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Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und den Finanzmärkten
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Aktuelle Nachrichten

Ex-Fifa-Chef: Debatte um WM-Boykott: Sepp Blatter kritisiert US-Gastgeber

Soll man die Fußball-WM wegen Donald Trump boykottieren? Ex-Fifa-Boss Sepp Blatter stimmt einem Schweizer Experten zu, der sagt: "Bleibt weg von den USA!"Der frühere Fifa-Präsident Joseph S. Blatter hat sich in die als Reaktion auf den Kurs der US-Regierung entbrannte Debatte um einen Fan-Boykott der Fußball-WM im Sommer eingemischt. Der 89-Jährige verbreitete auf dem Portal X ein Zitat des Strafrechtlers und ehemaligen Fifa-Kommissionspräsidenten Mark Pieth aus einem Interview des Schweizer "Tagesanzeigers" und schrieb dazu: "Ich denke, Mark Pieth hat recht damit, diese WM infrage zu stellen."Pieth hatte in dem vor wenigen Tagen erschienenen Interview gesagt: "Wenn wir jetzt alles zusammennehmen, worüber wir geredet haben, gibt es für die Fans nur einen Rat: Bleibt weg von den USA! Ihr seht es am Fernseher sowieso besser. Und: Bei der Einreise müssen Fans damit rechnen, dass sie, wenn sie den Beamten nicht gefallen, direkt in den nächsten Flieger nach Hause geschickt werden. Wenn sie Glück haben." Wenn nicht, würden sie "nach Mittelamerika deportiert. Das sind die Realitäten. Das Harmloseste ist, dass die Beamten einem das Handy auseinandernehmen und nachschauen, ob man etwas Negatives über Trump geschrieben hat", sagte der 72-jährige Pieth.Tweet BlatterSepp Blatter und Mark Pieth zur gleichen Zeit bei der FifaPieth wies auf die innenpolitische Lage hin. Die "Marginalisierung politischer Gegner" oder "die Übergriffe der Einwanderungsbehörden" machten einen "als Fan nicht an, dahin zu reisen. Die USA sind in Bezug auf die Sicherheit in einer ähnlichen Situation wie Mexiko. In Mexiko sind es die Drogenbanden, die mit Übergriffen drohen, in den USA ist es ein autoritär werdender Staat", sagte Pieth über den Co-Gastgeber des Turniers, das vom 11. Juni bis zum 19. Juli geht.Blatter war von 1998 bis 2015 Präsident der Fifa, der amtierende Fifa-Präsident Gianni Infantino ist sein Nachfolger. Blatter war im Zuge von Korruptionsermittlungen zurückgetreten. Seinen Nachfolger Gianni Infantino kritisierte er in den vergangenen Jahren immer wieder scharf. Pieth war von 2011 bis 2013 Vorsitzender der unabhängigen Kommission für Governance bei der Fifa und zuvor von 1989 bis 2013 Vorsitzender der Arbeitsgruppe zur Bekämpfung der Korruption der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).US-Regierung in der Kritik – Boykottforderungen in DeutschlandIn Deutschland gab es zuletzt vereinzelt Forderungen, die WM in den USA, Mexiko und Kanada zu boykottieren. DFB-Vizepräsident und St.-Pauli-Clubchef Oke Göttlich brachte wegen des Kurses von Präsident Donald Trump eine Diskussion darüber ins Spiel. DFB-Präsident Bernd Neuendorf hält nichts von einem Boykott, andere Verantwortliche und auch Spieler aus der Bundesliga äußerten sich in den vergangenen Tagen sehr zurückhaltend.Rund um den Konflikt zwischen den USA und den europäischen Nato-Staaten wegen Trumps offensiv vertretenen Forderungen zur Annexion Grönlands durch die USA gab es auch aus der Politik Stimmen, dass man eine WM-Teilnahme überdenken sollte. Trumps radikale Abschiebe-Politik und die tödlichen Schüsse von Bundesbeamten auf protestierende US-Bürger in Minneapolis fachten die Kritik weiter an.Beim höchst umstrittenen Einsatz zur Abschiebung irregulärer Migranten in der US-Großstadt Minneapolis hatten Beamte der Grenzschutzbehörde Border Patrol am Samstag erneut einen Menschen erschossen. Die deutsche Bundesregierung riet Reisende am Montag zu erhöhter Vorsicht.Fans einiger WM-Teilnehmer können nicht einreisenFans der WM-Teilnehmer Iran und Haiti können wegen einer Einreisesperre der USA gegen ihre Heimatländer ohnehin nicht zu Spielen in den Vereinigten Staaten reisen. Auch für Anhänger der Elfenbeinküste und des Afrika-Meisters Senegal, die keine zweite Staatsbürgerschaft haben, würde sich eine Reise zur WM sehr schwierig gestalten. US-Präsident Trump hatte das mit "Defiziten bei Checks und Überprüfungen" begründet.

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Champions League: Showdown gegen Inter: BVB will mit "Magie" in die K.o.-Phase

Aus dem Sieg in Berlin nimmt Dortmund viel Selbstvertrauen mit in die Champions League. Dort wartet nun aber ein anderes Kaliber. Es geht auch um eine gute Ausgangslage in den Playoffs.Mit der Kraft der Südtribüne und den jüngst gezeigten Kämpferqualitäten will Borussia Dortmund am XXL-Spieltag die K.o.-Phase der Königsklasse klarmachen. "Inter ist eine Top-Mannschaft, aber wir spielen zu Hause", sagte BVB-Coach Niko Kovac vor dem Duell zum Abschluss der Ligaphase gegen Inter Mailand. "Und wenn wir zu Hause spielen mit unseren Fans im Rücken, können wir jede Mannschaft in der Champions League schlagen." Damit das an diesem Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) auch für den souveränen Tabellenführer der Serie A gilt, brauchen die Dortmunder aber eine Ausnahmeleistung. "Wir haben schon mega Spiele erlebt hier zu Hause", sagte Torwart Gregor Kobel. "Wenn sich da so ein bisschen was zusammenbraut, dann ist es schon etwas ganz Spezielles hier." Es geht auch um eine gute Ausgangsposition in den Playoffs.Inter ist Italiens TorfabrikIn der Champions enttäuschten die Westfalen zuletzt bei Tottenham Hotspur (0:2) und zu Hause gegen die Norweger von Bodö/Glimt (2:2). Beim überzeugenden 3:0 am Samstag beim 1. FC Union Berlin zeigten die BVB-Profis, wie es gehen kann. Mit viel Einsatz und konsequenten Zweikämpfen als Basis."Männerfußball" nannte Kapitän Emre Can das. "Wir haben klar dagegengehalten. Das muss unser Anspruch eigentlich immer sein." Auch der 32-Jährige weiß aber natürlich, dass auf ihn und seine Defensivkollegen gegen die Ausnahmekönner aus Norditalien eine deutlich anspruchsvollere Aufgabe wartet. Inter wird die Abwehr - das neue Dortmunder Prunkstück - vor die größte Herausforderung der jüngeren Vergangenheit stellen.Mit 50 Treffern in 22 Partien sind die Mailänder die Torfabrik der heimischen Liga. Weltmeister Lautaro Martínez führt die Torschützenliste an. Auch auf den ehemaligen Mönchengladbacher Marcus Thuram muss der BVB aufpassen. "Wir dürfen nicht naiv sein, weil auf der anderen Seite sind wirklich richtig, richtig klasse Fußballer unterwegs", sagte Kovac.Playoff-Rückspiel zu Hause als ZielIn der Serie A ist das Team von Trainer Cristian Chivu seit November unbesiegt. In der Königsklasse zeigten Atlético Madrid, Liverpool und Arsenal aber zuletzt, dass die Mailänder schlagbar sind. Im Gegensatz zum BVB hat Inter mit den früheren Dortmundern Manuel Akanji und Henrich Mchitarjan mindestens die Playoffs um den Achtelfinaleinzug auch rechnerisch schon sicher.Dass Dortmund mit derzeit elf Zählern am entscheidenden Spieltag mit 18 zeitgleichen Partien noch von Rang 16 auf 25 fällt, ist zwar äußerst unwahrscheinlich. Um das Mindestziel Playoffs aus eigener Kraft zu schaffen, braucht das Kovac-Team aber einen Punkt. Ziel sollte zudem sein, nicht hinter Platz 16 zu rutschen.Die Teams auf den Rängen 9 bis 16 haben in den Rückspielen der Playoffs nämlich Heimrecht und tendenziell die Chance auf schwächere Gegner. "Dieses Stadion hat eine Magie, hat eine immense Kraft, hat eine Energie, welche wir morgen nutzen möchten", betonte Kovac.Auch der Sprung in die Top-Acht und damit das direkte Achtelfinalticket ist noch möglich. Dafür müssten allerdings sehr viele Konkurrenten patzen und Dortmund bräuchte einen Sieg.Mit Blick auf die bisherigen Auftritte in der Königsklasse können die Fans übrigens auf ein Spektakel hoffen. In den sieben Champions-League-Spielen mit BVB-Beteiligung fielen bisher 34 Tore (19 Treffer für Dortmund, 15 Gegentore). Die BVB-Partien sind mit einem Schnitt von fast fünf Toren pro Spiel die torreichsten.

