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Wir haben für Sie eine Vorauswahl an redaktionellen Inhalten zusammengestellt, die von Mediengesellschaften, Verlagen, Börsendiensten und Finanzblogs bereit gestellt werden. Hier können Sie sich einen schnellen Überblick über die Themen verschaffen, die im Augenblick von öffentlichen Interesse sind.
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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Ski nordisch: Prevc fliegt in der Heimat zum Sieg - Wellinger Achter

Zum Start ins Saison-Abschlusswochenende dominiert der Topfavorit. Die deutschen Skispringer haben mit dem Kampf um die Podestplätze nichts zu tun. Ein Österreicher sorgt für einen Schreckmoment.Der slowenische Saison-Dominator Domen Prevc hat beim Skifliegen in Planica einen Heimsieg gefeiert. Der 26-Jährige setzte sich auf der gigantischen Schanze vor dem Japaner Ren Nikaido und Daniel Tschofenig aus Österreich durch. Als bester deutscher Skispringer belegte Andreas Wellinger am Abschieds-Wochenende von Bundestrainer Stefan Horngacher den achten Platz. Der 30-Jährige landete bei 218,5 sowie 215,5 Metern.Für einen Schreckmoment sorgte der Österreicher Stephan Embacher. Der 20-Jährige flog 240 Meter weit, verlor nach der Landung die Kontrolle und rollte und rutschte danach über den Hang. Embacher stand selbst wieder auf und verließ den Landebereich. Einer ersten ärztlichen Untersuchung zufolge blieb er unverletzt, teilte der Österreichische Skiverband mit.Prevc flog 232,5 und 230,5 Meter weit. Der Ausnahmespringer hat in dieser Saison so ziemlich alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Prevc triumphierte bei der Vierschanzentournee, bei den Olympischen Winterspielen holte er zweimal Gold. Er ist zudem Gesamtweltcupsieger und Skiflug-Weltmeister.Wettkämpfe auch am Samstag und SonntagKarl Geiger belegte als zweitbester Deutscher den zwölften Rang (208 und 224,5 Meter). Pius Paschke wurde 24., für Olympiasieger Philipp Raimund wurde es Rang 28. "Für mich war das Ziel, mich zweimal von der Schanze runterzuschmeißen, und das habe ich ganz gut hinbekommen", sagte Raimund im ZDF. Im vergangenen Jahr hatte der 25-Jährige noch wegen Höhenangst auf einen Start verzichtet.Für die Springer geht es an diesem Samstag mit einem Teamwettbewerb weiter (9.30 Uhr/ZDF und Eurosport). Zudem steht ein Einzel der Frauen auf dem Programm (15.00 Uhr/ZDF und Eurosport). Am Sonntag endet die Saison mit einem weiteren Einzelfliegen im Tal der Schanzen.

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Homosexuelle im Fußball: Uli Hoeneß über Dobricks Coming-out bei St. Pauli: „Wir würden ihn verteidigen“

Uli Hoeneß hat auf das Coming-out des St.-Pauli-Jugendtrainers Christian Dobrick reagiert. Der Aufsichtsrat des FC Bayern sichert Schwulen seine Unterstützung zu.Uli Hoeneß hat sich zum Coming-out von Christian Dobrick geäußert. Dobrick, Jugendtrainer beim FC St. Pauli, hatte sich zu Wochenbeginn in Interviews von RTL und stern zu seiner Homosexualität bekannt. Er ist der erste Trainer aus dem Stab eines Bundesligavereins, der offen zu seinem Schwulsein steht.Hoeneß, Aufsichtsratsmitglied und Ehrenpräsident des FC Bayern München, sagte den Sendern RTL/ntv: „Ich sehe da überhaupt kein Problem drin. Und ich verstehe überhaupt nicht, dass darüber überhaupt diskutiert wird. Wenn das bei Bayern München vorkommen würde, würde derjenige überhaupt kein Problem kriegen, sondern viel eher Unterstützung. Falls er medial oder auch im Internet angegriffen würde, würden wir ihn, wie immer alle unsere Leute, verteidigen.“Das Coming-out des 29 Jahre alten St.-Pauli-Trainers hat bundesweit große Resonanz hervorgerufen und innerhalb der Branche eine Debatte angestoßen, warum Homosexualität im Männerfußball noch immer als ein Tabu gilt. Dobrick hatte im stern-Interview drastische Worte dafür gefunden: „Im Profifußball gelten Schwule noch immer als Außerirdische.“Er sei „mit Sicherheit kein Einzelfall“, sagte Dobrick. „Was den Profibereich betrifft, vermute ich, dass es dort deutlich weniger Schwule gibt als im Bevölkerungsdurchschnitt. Weil der Druck in der Branche so groß ist, ein heteronormatives Leben zu führen. Es kommen weniger schwule Fußballer ganz oben an, weil sie ihre Energie verschwenden müssen für Probleme, die nichts mit dem Sport zu tun haben.“ Dobrick „glücklich“ über Schritt in die ÖffentlichkeitNachdem Dobrick an die Öffentlichkeit gegangen war mit dem Bekenntnis, schwul zu sein, sicherte ihm sein Arbeitgeber FC St. Pauli umgehend Unterstützung zu. Über die sozialen Medien teilte der Hamburger Erstligist mit: „Unser U19-Trainer Christian Dobrick hat in einem Interview seine Homosexualität öffentlich gemacht. Als FC St. Pauli stehen wir selbstverständlich hinter ihm und seinem Coming-out. Denn eigentlich ist es ganz einfach und sollte für alle gelten: Lieb’ doch, wen du willst!“Dobrick sagte dem stern am Freitag, er habe bislang „ausschließlich positive Rückmeldungen aus dem Fußball“ erhalten. „Viele ehemalige Spieler und Kollegen haben sich gemeldet und mir Respekt für meinen Schritt an die Öffentlichkeit gezollt. Ich bin glücklich, dass ich diesen Schritt gewagt habe. Mit so viel Rückhalt hatte ich nicht gerechnet.“Transparenzhinweis: Der stern ist Teil von RTL Deutschland.

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Radsport: Katalonien: Starker Lipowitz Vierter - Vingegaard gewinnt

Deutschlands Radsport-Hoffnung Florian Lipowitz überzeugt bei der Katalonien-Rundfahrt und entscheidet das teaminterne Duell für sich. Jonas Vingegaard dominiert erneut mit deutlichem Vorsprung.99 Tage vor dem Start der Tour de France hat sich Florian Lipowitz in starker Frühform gezeigt und das interne Red-Bull-Duell mit Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel bei der Katalonien-Rundfahrt klar für sich entschieden. Die deutsche Radsport-Hoffnung belegte bei der Bergankunft auf dem Coll de Pal den vierten Platz. Eine Klasse für sich war erneut der zweimalige Tourchampion Jonas Vingegaard. Der Däne, der jüngst schon die Rundfahrt Paris-Nizza gewonnen hatte, siegte mit deutlichem Vorsprung.Lipowitz hatte im Ziel nach 153,1 Kilometern 1:01 Minuten Rückstand, knapp vor ihm lagen nur der Österreicher Felix Gall (0:51) und der zeitgleiche Franzose Lenny Martinez.Superstar Evenepoel verlor auf dem 16,9 Kilometer langen Schlussanstieg mit durchschnittlich sieben Prozent Steigung als Sechster 37 Sekunden auf Lipowitz. Der Belgier war Anfang des Jahres zu Red Bull gewechselt. Bei der Tour soll er mit Lipowitz eine Doppelspitze bilden, eine klare Kapitänsrolle ist zunächst nicht vorgesehen.Lipowitz nun GesamtvierterIn der Gesamtwertung sprang Lipowitz auf den vierten Platz und hat nun einen Rückstand von 1:13 Minuten auf Vingegaard, der damit den Gesamtsieg vor Augen hat. "Das war eine harte Etappe. Wir hatten einen Plan. Ich habe mich am letzten Anstieg richtig gut gefühlt", sagte Vingegaard.Mit einem so großen Vorsprung habe er nicht gerechnet. Die Rundfahrt endet am Sonntag in Barcelona, vorher wartet am Samstag noch eine anspruchsvolle Bergetappe über 158,2 Kilometer von Berga nach Santuari de Queralt. "Ich liebe es, große Rennen zu gewinnen. Es ist eine gute Vorbereitung für das, was noch auf mich zukommt", betonte der Däne.

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Was macht eigentlich …?: Laura Dekker: „Loslassen ist das Schwierigste am Elternsein“

Die Niederländerin schrieb mit 16 Geschichte – als jüngster Mensch, der je allein die Welt umsegelt hat. Wo Laura Dekker heute lebt und wie sie ihre Söhne erzieht.

