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Wir haben für Sie eine Vorauswahl an redaktionellen Inhalten zusammengestellt, die von Mediengesellschaften, Verlagen, Börsendiensten und Finanzblogs bereit gestellt werden. Hier können Sie sich einen schnellen Überblick über die Themen verschaffen, die im Augenblick von öffentlichen Interesse sind.
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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Spanischer Fußball-Meister: Party mit Pizza: Barça feiert 29. Liga-Titel mit Parade

Nach dem entscheidenden Sieg im Clásico gegen Erzrivale Real Madrid feiert Barça mit einer stundenlangen Bustour. Wie Trainer Hansi Flick trotz Trauer und die Stars um Lamine Yamal diesen Tag erleben.Hupende Autos, blau-rote Fahnen und Tausende jubelnde Fans: Der alte und neue spanische Fußballmeister FC Barcelona hat den Gewinn des 29. Liga-Titels mit einer großen Parade gefeiert. Das Team von Trainer Hansi Flick zog auf einem offenen Bus durch die Straßen der katalanischen Metropole. Die Katalanen waren am Sonntag drei Spieltage vor Saisonende durch einen 2:0-Sieg im Clásico gegen Real Madrid vorzeitig Meister geworden."Mir geht es gut, danke", rief Flick nach Medienberichten auf Fragen von Fans und Journalisten hinunter in die Menge. Sein Vater war wenige Stunden vor dem Match gegen den Erzrivalen Madrid in Deutschland gestorben. Flick lächelte und ballte die linke Hand zur Faust. "Du hast es verdient, diesen Moment zu genießen, Hansi!", schrieb der Club auf der Nachrichtenplattform X.Die Stars um Lamine Yamal, Pedri, Raphinha & Co. sangen und tanzten derweil ausgelassen, winkten der Menschenmenge zu und filmten mit ihren Handys unter dem Jubel von Zehntausenden, die die Straßen säumten.Zwei Polen mit Pizza im MittelpunktIm Mittelpunkt der Party standen neben Flick aber ganz klar Robert Lewandowski und Wojciech Szczęsny. Die beiden Polen saßen ganz vorn, machten viele Späße, schwenkten eine große Fahne Kataloniens und genossen unter anderem Leckereien wie Eis und Pizza, die ihnen Fans zugeworfen hatten.Der Bus war gegen 17.30 Uhr am Camp Nou losgefahren. Die Route passierte viele der bekanntesten Orte Barcelonas. Entlang der Strecke hatten sich bereits Stunden vor Beginn der Parade unzählige Fans versammelt. Die Fiesta brachte den Verkehr am frühen Abend zeitweise zum Erliegen. Der Bus sollte erst spätabends nach rund vier bis fünf Stunden zum Stadion zurückkehren.

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Chronik einer Horrorsaison: „Madrid im freien Fall“ – so kam es zur Krise bei Real

Real Madrid spielt eine Saison zum Vergessen. Der Spitzenklub bleibt ohne Titel und intern rumort es gewaltig. Vor allem diese Ereignisse sorgten für die Krise.Schlimmer hätte es für Real Madrid nicht kommen können: Die Königlichen verloren am Sonntag den Clásico mit 0:2 gegen den Erzrivalen FC Barcelona, der sich dadurch vorzeitig zum spanischen Meister kürte. Aus Sicht der Madrilenen war es der Tiefpunkt einer desaströsen Saison ohne Titel – eine Katastrophe für den 15-maligen Champions-League-Sieger. Doch nicht nur sportlich kriselt es bei Real Madrid. Auch interne Spannungen sorgen seit Monaten für Unruhe.Trainerrauswurf, bittere Niederlagen, Ausscheiden in sämtlichen Wettbewerben und (körperliche) Auseinandersetzungen zwischen Spielern – bei Real herrscht in dieser Saison Chaos. Die entscheidenden Ereignisse im Überblick:Chronik der Krise bei Real Madrid9. Juli 2025: Trainer Xabi Alonso hatte die Madrilenen gerade erst vom vorherigen Real-Coach Carlo Ancelotti übernommen, als es den ersten Dämpfer in der Saison 2025/2026 gab. Im Halbfinale der Klub-Weltmeisterschaft in den USA gingen die Königlichen mit 0:4 gegen Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain unter. Eine Machtdemonstration des französischen Klubs und eine Blamage für den spanischen Rekordmeister. Laut Medienberichten kam es bereits während des Turniers zu internen Spannungen zwischen Alonso und seiner Mannschaft, etwa mit dem Brasilianer Vinícius Júnior.26. Oktober: Im Clásico-Hinspiel gegen den FC Barcelona verschärfte sich die Situation bei Real Madrid: Wutentbrannt und wild gestikulierend verließ Vinícius Júnior den Platz, als er in der 72. Minute für seinen Landsmann Rodrygo ausgewechselt wurde. „Vini“ stapfte ohne Handschlag an Trainer Xabi Alonso vorbei. Der Angreifer setzte sich auch gar nicht erst auf die Bank, sondern verschwand direkt in den Katakomben. Real gewann das Duell gegen den Erzrivalen vor heimischer Kulisse im Santiago-Bernabéu mit 2:1 – und Vinicius entschuldigte sich im Anschluss für die Aktion. Der Klub verzichtete auf eine Strafe. Doch man merkte bereits zu diesem Zeitpunkt, dass bei Real in dieser Saison etwas nicht stimmt.11. Januar: Im Finale des spanischen Supercups, ausgetragen in Saudi-Arabien, setzte es eine bittere 2:3‑Niederlage gegen den FC Barcelona. Der Erzrivale hatte zu diesem Zeitpunkt auch in der Liga schon die Nase vorn. Sportlich blieb Real Madrid damit hinter den hohen Erwartungen zurück. Derweil rissen Gerüchte über interne Probleme nicht ab. Bezeichnend dafür war eine Situation vor der Supercup-Siegerehrung des FC Barcelona: Alonso forderte seine Spieler auf, ein Spalier für das Gewinnerteam zu bilden. Doch die Real-Stars wendeten sich ab und hörten nicht auf ihren Coach. Der stand nur machtlos daneben.12. Januar: Was sich zuvor angebahnt hatte, wurde dann kurz nach dem Supercup-Aus verkündet: Real Madrid und Trainer Xabi Alonso beendeten die Zusammenarbeit nach rund einem halben Jahr – laut offiziellen Angaben erfolgte die Trennung einvernehmlich. Der langjährige Präsident der Königlichen, Florentino Pérez, soll Medienberichten zufolge von Anfang an nicht an Alonso geglaubt haben. Dieser wiederum fühlte sich beim Umgang mit den Spielern vom Klub im Stich gelassen, hieß es. Álvaro Arbeloa, Ex-Real-Star und bis dato Trainer der zweiten Mannschaft, übernahm das Amt von Alonso.14. Januar: Das erste Spiel unter dem neuen Coach Arbeloa endete für Real Madrid in einer peinlichen Niederlage: Das starbesetzte Team unterlag im Achtelfinale des spanischen Pokals Copa del Rey mit 2:3 beim Zweitligisten Albacete und schied frühzeitig aus. Die Pressestimmen fielen daraufhin vernichtend aus: „Ein Madrid, das wahrlich beschämend ist. Ein Madrid im freien Fall“, schrieb etwa die spanische Zeitung „Marca“.7. April: Die bis dato enttäuschende Saison wollten die Königlichen in der Champions League wiedergutmachen. Im Viertelfinal-Hinspiel gegen den FC Bayern gab es für Real Madrid jedoch die nächste bittere Pleite in einer wichtigen Partie: Mit 1:2 unterlag man den Münchnern im heimischen Bernabéu.15. April: Das Rückspiel in der Woche darauf endete in einem Torfestival – und in der nächsten großen Enttäuschung für Real. Die Bayern gewannen in München mit 4:3 und zogen ins Halbfinale ein. Real Madrid schied zum zweiten Mal in Folge vor der Runde der besten vier Mannschaften aus.Ende April: Weiterhin kehrte keine Ruhe ein bei den Königlichen: Eine Auseinandersetzung zwischen dem deutschen Nationalspieler Antonio Rüdiger und dem Spanier Álvaro Carreras sorgte für Schlagzeilen. In spanischen Medien war zunächst sogar die Rede von einer Ohrfeige Rüdigers. Dessen Umfeld widersprach den Berichten über Handgreiflichkeiten. Demnach hatte sich der Vorfall bereits im Februar ereignet. Anfang Mai meldete Carreras sich via Instagram zu Wort: „Es handelte sich um eine einmalige, unbedeutende Angelegenheit, die bereits geklärt ist.“7. Mai: Schon kurz danach kam es zum nächsten Konflikt im Team: Federico „Fede“ Valverde und Aurélien Tchouaméni gerieten heftig aneinander. Infolge des Streits landete Valverde sogar mit einer Platzwunde im Krankenhaus. Real verkündete, dass bei dem Uruguayer ein Schädel-Hirn-Trauma diagnostiziert wurde und er sich zu Hause zehn bis 14 Tage schonen müsse. In einer Mittwochseinheit sollen die beiden gestritten haben, beim Training am Donnerstag eskalierte die Fehde dann. Valverde dementierte eine Schlägerei und vermutete einen Maulwurf im Real-Umfeld: Es gebe „offensichtlich jemanden im Hintergrund, der solche Geschichten schnell weitererzählt“, so der Uruguayer.Real brummte beiden Spielern eine Geldstrafe von jeweils 500.000 Euro auf. Sportliche Sanktionen blieben hingegen aus. „Was ich nicht tun werde, ist, sie auf einem Scheiterhaufen auf dem Stadtplatz zu verbrennen, denn das haben sie nicht verdient. Es ist Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen“, kommentierte Trainer Álvaro Arbeloa die heftige Rangelei seiner Spieler. Tchouaméni stand drei Tage nach dem Vorfall in der Clásico-Startelf gegen Barca.10. Mai: Gegen den Erzrivalen FC Barcelona folgte die ultimative Demütigung: Real Madrid verlor bei den Katalanen mit 0:2. Die Mannschaft von Hansi Flick machte dadurch die spanische Meisterschaft klar – und besiegelte Reals titellose Saison.