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Fußball-Bundesliga: Ehemaliger Schiedsrichter Eugen Strigel gestorben

Eugen Strigel prägte viele Jahre das Schiedsrichterwesen in Deutschland. Erst als Referee, später als Lehrwart, TV-Experte und Schiedsrichter-Beobachter. Jetzt ist er gestorben.Eugen Strigel ist tot. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) aus Familienkreisen erfuhr, starb der frühere Bundesliga-Schiedsrichter und spätere Lehrwart im Alter von 76 Jahren. "Wir sind tieftraurig und bestürzt von Eugens Tod. Noch bis vor einigen Monaten war er jede Woche unterstützend im Video-Assist-Center in Köln im Einsatz, zuletzt begleitete er mich bei manchen Beobachtungen im Stadion. Er wird uns nicht nur als stets kompetenter Ansprechpartner oder Motivator fehlen, sondern in erster Linie auch als Mensch und Freund", sagte Knut Kircher, Geschäftsführer Sport und Kommunikation der DFB Schiri GmbH.Eugen Strigels "Pfiff des Tages" im "Aktuellen Sportstudio"Strigel leitete in seiner Laufbahn zwischen 1987 und 1995 70 Bundesliga-Partien und beendete seine aktive Karriere mit dem DFB-Pokalfinale 1995 zwischen Borussia Mönchengladbach und dem VfL Wolfsburg. Danach wurde er Schiedsrichter-Lehrwart. 15 Jahre kümmerte er sich um die Aus- und Weiterbildung der deutschen Referees. Von 1998 bis 2010 war er stellvertretender Schiedsrichter-Chef des DFB.Bekanntheit erlangte er auch durch den "Pfiff des Tages". Ein Format, mit dem Strigel im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF die Schiedsrichterleistungen bei der WM 2002 und der EM 2004 sowie Entscheidungen seiner ehemaligen Kollegen in der Bundesliga kommentierte.

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Nach Pleite gegen Dänemark: So kommt Deutschland jetzt ins Halbfinale der Handball-EM

Die DHB-Auswahl bestreitet bei der Handball-EM ihr letztes Hauptrundenspiel gegen Titelverteidiger Frankreich. Unter diesen Bedingungen gelingt der Halbfinal-Einzug.In der Hauptrunden-Gruppe I jagt ein Kracher-Duell das nächste. Die DHB-Auswahl konnte ihre ersten zwei Spiele gewinnen (32:30 gegen Portugal, 30:28 gegen Norwegen), unterlag danach aber dem übermächtigen Weltmeister und Olympiasieger Dänemark mit 26:31. Gegen Europameister Frankreich steht die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason jetzt im Spiel ums Halbfinale.Mit sechs Punkten ist Deutschland Zweiter in der Hauptrundentabelle. Die Dänen stehen mit ebenfalls sechs Punkten auf dem ersten Platz. Die Franzosen belegen mit vier Punkten derzeit den dritten Rang.DHB-Team hat nächsten Matchball bei der Handball-EMGewinnt die DHB-Auswahl gegen Frankreich, ist das Halbfinale sicher. Auch ein Unentschieden reicht, weil die Franzosen zuletzt überraschend mit 32:36 gegen die Spanier verloren. Bei einem Remis hätte Deutschland sieben und Frankreich nur fünf Punkte. So bliebe es in der oberen Tabellenhälfte bei der aktuellen Konstellation, die ersten beiden Ränge führen ins Halbfinale.Verliert das DHB-Team, wären sie zwar punktgleich mit dem Europameister, würden im direkten Vergleich aber den Kürzeren ziehen. Frankreich muss gewinnen, um ins Halbfinale einziehen zu können.Was passiert bei Punktgleichheit?In der zweiten Tabellenhälfte belegen Norwegen und Portugal mit jeweils drei Punkten die Ränge drei und vier. Spanien ist Schlusslicht mit zwei Punkten. Alle drei haben nur noch die Chance auf das Spiel um Platz fünf.Bei Punktgleichheit entscheidet zunächst der direkte Vergleich. Erst danach würde die Tordifferenz aus dem direkten Vergleich herangezogen werden. Weitere Kriterien wären laut "Sportschau" in dieser Reihenfolge: Anzahl an Toren aus direktem Vergleich, Tordifferenz aus allen Gruppenspielen, Anzahl an Toren aus allen Gruppenspielen, Fair Play Ranking, das Los.Beim Fair Play Ranking gibt es für die Mannschaften jeweils Punkte für eine Gelbe Karte (1), eine Zeitstrafe (2) und eine Rote Karte (8).Hinweis: Dieser Artikel wurde nach Deutschlands Niederlage gegen Dänemark aktualisiert.

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Heißes EM-Duell mit Frankreich: Zocken verboten: Handballer kämpfen um Medaillentraum