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Technik fürs Gelände: Von Alltag bis Trail – das richtige Zubehör fürs Mountainbike

Von Multitool bis Mini-Pumpe: Mit dem richtigen Zubehör wird das Mountainbike zum verlässlichen Begleiter – auf Singletrails, Waldwegen oder im Stadtverkehr.Es gibt Fahrräder, die man einfach nur besitzt und solche, die man wirklich nutzt. Wer sich auf ein Mountainbike setzt, um regelmäßig im Gelände zu fahren, zur Arbeit zu pendeln oder die Wochenenden mit Touren durch Wald und Wiesen zu verbringen, wird früher oder später merken, dass das Basismodell allein nicht ausreicht. Bei den Upgrades geht es aber nicht um überflüssigen Schnickschnack, sondern um nützliches Zubehör, das Komfort, Sicherheit und Funktionalität verbessert. Einige Teile erleichtern Pannenhilfe unterwegs, andere erhöhen die Sichtbarkeit im Straßenverkehr oder bieten Schutz vor Verletzungen und Wetter. Das Spektrum reicht von minimalistischen Tools bis hin zu technisch anspruchsvollen Komponenten, die das Fahrerlebnis verändern können.Viele Mountainbiker stehen dabei vor der Frage: Was ist wirklich sinnvoll und was bleibt vermutlich ungenutzt im Keller? Der Markt ist groß, der Alltag individuell. Umso wichtiger ist es, das Zubehör entlang der eigenen Nutzung zu wählen. Wer Trails fährt, braucht anderes Equipment als jemand, der vor allem Feldwege und Radwege nutzt. Die eine schwört auf Tubeless-Reifen und Carbon-Pumpe, der andere will vor allem trockene Füße und ein verlässliches Schloss. Der folgende Überblick ordnet die Möglichkeiten und stellt einige Produkte vor, die sich in verschiedenen Szenarien bewährt haben.MTB-Zubehör für Pannen und ReparaturenNichts stört eine Tour mehr als eine Panne ohne Werkzeug. Ein kompaktes Multitool gehört deshalb zur Grundausstattung. Modelle mit Kettennieter und Drehmomentschlüssel sind besonders hilfreich, wenn man allein unterwegs ist. Ein gutes Beispiel bietet hier ein Set von Crankbrothers, das mit Inbusschlüsseln, Torx, Reifenheber und Notfall-Kettenwerkzeug ausgestattet ist. Ergänzend empfiehlt sich eine Mini-Pumpe mit flexiblem Schlauch, um auch bei ungünstiger Ventilposition genügend Druck aufzubauen. Einige Modelle wie die Topeak Road Morph kombinieren hohe Pumpleistung mit Manometer und lassen sich sogar auf dem Boden aufstellen. Wer tubeless fährt, profitiert zudem von einem CO2-Kartuschen-Set, das den Reifen schnell wieder dicht bekommt. Und für all jene, die auf Nummer sicher gehen wollen, lohnt ein kleiner Ersatzschlauch im Trikot oder in der Satteltasche.Schutz und Sichtbarkeit im GeländeGerade auf Singletrails oder bei schnell wechselndem Terrain spielt Körperschutz eine wichtige Rolle. Knie- und Ellenbogenprotektoren mit CE-Zertifikat sind in modernen Ausführungen flexibel genug, um auch bei längeren Fahrten nicht zu stören. Leichte Modelle aus D3O-Material, wie sie etwa von G-Form oder IXS angeboten werden, kombinieren Beweglichkeit mit Stoßdämpfung. Für den Kopf empfiehlt sich ein Helm mit MIPS-System, das Rotationskräfte bei Stürzen minimiert. Einige Varianten wie der POC Tectal Raceverfügen zusätzlich über integrierte Reflektoren, was sie auch für Pendler interessant macht. Ergänzend kann eine Brille mit Wechselgläsern vor Staub, Wind und Sonne schützen – gerade bei schnellen Abfahrten oder Touren im Hochsommer.Praktisches Zubehör für TourenWer längere Strecken fährt, weiß gut platzierte Taschen zu schätzen. Eine Rahmentasche oder Oberrohrtasche mit wasserfestem Reißverschluss bietet Stauraum für Handy, Riegel, Werkzeug und Ersatzteile. Besonders praktisch sind magnetische Verschlüsse oder Modelle mit Touchscreen-kompatibler Handyhülle. Für den Trinkvorrat empfiehlt sich ein Trinksystem mit Schlauch, das im Rucksack getragen wird. Die Rucksäcke von Evoc oder CamelBak bieten hierfür spezielle Halterungen, Polster und Belüftungssysteme. Wer bei wechselhaftem Wetter unterwegs ist, profitiert zudem von einem schnell zugänglichen Regenponcho oder einer ultraleichten Regenjacke, die sich klein zusammenfalten lässt. Auch ein Mini-Schutzblech am Vorderrad kann verhindern, dass Schlamm oder Spritzwasser direkt ins Gesicht fliegen.Upgrades für Alltag und StadtverkehrNicht alle nutzen ihr Mountainbike nur im Gelände. Wer damit auch zur Arbeit fährt oder Einkäufe transportiert, sollte auf alltagstaugliches Zubehör setzen. Eine hochwertige Lichtanlage mit Akku oder Nabendynamo verbessert die Sichtbarkeit. Hier bieten Marken wie Busch & Müller oder Sigma LED-Systeme mit Tagfahrlicht und Standlichtfunktion. Für den Gepäcktransport empfehlen sich abnehmbare Hinterrad-Gepäckträger oder Rahmentaschen mit Clip-System. Wer sein Rad draußen abstellt, braucht ein sicheres Schloss. Bügelschlösser mit ART-Zertifikat bieten hohe Sicherheit, lassen sich aber nur schwer transportieren. Eine Alternative sind Faltschlösser wie das Abus Bordo, das sich kompakt an den Rahmen montieren lässt. Schließlich lohnt sich auch ein schmaler Ständer zum Anschrauben. Viele Modelle passen inzwischen an moderne MTB-Rahmen mit integrierter Aufnahme.Sauberkeit und Pflege für längere LebensdauerRegelmäßige Pflege ist für die Lebensdauer eines Mountainbikes entscheidend. Kettenreiniger, Bürstensets und biologisch abbaubares Fahrradshampoo helfen, auch hartnäckigen Dreck zu entfernen. Besonders bei Touren durch Matsch oder Sand empfiehlt sich nachträgliches Ölen mit einem feuchten oder trockenen Schmiermittel. Wer regelmäßig pflegt, reduziert nicht nur den Verschleiß, sondern erkennt auch frühzeitig mögliche Defekte. Fahrradpflege-Sets wie die von Muc-Off bieten dabei alles in einem Paket: Reiniger, Lappen, Öl und sogar Schutzsprays für den Rahmen. Für die Reinigung zu Hause ist ein Montageständer hilfreich. Modelle mit Klappmechanismus und Schnellspanner erleichtern das Arbeiten am Rad, etwa beim Wechseln der Bremsbeläge oder dem Justieren der Schaltung.Individuelle Ausstattung für FahrspaßAbseits von Standardausstattung lassen sich Mountainbikes auch durch individuelle Komponenten aufrüsten. Breitere Griffe mit ergonomischer Form verbessern den Komfort auf langen Strecken. Sattelmodelle mit Gelpolsterung oder Aussparung im Dammbereich helfen gegen Taubheitsgefühle. Wer regelmäßig bei Dunkelheit oder in Dämmerung fährt, sollte Reflektoren an Speichen, Pedalen und Helm nachrüsten. Auch eine Smartphone-Halterung am Lenker – etwa von SP Connect – kann praktisch sein, wenn das Handy als Navi dient. Bei anspruchsvollen Touren bieten sich zudem Reifendrucksensoren an, die via App warnen, bevor zu viel Luft verloren geht. Wer an der Fahrleistung feilen möchte, kann mit einem Pulsmesser oder GPS-Tracker Fahrdaten aufzeichnen und gezielter trainieren.

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Sicher am Fels: Mit den richtigen Schuhen wird Bergsteigen zum Glücksgefühl

