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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Deutsche WM-Gruppe: Dribbler Diomande: Leipziger verzückt die Elfenbeinküste

Auf ihn wird sich die deutsche Elf einstellen müssen: RB-Profi Yan Diomande ist beim Sieg der Ivorer gegen Ecuador auch ohne Tor der Unterschiedsspieler. Hinten wirken die „Elefanten“ jedoch anfällig.Yan Diomande strahlte mit dem Pokal in der Hand. Die Auszeichnung für den besten Spieler des Spiels hatte sich der Flügelflitzer von RB Leipzig wahrlich verdient. Auch wenn er beim späten 1:0 (0:0)-Sieg der Elfenbeinküste gegen Ecuador gar nicht getroffen hatte, sondern sein Teamkollege Amad Diallo. Diomande war der Unterschiedsspieler in diesem intensiven Duell der nächsten beiden deutschen WM-Gegner. Der 19-Jährige ist es, den die DFB-Auswahl am kommenden Samstag in den Griff kriegen muss.Diomande: „Wollen Geschichte schreiben“Es werde sicher ein „schwieriges Spiel“, sagte Diomande vor der Partie gegen das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Die Deutschen seien „eine der größten Mannschaften der Welt“. Besorgt wirkte Diomande, einer der Shootingstars der vergangenen Bundesliga-Saison, ob des klaren 7:1-Erfolgs der DFB-Elf gegen den krassen Außenseiter Curaçao aber nicht. „Wir wollen Geschichte schreiben“, sagte der Offensivmann voller Überzeugung.Bei ihrer vierten WM-Teilnahme wollen die Ivorer unbedingt zum ersten Mal die Vorrunde überstehen. Durch den Last-Minute-Sieg gegen Ecuador sind die vor allem physisch überzeugenden Westafrikaner diesem Ziel schon ein großes Stück nähergekommen. Gegen Deutschland soll der nächste Schritt folgen.Nagelsmanns Truppe habe „wahnsinnig viel Erfahrung“ und „enorme Offensivkraft“, sagte Trainer Emerse Faé. Dennoch wolle man ihr „die Stirn bieten“. Gerade körperlich, so viel steht fest, werden die Ivorer den Deutschen deutlich mehr abverlangen als der WM-Neuling aus der Karibik am Sonntag.Diomande spielt Hincapié schwindeligUnd doch setzten die „Elefanten“ gegen Ecuador auch offensive Akzente. Allen voran Diomande, der immer wieder ins Dribbling ging - erst auf der rechten, im Verlauf der zweiten Halbzeit dann auf der linken Seite. Selbst Piero Hincapié, einst Double-Sieger mit Bayer Leverkusen und inzwischen beim FC Arsenal, konnte den flinken Youngster nicht stoppen.13 Tore in 36 Pflichtspielen hat Diomande für Leipzig in der abgelaufenen Runde erzielt. Nun will er mit der Elfenbeinküste bei der WM für Furore sorgen. Nach dem überraschenden 2:1 im letzten Testspiel vor dem XXL-Turnier gegen den großen Mitfavoriten Frankreich war der Sieg gegen Ecuador direkt das nächste Statement. Auch wenn er in Summe etwas glücklich zustande kam. Nicht nur wegen des späten Treffers von Joker Diallo in der 90. Minute.Defensiv durchaus anfälligHinten wirkten die robusten Ivorer in Philadelphia nicht immer so sattelfest. Gleich dreimal trafen die Ecuadorianer, deren eindrucksvolle Serie von 19 Pflichtspielen ohne Niederlage endete, Aluminium. Räume dürfte es also auch für die deutsche Mannschaft am zweiten Spieltag in Toronto geben.Die gilt es zu nutzen. Und Diomande irgendwie zu stoppen. Der Tempodribbler bestreitet genau wie alle anderen 25 Spieler im Kader der Ivorer seine erste WM. Und hat direkt Eindruck hinterlassen. Nun wolle er alles daran setzen, auch das nächste Spiel zu gewinnen, kündigte Diamonde an. Ob er mit oder ohne eigenes Tor zum Matchwinner würde, wäre ihm dabei wohl wieder egal.

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Finalserie der NHL: Wie ein Mann die Hurricanes zweimal zum Stanley Cup führte

Rod Brind'Amour war Kapitän der Carolina Hurricanes, als das Team 2006 den Stanley Cup holte. 20 Jahre später trägt er die Verantwortung für den zweiten Titel - und wird emotional.In den Schlusssekunden vor dem Triumph in den Stanley Cup Finals kamen Rod Brind'Amour hinter der Ersatzbank die Tränen. 20 Jahre nach seinem Sieg als Kapitän holte der 55-Jährige auch als Trainer die wichtigste Trophäe im Eishockey - jeweils mit den Carolina Hurricanes. „Ich habe es als Spieler gewollt, wirklich. Aber als Trainer wollte ich es so sehr für diese Jungs. Darum geht es“, sagte er beim emotionalen Interview mit dem US-Fernsehen. Den mehr als 15 Kilogramm schweren Pokal umarmte Brind'Amour nach dem entscheidenden vierten Sieg in der Best-of-Seven-Serie wie einen alten Freund, angefeuert und bejubelt von seinen Spielern auf dem Eis in Las Vegas. Das 3:0 im sechsten Duell mit den Golden Knights hatte den zweiten Erfolg in der Geschichte der Hurricanes perfekt gemacht - und Brind'Amour hatte mit mutigen Entscheidungen großen Anteil. Mutige Entscheidung auf der Torhüter-PositionIm dritten Spiel der Serie wechselte er beim Stand von 0:4 Stammtorwart Frederik Andersen aus und brachte Brandon Bussi, der jahrelang in den Niederungen des nordamerikanischen Eishockeys unterwegs war. Die Hurricanes erzwangen noch die Verlängerung, verloren diese zwar, aber hatten die Serie danach im Griff. Spiel vier, Spiel fünf und Spiel sechs gingen an die Hurricanes, bei der Entscheidung in Las Vegas ließ Bussi keinen einzigen Gegentreffer zu. „Es ist so eine gute Geschichte für dieses Team, so viele Emotionen. Ich kann es gar nicht in Worte fassen, ich bin überwältigt, wenn ich ehrlich bin“, sagte Brind'Amour. „Freddy hat gekämpft, er war nicht mehr bei 100 Prozent. Ich habe mitgefühlt, aber so ist Eishockey, es ist ein Mannschaftssport. Der ultimative Mannschaftssport.“Hurricanes gönnen sich gegenseitig jeden ErfolgWie groß der Zusammenhalt bei den Hurricanes ist, zeigte eine Szene bei der Siegerehrung. Kapitän Jordan Staal übergab den riesigen Pokal nach dem ersten lautstarken Jubel nicht an den unbezwungenen Bussi, sondern an den verdrängten Andersen - womit Bussi komplett einverstanden war. „Ich habe nur dreieinhalb Spiele gehabt. Er hat uns hier hergebracht, er verdient so viel mehr Anerkennung“, sagte er.Staal selbst wurde zum wertvollsten Spieler der Stanley-Cup-Playoffs gewählt. Er hatte in den ersten fünf Partien der Final-Serie immer getroffen, das war noch niemandem gelungen. Im Alter von 37 Jahren und 277 Tagen ist er zudem der älteste Stanley-Cup-MVP der NHL-Geschichte. „Es ist großartig. Was für ein wilder Ritt. Ich bin so stolz auf alle“, sagte Staal.