Den deutschen Handballern reicht gegen Frankreich ein Remis, um bei der EM um die Medaillen zu spielen. Mut macht die Erinnerung an Olympia. Vor der Partie gibt es ein klares Bekenntnis zum Trainer.Die Jubelbilder vom "Wunder von Lille" benötigten Deutschlands Handballer als Motivation für das Endspiel ums EM-Halbfinale ebenso wenig wie der Bundestrainer die Jobgarantie vom Verband. "Ich werde mir das Video nicht noch einmal angucken. Das war ein ganz anderes Spiel", sagte Olympia-Held Renars Uscins vor dem entscheidenden Hauptrundenduell mit Europameister Frankreich am Mittwoch (18.00 Uhr/ZDF/Dyn) in Herning. Knapp eineinhalb Jahre nach dem Handball-Thriller im Olympia-Viertelfinale, der aufgrund seines dramatischen Verlaufs und unglaublichen Happy Ends für die DHB-Auswahl längst Legendenstatus hat, kommt es erneut zum Showdown. "Das wird ein heißer Tanz, auf den sich alle freuen können", prophezeite Uscins und versprach: "Wir gehen die Aufgabe mit viel Mut an und werden mit breiter Brust Vollgas geben."Die Ausgangslage ist klar: Schon ein Remis reicht der deutschen Mannschaft zum Einzug ins Halbfinale, der den Traum von der ersten EM-Medaille seit dem Gold-Triumph vor zehn Jahren am Leben halten würde. Bei einer Niederlage spielt das DHB-Team am Freitag nur um Platz fünf. "Wir können alles gewinnen oder alles verlieren", sagte Rückraumspieler Nils Lichtlein.Jobgarantie für den BundestrainerEgal, wie es ausgeht: Nach den bisherigen EM-Auftritten muss Bundestrainer Alfred Gislason nicht um seinen Job bangen. "Wir sind jetzt mitten im Turnier und haben morgen die Chance, ins Halbfinale zu kommen. Wir haben eine Top-Sechs-Platzierung. Es gibt in diese Richtung keine Gedanken, dass wir etwas verändern", sagte Sportvorstand Ingo Meckes. Gislason wird also auch bei der Heim-WM 2027 auf der Trainerbank sitzen. Die Diskussionen um seine Person im EM-Verlauf hatten den Isländer ohnehin kaltgelassen. "Ich bin seit 1991 Trainer und habe vieles erlebt. Ich habe mir nie einen Kopf gemacht oder Gedanken darüber, keine Rückendeckung vom Verband zu haben", sagte Gislason und bekräftigte: "Ich hatte nie Ängste, den Job zu verlieren." Für den 66-Jährigen zählt nur das Hier und Jetzt. Um die Köpfe für den Medaillenkampf schnell freizubekommen, hakten der Bundestrainer und seine Schützlinge das 26:31 gegen Weltmeister und Olympiasieger Dänemark daher schon wenige Minuten nach dem Schlusspfiff ab.DHB-Team glaubt an eigene Stärke"Es ist schade, dass wir den ersten Matchball nicht nutzen konnten. Aber es bringt nichts, nach hinten zu schauen", sagte Torwart David Späth und kündigte an: "Wir werden gegen Frankreich alles reinhauen."Die Zuversicht ist groß, wie bei Olympia gegen den Rekord-Weltmeister bestehen zu können. "Wir sind voll im Turnier und haben jetzt eine riesige Chance. Wenn uns jemand vor dem letzten Hauptrundenspiel gesagt hätte, dass wir eine bessere Ausgangslage als Frankreich haben, hätten wir das genommen. Darauf freuen wir uns", sagte Spielmacher Juri Knorr. Gislason glaubt an die Stärke seiner Mannschaft, die im Turnier bisher noch gar nicht an ihr Limit gekommen ist. "Die Abwehr ist sehr gut und eine Bank, dazu haben wir zwei Weltklasse-Torhüter und können die Breite im Kader nutzen", zählte der 66 Jahre alte Isländer die positiven Erkenntnisse aus den bisherigen Spielen auf. Der unbedingte Wille ist ohnehin da, wie Rückraumspieler Marko Grgic bekräftigte: "Wir werden alle acht Millionen Prozent dafür geben, dass wir ins Halbfinale kommen."Olympia ist in den KöpfenSo wie bei den Sommerspielen 2024. Da lag die DHB-Auswahl sechs Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit mit einem Tor hinten - bei Ballbesitz Frankreich. Der Rest ist Sportgeschichte. Julian Köster fing den Anwurf von Frankreich-Star Dika Mem ab, bediente Uscins, und der traf zum Ausgleich. In der Verlängerung hatte Deutschland das bessere Ende für sich und holte später Silber."Vielleicht spielt das 'Wunder von Lille' in den Köpfen beider Mannschaften eine Rolle. Allerdings ist es auch schon ein bisschen her. Uns gibt es zumindest ein gutes Gefühl, dass wir sie da geschlagen haben", sagte Knorr im Rückblick. Und Uscins, der damals 14 Tore erzielte, ergänzte: "Natürlich erinnert man sich an das Spiel. Aber das wird so nicht noch einmal vorkommen."Was jetzt zählt, ist die Gegenwart. "Für uns ist das ein Viertelfinale. Aber nicht, weil wir bei Olympia gegen Frankreich im Viertelfinale waren, sondern weil es die Brisanz eines Alles-oder-nichts-Spiels einfach sichtbarer macht", sagte der 23-Jährige und appellierte: "Wir brauchen 60 Minuten lang Kampf und Glauben." Wie Uscins hält auch Gislason nichts davon, in Erinnerungen zu schwelgen. "Der Sieg war schön, aber das zählt heute nichts mehr", sagte der Bundestrainer und ergänzte: "Wir müssen schauen, dass wir besser sind als die Franzosen." Gislason fordert mutigen AuftrittAuf ein Remis zocken will das DHB-Team dabei nicht. "Dass ein Unentschieden reicht, ist natürlich im Kopf, falls es am Schluss zu so einem Szenario kommt. Aber im Endeffekt bedeutet es nur, dass wir eine gute Ausgangsposition haben", sagte Knorr. Torwart Späth bekräftigte: "Für uns ist die Ausgangslage recht einfach zu definieren: Wir werden nicht auf ein Unentschieden pokern, sondern auf Sieg spielen."Zwar gilt Frankreich neben Dänemark als heißester Gold-Anwärter, seinen Schrecken hat der Titelverteidiger aber spätestens bei der überraschenden 32:36-Pleite gegen Spanien verloren. "Wir wissen, die Franzosen sind nicht übermenschlich, sondern schlagbar", sagte Knorr und fügte hinzu: "Wir haben die Chance, etwas Großes zu erreichen."Damit das gelingt, müsse die Mannschaft "extrem motiviert und ohne Angst" auftreten, forderte Gislason: "Das ist ein Endspiel ums Halbfinale. Davon haben wir vor dem Turnier immer wieder gesprochen. Nun ist es genauso gekommen. Das haben wir uns erhofft."

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Handball-EM live: Endspiel ums Halbfinale: Wer überträgt Deutschland gegen Frankreich?

Für die deutschen Handballer geht es im letzten Hauptrundenspiel bei der EM um den Einzug ins Halbfinale. Das DHB-Spiel lässt sich live und kostenlos verfolgen.Die Hauptrundengegner des DHB-Teams bei der Handball-EM in Nordeuropa haben es in sich: Portugal (Endstand 32:30), Norwegen (Endstand 30:28), Dänemark (Endstand 26:31) und Frankreich.Nach der Niederlage gegen den Topfavoriten Dänemark hat Deutschland am Mittwoch gegen Frankreich ein Endspiel ums Halbfinale. Ein Unentschieden würde der Mannschaft von Alfred Gislason reichen, da die Franzosen zuletzt den Spaniern überraschend mit 32:36 unterlagen.Handball-EM: Deutschland-Spiele im Free-TVWie bereits in der Gruppenphase bestreitet das DHB-Team alle seine Hauptrundenspiele im dänischen Herning. Weiterhin zeigen die Öffentlich-Rechtlichen alle deutschen Spiele im TV und im Livestream.Das letzte und alles entscheidende Hauptrundenspiel gegen Frankreich am Mittwoch um 18 Uhr läuft live im ZDF und in der ZDF Mediathek. Die TV-Übertragung beginnt um 17.40 Uhr.In den Mediatheken zeigen die ARD und das ZDF zudem täglich mindestens ein weiteres Hauptrundspiel. Um alle Begegnungen bei der Handball-EM in Dänemark, Norwegen und Schweden sehen zu können, müssen Zuschauer ein Abo beim Bezahlsender Dyn abschließen. Für 15 Euro kann man sich dort einen EM-Pass kaufen.Das sind die TV-ExpertenDie ARD baut auf die Expertise zweier Handball-Weltmeister von 2007: Dominik Klein und Johannes Bitter sind für das Erste im Einsatz. Das ZDF setzt einmal mehr Ex-Nationalspieler Sven-Sören Christophersen als Experten ein.Auch bei Dyn bewerten bekannte Handballer die Auftritte des DHB-Teams und das Geschehen rund um das Turnier: Ikone Stefan Kretzschmar, die ehemaligen Nationalspieler Pascal Hens, Michael Kraus (beide ebenfalls Weltmeister von 2007), Tobias Reichmann und Silvio Heinevetter sowie Frankreichs Welt- und Europameister Kentin Mahé.Neu im Expertenteam sind die noch aktiven Bundesliga-Profis Fabian Wiede, Timo Kastening und Leif Tissier, die frischgebackene Vize-Weltmeisterin Antje Döll und Florian Kehrmann, Trainer des Bundesliga-Dritten TBV Lemgo.Hinweis: Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

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Fußball-Bundesliga: Wirbel um "ACAB"-Schriftzug bei St.-Pauli – so erklärt der Verein die Bedeutung