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Fußball: Siebert pfeift Champions-League-Finale

Der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert wird beim Champions-League-Finale zwischen PSG und Arsenal auf dem Platz stehen. Für den 42-Jährigen ist es das größte Spiel in diesem Jahr.Der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert leitet das Finale der Champions League zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Arsenal. Das teilte die UEFA mit. Der 42-Jährige war in der laufenden Champions-League-Saison bei neun Partien im Einsatz, darunter im Viertelfinal-Hinspiel zwischen Sporting Lissabon und Arsenal sowie beim Halbfinal-Rückspiel zwischen Arsenal und Atlético Madrid. Jetzt darf Siebert nach dem Halbfinal-Aus des letzten deutschen Vertreters FC Bayern auch das Endspiel am Samstag, 30. Mai, in Budapest pfeifen (18.00 Uhr/ZDF).Erst vier deutsche Referees leiteten Finale der Champions LeagueBislang haben erst vier deutsche Unparteiische ein Endspiel der Champions League geleitet: Hellmut Krug (1998), Markus Merk (2003), Herbert Fandel (2007) und zuletzt Felix Brych (2017). An den Seitenlinien wird Siebert von seinen Assistenten Jan Seidel und Rafael Foltyn unterstützt. Vierter Offizieller ist der Schweizer Sandro Schärer. Als Video-Assistenten fungieren Bastian Dankert und Robert Schröder.

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Meinung: Das gesichtslose Gebilde Nationalelf – Hoeneß legt Finger in die Wunde

Uli Hoeneß hat Julian Nagelsmann erneut vorgeworfen, dass der Bundestrainer noch keine Stammelf gefunden hat. Der Bayern-Patriarch spricht einen wichtigen Punkt an.Uli Hoeneß macht sich offenbar Sorgen um die deutsche Fußballnationalmannschaft und ihr Abschneiden bei der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada: Am vergangenen Freitag wiederholte er eine Kritik, die er bereits im September 2025 geäußert hatte (ohne Nagelsmanns Namen damals zu nennen). Hoeneß stört sich daran, dass der Bundestrainer noch keine echte Stammformation gefunden habe. Und er hat recht.Uli Hoeneß nennt Vincent Kompany als positives Beispiel„Wenn es Deutschland gelingt, eine Mannschaft zu werden, obwohl der Trainer es nicht geschafft hat, zweimal hintereinander mit derselben Elf zu spielen – dann haben wir eine Chance“, sagte der Ehrenpräsident des FC Bayern München in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ zu den Aussichten der DFB-Elf bei der WM. Er verwies auf den FC Bayern und den eigenen Trainer, Vincent Kompany, der die Spieler alle besser gemacht habe, „und vor allem hat er aus den Spielern ein Team gemacht“. Um dann noch einen draufzusetzen: „Aber unser Bundestrainer glaubt, er gewinnt das Spiel. Nein, die Mannschaft gewinnt das Spiel.“Hoeneß’ direkte Worte kamen überraschend. Denn bislang haben sich Medien und Experten mit Kritik am Bundestrainer eher zurückgehalten. Nagelsmanns Umgang mit Deniz Undav wurde thematisiert, seine Empfindlichkeit bei kritischen Nachfragen, überhaupt sein Kommunikationsstil. Doch eine offene Kritik, die auf die Kernkompetenz des Trainers zielte, die gab es bisher höchstens hinter vorgehaltener Hand. Jetzt, fünf Wochen vor Beginn der WM-Endrunde, haut Hoeneß dazwischen, wie es seine Art ist, und stichelt gegen den Bundestrainer. Ob das zu diesem Zeitpunkt nun sinnvoll ist, darüber lässt sich streiten. Aber eines ist klar. Hoeneß spricht damit aus, was viele denken. Nagelsmann-Elf ist kein eingespieltes TeamDie Nationalmannschaft wirkt wie ein amorphes Gebilde. Vielleicht fünf erkennbare Stammkräfte kann man identifizieren (Torwart Oliver Baumann, Nico Schlotterbeck, Jonathan Tah, Joshua Kimmich, Florian Wirtz), aber die restlichen Positionen sind offen. Ein eingespieltes Team ist das nicht.Es gehörte zwar zum Plan von Nagelsmann, viele Spieler zu testen und immer wieder zu experimentieren. 54 hat er in seiner Amtszeit eingesetzt, das trägt logischerweise zum diffusen Bild bei. Verstärkt wird es durch zahlreiche verletzungsbedingte Ausfälle, die Rochaden erzwingen. Aber man wüsste zum Beispiel gern: Wer spielt eigentlich im defensiven Zentrum auf der Doppelsechs? Leon Goretzka und Alexander Pavlović? Oder doch Pascal Groß und Angelo Stiller? Oder setzt der Bundestrainer auf den gerade erst genesenen Felix Nmecha? Oder kehrt Joshua Kimmich in einer schicksalshaften Wende von der rechten Außenverteidigerposition ins Mittelfeld zurück?Gnabrys Ausfall nicht richtig bewertetDas gesichtslose Bild der DFB-Elf führt umgekehrt dazu, dass wirklich schlechte Nachrichten als solche gar nicht bis in das Bewusstsein der Öffentlichkeit vordringen (was ja auch ein gewisser Schutz vor übertriebener Panik sein kann). Zum Beispiel die Nachricht, dass der etatmäßige Spielmacher Serge Gnabry für das Turnier ausfällt. Der Bayern-Profi war in Hochform, dennoch wurde sein Ausfall in der Öffentlichkeit kaum als Rückschlag wahrgenommen – was eben daran liegt, dass viele Gnabry neben den zahlreichen Personalwechseln gar nicht als die Nummer zehn abgespeichert haben (schließlich war Gnabry schon immer dabei, entweder auf der Bank oder oft auf der offensiven Außenbahn). Dabei war er seit dem September 2025 auf der Zehnerposition gesetzt.Hoeneß hat also einen Punkt, wenn er die fröhliche Experimentierkunst des Bundestrainers kritisiert. Das muss man ihm lassen.

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600 Kilometer in 123 Stunden: Arda Saatçi beendet Extrem-Wüstenlauf – Zielankunft im Video

Tagelang kämpft sich der Deutsch-Türke Arda Saatçi durch Kalifornien. Sein Ziel: 600 Kilometer in 96 Stunden. Die Zeit verfehlt er, erreicht das Ziel aber unter großem Jubel.Tagelang kämpft sich der Deutsch-Türke Arda Saatçi durch Kalifornien. Sein Ziel: 600 Kilometer in 96 Stunden. Die Zeit verfehlt er, erreicht das Ziel aber unter großem Jubel.

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Human Rights Watch warnt: Wird die Fußball-WM zur „Menschenrechtskatastrophe“?

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat Bedenken wegen der kommenden Fußball-WM. Besonders in den USA sei das Turnier mit „vielen Unsicherheiten“ verbunden.Für Human Rights Watch ist die Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada „eine potenzielle Menschenrechtskatastrophe“. Das sagt Minky Worden als Direktorin der Menschenrechtsorganisation mit Blick auf die Vereinigten Staaten. Die WM sollte einen Bruch mit der jüngeren Vergangenheit darstellen und von einem Menschenrechtsrahmen geleitet werden, sagte Worden im Interview bei „ntv.de“: „Aber ich kann definitiv sagen, dass die WM zwar immer noch die größte sein mag, aber sie wird nicht die beste in Bezug auf die Menschenrechte werden.“Die WM sei von unglaublich viel Unsicherheit umgeben, so Worden. Sie spricht dabei die umstrittene US-Einwanderungsbehörde ICE an, die bei der WM die Durchsetzung der Sicherheitsmaßnahmen tragen könnte. „ICE, eine Art paramilitärische Polizei, betreibt eine brutale, menschenverachtende Politik, selbst bei Menschen, die das Recht haben, in den Vereinigten Staaten zu bleiben“, sagte Worden.Fußball-WM: Rolle des ICE unklarWelche Rolle ICE spielen wird, ist aber unklar. Zuletzt hatte Rodney Barreto als stellvertretender Organisationschef von Miami betont, die Zusage von US-Außenminister Marco Rubio erhalten zu haben, dass bei Spielen der Fußball-WM keine ICE-Beamten im Stadion sein werden.Nach Ansicht von Worden zeigt sich aber, wie sich ein Kulturkrieg von US-Präsident Donald Trump auch bei der WM abspiele. „Etwa bei den fehlenden Menschenrechtsmaßnahmen der Ausrichterstädte. Sie sollten eigentlich den Schutz von Minderheiten und schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen, einschließlich LGBT-Personen, gewährleisten. Aber von den vier veröffentlichten Aktionsplänen erwähnt in den USA nur der von Atlanta LGBT-Rechte“, so die Aktivistin.Menschenrechtlerin: Friedenspreis „eine Form der Korruption“Der Weltverband Fifa habe diesbezüglich im Vorfeld versagt, prangert Worden an und nennt den bei der WM-Auslosung vergebenen Friedenspreis an Trump als Beispiel. „Hierbei handelt es sich um eine Form der Korruption. Das ist eine erfundene Sache, um einem Mann zu schmeicheln, der nicht für Frieden, sondern für die gewaltsame Unterdrückung der Amerikaner, Bombardierungen außerhalb des Staatsgebiets und Kriege im Ausland steht.“Die FIFA hat Menschenrechtsvorgaben in die Bewerbungsverfahren für Wettbewerbe integriert und nennt Menschenrechte als strategisches Ziel.Transparenzhinweis: Der stern gehört wie ntv zur RTL Deutschland.