Wer in die Berge geht, braucht zuverlässige Schuhe. Welche Eigenschaften entscheidend sind, welche Modelle sich fürs Bergsteigen eignen und wie sie sich im Alltag bewähren.Der Berg beginnt nicht erst dort, wo die Felsen steil nach oben ragen, sondern schon unten am Fuß. Wer bergauf unterwegs ist, spürt schnell, wie entscheidend das richtige Schuhwerk für Sicherheit, Ausdauer und Komfort wird. Die Schuhe bilden die entscheidende Schnittstelle zwischen Körper und Gelände. Sie müssen Kräfte übertragen, vor Kälte und Nässe schützen und zugleich Beweglichkeit erlauben. Ohne sie wäre kaum eine längere Tour im alpinen Gelände möglich, denn falsches Schuhwerk führt nicht nur zu Blasen und Schmerzen, sondern kann im Ernstfall zu gefährlichen Fehltritten oder Stürzen beitragen. Viele Freizeitwanderer unterschätzen diese Tatsache, solange sie auf einfachen Forstwegen bleiben. Doch sobald der Weg schmaler, steiler oder steiniger wird, reicht gewöhnliches Schuhwerk nicht mehr aus. Der Bergschuh muss hier eine stabile Einheit bilden, die sowohl Knöchel als auch Fußsohle entlastet und in anspruchsvollen Passagen die nötige Sicherheit vermittelt.Gerade im Hochgebirge, wo Geröll, Schnee und wechselnde Wetterlagen den Untergrund unberechenbar machen können, hängt das Gelingen einer Tour entscheidend von der Qualität und Passform des Schuhs ab. Er ist kein Zubehör wie Stöcke oder Handschuhe, sondern gehört zur elementaren Grundausstattung. Mit dem entsprechenden Ernst sollte er ausgewählt werden.Schuhe fürs Bergsteigen und ihre BauartenSchuhe zum Bergsteigen sollten nach ihrem Einsatzbereich unterschieden werden. Leichte Modelle orientieren sich an Trekkingstiefeln, sind aber stabiler und steifer. Sie eignen sich für mehrtägige Touren im Mittelgebirge oder auf alpinen Pfaden ohne dauerhaftes Eis. Klassische Hochtourenschuhe dagegen setzen auf eine steife Sohle, die Kipphebelbindungen für Steigeisen aufnehmen kann. Sie sind für Gletscherquerungen und felsige Grate gedacht. Wer im Fels klettert, braucht wiederum Schuhe mit präziser Kletterzone im Vorderfuß, die auf Reibung und Trittfläche optimiert sind. Allen Bauarten gemeinsam ist der hohe Schaft, der die Sprunggelenke schützt und stabilisiert. Bei vielen Modellen kommt im Obermaterial eine Kombination aus Leder und modernen Kunstfasern zum Einsatz: Leder bietet Robustheit und Haltbarkeit, Kunstfasern reduzieren Gewicht und trocknen schnell.Materialien, die Halt gebenTatsächlich spielt das Obermaterial bei der Auswahl des richtigen Bergschuhs eine entscheidende Rolle. Vollleder ist nach wie vor die langlebigste Variante, wird aber schwerer und trocknet langsamer, wenn es einmal durchfeuchtet ist. Mischkonstruktionen mit Cordura oder Synthetikgewebe bieten Vorteile beim Gewicht und bei der Belüftung, sind aber anfälliger für Abnutzung. Die Sohle besteht fast immer aus Gummi mit speziell profilierten Vibram-Mustern, die je nach Modell für Fels, Eis oder Mischgelände optimiert sind. Innen sorgen herausnehmbare Einlegesohlen für Anpassung an die individuelle Fußform, während wasserabweisende Membranen wie Gore-Tex den Spagat zwischen Dichtigkeit und Atmungsaktivität meistern. Gerade diese Membranen sind entscheidend, um auch bei langen Regenphasen oder dem Passieren von Schneefeldern die Füße trocken zu halten.Passform und AnprobeEntscheidender als jedes Detail ist am Ende die Passform. Ein Schuh für Bergsteigerinnen und Bergsteiger muss fest sitzen, ohne zu drücken. Im Vorderfuß sollte etwas Platz bleiben, damit die Zehen bei Abstiegen nicht anschlagen. Gleichzeitig darf die Ferse nicht aus dem Schuh rutschen, sonst entstehen Blasen. Viele Fachhändler bieten Anproben mit künstlich angelegten Steigungen an, um ein Gefühl für Druckstellen zu bekommen. Wichtig ist zudem, den Schuh mit denselben Socken zu testen, die später auch auf Tour getragen werden. Dünne Alltagssocken verfälschen den Eindruck und führen leicht zu Fehlkäufen.Im Alltag von Bergsportlern zeigt sich, dass ein Schuh nicht nur für extreme Passagen taugen muss, sondern auch auf langen Zustiegen angenehm bleiben sollte. Wer stundenlang auf Forststraßen läuft, bevor er den Gletscher erreicht, braucht Modelle, die ausreichend Dämpfung bieten und nicht schon vor der eigentlichen Tour ermüden. Gleichzeitig sind diese Schuhe oft schwer und massiver gebaut als normale Wanderschuhe, was sie für einfache Spaziergänge unpraktisch macht. Sie entfalten ihren Wert vor allem dort, wo gewöhnliches Schuhwerk an seine Grenzen stößt.Welche Modelle eigenen sich also für wen?Ein robustes Allround-Modell findet sich etwa im Hanwag Friction II GTX, einem Schuh, der durch seine Vibram-Sohle und die stabile Sohlenkonstruktion auch für Klettersteige und leichtere Hochtouren taugt. Sein Obermaterial aus Leder und Kunstfaser macht ihn langlebig. Für Gletscher- und Hochgebirgstouren empfiehlt sich der La Sportiva Nepal Cube GTX, der zu den Klassikern der Hochtourenschuhe gehört. Er nimmt vollautomatische Steigeisen auf, bietet thermische Isolierung und bleibt dank Gore-Tex-Membran zuverlässig wasserdicht. Wer einen leichteren Schuh für gemischte Touren sucht, kann zum Scarpa Ribelle Lite HD greifen, der mit seiner Hybrid-Sohle Steigeisen aufnimmt, zugleich aber für lange Zustiege bequemer bleibt als klassische Vollsteif-Modelle.Für all jene, die auch im Fels klettern wollen, bieten sich präzise Modelle wie der La Sportiva Trango Tower Extreme GTX an, der eine ausgeprägte Kletterzone im Vorderfuß besitzt. Er kombiniert die notwendige Steifigkeit mit guter Haftung und einem Schaft, der Bewegungsfreiheit lässt. Auch der Meindl Air Revolution 4.1 hat sich bei vielen Touren bewährt. Er bietet eine durchdachte Belüftung und eignet sich damit auch für warme Sommerregionen, in denen schwere Lederstiefel schnell zu Schweißfüßen führen würden. Schließlich gibt es auch explizite Frauenmodelle wie den Mammut Kento Advanced High GTX Women, der in Leistenform und Gewicht speziell auf weibliche Füße abgestimmt ist.Die Auswahl verdeutlicht, wie stark sich der Markt ausdifferenziert hat. Während früher wenige Standardmodelle den gesamten Bedarf abdecken mussten, lassen sich heute Schuhe für fast jeden Einsatzzweck finden. Der Schlüssel liegt darin, das richtige Gleichgewicht aus Stabilität, Komfort und Einsatzbereich zu wählen. Ein zu leichter Schuh kann auf vereisten Passagen lebensgefährlich werden, ein zu schweres Modell macht einfache Wanderungen unnötig anstrengend.

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Fußball-WM-Qualifikation: "Monster" zunächst vertrieben: Italien nah an WM-Comeback

Italien kann vorerst aufatmen. Nach dem Quali-Erfolg über Nordirland fehlt nur noch ein Sieg für das WM-Ticket im Sommer. Endet jetzt eine peinlich lange Durststrecke? Es gibt Warnungen.Sandro Tonali drehte euphorisch jubelnd zur Eckfahne ab, für Trainer Gennaro Gattuso gab es ein Küsschen von Torwart-Legende Gianluigi Buffon. Nach dem mühsamen Auftaktsieg der Italiener in den Qualifikations-Playoffs zur Fußball-WM ist die Erleichterung beim viermaligen Weltmeister groß. Nur noch ein Sieg trennt die "Azzurri" vom Turnier in Nordamerika und dem Ende einer zwölfjährigen Leidenszeit ohne WM-Teilnahmen."Wir haben in dieser Woche ein bisschen Monster gesehen, wenn du zurückdenkst an das, was Italien in den letzten Jahren passiert ist", sagte Mittelfeldspieler Tonali nach dem 2:0 (0:0) gegen Nordirland. Durch den Erfolg zog Italien ins Playoff-Finale ein, das am Dienstag auswärts in Bosnien steigt.Locatelli: "Verantwortung gegenüber den Kindern""Amerika, wir sehen dich. Noch ein wenig klein, noch in der Ferne, aber du bist am Horizont erschienen", schrieb die "Gazzetta dello Sport" pathetisch. Just das bekannteste italienische Sportblatt hatte am Spieltag Fotos von jungen Fans auf die Titelseite gesetzt. Sie sollten daran erinnern, dass diese Kids die italienische Nationalmannschaft noch nie bei einer Weltmeisterschaft gesehen haben. "Wir haben diese enorme Verantwortung gegenüber den Kindern gespürt", räumte Juventus-Profi Manuel Locatelli nach dem Sieg ein.Sowohl 2018 als auch 2022 mussten die Italiener bei der WM zuschauen, weil sie in den Quali-Playoffs an den Außenseitern Schweden und Nordmazedonien gescheitert waren. Auch gegen die Nordiren taten sie sich zunächst schwer. "Wir waren nervös und ängstlich", räumte Tonali ein. Der Profi von Newcastle United traf mit einem satten Flachschuss zum 1:0 (56. Minute). Fiorentina-Stürmer Moise Kean (80.) ließ das Team und die Zuschauer aufatmen.Als "Snobs" zwei Turniere verpasst"Wir haben uns von allem befreit", bemerkte Tonali angesprochen auf die Geister der Vergangenheit. Angreifer Kean berichtete: "Nach meinem Tor habe ich das ganze Land auf meinen Schultern gespürt." An der Seitenlinie jubelte Auswahl-Coach Gattuso, Auswahl-Manager Buffon drückte seinem früheren Teamkollegen einen Schmatzer auf den Hinterkopf. Die beiden waren 2006 beim Titelgewinn in Berlin dabei, dem letzten großen WM-Hurra Italiens.Abgesehen vom überraschenden Europameistertitel 2021 gab es für die Squadra Azzurra in den vergangenen Jahren kaum Grund zur Freude. "Es stimmt ein wenig melancholisch, einen Sieg gegen Nordirland zu feiern und sich darüber zu freuen, als wäre es eine Heldentat", schrieb die Zeitung "Tuttosport". "Doch weil wir uns so lange als Snobs aufgeführt haben, haben wir zwei Weltmeisterschaften verpasst."Kritik an italienischen Jubelszenen nach Bosnien-ErfolgNun müsse man demütig bleiben, hieß es nach dem Sieg von Bergamo. Im Playoff-Finale am Dienstag (20.45 Uhr) in der bosnischen Stadt Zenica werde man "mindestens 90 Minuten durch das Feuer gehen müssen", sagte Coach Gattuso. Die Gastgeber um Altmeister und Schalke-Stürmer Edin Dzeko sind heiß auf die Sensation gegen die "Azzurri". Die Bosnier hatten sich in ihrem Playoff-Halbfinale im Elfmeterschießen auswärts gegen Wales durchgesetzt.Im italienischen Sender Rai war übrigens zu sehen, wie italienische Spieler die Schlussphase jenes Matches verfolgten und sich jubelnd vom Handy-Bildschirm wegdrehten, als das Spiel vorbei war. Ganz offensichtlich sehen sie ihre Chance gegen die Bosnier höher als gegen Wales. Dem TV-Experten Daniele Adani fiel dies in der Live-Sendung sofort auf, er war überhaupt nicht glücklich darüber. "Wir wollten sie doch gar nicht zeigen, und jetzt sehen wir sie beim Jubeln...", haderte er. "Wir müssen am Dienstag jubeln." Man merkte: Die Sorgen vor der dritten Blamage sind längst nicht verschwunden.