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Fußball: Oranje spürt Druck: Enttäuschter van Dijk fordert zwei Siege

Die Niederlande trauern dem verpassten Sieg gegen Japan hinterher. Der Kapitän spricht Klartext. Und sein Trainer klagt über die hohen Erwartungen in der Heimat.Als Virgil van Dijk den Preis für den Spieler des Spiels entgegennahm, schaute er für das obligatorische Foto leicht grimmig in die Kamera. Die Wahl fiel verdient auf den Kapitän, Abwehrchef und Torschützen der Niederländer - doch das war ihm in dem Moment völlig egal. Van Dijk ärgerte sich über den verpassten Sieg beim 2:2 (0:0) zum WM-Auftakt gegen Japan und macht daraus auch verbal keinen Hehl. „Es war ein wichtiger Türöffner“, sagte der 34-Jährige über seinen Kopfballtreffer zum 1:0, „aber wir bekommen zu schnell den Ausgleich. Und das ist etwas, mit dem ich nicht glücklich bin.“ Es sei insgesamt „enttäuschend“, dass seinem Team auch eine zweimalige Führung nicht für den Startsieg reichte: „Wir hätten es besser machen können. Aber Tatsache ist, dass wir einen Punkt geholt haben. Und jetzt müssen wir weitermachen.“Van Dijks Forderung: Zwei Siege in den nächsten zwei SpielenIm zweiten Gruppenspiel am Samstag wartet Schweden als nächster unangenehmer Gegner für die Elftal. Um kein Zitterfinale zum Gruppenabschluss gegen Tunesien zu haben, schärfte van Dijk die Sinne seiner Mitspieler: „Wenn wir etwas Besonderes erreichen wollen, dann müssen wir unsere nächsten zwei Spiele gewinnen.“Braucht es dafür eine stabilere Abwehr? Generelle Kritik am Defensivverhalten ließ van Dijk nicht gelten. Man habe insgesamt „sehr kompakt verteidigt“ und „nicht viele Chancen zugelassen“. Dennoch konnten der Ex-Frankfurter Daichi Kamada (89. Minute) und Keito Nakamura (57.) die Führungen der Niederländer durch van Dijk (50.) und Crysencio Summerville (64.) jeweils ausgleichen. Koeman klagt über hohe ErwartungenVor allem der späte Gegentreffer von Kamada war ein heftiger Stimmungs-Dämpfer für die Oranje-Party, die im Dallas-Stadion und schon vor dem Anpfiff auch auf den Straßen stattgefunden hatte. Nationaltrainer Ronald Koeman wollte hinterher dennoch „nicht alles so negativ“ sehen. Der Ex-Profi klagte über die seiner Meinung nach zu hohen Erwartungen in der Heimat. „Oft höre ich: Aber wir sind die Niederlande, wir werden Ballbesitz haben, wir werden jeden Gegner dominieren, gegen den wir spielen - aber das ist nicht wahr“, meinte Koeman.Jetzt gegen Schwedens Super-Sturm In der auf dem Papier sehr ausgeglichenen Gruppe wäre ein Sieg zum Start besonders viel Wert gewesen. Und beim nächsten Gegner Schweden könnten die Topstürmer Viktor Gyökeres und Alexander Isak auch jede Nachlässigkeit in der Oranje-Defensive ausnutzen. „Ich werde gegen einen Angreifer spielen, den ich sehr gut kenne“, sagte van Dijk mit Blick auf seinen Liverpooler Clubkollegen Isak, „und auf einen anderen Stürmer, der eine sehr gute Saison gespielt hat“. Er selbst zeigte im Saisonverlauf im Liverpool-Trikot die ein oder andere Schwäche, aber beim WM-Auftakt war auf ihn Verlass. Als zweikampfstarker Dirigent der Abwehr, als treffsicherer Kopfballspieler, als wortstarker Anführer.Koeman schwärmt über seinen KapitänFür Koeman ist van Dijk eine „starke Persönlichkeit“, und als Trainer wünsche man sich „immer einen Kapitän, der eine wichtige Figur auf und neben dem Platz“ sei. Angesichts des fortgeschrittenen Alters seines Führungsspielers mutmaßte Koeman, dass es „sehr wahrscheinlich seine letzte WM“ sein werde. „Also hoffen wir, dass es für ihn ein unvergessenes Erlebnis wird.“ Dann wird van Dijk auch wieder freundlicher dreinblicken.

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WM-Auftaktsieg: Felix Nmecha wird zur eleganten Autorität im DFB-Team

Das defensive Mittelfeld galt lange als Problemzone des DFB-Teams. Beim WM-Auftakt beweist Felix Nmecha, dass er das Machtvakuum im Zentrum ausfüllen kann.

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Jamal Musiala: Aus dem Wunderkind ist ein kompletter Fußballer geworden

Jamal Musiala findet endlich zu alter Leichtigkeit zurück. Beim 7:1 gegen Curaçao offenbart der begnadete Trickser bisher ungekannte Qualitäten.

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Zweites Spiel in Gruppe F: Isak und Gyökeres treffen: Schweden deklassiert Tunesien

Bei der WM in Katar war Schweden nicht dabei. Im mexikanischen Monterrey starten die Skandinavier stark ins XXL-Turnier. Auf die beiden Topstars ist Verlass. Ein tunesischer Bundesligaspieler patzt.Mit Spielfreude und einem überzeugenden Sieg gegen Tunesien ist Schweden auf die WM-Bühne zurückgekehrt. Die Mannschaft um die Star-Stürmer Viktor Gyökeres vom FC Arsenal und Liverpools Alexander Isak bezwang die Nordafrikaner verdient mit 5:1 (2:1).Im mexikanischen Monterrey erzielten Yasin Ayari in der 7. Minute und in der Nachspielzeit (90.+6), Isak (30.), Gyökeres (59.) und Mattias Svanberg in der Schlussphase die Tore für die Skandinavier. Sie waren 2018 in Russland letztmals bei einer Weltmeisterschafts-Endrunde dabei. Omar Rekik traf für Tunesien (43.).Ayari trifft sehr sehenswertDie Schweden, die vom Briten Graham Potter trainiert werden, erwischten einen Traumstart mit einem Traumtor. Ayari knallte den Ball unter die Latte. Der Treffer gab Sicherheit. Schweden übte viel Kontrolle aus und legte nach einer halben Stunde nach. Gyökeres setzte Isak in Szene und der frühere Dortmunder traf zum 2:0. Tunesiens Torwart Abdelmouhib Chamakh sah bei dem Flachschuss nicht gut aus.Seine Mannschaft, bei der Union Berlins Rani Khedira und der Frankfurter Ellyes Skhiri in der Startelf standen, gab jedoch nicht auf. Fußballerisch war Schweden zwar überlegen, Tunesien kämpfte aber und belohnte sich. Noch vor der Pause gelang Rekik, der in seiner Jugend für Hertha BSC spielte, per Kopf der Anschluss.Skhiri leistet sich folgenschweren FehlerNach dem Seitenwechsel kam Tunesien zunächst ordentlich ins Spiel zurück. Ein krasser Fehler von Skhiri unterbrach die erhoffte Aufholjagd jäh. Der 31-Jährige verlor den Ball vor dem eigenen Strafraum im Zweikampf mit Isak und Gyökeres bedankte sich mit dem 3:1. Der Treffer war eine Vorentscheidung. Tunesien erholte sich nach dem erneuten Rückschlag nicht mehr. Der gerade erst eingewechselte Wolfsburger Svanberg erzielte noch das 4:1, ehe erneut auch noch Ayari traf. In einer starken Gruppe sind die Niederlande und Japan die weiteren Gegner für beide Teams. Sie trennten sich zuvor 2:2.