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Erst Schicksalsschlag, dann Meister: Emotionaler Hansi Flick im Video: „Was sie dann getan haben, war unglaublich“

Barca-Trainer Hansi Flick erlebt nach dem 2:0 gegen Real Madrid emotionale Meister-Momente im Camp Nou – und bedankt sich bei Fans und seinem Team für ihre Unterstützung.Barca-Trainer Hansi Flick erlebt nach dem 2:0 gegen Real Madrid emotionale Meister-Momente im Camp Nou – und bedankt sich bei Fans und seinem Team für ihre Unterstützung.

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Fußball: Rummenigge: Mehr Macht für Video-Schiedsrichter

Den VAR abschaffen? Im Gegenteil, meint der frühere Weltklasse-Fußballer. Rummenigge würde dem Video-Schiedsrichter weitere Kompetenzen einräumen.Bayern Münchens früherer Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat sich dafür ausgesprochen, den Video-Schiedsrichter mit mehr Macht bei strittigen Entscheidungen auszustatten. "In den meisten Fällen greift der VAR ja nicht unbegründet ein. Das bedeutet ja, dass etwas übersehen wurde oder vorgefallen ist, das in Echtzeit auf dem Platz unterging. (...) Also sollte im Keller auch die finale Entscheidung getroffen werden, dort arbeiten alles qualifizierte Menschen", sagte Rummenigge dem "Kicker".Das würde den Schiedsrichter aus der Diskussion nehmen und die Dinge vereinfachen, so der 70-Jährige: "Uns wird oftmals ein überflüssiges Schauspiel geliefert, das nur Zeit kostet und einen Mann in die Verantwortung bringt, der nicht mehr exklusiv verantwortlich ist, weil im Keller die Entscheidung längst gefallen ist." Dafür müssten allerdings die Fußball-Regelhüter Ifab den entsprechenden Passus ändern, bislang liegt die endgültige Entscheidung beim Schiedsrichter auf dem Platz.Rummenigge gegen Abschaffung des VARVon einer Abschaffung des VAR, wie von Fans oft gefordert, hält Rummenigge indes gar nichts. "Ich habe leider in meiner Karriere als Spieler und im Management viel zu viele Fehlentscheidungen erlebt. Ich war immer ein großer Befürworter der Technik", betonte der Vize-Weltmeister von 1982 und 1986. Der VAR mache den Fußball seriöser und fairer.Änderungsbedarf sieht Rummenigge auch bei der Handspielregel. "Zu meiner Zeit gab es bei Handspiel Schwarz und Weiß - heute gibt es fast nur noch Grau. Diese Regel gehört zurück in den Schwarz-Weiß-Bereich. Sie sollte dringend reformiert werden, am besten noch vor der Weltmeisterschaft", erklärte Rummenigge: "Sonst wird es auch dort eine Flut von fragwürdigen Hand-Entscheidungen geben, die am Ende mit darüber entscheiden, wer Weltmeister wird."

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Fahrrad-Zubehör: Wattmesser für das Rennrad: Dank Powermeter das Training verbessern

Ein Wattmesser für das Rennrad misst, wie viel Druck Radler auf die Pedale bringen. Wie die Powermeter funktionieren, für wen sie sich lohnen und welche Modelle es gibt.Lange waren sogenannte Powermeter oder Wattmesser Radsport-Profis vorenthalten, was an den sehr hohen Kosten für die Geräte lag. Inzwischen sind sie erschwinglicher geworden, weshalb sich auch ambitionierte Hobby-Radsportler:innen für die Powermeter interessieren. Sinn der Wattmesser ist, den Trainingsfortschritt akkurat zu protokollieren, um das eigene Training besser steuern zu können. Was macht ein Powermeter?Ein Powermeter oder Wattmesser errechnet, wie viel Leistung Radler:innen aufbringen, wenn sie in die Pedale treten. Um die Leistung des Radlers zu bestimmen, misst ein Powermeter die Materialverformung in Pedal, Kurbelarm oder Kurbel und setzt sie ins Verhältnis zur Trittfrequenz. Entsprechend gibt es drei unterschiedliche Arten von Wattmessern für das Rennrad:  im Kurbelarm in den Pedalenoder am KettenblattSie alle funktionieren im Kern gleich und unterscheiden sich schlicht darin, wo genau die Materialverformung gemessen wird. Die ermittelten Daten leiten Powermeter dann per Bluetooth oder anderer kabelloser Datenübertragung an ein Ausgabegerät, zum Beispiel ein Smartphone, weiter.Wattmesser Rennrad: Ist das sinnvoll?Powermeter messen also Daten und leiten diese weiter. Das ist natürlich schön und gut, nützt aber nichts, wenn diese Daten nicht ausgewertet werden. Ein Powermeter ergibt also nur dann Sinn, wenn Sie Ihr Training ganz gezielt anhand von Leistungsdaten steuern wollen. Möglichkeiten datenbasiert zu trainieren, gibt es mehrere. Sie können die Durchschnittsgeschwindigkeiten ihrer Trainingseinheiten protokollieren. Oder Sie können Ihre Zeit für die gleiche Strecke stoppen oder Ihren Puls mit einem Herzfrequenzsensor aufzeichnen und daraus Rückschlüsse auf Ihren Trainingsfortschritt ziehen. Warum also die Wattmessung? Weil die Daten des Powermeters unabhängig von äußeren Faktoren sind. Ihre Geschwindigkeit auf dem Rad ist beispielsweise stark von Rücken- oder Gegenwind abhängig und auch unser Puls wird mindestens zum Teil von wenig beeinflussbaren Parametern wie dem Wetter gedrückt oder in die Höhe getrieben. Zudem reagieren Herzfrequenzmesser immer verzögert auf Belastungsänderungen. In der Regel dauert es nach einer Tempoverschärfung oder dem Einstieg in einen Berg einige Sekunden bis der höhere Puls angezeigt wird. Ein Powermeter ist an dieser Stelle reaktionsschneller und damit auch besser geeignet, um das Radtraining zu steuern.Idealerweise kombinieren Sie Ihre Trainingsdaten deshalb, messen also Puls, Wattstärke, Geschwindigkeit und setzen die Daten in Abhängigkeit, um beispielsweise Ihre Tagesform beim Training zu berücksichtigen. Wattmesser Rennrad: KurbelarmBeginnen wir mit dem Kurbelarm-Powermeter, weil es mit dem Pedal-Powermeter der einfachste und günstigste Einstieg in die Welt der Wattmesser für das Rennrad ist. Einfach, weil die Installation ähnlich simpel wie bei Pedalsystemen gelingt und günstig, weil eben nur ein Kurbelarm benötigt wird.Kurbelarmsysteme messen in der Regel nur einseitig, also nur den Druck eines Beins, der dann mit dem Faktor zwei multipliziert wird. Zwar ist beim Fahrradfahren ein runder und ausgeglichener Tritt beider Beine angeraten, in der Realität aber kaum möglich, weil bei den meisten Menschen die Beine unterschiedlich kräftig sind, weshalb das Messergebnis einseitiger Powermeter in der Regel etwas ungenauer ist wie das beidseitiger.Die angesprochenen Schwankungen zwischen rechtem und linkem Bein liegen bei den meisten Menschen zwischen 4 und 6 Prozent. Für Hobbysportler sind die daraus resultierenden Messungenauigkeiten verkraftbar, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Kurbelarm-Powermeter in der Regel günstiger sind als Pedalsysteme. Logisch: Achten Sie natürlich vor dem Kauf darauf, wie lang die rechte Kurbel am Kettenblatt ist und kaufen Sie den Powermeter für die andere Seite in derselben Länge. Wattmesser Rennrad: Shimano 4iii Precision 3Ein empfehlenswerter Einstieg in die Wattmesser für das Rennrad ist der Shimano 4iii Precision 