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Gold für Eiskunstläufer: Eislauf-Traumduo Hase/Volodin auf dem WM-Thron: "Das Größte"

Jubel, Tränen und ein Selfie um 1.40 Uhr: Minerva Hase und Nikita Volodin erfüllen sich mit WM-Gold einen Traum. Sie hoffen auf einen Eiskunstlauf-Hype - und lassen ihre Zukunft offen.Nikita Volodin erinnerte sich am Ziel seiner Träume an eine berührende Nachricht seiner Mama, Minerva Hase postete nach einem rauschenden Eiskunstlauf-Abend um 1.40 Uhr ein Selfie mit ihrer Goldmedaille. Endlich konnte die Anspannung beim deutschen Eislauf-Traumduo nach einer langen Saison mit Olympia in Italien und dem goldenen WM-Abschluss in der goldenen Stadt Prag weichen. Erstmals wurden Hase und Volodin Weltmeister im Paarlaufen. "Es war mein Traum, Weltmeister zu werden", sagte Volodin nach einer beeindruckenden Leistung in der tschechischen Hauptstadt. Hase, bei der nach der Medaillenentscheidung Tränen flossen, sprach von einem "unglaublichen Gefühl". Doch eine Frage bleibt nach einer erfolgreichen Saison mit EM-Silber, Olympia-Bronze und WM-Gold: die nach der gemeinsamen Zukunft. Noch ist nichts offiziell, doch die Zeichen deuten eher auf eine Fortsetzung hin.Volodin wollte schon als kleiner Junge Weltmeister werdenÜber die Zukunft wollten sich Hase und Volodin aber auch am Tag nach dem WM-Titel noch keine Gedanken machen. Stattdessen genossen sie den Moment ihres Triumphs. "Den ganzen Tag habe ich darüber nachgedacht, wie großartig es wäre, heute Abend schlafen zu gehen und eine Goldmedaille mit nach Hause zu nehmen", sagte Hase nach dem Gold-Coup. "Das ist das Größte, was sich jeder wünscht."Nach Bronze 2024 im kanadischen Montreal und Silber 2025 in Boston in den USA vervollständigte das Duo nun seine Medaillensammlung bei Weltmeisterschaften - und das, obwohl die beiden erst seit dreieinhalb Jahren ein Eiskunstlauf-Paar sind. "Es ist gerade so ein wunderschöner, runder Moment", meinte Hase.Für Volodin erfüllte sich ein Kindheitswunsch. "Meine Mutter hat mir vor dem Wettbewerb eine Nachricht geschickt über etwas, was ich in der ersten Klasse gesagt habe: Ich will Weltmeister werden. Damals hat man nicht gedacht, dass das möglich ist - und jetzt ist es passiert", sagte der gebürtige Russe, der seit August des vergangenen Jahres die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt und erst dadurch an den Olympischen Spielen teilnehmen konnte."Das Publikum war unglaublich"Hase/Volodin sorgten schon früh in ihrem WM-Kürprogramm für eine begeisternde Atmosphäre in der Prager Arena. "Das Publikum war unglaublich. Nach unserer Sprungkombination konnten wir unsere Musik nicht mehr hören, weil es so laut war, und ich dachte kurz: Okay, ein bisschen ruhiger, wir haben noch neun Elemente vor uns. Aber sie haben uns heute so viel Kraft gegeben, und es fühlte sich so leicht an, das Programm durchzulaufen. Es hat einfach riesigen Spaß gemacht", sagte Hase.Auch ein Patzer beim geplanten dreifachen Salchow, bei dem sowohl Hase als auch Volodin Schwierigkeiten hatten, war kein Stimmungsdämpfer - weder für die Zuschauer noch für die beiden 26-Jährigen. "Es wäre perfekt gewesen, wenn der Salchow geklappt hätte", sagte Volodin. Weil aber auch die Konkurrenz zuvor gepatzt hatte, konnte sich das deutsche Duo den Fehler erlauben und den Vorsprung aus dem Kurzprogramm sogar ausbauen - in Abwesenheit der japanischen Olympiasieger Riku Miura/Ryuichi Kihara, die auf den Saisonabschluss verzichteten.Hase/Volodin wollen Eiskunstlauf "wieder groß machen"Mit dem WM-Titel beendeten Hase/Volodin eine acht Jahre lange Durststrecke. Das letzte deutsche Paarlauf- und zugleich auch Eiskunstlauf-Gold holten Aljona Savchenko und Bruno Massot 2018 in Mailand. "Sie sind große Vorbilder", sagte Hase in der Hoffnung, dass die Goldmedaille einen größeren Eiskunstlauf-Hype hierzulande auslöst. "So viel Unterstützung wie hier in Prag haben wir noch nie gespürt. Wir sehen es auf Instagram und in den Medien, aber es bei einem Wettkampf tatsächlich zu erleben, ist etwas ganz anderes."Hase und Volodin hoffen, "diesen Hype in Deutschland aufrechterhalten und den Sport wieder groß machen" zu können. "So dass vielleicht auch das Sponsoring für Athletinnen und Athleten wieder besser wird", äußerte Hase.Hase über Zukunft: "Wir lassen es offen"Ob die gebürtige Berlinerin selbst von diesem Hype abgesehen von Einladungen zu Eisshows profitieren wird, ist unklar. Erst in den nächsten Wochen entscheidet sich die gemeinsame Zukunft. "Wir haben gerade erst die Weltmeisterschaften hinter uns gebracht, daher hatten wir noch keine Zeit, um über die Zukunft zu sprechen", erklärte Hase. Sie hatte vor der WM angekündigt, die Entscheidung auch vom Trainingsumfeld in Berlin abhängig zu machen."Wir werden auch etwas Zeit abseits des Eises haben, um darüber nachzudenken, was wir brauchen und was wir wollen", sagte sie und kündigte Gespräche mit allen Partnern an. "Dann werden wir schauen, wie es weitergeht oder ob es überhaupt weitergeht. Wir lassen es offen."Verband ist optimistischInnerhalb der Deutschen Eislauf-Union ist man nach wie vor zuversichtlich. "Es ist ein junges Eiskunstlauf-Paar, das in drei Jahren Unglaubliches erreicht hat. Sie sind jung genug, um auch noch in vier Jahren Weltklasse zu sein", sagte Sportdirektor Jens ter Laak.Zumindest direkt nach der Kür-Darbietung machte Volodin allen Fans große Hoffnung auf eine Fortsetzung. Vielleicht sei der WM-Titel ein guter Start einer gemeinsamen Reise, sagte er im Siegerinterview.

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Fußball: Neues Glück mit Babyfoto: Ter Stegen und "ganz viel Liebe"

Sportlich läuft es für den verletzten Marc-André ter Stegen derzeit nicht. Dafür ist er im Privatleben auf der Sonnenseite, wie ein Foto in den sozialen Medien zeigt.Vertraute Zweisamkeit, ein inniger Kuss - und ein Foto, das ihnen die Welt bedeutet. Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen zeigt der Welt auf seinem Instagramkanal, was ihn und seine Freundin Ona Sellarès gerade glücklich macht. Mit einem Ultraschallbild von einem Baby posieren die beiden in enger Umarmung, dazu schreibt Sellarès: "Ganz viel Liebe". Die PR-Abteilung der Nationalmannschaft reagierte mit schwarz-rot-goldenen Herzen.Sollten die beiden bald Eltern werden, wäre es für ter Stegen nach zwei Söhnen das dritte Kind. Der 33-Jährige hatte die Beziehung zu Sellarès im vergangenen Sommer öffentlich gemacht. Wenige Monate zuvor hatten sich ter Stegen und seine Ehefrau Daniela getrennt.Mitte April wieder fitSportlich läuft es für den 44-maligen Nationalspieler aktuell nicht nach Wunsch. Ter Stegen fällt mit einer Oberschenkelverletzung aus und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko im Sommer verpassen.Erst im Winter hatte sich ter Stegen vom FC Barcelona an den Abstiegskandidaten FC Girona verleihen lassen, um Spielpraxis für die WM zu sammeln. Die Verletzung zog sich der Keeper gleich im zweiten Spiel für Girona zu. Es wird mit einer Ausfallzeit bis Mitte April gerechnet. Bei Barcelona steht er noch bis 2028 unter Vertrag, hat aber unter Trainer Hansi Flick keine Perspektive mehr.

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Formel 1 in Japan: Verstappen im Stimmungstief: Rekordserie vor dem Ende