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Fußball-Nationalmannschaft: Neuers Ratschläge und die Erinnerungen an den WM-Sieg 2014

Wie viel WM-Magie von 2014 steckt im 7:1 gegen Curaçao? Manuel Neuer spricht nach seinem Comeback über Zuversicht und Teamgeist. Und gesteht, dass er manche Mitspieler noch besser kennenlernen muss.Nach seinem schönen WM-Comeback stand Manuel Neuer noch auf dem Podest für die Spielerinterviews, da wurde schon Kai Havertz als nächster DFB-Profi für ein Gespräch angekündigt. „Oh, der Man of the Match“, sagte Deutschlands Rekordtorwart - und zog sich mit einem Grinsen schnell von der Plattform zurück. Zum Spieler des Spiels war Doppeltorschütze Havertz von der FIFA gekürt worden. Aber die Analyse des 7:1-Traumstarts gegen Curaçao von Neuer war auch ein Beleg für die Bedeutung des Rekordtorwarts in der Fußball-Nationalmannschaft. Neuer lieferte die generelle Einordnung des Erfolgs. Und die Bezugsgröße war der WM-Triumph 2014 in Brasilien. 7:1 als WM-Symbol und Erinnerung an 2014„So in ein Turnier gestartet zu sein ist etwas ganz Besonderes. Das gibt einem Zuversicht und Ruhe. Dennoch wissen wir: Das war kein Halbfinale gegen Brasilien mit dem 7:1“, sagte Neuer. 7:1, dieses historische Resultat vom Jahrhundert-Sieg in Belo Horizonte wurde zwar kopiert, aber der Kontrahent war diesmal in Houston im allerersten Turnierspiel eben Curaçao.Neuer erinnerte auch an das 4:0 gegen Portugal zum WM-Auftakt vor zwölf Jahren. „Es ist sehr viel auch für uns gelaufen damals“, sagte der 40-Jährige. Die Rote Karte für Portugals Pepe und ein Hattrick von Thomas Müller sorgten letztlich für den Jubel.„Man kann Parallelen nicht wirklich ziehen, aber ich glaube, dass wir alle Möglichkeiten haben mit dieser Mannschaft“, sagte Neuer und nannte Energie, Zusammenhalt und Charakter als drei Faktoren der aktuellen WM-Auswahl.Genau für diese Erfahrungswerte hat Julian Nagelmann den 40-Jährigen zwei Jahre nach dessen Rücktritt zurückgeholt. Und für die richtigen Analysen und Einschätzungen zur richtigen Zeit. „Er strahlt extreme Ruhe aus. Er ist keiner, der die ganze Zeit labert. Und er wählt seine Worte mit Bedacht“, lobte der Bundestrainer seinen Team-Oldie. Am Gegentor durch Curaçaos Livano Comenencia trage Neuer keine Schuld. Wenn der Ball nicht abgefälscht gewesen wäre, hätte er ihn gehabt, meinte Nagelsmann. Der Mannschaft gebe der Erfolg „Vertrauen in die eigene Stärke“, sagte Neuer. Und er selbst habe nach seiner Rückkehr „den einen oder anderen Spieler besser kennengelernt auf dem Platz, wenn es um etwas Zählbares geht“.

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WM-Start im Ersten: Sieben auf einen Streich: Aura ist alles

Ein Kantersieg gegen wackere Curaçao-Insulaner, ein Gegentor als Hallo-Wach-Mittel und ein Moderatoren-Duo zwischen Feixen und Flirt – ein völlig losgelöster WM-Start.

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Newsblog zur Fußball-WM: Klopp entschuldigt sich bei Nagelsmann: Hätte mir „aufs Maul hauen können“

Jürgen Klopp zeigt sich nach seinem Spruch über Bundestrainer Nagelsmann selbstkritisch. Neuer feiert sein WM-Comeback und jagt Rekorde. Alle WM-Nachrichten im stern-Newsblog.Die größte Fifa-Fußballweltmeisterschaft aller Zeiten läuft. 48 Mannschaften kämpfen bis zum 19. Juli in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko um den goldenen WM-Pokal.Auch die deutsche Nationalmannschaft macht sich Hoffnungen, den Weltmeistertitel nach 1954, 1974, 1990 und 2014 zum fünften Mal nach Hause zu holen. Für die DFB-Elf von Bundestrainer Julian Nagelsmann startete das Turnier mit einem 7:1 gegen Curaçao.Lesen Sie im stern-Newsblog alle aktuellen Meldungen und Entwicklungen zur Fußball-WM 2026:

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Internationale Pressestimmen: „Nagelsmann sendet Rivalen klare Botschaft“