3. Laut Hersteller hält seine Knopfbatterie 800 Stunden durch, bevor sie gewechselt werden muss. Neben der Wattstärke von Null bis 4.000 Watt misst der Powermeter auch die Trittfrequenz des Radlers und zwar von 30 bis 170 Tritten pro Minute. Per Bluetooth kommuniziert der 4iii Precision mit dem Fahrradcomputer oder dem Handy. Kompatible Apps sind beispielsweise Zwift, TrainerRoad und SYSTM, mit denen Sie Ihr Training exakt protokollieren und später auswerten können. Pedalsysteme Bei Powermetern im Pedal müssen Sie in der Regel die Länge des Kurbelarms einmalig einspeichern, weil ein längerer Kurbelarm in einem längeren Kreisumfang resultiert, den Radler:innen beim Tritt in die Pedale zurücklegen. Geben Sie dort die falsche Länge ein, verfälscht sich das Ergebnis. Bei Powermetern, die sich im Kurbelarm oder am Kettenblatt befinden, entfällt dieser Schritt. Außerdem sollten Sie bei Pedalsystemen die Einschraubtiefe der Pedalachse beachten. Logisch: Je kleiner die ist, desto geringer ist die Materialverformung und je länger sie ist, desto größer fällt die Materialverformung aus. Auch hier gilt es, die Herstellerangaben genau zu beachten, weil die Messergebnisse sonst verfälscht werden könnten.Noch dazu ist die Pedale eines der exponiertesten Bauteile am Fahrrad. Ein unglücklicher Sturz und der teure Powermeter ist hin. Powermeter am Kettenblatt oder im Kurbelarm sind etwas besser vor Unfällen gefeit.Pedal-Powermeter bieten gegenüber dem einseitigen Kurbelarm einen praktischen Vorteil: Die Montage gelingt noch einfacher. Das dürfte vor allem für Besitzer mehrerer Räder interessant sein, die keine Lust haben, mehrere Wattmesser zu kaufen und die ein Interesse daran hegen, die Powermeter schnell zu wechseln. Die Pedalen lassen sich einfach ab und wieder andrehen. Was die Messung betrifft, arbeiten auch die meisten Pedalsysteme einseitig. Die einseitigen Pedal-Powermeter bewegen sich preislich auf dem Niveau der Kurbelarmsysteme. Beidseitige Pedal-Wattmesser kosten um die 800 Euro und mehr.Wattmesser Rennrad: Garmin RallyEin beidseitiger Pedal-Powermeter ist beispielsweise der Garmin Rally, den es in unterschiedlichen Versionen gibt: Garmin Rally XC 100/200Garmin Rally RS 100/200Garmin Rally RK 100/200Sieht erst einmal kryptisch aus, ist aber einfach. Die 100 beziehungsweise 200 klären uns darüber auf, ob sich der Powermeter in einem oder in zwei Pedalen befindet. Logisch: 100 steht für einfach und 200 für zweifach. XC, RS und RK geben über das Klicksystem der Pedale Auskunft. Die Pedalen für Rennrad und Gravel- oder Mountainbike unterscheiden sich häufig beim Klicksystem.Garmin Rally XC steht für das Shimano SPD-Mount (Gravel- und Mountainbike)Garmin Rally RS steht für Shimano SPD-SL-Mount (Rennrad)Garmin Rally RK steht für das Look-KEO-Mount (Rennrad)Schön: Wer sowohl Mountainbike als auch Rennrad fährt, freut sich darüber, den Powermeter in den verschiedenen Pedalen unterzubekommen, weil sich das Messinstrument in der Pedalachse befindet. Und diese Pedalachse können Sie in die unterschiedlichen Garmin-Pedalen montieren. Der Umbau dauert zwischen zehn bis 15 Minuten und erfordert neben dem richtigen Werkzeug auch etwas handwerkliches Geschick. Ansonsten versteht sich der Garmin-Powermeter sehr gut mit den hauseigenen Fahrradcomputern. Aber auch die Zusammenarbeit mit anderen Fahrradcomputern ist möglich. Die integrierte Batterie hält laut Hersteller bis zu 120 Stunden durch, ist aber durchaus besonders. Es handelt sich dabei um eine CR1/3N beziehungsweise LR44/SR44. Hier lohnt es sich, die Batterien auf Vorrat zu kaufen. Wattmesser am KettenblattPowermeter, die sich am Kettenblatt befinden, messen in der Regel die Kraft des linken und rechten Beins. Allerdings ist ihre Montage sehr aufwendig, weil nicht jeder Powermeter einfach an das alte Kettenblatt geschraubt werden kann, weshalb Sie in der Regel Kettenblatt, Kurbelarme und Powermeter von einem Hersteller kaufen und einbauen müssen. Das bedeutet dann auch, einmal die alte Kurbelachse, die Kurbelarme und das Kettenblatt aus- und dann die neuen Gerätschaften mit Powermeter einzubauen. Für Anfänger oder unerfahrene Schrauber kann das ein mühseliges Unterfangen sein. Und dann ist der Powermeter auch auf ein Bike limitiert, schnelles Wechseln wie bei den Pedalen ist nicht möglich. Wattmesser Rennrad: Sram KRG Red AXS D1 Quarq DubMarktführer der Kettenblatt-Powermeter sind die Wattmesser von Quarq in Verbindung mit den Kettenblättern von SRAM. Zu den Modellen des Herstellers gehört auch der Sram KRG Red AXS D1 Quarq Dub Powermeter, den es in unterschiedlichen Versionen gibt, was die Kurbelarmlänge und die Größe des Kettenblatts betrifft.Mit einem Preis von 1120 Euro gehört er zu den teuersten Powermetern im Vergleich, was auch daran liegt, dass das Paket eine Kurbelgarnitur enthält. Wer ein passendes Kettenblatt und Kurbelarme an seinem Fahrrad verbaut weiß, kann sich das Geld sparen und den Powermeter einzeln kaufen. Ansonsten misst der Powermeter die Leistung beider Beine und arbeitet dank Bluetooth oder ANT+ mit vielen Fahrradcomputern zusammen. Besitzen Sie bereits einen Fahrradcomputer, sollten Sie natürlich vorher prüfen, ob der Powermeter damit kompatibel ist. Trainingsfortschritt messen: FTP-WertUm den Trainingsfortschritt zu erkennen, nutzen Sportler gern den sogenannten FTP-Wert. Dieser lässt sich mit Powermetern besonders gut ermitteln, weil ihre Daten unabhängig von äußeren Faktoren sind. FTP steht für "Functional Threshhold Power", was wörtlich übersetzt "funktionelle Schwellenleistung" bedeutet. Diese Schwellenleistung (FTP-Wert) stellt dar, welche Leistung ein Radler über ein Zeitfenster von 60 Minuten gerade noch so aufrechterhalten kann.Bei 100 Prozent des FTP-Werts können wir also genau eine Stunde Fahrrad fahren. Radeln wird 80 Prozent unseres FTP-Werts können wir länger fahren. Und fahren wir über unseren Verhältnissen (bei beispielsweise 150 Prozent), lässt sich die Geschwindigkeit nur kurzzeitig aufrecht erhalten. Beginnen wir unser Training mit dem Powermeter, ergibt es also Sinn, erst einmal den FTP-Wert zu ermitteln, dann zu trainieren und in einem Monat später den gleichen Test noch einmal zu wiederholen. Verbessert sich das Ergebnis, sehen wir relativ genau, um wie viel Prozent wir unsere Leistung gesteigert haben. So ermitteln Sie den FTP-WertDen FTP-Wert zu ermitteln, ist in der Theorie relativ leicht. Entweder, Sie fahren 20 Minuten so schnell wie Sie können, berechnen den Durchschnitt des Messwerts des Powermeters und multiplizieren das Ergebnis mit 0,95. Oder Sie radeln einfach 60 Minuten mit Ihrer Höchstleistung und errechnen aus den Daten des Powermeters den Durchschnitt. Für beide Methoden bieten sich gleichbleibende Teststrecken oder im Idealfall ein Rollentrainer an, um nicht von äußeren Faktoren wie dem Verkehr oder Witterungsbedingungen ausgesetzt zu sein. Quellen: Youtube