Technik-Frust, ein langsames Auto und Zwist mit einem Reporter: Für Max Verstappen läuft es derzeit in der Formel 1 einfach nicht. Schon köcheln wieder Gerüchte um einen Abschied bei Red Bull.Das echte Rennfahrer-Glück findet Max Verstappen gerade nicht mehr in der Formel 1. Verärgert über das neue Regelwerk und frustriert von der Schwäche seines Dienstwagens flüchtet der viermalige Weltmeister mehr denn je in Abenteuer in anderen Rennserien. In der Pause vor dem Großen Preis von Japan am Sonntag (7.00 Uhr/Sky) hatte Verstappen viel Spaß bei einem Langstrecken-Rennen auf dem Nürburgring, im Mai will er dort auch beim 24-Stunden-Klassiker starten. "Ich hatte eine gute Zeit, ich liebe diese Art des Rennfahrens", schwärmte der Niederländer.Beim Formel-1-Gastspiel in Suzuka sind solche Töne vom 28-Jährigen kaum zu erwarten. Dass Verstappen seine Rekordserie von vier Japan-Siegen in Folge ausbauen kann, scheint angesichts der Schaffenskrise seines Red-Bull-Teams ausgeschlossen. "Wir müssen realistisch sein, wir sind nicht annähernd in der Nähe der Spitze", stellte Verstappen fest. Im Training sortierte er sich als Zehnter tief im Mittelfeld ein.In der WM hat er vor dem dritten Saisonlauf nur 8 Punkte auf dem Konto und liegt damit schon 43 Zähler hinter Spitzenreiter George Russell von Mercedes. Beim Auftakt in Australien patzte Verstappen in der Qualifikation und rettete sich im Rennen als Sechster ins Ziel. Zuletzt in China fiel er mit einem technischen Defekt aus. "Ich hoffe, das bleibt für eine Weile unser schlechtestes Wochenende", sagte der Serien-Champion.Sein neuer Teamkollege Isack Hadjar fasst die aktuellen Probleme mit dem Red Bull schlicht so zusammen: "Wir haben sicher nicht das leichteste Auto. Wir brauchen zu viel Zeit in den Kurven. Es ist nicht schwer zu fahren, es ist einfach langsam."Zoff mit einem ReporterFür zusätzlich schlechte Laune sorgt bei Verstappen die anhaltende Wut über die tiefgreifende Technik-Reform der Formel 1. Die neuen Motoren beziehen zu gut 50 Prozent Leistung vom Verbrenner und zu fast 50 Prozent aus der Batterie, die immer wieder geladen werden muss. Daher sind die Piloten weniger als Vollgas-Artisten und dafür mehr als Energie-Manager in ihren Autos gefordert. Das kommt Verstappens Ausnahmetalent wenig entgegen. Mehrfach verglich er die neue Formel 1 abfällig mit dem Videospiel "Mario Kart".Wie gereizt Verstappen derzeit ist, zeigte eine Szene im Red-Bull-Motorhome, als er einen britischen Reporter zu Beginn seiner üblichen Fragerunde am Donnerstag barsch zum Gehen aufforderte. Gegen den Journalisten hegt der Niederländer schon seit Monaten einen Groll, weil dieser ihn nach dem Finale der Vorsaison mit einer kritischen Nachfrage geärgert hatte. Nach einem kurzen Wortwechsel verließ der Reporter die Team-Unterkunft, erst dann gab Verstappen den verbliebenen Medienvertretern Antworten. Das Stimmungstief des Superstars spült auch ein Thema wieder nach oben, das schon im Vorjahr über Monate die Formel 1 beschäftigte: Nutzt Verstappen eine angebliche Ausstiegsklausel und wechselt zur nächsten Saison zu Mercedes? Das Fachportal "Auto, Motor und Sport" will wissen, dass der Red-Bull-Chefpilot in diesem Jahr noch leichter aus seinem bis Ende 2028 laufenden Vertrag käme, wenn er zur Jahresmitte nicht mindestens WM-Zweiter ist.Verstappens Mercedes-AusflugMercedes-Teamchef Toto Wolff verwies derartige Überlegungen ins Reich der Fabel. "Das Erstaunliche ist, dass diese dummen Gerüchte jetzt schon im März aufkommen. Dumm genug, dass man normalerweise im Juli darüber sprechen muss", sagte der Österreicher bei "oe24". Wolff betonte, seine Piloten Russell und Kimi Antonelli seien langfristig gebunden. "Ich könnte nicht glücklicher und happier mit den beiden sein", sagte er.Die aktuelle Stärke der Silberpfeile, die sich bei den Siegen von Russell in Australien und Antonelli in China zeigte, dürfte die Spekulationen um einen möglichen Flirt von Verstappen mit einem Wechsel allerdings weiter köcheln lassen. Erfahrungen mit der Stern-Marke hat Verstappen gerade erst gesammelt. Bei seinem Nürburgring-Ausflug steuerte er einen Mercedes-AMG GT3-Sportwagen.

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Mama und Kind wohlauf: Formel-1-Fahrer Alonso mit 44 Jahren erstmals Vater

Ex-Weltmeister Fernando Alonso reiste mit Verspätung zum Großen Preis von Japan an. Grund zur Sorge um den Spanier gab es aber nicht.Der zweimalige Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso ist mit 44 Jahren erstmals Vater geworden. "Für die Mutter und das Baby ist alles gut gelaufen. Es ist ein sehr glücklicher und besonderer Moment", bestätigte der Spanier dem Streamingdienst DAZN am Rande des Grand Prix von Japan.Alonso war wegen der Geburt erst verspätet nach Suzuka gereist. Der Aston-Martin-Pilot ließ den offiziellen Medientag im Fahrerlager am Donnerstag aus und wurde im Auftakttraining am Freitag vom US-Amerikaner Jak Crawford ersetzt. Zum zweiten Training saß der zweimalige Weltmeister wieder in seinem Wagen."Ich habe Jetlag, weil ich morgens angekommen bin, das FP2 absolviert habe. Wir werden früh schlafen gehen, weil ich die Nacht in Europa ausgelassen habe", erzählte Alonso vor dem dritten Grand Prix des Jahres am Sonntag (7.00 Uhr/Sky).Seine Partnerin war früher mit einem BVB-Profi zusammenFür Alonsos Partnerin Melissa Jimenez (38), die als Journalistin bei DAZN arbeitet, ist es bereits das vierte Kind. Aus einer früheren Beziehung mit dem ehemaligen Dortmunder Fußballprofi Marc Bartra hat Jimenez bereits zwei Töchter und einen Sohn.Im Fahrerlager ist Alonso als Vater nicht allein. Auch der Deutsche Nico Hülkenberg, der viermalige Weltmeister Max Verstappen und dessen ehemaliger Teamkollege Sergio Perez haben bereits Nachwuchs. "Man kann sich nie etwas vorstellen, es kommt, wie es kommt", meinte Alonso nach der Geburt. "Man hat Stress und macht sich Sorgen, dass alles gut geht."

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Vor dem dritten Saisonrennen: Formel 1 in Japan: Mercedes-Duo im Training geschlagen

Bislang haben die Mercedes-Fahrer die neue Formel-1-Saison dominiert. In Japan macht McLaren im Training etwas Hoffnung auf Abwechslung an der Spitze.Das Weltmeister-Team McLaren hat sich im Formel-1-Training von Japan an der Spitze zurückgemeldet. Dem Australier Oscar Piastri gelang in der zweiten Übungseinheit in Suzuka die schnellste Runde des Tages. Der 24-Jährige verwies das favorisierte Mercedes-Duo Kimi Antonelli und George Russell auf die Plätze zwei und drei. Titelverteidiger Lando Norris belegte im zweiten McLaren den vierten Rang. Zuletzt beim Rennen in China hatte McLaren noch eine große Enttäuschung erlebt, als beide Fahrer wegen technischer Probleme mit ihren Autos nicht starten konnten. Weiter im Tief steckt Red Bull. Max Verstappen, der zuletzt viermal in Serie in Japan gewonnen hatte, kam im Training nicht über Platz zehn hinaus. Audi-Pilot Nico Hülkenberg belegte einen starken siebten Platz.Vor dem dritten Saisonlauf am Sonntag (7.00 Uhr/Sky) führt Silberpfeil-Fahrer Russell die Gesamtwertung mit vier Punkten Vorsprung vor seinem Teamkollegen Antonelli an. Russell (28) hatte den Auftakt in Australien und den Sprint in China gewonnen, der erst 19 Jahre alte Antonelli holte sich den Sieg beim Hauptrennen in Shanghai.Wirbel um Teamchef-Wechsel bei AudiMercedes hat unter dem neuen technischen Regelwerk der Formel 1, das seit dieser Saison gilt, offenbar bislang die besten Lösungen für seine Autos gefunden und gilt auch in Japan als Favorit. Ärgste Verfolger waren bisher die Ferrari-Piloten Charles Leclerc und Lewis Hamilton, deren neuer Dienstwagen seine größte Stärke am Start hat. Im Training belegten die Ferrari die Plätze fünf und sechs.Schon wieder eine Art Neuanfang erlebt derweil das neue Audi-Werksteam, das sich vor einer Woche überraschend von Teamchef Jonathan Wheatley trennte. Auslöser seien "persönliche Gründe", hieß es. Der Leiter des Formel-1-Projekts von Audi, Mattia Binotto, übernahm vorerst auch die Aufgaben des Teamchefs.

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Playoffs für WM-Ticket: Italien hält WM-Chance am Leben – Dänemark souverän

Die italienische Fußball-Nationalmannschaft hält dem Druck in der ersten Playoff-Runde der WM-Quali stand. Dänemark spielt sich in einen Rausch. Die Türkei kann sich auf Arda Güler verlassen.Nach zuletzt zwei verpassten Weltmeisterschaften in Folge hat Italien die Chance auf eine Teilnahme am Turnier in den USA, Kanada und Mexiko gewahrt. Den Grundstein dafür legte die Mannschaft von Trainer Gennaro Gattuso im Playoff-Halbfinale mit einem hart erkämpften 2:0-Heimerfolg in Bergamo gegen Nordirland. Weiter träumen darf auch die Türkei, die sich knapp, aber verdient mit 1:0 gegen Rumänien durchsetzte. Dänemark fehlte im Heimspiel gegen Nordmazedonien zunächst die Durchschlagskraft, drehte dann aber nach der Pause auf und bejubelte ein 4:0. Auch Kosovo, Polen und Schweden dürfen weiter auf eine WM-Teilnahme hoffen.Sandro Tonali avanciert zum MatchwinnerDie Anspannung war den Italienern anzumerken, doch diesmal hielt der vierfache Weltmeister dem Druck stand. Verbuchte der Gastgeber gegen diszipliniert verteidigende Nordiren in Hälfte eins nur zwei Torchancen, so erhöhte er nach dem Seitenwechsel den Druck – und belohnte sich. Sandro Tonali wuchtete den Ball nach einem verunglückten Klärungsversuch ins rechte Toreck (56. Minute). Für die Entscheidung sorgte Moise Kean per Linksschuss nach Vorlage von Sandro Tonali (80.).Das WM-Ticket endgültig lösen können die Italiener am kommenden Dienstag im Finale gegen Bosnien-Herzegowina. Die Bosnier setzten sich im Elfmeterschießen trotz eines Fehlschusses von Stuttgart-Stürmer Ermedin Demirovic gegen Wales mit 4:2 durch. Die Waliser Führung (51.) hatte Schalkes Edin Dzeko zuvor erst spät ausgeglichen (86.).Auch die Türkei hatte im frühen Abendspiel mit den Rumänen viel Mühe und fand gegen das Abwehrbollwerk der Gäste in Hälfte eins kein Durchkommen. Die Türken konnten sich jedoch auf ihren Superstar von Real Madrid verlassen: Ein Traumpass von Arda Güler aus dem rechten Halbfeld fand Außenverteidiger Ferdi Kadioglu, der den Ball sauber verarbeitete und im Tor unterbrachte (53.). Damit trifft die Türkei im Finale auf den Kosovo, der nach zweimaligem Rückstand in der Slowakei mit 4:3 siegte.Dänemark dreht auf, Lewandowski erfolgreich für PolenFür ein offensives Feuerwerk sorgte Dänemark nach der Halbzeit im Heimspiel gegen Nordmazedonien und siegte hochverdient mit 4:0. Mikkel Damsgaard traf zunächst nach einem Ballgewinn im Mittelfeld (49.). Gustav Isaksen sorgte mit einem Doppelschlag für die frühe Entscheidung (58./59.). Als letzter Däne trug sich Christian Nørgaard per Kopfball nach einer Ecke in die Torschützenliste ein (75.). Im Playoff-Finale bekommt es Dänemark mit Tschechien zu tun. Die Tschechen krönten ihr Comeback mit einem 4:3-Erfolg im Elfmeterschießen gegen Irland. Die Mannschaft um Leverkusens Patrik Schick lag nach 23 Minuten bereits mit 0:2 zurück und rettete sich erst durch einen späten Ausgleich in die Verlängerung.Die in der Gruppenphase desolaten Schweden besiegten zudem die Ukraine in Valencia mit 3:1. Polen sicherte sich den Einzug ins Finale durch Treffer von Robert Lewandowski und Piotr Zielinski beim 2:1-Sieg gegen Albanien.