Gegen Curaçao lässt Deutschland sich vom zwischenzeitlichen Ausgleich nicht beirren – und gewinnt 7:1. So kommentiert die internationale Presse den deutlichen WM-Auftaktsieg.EnglandDaily Mail: „Der gnadenlose viermalige Weltmeister erteilt dem Außenseiter in Houston eine brutale Lektion bei der Weltmeisterschaft, die Mannschaft von Julian Nagelsmann sendet ihren Rivalen eine klare Botschaft.“The Sun: „Kai Havertz trifft doppelt, der viermalige Weltmeister übersteht einen frühen Schock und überrollt den Fußball-Zwerg.“The Guardian: „Curaçao genießt seinen Moment, doch Havertz und das kompromisslose Deutschland kennen keine Gnade. (...) Nagelsmann wird zufrieden sein, dass von allen Teilen des Spielfelds Gefahr ausging – ein halbes Dutzend verschiedener Torschützen zeugt davon –, doch es versteht sich von selbst, dass wesentlich ernsthaftere Prüfsteine noch bevorstehen.“FrankreichLe Figaro: „Nachdem der erste kleine Schreck verdaut war, hat Deutschland gegen Curaçao richtig aufgespielt.“USANew York Times/The Athletic: „Deutschland im siebten Himmel nach großem Sieg gegen Curaçao“Los Angeles Times: „Deutschland legt nach starkem Start von Curaçao einen Torrausch hin“USA Today: „Deutschland zerlegt WM-Neuling Curaçao – der erste Kantersieg des Turniers.“MexikoEl Universal: „Curaçao erlebt einen historischen Moment: Es erzielt sein erstes Tor bei einer Weltmeisterschaft. Als Außenseiter und vor der Herausforderung, gegen eine Großmacht wie Deutschland anzutreten, überraschte die Concacaf-Mannschaft alle.“CuraçaoCuracao.nu: „Trotz der schweren Niederlage wird Curaçao vor allem auf einen historischen Tag zurückblicken. Die Insel gab ihr Debüt bei einer WM-Endrunde und erlebte, wie Comenencia den ersten WM-Treffer für Curaçao überhaupt erzielte. Zudem sorgten Tausende von Fans 90 Minuten lang für eine beeindruckende Stimmung in Houston.“ItalienGazzetta dello Sport: „Curaçao träumt nach dem ersten WM-Tor kurz, dann bricht die deutsche Torlawine los. Ein Sieg zum Auftakt vertreibt die Geister der Vergangenheit und lässt unangenehme Erinnerungen verblassen, vor allem angesichts der letzten beiden Weltmeisterschaften, die jeweils in der Gruppenphase endeten.“SpanienMarca: „Deutschland erstickt die kleine Rebellion von Curaçao mit souveräner Dominanz. Nagelsmanns Team lässt der karibischen Debütanten-Auswahl keine Chance. Curaçao gab alles, was es hatte, doch wie zu erwarten war, reichte das nicht.“SchweizBlick: „DFB-Elf feiert Tor-Party gegen WM-Zwerg.“Tagesanzeiger: „Deutschland überzeugt zum WM-Auftakt! Das Team von Nagelsmann wird seiner Favoritenrolle gegen Curaçao gerecht und gewinnt souverän mit 7:1. Dank diesem Sieg sind die Deutschen auf dem besten Wege, sich erstmals nach 2014 wieder für eine K.o.-Phase bei einer WM zu qualifizieren.“ÖsterreichKrone: „7:1! Deutschland schießt sich für Titeljagd warm.“

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Fußball-Weltmeisterschaft: Bundestrainer nach dem 7:1-Sieg: „Besser als erwartet“

Die Nationalmannschaft besiegt Curaçao 7:1 – natürlich sind die DFB-Spieler und der Trainer gut gelaunt. Der „Man of the Match“ zeigt sich besonders bescheiden.Die deutsche Nationalmannschaft feiert einen deutlichen Sieg: 7:1 gegen Curaçao. Dementsprechend begeistert fallen die Reaktionen nach dem Spiel aus. Als erster Spieler gab Nathanial Brown ein Interview. Brown schoss das 5:1. Über sein WM-Debüt sagt er:  „Es ist unbeschreiblich, hier beim ersten WM-Spiel zu treffen.“ Es sei gut gewesen, dass sie nach dem 1:1 aufgewacht seien. Der 22-Jährige geht mit Schwung in die nächste Woche:  „Einfach weitermachen!“Schweinsteiger über die StärkenBastian Schweinsteiger, Experte für die ARD resümierte: „Offensivstärke ist auf jeden Fall da.“ Und weiter: „Dass wir in der Lage sind, so viele Tore zu schießen, Chancen herauszuspielen“, das sei wichtig – und das habe die Mannschaft heute geschafft. Heute war Deutschland zu stark.Dick Advocaat, Trainer von Curaçao, fällte ein eindeutiges Fazit: „Heute war Deutschland zu stark.“  Sehr viel berichtet wurde im Vorfeld über Manuel Neuer, der in die Nationalelf zurückgeholt wurde. „Das ist, was ich seit 20 Jahren mache“, sagte Neuer zu seinem Comeback. Neuer ist zufrieden, beurteilt die Leistung der Mannschaft als „sehr positiv“. Gerade bei einem solchen Turnier sei ein starker Start wichtig. Er findet: „Die Spielfreude war da.“ Angesprochen auf das eine Gegentor sagt Neuer: Wäre der Ball nicht abgefälscht gewesen, hätte er ihn gehalten. Neuer meinte, die Distanz sei zu kurz gewesen, um den Ball noch abzufangen. „Ich hätte ihn gern gehalten.“  Nagelsmann zeigt sich zufrieden mit dem DeutschlandspielJulian Nagelsmann stellte sich nach dem Erfolg grinsend vor die Kameras: „Ich habe mich extrem für die Mannschaft gefreut“, schließlich seien die letzten Auftaktspiele nicht gut gewesen. Nagelsmann zeigt sich selbstbewusst: „Wir haben besser gespielt, als es viele erwartet haben.“  Auch den Erwartungsdruck sprach er an: „Klar waren wir Favorit, klar muss man das Spiel am Ende gewinnen.“ Zu Kai Havertz, der zum „Man of the Match“  gewählt wurde, sagte Nagelsmann: „Ein Top-Spieler“, er sei unfassbar wichtig für die Mannschaft.Kai Havertz hingegen äußerte sich bescheiden. Er fand, die Mannschaft sei noch einmal gewachsen. „Gutes Spiel, guter Start in die WM" – aber Verbesserungspotential sei immer dabei.Auch Felix Nmecha grinste: „Ich freue mich enorm. Das ist ein sehr besonderer Moment für mich, meine Familie, für uns als Mannschaft.“ Nmecha, der überzeugter Christ ist, erzählte, dass er vor dem Spiel gebetet habe, dass für ihn Jesus im Spiel lebendig wäre.

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Deutschland – Curaçao: Matchwinner Nmecha betet nach dem Spiel mit Gegnern

Felix Nmecha prägte nicht nur wegen seines frühen Tors das Spiel gegen Curaçao. Nach der Partie zeigte er zusammen mit Spielern des Gegners eine besondere Geste.Es war ein großer Tag für Felix Nmecha: Der Dortmunder Mittelfeldspieler war bei seinem ersten WM-Spiel herausragender Spieler des DFB-Teams. Beim 7:1 gegen Curaçao erzielte er das frühe 1:0 selbst und holte zudem einen Elfmeter heraus. Nach dem Spiel sorgte eine weitere Szene, an der Nmecha beteiligt war, für Aufsehen. Unmittelbar nach dem Abpfiff bildete der 25-Jährige zusammen mit Mitspieler Jonathan Tah und einigen Nationalspielern des Gegners Curaçao einen Kreis auf dem Rasen des Stadions in Houston – offenbar im Gebet versunken.In der ARD darauf angesprochen, erklärte Nmecha: „Wir sind im Spiel Gegner, nach dem Spiel sind wir alle Christen und Brüder. Wir sind alle sehr dankbar.“ Felix Nmecha und viele Spieler von Curaçao glauben an GottNmecha ist gläubiger Christ und geht offen mit seinem Glauben um. Allerdings eckt er damit auch mitunter an. Social-Media-Posts des Nationalspielers wurden als homophob und transfeindlich aufgenommen, bei seinem Verein Borussia Dortmund gab es deshalb Proteste einiger Fans. Nmecha hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen.Auch vor dem WM-Auftakt gegen Curaçao demonstrierte der BVB-Spieler, wie wichtig ihm der Glaube ist. Als er aus dem Mannschaftsbus stieg, trug er eine Bibel bei sich. Viele Spieler der Nationalmannschaft von Curaçao sind ebenfalls stark vom christlichen Glauben geprägt. In den sozialen Netzwerken waren vor der WM Videos zu sehen, in denen die Spieler während ihres Trainingslagers gemeinsam beten und christliche Lieder singen.Das deutlich bessere Ende auf dem Platz blieb Nmecha und seinen Teamkollegen vorbehalten. „Ich freue mich enorm, das ist ein sehr besonderer Moment für mich“, sagte der DFB-Spieler im ARD-Interview nach der Partie. „Jetzt müssen wir Spiel für Spiel weitermachen und hoffentlich so gut wie möglich die WM spielen.“ 

