Hamburg, Nachrichtenagentur DPA

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NBA-Basketballer in Berlin: Zwei Brüder, eine Mission

Moritz und Franz Wagner sind mit den Orlando Magic in Berlin zu Gast. Die beiden Basketballer wollen Werbung machen – nicht nur für ihren Klub, sondern gleich für die ganze NBA.

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Plan B nach der Karriere: Die Berufe der deutschen Handball-Stars

Sie füllen die Hallen und wollen bei der Handball-EM die Fans begeistern. Doch Deutschlands Handballer orientieren sich neben der Karriere auch in ganz bodenständige Berufe.Stellen Sie sich vor, Manuel Neuer würde neben seinem Job beim FC Bayern noch einer anderen Beschäftigung nachgehen: Nach dem Training würde Deutschlands bester Fußball-Torwart beispielsweise noch für sein Studium lernen.Genau das passiert im Handball: Dort hat die deutsche Mannschaft mit Andreas Wolff einen der besten seiner Zunft im Kader. Wolff ist mit kolportierten 50.000 Euro Monatsverdienst beim THW Kiel sogar Top-Verdiener in der DHB-Auswahl. Trotzdem studiert er nebenbei noch Internationales Management, um sich auf die Zeit nach der Karriere vorzubereiten.Und der Torwart ist nicht der einzige, der diesen Weg geht. Zwar gibt es einige Spieler, die sich voll und ganz auf ihre Handball-Karriere konzentrieren. Viele Akteure im deutschen Kader für die Handball-EM in Dänemark, Schweden und Norwegen haben aber eine Ausbildung gemacht oder studieren neben dem Sport.So viel können die deutschen Spieler bei der Handball-EM verdienenEin Plan B neben der Karriere ist in Sportarten wie Handball sinnvoll. Von ihrem Gehalt können die Nationalspieler zwar mehr als gut leben. Aber einerseits kann der Traum vom Spitzensport schnell beendet sein – sei es wegen mangelnder Leistungen oder Verletzungen. Und andererseits hat auch ein Top-Handballer nach der sportlichen Laufbahn nicht ausgesorgt. Auf eine mögliche Karriere nach der Karriere im Sport, zum Beispiel als Trainer, sollte man sich auch nicht verlassen.Bei der Handball-EM können sich die deutschen Spieler ein schönes Zubrot verdienen. Die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason erhält bei einer Goldmedaille insgesamt 575.000 Euro vom Deutschen Handballbund. Bei 18 Akteuren im DHB-Aufgebot sind das mehr als 30.000 Euro pro Spieler.Für den Gruppensieg gibt es mindestens 50.000 Euro. Der Einzug ins Finale bringt 430.000 Euro ein. Bronze ist 300.000 Euro wert. Der Einzug ins Halbfinale wird mit maximal 190.000 Euro verbucht. Die Prämie für Platz 5 beträgt 100.000 Euro. 

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Anzug-Eklat bei WM: Harte Strafen für Norwegens Funktionäre im Skisprung-Skandal

Norwegens Skispringer haben bei der WM ihre Anzüge manipuliert. Jetzt gibt es Konsequenzen für die Hintermänner.Im Manipulationsskandal um Norwegens Skispringer sind drei Funktionäre zu Sperren von jeweils 18 Monaten verurteilt worden. Wie die Ethikkommission des Ski-Weltverbandes Fis mitteilte, wurden Norwegens Cheftrainer Magnus Brevik, Assistenztrainer Thomas Lobben und Servicemann Adrian Livelten mit diesen Strafen belegt. Die Sperren gelten offiziell seit dem 8. Januar, davon werden jedoch die seit dem 12. März 2025 verbüßten Zeiten einer vorläufigen Suspendierung abgezogen. Außerdem wurden jeweils Geldstrafen in Höhe von 5.000 Schweizer Franken (etwa 5.400 Euro) verhängt.Langwieriges Verfahren endlich abgeschlossenDas Trio wurde für schuldig befunden, bei den Weltmeisterschaften Ende Februar und Anfang März des vergangenen Jahres eine tragende Rolle bei der Manipulation der Sprunganzüge von Johann Andre Forfang und Marius Lindvik gespielt zu haben. Alle drei bleiben bis in den Herbst dieses Jahres gesperrt.Die Ethikkommission FEC hatte zuvor bereits die norwegischen Top-Athleten Lindvik und Forfang zu einer Sperre von drei Monaten verurteilt. Diese Sperren sind bereits abgesessen, das Verfahren gilt nun als abgeschlossen.Die vergangene WM in Trondheim war von dem Eklat um manipulierte Anzüge überschattet worden. Auf anonym gefilmten und veröffentlichten Videos war zu sehen, wie das norwegische Team Wettkampfanzüge auf unzulässige Art und Weise bearbeitet. Es wurde eine nicht erlaubte Naht angebracht, die für mehr Stabilität beim Fliegen in der Luft sorgen soll.