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Feuer von Bradford City: „Sie waren gekommen, um den Aufstieg zu feiern – jetzt rennen sie um ihr Leben“

Am 11. Mai 1985 bricht im Valley-Parade-Stadion in Bradford ein Feuer auf der Holztribüne aus. Die Zuschauer haben kaum Zeit, sich vor den Flammen zu retten. 56 Menschen sterben.Als die Spieler von Bradford City am 11. Mai 1985 das Spielfeld betreten, könnte die Stimmung nicht ausgelassener sein. Mit einem 2:0-Sieg gegen die Bolton Wanderers hatten sie bereits im vorletzten Spiel der Saison den Meistertitel der Third Division geholt und waren in die Zweite Liga aufgestiegen. Das hat es 48 Jahre lang nicht mehr gegeben. Heute können sie also ganz ohne Druck gegen die Gäste aus Lincoln City auflaufen. Auch deshalb ist das Valley-Parade-Stadion in der englischen Grafschaft West Yorkshire mit 11.076 Zuschauern an jenem Samstagnachmittag nahezu ausverkauft. Rund 3000 Zuschauer haben es sich auf der 80 Jahre alten Holztribüne gemütlich gemacht. Der rund 90 Meter lange Aufbau liegt am Hang eines Hügels. Der Zugang erfolgt über einen langen Korridor, der sich fast über die gesamte Länge der Tribünen-Rückseite erstreckt. Die Pläne für die neue Saison sehen vor, die alte Holzkonstruktion abzureißen und durch eine Stahlkonstruktion zu ersetzen. Die Holzterrassen sollen durch Beton ersetzt werden. Die Träger für die Haupttribüne liegen schon bereit, gleich neben dem Parkplatz. Zwei Tage nach dem Spiel sollen die Abrissarbeiten für rund 400.000 Pfund beginnen.Bereits im Juli 1984 flatterte dem Verein eine Warnung ins Haus – von einem Ingenieur des Bezirksrats. Er monierte die Ansammlung von Müll unter der Tribüne aufgrund einer Lücke zwischen den Sitzen. Dort liegt allerhand Zeugs – Zigaretten- und Streichholzschachteln, Plastikbecher und Flaschen, Zeitungen und Chipstüten. Schon eine achtlos weggeworfene Zigarette könnte hier für eine Brandkatastrophe sorgen, heißt es. Dass es ausgerechnet heute zu einer solchen kommen soll – damit rechnet wohl niemand.Das Feuer von Bradford City nahm zunächst niemand ernstNoch vor Anpfiff nehmen die Spieler überglücklich die Trophäe entgegen. Was dann folgt, könnte man als einen „müden Kick“ bezeichnen. Kurz vor der Halbzeit steht es immer noch 0:0 im Valley-Parade-Stadion. Die Partie wird live im TV übertragen. Es ist 15.41 Uhr, als Kommentator John Helm das Feuer auf der Tribüne drei Reihen hinter Block G bemerkt. „Wir haben tatsächlich ein Feuer auf der Tribüne auf der anderen Seite des Platzes. Und das sieht in der Tat sehr böse aus.“ Doch keiner der Zuschauer bemerkt die Tragödie, die sich da vor ihren Augen ausbreitet. Dave Evans, ein Spieler von Bradford City, erinnert sich, wie die Fans auf der Tribüne plötzlich unruhig werden. „Wir haben nicht begriffen, was da los ist.“Karl Hepton ist einer der Überlebenden, die sich in einer TV-Dokumentation an den Tag erinnern. Der damals 9-Jährige ist mit seiner 64-jährigen Großmutter im Stadion. „Die Leute haben zunächst gelacht und gesungen, man soll das Feuer doch auspinkeln. Dann fingen sie an, sich vom Rauch wegzubewegen.“ Das Spiel wird unterbrochen und das Feuer breitet sich rasend schnell aus. Angefacht von Windstößen schießen der Rauch und die Flammen quer über die Sitzreihen. Weil sich die Hitze unter dem mit Asphaltplatten bedeckten Holzdach staut, kommt es nach nur rund zwei Minuten zu einem sogenannten Feuersprung und das hochentzündliche, mit Teerpappe bedeckte und mit Asphalt versiegelte Holzdach steht plötzlich explosionsartig in Flammen. Die Hitze ist so enorm, dass sie im ganzen Stadion zu spüren ist. Brennende Hölzer und geschmolzene Materialien fallen vom Dach auf die Zuschauer, die kaum Zeit haben, sich in Sicherheit zu bringen. „Die Holzbalken stürzen auf das Spielfeld herab – das ist schrecklich“ kommentiert Helm weiter, der auf der gegenüberliegenden Seite des Feuers sitzt und auch dort die furchtbare Hitze zu spüren bekommt. „Ehrlich gesagt, fühlt es sich schon an, als würde sie mich hier drüben verbrennen.“ Erschüttert stellt er fest: „Sie waren gekommen, um den erstmaligen Aufstieg des Vereins in die zweite Liga seit 50 Jahren zu feiern, und jetzt rennen sie um ihr Leben.“Auch der damals 26-jährige Polizist Glynn Leesing erinnert sich an die Katastrophe: „Plötzlich schwappte der Qualm wie eine Welle auf die Rückseite der Tribüner „Der Rauch war beißend und wie Teer. Richtig dick, schwarz und ätzend – einfach entsetzlich. Wir versuchten, die Leute auf das Spielfeld zu lotsen, aber sie hörten nicht auf uns und rannten in Panik zur Rückseite der Tribüne.“ Dort sind die Korridore ebenfalls in schwarzen Rauch gehüllt. Menschen stehen nun dicht zusammengepfercht in den Gängen, sie drücken und schieben, stolpern übereinander. „Ich hörte sie am Boden schreien und stöhnen“, so Karl Hepton, dessen Großmutter verzweifelt versucht, ebenfalls über die Rückseite der Tribüne der Feuerhölle zu entkommen. Die einzigen Feuerlöscher vor Ort sind nicht in greifbarer Nähe.Ausgänge und Drehkreuze im Stadion sind mit Schlössern verriegeltDavid Hall ist an jenem verhängnisvollen Tag mit seinem Vater im Stadion. Der alte Mann kann nicht mehr gut laufen. Jetzt drängt ihn sein Sohn, mit ihm über die Sitzreihen zu klettern. „Er war groß und schwer, konnte kaum atmen. Wir kamen nur sehr langsam und schwerfällig hinunter zu der Stehplatz-Sektion. Es dauerte ewig.“ Zwar gibt es keinen Zaun zwischen Tribüne und Spielfeld, dafür jedoch eine Mauer, die an der Innenseite höher ist als an der Seite zum Platz. Es gibt weder Stufen zum Draufsteigen noch Stangen zum Hochklettern. „Wer dazu physisch nicht in der Lage war, sich selbst darüber zu heben oder nicht hinübergedrückt wurde, der hatte keine Chance“, so Leesing, der zusammen mit seinen Kollegen und Stadionbesuchern so vielen Menschen wie möglich über die Mauer hilft. Auf der Rückseite der Tribüne versuchen die Menschen panisch, über die Drehkreuze und die Ausgänge zu fliehen. Doch diese sind mit Vorhängeschlössern verriegelt und es sind keine Ordner da, um sie zu öffnen. Viele werden bei dem Versuch, unter den Drehkreuzen hindurchzukriechen, zerquetscht. In Panik werfen sich ein paar kräftige Männer gegen die Ausgänge und schaffen es so, einige der Türen zu öffnen.Oben im hinteren Teil der Tribüne kämpft sich Heptons Oma weiter durch den dichten, toxischen Qualm, vorbei an einem Stadionkiosk. „Irgendwann zog eine Hand mich und meine Großmutter hinein“, erzählt Karl Hepton. „Es war grau und ich konnte zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit wieder das Spielfeld sehen.“ Der Mann schlägt ein Fenster an der Vorderseite des Kiosks ein. „Meine Oma hob mich auf, ließ mich über den Fenstersims baumeln und ließ mich zu den Sitzen hinunter. Sie sagte mir: 'Lauf! Lauf!' Und das tat ich auch.“ Er zieht seinen Schal vor sein Gesicht, schiebt seine Hände unter die Ärmel seiner Jacke und springt über die aufklappbaren Sitze. „Meine Kopfhaut schmerzte von den Tropfen der geschmolzenen Plane.“ Er schaffte es, auf das Spielfeld zu klettern.Von dort kommen unermüdlich Polizisten und Zivilisten gelaufen, um Menschen über die Mauer zu helfen. „Wir liefen immer hin und her. Aber um Sauerstoff zu tanken und frische Luft zu atmen, musste man das halbe Feld überqueren“, erinnert sich der damalige Polizeichef Terry Slocombe. „Irgendwann wusste man, man kann nicht wieder zurücklaufen, um weitere Menschen zu retten. Das war ein sehr schmerzhafter Moment.“ Diese Erfahrung macht auch David Hall, der es mit seinem Vater bis vor die Mauer schafft. „Ich kletterte hinüber und lief auf das Feld zu einem Polizisten und bat ihn, mir zu helfen, meinen Vater zu retten. Doch er sagte mir, es sei zu spät.“ Hilflos muss er mit ansehen, wie sein Vater von dem dichten Rauch und lodernden Flammen verschluckt wird.56 Menschen sterben, mindestens 265 werden verletztAuf dem Spielfeld torkeln die Menschen wie Zombies umher. Bei einigen brennen Haare, Teile ihrer Kleidung, anderen hängt die Haut in Fetzen herunter. Ein Mann steht komplett in Flammen, als er über den Rasen geht. Fast so, als würde er einen Spaziergang machen. Sofort stürzen sich ein paar Männer auf ihn, ersticken die Flammen. Er schafft es zwar bis ins Krankenhaus, erliegt jedoch später – wie so viele andere – seinen schweren Verletzungen. Um 15.48 Uhr – nur vier Minuten nach Ausbruch des Feuers – steht die Tribüne lichterloh in Flammen. Obwohl die Feuerwehr sofort zur Stelle ist, kommt sie zu spät. 56 Menschen verlieren an jenem Tag ihr Leben, darunter elf Kinder. Die jüngsten Opfer, drei Jungs, sind elf Jahre alt. Das älteste Opfer ist ein 86-jähriger ehemaliger Vorsitzender des Fußballklubs. Ein Großteil der Toten wird bei den hinteren Ausgängen und den Drehkreuzen in der hinteren Mitte der Tribüne gefunden. Die meisten starben an einer Rauchvergiftung. Einige sitzen bis zur Unkenntlichkeit verbrannt immer noch auf ihren Sitzplätzen. Andere erliegen noch Wochen später im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Die Polizei arbeitet bis 4 Uhr am nächsten Morgen unter Beleuchtung, um alle Leichen zu bergen. Mithilfe von Schmuckstücken, Kleiderresten und durch eine Überprüfung der Zahnüberreste versuchen sie, die Identität der Opfer festzustellen. Mindestens 265 Menschen werden verletzt. Die meisten erleiden schwere Verbrennungen, müssen teils mehrere Operationen über sich ergehen lassen und liegen monatelang im Krankenhaus. Die Anteilnahme an ihrem Schicksal in der Bevölkerung ist riesig. Regelmäßig besuchen die Spieler des Vereins, Trainer und Offizielle die Überlebenden im Krankenhaus. Auch das britische Thronfolgerpaar, Prinz Charles und Prinzessin Diana, spricht den Patienten vor Ort Mut zu.Indes ist eine Untersuchungskommission damit beschäftigt, die Ursache für das verheerende Feuer zu finden. Sie kommt später zu dem Schluss, dass eine weggeworfene Zigarette verantwortlich gewesen war. Diese hat die Berge von Abfall, die unter der Tribüne lagerten, entfacht. Bei Aufräumarbeiten findet die Polizei noch Reste von Zeitungen aus dem Jahre 1968 sowie alte Münzen und Zigarettenpackungen. Am 23. Februar 1987 wird der Verein FC Bradford City in einem Musterprozess für schuldig gesprochen und zu einer Schadenersatzforderung in Millionenhöhe verdonnert. Ein Drittel der juristischen Verantwortung wird der zuständigen Regionalbehörde von West Yorkshire aufgebürdet. Infolge der Untersuchung werden neue Holztribünen auf allen britischen Sportplätzen verboten und andere Holztribünen, die als unsicher eingestuft werden, sofort geschlossen. Auch ein Rauchverbot auf solchen Tribünen wird eingeführt. Martin Fletcher, ein Überlebender, der an jenem Tag seinen Vater, seinen Großvater, seinen jüngeren Bruder und seinen Onkel verliert, verfolgt eine andere Theorie. Recherchen zu seinem im Jahr 2015 veröffentlichten Buch „Fifty-Six: The Story of the Bradford Fire“ ergeben, dass es nicht das einzige Feuer im Zusammenhang mit dem damaligen Klub-Boss Stafford Heginbotham war. Mindestens acht weitere Brände zwischen 1967 und 1981 sollen ihm rund 2,74 Millionen Pfund Versicherungssumme aus verschiedenen Entschädigungszahlungen eingebracht haben. Laut Fletcher stand er damals vor dem finanziellen Ruin und konnte die durch den Aufstieg notwendig werdenden Umbaumaßnahmen nicht bezahlen. Er beschuldigt Heginbotham nicht direkt der Brandstiftung, stellt aber die Frage: „Wie kann ein Mensch allein so viel Pech haben?“ Quellen:  Youtube, One Day in May: The Story Of The Bradford Fire, Offizieller Untersuchungsbericht, Mirror, The Guardian, 

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Extremsport: Läufer Saatçi erreicht nach 123 Stunden sein Ziel – mehr als einen Tag zu spät