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Fußball-Nationalmannschaft: Havertz und Stiller in DFB-Startelf - Urbig verletzt

Kai Havertz wird nach langer Verletzung wieder in der Startelf der Fußball-Nationalmannschaft auflaufen. Auch Angelo Stiller erhält eine Chance. Ein junger Bayern-Spieler muss verletzt abreisen.Kai Havertz feiert nach mehr als einem Jahr sein Comeback in der Fußball-Nationalmannschaft. Der lange verletzte Angreifer vom FC Arsenal steht wie die Innenverteidiger Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck beim ersten WM-Härtetest in der Schweiz in der Startelf. Ebenfalls von Beginn an wird Angelo Stiller in der defensiven Zentrale neben Leon Goretzka zum Einsatz kommen. Das kündigte Bundestrainer Julian Nagelsmann vor dem ersten Test-Länderspiel der Nationalmannschaft im WM-Jahr am Freitag (20.45 Uhr/RTL) im mit 34.316 Zuschauern ausverkauften St. Jakob-Park in Basel an. Bayern-Torwart Urbig verletzt abgereistAbreisen vom Nationalteam musste Bayern-Torwart Jonas Urbig, der eine leichte Kapselverletzung im Knie erlitt, wie Nagelsmann bestätigte. Der 22-Jährige muss somit auf ein mögliches DFB-Debüt verzichten. Als weiterer Schlussmann neben Oliver Baumann als Nummer eins und Alexander Nübel wurde Finn Dahmen vom FC Augsburg nachnominiert. Ein längerer Ausfall von Urbig sei allerdings nicht zu befürchten. "Ich wollte ihn nicht durchjagen, das bringt ihm nichts und uns nichts", sagte Nagelsmann. Man wolle Vernunft walten lassen. Havertz hatte zuletzt im November 2024 für die DFB-Auswahl gespielt. "Wir wollen ihm die möglichen Minuten geben. Er wird uns guttun vorne drin", sagte Nagelsmann. Hinter Tah und Schlotterbeck ist Antonio Rüdiger bei seiner Rückkehr in die DFB-Auswahl der Ersatzmann für die zentrale Defensive. Der Abwehrspieler von Real Madrid nehme diese Rolle gut an, berichtete Nagelsmann.

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Testspiel: So sehen Sie Deutschland – Schweiz im Free-TV

Für die DFB-Elf geht es vor der EM im Sommer in die heiße Phase. Das Testspiel gegen die Schweiz ist ein Härtetest. So können Sie das Spiel im Free-TV verfolgen.Zweieinhalb Monate sind es noch bis zum Beginn der Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko. Die deutsche Nationalmannschaft bereitet sich mit einem Testspiel gegen die Schweiz auf das Turnier im Sommer vor. Es ist das erste Länderspiel im Jahr 2026 – und gleichzeitig eines der letzten vor der Weltmeisterschaft.„Experimentieren werden wir nichts mehr“, stellt Bundestrainer Julian Nagelsmann klar. Er definiert das Vorhaben für die anstehenden Länderspiele gegen die Schweiz und Ghana so: „Die Zeit, die wir haben, wollen wir maximal nutzen, um Dinge zu festigen. Wir wollen gewappnet sein für verschiedene Dinge, die auf dem Fußballfeld in einem großen Turnier passieren können. Wir wollen uns weiter finden als Gruppe.“Verletzungsbedingte Absagen beim DFBDer Kader, den Nagelsmann für diese Testspielperiode nominiert hat, dürfte weitestgehend dem Aufgebot für die Weltmeisterschaft entsprechen. Einige verletzungsbedingte Absagen gab es aber, so mussten Bayern-Spieler Aleksandar Pavlovic und der Dortmunder Felix Nmecha nach der Nominierung passen. Dafür sind die Stuttgarter Angelo Stiller und Chris Führich dabei. Jamal Musiala ist nicht eingeplant, um sein Comeback nicht zu gefährden. Bayern-Youngster Lennart Karl könnte zu seinem DFB-Debüt kommen.Bei den Schweizern spielen zahlreiche aktuelle und ehemalige Bundesliga-Profis, darunter der Dortmunder Torwart Gregor Kobel oder der Ex-Leverkusener Granit Xhaka. Beim letzten Aufeinandertreffen, in der Gruppenphase der Heim-EM 2024, rettete erst ein Tor von Niclas Füllkrug in der Nachspielzeit der DFB-Elf ein 1:1.Hier läuft Deutschland – Schweiz im Free-TVAnstoß im St. Jakob-Park in Basel ist am Freitagabend um 20.45 Uhr. Die Begegnung zwischen Deutschland und der Schweiz läuft live im Free-TV. RTL zeigt das Testspiel, die Übertragung beginnt bereits um 20.15 Uhr und ist auch online über RTL+ zu sehen.Kommentator ist Wolff-Christoph Fuss, es moderiert Laura Wontorra. Als Experten sind Rekordnationalspieler Lothar Matthäus und Ex-BVB-Trainer Edin Terzic im Einsatz.Nach dem Testspiel gegen die Schweiz steht für die DFB-Elf der nächste Härtetest auf dem Programm – am Mittwoch heißt der Gegner in Stuttgart Ghana. „Idealerweise beenden wir die Woche mit zwei Erfolgserlebnissen“, sagt Julian Nagelsmann.

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Nach heftigen Debatten : IOC verbannt Transfrauen aus Frauensport und verlangt Geschlechtertest

Das IOC beschließt neue Richtlinien: Athletinnen müssen sich einmalig vor Wettbewerben testen lassen. Zuletzt hatten Fälle im Boxen und in der Leichtathletik für Aufsehen gesorgt.Alle Sportlerinnen sollen sich nach dem Willen des Internationalen Olympischen Komitees künftig Geschlechtertests unterziehen, um an internationalen Frauen-Wettbewerben teilnehmen zu dürfen. Transfrauen soll ein Start in der Frauenkategorie künftig untersagt sein, wie das IOC mitteilte. Die neue Richtlinie ist das Ergebnis einer von IOC-Präsidentin Kirsty Coventry eingesetzten Arbeitsgruppe zum „Schutz der Frauenkategorie“.Auslöser für die verschärfte Politik der olympischen Dachorganisation war der Wirbel um Wettbewerbe im Frauen-Boxen bei den Sommerspielen in Paris 2024. Im Zentrum der Geschlechterdebatte standen die Olympiasiegerinnen Imane Khelif und Lin Yu-ting. Beide waren zuvor vom Weltverband Iba von der WM ausgeschlossen worden, da sie auf der Basis eines nicht näher erklärten Geschlechtertests angeblich die Teilnahme-Kriterien nicht erfüllt hatten.Bei Olympia durften beide starten. Der damalige IOC-Präsident Thomas Bach sagte unter Verweis auf die damals geltenden Regeln: „Es bestand nie ein Zweifel daran, dass sie Frauen sind.“ Khelif betonte zuletzt auch: „Ich bin keine Transsexuelle, ich bin ein Mädchen.“ Transmenschen oder Transgender sind Personen, die sich nicht mit dem Geschlecht identifizieren, das ihnen bei der Geburt zugeschrieben wurde.Test muss nur einmal gemacht werdenKhelif kündigte bereits vor der Neuregelung des IOC an, sich vor Olympia 2028 in Los Angeles einem Geschlechtertest zu unterziehen. Laut der neuen IOC-Richtlinie müssen sich Athletinnen nur einmal den Test vornehmen lassen, sofern es keine Zweifel am Ergebnis gibt. Danach seien sie dauerhaft für Wettbewerbe zugelassen, hieß es.Zuletzt in Italien war der schwedische Buckelpistenfahrer Elis Lundholm als erster offen als Transmann lebender Athlet bei Winterspielen an den Start gegangen – in der Frauen-Konkurrenz. Bei seiner Geburt war ihm das weibliche Geschlecht zugewiesen worden. Seit vielen Jahren identifiziert er sich allerdings als Mann. Eine juristische Änderung des Geschlechtseintrags hatte er aber nicht vornehmen lassen, ebenso wenig medizinische Maßnahmen zur geschlechtsangleichenden Behandlung. Daher wurde er vom schwedischen Verband für das Frauenteam nominiert, das IOC erlaubte seine Teilnahme.So sieht stern-Redakteurin Lone Grotheer das Thema „Geschlechtertests im Sport“:Fall Caster Semenya sorgte für AufregungIn der Leichtathletik hatte es in jüngerer Vergangenheit viel Aufregung um den Fall Caster Semenya gegeben. Die dreimalige Weltmeisterin wehrte sich dagegen, sich vor Starts einer Hormonbehandlung zur Senkung ihres natürlichen Testosteronspiegels zu unterziehen. Sie betonte immer wieder, sie sei eine Frau. Nach Angaben in ihrer Autobiografie hat sie keine Gebärmutter und keinen Eileiter.Als Reaktion auf die Debatten durften bei den Weltmeisterschaften im Boxen in Liverpool und in der Leichtathletik in Tokio im vergangenen Jahr nur Sportlerinnen in der Frauenkategorie starten, die sich einem sogenannten SRY-Gentest zur Bestimmung des biologischen Geschlechts unterziehen und das Ergebnis „weiblich“ vorweisen. Die Sportlerinnen werden bei diesem Test auf ein Gen auf dem Y-Chromosom untersucht, das für die Entwicklung männlicher Geschlechtsmerkmale entscheidend ist.Dabei reicht ein Wangenabstrich oder eine Blutabnahme. Davor steht aber ein langes Aufklärungsgespräch. Unter den Athletinnen gehen die Meinungen über das Vorgehen auseinander, viele deutsche Sportlerinnen äußerten sich kritisch. Eine große Gruppe von Menschenrechtsorganisationen hatte das IOC schon vorab mit scharfen Worten aufgefordert, die Regel nicht in Kraft zu setzen.Die Kritiker verweisen darauf, dass die Tests die Privatsphäre verletzen würden. Die bloße Fokussierung auf biologische Merkmale werde zudem der Komplexität der Geschlechtsidentität nicht gerecht. „Geschlechtsspezifische Kontrollen und Ausgrenzung schaden allen Frauen und Mädchen und untergraben genau jene Würde und Fairness, für die sich das IOC angeblich einsetzt“, sagte die Direktorin der „Sport & Rights Alliance“, Andrea Flores.Trump setzt IOC unter DruckSchon früher gab es in der olympischen Welt Geschlechtertests. So führte das IOC vor den Olympischen Spielen 1968 Abstrich-Tests zur Bestimmung der Geschlechts-Chromosomen ein. Nach Problemen und Widerständen stellte das IOC die generelle Testung 1999 ein.Coventry, die erste Frau an der Spitze des IOC, hatte schon in ihrem Wahlkampf angekündigt, den Schutz der Frauenkategorie zu einem Kernthema zu machen. Zusätzlicher Druck kam von US-Präsident Donald Trump, der inmitten der Debatte um Khelif versprochen hatte, „Männer aus dem Frauensport herauszuhalten“. Anfang des Vorjahres hatte Trump ein Dekret unterzeichnet, das Transmenschen von der Teilnahme am Frauensport ausschließt. Der Republikaner ist 2028 offiziell Gastgeber der Sommerspiele in Los Angeles.