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Fußball-Nationalmannschaft: Manuel Neuer mit Comeback WM-Rekordtorwart

Manuel Neuer feiert sein WM-Comeback und jagt Rekorde. Mit dem Einsatz gegen Curaçao schließt der 40-Jährige in einer Kategorie zu Lothar Matthäus auf und egalisiert zudem eine Torwart-Bestmarke.Houston (dpa) -Manuel Neuer genoss nach seinem gelungenen Comeback die Ehrenrunde vor den jubelnden deutschen Fans wie bei seiner ersten WM. „Entweder liebt man den Fußball oder nicht und deshalb ist es was ganz Besonderes für mich, jetzt auch dieses Turnier zusammen mit der Mannschaft gestartet zu haben“, sagte Neuer bei MagentaTV, nachdem er mit einem weitestgehend beschäftigungslosen Fußballabend eine weitere Bestmarke in der Nationalmannschaft erreicht hatte. Der 7:1-Sieg gegen Curaçao in Houston war das 20. WM-Spiel des Bayern-Torwarts, der mit 40 Jahren der älteste deutsche WM-Spieler ist. Er zog mit Hugo Lloris als WM-Rekordtorwart gleich. Der Franzose hatte Neuer die Bestmarke bei der WM 2022 in Katar mit dem Finaleinzug der Équipe Tricolore entrissen. Er hat seine Karriere im Nationalteam aber bereits beendet.Für Neuer geht es weiter. „Jeder wünscht sich immer einen guten Start. Gerade in so einem Turnier ist es wichtig, dass wir gut gestartet sind, dass wir die Spielfreude an den Tag gelegt haben“, bilanzierte Neuer nach dem Auftakt in der ARD. Er habe jeden Tag auf diesen Tag gewartet. „Ich wollte unbedingt zwischen den Pfosten spielen. Es hat sich gut angefühlt, mit der Mannschaft auf dem Platz zu stehen.“Einen Makel musste Neuer allerdings hinnehmen: Der erste Schuss von Curaçao aufs Tor war drin - das zwischenzeitliche 1:1 hatte letztlich aber keine Auswirkungen. „Wenn er nicht abgefälscht wird, habe ich ihn. Ich hätte ihn gern gehalten“, sagte der Keeper. Während der Partie spielte Neuer so, als wäre er nie weg gewesen. Der Weltmeister-Torwart von 2014 stand in der meist einseitigen Partie oft weit vor seinem Tor und versuchte, Ruhe auszustrahlen. Fünf WM-Turniere wie MatthäusNeuer war schon beim Warmmachen von den DFB-Fans lautstark gefeiert worden. Er kommt nun wie Lothar Matthäus auf fünf WM-Teilnahmen. Mehr hat kein anderer deutsche Fußballer erreicht. Für seine fünfte WM-Teilnahme erhielt Neuer auch einen Legacy-Aufnäher auf dem Trikot. Dies ist eine Neuerung der FIFA, womit jeder Spieler geehrt wird, der fünf WM-Teilnahmen vorzuweisen hat. Seit 2010 war der 40-Jährige bei jedem Turnier die deutsche Nummer eins. Matthäus hat allerdings 25 WM-Spiele bestritten. Um diese Marke zu knacken, müsste Deutschland mindestens ins Viertelfinale kommen und Neuer in jedem Spiel zum Einsatz kommen.Rücktritt vom RücktrittNeuer, der nun bei 125 Länderspielen steht, war nach der Heim-EM 2024 aus der DFB-Elf zurückgetreten. Bundestrainer Julian Nagelsmann holte ihn aber für die WM in Amerika zurück. Die kurzfristige Nominierung und die damit verbundene Degradierung von Oliver Baumann zum Ersatzmann hatte viele kritische Stimmen ausgelöst. Neuer verpasste durch eine Muskelverhärtung in der linken Wade zudem die letzten WM-Tests gegen Finnland (4:0) und die USA (2:1), in denen Baumann nochmals zum Einsatz kam. Nagelsmann hatte die Rückholaktion mit der großen Erfahrung Neuers begründet. Alle Mitspieler sprachen im WM-Quartier in Winston-Salem zuletzt bewundernd von der großen Aura des Schlussmanns. Der Münchner ist der einzig verbliebene Weltmeister von 2014 im DFB-Kader.

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Fußball-WM: Klopp mit Entschuldigung: Hätte mir „aufs Maul hauen können“

„Bin immer noch dämlich“: Klopp nimmt sich nach seiner TV-Aussage über Bundestrainer Nagelsmann selbst aufs Korn.Jürgen Klopp hat sich nach dem ungefährdeten Auftakterfolg bei der Weltmeisterschaft bei Bundestrainer Julian Nagelsmann für seine Aussage als TV-Experte entschuldigt. „Ich hätte mir dafür aufs Maul hauen können, aber das war schon zu spät und ich war im Fernsehen. Das ist flapsig rausgerutscht“, sagte Klopp nach dem 7:1 gegen Curaçao bei Magenta TV. Der frühere Weltklasse-Trainer hatte gemeinsam mit Thomas Müller beim WM-Eröffnungsspiel für Aufsehen gesorgt. Als es um die deutsche Aufstellung gegen Curaçao gegangen war, meinte Klopp: „Zum Glück stellt Julian Nagelsmann die Mannschaft auf“ - und schob dann ein „noch“ hinterher. Dies sei nun sein „Unwort des Jahres“, meinte Klopp. „Bin immer noch dämlich“„Das hat gar keine Relevanz. Da hoffe ich, dass das alle da draußen verstehen“, sagte Klopp in Richtung Nagelsmann, der ihm zuhörte und lächelte. „Was ich festgestellt habe, ich werde übermorgen 59 und bin immer noch dämlich. Aber es ist einfach passiert.“ Die beiden Fachmänner seien auf Nagelsmanns Seite, betonte Klopp. Anschließend klatschten sich die beiden ab und Nagelsmann verließ die Interviewsituation.Der Bundestrainer hatte bereits vor dem Anpfiff Gelassenheit demonstriert. „Am Ende ist es mein Job jetzt, die Mannschaft so einzustellen, dass wir ein gutes Turnier spielen. Und wir dann auch in der Lage sind, nach der WM weiterhin gute Spiele zu machen“, hatte Nagelsmann in der ARD erklärt.Auch Müller hatte bereits auf die Kritik an den Aussagen reagiert und angekündigt, sich künftig nicht zurückhalten zu wollen. „Wir diskutieren natürlich leidenschaftlich, uns geht es darum, die Begeisterung rüberzubringen“, sagte der Ex-Nationalspieler.Er und Klopp seien „Riesenfans der Mannschaft“ und des Turniers. Man diskutiere „taktisch, inhaltlich und vor allen Dingen auch sachlich“. Allerdings sei bei ihnen „immer ein bisserl Schmäh mit dabei“, sagte Müller. Man werde sich aber „nicht verbiegen lassen und aufpassen, was wir denn sagen“, sagte Müller. Ziel sei es, die Mannschaft zu unterstützen und „auch gute Laune“ zu machen.