Ein "ACAB"-Slogan in der Kabine des FC St. Pauli im Millerntor-Stadion erhitzt die Gemüter, unter anderem bei einer Polizeigewerkschaft. Der Klub bezieht Stellung.Der FC St. Pauli positioniert sich bekanntlich politisch links, ein Slogan in der Kabine des Vereins geht der Polizeigewerkschaft GdP nun jedoch zu weit. Beim Derby der Hanseaten gegen den Hamburger SV (0:0) am vergangenen Freitag filmte der Sender Sky in der Kabine des Kiez-Klubs. Screenshots zeigen einen oft gegen Polizisten abwertend gemeinten Schriftzug "ACAB". Das Akronym steht für "All Cops Are Bastards" (deutsch: Alle Polizisten sind Bastarde) und wird in polizeikritischen Kreisen verwendet – darunter im linksextremen Milieu. "Ein Profifußballer, der an seinem Spind einen Aufkleber mit der Aufschrift ACAB anbringt, verhöhnt bewusst die Kolleginnen und Kollegen, die an jedem Spieltag ihre Gesundheit riskieren, um den Profifußball überhaupt möglich zu machen. Das ist keine Provokation am Rand, sondern eine gezielte Respektlosigkeit gegenüber dem Rechtsstaat und seinen Einsatzkräften", sagte Lars Osburg, stellvertretender Landesvorsitzender der GdP in Hamburg, dem "Hamburger Abendblatt".Das sagt der FC St. Pauli zu den VorwürfenMehrere Hamburger Medien berichteten darüber. Und der Klub nahm dazu Stellung. Der Schriftzug sei Teil einer Wand mit Dutzenden Stickern und Aussagen. "Das Millerntor-Stadion ist kein steriler Funktionsraum, sondern ein lebendiger Ort, der seit vielen Jahren von Fans mitgestaltet wird; in der Kabine ebenso wie in zahlreichen weiteren Bereichen", sagte ein Sprecher. Dieses Offenheitsprinzip sei bekannt, bewusst gewählt und solle nicht geändert werden.Das Millerntor verstehe sich "als Resonanzraum einer lebendigen Fankultur", so der Sprecher weiter: "Dass nicht jede sichtbare Aussage die Meinung aller widerspiegelt, ist kein Widerspruch, sondern Teil der Authentizität dieses Ortes und der Widersprüchlichkeit der Realität."Unabhängig davon sei die Abkürzung "ACAB" im Kontext des FC St. Pauli seit Jahren auch mit der Bedeutung "All Colours Are Beautiful" (Alle Farben sind schön) gebräuchlich. "Selbst bei einer polizeikritischen Lesart handelt es sich – wie das Bundesverfassungsgericht festgestellt hat – um eine von der Meinungsfreiheit gedeckte Meinungsäußerung", sagte der Sprecher. Davon unberührt arbeite der FC St. Pauli "konstruktiv, professionell und verlässlich" mit der Polizei zusammen. Diese Zusammenarbeit sei auch nach dem Derby von polizeilicher Seite "ausdrücklich bestätigt" worden.

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Grand-Slam-Turnier: Zverev zieht ins Halbfinale der Australian Open ein

Alexander Zverev fehlen nur noch zwei Siege zu seinem ersten Titel bei einem Grand-Slam-Turnier. Gegen einen US-Youngster zeigte er eine starke Leistung.Der Traum vom ersten Grand-Slam-Titel lebt für Alexander Zverev weiter. Bei den Australian Open steht der 28-Jährige zum vierten Mal in seiner Karriere im Halbfinale und ist damit nur noch zwei Siege vom ersehnten Triumph bei einem der vier wichtigsten Tennis-Turniere entfernt.Im Viertelfinale setzte sich Zverev in Melbourne gegen den amerikanischen Senkrechtstarter Learner Tien mit 6:3, 6:7 (5:7), 6:1, 7:6 (7:3) durch und zeigte gegen den 20 Jahre alten Gewinner der ATP Finals für Nachwuchsspieler seine bislang beste Turnierleistung. Im Halbfinale am Freitag bekommt es Zverev jetzt mit dem Weltranglisten-Ersten Carlos Alcaraz aus Spanien oder dem Australier Alex de Minaur zu tun. Für Zverev ist es das zehnte Halbfinale bei einem Grand-Slam-Turnier insgesamt."Learner hat von der Grundlinie unglaublich gut gespielt. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal gegen jemanden gespielt habe, der so gut von der Grundlinie war", lobte Zverev seinen Gegner. "Ich konnte mich heute auf meinen Aufschlag verlassen. Ohne die Asse wäre es schwer geworden." Insgesamt schlug er 24 Asse.Auch Kerber unterstütztZverev verwandelte nach 3:11 Stunden seinen vierten Matchball und ließ sich danach von den Zuschauern feiern. Auf der Tribüne jubelte auch Angelique Kerber mit. Kerber hatte 2016 in Melbourne ihren ersten von insgesamt drei Grand-Slam-Titeln gefeiert und ist zehn Jahre danach zurück am Yarra River. Die heute 38-Jährige glaubt nach wie vor daran, dass auch Zverev noch einmal bei einem Grand-Slam-Turnier triumphiert."Ich mache mir um Alexander gar keine Sorgen. Ich weiß, dass er irgendwann ein Grand-Slam-Turnier gewinnen wird", hatte Kerber vor dem Viertelfinale gegen Tien gesagt. "Dafür trainiert er zu hart und gibt alles dafür. Das wird sich irgendwann auszahlen."Hitze draußen, gute Bedingungen drinnen für Alexander ZverevZverev zeigte in der Rod Laver Arena von Beginn an eine hochkonzentrierte Leistung. Während draußen die Temperaturen auf bis zu 45 Grad kletterten und die Menschen in Melbourne jeden nur möglichen Schattenplatz aufsuchten, fand das Duell mit Tien in der klimatisierten Arena unter geschlossenem Dach bei angenehmen Bedingungen statt. Zverev hatte zwar im Vorfeld gesagt, mit der Hitze kein Problem zu haben, dennoch dürfte auch er froh gewesen sein, dass das Dach bereits zu Beginn seines Viertelfinales geschlossen war.Gegen Tien konnte sich Zverev von Beginn an auf seinen guten Aufschlag verlassen. Zum 4:2 holte sich der Weltranglisten-Dritte das erste Break und sicherte sich nach nur 36 Minuten den ersten Satz. Zverev hatte auch danach zunächst alles im Griff. Doch ab Mitte des zweiten Durchgangs wurde der vom früheren French-Open-Champion Michael Chang trainierte Tien stärker und brachte Zverev mehr und mehr in Bedrängnis.Zverev bleibt trotz Satzverlust ruhigZverev blieb aber auch in den engen Situationen ruhig, bis ihm im Tiebreak des zweiten Satzes eine folgenschwere Unkonzentriertheit unterlief. Einen einfachen Volley spielte er statt in die freie Spielhälfte genau in den Lauf von Tien, der mit einem schönen Passierball den Punkt machte. Statt Satzball Zverev hieße es Satzball Tien - und kurz darauf schaffte der Amerikaner den Satzausgleich. Das Publikum in der Rod Laver Arena jubelte, Tien animierte es mit gehobener Hand dazu, noch lauter zu werden. Die Partie drohte zu kippen.Doch Zverev blieb cool, schob sein Niveau wieder auf ein höheres Level und nahm Tien schnell den Aufschlag ab. In nur 28 Minuten holte er sich den dritten Satz und hatte die Begegnung nun wieder im Griff. Doch Tien kämpfte wie einst sein Trainer Chang um jeden Ball. Beim Stand von 5:6 musste Zverev sogar einen Satzball des jungen Amerikaners abwehren und rettete sich in die Tiebreak. Dort zog er schnell auf 6:0 davon und machte das Weiterkommen im vierten Versuch perfekt. 

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EM-Duell mit Frankreich: Handballer vor Endspiel ums Halbfinale: "Wir pokern nicht"

Deutschlands Handballer brauchen ein Remis gegen Frankreich. Nur dann ist das Medaillenspiel sicher. So schwören Marko Grgic, Tom Kiesler und Co. das DHB-Team auf das Alles-oder-nichts-Spiel ein.Deutschlands Handballer haben die erwartbare Niederlage gegen Topfavorit Dänemark blitzschnell abgeschüttelt und sich auf das Endspiel im Kampf ums EM-Halbfinale eingeschworen. "Für uns ist die Ausgangslage recht einfach zu definieren: Wir spielen auf Sieg. Wir pokern nicht. Ich vertraue dieser Mannschaft. Ich bin positiv gestimmt, dass wir da sind, wenn es drauf ankommt", sagte Torhüter David Späth vor dem Alles-oder-nichts-Duell mit Frankreich an diesem Mittwoch (18.00 Uhr/ZDF/Dyn).Vor der Revanche für das Viertelfinale der Olympischen Spiele 2024 liegt Deutschland trotz des 26:31 gegen Dänemark mit sechs Pluspunkten noch auf Platz zwei. Ein Unentschieden gegen die Franzosen würde zum Einzug in die Medaillenspiele reichen. Eine Niederlage gegen die Équipe Tricolore, und der Auswahl von Bundestrainer Alfred Gislason bleibt nur noch das undankbare Spiel um Platz fünf. "Wir können alles gewinnen oder alles verlieren", fasste Rückraumspieler Nils Lichtlein die zwei Szenarien zusammen.Grgic kündigt "acht Millionen Prozent" anMut macht der deutschen Riege, dass sie bereits in der ersten Turnierphase mit dem Rücken zur Wand und gegen Spanien mächtig unter Druck gestanden hatte. "Das hilft enorm, dass wir schon in der Vorrunde ein Alles-oder-nichts-Spiel hatten. Für uns ist alles drin. Wir haben das Potenzial und wir haben die Kraft, die Franzosen zu schlagen", befand Abwehrspieler Tom Kiesler. Teamkollege Marko Grgic kündigte an: "Wir werden alle acht Millionen Prozent dafür geben, dass wir ins Halbfinale kommen."Knorr: Ausgangslage hätten wir vor dem Turnier genommenDass die DHB-Auswahl zum Hauptrundenabschluss das Weiterkommen in der eigenen Hand hat, hatten nicht alle erwartet. Sowohl Gislason als auch Spielmacher Juri Knorr oder Kapitän Johannes Golla hatten von der schwersten Auslosung ihrer Karriere gesprochen. Entsprechend zufrieden blickt Knorr, der bei dieser Endrunde bislang nicht so stark aufspielt, auf die Ausgangslage: "Hätte uns das vor dem Turnier jemand gesagt, hätten wir es genommen. Dass ein Unentschieden reicht, ist natürlich im Kopf, falls es am Schluss zu so einem Szenario kommt. Aber im Endeffekt bedeutet es nur, dass wir eine gute Ausgangsposition haben", sagte der Führungsspieler.