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Unfall von Ski-Ass bei Olympia: Vonn zu dramatischen Klinik-Stunden: "Holt mich hier raus!"

Lindsey Vonn schildert detailliert die Minuten und Stunden nach ihrem schweren Unfall bei Olympia. In einem Interview wird die Amerikanerin dabei auch gefragt, ob nochmal ein Comeback möglich sei.Rund sechs Wochen nach ihrem verhängnisvollen Unfall bei den Olympischen Winterspielen in Italien hat Lindsey Vonn erstmals detailliert über den Sturz und die dramatischen Stunden danach gesprochen. "Ich hatte so extreme Schmerzen", erzählte die 41-Jährige dem Magazin "Vanity Fair", als sie über die Einlieferung in das Krankenhaus sprach. Während sie in einem Computertomographen lag, hätten die Schmerzmittel plötzlich nicht mehr gewirkt. "Ich schrie aus voller Kehle: Holt mich hier raus! Es wollte einfach nicht nachlassen. Es hörte nicht auf. Das hat sich mir tief ins Gehirn eingebrannt."Vonn hatte sich bei dem Unfall in der Abfahrt eine schwere Knie- und Unterschenkelverletzung zugezogen. Der US-Teamarzt Tom Hackett begleitete die Skirennfahrerin in die Klinik, wo sich die Lage wenige Stunden nach der ersten Operation verschlechterte. "Es wird immer schlimmer und sie spricht nicht auf riesige Mengen an Fentanyl, Morphin, Oxycodon – einfach auf jedes nur erdenkliche Betäubungsmittel – an", erinnerte sich der Mediziner.Gefährliche Schwellung: Wie "Bratwürstchen auf dem Grill"Bei der Sportlerin entwickelte sich ein sogenanntes Kompartmentsyndrom; das bedeutet, dass der Druck im Gewebe rund um die Verletzung extrem ansteigt. Das könne man sich vorstellen wie "Hot Dogs oder Bratwürstchen auf dem Grill", schilderte Hackett in dem Magazin. "Sie schwellen immer mehr an. Und irgendwann platzen sie." Mit einer Not-OP schafften Hackett und andere, kurzfristig herbeigerufene Ärzte es dann, den Druck zu lindern und schwere Schäden am Bein oder gar eine Amputation zu verhindern.Nachdem sie ein Rettungsflieger in die USA gebracht hatte, wurde der Bruch ein viertes Mal operiert. Erst danach konnte sie in ihr Haus in Park City im Bundesstaat Utah zurückkehren. Dort begann Vonn bereits mit der Reha.Noch ein Comeback denkbar? "Keine Ahnung"Die einstige Speed-Queen - Olympiasiegerin und 84-fache Weltcupsiegerin - ärgert, dass der Unfall alles überstrahlt. "Ich will nicht, dass Leute sich auf den Sturz fixieren und ich deswegen in Erinnerung bleibe", sagte sie. "Was ich vor Olympia getan habe, hat noch nie jemand geschafft. Ich war die Nummer eins im Klassement. Niemand erinnert sich daran, dass ich gewonnen habe." Nach ihrem Comeback war sie tatsächlich wieder die beste Abfahrerin der Welt.Auf die Frage von "Vanity Fair", ob sie nochmal an eine Rückkehr in den Weltcup denkt, antwortete Vonn: "Ich will keine Tür zumachen, weil man nie weiß, was noch passiert. Ich habe keine Ahnung, wie mein Leben in zwei, drei oder vier Jahren aussehen wird. Vielleicht habe ich bis dahin zwei Kinder. Oder ich habe keine Kinder und will wieder Rennen fahren. Vielleicht lebe ich dann in Europa. Ich könnte alles Mögliche machen."

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IOC verlangt künftig Geschlechtertest von Sportlerinnen

Alle Sportlerinnen sollen sich nach dem Willen des Internationalen Olympischen Komitees künftig Geschlechtertests unterziehen, um an internationalen Frauen-Wettbewerben teilnehmen zu dürfen. Transfrauen soll ein Start in der Frauenkategorie künftig untersagt sein, wie das IOC mitteilte.

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Fußball-Nationalmannschaft: Nagelsmann braucht "Erfolgserlebnisse" für gutes WM-Gefühl