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Auftaktsieg: Die DFB-Spieler in der Einzelkritik: Zwei WM-Neulinge spielen sich fest

Deutschland ist mit einem 7:1-Sieg gegen Curaçao in die Fußball-WM gestartet. Ein Dortmunder macht auf sich aufmerksam, in der Abwehr gibt es Verbesserungsbedarf.Der deutsche Start in die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ist geglückt: Das DFB-Team gewann zum Auftakt der Gruppe E gegen Außenseiter Curaçao 7:1 (3:1) und hat damit jetzt schon beste Chancen auf das Weiterkommen.Gegen den WM-Debütanten aus der Karibik hatte die deutsche Mannschaft die Partie über weite Strecken unter Kontrolle, musste aber nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich des Gegners zittern. Felix Nmecha brachte Deutschland früh in Führung (6. Minute), nach dem 1:1 durch Livano Comenencia (21.) sorgten Nico Schlotterbeck (38.), Kai Havertz (45.+5 per Elfmeter), Jamal Musiala (47.), Nathaniel Brown (68.), David Undav (78.) und noch einmal Havertz (88.) für den deutlichen Sieg in Houston.Deutschland – Curaçao: Felix Nmecha ragt beim DFB-Team herausHerausragender Akteur bei der deutschen Mannschaft war Felix Nmecha: Der Dortmunder Mittelfeldspieler sorgte mit seinem frühen Tor in der sechsten Minute für den ersten Höhepunkt der Partie, blieb weiter gefährlich und holte noch vor der Pause einen Elfmeter heraus. Auch der Frankfurter Nathaniel Brown machte bei seinem WM-Debüt auf sich aufmerksam – unter anderem mit einem eigenen Treffer und einer Torvorlage.Andere Spieler konnten trotz des hohen Siegs nicht durchgehend überzeugen. Die deutsche Abwehr hatte gegen den deutlich unterlegenen Gegner wenig zu tun, leistete sich aber wieder einmal den einen oder anderen Aussetzer, der Curaçao zwischenzeitlich zurück ins Spiel holte. In der Fotostrecke können Sie die Einzelkritik der DFB-Spieler samt Noten nachlesen.Die wirklichen Prüfungen für das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann kommen bei dieser Weltmeisterschaft noch. Nächster Gegner der deutschen Nationalmannschaft ist am Samstag (22 Uhr) die Elfenbeinküste. Am 26. Juni (22 Uhr) trifft die DFB-Elf im letzten Gruppenspiel auf Ecuador.

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WM-Auftaktsieg: Curaçao eiskalt abserviert: DFB-Elf präsentiert sich in Torlaune

Kurz tat sich die DFB-Elf schwer, am Ende aber siegte sie wie erwartet deutlich in ihrem WM-Auftaktspiel gegen Curaçao. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat nach einer kleinen Fehlzündung den erhofften WM-Raketenstart hingelegt. Der viermalige Weltmeister bezwang den krassen Außenseiter Curaçao in der texanischen Astronauten-Stadt mit 7:1 (3:1) und feierte seinen ersten Auftaktsieg seit dem Triumph von Rio 2014. Doch auch wenn „Major Tom“ siebenmal aus den Boxen tönte – „völlig losgelöst“ schwebte das Raumschiff noch nicht Richtung fünfter Stern.Manuel Neuer gegen Curaçao kaum gefordertBei der Rückkehr von Manuel Neuer, dem mit 40 Jahren nun ältesten deutschen Nationalspieler, ließ sich die Auswahl von Julian Nagelsmann aber durch den vorübergehenden Ausgleich nicht beirren. Die Dortmunder Felix Nmecha (6.) und Nico Schlotterbeck (38.), Neuner Kai Havertz (45.+5, Foulelfmeter/88.), der endlich wieder magische Zauberfuß Jamal Musiala (46.), Nathaniel Brown (68.) und Joker Deniz Undav (78.) sorgten für den zehnten Sieg in Folge. Es war der zweithöchste der DFB-Elf bei einer WM nach dem 8:0 gegen Saudi-Arabien 2002.Livano Comenencia (21.) traf für den kleinsten Teilnehmer der WM-Geschichte zum zwischenzeitlichen 1:1. Vor dem zweiten Gruppenspiel am Samstag (22.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Toronto gegen die ungleich stärkere Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire) war dies eine Warnung. Allerdings: Der Turniermodus sieht auch acht der zwölf Gruppendritten in der K.o.-Runde - dafür könnte der Erfolg gegen die Karibikinsel schon ausreichen.Curaçao ein Fußball-Zwerg? Von wegen, sagte Bundestrainer Nagelsmann und warnte vor dem Anpfiff eindringlich vor der niederländischen Schule des Gegners. Er fürchtete ein „David-Goliath-Prinzip“ – doch die DFB-Elf schrumpfte die Nummer 82 der Weltrangliste auf Normalmaß.Mit viel Spielwitz und oft durch die Mitte brachte die Offensive den Underdog ins Wanken. Nach einem Doppelpass mit Florian Wirtz ließ der auffällige Nmecha erstmals die Torhymne erklingen.Nmecha war zur WM auf den letzten Drücker fit geworden und hatte sich den Part im Mittelfeld neben Aleksandar Pavlovic erkämpft. Die zweite enge Personalie löste Nagelsmann wie erwartet: Links verteidigte der Noch-Frankfurter Brown. Er überzeugte. Die La Ola schwappt durchs Stadion von HoustonDie Abwehr und ihr Schlussmann Neuer waren anfangs kaum gefordert. Die wenigen, meist langen Bälle von Curaçao auf den früheren Bundesliga-Stürmer Jürgen Locadia waren leichte Beute. Doch nach einigen vergebenen deutschen Chancen schlichen sich Konzentrationsschwächen ein – und der „David“ schlug zu.Nach einem Fehler von Jonathan Tah agierte au^ch dessen Nebenmann Schlotterbeck unglücklich, Kapitän Joshua Kimmich fälschte den Schuss von Comenencia unhaltbar für Neuer ab. „Jetzt ist das Schlimmste eingetroffen“, sagte Rio-Weltmeister Bastian Schweinsteiger in der ARD: „Der Glaube bei Curaçao ist da!“ Die erste Trinkpause schien für die DFB-Elf wie der rettende Gong für einen angeschlagenen Boxer.Leroy Sané (32.) vergab nach einem Traumpass von Wirtz die nächste große Möglichkeit, der Druck auf den haushohen Favoriten nahm zu. Ein Standard brachte die Erlösung, als Schlotterbeck eine Ecke von Brown einköpfte. Das 3:1 besorgte Havertz nach einem Foul an Nmecha. Die komplette deutsche Bank jubelte stehend mit – ein Ausdruck des viel beschworenen Teamgeistes.Positiv für die deutsche Mannschaft: Die Mittagshitze war kein Faktor, das Stadion des Footballteams Texans war überdacht und klimatisiert. Und so glückte ein Blitzstart in die zweite Hälfte, als Musiala nach Kimmich-Pass und nur 68 Sekunden aus spitzem Winkel vollendete.Nach einer Stunde schwappte La Ola durch die Arena. Sané (63.), für den verletzt abgereisten Lennart Karl in die Startelf gerückt, vergab allein vor dem Tor die nächste Top-Chance.Fanliebling Undav löste den nach einem Foul leicht humpelnden Musiala ab und legte Brown nur vier Minuten später den fünften Treffer auf. Danach sorgte Nagelsmann mit der Einwechslung mehrerer Edelreservisten für etwas Kaderhygiene. Undav traf aus der Mittelstürmer-Position und legte per Steilpass das 7:1 auf, das Havertz elegant per Lupfer erzielte.