600 Kilometer in 96 Stunden – das hat Läufer Arda Saatçi zwar nicht geschafft. Im Ziel in Los Angeles ist er aber trotzdem angekommen und löste damit auch ein Versprechen ein.Mehr als fünf Tage hat es am Ende gedauert: Der Berliner Läufer Arda Saatçi ist nach mehr als 600 Kilometern und 123 Stunden und 21 Minuten in seinem Ziel im US-Bundesstaat Kalifornien angekommen. Der 28-Jährige erreichte am Sonntag um 14.30 Uhr (Ortszeit) den Santa Monica Pier nahe Los Angeles, wie aus einem Livestream hervorging. Sein ambitioniertes Ziel, bei seinem Lauf in den USA 600 Kilometer in nur 96 Stunden zurückzulegen, verpasste der Extremsportler. Saatçi musste den Strapazen sichtbar Tribut zollen. Schoss der Puls in die Höhe, ging er zwischendrin einige Minuten, bevor er wieder zum schnelleren Laufen ansetzte. Kurz vor dem Ziel lief der Läufer teilweise noch eine beeindruckende Geschwindigkeit von etwa sechs Minuten pro Kilometer. Seine Durchschnittsgeschwindigkeit lag am Ende bei mehr als 12 Minuten pro Kilometer. Am Wegesrand tauchten immer wieder Fans auf, die ihm Mut zusprachen. Einige begleiteten den Berliner auch bei seinem Lauf.In einem Post auf Instagram hatte Saatçi angekündigt, dass er in Badwater Basin im Death Valley in Kalifornien starte. Nach Ablauf der 96 Stunden am Samstag – in denen er gut 458 Kilometer zurückgelegt hatte – zeigte er sich enttäuscht und zugleich kämpferisch: Im Gehen hatte er angekündigt, die Sache zu Ende zu bringen, egal wie. Im Ziel erwarte ihn seine Mutter, sagte er. Er habe ihr versprochen, mit ihr am Muttertag ein Eis essen zu gehen. „Das Versprechen werde ich auch halten.“ Wie aus dem Livestream hervorging, war die Strecke wegen Umwegen am Ende 604,5 Kilometer lang.Millionen Follower verfolgten den Lauf von Arda SaatçiDen Lauf des 28-Jährigen schauten sich via Stream Hunderttausende Menschen live an. Sie feuerten ihn an und fieberten mit dem Athleten mit. Dem Extremsportler folgen allein auf YouTube rund 1,5 Millionen Menschen, auf Instagram hat er rund zwei Millionen Follower.Bei dem Lauf des jungen Berliners wirkte ein riesiges Team mit. Läufer wechselten sich im Schichtdienst ab und filmten Saatçi beim Laufen. Ein Physiotherapeut kümmerte sich um den geschundenen Körper Saatçis. Freunde und Bekannte leisteten moralischen Beistand. Vor dem Lauf hatte sich der Extremsportler mit einer riesigen Menge an Lebensmitteln eingedeckt.Neben Schlafmangel und den körperlichen Schmerzen machte dem Läufer vor allem die Hitze entlang der Laufstrecke zu schaffen. Am 15. Mai wird Saatçi in seiner Heimat Berlin erwartet.

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Barca-Trainer: Hansi Flick wird Meister – und trauert um seinen Vater

Ganz nah lagen Freude und Trauer bei Hansi Flick beieinander: Am Sonntag wurde der Tod seines Vaters bekannt. Stunden später holte er mit dem FC Barcelona die Meisterschaft.Hansi Flick erlebte am Sonntagabend ein wahres Wechselbad der Gefühle. Der deutsche Trainer des FC Barcelona konnte am 35. Spieltag seine zweite Meisterschaft mit den Katalanen feiern. Nach dem 2:0 im „Clasico“ gegen den Verfolger und Erzrivalen Real Madrid ist Barca für die Madrilenen nicht mehr einzuholen.Doch nach Feiern war Flick nur sehr eingeschränkt zumute. Bei dem früheren Bundestrainer lagen Freude und Leid an diesem Tag sehr eng beieinander: Nur wenige Stunden vor dem Spiel war bekannt geworden, dass Flicks Vater gestorben ist. Der Verein gab dies am Sonntag auf X bekannt.„Der FC Barcelona und die ganze blaugrana Familie möchten Hansi Flick unser Beileid zum Tod seines Vaters aussprechen. Wir teilen deinen Schmerz und stehen dir und deiner Familie in diesem schweren Moment bei“, hieß es auf dem Barca-Account.Hansi Flicks Vater förderte und forderteTrotz des schweren Schicksalsschlags entschied sich Flick dafür, in dem wichtigen Spiel an der Seitenlinie zu stehen. Barca benötigte gegen Real mindestens ein Unentschieden, um die Meisterschaft in La Liga vorzeitig klarzumachen. Vor dem Anpfiff gab es eine Schweigeminute für Flicks Vater. Der Barcelona-Trainer wurde von den Fans mit Sprechchören gefeiert, auch Spieler des Gegners trösteten ihn. Real Madrid sprach Flick zudem auf seiner Website sein Beileid aus.Flick hatte 2022 – damals noch als Bundestrainer – in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ über die Beziehung zu seinem Vater gesprochen. „Ich bin meinem Vater sehr dankbar für alles, was er mir ermöglicht hat, und ich weiß ja auch, wie das gemeint war. Aber es war nicht immer leicht“, sagte er.Sein Vater habe ihn stark gefördert, schrieb der 61-Jährige in seiner Autobiografie, berichtet aber auch von Konflikten: „Mein Vater nahm Niederlagen und Fehler zu dieser Zeit oftmals persönlich und ließ mich das auch spüren. Damals habe ich darunter gelitten, wobei ich meinen Eltern und vor allem meinem Vater nie einen Vorwurf machen würde.“Quellen: FC Barcelona, Real Madrid, „Süddeutsche Zeitung“

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Fußball in Spanien: Sieg im Clásico: Barça ist Meister - Flick trauert um Vater

Barcelona holt den Meistertitel, doch Trauer überschattet den Clásico-Sieg gegen den Erzrivalen Real Madrid. Trainer Hansi Flick steht trotz des Todes seines Vaters an der Seitenlinie.Der FC Barcelona und Trainer Hansi Flick haben nach der traurigen Nachricht vom Tod des Vaters des ehemaligen Bundestrainers vorzeitig die Meisterschaft in Spanien perfekt gemacht. Die Katalanen gewannen im heimischen Camp Nou den Clásico gegen den Erzrivalen Real Madrid mit 2:0 (2:0) und verteidigten damit den Titel. Der alte und neue Meister ist bei noch drei ausstehenden Spielen mit 91 Punkten nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen. Real bleibt vorerst Zweiter mit 77 Punkten.Marcus Rashford brachte Barça bereits in der 9. Minute mit einem herrlichen Freistoß aus 17 Metern in den linken Winkel in Führung. Ferran Torres erhöhte nur neun Minuten später auf 2:0 und ebnete damit frühzeitig den Weg zum Titel-Triumph.Real ohne MbappéDie Königlichen, die in den vergangenen Tagen eher für Schlagzeilen abseits des Platzes sorgten, mussten in der Partie auf ihren Superstar Kylian Mbappé verzichten. Der Franzose war nach seiner Oberschenkelverletzung erst in den letzten Tagen wieder ins Training der Madrilenen eingestiegen. Ohne ihren Top-Torjäger war das Team um den deutschen Nationalspieler Antonio Rüdiger chancenlos.Wenige Stunden vor dem Abpfiff hatte der Verein bekanntgegeben, dass der Vater von Flick gestorben ist. "Der FC Barcelona und die ganze Blaugrana-Familie möchten Hansi Flick unser Beileid zum Tod seines Vaters aussprechen. Wir teilen deinen Schmerz und stehen dir und deiner Familie in diesem schweren Moment bei", schrieb der Verein auf X. Gedenkminute für Flicks VaterDer 61-jährige Flick entschied sich trotz der emotionalen Belastung, im Topspiel der spanischen Liga an der Seitenlinie zu stehen. Beide Mannschaften liefen im Camp Nou mit Trauerflor auf. Vor Spielbeginn gab es für Flicks Vater eine Gedenkminute. Für den FC Barcelona ist es der insgesamt 29. Meistertitel, für Flick der vierte in einer nationalen Liga. 2020 und 2021 war er mit dem FC Bayern deutscher Meister geworden, nun zweimal nacheinander spanischer Meister mit Barça. Dagegen werden die Königlichen um Trainer Álvaro Arbeloa diese Saison, in der sich der 36-malige spanische Meister früh von Ex-Leverkusen-Coach Xabi Alonso getrennt hatte, ohne einen Titel beenden.