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Olympische Spiele: Nach 70 Jahren: Olympisches Feuer wieder in Cortina

Die Flamme ist in der ersten der beiden Gastgeberstädte der diesjährigen Winterspiele angekommen. Bis Mailand sind es noch anderthalb Wochen.Anderthalb Wochen vor Beginn der Olympischen Winterspiele ist das olympische Feuer in Cortina d'Ampezzo angekommen, einer der beiden offiziellen Gastgeberstädte. Die Fackel traf auf den Tag genau 70 Jahre nach Beginn der ersten Winterspiele wieder in Cortina ein. Die 6.000-Einwohner-Gemeinde in den italienischen Alpen war bereits 1956 Austragungsort. Dieses Jahr ist der Ort zusammen mit Mailand wieder an der Reihe.In der norditalienischen Großstadt wird die Fackel am 5. Februar erwartet, einen Tag vor dem offiziellen Beginn der diesjährigen Spiele. Sie ist bereits seit November unterwegs. Nach dem Beginn in der antiken Stätte von Olympia auf der griechischen Halbinsel Peloponnes ging es zunächst durch Griechenland. Seit Dezember ist sie auf Tour durch Italien.Bei den Winterspielen 1956 - den ersten in Italien - waren etwa 820 Sportler dabei. Dieses Mal werden es mehr als 3.500 sein. Die Spiele dauern bis zum 22. Februar. Die Wettkämpfe werden nicht nur in Mailand und Cortina ausgetragen, sondern verteilt auf mehrere Orte im Norden des Landes. Die Schlussfeier wird in der Arena von Verona sein.

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Handball-EM: Deutschland unterliegt Topfavorit Dänemark und zittert ums Halbfinale

Lange gut mitgehalten, doch am Ende deutlich geschlagen: Bei der Handball-EM muss sich die deutsche Mannschaft Dänemark geschlagen geben. Nun steht ein echtes Endspiel an.Deutschlands Handballer haben ihren ersten Matchball im Kampf ums EM-Halbfinale vergeben und den ersten Sieg gegen Topfavorit Dänemark seit zehn Jahren verpasst. Trotz eines zunächst starken Auftritts unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason dem Olympiasieger und Weltmeister mit 26:31 (12:13) und steht nun vor einem Alles-oder-nichts-Duell. Denn am Mittwoch (18.00 Uhr/ZDF/Dyn) geht es gegen Titelverteidiger Frankreich um den Einzug in die Vorschlussrunde. Weil der Titelverteidiger beim 32:36 gegen Spanien überraschend patzte, reicht Deutschland ein Remis. Gegen Dänemark waren sechs Tore von Deutschlands bestem Werfer Renars Uscins zu wenig, um den Großteil der 15.000 Zuschauer in der "Hölle von Herning" zum Schweigen zu bringen. Die Durststrecke gegen die Skandinavier hält damit an: Den letzten Pflichtspielsieg gegen die Dänen feierte Deutschland im Januar 2016.Handball-EM: Erinnerungen ans Wunder von LilleVor dem Abschluss der zweiten Turnierphase steht Deutschland genau wie Dänemark bei 6 Pluspunkten. Dahinter folgen Frankreich (4), Portugal und Norwegen (je 3) und Spanien (2). Nur die beiden Erstplatzierten erreichen das Halbfinale. Das bislang letzte Aufeinandertreffen mit Frankreich hatte Deutschland für sich entschieden. Im Viertelfinale der Olympischen Spiele 2024 sah die Équipe Tricolore schon wie der sichere Sieger aus, als Renars Uscins den Gastgeber fast im Alleingang entzauberte und Deutschland in der Verlängerung das Handball-Wunder von Lille bescherte.Wolff zunächst auf der BankAufgrund eines überraschenden Wechsels im deutschen Tor mussten die Zuschauer 50 Minuten auf das Giganten-Duell zwischen Andreas Wolff und Emil Nielsen warten. Gislason schickte David Späth aufs Parkett, der gleich anfangs einige Würfe von Matthias Gidsel passieren lassen musste. Allein vier der ersten sechs Treffer gingen auf das Konto des Ausnahmehandballers von den Füchsen Berlin.Trotzdem: Deutschland leistete deutlich mehr Gegenwehr als in den vorherigen Duellen bei der WM und Olympia. Nach 20 Minuten lag der Außenseiter nur mit 8:10 hinten. Und das, obwohl man erneut Chancen ausließ und teils an Nielsen verzweifelte. Vor allem Uscins strahlte viel Torgefahr aus. DHB-Spielmacher Juri Knorr enttäuschte hingegen schon wieder. Mit dem Pausenpfiff vergab Nils Lichtlein einen Siebenmeter zum möglichen 13:13. "Wir können sehr stolz auf unsere Leistung sein", befand Kreisläufer Justus Fischer zur Halbzeit.Die Latte ist im WegDänemark zitterte und war zunächst weit entfernt von einem perfekten Auftritt. Rund um die Pause blieben die Hausherren neun Minuten ohne eigenen Treffer, was Deutschland aber nicht für sich nutzen konnte. Julian Köster oder Marko Grgic fehlte in dieser Phase das Wurfglück - zu oft klatschte der Ball an die Latte. Dänemark nutzte eine kurze Phase in doppelter Überzahl, um 20 Minuten vor Spielende auf 17:14 davonzuziehen. Dann fiel Deutschland auseinander: Nielsen hielt im dänischen Tor gefühlt alles, was ihm entgegenflog. Im Angriff erzielten Gidsel und Simon Pytlick wichtige Tore und plötzlich lag Deutschland 16:23 hinten. Das Spiel war entschieden. Daran änderte auch Wolffs Einwechslung und wackere Gegenwehr bis zum Ende nichts mehr.

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Stuttgart: Missbrauchsskandal im Turnerbund: Ermittlungen gegen Top-Funktionäre