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Fußball-Nationalmannschaft: Die Fußball-Nationalmannschaft in der Einzelkritik

Nmecha mit Power, Musiala mit feinem Fuß. Und Havertz trifft doppelt. Die Nationalmannschaft startet erfolgreich in die WM. Alle DFB-Stars sind aber noch nicht auf ihrem allerbesten Niveau.Houston (dpa) - Neuer: Der erste Schuss war drin. Sonst beim großen Comeback nicht gefordert. Betätigte sich als Fan-Einpeitscher. Echte Prüfungen kommen noch. Kimmich: Ein toller Pass zum Musiala-Tor und eine Vorlage beim Undav-Treffer. Dennoch: Eine ungewohnte Fehlerhäufung und Pech beim Gegentor, als er abfälschte. Tah: Leistete sich in der konfusen Phase in der ersten Halbzeit ungewöhnliche Fehler. Lamentierte plötzlich beim Referee. Später dann gewohnt stabil. Schlotterbeck: Unglücklich beim Gegentor, aber sonst aktiv gegen den Ball. Köpfte zu seinem DFB-Premierentor ein. Sein Muskelspiel beim Jubel war ein Signal. Brown: Rechtfertigte als flotter Schienenspieler das Vertrauen von Nagelmann. Sein Tempo ist wichtig. Das erste Länderspieltor rundete den guten Auftritt ab. Nmecha: Mit Power schnell zum ersten WM-Tor. Seine Präsenz ist wichtig. Holte so auch den Elfmeter vor der Pause raus. Kann zur WM-Führungsfigur werden. Pavlovic: Bekam in der Zentrale lange nicht den gewohnten Zugriff auf das Spiel, arbeitete aber fleißig. Brachte sich mehrfach in gute Schussposition. Sané: Das war keine Bewerbung für weitere Startelf-Einsätze. Zu oft in seinem typischen Schlurfschritt. Vergab klare Chancen (32./69.). Musiala: Das beste Länderspiel nach dem schweren Beinbruch. Auch körperlich robust und nach mehreren sehenswerten Dribblings mit der Tor-Belohnung. Wirtz: Sein Tempo und seine Technik überforderten die Gegner. Feiner Doppelpass mit Nmecha. Für einen eigenen Treffer fehlte die Konsequenz. Havertz: Suchte die richtige Positionierung im Angriff und traf dann doppelt. Wie bei der Heim-EM ein cooler Elfmeterschütze und mit dem Schlusspunkt.Undav: Eine knappe halbe Joker-Stunde reichte. Der Stuttgarter ist „on fire“. Hackenvorlage für Brown und dann schlug er selbst noch zu. Raum: Im Duell mit Brown als Linksverteidiger im Moment hintendran. Aber nach seiner Einwechslung schnell im Spielfluss. Goretzka: Ersetzte in der zweiten Halbzeit den starken Nmecha. Wird auf seine WM-Momente geduldig warten müssen. Rüdiger: Kam für Tah in der zweiten Halbzeit. Im Laufduell gleich konsequent. Der Real-Star kann in der Defensive noch wichtig werden. Anton: In der Schlussphase für Kimmich eingewechselt. Wird seine WM-Rolle als Backup verlässlich erfüllen.

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WM Ballaballa: Hinter Mailand und Dynamo Tresen: Finden Sie diese Fußballwitze auch so lustig?

Fußball kann eine sehr ernste Sache sein. Vor allem, während einer WM. Damit der Spaß nicht zu kurz kommt, hier die lustigsten Witze über Vereine. Und Anpfiff!Die WM läuft, auf den Feldern in den USA, Mexiko und Kanada wird seit ein paar Tagen ernst gemacht. Die Zuschauer und die Fernsehsender haben nicht umsonst viel Geld bezahlt, sehr viel Geld, um mittendrin zu sein. Danach und währenddessen werden Aufstellung, Taktik und Ballbehandlung von Experten so penibel seziert wie ein Frosch im Bio-Unterricht.Damit am Ende die Freude nicht zu kurz kommt, haben wir für die spielfreie Zeit ein paar Vereinsnamen gesammelt, mit denen Hobbykicker ihre großen Vorbilder veralbern und ihnen zugleich Respekt zollen.Fußball war immer mehr als nur Sport, aber für viele Amateure ist die lange Pause nach der zweiten Halbzeit mindestens genauso wichtig wie das ewige Hin und Her zwischen Strafräumen und Doppelpfosten. Witze über Körperbeherrschung und Alkohol gehören in dieser Welt zum guten Ton.Wir wünschen viel Spaß mit unserer kleinen Zusammenstellung. Falls Sie das nicht lustig finden, können Sie jederzeit abpfeifen. Oder weiter Kap Verde gegen Saudi-Arabien und Kongo gegen Usbekistan gucken.