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Sandplatz-Tennis in Rom: Zverev rauscht mit überzeugendem Auftritt ins Achtelfinale

Alexander Zverev leidet beim Tennis-Turnier in Rom an Fieber, in seiner Drittrundenpartie fühlt sich die deutsche Nummer eins aber besser.Mit einer überzeugenden Leistung ist Deutschlands bester Tennisprofi Alexander Zverev beim Masters-1000-Turnier in Rom ins Achtelfinale gestürmt. Der Weltranglisten-Dritte ließ dem Belgier Alexander Blockx beim 6:1, 6:4 wenig Chancen. In der Runde der besten 16 trifft Zverev bei der Sandplatz-Veranstaltung in der italienischen Hauptstadt nun auf den Italiener Luciano Darderi, der Tommy Paul aus den USA mit 3:6, 6:3, 6:2 bezwang. Zverev: "Fühle mich besser"Zwei Tage, nachdem sich Zverev körperlich angeschlagen im deutschen Duell mit Daniel Altmaier behauptet hatte, dominierte er seine Drittrundenpartie von Beginn an. Von körperlichen Problemen war nichts zu sehen."Ich fühle mich etwas besser. Ich glaube, an meiner Stimme hört man, dass ich noch ein bisschen krank bin. Aber ich habe meine Energie zurück", sagte Zverev beim Siegerinterview auf dem Platz.Bei windigen Bedingungen führte der Hamburger dank eines Blitzstarts schnell mit einem Break 3:0, ehe der belgische Tennis-Aufsteiger sein erstes Spiel gewann. Beim Stande von 3:1 musste Zverev seine einzige Drucksituation bei eigenem Aufschlag überstehen. Er löste diese aber souverän und nahm seinem Kontrahenten zum 5:1 ein weiteres Mal das Service ab.Fieber hatte Fragen aufgeworfen"Ich bin auch nur ein Mensch, der auch mal krank wird", hatte Zverev am Freitag bei Sky gesagt. "Viel Tennis gespielt, mein Immunsystem ist wahrscheinlich ein bisschen runtergegangen." Er habe "Fieber gehabt die letzten paar Nächte".Gegen den Weltranglisten-36. spielte Zverev dennoch konstant, agierte offensiv und rückte erfolgreich ans Netz vor. Gleich im ersten Spiel des zweiten Satzes nahm die deutsche Nummer eins dem Kontrahenten wieder den Aufschlag ab und legte damit die Grundlage für den zweiten souveränen Satzgewinn. In Madrid hatte Zverev zuvor im Halbfinale Blockx mit 6:2, 7:5 besiegt. Diesmal ging die Partie noch etwas deutlicher aus. Nach nur 74 Minuten beendete der Hamburger mit einem starken Aufschlag das Match zu seinen Gunsten und konnte Kraft sparen. Zverevs großes Ziel sind die French Open, die am 24. Mai in Paris beginnen. Noch immer wartet der Olympiasieger von 2021 auf seinen ersten Grand-Slam-Titel.

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Niederlande: 15-Jährige bricht bei Halbmarathon zusammen und stirbt

Obwohl Retter schnell zur Stelle waren, ist bei einem Halbmarathon in den Niederlanden eine Jugendliche verstorben. Nun steht die Frage im Raum, warum die 15-Jährige starten durfte.Beim Marathon-Lauf im niederländischen Leiden ist eine 15-Jährige gestorben. Das Mädchen, das den Halbmarathon lief, sei unterwegs zusammengebrochen, teilten die Organisatoren mit. Die Jugendliche sei zwar noch vor Ort medizinisch versorgt worden, habe aber nicht mehr gerettet werden können. Weshalb das Mädchen zusammenbrach, war zunächst nicht klar. „Das sind schreckliche Nachrichten, vor allem für die Familie, zu der dieses Mädchen gehörte“, sagte Tjeerd Scheffer vom Organisationsteam. Auch Leidens Bürgermeister Peter Heijkoop zeigte sich erschüttert: „Das ist eine unglaublich traurige Nachricht, die Bestürzung darüber ist groß. Als Vater, als Liebhaber des Laufsports und auch als Bürgermeister fühle ich enorm mit. Und mein Herz ist bei der Familie, die davon betroffen ist.“Jugendliche meldete sich mit falschem Alter bei Halbmarathon anDie Altersgrenze zur Teilnahme am Halbmarathon lag eigentlich bei 16 Jahren. „Unser System geht von dem Alter aus, das die Teilnehmer selbst angeben“, sagte Scheffer der Nachrichtenagentur ANP. Das Mädchen sei rund vier Kilometer vor dem Ziel zusammengebrochen. Das Wetter sei mild und nicht zu warm gewesen. Medizinische Hilfe sei sehr schnell vor Ort gewesen. Die Helfer hätten das Mädchen dennoch nicht retten können.

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Anerkennung im Netz: Rekordversuch gescheitert – doch Arda Saatçi läuft trotzdem weiter

„Das Inspirierendste, was ich jemals gesehen habe“: In den sozialen Netzwerken regnet es Bewunderung für den Extremsportler Arda Saatçi, der sich von einem verpassten Rekord nicht stoppen lässt.Eigentlich wollte Arda Saatçi etwas schaffen, das selbst unter Ultraläufern als nahezu unmöglich gilt: 600 Kilometer in nur 96 Stunden – vom glühend heißen Death Valley bis zum Santa Monica Pier in Los Angeles. Vier Tage lang lief der 28-jährige Berliner durch Wüstenhitze, über endlose Highways und später durch die Vororte von Los Angeles. Temperaturen von über 40 Grad, Schlafmangel und körperliche Erschöpfung machten den Versuch zu einer Tortur. Schon unterwegs wurde deutlich, wie brutal die Strecke wirklich war: Saatçi kämpfte mit Kreislaufproblemen, Schmerzen und Dehydrierung.Am Ende verfehlte er sein Ziel. Nach Ablauf der 96 Stunden hatte Saatçi statt der geplanten 600 erst 458 Kilometer geschafft – rund 142 Kilometer weniger als geplant. Trotzdem brach er den Lauf nicht ab. Der 28-Jährige entschied sich weiterzulaufen, obwohl kein Rekord mehr zu holen war. In einem emotionalen Statement sagte er, an die Zuschauer seines Livestreams gerichtet: „Ich mag vielleicht nicht der Schnellste oder der Stärkste sein. Aber ich werde niemals aufgeben.“ Viele Fans empfanden gerade diesen Moment als eindrucksvoller als einen möglichen Rekordlauf.Saatçi gehört seit einigen Jahren zu den bekanntesten deutschen Extremsport-Influencern. Der Berliner wurde vor allem durch extreme Lauf- und Ausdauerprojekte bekannt, bei denen körperliche Grenzerfahrungen und mentale Disziplin im Mittelpunkt standen. Auf Youtube folgen ihm inzwischen rund 1,3 Millionen Menschen, auf Instagram etwa 1,9 Millionen. Bekannt wurde er unter anderem mit Langdistanzläufen durch Japan oder spektakulären Ausdauer-Challenges, die er oft live dokumentiert. Arda Saatçi geht es um mehr als RekordeDass Saatçi trotz des Scheiterns einfach weiterlief, bescherte ihm viel Anerkennung. Tausende verfolgten den Livestream trotz Ablauf der Zeit weiterhin rund um die Uhr, andere Streamer und Influencer feuern ihn öffentlich an. „Unglaubliche Leistung! Weiter geht’s“, schrieb ihm etwa Andrej Mangold, der RTL-„Bacherlor“ von 2019. In anderen Instagram-Kommentaren heißt es „Komplett egal, ob er es am Ende schafft oder nicht, er ist ein Mensch, den die heutige Welt braucht und das ist alles was zählt“, „Diese Woche war das Inspirierendste, was ich jemals gesehen habe!“ oder: „Du bist so eine Maschine“. Eines scheint aber klar: „Arda, wir stehen alle hinter dir!" – das ist die häufigste Botschaft, die im Livestream des Extremsportlers immer wieder kommentiert wird. Dort schauen auch während der letzten Stunden des Laufs noch rund 200.000 Fans in Echtzeit zu.

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Nach Halbfinal-Aus gegen Japan: WM-Bronze ohne Bad in der Themse: Tischtennis-Team ist stolz

Das deutsche Tischtennis-Team der Frauen hat eine starke WM gespielt. Nach dem Halbfinale gegen Japan fehlen nur die Krönung - und das angekündigte Bad.Auf den Sprung in die Themse verzichteten die deutschen Tischtennis-Spielerinnen dann doch. Genau das hatten sie eigentlich angekündigt für den Fall eines Medaillen-Gewinns bei der Team-Weltmeisterschaft in London. Im Erfolgsfall gemeinsam baden zu gehen: Diesen Brauch hatten Sabine Winter und Co. im vergangenen Jahr nach ihrem EM-Triumph an der kroatischen Adriaküste eingeführt.Doch die Themse war ihnen dafür schlicht zu dreckig. Ein offizielles Badeverbot an vielen Stellen der britischen Hauptstadt kam noch hinzu. "Wir hatten immer gesagt: Wenn es nicht gesundheitsgefährdend ist, dann springen wir", sagte Winter - und klang ein wenig erleichtert, dass sie trotz Bronze noch einmal drumherum kam.Ergebnis deutlich, Halbfinale engGleich die Skybar des Teamhotels anzusteuern, statt vorher noch einmal nass zu werden, war der Weltranglisten-Neunten nach dem enttäuschenden Halbfinal-Aus ganz recht. Denn das 0:3 gegen starke Japanerinnen klang am Ende deutlicher, als es tatsächlich war.Winter selbst führte im zweiten Einzel gegen die Olympia-Dritte Hina Hayata bereits mit 2:0 Sätzen, ehe sie noch mit 2:3 verlor. Beim Viertelfinal-Erfolg gegen Hongkong zwei Tage zuvor war ihr erstes Einzel noch genau umgekehrt verlaufen."Natürlich sind wir traurig, dass wir uns nicht mit dem Finale belohnen konnten. Wir hatten unsere Chancen, aber die Japanerinnen waren heute einfach zu stark", sagte Annett Kaufmann zusammen. "Wir können mit unserer Leistung sehr zufrieden sein. Nicht nur am Tisch, sondern auch außerhalb: Unsere Teamleistung war wieder on Point. Die Traurigkeit wird schnell verschwinden."Denn das Besondere an großen Tischtennis-Turnieren ist, dass der dritte Platz nicht mehr extra ausgespielt wird und deshalb beide Halbfinal-Verlierer die Bronzemedaille erhalten.Weitere Hoffnungsträgerinnen rücken nachUnd so verfestigte sich auch bei dieser WM eine Tendenz, die sich im deutschen Tischtennis seit dem Karriereende der Überfigur Timo Boll abzeichnet: Die deutschen Frauen sind nach ihrem EM-Triumph ohne Satzverlust und WM-Bronze gegen starke Konkurrenz nicht nur aktuell schon erfolgreicher als die deutschen Männer. Sie haben langfristig betrachtet offenbar auch die bessere sportliche Perspektive.Denn nach dem fulminanten Karriere-Einstieg der 19-jährigen Kaufmann und dem bemerkenswerten Aufstieg der 33-jährigen Winter werden in absehbarer Zeit noch weitere Hoffnungsträgerinnen nachrücken. Mia Griesel (20) ist aktuelle Junioren-Weltmeisterin im Doppel und Koharu Itagaki (16) aktuelle Jugend-Weltmeisterin im Einzel. Zusammen mit Kaufmanns Triumph 2024 bedeutet das in einem derart asiatisch dominierten Sport gleich drei deutsche Nachwuchs-WM-Titel in den vergangenen zwei Jahren."Ich bin stolz auf die Mädels. Die Medaille ist ein toller Erfolg", sagte auch Bundestrainerin Tamara Boros nach der Niederlage gegen Japan. "Ich habe immer gesagt: Ich will, dass wir weitergehen. Bei dieser WM haben wir nur gegen Japan verloren. Momentan sind sie noch besser als wir. Aber wir arbeiten weiter und versuchen, bis Olympia noch besser zu sein. Ich denke, wir können das schaffen."