Ein Missbrauchsskandal erschüttert das Stuttgarter Kunstturnforum. Nun geraten auch Funktionäre ins Visier der Ermittler. Zuvor richteten die Vorwürfe sich gegen Trainer.Der Missbrauchs-Skandal am Stuttgarter Kunstturnforum nimmt noch einmal größere Züge an und erfasst nun auch die Spitze des Deutschen Turner-Bundes. Wie der DTB mitteilte, sind die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart nach den schwerwiegenden Missbrauchsvorwürfen ausgeweitet worden und richten sich auch gegen den Verbandspräsidenten Alfons Hölzl und Sportvorstand Thomas Gutekunst. "Der Präsident und der Vorstand des DTB haben das Präsidium hierüber unterrichtet", teilte der DTB mit.DTB-Präsident: Kein RücktrittHölzl zeigte sich in seiner Stellungnahme überrascht und sieht keinen Anlass, von seinem Amt zurücktreten oder es ruhen zu lassen. "Die mir bislang bekannten Details kann ich weder im Sachverhalt noch hinsichtlich einer möglichen Pflichtverletzung nachvollziehen", erklärte Hölzl. "Mein Fokus liegt weiterhin auf einer verantwortungsvollen und störungsfreien Amtsausübung im Interesse des Verbandes."Er sagte zu, mit den Ermittlungsbehörden in vollem Umfang zu kooperieren. Hölzl betonte in der Mitteilung, die sein Anwalt verbreitete, dass für ihn wie alle Beteiligten die Unschuldsvermutung gelte.Verband schaltet Anwälte für Prüfung einDer DTB erklärte, er habe seine Anwälte beauftragt, die derzeit vorliegenden Informationen der Staatsanwaltschaft Stuttgart kurzfristig zu prüfen. "Erst auf dieser Grundlage kann der DTB über das weitere Vorgehen entscheiden", hieß es. Der Verband wies darauf hin, dass für alle Beschuldigten die Unschuldsvermutung gelte. "Die aktuellen Entwicklungen nehmen wir sehr ernst. Der DTB wird die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart selbstverständlich weiterhin unterstützen", hieß es in der Mitteilung.Auch Schwäbischer Turnerbund betroffenZuvor hatte bereits der Schwäbische Turnerbund (STB) mitgeteilt, dass die Ermittlungen ausgeweitet worden seien und sich auch gegen Funktionsträger des Landesverbandes richteten. "Den Funktionsträgern wird vorgeworfen, ihrer organisatorischen Verantwortung nicht gerecht geworden zu sein", hieß es in der STB-Mitteilung.Der Verband wies dies zurück und betonte ebenfalls, dass bis zum Abschluss der Ermittlungen die Unschuldsvermutung gelte. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart äußerte sich am Montagabend auf Anfrage vorerst nicht zu den Ermittlungen.Turnerinnen werfen vor: "körperlicher und mentaler Missbrauch"Hintergrund ist, dass kurz vor Weihnachten 2024 etliche Turnerinnen öffentlich die Arbeit am Bundesstützpunkt in Stuttgart angeprangert hatten. Kritisiert wurden unter anderem "systematischer körperlicher und mentaler Missbrauch" sowie katastrophale Umstände. Schon Anfang Februar 2025 waren die Vorwürfe ein Fall für die Justiz geworden und Ermittlungen aufgenommen worden. Bisher richteten sich diese allerdings nur gegen Trainer. Als personelle Konsequenzen hatte der STB Trainer von ihren Aufgaben entbunden.Hinweis: Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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Premiere in der DEL: Historischer Treffer – Goalie trifft leeres Tor aus unglaublicher Distanz

Ein ungewöhnlicher Treffer sorgt in der DEL für Staunen. Als Dresden ohne Torwart spielt, schießt Wolfsburgs Goalie Dustin Strahlmeier den Puck aus großer Distanz ins leere Tor.Ein ungewöhnlicher Treffer sorgt in der DEL für Staunen. Als Dresden ohne Torwart spielt, schießt Wolfsburgs Goalie Dustin Strahlmeier den Puck aus großer Distanz ins leere Tor.

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DHB-Torhüter: Wolffs spektakulärste Paraden bei der Handball-EM

Mit Bein im Himmel, langen Armen oder im Spagat: Die Paraden von DHB-Torhüter Andreas Wolff bei dieser Handball-EM lassen sich sehen. Seine besten Aktionen in Bildern.Was Andreas Wolff auf der Platte zeigt, sei "nicht von dieser Welt", befand DHB-Teamkollege Renars Uscins nach dem 30:28-Hauptrundensieg gegen Norwegen. Wolff parierte 22 Bälle und wurde mit einer Fangquote von 44 Prozent zum Man of the Match gewählt."Unglaubliche Leistung von Andi", lobte Bundestrainer Alfred Gislason. Und Marko Grgic sagte unverblühmt: "Wahnsinn, wie oft der uns den Arsch rettet." Wenn es im Angriff oder in der Abwehr nicht läuft, ist Wolff zur Stelle.Handball-EM: Wolff pariert sehenswertDie Paraden des DHB-Keepers können nicht nur Spiele entscheiden, sondern sehen auch noch spektakulär aus. Wolff fischt die Würfe mit seinen langen Armen aus der Luft, pariert mit einem Bein im Himmel oder taucht ab in den Spagat. Den ein oder anderen Wurf fängt er auch mal.In dieser Fotostrecke haben wir die besten Bilder von Wolffs Paraden bei der Handball-EM 2026 in Dänemark, Norwegen und Schweden gesammelt.

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Belästigungsaffäre: HSV wirft Kuntz "schwerwiegende Pflichtverletzungen" vor

Die Auseinandersetzung zwischen Stefan Kuntz und dem HSV spitzt sich zu. Der Klub gibt nun in einem Statement weitere Details über den Fall des Ex-Sportvorstands bekannt.Beim Hamburger SV geht die öffentliche Auseinandersetzung um die Trennung von Stefan Kuntz in die nächste Runde. In einem weiteren Statement nannte der Aufsichtsrat neue Details zu den Vorwürfen gegen den ehemaligen Sportvorstand."Das von mehreren Hinweisgebenden unabhängig voneinander glaubhaft geschilderte Fehlverhalten, das zu internen Ermittlungen führte, umfasst zahlreiche schwerwiegende Pflichtverletzungen, die jeden verantwortungsvollen Aufsichtsrat zum Handeln veranlassen mussten", heißt es in einer Mitteilung des Fußball-Bundesligisten.Stefan Kuntz wehrt sich gegen VorwürfeHintergrund ist, dass sich der 63 Jahre alte Kuntz am vergangenen Wochenende in der "Süddeutschen Zeitung" gegen diese Vorwürfe gewehrt hatte. Unter anderem sagte sein Anwalt Christian Schertz, dass der frühere Nationalspieler bis heute nicht wisse, "was ihm von welcher Person und in welcher Situation überhaupt konkret vorgeworfen wird". Diese Darstellung nennen die Mitglieder des Aufsichtsrats "nachweislich unwahr". In der Erklärung vom Montag heißt es: "Am 18. Dezember wurde Stefan Kuntz förmlich über die Untersuchung informiert; am 19. Dezember wurden seinen damaligen Anwälten in anonymisierter Form die Inhalte sämtlicher bis dahin vorliegender Zeugenaussagen mitgeteilt." Außerdem habe der Aufsichtsrat Kuntz "zwei Termine (22./23. Dezember) für die Anhörung angeboten; hierauf gingen Stefan Kuntz und seine Anwälte nicht ein."Aufsichtsrat bedauert öffentliche AuseinandersetzungAm 2. Januar war die Trennung zwischen Kuntz und dem Klub verkündet worden. Zunächst war in der Mitteilung des HSV von "familiären Gründen" die Rede. Einen Tag nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" teilte der Aufsichtsrat jedoch mit, dass der Abschied im Zusammenhang mit Vorwürfen wegen eines angeblichen Fehlverhaltens von Kuntz stehe. Noch am Abend nach der Veröffentlichung des Medienberichts wehrte sich der Ex-Profi mit einem Statement auf seinem offiziellen Instagram-Profil gegen die Vorwürfe.Dass die Auseinandersetzung über das Ausscheiden des Sportvorstands zunehmend öffentlich ausgetragen werde, hält der Aufsichtsrat des HSV "im Interesse sämtlicher betroffener Personen für bedauerlich".