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DFB-Aufstellung: Diese Elf schickt Julian Nagelsmann in das erste Gruppenspiel

Zum Auftakt der Fußball-WM trifft Deutschland  in Houston auf den Außenseiter Curaçao. Mit dieser Aufstellung geht das DFB-Team in das Spiel.Die Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko, Kanada und den USA beginnt auch für die deutsche Nationalmannschaft. Zum Auftakt in der Gruppe E trifft das DFB-Team auf den krassen Außenseiter Curaçao, der sich erstmals für eine WM qualifiziert hat.In der Startaufstellung für das erste Gruppenspiel verzichtet Bundestrainer Julian Nagelsmann auf größere Überraschungen. Im Tor beginnt wie angekündigt Manuel Neuer. Der Bayern-Torwart laborierte länger an einer Wadenverletzung, konnte zuletzt aber voll trainieren und gibt nach seinem Rücktritt vor zwei Jahren sein Comeback in der Nationalmannschaft. „Ich kann spielen, ich habe die Belastungsproben bestanden und freue mich auf das Spiel“, sagte Neuer vor dem Spiel in der ARD. Für ihn ist es sein 125. Länderspiel. Oliver Baumann, der bisher die Nummer eins im DFB-Tor war, sitzt dafür auf der Bank.So sieht Deutschlands Startelf gegen Curaçao ausLinksverteidiger Nathaniel Brown (Eintracht Frankfurt) hatte von Nagelsmann ebenfalls schon vor dem Spiel eine Startelf-Garantie bekommen – ebenso wie Jamal Musiala vom FC Bayern München, der im offensiven Mittelfeld beginnt. Auch sonst setzt Julian Nagelsmann – bis auf den Wechsel im Tor – auf die Startelf aus dem Testspiel gegen die USA (2:1). „Ich habe sehr gut geschlafen, es ist viel Vorfreude. Es ist alles sehr, sehr positiv. Ich habe ein gutes Gefühl fürs Spiel“, sagte Nagelsmann kurz vor dem Spiel bei MagentaTV.Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck bilden die Innenverteidigung, Kapitän Joshua Kimmich beginnt auf der Rechtsverteidigerposition. Aleksandar Pavlović und Felix Nmecha agieren auf der Doppel-Sechs, während neben Musiala Florian Wirtz und Leroy Sané die Offensivreihe bilden. Kai Havertz läuft als einzige Spitze auf.Die deutsche Aufstellung gegen Curaçao im Überblick:Manuel Neuer – Joshua Kimmich, Jonathan Tah, Nico Schlotterbeck, Nathaniel Brown – Aleksandar Pavlović, Felix Nmecha – Leroy Sané, Jamal Musiala, Florian Wirtz – Kai Havertz.

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Formel 1: Lewis Hamilton fährt ersten Sieg nach fast zwei Jahren ein

Eine lange Durststrecke für Lewis Hamilton nimmt ein Ende. Der Formel-1-Pilot fuhr in Barcelona ein fast perfektes Rennen und feierte seinen ersten Sieg im Ferrari.In der Gluthitze von Barcelona hat Lewis Hamilton seine Siegflaute in der Formel 1 nach 686 Tagen beendet und erstmals im Ferrari einen Grand Prix gewonnen. Der Rekordweltmeister düpierte mit etwas Hilfe von einem virtuellen Safety-Car die Konkurrenz. Zweiter wurde George Russell im Mercedes vor Weltmeister Lando Norris im McLaren. WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli schied nach zuletzt fünf Siegen in Serie wegen eines technischen Defekts kurz vor Schluss aus. Im siebten WM-Lauf der Saison fuhr damit erstmals kein Silberpfeil als Erster ins Ziel.Der 41-jährige Hamilton profitierte von einer gewagten Boxenstopp-Strategie und durfte sich zum ersten Mal seit dem 28. Juli 2024 wieder als Rennsieger bejubeln lassen. Nach einer enttäuschenden Premieren-Saison bei Ferrari ist der siebenmalige Champion wieder voll da. Der Brite festigte seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung, 41 Zähler liegt er noch hinter dem Italiener Antonelli. Das nächste Frusterlebnis setzte es für Nico Hülkenberg. Der Audi-Pilot hatte sich als Neunter seinen besten Startplatz in diesem Jahr gesichert, musste aber noch vor der Hälfte des Rennens wegen technischer Probleme aufgeben. Der Rheinländer wartet damit weiter auf seine ersten WM-Punkte für das Werksteam des deutschen Autobauers.Formel 1 in Barcelona: Russell bekommt GesprächstherapieErstmals in dieser Saison hatte der 19 Jahre alte Überflieger Antonelli die erste Startreihe für einen Grand Prix verpasst. In der packenden Qualifikation musste er sich mit Platz drei begnügen. Für Russell war die Pole Position der lange ersehnte Schub, nachdem er zuletzt immer mehr von seinem jungen Teamrivalen abgehängt worden war. Teamchef Toto Wolff hatte seinen vermeintlichen Chefpiloten sogar zur Gesprächstherapie gebeten. „Emotional haben wir ihm Unterstützung gegeben und ihm gesagt: Wir stehen hinter dir, lass uns neu starten“, erklärte Wolff.Prompt wirkte Russell wieder selbstsicherer, holte sich die zehnte Pole Position seiner Karriere und verteidigte in seinem 100. Grand Prix für Mercedes die Führung auch durch die ersten Kurven. Hamilton hatte sich anders als die Mercedes-Fahrer für einen weicheren und damit vermeintlich zunächst schnelleren Reifensatz entschieden, kam aber zunächst nicht an Russell vorbei. Eine Woche nach dem am Ende etwas chaotischen Rennen in Monaco hofften die Teams diesmal auf störungsfreie Boxenstopps. In Monte Carlo hatte es für eine Reihe von Fahrern Zeitstrafen wegen zu hohen Tempos in der Boxengasse gegeben. Anscheinend gab es technische Fehler bei der Messung, sodass Alpine-Pilot Pierre Gasly nach einem Protest mit fünf Tagen Verspätung noch der dritte Platz zuerkannt wurde. Diesmal hatte der Franzose mit den vorderen Plätzen nichts zu tun. Russell verteidigte auch nach den ersten Reifenwechseln seine Führung vor Hamilton, dem mit Startplatz zwei das beste Qualifikationsergebnis seit seinem Wechsel von Mercedes zu Ferrari im Vorjahr gelungen war. Dahinter folgten Antonelli und Weltmeister Lando Norris im McLaren jeweils in Schlagdistanz. Safety-Car hilft Lewis HamiltonZunehmend entwickelte sich das Rennen zum Strategie-Schachspiel. Hamilton holte sich in der 28. Runde zum zweiten Mal frische Reifen, fuhr auf einer Drei-Stopp-Taktik und wollte am Ende attackieren. Vorn schloss Antonelli zu Russell auf, kam aber nicht vorbei. Am Funk warnten die Mercedes-Ingenieure ihre Fahrer vor unbedachten Manövern. Schon in Kanada hatten sich beide ein teils knallhartes Duell um die Spitze geliefert, ehe Russell ausschied. Nach dem zweiten Boxenstopp der Mercedes-Piloten neigte sich das Geschehen dann plötzlich zugunsten von Hamilton. Altmeister Fernando Alonso musste seinen Aston Martin bei seinem vielleicht letzten Barcelona-Gastspiel mit einem Defekt abstellen. Das Feld wurde von einem virtuellen Safety-Car eingebremst. Hamilton nutzte die Chance, um noch einmal an die Garage zu fahren – und blieb danach Erster.„Du bist ganz vorn“, meldete die Box an den 41-Jährigen. „Guter Job, Jungs“, dankte dieser. Auch eine Ermittlung wegen eines möglichen Vergehens unter gelber Warnflagge blieb für den Rekordchampion folgenlos. Mit frischen Reifen und einem diesmal superschnellen Ferrari eilte Hamilton auf und davon. Die Mercedes-Piloten konnten nicht mehr folgen. Antonelli zwängte sich wenige Runden vor Schluss noch an Russell vorbei, blieb aber wenig später stehen.

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