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Radsport: "Desaster": Team von Pogacar bei Horrorsturz hart getroffen

Knochenbrüche, Platzwunden, Gehirnerschütterungen: Fünf Teamkollegen des Radstars landen beim Giro d'Italia im Straßengraben. Ein Massensturz und seine Folgen.Tadej Pogacar dürfte mit bangen Blicken zum Giro d'Italia nach Bulgarien geschaut haben. Bei einem Horrorsturz auf der zweiten Etappe landete fast sein gesamtes UAE-Team in Abwesenheit des Rad-Superstars bei hoher Geschwindigkeit im Straßengraben. Entsprechend verheerend las sich am Sonntagmorgen die medizinische Bilanz: Beckenbruch beim Spanier Marc Soler, Ellbogenfraktur beim Australier Jay Vine. Und Mitfavorit Adam Yates, der blutüberströmt und schwer gezeichnet mit großem Rückstand das Ziel noch erreichte, musste schließlich auch seinen Giro-Traum beenden. Eine große Platzwunde, Abschürfungen und Symptome einer Gehirnerschütterung machten die Weiterfahrt auf der dritten Etappe nicht mehr möglich. "Was für ein Desaster. Ich habe so hart gearbeitet, um für den Giro fit zu werden", sagte Yates, dessen Zwillingsbruder Simon im Vorjahr die Italien-Rundfahrt gewonnen hatte.Kettenreaktion nach Soler-SturzWas war passiert? Auf einer leicht abschüssigen Straße gut 23 Kilometer vor dem Ziel in Weliko Tarnowo - der Giro richtet in diesem Jahr die ersten drei Etappen in Bulgarien aus - rutschte Soler weg und löste eine Kettenreaktion aus. Gut 35 Fahrer gingen zu Boden, manche knallten mit voller Wucht gegen die Leitplanke. Das Rennen musste zwischenzeitlich neutralisiert werden. Krankenwagen waren im Einsatz.Fünf der acht UAE-Fahrer waren in dem Sturz verwickelt. Auch weitere Radprofis mussten das Rennen aufgeben, noch bevor der Giro überhaupt Italien erreicht. Der Italiener Andrea Vendrame erlitt einen dreifachen Wirbelbruch, auch Santiago Buitrago (Kolumbien), Adne Holter (Norwegen) und Matteo Moschetti (Italien) mussten mit diversen Verletzungen aufgeben.Erst das Känguru, nun der Giro-SturzSoler und Yates sind eigentlich auch als wichtige Helfer für Pogacar in acht Wochen bei der Tour vorgesehen. "So in den Giro zu starten, ist wirklich entmutigend", sagte UAE-Teamchef Mauro Gianetti: "Es war ein ziemlich hartes Jahr für uns, aber wir werden jetzt nicht untätig herumsitzen und uns selbst bemitleiden." Die Sturzverletzungen beim Top-Rennstall ziehen sich bereits durch die gesamte Saison. Vine erwischte es bereits zum zweiten Mal. Bei der Tour Down Under wurde er von einem Känguru zu Fall gebracht und brach sich das Handgelenk.Immerhin ist Weltmeister und Tour-Champion Pogacar bislang von Sturzverletzungen verschont geblieben. Zur Not holt der slowenische Ausnahmekönner seine Siege auch im Alleingang.

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Fußball-Bundesliga: Wolfsburg-Spieler zerstört Elfmeterpunkt – Harry Kane verschießt

Harry Kane verschießt einen Elfmeter – das kennt man eigentlich nicht. Seinen Anteil daran hatte auch eine unfaire Aktion von Wolfsburg-Spieler Jeanuël Belocian.Kurz vor Harry Kanes erstem Elfmeter-Fehlschuss in der Fußball-Bundesliga tauchte plötzlich Jeanuël Belocian am Elfmeterpunkt auf. Der Wolfsburger stampfte mit den Füßen ein paar Mal auf die Stelle, von der Kane wenig später schießen wollte. Der sonst so sichere Brite rutschte dann beim Strafstoß etwas weg und schoss über das Tor. Wohl auch, weil Belocian den Elfmeterpunkt zuvor malträtiert hatte.Nach dem Spiel auf die Situation angesprochen, sagte der 21-Jährige: „Ja. Das war einfach.“ Was genau er damit meinte, ließ er offen. Belocians Mannschaftskollege Patrick Wimmer erklärte: „Das sind natürlich dreckige Spielchen, die man vielleicht auch anwenden muss, wenn man da unten drinsteht.“Harry Kanne hatte bisher alle Elfmeter in der Bundesliga verwandeltBeim FC Bayern München stieß die Aktion auf gemischte Reaktionen. „Ich weiß, dass Wolfsburg darum kämpft, in der Bundesliga zu bleiben. Trotzdem finde ich es eine unnötige Aktion. Fairplay macht man trotzdem, auch wenn es um viel geht“, kritisierte Defensivspieler Tom Bischof.Die ganz große Empörung blieb aus. Auch, weil die Bayern die Partie dennoch 1:0 gewannen und den Meistertitel schon eine Weile sicher haben. „Ich weiß, im Abstiegskampf versucht man alle Mittel und Wege, damit der Gegner das Tor nicht schießt. Dann haben wir es anderweitig geschossen“, sagte Sportvorstand Max Eberl im ZDF-Sportstudio.Bayern-Trainer Vincent Kompany zeigte  sogar etwas Nachsicht für das Verhalten des Wolfsburgers. „Natürlich wünschen wir uns das nicht, aber ich habe auch ein bisschen Verständnis dafür. Für Wolfsburg geht es um alles“, sagte der Belgier, der auch die Passivität seiner eigenen Spieler in dieser Szene ansprach. „Wenn das am Mittwoch gegen Paris passiert wäre, wären wir mit zwei, drei Leuten dahin gerannt“, sagte er.So reagierten die Münchner gar nicht und Kane verschoss – nachdem er zuvor alle 24 Elfmeter in der Bundesliga verwandelt hatte. Nur in zwei anderen Wettbewerben scheiterte er jeweils einmal vom Punkt: im DFB-Pokal dieser Saison im Erstrundenspiel beim SV Wehen Wiesbaden. Und in der Champions League im Januar gegen Union Saint-Gilloise.

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Basketball: NBA: Oklahoma stürmt weiter durch die Playoffs

Titelverteidiger Oklahoma City Thunder gewinnt auch das siebte Playoff-Spiel klar. Nur noch ein Sieg fehlt zum Einzug ins Conference-Finale. Die Cleveland Cavaliers mit Dennis Schröder siegen knapp.Die Oklahoma City Thunder stürmen in der NBA weiter durch die Playoffs Richtung Titelverteidigung. Das Team um Starspieler Shai Gilgeous-Alexander und den deutschen Center Isaiah Hartenstein gewann auch das dritte Spiel seiner Viertelfinalserie bei den Los Angeles Lakers am Ende deutlich mit 131:108 (57:59). Die Thunder haben alle sieben Playoff-Spiele dieser Saison gewonnen und stehen nun einen Sieg vor dem Einzug ins Conference-Finale im Westen.Thunder kommen in der zweiten Halbzeit aufIn Los Angeles hatte der amtierende Meister zumindest eine Halbzeit lang Probleme, unter anderem verteidigten die Lakers erneut stark gegen Gilgeous-Alexander. Doch nach der Pause steigerte sich Oklahoma City und zog entscheidend davon. Ajay Mitchell mit 24 Punkten und zehn Assists sowie Gilgeous-Alexander mit 23 Zählern und neun Assists trugen die Offensive, Hartenstein steuerte zwölf Punkte und neun Rebounds zum Erfolg bei.Den Lakers wiederum fehlte Topscorer Luka Doncic, der seit Anfang April verletzt ausfällt. Altstar LeBron James erzielte bei schwacher Wurfquote 19 Punkte und kam auf acht Assists und sechs Rebounds.Cavaliers verkürzen gegen PistonsDeutlich enger geht es in der Serie zwischen den Detroit Pistons und Cleveland Cavaliers um Welt- und Europameister Dennis Schröder zu. Nach zwei knappen Niederlagen in Detroit gewannen die Cavaliers ihr erstes Heimspiel mit 116:109 (64:48). In einer lange hin und her wogenden Partie überzeugte vor allem James Harden in der Schlussphase mit drei wichtigen Treffern - in den ersten beiden Partien hatte der Routinier in der Schlussphase jeweils noch geschwächelt.Topscorer der Partie war Clevelands Donovan Mitchell mit 35 Punkten, Schröder steuerte von der Bank aus kommend elf Punkte und unter anderem auch zwei Blocks bei. Bei Detroit, das in der ersten Playoff-Runde die Orlando Magic dramatisch ausgeschaltet hatte, glänzte vor allem Cade Cunningham. Dem Jungstar gelang ein sogenanntes Triple Double mit 27 Punkte und jeweils zehn Assists und Rebounds.

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