Bei der DFB-Premiere im blauen WM-Trikot will sich der Bundestrainer in der Schweiz kein blaues Auge abholen. Wer drängt sich auf für die Turnier-Elf? Und debütiert ein Youngster?Joshua Kimmich verbindet die Schweiz mit "Skifahren, Berge, Schnee". Und mit "Fußball", wie der DFB-Kapitän extra noch hinzufügte. Der Trip ins Nachbarland birgt für die deutsche Mannschaft exakt 76 Tage vor dem Start der Weltmeisterschaft in Amerika neben Chancen auch Risiken, wie Anführer Kimmich aus noch ziemlich frischer Erinnerung weiß. "Wir kennen sie noch von der EURO. Das war ein sehr unangenehmes Spiel für uns", sagte der 31-Jährige rückblickend auf das letzte Gruppenspiel bei der Heim-EM 2024. Erst in der Nachspielzeit bewahrte Niclas Füllkrug das DFB-Team in Frankfurt mit einem Kopfball zum 1:1 vor einer Niederlage. Beim Wiedersehen im St. Jakob-Park stellt Kimmich seine Teamkollegen am Freitag (20.45/RTL) nicht nur wegen der winterlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt auf einen ungemütlichen Fußballabend ein: "Ich erwarte schon einen sehr unangenehmen und harten Gegner, der uns fordern wird."Kimmich: Unangenehmer und harter Gegner Ungemütlich war es bereits beim Abschlusstraining noch in Herzogenaurach vor dem Charterflug des DFB-Trosses aus Franken nach Basel. Bundestrainer Julian Nagelsmann schaute im Graupelschauer seinen 25 Akteuren zu, mit einer wärmenden Wollmütze schützte er sich gegen den eisigen Wind. In Basel werden Kimmich und Co. erstmals im neuen, blauen WM-Trikot auflaufen. Ein blaues Auge wollen sie sich nicht abholen. Auch wenn es beim viertletzten Probelauf vor dem Ernstfall in Amerika nicht um Punkte geht, gilt die Kraftprobe mit dem WM-Teilnehmer als echter Härtetest. "Die Schweiz wird uns alles abverlangen", sagte Nagelsmann über den Gegner, der mit etlichen Bundesliga-Profis wie Dortmunds Torwart Gregor Kobel oder dem ehemaligen Leverkusener Meisterspieler Granit Xhaka top bestückt ist. Freundschaftsspiel-Charakter hat das Kräftemessen nicht. Trotzdem ist Kimmich froh, dass es nicht um alles geht, wie etwa für Italien in den WM-Playoffs. "Dann hätten wir ganz andere Probleme", sagte der Kapitän.Der Ausfall der Münchner Jamal Musiala und Aleksandar Pavlovic oder auch des Dortmunders Felix Nmecha ist in der aktuellen Vorbereitungsphase noch verschmerzbar. Auch wenn es das Einspielen der WM-Wunschelf und einer Achse durch die Ausfälle im Mittelfeld und in der Offensive erschwert. Vor der Heim-EM 2024 gelangen zwei SiegeFür Nagelsmann geht es hauptsächlich darum, ein gutes WM-Gefühl im Team und auch bei den deutschen Fans zu entfachen. Vor der Heim-EM 2024 war dem Bundestrainer das nach einem radikalen Umbau des Kaders mit der spektakulären Rückholaktion von Toni Kroos mit zwei großen Testspielsiegen in Frankreich (2:0) und gegen die Niederlande (2:1) herausragend gut gelungen.Kann Nagelsmann das in Basel und drei Tage später in Stuttgart gegen Ghana wiederholen? "Idealerweise beenden wir die Woche mit zwei Erfolgserlebnissen", sagte der 38-Jährige. Und baute vorsichtshalber vor: "Sollte es nicht der Fall sein, bricht die Welt auch nicht zusammen, wenn wir den Inhalt trotzdem gut rüberbringen und uns richtig entwickeln. Sollte mal ein Unentschieden rausspringen, geht es danach trotzdem weiter."Was Siege auslösen können, zeigte das furiose 6:0 gegen die Slowakei im November. Der Jahresabschluss rückte die gesamte WM-Qualifikation in ein positiveres Licht. "So wie wir das letzte Spiel gespielt haben, stellen wir uns das vor in der Art und Weise", sagte der erfahrene Kimmich: "Da haben wir wirklich füreinander gespielt, das muss die Basis in jedem Spiel sein." Keine taktischen Experimente mehrNagelsmann verfolgt über die Ergebnisse hinaus noch weitere Ziele, auch wenn der von ihm fest eingeplante große Bayern-Block ohne Musiala und Pavlovic geschrumpft ist. "Die Zeit, die wir haben, wollen wir maximal nutzen, um Dinge zu festigen. Wir wollen gewappnet sein für verschiedene Dinge, die auf dem Fußballfeld in einem großen Turnier passieren können. Wir wollen uns weiter finden als Gruppe", sagte der Bundestrainer. "Experimentieren werden wir nichts mehr", sagte er zur Spielweise im etablierten 4-2-3-1-System. "Wir haben klar gefestigte Abläufe in der Defensive, klar gefestigte Abläufe in der Offensive." Personell stellen sich trotzdem spannende Fragen, auf die Antworten erwartet werden. Die Tests bezeichnete Nagelsmann als "eine Plattform, wo man sich zeigen kann". Wie präsentiert sich Oliver Baumann (35), nachdem er zum Turniertorwart ausgerufen wurde? Wie geht der langjährige Abwehrchef Antonio Rüdiger mit der ungewohnten Rolle des Herausforderers von Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck um? "Wenn Julian mich braucht, werde ich da sein - egal ob Startelf oder Bank, um das Ergebnis zu sichern", sagte Rüdiger im "Kicker".Vertrauen in Woltemade - und Premiere von Karl?Eröffnet der Pavlovic-Ausfall dem Stuttgarter Angelo Stiller doch noch die Chance, sich in den WM-Kader zu spielen? Und kann Kai Havertz nach 16 Monaten Absenz wegen Verletzungen sofort wieder eine Hauptrolle in der Offensive einnehmen? Womöglich sogar zusammen mit Nick Woltemade? "Big Nick" hat es gerade bei Newcastle United schwer. Im DFB-Trikot war er in der WM-Qualifikation aber mit vier Toren bester DFB-Schütze. "Er hat schon, wenn man seine Quote bei uns anschaut, sehr gute Erinnerungen an die Nationalmannschaft", sagte Nagelsmann und ergänzte: "Ich habe totales Vertrauen in Nick und gebe ihm auch die nötige Geduld. Das wird alles gut."Im Hintergrund lauern freilich andere. Etwa der formstarke Stuttgarter Deniz Undav, der aus 18 Saisontoren in der Bundesliga viel Selbstvertrauen zieht. Oder Lennart Karl. Der Bayern-Youngster darf mit seinem Debüt rechnen. "Von Lenny erwarte ich, dass er seine Jugend auf den Platz bringt. Er soll frei von der Seele weg spielen. Er soll einfach das machen, was er bei Bayern über weite Strecken auch zeigt", sagte Nagelsmann.

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Formel 1 in Japan: Nach dem Knall: Was der Teamchef-Wechsel für Audi bedeutet

Vor dem Formel-1-Rennen in Japan muss Neuling Audi die Trennung von Teamchef Wheatley verarbeiten. Verhebt sich der neue starke Mann an den vielen Aufgaben?Kräftig durchgeschüttelt vom Beben in der Chefetage startet das Audi-Team im fernen Japan schon den nächsten Neuanfang in der Formel 1. Wenige Tage nach der abrupten Trennung von Teamchef Jonathan Wheatley übernimmt beim dritten Grand-Prix-Auftritt des deutschen Werksteams bereits ein anderer das Kommando an der Boxenmauer: Mattia Binotto ist jetzt allein der starke Mann bei dem Rennstall."Die Reise geht weiter: Das Ziel jetzt ist es, weiter aufzubauen, weiterzulernen und jede Chance optimal zu nutzen", sagte der Italiener, der zuvor als Formel-1-Projektleiter bei Audi eine Doppelspitze mit Wheatley bildete.Die Folgen des erstaunlichen Personalwechsels sind noch nicht absehbar. So früh in der Saison, die vom Neuling eine enorm steile Lernkurve verlangt, dürfte der Abgang des Erfolgsmanagers Wheatley der kniffligen Aufbauarbeit kaum zuträglich sein. "Die ersten beiden Rennen waren durchwachsen – es gab zwar einige ermutigende Anzeichen, aber auch verpasste Chancen", stellte Chefpilot Nico Hülkenberg (38) vor dem Grand Prix am Sonntag (7.00 Uhr/Sky) fest.Sofortige Trennung nach WechselgerüchtenAls Beschleuniger auf dem bis 2030 angepeilten Weg in die Spitze sollte der Brite Wheatley seine Titelerfahrung einsetzen. Der einstige Mechaniker von Michael Schumacher, der in verschiedenen Rollen bei Benetton und Red Bull an einer Reihe von WM-Triumphen beteiligt war, hatte noch im Januar bei einer PR-Show des Teams in Berlin getönt: "Wir wollen, dass Audi das erfolgreichste Team der Geschichte wird." Der Einstand in Australien mit zwei WM-Punkten für Hülkenbergs Teamkollegen Gabriel Bortoleto und ein solider Auftritt danach beim Gastspiel in China durften bei Audi als Mutmacher aufgefasst werden. Doch dann tauchten Gerüchte um einen Flirt von Wheatley mit Aston Martin auf. Schon einen Tag später verkündete der Autobauer den sofortigen Abschied des 58-Jährigen "aus persönlichen Gründen". Bortoleto sagte: "Es ist alles sehr schnell passiert. Die Ereignisse haben sich überschlagen."Neben den angeblichen Avancen des Rivalen Aston Martin wurde auch über Kompetenzgerangel zwischen Wheatley und Binotto als mögliche Ursache für den Knall spekuliert. Schon davor war es in der Spitze des ehrgeizigen Projekts zu Umbesetzungen gekommen. 2024 mussten der Formel-1-Generalbevollmächtigte von Audi, Oliver Hoffmann, und der Geschäftsführer des vorher als Sauber startenden Teams, Andreas Seidl, ihre Posten verlassen. Wen könnte Audi zum neuen Teamchef machen?Ein Jahr später traf es auch den Motorenchef Adam Baker. Zugleich wurde Binotto mit immer mehr Macht ausgestattet. In dieser Rolle soll der frühere Ferrari-Teamchef auch immer wieder mit dem 2025 als Leiter des Rennbetriebs verpflichteten Wheatley aneinandergeraten sein. Nun hat Binotto vorerst noch mehr Aufgaben - womöglich zu viele, wie manche Beobachter meinen. Audi werde die "Organisationsstrukturen kontinuierlich weiterentwickeln", versicherte Vorstandschef Gernot Döllner. Möglich ist, dass Binottos früherer Ferrari-Weggefährte Inaki Rueda bei Audi vom Sportdirektor zum Teamchef befördert wird. Auch externe Kandidaten werden gehandelt, darunter der Aston-Martin-Rennleiter Mike Krack. Der Kniff: Audi könnte den Luxemburger im Tausch mit Wheatley holen und dafür auf eine längere Vertragssperre für den Ex-Teamchef verzichten, wie sie eigentlich in der Formel 1 üblich ist.Aston Martin steht nach dem völlig verkorksten Saisonstart schwer unter Druck. Das Auto ist mit dem neuen Motor von Honda nicht konkurrenzfähig, der eher widerwillig zum Teamchef aufgestiegene Top-Designer Adrian Newey will sich wohl lieber wieder auf die Aufgaben in der Technikabteilung konzentrieren. Wheatley soll auch deshalb an dem Wechsel interessiert sein, weil seine Frau sich in der Schweiz, dem Sitz der Audi-Rennfabrik, angeblich unwohl fühlt und gern zurück in die britische Heimat möchte."Spielraum für Fehler wird immer geringer"Im japanischen Suzuka hat nun erst einmal Binotto die Alleinverantwortung. Und es gibt einiges zu verbessern. Die Zuverlässigkeit des Autos lässt noch zu wünschen übrig. In Melbourne konnte Hülkenberg wegen technischer Probleme nicht starten, in Shanghai traf es Bortoleto. So sammelte Audi nur 112 von 228 möglichen Grand-Prix-Runden, es fehlen damit wichtige Daten.Das Fachmagazin "Auto, Motor und Sport" berichtete über "Defekte und Lecks im Umfeld der Hydraulik", auch das Fahrverhalten sei noch nicht nach dem Wunsch der Piloten. Zudem fehle es dem Verbrennungsmotor an Leistung im Vergleich zu den Mitbewerbern. Nachsicht aber hält Boss Binotto für unangebracht. "Der Spielraum für Fehler wird immer geringer", sagte der 56-Jährige vor dem Abflug nach Japan.

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