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Wirtschaftsreport: DFL will trotz Rekordergebnis für Krisen vorsorgen

6,33 Milliarden Euro Umsatz und fast 21 Millionen verkaufte Tickets – doch die Deutsche Fußball Liga denkt an Rettungsschirme. Die Bundesliga will bei neuen Risiken vorbereitet sein.Inmitten von politisch und wirtschaftlich angespannten Zeiten schreibt der deutsche Profifußball Rekordzahlen - mahnt aber auch zu Augenmaß. "Wir müssen aufhören mit dem immer höher, immer weiter, immer schneller. Das passt nicht in die europäische Zeit", sagte Ligapräsident Hans-Joachim Watzke beim Neujahrsempfang der Deutschen Fußball Liga (DFL).Der Präsident von Borussia Dortmund verwies auch auf die Finanz-Regularien der Europäischen Fußball-Union UEFA, die seit dieser Saison die Ausgaben für Kader (Gehälter, Ablösen, Beraterhonorare) auf maximal 70 Prozent der Clubeinnahmen beschränken."Wenn der eine oder übers Ziel hinausgeschossen ist, dann muss es glasklare Sanktionen geben. Da muss es auch einen Automatismus geben", forderte Watzke und versprach: "Wir als Bundesliga werden da unseren Teil dazu beitragen." Als Sanktionen müsse es Punktabzüge geben. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Kritik an der Ausgabenpolitik von großen Clubs wie Paris Saint-Germain, Manchester City und dem FC Barcelona gegeben.Rekordumsatz in der vorigen SaisonIm Frankfurter Eventlokal Palmengarten feierte sich die DFL auch für ihre Finanzkraft und Seriosität. Die Rekorderlöse seien "Ausdruck der großen gesellschaftlichen Popularität des Fußballs und zugleich ein wichtiger Baustein für nachhaltige wirtschaftliche Stabilität", betonte Steffen Merkel, der gemeinsam mit Marc Lenz die Geschäftsführung der DFL bildet.Die 1. und 2. Bundesliga haben in der Saison 2024/25 einen Rekordumsatz von 6,33 Milliarden Euro verbucht. "In herausfordernden Zeiten setzt der deutsche Profifußball starke Signale", sagte Watzke. "Wir können entsprechend selbstbewusst in das WM-Jahr 2026 gehen."Damit verbuchten die 36 Clubs 461,2 Millionen Euro mehr Erlöse als 2023/24. Der operative Gesamtgewinn lag nach Angaben der DFL bei 271,5 Millionen Euro für die 36 Clubs.Auch die zweite Liga wächstDas Oberhaus um Rekordmeister FC Bayern München vermeldete mit 5,12 Milliarden erstmals mehr als 5 Milliarden Euro Umsatz und 320,8 Millionen Euro mehr als in der Spielzeit zuvor. Die zweite Liga machte einen Umsatz von 1,21 Milliarden Euro und hatte dabei einen Zuwachs von 13,1 Prozent.Laut den Kennzahlen haben die Vereine und Kapitalgesellschaften dabei besser gewirtschaftet als zuvor: 13 Erst- und 15 Zweitligisten erzielten einen Gewinn, zuvor waren es nur 9 beziehungsweise 8. Das Eigenkapital in der Bundesliga liegt mit 2,17 Milliarden Euro erstmals bei mehr als 2 Milliarden Euro.Premier League im Ausland weiter viel stärker"Die Zahlen zeigen die Wettbewerbsfähigkeit der Liga", sagte Lenz, die Bundesliga sei demnach die Nummer 2 in Europa. Die englische Premier League hat dem deutschen Fußball allerdings weiterhin eine wesentlich stärkere Auslandsvermarktung voraus.Unter der Leitung von Lenz und Merkel verzeichnete die DFL bei ihrem Wirtschaftsreport weitere Bestmarken. Sie verweist auf fast 1,7 Milliarden Euro, die die Clubs an Steuern und Abgaben an die öffentlichen Haushalte abgaben. Fast 21 Millionen Eintrittskarten verkauftZudem waren in der vergangenen Saison mehr als 64.000 Personen im deutschen Profifußball beschäftigt. Auch die fast 21 Millionen Tickets bedeuten einen Höchstwert. Aber: Fast jeder dritte Euro der Einnahmen der Clubs stamme aus der Zentralvermarktung der Medienerlöse.Watzke will 2026 "in das ewige Thema Auslandsvermarktung investieren" - und angesichts der politischen Weltlage auch vorsorgen: "Der Plan ist, dass wir Rettungsschirme aufbauen, wenn es mal weniger gut läuft, unsere Abhängigkeiten verringern." Denn was sich geopolitisch zurzeit abspiele, "ist auch eine Riesenherausforderung für uns. Ich möchte nicht wieder so ungebremst in ein Krisenszenario hineinrutschen wie bei Corona."

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Handball-EM live: Wer überträgt Deutschland gegen Dänemark?

Für die deutschen Handballer geht es in die Crunchtime der Hauptrunde, Kracher-Duelle warten. Alle DHB-Spiele lassen sich live und kostenlos verfolgen – auf diesen Sendern.Die Hauptrundengegner des DHB-Teams bei der Handball-EM in Nordeuropa haben es in sich: Portugal (Endstand 32:30), Norwegen (Endstand 30:28), Dänemark und Frankreich.Nach den Erfolgen in den ersten beiden Partien trifft die deutsche Mannschaft nun auf das übermächtige Dänemark – amtierender Weltmeister und Olympiasieger. Mit einem Sieg wäre die DHB-Auswahl sicher im Halbfinale.Handball-EM: Deutschland-Spiele im Free-TVWie bereits in der Gruppenphase bestreitet das DHB-Team alle seine Hauptrundenspiele im dänischen Herning. Weiterhin zeigen die Öffentlich-Rechtlichen alle deutschen Spiele im TV und im Livestream. Eine Übersicht der nächsten Partien:Montag, 26. Januar, 20.30 Uhr gegen Dänemark – ARDMittwoch, 28. Januar, 18 Uhr gegen Frankreich – ZDFIn den Mediatheken zeigen die Sender zudem täglich mindestens ein weiteres Hauptrundspiel. Um alle Begegnungen bei der Handball-EM in Dänemark, Norwegen und Schweden sehen zu können, müssen Zuschauer ein Abo beim Bezahlsender Dyn abschließen. Für 15 Euro kann man sich dort einen EM-Pass kaufen.Das sind die TV-ExpertenDie ARD baut auf die Expertise zweier Handball-Weltmeister von 2007: Dominik Klein und Johannes Bitter sind für das Erste im Einsatz. Das ZDF setzt einmal mehr Ex-Nationalspieler Sven-Sören Christophersen als Experten ein.Auch bei Dyn bewerten bekannte Handballer die Auftritte des DHB-Teams und das Geschehen rund um das Turnier: Ikone Stefan Kretzschmar, die ehemaligen Nationalspieler Pascal Hens, Michael Kraus (beide ebenfalls Weltmeister von 2007), Tobias Reichmann und Silvio Heinevetter sowie Frankreichs Welt- und Europameister Kentin Mahé.Neu im Expertenteam sind die noch aktiven Bundesliga-Profis Fabian Wiede, Timo Kastening und Leif Tissier, die frischgebackene Vize-Weltmeisterin Antje Döll und Florian Kehrmann, Trainer des Bundesliga-Dritten TBV Lemgo.Hinweis: Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

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Handball-EM: So kommt Deutschland ins Halbfinale

Die ersten Hürden in der Hauptrunde der Handball-EM hat das DHB-Team genommen, jetzt geht es in die Crunchtime. Unter diesen Bedingungen gelingt der Halbfinal-Einzug.In der Hauptrunden-Gruppe I jagt ein Kracher-Duell das nächste. Die DHB-Auswahl konnte ihre ersten zwei Spiele dennoch gewinnen (32:30 gegen Portugal, 30:28 gegen Norwegen). Für die Partien gegen Weltmeister und Olympiasieger Dänemark (20.30 Uhr, ARD/Dyn) und Europameister Frankreich (Mittwoch, 18 Uhr, ZDF/Dyn) hat die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason sich also in eine gute Ausgangslage gebracht.Mit sechs Punkten führt Deutschland die Hauptrundentabelle an. Die Dänen stehen mit vier Punkten auf dem zweiten Platz, da sie in der Gruppenphase gegen Portugal überraschend verloren (Endstand 29:31) und diese Minuspunkte in die Hauptrunde mitnahmen. Die Franzosen belegen mit ebenfalls vier Punkten den dritten Rang, weil sie in der Hauptrunde den Dänen unterlagen (Endstand 29:32).Die gute Nachricht: Deutschland hat den weiteren Turnierverlauf selbst in der Hand. Die schlechte Nachricht: Dänemark und Frankreich – Finalisten der EM 2024 – sind die wohl stärksten Gegner, die man aktuell im Welthandball bekommen kann.DHB-Team hat zwei Matchbälle bei der Handball-EMGewinnt die DHB-Auswahl gegen Dänemark und Frankreich, ist das Halbfinale sicher. Denn mit acht Punkten wäre die deutsche Mannschaft in der Hauptrundentabelle nicht mehr von einem der ersten beiden Ränge zu verdrängen. Diese bedeuten den Einzug in die K.o.-Runde. Zwei Unentschieden würden ebenfalls reichen.Der Gruppensieg wäre dem DHB-Team mit drei oder vier Punkten aus den zwei Spielen sicher – also mit einem Sieg und einem Unentschieden oder zwei Siegen. Bei nur einem Sieg und einer Niederlage könnte der direkte Vergleich zwischen Deutschland, Dänemark und Frankreich über den ersten Platz entscheiden.Zwei Niederlagen würden das Aus für die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason bedeuten, weil sowohl die Dänen als auch die Franzosen dann im direkten Vergleich die Nase vorne hätten.Was passiert bei Punktgleichheit?In der zweiten Tabellenhälfte liegt Norwegen mit zwei Punkten auf Platz vier, Portugal mit ebenfalls zwei Punkten auf Platz fünf und Spanien mit null Punkten auf Platz sechs. Diese Nationen dürften der DHB-Auswahl die Daumen drücken. Die realistischste Chance, doch noch ins Halbfinale einzuziehen, ergibt sich für sie, wenn Deutschland beide Spiele gewinnt und mit zehn Punkten Gruppensieger wird. In diesem Fall könnten sechs Punkte für Platz zwei genügen.Bei Punktgleichheit entscheidet zunächst der direkte Vergleich. Erst danach würde die Tordifferenz aus dem direkten Vergleich herangezogen werden. Weitere Kriterien wären laut "Sportschau" in dieser Reihenfolge: Anzahl an Toren aus direktem Vergleich, Tordifferenz aus allen Gruppenspielen, Anzahl an Toren aus allen Gruppenspielen, Fair Play Ranking, das Los.Beim Fair Play Ranking gibt es für die Mannschaften jeweils Punkte für eine Gelbe Karte (1), eine Zeitstrafe (2) und eine Rote Karte (8).