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Fußball-Bundesliga: "Außerirdische" und "innerliche Konflikte" bei Rekord-Bayern

Besser als Beckenbauer, Müller, Matthäus, Kahn und Co.: Das aktuelle Bayern-Team setzt neue Maßstäbe, will aber mehr. Warum Trainer Kompany nach der besten Hinrunde überhaupt trotzdem hadert.Dass dieser Rekord etwas Besonderes ist, wussten auch Vincent Kompany und Max Eberl direkt. Der Stolz über die erfolgreichste Hinserie, die jemals eine Mannschaft des FC Bayern - und damit ein Bundesligateam insgesamt - hingelegt hat, war mit allen Sinnen spürbar. In der ruhmreichen Historie des deutschen Rekordmeisters mit seinen 34 Meisterschaften gab es nie eine Mannschaft zuvor, die eine Hinrunde derart dominiert hat, wie das aktuelle Team von Trainer Kompany. "Ich habe jetzt einen innerlichen Konflikt mit meiner Mentalität, dass wir mitten in der Saison schon einen Rekord bejubeln. Das ist ja kein Titel", sagte der Belgier, jedoch wohl wissend, was sein Team da vollbracht hat. Mit 47 Punkten und plus 53 Toren knackten Harry Kane, Michael Olise und Co. durch das 3:1 (1:1) am Mittwoch beim 1. FC Köln die vormalige Bestmarke der Bayern unter Pep Guardiola aus der Saison 2013/2014 (47 Punkte und plus 35 Tore). Kompany mit großem Respekt"Es ist unheimlich schwer, einen Rekord zu bejubeln in diesem Verein", sagte Kompany dann voller Ehrfurcht weiter. "Ich würde sogar einen Rekord im Ball-Hochhalten mitnehmen. Das ist so schwierig in diesem Verein."Keine Mannschaft der vergangenen Jahrzehnte mit Spielern wie Franz Beckenbauer, Gerd Müller, Paul Breitner, Karl-Heinz Rummenigge, Lothar Matthäus, Stefan Effenberg, Oliver Kahn, Bastian Schweinsteiger, Robert Lewandowski oder Thomas Müller schaffte das, was Serge Gnabry (45. Minute +1), Min-jae Kim (71.) und Lennart Karl (84.) mit ihren Toren in Müngersdorf nun vollendeten. "Wir geben schon was auf Rekorde. Bei Bayern München einen Rekord zu erzielen, das heißt, dass du etwas Außergewöhnliches erreicht hast", sagte Sportvorstand Eberl breit grinsend und mit leuchtenden Augen. "Wir haben eine herausragende Hinrunde gespielt. Außergewöhnlich, wir wollen aber mehr." Bei aller Freude, bei allem Stolz, um die laut Eberl "wirklich großen Titel" spiele man im Frühjahr. "Und dafür bereiten wir gerade alles vor."Eberl: Große Titel werden jetzt vorbereitetDass diese Bayern Double- oder Triple-fähig sind, zeigten sie eindrucksvoll nach der kurzen Winterpause. Der 8:1-Lust-und-Laune-Gala gegen den überforderten VfL Wolfsburg folgte nun ein Sieg der Mentalität gegen giftige und top-motivierte Kölner, die 1:0 durch Linton Maina (41.) in Führung gegangen waren. "Das macht uns gerade aus: Wir können Fußball spielen und einen Gegner an die Wand spielen, aber wir können eben auch dagegen halten", sagte Eberl zufrieden. "Im Januar, auswärts in Köln - das ist kein Zuckerschlecken. Wenn du dann auch noch 1:0 zurückliegst, musst du dich reinbeißen, reinkämpfen. Wir haben uns das hier verdient", sagte Torhüter und Kapitän Manuel Neuer, der bei der Kölner Führung unglücklich ausgesehen hatte.Noch mehr als am Mittwoch dürften die Super-Bayern zumindest auf dem Papier am Samstag gefordert werden, wenn es zum Rückrunden-Auftakt zum Tabellendritten RB Leipzig geht. Die Sachsen wurden zum Saisonauftakt mit 0:6 in München aber bereits regelgerecht verprügelt. Im Nachhinein war dies ein Vorgeschmack für die Liga auf die gesamte Bayern-Hinserie für die Geschichtsbücher.Kwasniok staunt: Kane "wie ein Außerirdischer"Am Ende dieser Hinrunde staunte auch der bekennende Bayern- und Kompany-Fan Lukas Kwasniok. Wie ein kleiner Junge mit offenem Mund schien der Kölner Coach fassungslos ob der Stärke des Rekordmeisters. "Das 1:1 machen jetzt nicht ganz so viele Spieler", sagte Kwasniok zum Zauber-Ausgleich von Gnabry, der den Ball aus spitzem Winkel und kürzester Distanz aus der Luft per Aufsetzer vorbei an FC-Keeper Marvin Schwäbe ins Kölner Tor bugsierte. Auch der Liga-Top-Torjäger Harry Kane, der erstmals seit Ende November in einem Bundesligaspiel wieder leer ausging, bekam ein Extra-Lob. "Wie so ein Außerirdischer", befand Kwasniok. Der Kapitän der englischen Nationalmannschaft sei nicht einfach nur Torjäger, "sondern vielleicht der beste Allrounder nicht nur in der Bundesliga, sondern den es europaweit zu bestaunen gibt", urteilte der Kölner Trainer.

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