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Fußball und Politik: WM-Boykott? Bundesregierung will sich nicht einmischen

Nach US-Präsident Trumps Drohungen gegen Grönland kamen erste Vorstöße für einen möglichen Boykott der Fußball-WM. Die Debatte geht nach den Ereignissen in Minnesota weiter.Die Bundesregierung hält sich aus der Debatte über einen möglichen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko heraus. Die Regierung respektiere die Autonomie des Sports, sagte die zuständige Staatsministerin im Bundeskanzleramt, Christiane Schenderlein, in Berlin."Entscheidungen über Teilnahme oder Boykott von Sportgroßveranstaltungen liegen ausschließlich bei den zuständigen Sportverbänden, nicht bei der Politik." Die Bewertung obliege daher den jeweiligen Verbänden, fügte sie hinzu und nannte den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und den Weltfußballverband FIFA. "Diese Einschätzung wird die Bundesregierung akzeptieren." Sprecher: Regierung entscheidet nicht über TeilnahmeEin Regierungssprecher sagte, auch wenn es die deutsche Nationalmannschaft sei, sei es nicht die Bundesregierung, die über die Teilnahme der Mannschaft an Wettbewerben entscheide.CSU-Chef Markus Söder lehnt einen WM-Boykott der deutschen Nationalmannschaft ab. Dies sei "völliger Quatsch", sowohl im Interesse der Sportler als auch außenpolitisch, sagte der bayerische Ministerpräsident nach einer Sitzung des Parteivorstands in München. "Was soll denn das sein, mal abgesehen davon, dass die Fußball-WM nicht nur in den USA stattfindet, sondern auch in Kanada und in Mexiko." DFB-Vizepräsident und St.-Pauli-Clubchef Oke Göttlich hatte mindestens eine Diskussion über den Boykott der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko gefordert. "Ich frage mich wirklich, wann der Zeitpunkt ist, darüber konkret nachzudenken und zu reden. Und für mich ist dieser Zeitpunkt definitiv gekommen", sagte er "Hamburger Morgenpost".Hintergründe: Grönland und Situation in den USA Hintergrund der Diskussion sind die aktuellen Entwicklungen in den USA und die Politik von Präsident Donald Trump. Der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt hatte die Idee eines Boykotts für den Fall einer US-Annexion Grönlands ins Spiel gebracht. In Berlin wurden Sprecher der Regierung zum Wochenbeginn von Journalisten erneut nach dem Thema gefragt. Hintergrund waren dieses Mal die tödlichen Schüsse auf einen US-Bürger bei einem Einsatz der Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis.

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Australian Open: Sinner nach Hitzeschock dieses Mal im Schongang

Jannik Sinner hat in Melbourne sein 18. Spiel in Serie gewonnen. Gegen einen Landsmann wird er kaum gefordert. Das war zwei Tage zuvor noch ganz anders.Nach dem Hitze-Schock in der Runde zuvor hat Titelverteidiger Jannik Sinner im Energiesparmodus sein Achtelfinale gewonnen und bei den Australian Open den 18. Sieg in Serie gefeiert. Der Melbourne-Champion von 2024 und 2025 setzte sich gegen seinen Landsmann Luciano Darderi ohne Probleme mit 6:1, 6:3, 7:6 (7:3) durch und konnte auf dem Weg ins Viertelfinale wichtige Kräfte sparen.Sinner benötigte nur 2:09 Stunden für seinen Erfolg. Zwei Tage zuvor hatte er in der dritten Runde gegen den Amerikaner Eliot Spizzirri bei großer Hitze noch mit Krämpfen am ganzen Körper zu kämpfen gehabt. Wohl nur, weil wegen der speziellen Hitzeregelung zu Beginn des dritten Satzes das Dach über der Rod Laver Arena geschlossen worden war, entging Sinner einem frühen Aus beim ersten Grand-Slam-Turnier der Tennis-Saison.Sinner gut erholt"Ich bin froh, dass ich in drei Sätzen durch bin", sagte Sinner nach seinem ungefährdeten Erfolg in der Margaret Court Arena. Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad war es zwar erneut heiß in Melbourne. Als Sinner und Darderi gegen 18.00 Uhr Ortszeit die Arena betraten, lag der Platz aber schon im Schatten. Dem bei hohen Temperaturen stets leidenden Sinner blieb damit eine weitere Hitzeschlacht erspart."Heute habe ich mich gut gefühlt", sagte der Weltranglisten-Zweite, der den Tag zwischen den Spielen ausschließlich zur Erholung genutzt hatte. "Ich habe am Tag zuvor nur eine halbe Stunde Tennis gespielt. Ansonsten habe ich es ruhig angehen lassen."Djokovic hat freiNoch entspannter verbrachte Novak Djokovic den Tag. Weil sein Gegner Jakub Mensik aus Tschechien wegen einer Bauchmuskelverletzung zum Achtelfinale nicht antrat, erreichte der Rekord-Grand-Slam-Champion kampflos das Viertelfinale. Dort trifft er am Mittwoch auf den Italiener Lorenzo Musetti. Der Weltranglisten-Fünfte gewann überraschend klar gegen den Amerikaner Taylor Fritz mit 6:2, 7:5, 6:4.Djokovic kam der freie Tag im Alter von 38 Jahren sehr gelegen. Der Serbe trainierte am frühen Abend vor zahlreichen Zuschauern auf dem schattigen Court 16. Danach schrieb er ein paar Autogramme und begab sich wieder ins Hotel.Djokovic und Sinner könnten im Halbfinale aufeinandertreffen. War der freie Tag für den Serben ein Vorteil? "Das glaube ich nicht", sagte Sinner. "Außerdem müssen wir beide zunächst zwei schwere Viertelfinals überstehen."Sinner hat es eiligGegen Darderi spielte Sinner ähnlich souverän wie in den beiden Runden vor seinem Hitze-Kollaps gegen Spizzirri. Im Schnelldurchgang holte sich der 24-Jährige die ersten beiden Sätze. Erst im dritten Abschnitt machte Darderi dem Titelverteidiger das Leben etwas schwerer. Beim Stand von 5:4 vergab Sinner zwei Matchbälle, Darderi erzwang den Tiebreak. Hier trumpfte Sinner aber wieder souverän auf und ersparte sich einen vierten Satz.Für Sinner geht es jetzt am Mittwoch gegen Ben Shelton um den Einzug ins Halbfinale. Der Amerikaner setzte sich mit 3:6, 6:4, 6:3, 6:4 gegen den Norweger Casper Ruud durch. Sinner wird froh sein, dass er für die Neuauflage des Vorjahres-Halbfinals nicht am Dienstag ran muss. Denn dann sind in Melbourne wieder Temperaturen von weit über 40 Grad angesagt.

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· Actio recta non erit, nisi recta fuerit voluntas ·